Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 341 (3.1.1920)
- Date
- 1920-01-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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afften, DamÄss Mener Arorgenzerm«n Lanner fsz* Nr. 341 cecitt^v Ute WieberherÄllung des' vorkrieglichen Zustandes ausspricht, übergeben. De Mitrppa hält ihren Verkehr vorläufig mit dem..boit de« deutschen Mutteranstalt ihr zur Verfügung gestelltem MGrial aufrecht. Landrvirt/chaftlicher Unterricht in Jerusalem. Bisher hat hie jüdische Bevölkerung von Jerusalem für die bandwirtschar, wenig Interesse bekundet. Nun hat der Waad Sachbuch inJerus'ileKt, das zentrale jüdische ErzieKungsamt in Palästina. me die Londoner Jüdische Korre'vondenz berichtet. die Einführung ^^landwirtschaftlichen Unterrichtes unter fachmännischer Leitunci nn allen. ihm unterstehenden K.ndergärlen und Schulen beschlossen. - . MadaM Bentwrch hat eine Gruppe von 40 jüdischen. Mädchen in Jerusalem für landwrrtschaftl che Arbeiten organisiert, lvelche tägl.'chlsechs Stunden l-indwirtlchaftlrchen Unierr cht erhalten, v.ähpend zwei Stunden für hebräischen Unterricht, Rechnen usw. reserviert sind. ___ Der Mördes der beiden Wiener Gastwirte irb^Vii»^en. Durch di? Unausgesetzten Nachforschungen hat sich der Penchacht, am^ 17. Dezember die beiden Wiener Gastwirte Karl Weber rnd^Erhard Schmucker auf dem Wege von Kadlbrunn nack Ebersbrunn erschossen un^ beraubt zu-haben, gegen den 25Wxigen Johann Hahn gelenkt. Begründet wurde der Vers acht in erstem Linie damit, daß Hahn, der erwiesenermaßen anfangs Dezember ohne alle Barmittel war. in 'bei* Lage war/ am 17. Dezember, also eben an dem Tage des Doppelrammordes an den Wiener Gastwirten plötzlich hx; der Wohnung seiner Schwiegermutter Marie.Teigl erschienen ist md ihr als Entschädigung für die von ihm widerrechtlich verkauften Kleider und sonstigen Wertsachen 10>000 Kronen! und seiner bei der Schwiegermutter, wohnhaften Gattin-siosä-9000 Kranen getzebcn hat. Ferner haben .Krinnnalbeamtt, die. die- Spur des der Blutschuld'Verdächtigen verfolgten/erhoben, daß Hahn mehrere andere Wiener Gastwirte, untch: der Vorspiegelung, er habe Wern zu verkaufen, von Wien wecklocken und berauben wollte. Bisher hatte sich die Vermutung,-daß Hahn der Doppelraubmörder ist, nur auf Verdachtsmomente gestützt; nunmehr ist aber gestern dieser Verdacht zur Einwandfrei bewiesenen Sicherheit geworden. Bei seinen Verwandten in G g g e n b u r-g wurde nämlich auf Anordnung! des Sicherheitsbureaus in der Neujahrsnocht nach einer Photographie des Verdächtigen gefahndet, da hier kein Lichtbild zu erlangen war. Man, fand dort auch eine Photographie , aas dem letzten.-Jahre. Dieses Bild wurde dem' Wiener, ^Sicherheitsbureau eingesendet. und gestern vormittags idLm Sohn des ermordeten Gastwirtes Karl W e b'e r und'chem Dienstpersonal, das den Mann von seinen durch sechs WMen wiederholten Besuchen gekannt hat, vorgelegt. Mt. p<rllster.,Be,stimnn.theit sagten sowohl der 'Söhn Webers^! als auch das Dienstpersonal aus,- daß sie im Bilde Hähirs das Bild des Mannes erkennen, der Herrn 'Weber durch-den vorge.schützten Wöinverkauf am 17. Dezember von Men weggelockb hat. Auch-der .Wirt Siegel, den der WännUbeinfcrlls in die Ziersdorfer Gegend zu locken) versuchte Und der heute das Bild Hahns ansah, erklärte mit vollster