Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 339 (1.1.1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk 339 Wien, Donnerstag Wkener Morgetrzettun^ >>»>«> .11 1. Jänner 1929 Seite ft •y» >t*«ijaaJU.i.............. fähiger geworden dadurch, daß es die wenigen Wirtschaft« lichen Kräfte, welche eS hat, ruiniert? Diese inneren und äußeren Schwierigkeiten des Landes, .zusammen mit einem gewissen Mangel an produktiven Fähigkeiten, dazu der Polen von seinen Freunden aufge« gwungene Krieg gegen Sowietrußland, die Notwendigkeit, >im Interesse der Entente die «schimmernde Wehr" gegen Deutschland zu bilden, all das dürfte für die schwachen Schulterst dieses jungen Staatswesens auf die Dauer zu schwer werden. Wenn dazu noch eine unselige Wirtschaftspolitik komrNt, welche sich-gegen das sicher wertvolle Wirtschaftselement der Juden richtet, dann muß daraus statt einer Verminderung 'eine Vermehrung aller Schwierigkeiten entstehen, die -« einem Chaos führt. Heute leiden die Juden in Polen; morgen werden die Juden und die Polen leiden! , Alles schon dagr»wefsir. \ Ein Leser sendet uns die folgende, sehr zeitgemäße Lesesrucht aus Mark Twains Werken: , Riverdale on. the Hudson, 13. Oktober 1902. An den vsrehrungstvürdigen Finanzminister für // Finanzen, - . Washington. Mein Herr! " ' Da der Preis der gewöhnlichen Brennmaterialien so schrecklich hoch gestiegen ist, daß sie für einen, in be- ) scheidetre«' Verhältnissen lebenden Sch'riftstel'er unerschjyinglich geworden-sind, beehre ich mich, folgende Bestellung an Sie gelangen zu lassen: ' .Fünftrndvierzig Tonnen, zum Heizen geeignet«-, THrvM'ige, trockene Gold reute Lester Qnali.ät,Jahrgang 1864 bevorzugt. y:' Zwölf Tonnen Banknv ten alter Emission (blau), erste Serie, zum Kochen verwendbar. 1 Acht Fässer Posimarken zu 25 und 50 Cent, 1866er Ernte, als Unterzündholz geeignet, Y Wollen Sie diese Bestellung binnen möglichst kürzer Frist ausführen und gegen Barzahlung und' bei Be-. Rechnung billiger Zustellungsgebühr in meine Wohnung in Riverdale liefern- 's Die Rechnung bitte ich auszustellen auf den Namen Ihres ergebenen Mark-Lchain, d§r -für Ihre Liebenswürdigkeit Lesens dankt und Sie seiner Stimme bei der nächsten Wahl Versicherte ) Nos?ebe!ts Testament. hat sich jetzt bet der Testamenteröffnung gezeigt, daß der frühere Präsident Roosebelt nicht, wie man allgemein angenommen hatte, ein reicher Mann gewesen ist — wenigstens nicht nach amerikanischem Matzstab. Er hat nämlich bei seinem Tode nicht mehr hinterlassen» als er selbst einst geerbt hatte — aber auch nicht weniger. In sümem ^estamertt betont der «Rauhreiter", er habe das ihm iittbertrauie Gut mit Umsicht verwaltet, ohne daß er versucht hgLe,'Schätze zu sammeln. «Ich habe nicht", so schreibt er, „dänisch gestrebt, ein großes Vermögen zu erwerben, sondern habe-alle meine Kräfte' darauf verwandt, meinen Idealen dienen." Den Hauptkerl seines Vermögens samt seinem Landgut bei Osterbäh hat Roosevelt seiner Frau hinterlassen, außerdem aber wurden alle reichlich bedacht, die sein Brot gegessen haben. Seinem alten Kutscher und zwei Mädchen, jue jahrelang in seinem Haus gedient haben, wurden lebenslängliche Pensionen ausgesetzt. Bezeichnend für die Denkart Roosevelts ist der Umstand, daß er ein altes Shetlandspony pensioniert hat. Dieses Pony zahlt 32 Jahre und alle Kinder - D'e8 Präsidenten haben der Reihe nach mit ihm gespielt. Als . RöosevÄ Präsident war und im «Weißen -Haus" in Washington wohnte, hat das ganze Land von Roosevelts Jungen , und dem Pony gesprochen. Der Anlaß hierzu war, vatz Quentin (Roosevelts Sohn, der im Kriege gefallen ist) eines Tages das Pony