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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-05 · Heft 343 (5.1.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 343 (5.1.1920)
Date
1920-01-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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V Seite 2 Wien. Montag 25 c!?! i € r 55' 2 o r 3 c 1 s 5 c i i u n 5 Immer 1920 Nr. 343 SLrmtkselrrsLür' <£?, Siwer über dis ungarische G r w alL» - crrs:l; ä ft. Wiener Prvtcftverfinnmlunzsn. In fcdS ^'ntrr SlUv.iift*» fanden Sonntag vormittags Versammlungen der sozialdemokralischen Partei mit der Tagesordnung „Die Greuel der ungarischen Republik^ statt. Die P'erianunlnngrn nahmen einen rnbiqeil Verlaus. Eirnclne kommunistische 2r'ort!u!'.rer erklärten, daß die kommun.stitthe Partei sich den Aöwchinmßiiabnieii der soria'demo'rati'chen Partei anich'icsn'. Nach den Versammlungen kam es in keinem Bezirke zu Straß.ukundgebnnaen. Im AntoninS-Saale lTn'hcrpmk. Meidlina) sprach Staatssekretär Dr. Otto Bauer, der unter anderem folgendes ansinhrte: Man will cm Nnga'-n mit einem Habsburger als König an der Svrhe. der als Jnürument für andere Zwecke dienen ioll. Das Königtum sali Ungarn in eine Miluärmvnarchie verwandeln, die dann alle verlorenen (s-Tbiet'teile in Inl-oäan'ren, Numänien und in der Tsch'cho-Slowakei zmiick.rodein soll. E.n unaari-cnes Köiri-. : bildet e'ne Bedrohung für Teuts.1 ö'tcrrrich, da tlng'.n eine Vereinigung mit lchtterem an streuen muß, da es allein den Natt mrn nicht gcma.'b'en rräre und 1:11 ercP»'un:.ronsr>'dr'!en ihm die Munition liefern sollten. DaS n.ngarische Nee.ime arrch bei nns ciuwdühren, erscheint den Ungarn r.nht ganz aussichtslos, da sie über eine größere mttitärn'che Macht versügen, als wir. Ader sie narten es nicht nur mit unseren Grenzaendarmen und der Volt'rnetr, sondern mit der gesamten?!:bettersTatt zu tun. Tle chwottt wäre es de größte Torheit, den Ungarn Ee'.egenmit zurrt Angriss auf Oesterreich zu gedeu. Es ist fetdüvernändli-', da', wir von innerer Negierung verlangen mumm, Uwa? schär-er r.n eie 5>r '-zerr gegen Ungarn -ui kontroi.irren und Me mmar: eben DsT ziere in ihre Heimat zu e-t'?nden. Leiters innnen w r verlangen, daß an Stelle des Tra'en T a? a c? ein anderer Mann in die un-arische Geiaudttchas: entttndet werde. Die Sttun.'on in Un 'arn bedrr. t nicht n.-.r nr.s. sondern auch die Rumänen und Itatiener. Wien, da dre rniaari'.chs R.mk.'.ou 01: -normen ^o,i!n.nge:r an Dcutschotterrttch knlch't. T de Hossnun wn sin.) au'- gebant auf die schreüi-che Btt, die in W'cn herrscht und die nun witt'-wr-'tt-'t! en nur voli'isä'en Ei aos fiiären muß. Uns in die'eS Cäaos 'chnchn'ntre.den, liegt im Interesse Ungarns, weil c-s denn Geicgeuhclt zum E.ugreisen chatte. Bedauerlich i't es, daß in Prag es noch immer nicht verstandeil wird, daß die Fr>me der Ledensmö-tlichkeit in Dentschösirrreim r.ieN blo; eine rein wiriichaitliche, sondern auch eme volttiiche Frage auch für die Nachbarländer Ungarns bildet. In v.nireu Tagen werde Rettanranon m't ctt..'n Mi'wln zu chchewo - Slowalen. krittiche Punkt liegt in Ne'olntion mit eirr« 5tna'n>:bnn N'giwung znm Tssch'/nß echoen. Aus ütt 0? i 1 u armttd": ch II ln Tero.m e a ttutt litt .