Bestimmtheit, <daß Hahn der Mann« ist, der den Verkauf des Wrnes vorgeschützt hat, um ihn draußen irgendwo zu ermorden und, zu berauben. / . Die Verfolgung des Johann Hahn ist erngeleitet und wird, eifrigst. betrieben. .Die Polizeidirektion hat eine Belohnung . vom inÄhr -als- 7000 Kronen-für seine Ergreifung «msgeMktck; -s ...; \ * Befoldvnr, der außerordentlichen NuiverfitätsproEoren. ..D"'Präsident dcr Naiion lve lammlung hat aut GrMd des Antrages des Untkrstaalsr'elrctärs Glöckel 21 bisher unbesoloeien 'aüßerordcntkicheir Univcrntä'sproscssoren ^er theoretischen)Fächer die systewinhstigen Bezüge bewilligt. ' Hi^mit wurde einer von der Na'iorralvcrsrMmlmig gelegvnilich der Beratung des nepen Bechldnugsge -tzes für die Hochschulprofessoren beschlossenen Resolu ion Rechnung getragen. Von den Extraordinarien gebören 13 zur medizmi'chen Fakultät in Wien, zwer zu jener rn Graz und drei zu der ln Innsbruck; ferner erhielten du Ertraor binar ins dcr Ebener und einer der Grazer Juristenkckkuliät und einer an der Grazer philosophischen Fakultät die * Die Erhöhung des Drotpreifes noch nicht entschieden. Die Landesr;gierrmg teilt um, das; die Meldung des „Abend", gestern ssri über die Erhöhung des Brotprelscs bet der Landesregierung entschieden worden, unrichtig ist. Die Sitzung über die Frage de: Erhöhung des Brolprcises findet erst pl. o r g e n statt. * Sir Plunkett gestorben. Ans London wird gemeldet, daß f Sir Horace Ptnnkeit verschieden ist. «Wcstminster Gazette" schreibt zu seinem Tode: K in schwe-ercr Schlag konnte England treffen. Niemand als Ser Horace Plnnkctt war io geeignet, eme Nolle in der Frage der Wiedergeburt Englands zu sp.elen. * Botschafter ElKus im Iustizdienst. Wie uns aus w » V o r k der rchret wird, soll der ehemalige amerikanische Botschafter in. der Türkei Abraham E l ku s, welcher jetzt m der Uew-Dorkcr jüdischen Ossentlichkeit rege tätig ist. die Stelle eines Richters am höchst n Avpcllgericht der New-Norker Gouvernemenlalverwaltuiig erhalten. . * Zur Hebung der Volksbildung in Rußland. Aus M o s k a u wud berichtet: Der Rat der Volkskommissare hat beschlossen, daß die tussische Bevölkerung >m Alter von 8 6 t § 5o Jahren des Lesens und Schreibens m der Muttersprache oder im Nu'si'chen kundig sein müsse. Der Zeitraum zur Erlernungwird je nach Provinzen festgesetzt. Der Volkskommissär für Unterricht ,st berechtigt, alle Nichtmoblllsierten des Unterrichtens Fähigen als Lehrer zu verwenden. * Briefe aus London an Frau Rosa Rabbmowitz und Herrn Arje Meier beim Zionistischen Landeskomckee, ll., Zrrkusgaffe 33, während der Bureaustunden abzuholcn.^ * Der Verband der jüdischen Invaliden «nd Heimkehrer in Wien /richtet an 'alle edeldenkendcn Wrenschen die innige Bitte, ihn bm cf) gütige Spenden in die Lage zu versetzen. das erschreckende Elend unter den jüdischen Kriegsteilnehmern, insbesondeie den Invaliden, nickt nur zu lmdcrn, sondern ihnen dauernd Hilfe zu brlngen, ihre Existenz neu auszurichten und sie wiederum zu brauchbaren, aus eigener Kraft bestehenden Gliedern der menschlichen Gesellschaft zu machen. * Verlosung der Donan-Regulierungsanleihe vom Jahre 1870. Bei der gestern vorgenommenen 50. und letzten Verlosung der Obligationen der Donau-Regulierungsanteihe vom Jahre 1870 wurden folgende fünf Treffer gezogern Nr: 124.798 Mit 60.000 fl --- K 120.000, Nr. 166.02b