Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 346 (8.1.1920)
- Date
- 1920-01-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien. Donnerstag 2L»iener Mvrgenzeitung Lamm-a^ gestVvbsn. Dienstag abends ist. in Salzburg Nniversitätsyrofessor und Ministerpräsident a. D. Dr. Heinrich Lamma.sch im Alter von 67 Jahren einem Schlaganfall erlegen. y. Der letzte österreichische Ministerpräsident ist in Ealzsurg gestorben, wohin er sich nach dem Scheitern der politischen Mission, die ihm Kaiser Karl auferlegt hatte, zurückzog. ilus dieser Zurückgezogenheit trat er nur mehr hervor, als sie Republik den Nat des bewährten Kenners auf dem. testete des Völkerrechtes für die Verhandlungen in Sainti'-ermain brauchte. Professor Lammasch ist sich sein ganzes Leben iindurch treu geblieben. Er gehörte der konservativen Richtung kn und hat deren Grundsätze immer verfochten. - Er hat den Trieg gehaßt und war als Paztsist eines der geistigen Häupter »er Friedensbewegung und . er hat niemals den Haß gegen wn Krieg aufgegcben. Er hat sich nicht in die Reihe der wutschen Gelehrten gestellt, die in Protesterklärungen^ in kleben und Büchern den Krieg verherrlichten und dem deutschen Volk eine besondere Stellung auf der Welt zuwiesen. 8ammasch, den das Ausland jederzeit in Ehren nannte, hat;egcn den Krieg gearbeitet und gesprochen als es ein Wagnis r>ar, dies zu tun. In Erinnerung ist noch seine große Rede sm Februar 1919, die er im Herrenhaus gehalten hat und die ihm einen Sturm der pöbelhaftesten. Angriffe seitens der kluersperg und Pattai eintrug. Die Rede wurde zu einer Zeit gehalten, wo die breiten Massen des deutschen. Volkes noch ganz vom Blutrausch deS Siegfriedens befallen waren, vor Lammasch hatte damals sein politischer. Gesinnung-» zenofse, der Abt Helmer aus Tepel, eine wahre Hetzrede gegen »ie Friedensbejtrebungen, gegen die : hochverräterischen Tschechen gehalten und einen Schmutzkübel über Wilson auSzeleert. Heute ist Helmer ins Ausland geflohen, die AuerS- »erg und Pattai sind in das Nichts zurückgeschleudert worden rnd das deutsche Volk mutz es schwer bützen, datz man nicht rechts zeitig auf Lammasch, gehört hat, dessen Wort in der inter, nationalen Gelehrtenrepublik hohen Wert besaß. Lammasch ivurde nicht müde, immer und immer wieder in Wort und kat gegen den kriegshetzerischen Wahnsinn zu kämpfen und!§ ist kein Geheimnis, daß er sich damit sogar die lebhafteste Aufmerksamkeit der Staatspolizei erworben hat. Lammasch war ein Kämpfer. So oft er die politische Lribüne betrat, stand er sofort im Mittelpunkt des Interesses, kiele Angriffe hat er sich von freiheitlicher Seitewegen seiner konservativen Einwirkung auf den Strafgesetzentwurf zugewgen und er setzte sich schweren Anwürfen aus, als er eS versuchte, sich dem allgemeinen Wahlrecht zu widersetzen und als fieferent des Herrenhauses die Einführung eines Pluralwahlkechtes vertrat. Was aber seiner Persönlichkeit historisches stelief gibt, war seine Bedeutung als Völkerrechtslehrer und As Mitglied deS Haager SchiedSgerichtshofeS. Als der Zar Nikolaus am Ausgang des neunzehnten Jahrhunderts die nrfic Abrüstungskonferenz nach dem Haag einlud, war eS selbstverständlich, daß Oesterreich Dr. Lammasch entsandte, der »nter den großen Völkerrechtsgelehrten der Welt das Allsehen sines der besten und ehrlichsten Vorkämpfer für die FriedenSdee befaß. Lammasch hat es nicht