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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-04 · Heft 342 (4.1.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 342 (4.1.1920)
Date
1920-01-04
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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9lt 342 Wien. Soimtag ..—-----:- Im Spiclplnn btt N tuen Wiener Sühnt erlÜjeitit lüiontnfl bm 6. b. .M. bie tfomÖbie ,® f l b na n b e r* »on Otto 2 o y k a, bie immer? ^eu weg-n Vettiindening von ^äcilte Lvyvsly, dn Darstellerin der njftblidi.cn Hauptrolle, inchi gegeben wnide. — DienStag nachmittags um 2 Ubv wird tum ersten Male »D e r Pfarrer von K.i r ch \ 11 b“ jeßcbcn. In derRenaissance-Bühn e fldaußt heute »achmiltags bei kleinen Preisen der Schwank „Die b c f sere bä lfl e" zur Aitffühiung. — D i e n s t a g den 6. b. M. Deicrtiisi^ tritt Harry Walden bei NachmiltagSpreisen mm Atten Male im «Dritten Gatten" aul, während abends die vchwaiilnovitär „SD i e belfere H ä l f l e" gespielt wird. - In der Renaissance-Bühne kann „D er König ) t $ Leb e n s" mtt Harry Waldrn als OSkar Wilde nur mehr sechsmal aittgesührt werdenda die Proben zur nächsten Novität „D i e P e r l'e n der Cleopatra" von Franz 6 e r c z e g in vollem Gange sind. Das neueste Lustspiel Hercregs, in dem Harry Waiden die männliche Hauptrolle spielt, erlebt an >ct Renaissance-Bühne seine U r a u ff üb tun fi. Die Premiere Li für den 13. d. M. festgesetzt. Heut e. 8 Uhr, p opuläreSOrchesterkonzert KSWiener K o n z e r t v e r e i n e S im großen Konzert- »an.Siaal. Dirigent: Kapellmeister Martin Epörr. Programm: Nozart: -.Jirplter"-Symplionit: Beethoven: Arie aus..Fidrl o"; ttch. Marx: wieder, Frau -Klothilde Wenger: Goldmart: L>uvertüre zu „Sattrniala"» Wagner: „Melsiersingcr"'Boc>piel. Heute,6 Nl»r, im großen M u s i k v e r e i n Sla a l volkstümliches S y m p h'o n i e k lpn z e r 1 des ID i e n e r T o n k ü n st l e r o r ch e st e r S. Mitwirkend: dann« Radon-Kol tt'cher (Gesang), Ludwig Wittels (Violine*, Dirigent: Anton Komath. Progiamm: Mozart: „Inp rer"- Syinphonie L.Dur, Beethoven: . Biolinkonzem D-Dur, Berdl: ») Ar>c der Gilda aus „R'golctiv*, d) Ane der Violetta aus ^raviala", B.zct: U. Orcheftersuite zu „L'Arlesienne". Erste Bühnenaufführuus der Oper „Juda MakkabäuS". ßahkrcichcn Wünschen auS musikalischen Kreisen Wiens enthrechend, veranstaltet die Konzertdnreltion Guimann unter lem Protektorat der Ametitauischen KiilderhUssaküon am 16. Februar d. I. im Theater and e r W i e n die Bühnenlufführnng der jüngst im strotzen Musikvereinssaale mit »ros;em Erfolg gegebenen Oper «Inda Makkabäns" von Ludwig Sandow unter Mitwirkung des nämlichen Opernensembles iowic des Orchesters nnd Chores des Wiener Opern»!h e a t e r s. Die Regie hat öiegisseur Breuer übernommen, die szenischen Bilder und Kostüme werden vorn akademischen pkaler Kurk Holitzer entworfen. Die vorkommenden Tänze rrrnugiert Ballettmeister Karl Godlewski. Die mnsi» kllische Leitung hat Kapellmeister Julius Lehnert. DaS sieinerträgnis ist der Kinderhilfsaktion (Fortsetzung der amerijanischcn Kinde^hilfSaktion) gewidmet. > Musikerstrcik ln Paris. Die Mllsiker -sowie daS Personal »er Opera sind gestern abends in den Ausstand getreten, so datz die Vorstellung nscht stultsinden konnte. Eine Aktion