mit 20.0)0 fl --- * K 40.000, Nr. 51.835 m t 6000 ft ----- K 12.000, Nr. 202.179 mit 5000 fl --- ff 10.000 und Nr. 10 ) 066 mit 1000 fl — K 2000. Weiters wurden die restlichen 12 679 Nummern nr>t dem Nominalbetiage von je 100 fl ----- K 200 für verlost erklärt, welche demnächst in der „Wiener Zeitung" verlautbart werden. * Für unsere Kinder. Es besteht die Möglichkeit, jüdische Kinder. die im Jahre 1919 noch nickt bekleidet worden sind, mit Kleidern und Schuhen zu beteilen. Ferner können von seiten' emes E holungsheimeS besonders erhol ung.s bedürftige Kinder m beschränkter Anzahl aufaenommen werden. Jntcr-ffenten wollen sich ehestens beim Veiband >ür jüdische Jugendfürsorge in Deutsch 8 sterreich, ll., Piflterstraße 17. oder beim Jüdischen Natio.nalrat, ll'., Taborstraße 20 s, melden. * Vom NationalfondS. Die Zmtralstelle Oest-rreich des Jüdischen National'ön^s, Wien, ll-., Z-rkusgaffe 38, hat für di- Zeit vom 7. bis 19 D-zember 16.147.58 an Spenden für unseren Volksschatz zu verzeichnen. - * Wiederaufnahme des Bahnverkehres in Angarn. Ans Budapest. 2. d.M.. wird gemeldet: Heute wurde der E stnbahnvcrkch-' w'cder ausgenommen, jedoch nnr im Nahverkehr, während Fcrnzüae bis aus weiteres bloß Monma, Dienstag, Donnerstag und Samstag dbgehen. Auf der Südbahn rrFofct die Verkehrs mknabine gleichfalls in beschränktem Umfange. Der von Budapest nach Wl-n ver!chr-nde Brücker Zug wird dreimal wöcheniltch, Montag, Mittwoch und Freltug. abgehen. % Verhaftung der Schauspieler ln iRuttersherm. Wie wir mittcilten, ist das Gnadengesuch der ehemal'oen Schiuspielcrin Esse R u t t e r s h e i m. die - weaen Duldung von verbotenen Spiel-n und Ueberfch evung der L>chtsvarma'''nahm'n zn einer Geldstra'e von ff 20 0>0 und einer A> rcststrafe in der Dauer von drei Monaten veurrt'ilt wurde, abgewieken worden. Da es hieß, daß sich Frau Nuttersbe m. d-e sich in Baden aufhält. der Strafe durch die Flucht rris Ausland enkzieben wolle, wurde von der Dez-rkshanvlmannichast in Baden über Verfügung der n'caerösterreichlschen Landesregierung bie Verhaftung verfügt. . . * Die neuen Tabakpreise in der Tschecho" Slowakei. Aus Prag wird ^gem ldet: Tie Preise de^ Tabak'abukate, wurden wie folgt festgesetzt: Zigarren' Grazwia ff 3.—, Reaalia Media ff 2.—, Havana-Virginia ff 1.50, Dabukos ff 140, Britanncka ff l.20, Virginia 90 Heller, Kuba 70 Heller, Biasil Virginia 50 Heller, Portorico 40 Heller,' Gemischte Ausländer (Kurze) 30 Heller, Z gar'llos 20 - Heller; Zigaretten: Slavia 70 Heller. Blasta 60 Heller, .Ves'm 50 Heller, Sarka 30 Heller. Acgvvtische Ziaarctten 40 Heller, Sport 16 Heller, Tatra (ung? 6 H-ller: .Zigarettentabake: Feinster Türkischer fl 00 Gramm) ff 80—, Feiner Türk-fcher i25 Gramm) ff 10.—, Feiner H-rzeoowina' 2'» Giamm) ff 5.-^; Pfeifentabake: Knaster ff 1.—, Landtadak 40 Heller. * Gemeinsamer Selbstmordversuch eines Ehepaares. Unter dein bringenden Verdachte, seinem Dienstaeber. kein Ingenieur Hans P'enffer "Wertsachen um ff 75^0 gestohlen n haben, wurde dcr 27jähr'ae Hausbesoigrr Otto Bleyer, XIll., Re rtisiaffe 25 wohnhast, in Ha't genommen Am 1. d. M. gegen 10 Uhr abends unternahm er rn der Arieffzelle des Polimkomnnffariates Hitzing einen Selbstmordversuch durch Erhängen m tt ls zweier anrivanderstekvüpster Unbrrhosenländer. Er wnrde bemei k». war aber schon tief bewnß loS und konnte erst nach