Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 342 (4.1.1920)
- Date
- 1920-01-04
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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©eite 8 Wim. Sonntag Wiener MorgenzeiLrrng 4. Jänner 1920 m t S42 l."*.------ J •' ■ m .' « f[ BerNner Börse. ' . Berlin, 3. Dünner./Effektenbörse.) An der hiesigen Börst scheint sich ein gewisser Kulissenwechsel vorzubereiten, insofern, alg die bisher tonangebenden Valutawerte etwas in den Hinterchcund und dafür erstklassige deutsche Jndüfiriepapiere, Kohlen-, Berg" werke- und Kali-Aktien, in den Vordergrund treten. Diese schon in den letzten Tagen wähl genommene Erscheinung trat heifa deutlicher zutage, wobei äußerlich auf die nach ZeitungZmeldungen bestehende Bereitwilligkeit Amerikas zur Gewährung einez Valutaanleihe, wenn auch vorläufig nur an seine Bundesgenosse^ hingewresen wurde. Das 'Geschäft war anfangs ruhiger! belebte .sich aber später, als das Kaufmtereffe für deutsch^ Papiere einen größeren Umfang annahm. Neben starken Anschaffungen des Publikums spielten Auslandskäufe eine wesenllichi Rolle. Von Valutawerten büßten Kanada-Aktien gegen gestern 70, Orientbahn- und Schantungbahn-Aktlen ie 40. Tin lischt Tabak-Aktien 50, Deutsck-Nebersecische Elektriptäts-Aktien 25®/4 ein. Auch die gestrige Begeisterung für Kolonialwerte ist veri flogen. Letchte Papier^ verloren bis zu 50®/,. schwere bis zu 100*/» Dagegen setzte sich die Aunvärtsbrwegung besonders auf dem Markts der Montanwerte unter Führung von Bismarckhütte-. Harpenev-4 ManneSmann-, Phönix- und Rheinstahl-Aktien bei brS über 10°/, betragenden KursauffchlSgrn fort. Auch Sch'ffahrtwerte läge« überwiegend fest. Bei Farbwerten betrugen dte^ Steigerungen 10 bis 15. bei Elektrowertcn bis 10. bei Kaliwerken bei zeitweilig stürmischem Geschäft 2V bis 80%. Auch Spezialwertr wurden mu nach oben gezogen. Heimische Renten waren behauptet, österreichisch« aeschäftSloS, ungarische etwas abgcschwächt. Dagegen stieg« Mexikaner weiter. Valutapapiere vermochten sich später leicht zu erholen, doch hielten die Schwankungen auf dem ermäßigt« Kursstände au. Sonst zog die Auiwärtsbewegung namentlich, aus dem Markte der Monranwerte wertere Kreise und die Börse schloß bei angeregtem Verkehr zu dm höchsten Tageskursen in sehr fester Haltung. Gelsenkrrchener-Aktien zogen auf de« Rückkauf eurer Aktie zu K 380.— bis K 382.— an. Die nur zu EindertS« kursen gehandelten Jndustriewerte erzielten bei größeren Umsätz» ebenfalls vorwiegend starke Steigerungen. Tägliches Geld und darüber. _ Die Devisenkurse. Wien, 3. Jänner. (Kurse der österr. Devisenzeutcak.) Amsterdam 6375.- (6175.-), Berlin 380.-(375.—). Mich 3175.- (3075.—), Kopenhagen 8500.— (3375.—), Stockhol» 3850.- (8825.—), Mark-Noten 379.— (374.—), Lei-Not« 485.— (480.—). Leva-Notm 310.— (310.—), Schweiz« Roten 3150.— (8050.—), Französische Noten 1640.— (1540.—4 Italienische Noten 1325.— (1300.—), Englische Noten 670.— (650.—), Dollar-Noten 175.— (170.—), Rubel-Noten (Romanows! 260.— (260.