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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-01 · Heft 339 (1.1.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 339 (1.1.1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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1. Jämier lSM LMsner MorgeirzerHrn- Nr. 889 Men. Donnerstag Seite 4 Wlislhilltll Grösrte Auswahl! Billigste Preise k 6*0 t Leopold Steiiihlitt, Wie»,Biberstraße 8. 4-rr i--- «073/8 -:—- ' ■ . NosKes DoppelM?!. <T!rf Protest der Sowketregierung. / Mösüau, 31. Dezember. (Ftztik'prnch.l Paß NisstW BsWomniiiiauat des Aeuüeren bat drr deutschen Regierung nntaelxitk. cs' ha'.w auZ zuvei lässiger Quelle crtabrcn daß die deutsche meglpung. d'e Soldaim der chnual'g n B e r m o nd t? 81 w a l o w - A x nt e c von n c u e m a ns r Ü st e, ' u m s i e an d.r e M wrnui n i n n t u sckick e n, damit ste dort sflegKn/SowictwmU'en k-imvien. Die -russische Regierung er» bedk dagegen rnciiliriicilirhft Einspruch, betrachtet dicst Handlung, der beut eben R gieinjig rf§ fein b f C l i a mch hält sich fih-.6-rerhiiat^ m W -c fl e n nt a § n fl () in eil zu schreiten, fik tue sie sich Ire e Hand Vorbehalt, Bolscherviüische? KätnpfZerichL. ' Moskau, 81. Tetemb'r. 'Funksvru.b.) Bei D ii n a b n r g wurde ein Keiiiger AngnN des Fe-ndes abgew esen An der Südsrant hei ...Zi t o in i r ö-tliche Kaiuvtd. 25 Werst südlich von Krcureinr'chua wurde die Station P a'w l o ch erobert..Dre Roltruvven/stellen 25 Werst vor I e k a t e r i n o S t a w B a chmn L wurtze erorbert' und buZ ans"25Oberst südwestlich dieser. Stadt voraedrunaen. Drr Vormarsch auf Z a r r z h n dauert an? Än d/r . Ost'!0!!t wui de A l e r a n bx o » ß i i, 60 Werst noch'* östlich der Stativn Koltichugm, besetzt. Nüärzug DeniLinZ. , Marschau» 31. De-em-er. Nach einer telegraphischen Meldung des.„Nobotni!" ausKriueuev habm dir baii'chemkiichcn Tr'uvprn schon, am 17. d. M. W i n.n i tz a e «genommen und ' chr. Borrsicken in drr Nchmng S ch m e r l n k a fortgesetzt. Auch Pro Z'k urow wurde besetzt. ' / /. : , HLarisnisch-tschechische Konferenzen. Triest, 31.' Dezember. (Tel.-Kvmv? Wie- -die Bststtcr rn’Ibcn, wurden in Paris zwilchen dem ital!,mischen Außenminister V c i a! o j a und dem Minister Dr. B e n e s ch während dessen dorrrger Anwescnhet Le, Handlungen über die A n ft. n u.h m e . d t r Sande l B b eji i c h u n g e n zwischen Ital-en und der T'ckecho-?lowak i c na eleu et. wöbe' Tuest als lIin- und AuL'uhrhckeu ' lilr dre Tschecho-Llowakn dienen soll? Zwischen dem 4. und 6. Jänner findet ncundmgs zwischen dev beiden'Ministern eine Zm'ammcnlunn in Triest, statt,' die die näheren Einzelheiten der Frage beraten werden. Angriffe gegen Venesch'. . Prag, 31. Dezmrber. Au'sthen erregt eck'heftiger Arlikr brs Bruders des HanddSm,niste,s, Dr. Gustav Heidler. de Acneschvorwirft, obne Wissen ferner Mimstetkollegen die Y>.