dreiviertetstünd ger H lfeleistnng ms Lck n zurück-,erusen werden. Er wurde dann ins Röcknsspttal flebracht. .H nte früh hat stch nun seine kranke Gattin Anna Bleuer in der Wohnung dadurch zu töten versucht, daß sie sich die Pulsadern durchschnttt. Auch sie wurde ins Rochusspital gebracht. * Brand eines Waggons. Am 31. Dezember um 9 Uhr abends geriet bei der Haltestelle Brater spitz der Don iunserbahn ein Waaaon. der E'gentuin der sächstschcn Slaatsbahnen ist und mir Wolle für Wollersdorf bestimmt war, vermutlich durch Funken- ^ftug rn Brand. Das Feuer konnte e>ft nach .zweistündiger Arbeit gelöscht w-rdcn. Ein Teil der Wolle wurde geborgen. Der Schade beziffert sich aus ff 60.000. * Ginftellnng einer Zeitung infolge dev Verteuerung der Druckkosten. Das „Deutsche Abendb I a 11" in Tevlitz teilt mck: Eine bisher unerreicht dastehende Erhöhung dcr Preise für die zur Herstellung der Zeitungen notwcndiflen Rohmaterialien und die Lohnerhöbung der Buckbiucfeteiarbeiter haben die Unmöglichkeit erwiesen, das ^Deutsche Abendblatt" in der bisherigen Art und zu den bisherigen Preisen herans'ugeben, während eine starke Preiserhöhung undurchführbar rst. Jniolgedcsten haben sich die Herausgeber m dem Beschluß veranlaßt gesehen, das Erscheinen des „Deutschen Abendblattes" einzustellen. * Wie man in^England antisemitische Beleidigungen bestraft. Wie jüngst mu „D a r l y T e l e g r a p h" u lesen war. -hat ein Londoner Strasgeri bl den Leutnant Commander Harry Maclead Fraser und Mister Harry H rm lton B e a n t s h, den Sohn eines englischen Admirals, welche den jüdischen Baron Alsri-d Mond schmutziger Jude geheißen hasten, zu einer Gcldstrase >on 5000 Piund-Sterling und dcr Tragnng der Ger chtskosten verurteilt. tAuf unserem Koniincnt wäre dre Strafe vermutlich wilder ausgefallen!) * Die ersten weiblichen Stadtverordneten in Deutschland. Die Dresdner Stadtverordnetenversammlung hat jetzt die ersten werblichen Stadtverordneten in Deutschland, i sind dies Frau Dr. G r a d n a u e r, die Gattrn des Ministerpräsidenten. Früu Marie Stritt und Frau Dr. Med. -S t e g e m a n u. , * Arbeitssteigerung durch Musik. Der Ruf nach Steigerung der ArbeitSleistunsten tönt durch die Welt und viele Volkswirte zerbrechen sich den Kopf, wre man der durch den Krieg ermüdeteNjMenschhcil wieder mehr Freude am Schaffen beibringen könne. Ein Bauunternehmer in Rew-Aork hat dafür rin orlgrnelles Mittel gefunden. „Als seine Arbeiter an der Errichtung eines Kinotbeaters tätig waren", so berlchten Ncw-Dorker Blätter, „erschien plötzlich eine Musikkapelle von' sechs Mann, die' einen feurigen Jazz zu spielen begann. Nachdem d>e Musiker die anregendsten Melodien aus dem Tanzsaal zu Gehör gebracht hatten, wurden sie von einer Primadonna abgclöst, die die neuesten Gaffenhauer sang." Natürlich waren auch gleich ein paar Statistiker zur Hand, die ausgerechnet haben, daß die unter diesen Bedingungen geleistete Arbest an Güte und Schnelligkeit einen Rekord ausstcllle. * lieber bie Verhütung des Skorbuts. Der Skorbut ist «ine Erkrankung, die dann auflritt, wenn in der täglichen Nahrung durch längere Zeit frücheS G-müse und Obst gefehlt haben. Der Skorbut äußert sich m schmerzhaften Schwellungen der Glieder, in Blutungen in das Zahnfleisch, rn die Ham, die Muskeln und die inneren Oigane. Der Skorbut war im letzten Winter und Frühjahr