—). . ■■■>) Wien» 8. Jänner. (Kurse im freie« Bevk e % t) : Agram 168.50 bis 178.60, Budapest 10.000er 115.50 bis 125.50, Budapest 1000er 117.50 biß 127.50, Krakau 126.— bis 186.—, Prag 285.— bis 295.—, Tschecho-slow. Kronennot« 5000er 285- bis 300.-, kleinere 282.- bis 297.-, Kroneuuoten 150.— bis 170.—. Prag, 3. Jänner. (Kurse der Devisenzentrale.) Amsterdam 2158.50 (2112.-), Wien 34.- (34.50), Berkv 126.76 (126.—), Bukarest 168.50 (160.—), Sofia 108.50 (95.-), Zürich 1093.50 1082.—), Kopenhagen 1098.50 (1067.—) Stockholm 1218.50 (1230.—), Mailand 458.50 (449.—), Paris 518.50 540.-), London 224.50(222.-), New-Aork 52.50 (52.—) Brüste! 578.50(570.—). Mark-Noten 123.75 (123.—), Oesierreichtsch, gestempelte Kronen 83.— (83.50', Bulgarische Noten 93.50 (85.—), 2ei-Noten 153.50 (150.—), Schweizer Roten 1090.50 (1079.—) Italienische Roten 448.50 (446.—), Französische Notm 544.56 (536.—), Englische Noten 221.50 (219.—). Amerikanische Noten 50.50 (50.—), Schwedische Noten 1244.50 (1226.— Dänische Noten 1094.60 (1063.—). Berlin, 3. Jänner. (Kurse der Devisenzentrale.) Holland 1883.50 (1878.50), Dänemark 949.25 (954.25). Schweden 1069.25 (1071.75), Norwegen 1009.25 (1011.75); Schweiz 379.25 (884.25), Spanien 941.75 (939.25), HelfingforS 149.— (148.—), Wien altes 38.70 (34.45), Wien abgestrmpels 25.95 (35.70), Prag 81.15 (81.90), Budapest 83.45 (33L5). Zürich» 2. Jänner. (Devisenkurse.) Berlin 11.40 (11.25), Wien 2.95 (3.10), Prag SA (9.50) , Holland 211.75 (210.—), New-Mrk560.— (660.—), London 21.25 (21.20), Paris 52.25 (51.50), Mailand 42.15 (42.—). Brüssel 52.60 (53.50). Kopenhagen 107.— (109.—), Stockholm 119.- (119.-), Chsistiaria 116.- (116.-), Madrid 107.-. (106.50) , Buenos-Aires 248.— (238.—), Kronennoten, östew gestempelte 3.25 (8.50). Kronennoten, ungestempelte 3.25 (8.50), wenn daS Konnossement den ausdrücklichen Adreffenvennerk I e r n s a l e m v i » I a f f a trägt. Fehlt jedoch dieser Veranerk, so wird die Ware mit der doppelten Steuerin Jaffa und in Jerusalem belastet. Interessant ist auch, daß infolge Jüteriventwn des Kammervräsidiums bei Berechnung des Laaerzinses ^n der Jerusalemer Bahnstation von nun an weder der Sonntag r.och der Samstag eingerechnet werden dürfen. Die öutzererr Schulden der Türkei. Der Londoner „Eronomist" berichtet:, Die Roherträge der r.-rpfändcten türkischen Staatscinsimtte, die in erster Linie für den Dienst der u n i f i z r e r t e n'S ch u l d und der T ü r k e n-! o s e bestimmt sind, betrugen in Pfund Sterling: 1918/19 .. . 5,906.664 1917/18.5,443.061 1918/14.5,437.165 Die vorläufigen Anschläge für da§ laufende Jahr lassen ein ebenso gutes, vielleicht b e s s e r e s E r g e d n i s als im letzten. Jahre erwarten. Bei Kursen nnd Beitreiöungs-und BerwaltungSivsten wie vor beut Kriege würden bte Zinsen für die unifizierte und alle anderen Schulden, die durch diese Einnahmen gesichert find, mehr als gedeckt sein; aber bie Kosten eer Schuldeuvermal-ung im türkischen Reiche sind durch die Teuerung sehr gestiegen und der ungünstige Stand der Kurie allein schon verwandelt, den Neberschuß in euren F e h lc t v a g und bat die gleiche Wirkung für die