verstanden, die Generationen wn Juristen, die er ausbildete, mit seinem Geist zu erfüllen. Deine Schüler arbeiteten in Wort und Schrift für den Krieg, )er nichts anderes ist, als die in die Tat umgesetzte Ver- Meinung des Völkerrechtes. Dr. Lammasch hat mit so vielen anderen hervorragenden Männern Oesterreichs das gemeinsam, daß sie am übend ihres im besten Sinn dem Staat gewidmeten Lebens len Zusammenbruch sehen mußten. Lammasch gehörte zu jen aufrechten Männern, die weder zur Zeit Franz Josefs »och zur Zeit Karls es über sich brachten, vor der Karnaritta sich zu verbeugen. Er kam, wenn man feinen Rat brauchte end kehrte dann wieder in seine stille Stube zurück. Er mußte loll Erbitterung und Groll abseits stehen und mit ansehen, vie der Staat von Strebern und blutleeren, rückgratlofen Lureaukraten zerfleischtwurde, wie der nationale Hader immer höher stieg und bald zu einem Meer wurde, das über Oesterreich-Ilngarn zusammenschlug. Am 26. Oktober 1916 irat Lammasch an die Spitze des letzten Kabinetts der im Neichsrat vertretenen Königreiche und Länder. Er war ins klmt berufen worden, nachdem der Kaiser das Manifest erlassen hatte, welches die Auflösung des Reiches zur unmittelbaren Folge hatte. Lammasch fand den Staat in Agonie vor. Die letzte Mission, die ihm zuteil geworden war, mit dem Nrafcn Julius Andrassy den Separatfrieden durchzuführen, konnte nicht mehr zur Ausführung kommen, da der Durchbruch der bulgarischen Front bereits die Entscheidung gebracht hatte. Die politische Entwicklung geriet in ein so rasendes Dempo, daß Lammasch gar nicht mehr dazu kam, sein RezieruNgsprogramm in öffentlicher Sitzung deS Abgeordnetenhauses zu entwickeln. DaS einzige, waS ihm da- Rumpfparlament noch einräumen konnte, war die Einberufung riner Obmännerkonfercnz, in der sich Lammasch als Ministerpräsident vorstellte. WaS ihm sonst zu tun übrig Micb, war nur mehr die Einleitung der Liquidierung der Monarchie. Und die Erlassung eines öffentlichen Aufrufes an daS Volk Deutfchösterrcichs, den neuen StaatSrat zu unterstützen uird jn den furchtbaren Stunden der Demobilisierung die Ruhe. zu wahren. Neben Lammasch amtierte bereits Nenner..und neben Josef Redlich, dem letzten Finanzminister, sah Doktor Stemmender als Vertreter der Republik. * Lammasch ging wieder nach Salzburg zurück. Wenn man die Bilanz seines Lebens zieht, so muß mau sagen, daß er nur wissenschaftlich, aber nicht politisch wirken formte. Dem Judentum stand er feindlich gegenüber und wir haben erst vor kurzem einen Auszug aus feinem letzten im „Manchester Guardian" erschienenen Artikel mitgcteilt. in welchem er einige Bemerkungen über die jüdischen Flüchtlinge machte» „die noch zur Zeit der russischen Invasion ihre galizische und nordostzmgarijche Heimat verließen, um Wien zu überfluten und die Gastfreundschaft zu mißbrauchen." Die Flüchtlinge sind ebenso wie Lammasch und sein Volk Opfer einer Politik geworden, die immer um eine Armee um eine Stunde und um eine Idee zu spät gekommen ist. Qammasch' kulturelles Niveau hat ihn daran verhindert, seine Abneigung gegen das jüdische Wesen, das er nie verstanden hatte, sin der ordinären Form seiner übrigen Parteigenossen zu bekunden. Allein allem zählt Professor Lammasch zu jenen Oesterreichern, die zue Unrechten Zeit an die Unrechte Stelle gesetzt wurden, und deren Leben mit dem des Staates Schiffbruch gelitten hat. Dns