*.•) -,iv 5 -u l.-i E'.imd tu - nab t? m''n'si ckn tät.g vkr an: nu-.o. •/*- - rr r*,;,vwird. Dr" chm'tt' ec'' n.: it" e:i »V : ichr 'lmn : cd f eTm-man?. u. u Una'eb'ing aUtt E'l Ani l. st :: (■':rn t c T' zur e'l!' r-- •'; ' T ' V (1 ^**1] f!‘5P;H',,'Y'r. Abo. 4. Jänner. (Korr.-Vnr.) Laut dem Dorpater Wassenslillstandsabkommen verbleiben die estnischen und die Sowictlruppen in ihren gegenwärtigen Stellungen. Das dazwischen liegende Gebiet bleibt neutral. Während der Dauer des Waksenstillstandes dürfen keine Truppenverschiebimgen, stattsinden. Eine gcnnschte Kommission ist mit der Lösung der siriuigen fragen beschäftigt.' r*-y *trer. YÄ Dlofis'n" don G. J,;- irr 19^0 findet um 5 Uhr nrchm. | im tückiscii'.'n Temp.!, 1t. fe!ez,, Zirkus^as-se Kr. 22, eine »-r fl t i 1 1 1 c. Li wl eil i udCi 11 I statt. Zion. D?or’:s£e!ctlon Leopoldstadt | ■K «rr - .p- $?:<ttt ** v 4 D 5-.| ‘Ip-vT-t» W- V < /Cfe, Dio Prrssr K^rr d-e Mrlsicn des l Sixtus von Porme». : 4. Jänner. Die „Deutsche Allgemeine j Zeitung" schreibt zu den gestern verössentl-chten Doku-! rnenr.m über die??ttsi.n des Punzen Sixtus von j P a r nt a: Tie Vmi.'ssentlichungen der Variier Presse onuten manche Auttlärungen dringen, welche die Politik der mUicren a ent'eben Negierung in e'uem anderen Lichte crlchk'nen lassen. Trüber war immer bebauvt.-t worden, daß auch ein viel genannter im) viel angeseiridcter Politiker in diese Angelraerlieit verwickelt sei. Traf E z e rn i n bat immer belvnk, er stabe von dstwr A'-Üon Koner Karls nicht? cavrbt. Dies kann nicht sttw'.ncn. ch'rrnz Sixtus 12 v^q i'cr ju?!»/ fiiii März 1917 dem Präsidenten P o l n c a r v em Sei treiben (Hern ins ü'''.n reicht hat. Tiewm folgte ein „geheimer und vcrwnlicher Brich" Kaiser Earls. Man muß i?solgTchstn annegmen, daß GrafCzernin g e v. n u u n t c r r i cfj t c 1 w a r. Von d'N W.ener Konnnoali-'nen bat Me frühere deutsche N-e.ienmg aonheinrnd erst zu spät Kenntnis erstatten. Daß sie dann alles getan stak, um £eslrrreicki von dem geplante n T r e n b r n ch abgnhalten, ist fttbstuerstäwd.ich u d manche?Nas;nahme und manche V^eanung führender Männer wird dadurch erklärlich-. Pnrio, 8. Jänner. Die Leitari.kcl der wo'nn stolitifc7icn Das sellwn sich au.n d i e K.cfor’.ncr ocTant sein lapcn, deren Um uno vh’.j st.: st er ilasüsüren 'Sprachen ausmacht, eg.ne dnst sie einen beu,:ü.'.:g:n Scfau Wenn die Derrscha'ten nicht Schritten ai'Z dem qr^nerittsten Lager zu sl-s en grünst s.iittich rer schmälsten, so möchte man iänen ein Tüchlrin zur Leittistre euw-srhlen, das ebne Lire.'len Hinblick auf die Schule aus Teilestuiacn an der chront bervorxöaangen ist. Otto I rn m i s ch, „Tas 5ia--SSüen der Au.ich" (Das Erbe der Atten. Acne s.olae, 1. L-.inchra, Dietrich, 1'nOi. Hier könnten sie lernen, wenn sie nicht stolz darauf wären, unbelcstibar zu