deS BolksbildungdamteS. In den Monaten [2 n n e r bis M a i wird das Volksbildungsamt im D e u tchcn VollStheater Klassikeraufführungen lr die Bürger», Handels-, Mittel- und Hochschüler Wiens »eranstaltcn. Die erste, bei welcher Grillparzers „Sappho'' Sr Aufführung kommt, findet Samstag den tO. Jänner statt. ohlfeile Karten für diese Vorstellung können jetzt schon »on den Bürger-, Handels- und Mittelschülern bei ihren Direktionen, von den Hochschülern bei ihren Rektoraten angeiprochen werden. m ln allen Brei-lamm. Nrvamrnrrn imirr Garunlir. ^arlibäiivn füt all« Suiten», rrfltUiTinc* Mai^ial. Ccop. Kurzer, Wien, U1L, Westbahnstraße 23. Telchpon 31537. sen rm HUTSEPÄRÄM-AHSTflLT Herrenu. Oamenhule werden nach neuest. Mode prompt und billigst modernisiert —■—. XVIII., vr0Lhrinsrer Gürtel 21 und VII., BlnriahilferstraBid 88 Sport. Das Stadion in Antwerpen. An der Errichiung tineS Änlwcrpener Stadions wird setzt ntU solcher Krail gearbeitet. daß die ganze Anlage im Mai scrtlg sein und eingi'wttht werden kann. DaS Stadion ist 136 Meter lang nnd 92 Meter brett.> Die Länierbahn. deren Brette 9 Meter drtiägt. cibiitt eine genaue Länge von 400 Meter, während die Giößetivelhältuisse des Fußballplayrs 1k:6 X 7'1 Meter und. Für die fsuschauer werden zwei emanbrr gegenüberliegende Tribünen hergestellt. dir eine von 150 Meier und die andere von 70 Meter öänge. d>e 700 Logen enthil'en, während dw davor gelegenen Sitzplätze Naum für l0.500 Perioncn bieten. Hierzu ftnitmen btc Mpe zwl'chen den Tribünen, wo etwa 200 :0 >snscha!ier Platz haben. Hinter der größeren Tr,biine liegen die Tennis-nnd Hockey' Plätze sowie eine Halle, in der sich Uinfletbcvoume und Badegelegenheit befinden, und eine an der Halle liegende Terrasse ermöglicht eSi b-e vor sich gebenden Kämpfe zu Übel blicken. Für Post, Presse, Telegraph. Fernsprecher nird Verwaltung werden in der großpri Tribüne fünf mnfangreiche' Räume zur Bcrfiiglrng gestellt. Neb<-n dtder Tribüne wird r>n bcionderes breistöcktges Gebälrde'crrichirt, das für die an den Kälnpfen teil* nehmenden Sportlcute bestnnnit ist nnd worin Umklcibcräume. Wasserbehälter und Brausen mit warmem und tattern Wasser enthalten sind. Im Erdgeschoß und im ersten Stock liegen zwei große Gcsellichaslöränme. Bon sonstigen Bauwerken sti'b noch zu erwähnen der hohe Turm, der neben der großen Tribüne errichtet wird, sowie der TriuNiphbogen, der sich M'ttrn vor der großen Tubüne eihrben wnd und durch ‘ den die Einzüge der Sportteilnehmer.vor sich gehen werden. Bon diesem Triuniphbogen auS erfolgt auch die Ausrirsung. der Sieger. . ■ , Rings um die S Portanlage werden noch WirtschaftSbetriebe vexschtedciier Art errichtet. WasferSall. In dem in unserem Blatte vom 2. d. M. erschienenen Artikel ist infolge eincS Berschcns der Schluß weggrbliebcn, den wir hierulll nachuagen: Die B.üissklballntaittischaft der Hakoah spielt' derzeit in folgender Auisttllung: Deutsch (Tor), Karpfen, T e i ch n e r lBcrleidigung. Geiger, W e r t h e i m e r l sÄiilte), L a n d « S m a n n. W e r 1 d e > m e r U (Angrrfi). Bon diesen waien Geiger, Werißeinter! und H schon m der Friedenönianuschatt tätig. Außerdem vertilgt der Klub istur einen tüchtigen R a ch w u ch s, der auch für die Zukunlt daS Beste erlwsteu läßt. 