Saldi, die ans den Namen res Rates der Schuldenverwallung in verntii'bcncn Festlandsbanken stehen und die zur Bezahlung rücklländwer Zinsen an die Inhaber türkischer Werte m den Veri.rndöllindern dienen sollten. Die Bertr'.lunq eines Teiles der Tchnld ans die Länder, die Gebiete von der Türkei erhalten und aut die Besirle, btc von Mandatarmächten übernommen werden, wüte ihre BetreidunaSarbeit sebr vermindern und ihre Kosten ue-eiusachen. Aber die weitere Entwlcklnng der Dinge setzt den ^--.edensschluß mrt der Türkei voraus, der wieder in starkem Masse von der Lage in den Vereinigten Staaten abhängig ist. Baakand Wechseln,eseftäft BERMARD MAYER Wien,!!., Talsorstrasss 8ü. JuV^Ä”. ' Alls bunkinässig'm nml bGrsBnsoseh&ftllelien Transaktionen im Intimi AneiancU'. Geldeinlagwi in lanfander Rechnung. Kostenlose VarwaJunng von Dopots, VermSflonsVerwaltungen, LosreviBionen. 5SE2™L«Warenabteilung: S“ Kulanteste Keclmgungen. Bor Informationen Kostenlos. Telegromiu-AdreBse: „Bankmayer Wien*. 8080 i lande, mit Ausnahme von Deutschland, der Tschecho-Slowakei i und Ungarn der zulässige Höchstbetrag für Wertbriefe und Werti schachteln aas 10.000 Franken und für Pakete auf 500 Franken j festgesetzt. _ j Börse für lxtt&mttfchastliche Produkte. . i Wien» 3. Jänner. (Orig.-Bericht.) Der Umsatz im Wochen« . laufe gestaltete sich, trotz der Feiertage, freundlicher, da es einzelnen ' Korporalionen durch Vermittlung des Handels gelungen ist « .Koutingeutmare in kleineren Mengen aus Jugoslawien zu beichancu. Tie Bezugsmöglichkeit von dort dürfte sich in der , nächsten Zeit weiter verringern, da seitens der französischen \ Regierung namhafte Käufe in Brotgetreide abgeschlossen wurden. * Die temporäre 'Aufhebung der Verkehrssperre har der heutigen S Wochenbörse den erhofften besseren Besuch nicht gebracht. Das i Angebot in greifbarer Ware beschränkte sich wieder nur ans - kleinste Mengen, die, sei es in Futterstoffen und.deren Ersatzj Produkte, sei es in Rauhfulter oder Sämereien, zu höchsten f, Preisen raschest Unterkunft fanden. Ertrerrerrmg der Schutzmarken. Durch die Vollzugs» «nmeistmg des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten vom 34. Dezember 1919 wird der Vorgang bei der Erneuerung von Scimsmackeu mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1920 ab wesentlich vereunachl. Für jede zu erneuernde Marke oder a schlossen: Markemerie ist em schriftlicher, rnrt K2.— gestempelter Antrag auf Erneuerung emmreichen unb das alte Markenzerüsikal sowie für jede Marke lli 12.— für Taxe und Stempel beizn» schließen. Die Vortage aller übrigen bisher geforderten, weiteren Belege (Druckstöcke, Abdrücke, Warenverzeichnisse und — bei Auslands marken — der Nachweis des aust echten Bestandes der Marke im Heimatlande) entfällt numnchr. TermLnopv! in Polen? Aus Warschau wird uns t.lcgraphkrt: 28ie die „Rowinu Codzienny" berichtet, ist der rclmschcn Regierung von einem an ständischen K o n- ’ örti u m laß Offert gemacht worden, Polen nut Tee zu vci- ' argen, aber unter der Bedingung, daß der Tee von der Regierung monopolisiert werde. Das genannte