die Treppe zum Weißen Haus hinauf sürch die Vorhalle und weiter in Roosevelts Arbeitszimmer ritt,-wo der Präsident gerade einen Ministerrat abbielt. Der Aufruhr, den dieses Unternehmen unter den Ministern er- /.weckte, verursachte diu Gelachter, das bis zur Küste des Nisten Aperes widerhallte. Das amerikanische Volk hat nun , mit Interesse erfahren, daß daS kleine, viel besprochene Shetlandspony es auf seine alten Tage gut haben soll. Wagners „Tristan" und das „Maasehuch". Schon in den ersten - Jahren nach der Vollendung sör Wagnerschen Oper . „Tristan und Isolde" machte eins > putsche Zeitschrift. (Germania, lX. Jahrgang, 1867) 'daraus 'rusmerfftun, baß die dieser Tondichtung zugrunde' liegend- ' Lage gewissermaßen auf eine jüdische Quelle zurückgeht und ntifceinenr Märchen des „Maafebuches", eines eigenartigen iubrsch-deutschen Volksbuches in -Verbindung steht. In einer, längeren Abhandlung dieser Zeitschrift finden wir die verisineoenen Bearbeitungen der Tristansage. mit ihren manuigjachen Versionen zusanlmengestellt urrd die Wahlverwandtschaft derselben mit bcm Märchen von der goldhaarigen Jm^gsrau und den Wassern des Lebens und des Todes s^achgewiesen. Nach letzterem wirb nämlich ein Jüngling ciou einem alten König ansgesandt, die Jungfrau mit hcnt goldenen» .Haar zu suchen und für ihn um sie zu werben. Oer Jüngling findet sie, wirbt für den König und nachdem er erst mehrere ihm gestellte Aufgaben gelöst . hat, folgt ihm die Jungfrau zu seinem Herrn. Dort angelangt wird t.er Jüngling getötet, von der Schönen aber durch ein Lebenswasser neu belebt. Der König will dies auch versuchen m*b läßt sich ebenfalls tötend die Königin belebt ihn -bsr nicht wieder, sondern vermählt sich mit dem Jüngling. Die älteste rmd ausführlichste «rzähluuH diese» Märchens von der goldenen Jungfrau - und den Wassern, des > Lebens imd des Todes findet sich ü» obengenannten Maascdnch, kbapitel 143. Wir geben sie unter möglichster BerLckstchttgnng der naiven Ausdrucksweise des jüdischen^ Volksbuches wieder: „Einem gottlosen König von Israel rieten die Aeltesten, ein Weib zu nehmen, darum, daß «r tollte fromm werden. Der König bestellte sie, um ihnen Antwort zu erteilen, chber acht Tage wieder, und als sie da kamen, kam eben ein großer B»gel geflogen mit einem Haare im Schnabel, has wie eitel Gold aussah und so lana wie der König war, und warf es auf tz«S König» Arissol. Da hnb dse König daS Haar auf und erklärte den Aeltesten, er wolle tm WM ueAmttL, aÄ tm wslsder datz Ls« Vom 1. Jänner ab wird die Zustellung der Zeitung ins Haus aufgelassen Man abonniert auf die „Wiener Morgenzeitnng" in der nächsten Trafik x AL 1. Jänner 1920 haben folgende Abonnementgebühren Geltung: Für Wien zum Abholen in der VerschleWelle oder im Expeditionslokal: monatlich ....... K. 12.— vierteljährlich .... .H, 36.— Mit Postversand für Wien und Deutschösterrnch: monatlich ....... K. 13.— Einzelexemplar .... „ —.50 Für die Tschecho-Slowakei monatlich 9 Kronen tschechischer Währung. Für Polen und Ungarn monatlich 13 Kronen in der entsprechenden Währung des Landes. Für Deutschland vierteljährlich 15 Mark n Italien „ 9 Lire „ die Schweiz „ 6 Franks „ Frankreich „ 9 Franks „ Holland „ 3.holländischeGnlden Wir ersuchen unsere Abonnenten, die Erneuerung rechtzeitig vorzunehmen, damit die Versendung des Blattes keine Verzögerung erleide. Jenen Beziehern, die mit der Geldüberweisung Schwierigkeiten haben, versenden wir das Blatt gegen nachträgliche Verrechnung. Oesterreichisches Postsparkassenkonto 150.693, tschechisches Postsparkassenkonto 150.693 der Postsparkasse in Prag. Geldüberweisungen aus Polen: Wiener Lombard» und Eskomptebank, Filiale Krakau, Rynek 12 (mit dem Vermerk „für die Wiener Morgenzeitung"). Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitu.fig" Wien, 2. Bezirk, Laborstraße 1—3, Telephon 44-0-38, 43-3-19. gewesen wäre, und wenn sie chm'die nicht brachten, würde er sie alle umbringen lassen. Nun lebte damals brr Rabbi Ehanirra, der siebzig Sprachen und die Sprachen der Tiere verstand und beim König in großen Gnaden war, weshalb ihm ein Tril ber Aeltesten fetnb war. Diese gaben dem König an, er solle dem Rabbi den Auftrag geben, der könne es zuwege bringen. Der Rabbi erhält den Auftrag und macht sich mit zwölf Gulden und drei Laib Brotes auf. Unterwegs teilt er einem Naben und einem Hunde von seinem Brode mit und laßt einen eben gefangenen großen Fisch, den er zwei Fischern für die zwölf Gulden abkauft, wieder ins Wasser. Er kommt endlich in die Stadt der Königin, welcher jener Vogel, als sie sich im ' Garten gewaschen, ein Haar ausgerupft batte und trägt ihr. des Königs Werbung vor. Sie erklärt sich bereit, mit ihm zu ziehen, werm er ihr vorher zweierlei zuwege bringe. Zuerst solle er Wasser auS dem ParadiüS und Wasser auS der Hölle schöpfen. Me bet' Rabbi deshalb ratlos zu Gott betet,. kommt jener Rabe, den er vom Hungertod errettet, und redet ihn an und laßt sich zwei Krüglein an dk Flügel hangen. Darauf ftiegt er in die Hölle und Mt daS eir«, mi6 vor großer Hitze verbrannten seirre Febern, raW fliegt er »um Bach, der aus dem Paradies siiHt und stillt das anoece Krügkein, da tyaren feil« Federn wie zuvor. Tr bringt dem Rabbi die Krüge und dieser bringt sie der Königin, welche bk Wirkung der Wasser an ihrer Haab erprobt. Hierauf stellt ihm die Königin als die zwotte Bedinamrg auf, einen ins Meer gefallenen Ring ihr wieder »u schaffen. Alö der Rabbi traurig am Meere betet, kommt bet dankbar« Fisch geschwommen und verspricht ihm Hilft. Er fihrvknmt hievauf zum Leviathan und erzählt ihm alles, worauf der Leviathan befiehlt, daß der Fisch, welcher den Ring habe, ihn herauSgebe. So bekommt ihn der Fisch des Rabbi, schwimmt an das Ufer, wo der Rabbi markt und speit ih« ans Saitb. Da kommt aber eben ein wild Schwein vorbei, und verschlingt ihn. Wie deshalb der Rabbi jammert, kommt jener Hund, den der Rabbr einst gespeist, läuft dem Schwein nach und zerreißt cs. So bringt der Rabbi der Königin den Ring und sie «zieht mit ihm nach Israel und gefällt dort-dem König gar sehr. Wie nun die Aeltesten sehen, daß der Rabbi deshalb in großen Grmden stand, erschlage« sie ihn heimlich, aber die Königin bestrich ihn mit Paradkseswasfer und machte ihn wieder lebendig. Das wollte der König auch versuchen und ließ sich von einem Knecht totschlagen. Da goß die Königin daS .Höllenwasser aus ihn «nd er verbrannte zu Asche, worauf dk Königin zu den Aeltesten sprach: Nun ftht ihr, wäre der König nicht ein gottloser Mensch gewesen, so wäre er auch wieder lebendig geworden.. — Nun ward der Rabbi König und Gemahl der Königin." Daß dieses Märchon der Anlage der Tristansage sehr nahe steht, ist nicht zu verbeug. Die Jungfrau mtt den goldenen Haaren Ist die blonde Isolde, Rabbi Chcmina ist der jugendliche Tristan und der alte König von . Israel ist Marke. Ebenso ist auch die Haupthandlung die nämliche und den Liebes- und TodeStrank, in deren Besitz Isolde ist, finden wir im Maaftbrrch al§ Paradieses- und Höllenwasser. Ausschmückung und Verlauf sind freilich verschieden. Unser mehr moralischen Zweck verfolgende» Märchen gefällt sich in der ausführlichen Schilderung der Mittel, mit denen dk Braut gewonnen ward ur»b hebt die Dankbarkeit der 'Tiere, den Lohn für die den Tieren erwksene Wohltätigkeit, hervor. Die Tristansage dagegen verweilt lieber bei der Wirkung des LkbeStraukes'. DK Tristansage endet tragisch für die Liebenden, sk gehen in ihrer LKve zirgrunde und der alte Marke überlebt flc; das Märchen, als solches tragischem AuSgange abhold, n^et heiter: der alte gottlose König wi»d bqritigt und dk Lkbeudeu krkgeu sich: Adolf.StLnd-StistAkK. F8r dk von der »Wiener M-rgen-eitima" angerrate Adolf Stand-Silfmn» krhnltkn nur von HkNljMap Markus £ 100.