d?s Friedens. Marcel Hutin schreibt im „Echo de Paris", es fei ihm von einer diplomatischen Persönlichkeit, die im 'Vordergründe der Ereignisse stehe, mitgeteilt worden, daß man nunmehr mit Bestimmtheit auf das Inkrafttreten des Friedens j am 10. Jänner rechnen könne. Die einfache Zeremonie der Unterzeichnung werde im Uhrensaal des Ministeriums des Aeußern stattfinden, wü im Jahre 1866 der Vertrag von Paris, der den Krimkrieg beendet hatte, unterzeichnet wurde. Der deutsche Bevollmächtigte, -Baron Lersner, dessen , Gesundheitszustand sehr gebessert ist, hat gestern dem! Generalsekretär der Friedenskonferenz Dutasta, einen! Besuch abgestattet. Die. Frage der Entschädigung wegen Scäpaflow scheint bis auf kleine Einzelheiten geregelt. Es sind nur noch gewisse Bestimmungen wegen der Durchführung der Volksabstimmung in den. deutschen Grenzgebieten fcstzusetzen. Leröner und Simfon vertreten Deutschland und werden das Protokoll -vom 1 November 1616 unterzeichnen und zuglei)) die Note der Alliierten in Empfang nehmen, die. wie verlautet, das aUSzlwfernde Hafenmaterial auf 278.600 Tonnen reduziert und außerdem lange Termine, wie verlautet, 80 Monate, bewilligt. Schließlich wird noch das Protokoll über die Hinterlegung der RattfikationKurkundlM von den deutschen Vertretern und den Vertretern jener alliierten Staaten, die den Versailler Vertrag ratifiziert haben, unterzeichnet werden. Für Frankreich wird Cambon bet der Zeremonie intervenieren. ., Die Neutralität dev Schweiz- . Die Schwtimischrr Tepcsck'en-AacntUr tc ltmst: ttru 6. Dezember bat dör Bundcsrctt beschlossen, an alle Mächte, d e als urstnünallche MilgUrder am Bölkkrtund tc lnehmen sollen, rin Aide istämor zu nchttn, bcnrit HGuvtUvcck darin besteht, dcn Standpunkt tut Schwüz hinsschtl'ch brr Frist klcmulkgm, innerhalb der bie VolkS,M,m>mina über dm Be tritt der Schweiz stattsinten könnte. D-es'S Aide Alemoie wurde vvw der ftmizvstscheu Negierung dem Obersten Nat der alliierten uttd üssvz Kkttn Mächte unterbreitet. Dieser hat nun ktNe Anlwor knote nir den Bundesrat gerichtet. Dcr Brindisi at wird demnächst - den voll» ständ gen Wortlaut .der gewechselten Noten dex Dessentitchtett bekanntgeben. ' ' " : ■ - ' ■ . Wir hie Sche-zerische DepMen-Ugenluk erfährt, entspricht die Annvort des Obersten Rates beznal ch der NeUIrasi ät der Schweiz nicht ganz dm in der Schwe-z berr^chendtn Anschruungen. Es weiden voraussichtlich noch Besprechungen zur Klärung dieser Frage statt ndcn. - Die auswärtige Politik der Tschechen im Jahre 1si2v. Der tschcchstche Min fter des Auswärtigen Dr. Deutsch hat sich wrt ,,Btnkov" Uber die Ausgüb.'N gcauiiert. welche 1930 die. auswart'ge Politik der rschechv-ilowakrschen Ncpublik zu erfüllen haben wird. DaS Jahr 19-io müsse düS Jahr der Konsolidierung und Verw ritichmig dessen werden» waS lölf» vor* bfveitct hat.Es wird vor allem der Friede mtt Magyar reu unterschrieben, daS T e s ch c n c r P r n b l enr gelöst, unser Streit rntt Polen, unser Verhältnis »nt Oesterreich gcremlt tmb das N atiborer Gebret übernommen werden. D'.e Beziehungen zu Jugoslawien rmd uuscre wirlichaftlichen Bcz-ehungen zu Jtal'en werden bereiulgt werden. Jn akuter Form werden sich unsere wirrschastl chm Beziehungen zu Rußland gestüsim. Bon den zuitänd.gen ^Failorr« werden kurzfristige Ha n d e 1 s v e r t rage abgeschlossen werden, welche die erste teste Basis für die ganze wrrtschaitt.che Akttverät rm AnSlande bilden werden.