sein, in m-lcheur Von dom r-inzelnen meist xarnicht wal;rgeacrn:ncnen (ttraste stie-Antistc niöst nur Trlouugrmi tt e l. sondern noch viel mel.r LildungS besitz ist und tote jämmerlich mir verarmen mühten, wenn die antiken Sprachen je zum sstö-onmul für cm paar ttuTersit'urproittssvrcn würden. Das Latein und (ttrirchisch in so argen Aiisttrcdit gebracht hat, mar inestö anderes, als die Ilnc;esttstckl'.ch7elt vieler Philologen, die Lc:r.t besten Tillen die eben aurgestreutcn Camcnlörner gleich wieder zertrampelten. Sei Iinmisch aber könnten sie lernen, wie tau send fälligen (örtrag aulister Spcach- und Schulunterrichi zu snirigen vermag, saserne er nur in den richtigen Hünl en ru'st. Sttr können vor der Anlike die Augen sch'iesten, aber leine 'Sacht der ttstelt vermag ihre Nachwirkungen aus dem tn..Uchen Leben der Segemoart zu beseitigen. Der Jugend den ttuilstiä in die>es SoeLiest cnlerehen oder auch nur weiter schmälern, als es schon geschehen ist, heitzt ihr bemüht oder nnbewnsst die Augen Verl luden, ihr Weltbild verengen zugunsten custmester der platten ttütstichleit, deren Ideal das Lellaersrangösifch ist, oster eines irregeleiteten und irreleilenden Chauvinismus, der auch in Hellas und ilft gTt-.jj, bl'h i'tcv [*; dl bi tu'-: n f. Ö mitar ie'aoss uv.tl'.chimq über bic 11 f f ÄiT •::i tc5 P. li ca Sst-nZ von S ttn.na. .v ttre Tc i „T71: pä" f rr,?, Tratt cidi M!’b C:rrTnnb seien den r!cn VW :cn lvai r •; i cb d.e fic ihren vettündtter oeaenürt" h b!e üTu cm uicn hatten, cl ue fuh jcdcn Augenblick brveit; -ttü-tt.i, c neu rare ’oir.i? rednT mb der öü trieidrüd-- nde nnoa i'ciicn 9 ‘lon-n :f;e?.u fe Rudot II nd Vlohd vj 'che ff feien iUiereiv; .vtfon tttt'N, nahe der sra.vösr'chen. ström (in: B ö.iMrun.t bcS Si'L i?-3 V n EvT ind und T-rnern* m ü :' af: du.er o "P,i a :r*ivt S m tt 5T ü ö dl Di Eman ul ■t :;i V' VIT b.ncn. De i ttttv •Jdic N eauiiina (;ßbc aber fibßdcbm. M . T:;e ieri'.UI tr r. i:ci? Tal;• I : n ßcrcriUr er faucilc | 'f ,y.\' )i;r iü-i r ’ueijm voa: .i. Ce ,!)ii für l ie Abt i* c t u n n u f 6 T v e h t I n o . d c; N' x t o t i c n i s cl, e T o! o n i e v e v l a n 8 t k o r c n Cs Uttü'ttn die llntechaudlinigea .chch l'ci.ctt tt.!'. i’.y d e „ oiunnf i-c5 T cta'ä “ siv.tt. 5,:,. er?-./, ü.v ro’-i1 mi'el'.mqen mit der f't an e;tt i'cfmin;' auid;;; ilüo v;d? bi.llcu die -".ootttion m Gttabr tt( er s ftbr. .ctn. Ai an h tt:e C: n solch 4 W unuS nü ht ans sic t) nehmen (ömn m, au1 £ Slciu’i,. dj-ünfamS tune ßeuögcnttcn [u 'ttn. 1 li-orutt i ’.v Tjcto :cn ws aen feien. :a .i;:n I f-rs-jf 'chche K1« r*!^« \ </ ’dv >Äti der rc»* i i c jcvnv vSi, Nom .sei! iw die ' ust" sieht und am!£;• lstttitder der a - . st; nttttlmochte ir. Nh. j V.ctittl+m, 4. Jänner. Lau: dem ..Nstnwe Rottcrdrwri scheu Ee-uront" selnnstt b<c kvn errat ve Tttchcn'chint „Sure'atoi" , unter Hmnett ein du Tetw'ruug Lmo ttiostnst E c c 11 §, da) i jv v ft r. t r c i ch sich u-chr?.ugstctch an Dcut'chl.md räc'un ind aus Kosstir Trul'cUanstH M'.rfo n lern;-; man müsse | jextt Deut s di la n d und O c st e r r r i ch hellen. ' nab neu ui bilden. Das Vi:'t klagt ül: r d.iS Vcftwstcn Fr.