—, D. Andermann K loo.—, iBerrrhard Goldstern K 8oo.—, Eiigs Katz & Brshettge Gesanlrsilrnme ü LllZft-7. - .. Eine Aktion des HilfSwerkes für PalLfttn^ Die Umgestaltung der politisch«: BrrhAtnisse in der WM bat px Folge, das mit dvc Entnuckluny PaListmaS zu rinn« jtftischm Gemeiuweftn alS mit einer sicheren Taifache gerechnet werden kann. Der Iudcnheit der ganzen Welt steht damit «m sewaitige Aufsabe bevor, dm ch deren Lösung sie dos vikisach zum Ausdruck gebwchte Vectra»en dft Mächte rechttertigru wird.' Di« Vorderrituua dieses Wertes ist da» dvrngendste Gebot der! Stunde. Eine grvße R«Ke rv«hnger Arbeiten kultureller, wirtichastM« und sozialer Natur harrm in Palästma der Jnangrissnähme. Die Juden aller Lander haben die Notwendigkeit begnsscn, m-t ihren Mrttesn zur Stelle zn sein. Soeben v«-sendet daS Komitee d«Ä „HistSrvsrkeS für Palästtna" Oalästina->Aufba«to»dS) einen Aufruf an die beutfftÄi Jrckm, ohne Utit«i*AEb bw Partei,' mit alls K-aLt dnrch Mrge Tcssnsbme daS.De» zu stützen. Dem Kvmilkö pchörrn eins x-oüe Zahl hervorraamder, nn ^nMen AndruinN be?«Nnt'er Pcr^nMnnt-n an, unftr ande«« ReWner Proftstsr Dr. B e n e t h, Berlin, Uwvcrsitkllspcvfessor Dr. Albert E i sst e i lt, 3k. Siegfried Jacobfshlt, Herausgeorr' der «WclchRne", Obcrkrrchrnrat Dr. K r o n e r, Stuttgaft, Pl k^essor Dr O. W a r b u r g, Berlin. Spenden sind auf das Postscheckkonto Berlin Nr. 4192 iHsiszwerk iür BalWna^ oder auf' das Konto des Hilfswerkes für Palästina (PalHwa- Auchaufsndist der der Natwnalbank für Deutschland, Depositen! lasse Kurfikstendamm» emznzahlen. Englische Frauen für Oesterreich. (tv Eine Abordnung des österreichischen Zwe-ge§ der Jnttntatrv» nalm Fraueubga für Frieden und Freiheit hat dieser Tage dem Btzebürgermcister Winter K 60.000 überbracht, die ihr vsn rtzrer englischen Schmesterorgonisatiön für den K'mderreisefoM' der Gemeinde Wien, zugrskndrt worden waren. Die Zeiten, m)t denen die Schatzmersicrin, dir bekannte PaMstm und Femnüstly Petrk Lawrence, die Sendung begleitet, verdienen ihrer warmm Menschltchkeit halber einer größeren Oessentlichkett belünn^ gegeben.yr werden. «Lassen Sie nnch". so schreibt sie, «Ihnen mencr» nefen Schmerz, über Ihre schreckliche Lage außsprechen. Ihre Nor ist so groß, daß man sich «hr gegenüber fast ohnmächtig fühlt. So wenig ist es, was man tun kann, aber wir wollen uns nicht absckrecken lassen, dies Wenige zu tun." Sk etsäljlt dann, daß htf Familie Peile allein, eine Matter und zwei Töchter, K 24 000 gespendet hätten, mit der Bitte, nach Wien ihre» tiefen Sckmerz varüber zu sagen, daß die englische Regierung mngeholfen habe, diesen erschreckenden Zustand der Dmge herbeizvführen. ' * SkiiNttÄvMrMtts d»r GrwßöÄrkve niü»' NedfuzErunq des Slvaßenbahttverkehres. Die unhaltbarer, Verhältnisse bei den Elektrizitätswerken infolge nnznreichender Kohlenbelkftrung, treiben der Krisis zu. Di«! Vorräte sind am heutigen Tage tief unter 200 Waggon gesunken und reichen praktisch genommen nur für wemg mehr als einen Tag. Der Betrieb der WerPe mnft deshalb reduziert werden und es bleibt nichts anderes übrig, als am Neujahrstage mit der Abschaltung der Großbetriebe zu beginnen