'Wlener MorgenzerLunZ Im Sommer beabstchtigt die Hakoah in ihrem Kuchclauerbade reaelmäüig Wettspiele m veranstal'en, welche ,gewiß viel zur Propagierung dieses schönen Sporns beitragen werden. Hosseritlrch tritt denn bald der Moment ein. :n welchem stch der Haloah erne zweite und dritte jüdische Mnruschast im Wett« kämpfe enigegennellrn werden. Das ist der schönste Lohn, den sie sich für ihre Ausdauer wünschen kann. - P. G. FKhrprelSerm8tz?grrng zzur Hebung deS Wintersportes. Aber nicht be, uns, sondern m Ti'checho-Slowakicnl Für gemcinschaf.l,che Nersen der rm LandcSv rband für Fremdenverkehr verewigten Klubs wird btt einer Teilnchmerzahl von wenigstens fünf Mitgliedern auf eine Entfernung von über 20 Kilometer eme LOprozentiar Fahrpreisermäßigung m der Ul. Klasie der Personen- und Schnellzüge gewährt. / Der dänische Sportverbesrrd» hielt kürzlich in Kopenhagen .in Anwesenheit .zahlreicher Univerntatölekrer. Lehrer und bclannter Sportleute eine Versammlung ab, die sich mrt der Einillhrung des Sportes m den dänischen Schulen befaßte. Bisher winden d e Schüler nur mit dem Turnen und der Gymnastik vertraut gemacht, nunmehr soll auch der. Sport,, insbesondere Schwinlmen, Fußballspiel nnd Leichlathletik. in die Ansblldung ausgri'omnlen werden. Es wurde der Beichliiß gelaßt, an das Ministerium die Forderung zu stellen, im Lehrplan -nr Ausführung von Leibesübungen an sünl Tagen je eine Stunde und am sechsten Tage den ganzen ^kachmittag vorzusehen. Oesterreich und der inLerneitiorrale Sisspovt. Der Oesterreichische E'Slauivcrband faßte kürzlich den Beschluß, seinen Läufern die Te>lna!mie an lniernarronalcn Wettbewerben solange zu untersagen, als die Verhältnisse m der rnternatioualen Eislaufvcremigung nicht gellärt sind; naturgemäß werden auch die österreichischen Vereine keineinternationalen Bewerbe auöschrciben. Der Vcschlilh trifft die Wiener KuusUäufer, die in der Schweiz starten wolllen, hart. . J Die englischen Zirschatrermen'gen stnd wieder in starkem Steigen bcgristen. BrS jetzt wurden legiftiiert: 33 Akatches m der ll.-mid Süddivision. Auf die l. Diviston entfallen 253 000, auf die U, Division 153,000 und auf die des Südens 91.000 Zuschauer. , Vor einer Fnston zwischen Hechnwer «nd Mad- Kadi X. In den beibrn Beremen besteht eme Strömung, die eine Fusion herdeiführen will. Als Anreger dieser Idee gilt Herr Dr. Cchissnimm, der Obmann des KreistiunrateS. Der neue Verein soll Iüd. Sp. und T.-V. Makkabi heißen. Die ordentlich^ GSNcrawerfaminlung des I. Sp.-V. H e ch a w e r . findet am 25. Jänner statt. Emladungttt werden versendet. Sportklub Haboah. Heule. V.:6 It&c nachmittags, im Caf6 Ailaöhos, Wissingergaste, 'ge>rll>ger Klubabend mit Vortiägen und Tanz. Eintritt nur lür Mitglieder gegen Vorwettung der Legttimaiionskarte und von Mitgiredern persönlich eiugrsiihrte Gäste. Die Ausgabe von MitglrcbZkarten deS Jahres 1920 erfolgt täglich, nur Ausnahme von Sonntagen, im Sekretariate. I., Werbtttorgasse 3 Casö City), in der Zeit von 4 bis 7 Uhr abends. Zu der am 18. Jänner 1920 voraussichlirch im Sitzungssaale des alten Rathauses, l, Wipplrnge'straße, statlsinbrnden Generalversammlung haben nur Besitzer der Mitgliedskarten des Jahres 1920 Zutritt. 