Blatt tritt sehr entschieden g e g e n sie Annahme dieses Anbotes auf und führt aus, daß der praktisch: Effekt nur der wäre, daß das ausländische KonioNmm nach Belreben dre Trexneife in Polen bestimmen toürde Line neue jüdische Bmrk in Palästina? In K o nü a n > i n o v e l hat sich eine jüdisch? Gesellschaft gebildet, rwecks Gründung einer B a n k in P a l ä st t n u : das Kapital soll e-.ne hal.deMillion Pfund Sterlrng betragen. Polens Bedarf. The Polish Commercial Buroaiw in New-Pork veronentlichke kürzlich di? folgende Anistellung über den Bedarf Polens an Einfuhr waren: Mügr 150.000, Holzeggen., Säemaschinen 3000 (davon 1000 für Motorbetrieb, 100*.i r.iiv Pferde und 1000 iür HandkraD, Pferdehaken 3000, H?utzrcßmaschinen (150 für Motor-, 900 für Handbelriehl, Mähmaschinen 6000, Selbstbinder 3000, Drefchwerke (750 kür Tampk, 1500 'ür Gasolm und 3000 für Pferde), Sevaratoreu 3000 sonne ll)<eiallteile zu weiteren 8000, Sensen 30Ö.OOO, Schneiden 450.000, Wetzsteine 300.000. Privatderkehr. Im gestrigen privaten Verkehr entwickelte sich eine n e u e r l i ch e H a u s s r, welche namentlich in Rnston, di? bis 1935.— um K- 135.— in die Hohe gingen, starrec zum Aufdruck kam. Auch Skoda-Aknm rrpöhten sich um dl 80.—. '.erncr avancierten Lombardei: bis 635. - um X 47.— und Süd- '»adn-Priorttären um K 40.—. Beschrö.nkrms' der WevtcrngQdr der Me^Lsrn düng rer -och Ärrn RzrÄande. D:e Handels- und Gewerbelammer gil t \:mi bekanr.r. caD lür die Wertangabe bei Werk'etidungen nach nr Auslände ein: Beschränkung staltgefimden hat, und zwar m ai i, Jänner 1920 ang-cscrngen im Verkehr: nach dem Ans- @iue Blntznim. Von H. D. Nvmberg. Au? onii Jüdischen übertragen von Siegfried S ch m i tz. (4. FortscWNg.) „Ah. solch ein Möbelstück haben sie auch", rief sie aus und wies auf einen Schaukelstuhl, der im //immer stand. Rasch setzte sie sich darauf. /Mortrefflich' ivnoßartig!" sagte sie und wiegte sich langsam. Sie -and daran Gefallen und freute sich wie ein Kind-. Er ffanö neben ihr und war entzückt von dem reizenden r ungen Geschöpf, für das es im Leben noch so /viel Bergnügen gab; so viel Dinge, die ihr Freude inychen :o nuten. Doch plötzlich, als hätte sie sich an etwas erinnert, stund sie auf und ihr Gesicht wurde ernst. Sie empfand, m hätte sich schon zu viel erlaubt. „Was tue ich llg'Utlich bei ihm?" — fragte sie sich und fand kein-?.' Antwort. „Es ist Zeit, daß ich gehe. Leben Sie wohl." Er versuchte nicht, sie Zurückzuhalten. Denn in. ihren Mienen zand i'n ihrem ernsten Don lag etwas, las solch einer Absicht nicht günstig war. „Leben Sic wohl'. Sie sehen, ich Halm Sie nicht. Loch Sie müssen mir versprechen, daß Sie rviederkominen. Nicht wahr,. Sie kommen wieder?" „Wir wollen (ehcucktz antwortete sie kühl. „Nein, sagen Sic es mir Zu, ich bitte Sis-.hr Sum; Sic kommen?" Wieder fürchtete Ljuba, sie ö.