-mkl rc'ck'S in Gr eckunkand, Bulgaren, Se-.bicn und Rmnänicn mii-°; als ob diese Länder in füll er na'ütt'chen Eiuslnßwväre > - lägen und eilst der Hossnvng Ausdurck. das» Lloys George, wenn I er mutt P:s gehl, daran denk n werde, daß er das gesamte? fetitiieoe Volk für eine gemäßigte Polin! duster sich dade. ..Spec-! laioi" 'v'.d'ru, da) vor allem d:c Eiuschädigmigsslimme rmvci-! e-i'-glich fr'igesett w rde. j QU in %lm?v\k'X. i Lismste"^s.rst?, 4. Iänncr. Das N^ulcriche Vurecm! mefbefc ans Waibin^ston. das; die Herausgeber! aller Vomin un istisch en Zeitungen Verba stet lvo.chfn sind. Am 2. d. M. sind in den bereinigten Staaten t T;00 Radikale verhaftet worden. Viele tn* Verhcisl'wu sind Llüsländev. besonders Russe n. Es wurde eine Menge kommunistlicher Werbeschriften 'beschlagnahmt. M'hr als dw Hülste der Bcrhastcten wir) vermutlich laudeZverwiesen werden. P-KDrs- 4. Jänner. Ucber die Posrze'mißnahmrn gegen die rcvülittionüwn Agitatoren in Amerika meldet mw „Tewpä". das; nuifaugreiche Bcrhostrmgen in den Lneiniüten Staaten -vorüen-mmr» worden seien. Mehr a!S 500 Haftbefehle feien erlassen worden. Innerhalb wm st»cr Stunden habe man in New-Aork allei^ 500 E x i r c m i ft e n verhaftet. Ueberall wur^ die Hauödnrchsnchnngen fortgesetzt. Takts Isnsos» u^er dis rl:m?lnlsche PoNiik, Drrlrarn"', 4. Jänner. Take Ioneseu hielt qestem eine Nede. in der cr die von Vratianu in Paris verfolgte Politik heftig kr'ttifierte und ihre Fchler derlegte. Er gab der Anschauung Ausdruck, das; Rumänien unbedingt mit den alliierten G r o f; st a a t e n und mit Polen, der T s ch e ch o- S l o w a k e i und Jugoslawien Bündnisse eingehcn müsse. Die Wiederherstellung herzlicher Beziehungen zu V u l g a r i e n sei derzeit unmöglich. 5Bas Ungarn betreffe, so könne von einer Sicherheit der rumänischen Grenze auf dieser Seite keine Rede sein, selbst wenn Ungarn seitens Rnm-inicns eine noch so gute Behandlung erfahren würde. Kundnebmrgsn für Paderewskr. W-st'cscknu, 4. Jänner. (Haoas.) Vor der Wohnung Pa'serc-oskis haben Kundgebungen statt* gefunden. Die Teilnehmer an diesen forderten Pade* reivski auf, seine politische Tätigkeit nicht einzustellen. Paderewski erklärte, das; er zwar demnächst aus Ge* sttndheitsriickfichten verreisen, jedoch bald wieder Warschau rurückkehcen werde. Könrg Nikita liegt im Sterbsn. Berlin, 6. Jänner. Die „Vossische Zeitung* meldet aus Genf: Der gewesene König von Monte* negro soll infolge eines Schlaganfalles, den er vor einigen Tagen erlitten hat, im Sterben liegen. 