4. Illmier raza '©etfiTT zwar die Piivate Frau Fritzi N u s ch k a, anSaelost. Ja ve« Handlung stand die Anklage gegen den HilfSmontrur Jofq Z a r u v a und die Schneiderin Katharina Jost wegen BeivrechenS des Diebstahls. Die beiden waren beschuldigt, in dn Wohnung der Frau Regine Hamber einen Einbruch verübt und Wäsche sowie Kleider im Werte von etwa X 15.000 gestohlep zu haben. . \ Der Vorsitzende, OberlandeSgerichtsrat Dr. Ehrenreich, richtete vor Erösinung der Verhandlung an die Gcschwornen eine Ansprache, in der er aussührte: Zum erstenmal sitzt eine Frau in der Geschwornenbank. Ick heiße sie namenS des Gerichtes m ihrem Amte willkommen. Wir dürfen hosien, daß sich die Frauen auch aut der Geschwomendank bewähren werden. , ° Die Geschwornen bejahten die Schuldkragen einstimmig (eine Stimme mit Einschränkung der Sckadenszifser aus ernep Betrag von unter K 4Ö00.~). Auf Grund dieses Schuldq sprucheS verurteilte der Gerichtshof Joiei Zaruba z« zehn M o n a len und Katharma Jost zu achtzehn! M o n a t e n s ch w e r e n K e r k e r S. Schwurgerichtsverhandlungen i Jänner. rm Monat Für die ordentliche Session bcS Schwurgerichtes wurden im Monat Jänner folgende Verhandlungen angesetztr Am 5. Ma>ie Surlck, K ndesmord; am 7.,8-, 9. und 10. Johann Ertl und elf Muangetlagre, Diebstahl; am 12 Johann PlavrÜ Dicbstahl; am l3. Leo Borowitz. veisnchtrr Betrug; am Ul Stephan Gcorgvschilitz. Johann A'tner, Beirua; am 15. Karz Blach, Heinrich Lichtenegger. Diebstahl; am 16. Rudols Milli Venmireiiting; am 17. Johann Brerschneider. Betrug, Diebstahl am 19. Em'l Vier. Joset Pfeiffer. Diebstahl; am 20. Johanq Knaak urid drei M-tangellaate, Diebstahl; am2l. MarieHlouzetz Mord; am 22. Ludw'g Preilinger, Totschlag; am 23. Otts Pieschl,,Paula Pfeifer, Diebstahl; am 21. Fran; Tann und siede»' Mitangeklagte. .Diebstahk; am 26. und 27. Franz Schaedl und! fünf Mitangeklagte, Diebstahl; am 88. Emmer;ch Dubika, Anton: Mrazek. Totschlag, schwere Körperverletzung und Diebstahl; av' 29. Ottokar Beinhaus, Eduard Be, nhims. Betrug; am 80^ Anton Wilka, Bett na. und am 31. Julius Nausnitz und siebe Mitangeklagte, Diebstahl. Wien, i.,$ohottenring 2i. Filiale: Karlsbad 559 Alle banJcKeschSfllichen TnrnsnWionen für das Innnd Ansland. Einlagen gegen Einlag&ücher zu den kulantesten Bedingungen. tEelepT&3im£>: Xate bauh, Wlati. Teleplionet 13478, 13090, 1643X, 12008, 1615 B, 16316. Der Volkswirt. Gerichtssaal. W«S ist «ine Fabrik? Der VenvaltttngSgenchtShof (Vorsitzender Senatsprnsident Dr. S ch u si e r beimäfngte^ sich kürzlich nut der Beschwerde der Atöbklerzengnnasfiätte August N n g e 1 h ü m gegen das Staatsamt für sopake Vciwal'ung wegen der Unfallversicherung scines- Bciriebes, wobei es sich in der. Hauptsache um die Dcfiniticm des DegrisfcS «Fab rt t" handelie. da eine g e s e y l i ch e D e finit i o n d > e s e s A u s d r n ck r s n i ch t d e st e h t. Dem Bcschwerdciühtrr wurde die Versicherung sitr die Angestellten vorgtscht ieben. da er eine große Antahl von Ar be lern (70 bis 85 und B.am'icn f 10 bis 12) beschäftigte; das Unternehmen fei 'äninlich sehr ausgedehnt und arbeite mit sehr dedcutendem Kapital. Es ist handclsgerichtlich protokolliert und beschränkte sich der Beiriebsinhabec nur auf die k ü n st l e r i s ch e und kausmänpi che Lkitting desselben. Das Unletnehmen sei daher als rin s a b r l k S m ä i; i g e 8 anzuschen und unterliege der Unfallversichcrungöpsticht. Der Beschwerdesühlcr bestritt dies und ncoitttc den Charakter