* Gnmbettas Voraussicht Der fr-rnzösische Kammerpräsident De^chanek ver'öffett^i.tzt sine Biographie Gambettas, die etliche biZh/r. unbekannte Br e.e des Staatsttiannc's enthält, die brrrch ihre klare Bornussicht der künsligen poki.tsch^ir Ereignisse heute von besonderem Interesse sind. Schon im Jänner 1877 sah Gambetta voraus, daß die europüt'che Kinfla^ration unvermeidlich wäre. D.ulschla!'.d wü.de sich Oesterreich? als einer'Instruments für sein Vordringen und zur Erregung von Kon-sttkten bedi.'Nön und eZ wäre ein Abkommen zwischen O:st:'rr2ich und der Türkei vorans»Usehen. Daraus folgerL er die Notwendigkeit, einer Allianz zwischen Frankreich, England und Ntzß'and; aus der Bedeutung der Orlrntsrage wrrde sich die Notwendigkeit der Lösung der engli'ch-dezttscheN Frage ergeben. Daraus würde die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses der latein'schrn Völker folgen, und schli.ßsich eine enerMche Anstrengung. um Wien von Berlin zu trennen. Am 10. Februar 1677 schreibt Gawbetta an srinen Freund R a n.br „Eine Note deS preusii'chen Kanzlers, deren Letzt ich dir sobald als möglich Übermitteln werbe, will die Dynastie der Habsburger in die -slawischen Länder 5urttckw:rsen, um sie gegen Nnßland zu richten. Dadurch etscheint unsere Ausgabe gekennzeichnet: das Geschick Rußlands zu versolgen, sich seinen Horizonten anzupassen und sie, wenn nü^ig, abznänbern. AndererseltS wird Deutsch and seine Suprematie in der. Allianz mit Oesterreich so lange behaupten, bis der Druck seiner B'Uialität, wie ich hoffe, eine R-'aklion Hervorrufen tvird. Gelcker Mensch in Frankreich könnt« den HabS.- 8 Jänner i02Ö /Nr. 346 tu 'g^rn beweisen, daß die HoheN'Mern sich ihrer ■&€»' dienen, um di' GS^rirOtimg der deutschen Einheit zu sistigerr? Ich wünschte, mein Streben nach der Größe, un'ereS Landes zu verwirklichen und eine französisch^ russisch.' Verstäiutgung zu schaffen, die Allianz HabS^s l>urg-Hahcn-.oltsrn zu lösen und Italien Frankreichs näherzniringm." Es wäre bedeutungsvoll, d'.e schreckliche und hende Dynastie der Hohenzollern zu isolieren: die habSburgische trägt ihr Joch mit Lächeln auf den! Lippctt Und bedrücktem H^r^.en> Die Rumänen hasse«, die Ungarn, aber trotzdem wird Rumänien jnjtfdi««1 Deutschland und Rußland schwanken. Ehaos itt der Akraine. AuS Warschau wird berichtet: Laut einer Mitteilung deS „KuriM' Polski" haben sich auch die ukrainischer; Sozialrevolutionäre in Kiew nach der Einnahme der Stadt durch die Rottruppen mit den Bolschewiken verständigt und zusammen mit ihnen eine , kürltmunistische ukrainische Negierung gebildet, in. die . Unter , anderen auch mehrere Anhänger PetljuraS eirrgetreten sind, nämlich der gewesene Premier Mazeppa, der gewesene Mbeitsrninister Bezpalko und der Ataman Pawlenka. Das neue Kabinett fordert in einLm Nadiotelegrämm den ersten Wnistcrpräsidenten der ukrainischen Republik, W i n n i c z e n k o, zur Heimkehr au« dem Aüslanhe auf. Die Demkinfche Armee befindet sich in vollständigster Auflösung. Die Freiwillige» verkaufen ihre Waffen an die ukrainischen Aufständischen. Petljura bemüht sich, von den sogenannten burgeoisen Parteien unterstützt, eine neue ukcainifchg Regierung z» bilden, an deren Spitze Andreas Lewicki treten soll» Politrschsr Verhand derrrnzarischsn Kalvine>f» ES ist tti bltfim Bla'tt schon