'Kaiser Wilhelm geht nach Per«? Berlin, 4. Jänner. Nach Blüttermeldungen aus BaTl w,rd tcr Agcnee Americaine anS Lima gemeldet, bas; ein Abgesandter Wilhelms II. in Lima eingetroffen s?i. der eine Unterredung mit dem Präsidenten der peruanischen Republik über die Ansicdlung des Exkaisers in Peru gehabt babe. Es soll sich um einen groNcn Ankauf von Land handeln, auf dem der Kaper sich ausicdeln und xrvoe Farmen errichten will. M'ihslnrs yol'.tifche KorrefpondenZ. Briefe an Len ZLvcrr. SBcfc'U«, 4. Jänner. Neben der „Vosfischrn Zeitung" veröffentlicht beute auch das „Berliner Tage* blau" Lriew aus der Norrespondenz Wilhelms II* mit dem Zaren. In einem Schreiben vom 8. Jänner 1909 beschüftigr sich Wilhelm auch mit der An nexio n Bosniens und der Herzegowina durch Dtsterre'ck-Ungarn und schreibt u. a.: ^Da hast ganz recht mit Deinen Worten, daß das alte Jahr cm ereignisreiches war. Die Annexion von Bosnien und der Herzegowina war eine doppelte Uebevrasästnng >ür jeden, aber besonders für uns, da wir \iirc die Absichten Oesterreichs sogar noch später als Du in Kenntnis ge et't worden waren. Ich halte es für meine Pflicht, Deine Ausmcrksamleil darcmf zu lenken cnrS per Erwäaung berauS, das; Deutschland angeklngt worden ist, Oesterreich zu dlescm Schritt ausgemuntert zu haben. Dre>e Anschuloiguug ist eine widersinnige und ebenso unwahr, wie (% mit dem Falle der Sandschakeiscubahn mar. Ich entnehme mit Freuden aus Deinem Brief, daß daS Volk it; Ainttand dies sttzt zu erfaffen beginnt. Tatsache ist. daß Oesterreich diesen Schritt, ohne uns zu Rate zu ziehen, uniernonunen hat. Dast wir im Lause dev Tinge al5 Allilerre ohne Zögern folgen mußten, stand außer aller Frage. Dü. wirsi der erste sein, um unser loyales Rerhalte» zn billigen. Aber dies besagt nicht, daß wir unsere alten sitt-undichastlichen Beziehungen zu Rußland abzubrechen beabsichtigen. Ich ielbü bin fester als je davon überzeugt, daß Teutrchlaud und Nunland wie nur irgend möglich zusammen vereinigt sein müssen. Diese Vereinigung würde ein mächtiges Bollwerk für die Ansrechterhaltung deS Friedens uiib der monarchinischen Institutionen bedeuten. Du rennst meine Ansichten in dkstr Richtung. Daß meine Freundschaft ausviättig und ehrlich ist. habe ich Dir durch Talen beweisen können, als ich während der Zeit der Widerwärngkeilen, durch die Rußland neuerdings hin» durchgegangen ist. schwere Verantwortung aus mich für Deine Sache genommen habe." gegen die UKderrkschen. Berlin, 6. Jänner. Wie das „Berliner Tage« blatP aus Stuttgart meldet, sprach gestern in einer prosten Zentrums-Versammlung Aeichsfmanzminister Erzberger über die gegenwärtige politische Lage. Der erste Teil seiner Rede war den Geschichtsfälschungen der Aechtsparteirn gewidmet. Unter anderem teilte vor Nrichsslnanzminister mit. daß Hindenburg selbst ihm sein erzeil bei den Wasftnstillsiandsoerhandlungen ein Telegramm zugesendet habe, wonach er den Waffen* süllstandsvertrag uni rzeichnen soll, auch wenn keine Milderungen zu erzielen wären. In der weiteren Lluseinandersetzung mit btt Rechten erklärte Erzberger, daß die Regierung die revolutionären Versuche von links niedergeschlagen habe: sollte es notwendig sein, so 'würde sie auch die Gegenrevolution vvn rechts mit aller Gewalt niederzwingen. Auf finanzie ll cm Gebiete kündigte der Reichsfinp 9^prmHrt<*n«aiimdri[jtfs*i nirh rtttp

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