semrS Unternehmens als d e einer Fabrik. Es werden in scitiem Betriebe keinerlei M a s ch l n e n verwendet, weshalb von einem sabriksmäßigm Betriebe nicht gesprochen werden könne. Es finde auch keine Arbeitsteilung statt, sie würde dem Wesen der Unternehmung geradem zuwiderlausen, dre sich nur der Herstellung hochiverirger. einmi geläuterten Geschmack der Kundschaft enisvrechcnden Model widmen. Der Berwattungsgeiichislios bat dir Beschwerde als unbegründet a b g e w i e f t tt. In der Begründung bemerkte der Vorsitzende, dir Verivendnng vbn Maschinen bilde dn'chauS nicht , das wesentliche Begriffsmerkmal einer ^Fabrik". „Es rst auch unrichtig, den Begrrff der „Fabrik" ans Brttirdsrratten zu beschränken, die sich mit einer schablonenbasten, der Belatignng individueller Fäh gkeitrn des Arbeiters keinen Raum gebenden Hcrvorbringtmg von^ Masten- oder Dutzendware befastrn*. Für dw' Frage, ob ein Unternehmen als ein fabriksmäß'gcS anziisehen ist, ist btt Abgang emer gesetzlichen Desimtivn dieses AnSdiuckes auf den S p r a ch g e b rauch und die Grundsätze der B o l k S w r r t s ck a f t s l e h r e zu sehen und die Natur deS BetnebrS tn seiner G e s a m t h e i t mS Auge M fasten. Die Bluttat lm Arsenal. Der blutige Vorfall, der sich am 10 Juli v. I. im Arsenal abgespielt hat, w;rd in einem drei Tage währenden Prozeß, vom 26. bis 28. Februar, vor dem Schwurgerichte unter dem Vorsitze des Obttlandesgerichtsratrs Dr. Mager verhandelt werden. Der Hergang des damals. unternommenen Versuches, durch Bestechung des Arbeitenates im Arsenal für Tschecho-Slowalien bestiinntte Waffen hinauszuschmuggeln, ist noch in Erinnerung. Der Arbetterrat schien auf daS Angebot einzugehen, uni das Vorgehen ^des tschecho-slowakrschen Oberleutnants Roman Hübner, der betten Agenten Arnold Rollederuird Alfred L ö f .f und des Friedrich Allons W i d d e r zu entlarven. AlS die Anzahlung von K 400.000 aui den Tisch gelegt war, erkannten die Abgesandten ihre wahre Situation nnd es entstand ein wildes Handgemenge, in besten Verlauf Hübner den Kommandaiiirn des SoldatenrateS, Geifer, durch einen Schuß törete. Auch Arnold Rolleder feuerte auf dm Konnnaiidantcirstellvertieler S t a n z l, der tödlich gelrostcn zusamniciistttrzke. Die StaaiSanwalffchaft hat gegen Hübner und Rolleder dir Antlage wegen Tot'chlags erhoben, gegen Widder und Löst wegen versuchier Vrrleiiung zum Diebstahl. Die Anklage vertritt StaalSaiiwalt Dr. K a d e c k a, als Vtiteidiger fungieren tür Hübner Dr. Anredniczek, für Rolleder Dr. Prcßb u r g e r. für Löst Dr. N e u d a und für Widder Dr. Valentin N o s e n s e l d. Dis erste Fran als Gefchrvorne. Für die zweite Verhandlung der außerordentlichen Session deL Dchrvuraeuchleä wurde beute eine weibliche Geichwvrne, und Wirtschaftliche Nachrichten. In der unter Botsttz des Prosestors Englrs abgehallenew Gmeralvcrsammlnng der B r ü n n e r Bank wurde die Er^ richiung emer Filiale in Prag beschlostm. WciterS beschloß die Generalversammlung, das Aklienkapital von 10 auf 20 Millionen Kronen zu erhöhen. Wie wir erfahren^ plant die Danrksche Maschinenbau- Ä.