-.nte ihn beleidigen und versprach es. Urrd die Besuche bei D.r. Weinstein machten ihr okU frohe Minuten. Es gab aber auch schwere, langweilige Momente, wo kein Gespräch in harmonischen/ Bang kam und beide den liefen Abgrund der Entwicklung, des Alters und des Standes fühlten, der zwischen ihnen lag. Einmal war eA itzr bvi ip einem. Besuche sshr Brrdapefter Börse. Budapest, 3. Jänner. DaS fortgesetzte Intet esse des anslä'.idischen Kapitals imunflarische Werte bewirkte an der heutigen Börse eine weitere Auswärlsbeiveguna fast aller Papiere, wobei besonders Jndustriewerte ansehnliche Gewinne erzielten.. Ans dem Bankenntarkte waren beide Kredit-, ferner Eskomptebank-, Hyvolt)ekeubank-. Berk,ehrsbank- und Nealilätenbank-Aknen lebhait beoehrt. Letzwre zogen sprunahast um K 260. — im Kurse an. Mühlen werte begepneten auf Gerüchte, daß sich das französische Kapital für ungarische Mühlen .interessiere, regerer Nachträge. Bon Ziegelwctten lagen Draschc-Atsieri schwach und erlitten eine Einbuße von KKO--. Bon - Kohlenwerten gewannen Nordungarische Koblen-Aktien ll 150.—, Gran-Szaszvarer-Aktien K 100.—, Salgo-Aktien K 60.—. Auf dem Markte der Schiffahrtwettc zogen Atlantiea- und Lcvanre-Altien weiter um 100.—, desirhunasweise ll. 170.— an. Auch für Südbahn- und StaatLbahn- Aktieu erhielr sich das Interesse. Erstcre erhöhten sich um kl 50.—. letztere unr dl 130.—. Lebhaft gefragt waren ferner Ungarische Znckrrivdustrie-Aktwn, die X 400.— gewannen. Auf dem Lokalmattte wurden Gutmann-. Telephon-, Ungarische Eisenbahnverkehrs'-, Gummi- und Cloihilde-Zlktien bevorzugt. Dre Börse schloss in fester Halrung. Jni privaten Valuten Handel notierten Lei K 378.—, Mark K 82i.—, Pfund K 500.—, ^Dollar K 14«.—, französische Franken K_ 1380.—, Napoleons R 501-, stkomauom-Nnbel H 233.—, Sokoks ll 229.— und österreichische gestempelle Kronennoien 77.—. Es wurden folgende Schlußknrse notiert: Bnterl. Ban! 710,—. Agrarbank 1230.—, llng. Kredit 1320.—, sing. Bank und Hdl. 008. Holzbank 2133.—, Verlehrsbanc 655.— Hypothekenbank 6?0.—, Eisioriwtebmlk 742,—, Oesterr. Kredit 880.—, Kouinlerzialbanc 5475.—, Bosn. Agrarbank 7<)0.—, Ung. Lcmdesdank 680.—, Realilcitenbank 1260.—. ljng. Allg. Sparkasia 945'.—, Boterl. Sparkassa 18.400. Concordia Dampsm. 935—tz' l. Bndaprstrr Dampfnt. 20M>—, Beo'cfiner Zement ''6.50.—, stkordungar. Kvsslen i960.—, Gran-Szasmarer 2350.—, Obernngarlsche Kohlen 4150.—, Dräsche Ziegel 1600.—. Magnesit 8000.—. Uno. Mg. Kohlen 5580.—, Salgo Kohlen 3280.-, v.rikany Kohlen 3000.—' Ung. Wassenfabri! 955.—, Gmcz DütrubiuZ 6500.—, Ganz Elektrizität 1.520.—, Riniamurany Esten 2850.—, Schlick Maschin. 630.-. Oesterr. Gas 2600.— , Gutmann 2950.—, Cletbilde chem. Fbr. 1520.—, Ungar. Glrnimtwnrenfabrit 2320.—, Naichitzer Tannin 8650.—, .llaaorr Oel 1530.—, Slavonia Holz 1800.—, Adria Seeschiff. 8.060.—. Atlanüca 4925.—, Levante 4575.—, Ungar. Eisenbabnveck. 755.—, Südbahn 518.—. SiaatSbahn 9430.—, Ung. Zucker 6250.