- haswug Inats veraulaüt zu haben. Bcne'ch habe auch scme §kvüegrn. überwachen lassen und erst aus das D^ingm deLPobzu- »räudeuten Bten.-rrb' du cm einen Bericht'archickt.' den er später lorrig-eren nnrnre. Das sei nickt nur Berfasfüngsbrnck, sondern auchunanständig Das..Der'ähren und die Hair des DiMdrs T u.m a sei ein Justrzskandal und Iustizvcrdrcchen gstvrsrn.^ Die Anslandshslfe für Wien. . , Die Auslandshilfe für Wiener Kinderhat ^Formen angenommen, bie nicht nur großzügig, - sondern wahrhaft großherzig genannt' werden muß. Als die stets gastfre-.mdliche Schweiz in vo.b'.ldlicher Meise 'in Sommes 1919 10.000 Wiener Kinder aufgenommen rrnd zur. Gesundung verholfen hatte, da regte sich sofort in Deutschland, Holland, Italien und'in den drei skandrnäyischey. S.taaten der gleiche Ehrgeiz nnd überall .diefen Ländern wetteiferten mcn'che freundliche. Komitees im edlen Ehrgeiz, die humane Aktion fortz-itsetzen/Und unterernährten Wiener Kindern auch im Winter Gastfreundschaft zu gewähren. 'In all diesen. Staaten bildeten sich Komitees, welche sich mit dendiesbezüglichen Wiener Kinderfürsorgeinstituti-önen in Berbindung setzten, inr-be-ondere mit dem unermüdlichen Pizeöürgermeister Winter. . Mit-einem gewissen Stolze/und mit ebenso erhebendem Gefühls können wir konstatieren, daß. un'er jenen Organisationen, welche diese „K'.nderzüge" amt g -oß/em Erfolg ist? ..Leben, geri.'fen haben, sind f :nc tc1 nridel, welche unter der rührigen Leitung der hochherzWn Frau Anitta Müller steht.- ' t Nach Tausenden zählen öe"ei-ts.die jüdischen Kinder, welch/ unter'Führung dieser edlen Fran in der Schf eiz und in Holland Erholung und Gesundheit wiedergefundcn haben. Sie ist eben wieder im Begriff, einen solchen Kindeezug. und zwar nach Schweden, zu leiten. / Uoberoltckt nian die Bilanz der AuslandShilfe pir unsere...Kinder, so müssen wir mit Freude und Genugtuungsie außerordentlich günstig nennen. Wenn sie rn lolcher Art weiter anhält, dann wird sicherlich jedes runite Kind, wie es im Sommer angenommen wurde, ullrkin durch die Auslaudshilfe.gerettet sein. Für die übrigen Kinder werben wir mit Hilfe der Amerikaner' nnd, .lintcr höchster -Anspannung aller -.eigenen Kräfte, sorgen. hcrlbLS Jahr ' ernreriLarirschs ,KrnÄeVLps- Die Anfänge der amerikanischen KinderhilfSaktion reichen in die Mrtte d-eS Monates Mai znrück. Dc^ gewaltige 'Leganisalionsapparat brauchte einige Wochen zur EnLfaltürig. So mag man derzeit eine HalbjahxZbilanz über, dieses in ferner Sröge einzig dastehende HrlfSwerk' abschließen können. Vorher eine r,'cslstellnng: Im September' hat Mr. Herbert Höovcr nach einer Uebcrprüfung der Notlage in Hesie'rr'crch und der Arbeit?er KiuderhilfSaktion verfugt, daß d:e Zahl der auSzuspeisenden Kinder in Oesterreich um 25.000 «erhöht' werde. ES werden