-G., eine neuerliche! Kavitalserhöhung zum Zwecke der Durchsührungj geivistcr Investitionen vorzunehmm. Bor kurzem fand! m Karlsbad eine Sitzung des Unterausschußes für Porzellanindustrie unter Vorsitz Dr. ViskovSkys statt, in der über di^;)t'chtliNiM für die Ausfuhr und für die PreiSsestsetzung bcratertz wurde. Ein Antrag aus Bezeichnung der tn der ts6;ech0'slvwak^ schm Republik erzeugter» Porrellanwaren mit a d t iw Tschecho-Slowakia" wurde grundsätzlich angenommen^ doch wnd über alle diese Fragen noch in der nächsten ,Sitzung des Artstchustes, die für Anfang Jänner anberaumt ist, ver« Handel! weiden. — Aus Krakau wnd uns berichtet: DaS. Kapital der G a l r z i s ch e n B a n k s ü r H a n d e l u n bj*. Gewerbe wird von. 80 aut 60 Millionen erhöht. — Wie uns auö Warschau trlcgrapbicrt wird, wurde die für den Jahresbeginn projektiert gewesene Eröffiiung des oifiriellen Börse-i Verkehrs, m Warschau au! unbestimmte Jett verschoben. — AuS. Budapest wird gedrast?^: DaS ungarische Ackerbaummistermm rührt mit Holland, Schwedrn/^.d der tschccho-slowakischen Republik Verhandlungen wegen Lieferung landwirischafrlicher Maschmew! Die Schwierigkeiten, durch die bedeutenden Valura-Difftt enzen vevs ursacht werden, sollen durch Abschluß von K o M p e latronSgeschäften behoben werden, wobei an, biti Ausfuhr von Wetn gedacht wrrd. Auch die inländischen! Maschinenrabriken sollen schon in der nächsten Woche Bestellungeü in der Hohe von 60 brS 100 Millionen Kronen et hallen. —j Einer Nachricht aus Bukarest zulolge legte Finanzministe^ Blad der Kammer einen Antrag aus Abschluß einer i n n e r e y Anleihe in der Höhe von einer halben Milliarde Lei vor. Der Antiag deS Flnanzministers. wurde Don der Kammer mit großer Mehrheit angenommen. Aus R 0 «t wird bcridjict: Bisher wurden über 9 M i l l i a r d e n Lire auf die i t a l i e n i s ch e N a t i o n a l a n l e i h e gezeichnet^ Eine englische MMarden-Anleihe in Amerika«! Berlik S. Jänner. Der ^Lokalanzeiger" meldet auS Rvtlerdam: Wie ^Rieuwe Rotterdamsche Courant" aus London erfährt, ckei dem ,Daily Chronicle" zufolge der eigentlichc Auftrag Lord G r e y s in den Vereinigten S t a a t e n ge-i wesen, eme Anleihe von 18 Milliarde« Dollar vorzubereiten, in der alle früheren in den Bereinigten- Staaten adgcschlostenen Anleihen der AÜnerten zuzüglich dey unbezahlten Zinsen veteinigt werden sollen. Gtey soll mit seine«! Bemühungen vollen Et folg gehabt haben. Bede«tsN-e Erhöhung der Kohlenprelse. Das »Prager Tagblatt" meldet auS Mäh r.-O st r a ul Den Bergwettsbesthern ist eine namhafte Erhöhung dep K o h l e n p r e i s e bewilligt worden. Die neuen Picisc gelten ab 1. Jänner 1920 und vristehen sich in Melerzenlnrrn ab Schacht, befiehiingsweise Koksanstalt. Die Steintöhlenpreise, Stück- und Wir; feikohle, bewegen stch zwischen K 18.40 und K 16.10, für Koks zwischen K 25.30 und K 80.60. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß mit Rücksichl darauf, daß die meisten Betrieb«! mtt Bet tust arbeiten, m nicht allzu ferner Zeit eine abermalig» Preiserhöhung rmtreten wnd. Bon der Jerusalemer Handelskammer. Ju einer der letzten Sitzunarn der Jerusalemer Handels«? kammer wurde unter anderem berichtet, daß Über Einschretten de« Kammer Waren, w.lche über Jaffa nach Jerusalem gelangend und für welche bisher sowohl in Jaffa als auch in Jerusalem die städtische Zollsteuer enigeboben wurden, in Zukuntt nur iii Jerusalem besteuert werden dürsttt, jedoch nur in dem Falles 21^687

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