in Wien besonders unter den Säuglingen sehr verbreitet; aber auch größere Kinder und Erwachsene erkrankten daran. Die Krankheit kann leicht verhütet werden, und zwar durch einfache Mittel, die jedermann zu gänglrch sind. Man soll, wenn möglich, frische Gemüse und rohes Obst in der täglichen Kost zu sich nehmen, Kohl, Kraut, Wrucken, Steckrüben, weiße Rüben, Orangen, Zitronen sind von besonderem Wert für die Verhütung des Slorbuts. Die Gemüse sollen aber nicht länger als unbedingt nötig, gekocht werden. Beim Erhitzen geht die antiffoi buiifehe Kra't allmählich zugrunde. Beivnders empfehlenswert sind die Gcmüiesäfte. Bei Säuglingen ist^ dem Skorbut sehr leicht vorzubeug-n. indem man täglich 1 bis 2 Kaffeelöffel folgender Saf^e gibt: Kohlraft, rohen Wruckcnsatt, >ohen Orangen- oder Litronensafl uud rohen ParadeiZsaft. Schreit muftiner 3 Größte Auswahl!, Billigste Preise * , 64Ö Leopold Steinhart, Wien, >., Biberstraße 9. 407»/8 .. -■ . ... J8 -------——| * Bassorah—Bagdad. D5s Reutersche Bureau meldet,' daß der Bau der Eik-nbahnsirecke von Bassorah nach Bagdad schnelle Forlschr-tte mache und der Verkehr in allernächster Zeit werde amgenommcn werden können. * Die Huf- und Wagenschmiede werde» teurer.^ Die Innung der Hui- und Wagenschmieds rn Wien hat die am 1. Dezember 1919 um 50 Prozent erhöhten Preise abermals um 33 Prozent ab 1. Jänner erhöht. , j * Bubonenpest in der Ukraine. Infolge der in dtV Ukrame.-ausgebrochenen Bubonenpest sind an den Grenze» Rumäluens die strengsten Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden» ' Adolf. SLanÄ-Stiftuttg. t Für die Adolf Stand-Stlfrung der „Wiener zeitung" erhielten wrr von Herrn Dr. LeonKolbff 2 Q0.-r4 Bisherige Gesamt!umme K 4200.—. Briefkasten der Redaktion. Sehr eifriger Lefer. D e Juden der Gegenwart VS«; Dr. Rupprn, Alfred Lichtheim. Broschüre über Zionismus^ Junger Hebräer. Fragen Sie in der Buchhandlung Schlesingers l..' Seitenstettengassenach. In Wrey soll demnächst eine hebräisch^ Zeitschrift „Haawoda" erscheinen. Deremsnachrrchten. fNachrichtenvonVereinenerscheinena u s»? nahmst o s nuramTagederVeranstaltung,> Heute: . ' I DasSekretariatdes Vereines „Havoel Hazair^ sowie die Nedaktion und Administration der hebräischen.Halb^- mona'sschust ..Haawodah" befinden sich im Hanse, ll., Prater»; straße 9, Tür 4. Das Sekretariat amtiert täglich — außcki Samstag — von 6 bis 7 Uhr abends. — Zionistische B e z r r k s s e k t r o n L c o p o l d st a d t. Vg6 Uhr abendsj Verkamml-ing der jitgendltchen Mitglieder. Es werden alle Mit-, glieder. die an der Propaganda- und Organisations-Tätigkeit ded' Sektion teilnebmcn wollen, zu der um Vj.5 Uhr nachmiltags ii^ Lokale der Sektion zwecks Gründung cmer Propagandakommrssion stausmdenden Besprechung rrngeladen. — Zionistisch^ F r a u e n g r rr p P e A l s e r g r u n d. 6 Uhr abends, IX,^ Likchlensiemstraße 11/13, Frauenversammlung. TagesordnungL I. Geistige und politische Probleme des Judentums; DrskussioUS II. Organisatorrsche und programmatische Arbeit der jüdischen Frau^ — Z r o u r st i s ch e B e z i r k s s e k t i o n B r i g i t t e n a u.f 6 Uhr abends Zusamm-nkunst im Cass Kürt. XX., Mathildens platz. Tagesordnuna: „Die Bedeutung Adolf Stand". — L et'eZ und Red eh alle jüdischer Hochschüler. 