-. t fröhlich zu Mute. Sie saß auf dem Schaukelstuhl j Ich aber, bedenken Sie, nur den Skandal, beginne dass und wiegte siK rtnd er erzählte einen sehr lustigM Vorfall: „Ich habe hier in Warschau eine Schwägerin, die ist die „Gebildeie" in unserer Familie. Die Wahrheit ist, sie hat sin Lyzeum besucht, mehrere Sprachen erlernt und sich für alles Mögliche interessiert. Was . setzt aus ihr geworden ist, das ist eine Sache für sich. Jedenfalls erhebt sie den Anspruch auf Bildung und ist außerdem eine schöne Frau. Kurz und gut: auf ' sie fepc meine Familie ihre ganze Hoffnung/ daß sie aus mir einen Menschen inachen wird — eine!' Nt'enfche.n aus mir machen, heißt weniger bildlich geiprochsu, i mir zu einer Braut und einer reichen Mitgift verhelfen." „Man treibt Ihnen also die Bräute so zu," warf Ljuba lachend ein. i Im Zimmer war es warm und schön, draußen \ schien eine lichte Wintersonm' und in -ihrem ^Herzen' i war es übermütig «fröhlich. Nur Geduld! Es kommt noch besser! Vor einigen! Tagen nun sagte sie mir mit wichtiger Miene, ich , nröge am nächsten Tage zu ihr zum Tee kommen. : „Komm' im Gesellschaftsanzug", «raunte sie mir ins \ Ohr, ,ß> werden Gäste da sein." Selbstverständlich ' Tarn ich — in demselben Aufzug, in dem ich hier vor Ihnen sitze. Stellen Sie sich nun die gartzc Szenerie vor: bei Tisch saß eine ältere Dame, neben ihr ein /Mädchen, offenbar ihre -Tochter, meine Zukünftige"! Daneben meine Schwägerin Sonja. Als die mich in der : eleganten Kleidung sah, wurde sie etwas verlegen. Sie ist aber eine.geschickte Frau und fand sofort ein Mittel, um die Situation %u retten: „Ah, das ist reizend! f Wir haben dich -heute gar nicht erwarbst! LrwiMommte sie mich, wandte -sich dann mit ein paar französischen . Worten au das -jung* Mädchen und stellte mich vor. a DM arun GescLom wurde roi bis über bk Düren. Gespräch seelenrnhig — jüdisch. Sie hätten den Blick sehen sollen, den -meine Schwägerin mir zuwarf. Ich" fürchte, sie wixd bei mir nicht mehr die Heirats^ Vermittlerin spielen wollen." < ' i „Sie sind ein schrecklicher Mensch!" — sagte Ljuba pnd lachte hellaut auf. Sie war gerade heute besorv-, Vers liebreizend, frisch und kindisch-fröhlich- Der besondere Reiz ihrer Figur, der Weinstein schon damals im Theater so gefesselt hatte, lockte und rief geradezu sie zu umarmen und zu liebkosen. „Wenn Sie erlauben, werde ich sie wiegen" —»sagte/ er und begann den Stuhl zu schaukeln. j Doch das überschritt ihr die Grenze. Sie sah! ihn streng an und der Abglanz kindischer Fröhlichkeit, verschwand ans ihren Augen- Wieder fand er in ihremf Blick etwas Unfreundliches, das ihn zurückhielt. erhob sie sich, empfahl sich kühl und ging fort. : In ihrem Kopf war ein "Durcheinander von 'Gd-f fühlen und Gedanken. Vor allem fand sie keine Ant-f wort auf die Frage: „Was für einen Zweck und Sinn? hat es, daß ich ihn besuche? Er ist nicht meinesgleichen' undvielleicht lacht er gar über mich " Wenn fie so uachdachte und' sich an sein müdes Gesicht erinnerte« nnd an sein kühles Lächeln, das Lächeln eines Men°<! scheu, der schon alles Glück und alle Liebe der-Welt' genossen hatte — da fühlte sie in ihrem Herzen eine Art Haß erivachen, Haß gegen ihn und sein kühles Lächeln. ‘ „Er ist auch nicht schön," sprach sie vor sich hin,! als wollte sie sich damit rächen au dent Menschen und an feinem kühlen Lächeln über Gefühle, die oft und' -ft wie «in Sturm ihve fange Neust aufgewühlt: und ihr- Atem, geraubt hatten. ' ’ (Fortsrkimc, toteu»