daran? hiügrwttsrn worden» daß die derzeit tn Ungarn herrschende chustlichnat ottale Politik iM Grunde gknommcu emctt katholrsch'kterikair'N Eharasier trügt und daß bitfee Umstand d>e übcrgen anch christlichen KonsMoucn zur selbständigen polttsschm Örganllütiön siihM. MUS. Die Richtigkeit blelek Ausiaffnng w:kd durch die ütts Äuda» pest eingel ntgte Mckteilung bestär gt» daß vor einigen Lügen i« Ungarn der v o l i t i s ch e Landesverband der u n g a r l ä n d i s ch e«' K a.l v i n 11 gegründet um de» der eS stch zur Awgabe st.ll', die christlich) Politik im Ginne und nach dem Ideale der holländischen Kalvmer zum Aiege zu führen. Alles orgünistert. sich in-Ungarn znm Schuhe seiner svezifischen Zondcrmtercssen» nur die Inden bleiben untätig ttttd warten. Aul welches Wunder? Die Vermögensabgabe. Der Hariptnusjchust der Nationalversammlung hat gestern beschlossen, daß der StnatsretretÜr für Finanzen. Dr. Reisch» in der für den 11. d. M. anbrraumten Ptenarstönng der Nationalversammlung bte Vorlage über die V e r m 6 g e n a b g a b e cinzubringen bat» Damit sind alle die Jirtrigen zerschlagen. welche in den letz en Wochen gegen diese Vorlage ge^ schmiedet wurden. Jn den politischen Kreisen hrrrscht darüber Befried gung, aber rnan sindet den Zeitpunkt als 'schon zu wett gediehen, um^ bei der Dmchsühruttg deS Gesetzes eine« nennenSweiten Effekt zu erzreleu. D!e flüistgen Mittel der großen Vermögen sind teils investiert, teils inS AuS" land abgewandert. Die Vermögensabgabe hätte der Teuerung und Geldentwertung entgegenwirken können, als noch Dr. Stei«'> wcnder rm Ftnarizminlstennm saß. Das Jahr, daS inzwischen vergangen ist, ist durch die Schmnpettri'chen Experimente aus« gefüllt gewesen, die den Staat mrersetzlichen Schaden zugejttgt haben. Dr. R e i s ch wird die Einbringung der Vorlage dazu benützen, in einem großen Exposö die finanz'elle Lage des Staatejm Zusammenhang mtt den Fricdcnsvc«inbarung''n darzulegm. Nach ihm wnd Staatssekretär Dr. Deutsch die neue Wehrvorlage dem HüuS unterbreiten. D^e F^rderrmKen d?r Staatsanqeftelllrn. Mit Rücksicht darauf, daß die durch das neue Besoldung-- übergangsgesetz erhöhten Gehalte der Staaisangestellten noch nicht zur Auszahlung gelangen konnten, hat sich trotz eilres diesbezüglichen RegierungScommuniqrres infolge der stets znnrhmendsn Preissteigerungen der Staatsangestellten ein« lebhafte Beunruhigung bemächtigt. AuS diesem Grurrde sah sich der Zentralverband der österreichischen StaatSangestelltenvereinigungen veranlaßt, an die Regierung um sofortige diesbezügliche Maßnahmen heranzutreten und fordert« in einer gestern Übermittelten Denkschrift die sofortige Auszahlung der von der Regierung für den IS. Jänner d. I. terminierten Bezüge und Flüssigmachung einer neuerlichen Akonto-Zahlung noch itt JÜ.iner auf die kommenden neue« Gehakte. dis nrilitt Da die Ausarbeitung der Vollzugsvorschrift zum neuen Kebaltsgesetze trotz der Forderung der SraatSangestellten ohne Hinzuziehung derselben borgenonrmen werden soll» hat sich der Zentralverband-dor StaatSangesielltenvercinigunge« telegraphisch an den Rationalrat T o m s ch i k als Obmann deS paritätischen LohnkoMitceS gewendet und ihn erfncht, gegen diese abermalige Hirrtansetzung des zugebilligten MitbestimmungsrochteS energisch zu protestieren und die unbedingte Zuzichurrg der OrganisatiorrSvertreter zu dieser Arbeit zu Verla ugvtt.