6 Uhtt abends, Vortrag des. Herrn Phil. Mrir Landau: „Gottes Volkkö (Birnbaum'»- ..Gottes Völker" (Wcrcheimer-. — P a l ä st i n a*j sektron des Vereines j ü d r s ch e r H ö r e x o iw der Hochschule für Bodenkultur. 4 Ubr nachL mittags im Vortragssaale des Jüdischen Hochschulausschusscs, IX.^ Alierstraße 28. Herr Birnbaum aus Palästina: „D i t. a egenwärt igeLa ge in Er ez Iisrael". Hebräis^ sprechende Gäste sind willkommen! — Vereinigung jüdischer Handelshochschüler. 3 Uhr uachmittagL im Heime Sitzung des Aktionskomitees. — Gründung^ Eomitcc derJugendgruppeLeopoldstadt^ 4 Uhr nachmittags tm Lokale dcr Bezirkssektron Leopoldstädt, H." Obere Donaustraße 43, dringende Besprechung sämtlicher Komitee«! Mitglieder. — Jugendverein „Ahawatb Zion"Z ll., Sluwerstraße 46/3. 4 Uhr nachmittags wichtige Mitglieder^ Versammlung. Tagesordnung: Frage des Auschluffes an, di« JugenbgruppeLeopoldstadt. — Hebräisches Sekretariats Talmudkurs oes Dr. N. G o l d st e i n, 3 Uhr «ach^ mittags tm Lokale des „H a p o e l H a z a i t", II., Prater-j straße 9/4. — Tiejenigen, die sich für den hebräischen Konvex sationszrrkel interessieren, wollen sich Mittwoch den 7. Jänners 5 Ubr nachmittags, im Lokale des „Havoel Hazarr" behufs Be< sprechung von Ort und Zeit dieses Zirkels einsinden. DaK hebräische.Sekretariat errichtet hebräische Kurse für An fänger^ Besprechung von Ort und Zelt Mittwoch, 6 Uhr abends,) gleichfalls dortselbft. _ Die Ernährung. Ansere Ernährung. In den letzten Tagen hat sich kern wesentliches Moment fftt* die" Besserung unserer Ernährungslage ergeben. Dre Ankünfte dey aus. dem Süden erwarteten Getreide- und M e h l» tranSporte sind infolge der Verkehrsschwierigkeiten ua* regelmäßig und bewegen sich in s e h r bescheidene» Grenzen. Jmmcrbin ist aber die Ausgabe der Brotundj Mchlguote für dre nächste Zeit gesichert, wenn auch damit ge», rechnet werden muß, daß dre K ü r z u n g kaum in ab« sehbarer Zeit behoben werden kann. . .Die Verhandlungen über dre geplante Brotu rr v Mehlpreiserhöhung, deren Inkrafttreten für dir nächste Zeit zu gewärtigen ist, dauern an. Wahrend das Staecks^ amt für Finanzen auf dem Standpunkte steht, dass die sich beii den gegenwärtigen Preisen ergebenden Defizite auf dre Konsnmente» abgewälzt werden müssen, vertritt das Staatsamt für Volks-- ernährung nach wie vor die Ansicht, daß der Staat auch weitem die Lasten, zu tragen hat und daß gegenwärtig eineneunlichd Belastung des konsumierenden Publikums verhindert werde» müsse. Die diesbezüglichen Verhandlungen stnd axgenwärtig, wir erwähnt, noch im Gange, doch ist, wie verlautet schon in aller-; nächster Zeit mtt einer bedeutenden Hinauf setzuug de« Preise für Mehl und Brot zu rechnen. Die Markte boten gestern ein ganz verödetesDildx Infolge des schlechten Wetters war der Besuch aller Märkte; überaus schwach, die Zufuhren hielten sich . wieder in den de scheldenstcn Grenzen. Die G r o ß m a r k t h a l l e verfügte nur über Re! von Rindfleisch und 2Vürsten. >f Auf den G r ü n w a r e n nr a r k 1 e n warm bloßs Rüben erhältlich, die O v st z u f u h r e u warm vollständig ausgeblieben. _ Mitteilungen der „Rohö". Heule, Warcnzentr ale, VIII., Piansimgaffe'19: AusgaHi von Obstcreme m fcstcr Form -79°/. Zucker), Corned'BeL Marmelade, Dörrzwiebrl, Wcintresteressig. Waschseife. Francs kaffee, Schweizer Risotto.oder Bobncn in 1 Kilo-Dosen, HauS»> Pastete und etu kleines Quantum Aepfcl von 6 bis 12 Uhr.