und den Straßenbahnve'rtzrhr zu reduziere». Die von der Abschaltung betrvffenert Fabriken werden vorher telepharrisch in Kenntnis gefthk werben^ Don den einlangenden Kohlenliefernngen wird es abhängen, inwieweit die Stromlieserung durch das Elektrizitätswerk noch weiterhin eingeschränkt./werden muß und tvie lange diese Einschränkung wird aufrecht erhalten werden müssen. * Schwedische Liebesgaben., In der letzten Zeit sind - Wieder 27 Waggons schwedische Liebesgaben m Wien eingetroffen. Sie wurden von den Delegierten des schwedischen Roftn Kreuzes, den Damen U g g ta und Kgrlison, und den Herren Merkland, Sjosten und Wikström nach Wien gebracht. Die Sendung ist diesmal besonders wertvoll, da insbesondere 18 Waggons, die gestern in Wien singelangr sind, Fleischwaren und »' Kleidungsstücke enthielten. Auch die schwedischen Liebesgaben werden von dem schwedischen Konuree im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung verteilt werden. * Au« Wiederbelebung und Hebung des O«> fchäslsverkehre» trägt die geschmackvolle Ausaestsltinw. der Schausinster, die jetzt bei tnt§ leider sehr vernachlässigt {t>& wesentlich als voHÜgl'chcs Werdemntel bei. Der küultch pt? gründete Verband der Schaufensterdekorateure, «Mer sachkNüdiKtt ßkitung des Direktprs Hernrrch Berger, hat sich zur Aufgüb« aestellr, den Kauflewen jeder Branche mnstlerisch dekorativ aiMe» stattete Schauiensirr für geringes Entgelt herznsteklen. Dkr Verband bcrfHfct über erstklassige Dekorateure mit ttt® und atr§- ländlicher Eriahrung und übernimmt -Neudekorierung von Schaufenstern auch rm Aborrnement, ferner alle Dekorationen rtefc Arrangements von Tanz- und WohltatigkeitSsesten. Dev BttirüM beabsichtigt, denrnackst eine Dckorations- und Schrrstzeichenfchule zu eröffnen, rüder bereits Anmeldungen jetzt entgegengenommer werden. Auskunft erteilt die Geschäftsstelle, VI., Gumpendorsirstraße 103. ’a * Die Raucherkarte für daS kommende Jahr wird gegenwattig ausgegeben, nachdem dre abgenützten und vielfach ternssenen Kattcn, welche eine ständige Beschwerde der Derschlerßerinnen irr den Trasike» bildeten, verbraucht sind. Heuer imyfc nun, um die Karten bt$ zum Jahresende in gebrauchsfähigem Zustand zu erhalten, jeder Raucher in ferner TraA «uro nnmenetten Schutzunsschlag erhalten, auf dessen Rückferke sich eh* Kalender befindet. Die Schutzumschläge gelangen m der srsieu Jännerwoche zur Ausgabe. 9 Professor Markovie verhaftet. AuS B c! a r a b wird gemeldet: Nach einer Meldung des Blattes .Kragrnrvatti Glasnik" wurde der Belgrader Professor Dr. Simon M'arkovir ' Verhaftet, well er während der Besetzung SerbrrnS angebM ti< österreichischen Diensten stand und jetzt eine Agitation gegen brr Regierung habe einlerten wollen. * Die deutschen Blätter werden teurer. Berlin wird gemeldet: Die deutschen ZeüungZverlcger lichcn eine Miveckung, wonach eine dnrcharertende nnd allgemeiür E r h o h n n g d e'r B e z u g s- und A »z e i g t n * t: t fcf t nicht za «machen su. wenn die verteuerte» HerstrllnngÄöstry wwigstenS tnlweffe ausgeglichen werden sollen. ® Friedensarkeit der englischen Marine. Äi8 London wird gemeldet: Die der bridschen Marine Mm Minenräumen zugewiesinen Gewässer um die bnkrschen Jnseür, rm Mittrlmeer, rm Aegässchen Meer und in Teilen des Schmarrn Meeres sind m i u e n s r e r und für die HandttSschtffah'tt benutzüar. « Gine neue rase^hoiwstätte der „AÜdifchä Kinderfrennde". Der Verein ^Jüdischer Kixderfteunbe", d«r bererts vier TagesheimltLtte» erncksirt hat, eröffnet am Sornssaz dm 4. Jstnnrr '/.l l lchr vormittags, seine fürste Heimstätte in Verbindung mtt einem Mdeegaken « feinem Lskaltz. GMeD«a»S»7»