nunmehr' täglich 218.000 Portionen der Jugend durch die amerikanische Kinderhilfsaktion. zugcfnhrt. * Die Ausspeisung erfolgt nach dem^Nährsvsiem deS Pro« fefiors der Wiener Universität und Porstandes der Kinder» klinik Dr. Kleyien'S Pirquet. Zum Schlüsse'einige Ziffern: Mit den einzelnen Transporten kamen bis Ende Novemberin Oesterreich an: SH'Uttoi: Käkao 406.807 Kilogramm, Zucker 1,179.680^ Kilogramm« gezuckerte Kondensmilch 8,681.147// Mehl 1,577.221, Hülsenfruchte 810.700,' Rvis 1/108.810, Schmalz 23.317, Speck 388.109, .BüchsenflelsÄ-60.460, Lebertran 29.099, (dazu Seife 100.106). In Summa 9,427.094 Kilogramm brutto (8,612.636 Kilogramm'netto). BilanZPäßig mit Ende November abgeschlossen ergibt^ sich, daß die Spenden der amerikanischen KindcrhilfSaktimr bis zu diesem Zeitpunkte 24,000.000 Mahlzeiten' bedeutenFDa nun die Kosten einer einzelnen Mahlzeit mit 15 Kronen gleich 10 Cents zu berechnen' sind lber der Annahme eüwZ Kurses von 45 Kronen für 10 Cents, der seit diesem Datum weiter gestiegen ist; in i)iesen Tagen würde' der Dollar» mit- 135 Kronen bezahlt) also 'eine Summe' vott 360 Millionen-. Kronen. Man kann unter Zugrundelegung jenes Kurses (10 Cents gleich 15 Kronen) sagen, dütz^ die durch Mr. Herbert Aoqvcr"den Opfern der Ernährung^» katastrophe m. Oesterreich zugewiesenen Spenden der Amerikaner ,mit' täglich. ungefähr zwei Millionen Kronen zu bewerten sind, - t - Wrederaufrrahme des Per^o«ettt;ügsb<»rltehrtes. . In der, geste-'n im Sta u^amt für Bö'ktbrswestn mit den B-rkrercrn /de'- S'eat's» nnd.PrwaNwkivdirekNoveN as'g'-PasteN n Bkrattma. wmde entschieden, /dass nm -.2. :mib 3. I'ä tut e r ,c ik. d e n b d r i.nsgr^n^c n SB c/b ij r f n ifi e n ent* sm-echendee P c r l o n e n vü g § verkehr dnrchgeftihrt werden wrid. Dagegen , bleibt d-e r Berk e b r'. -a m - 4.. 5. n n d i 6. I ä'N n r Wäi g-k Ü ellt, um c am- 7. I n,n n e r w i e b e x (t n s^ e n o-rn m>.n zu werden. Bon .dreiem Tage. an wird der Perlov-nverkehr ' *ölpb«*r/ bn r» r tu dt u n d d ftn e r n d fitr bteWockenwge alsigenomnien.'Dm-ckdiese Lölunft der-ganten Frage wird den an der Hrimialnt B'b'nderten d'e Möglichkett gebo-en, die Nitckfahtt annttreken. Don heute aN Eirrgesendet. TtLLY LAUTERBÄCHt Dr. FABIAN SCHUSTER .■ r::- ■ Wieu' VERLOBTE. ' St xrössler ^LS'VsvI. leur ^eätSLene Ä^., ülSflSnSlßfR[|i 1 fl. 2 il 'Erzeugnisse."' ‘ (Eelre Karl Schwelghotergassc.) werden die Personensnbrvreise ftuf den Eisenbahnev um 5st P r g \ e n t e r ss 8 h t, weil die stete Bertcuerunft der Kobie dies m8ng mache. Da erst vor vier.Wochen der Ffthr, preis nsst 50 Prvvm teurer wurde, bedeutet wrS. daß-die Fahr* vrc^e rnn 'nne'haib von vier Wochen um 125 Piozent gestiegen sind E-ue Fabn über 10 Kilometer, die vor dem Kriege 40 Heller kostete/stellt sich NNn am 2.55. . - F F»vmv^SHevkehv am 2. tmb 3. Iaimer 1920 al>Men-Westuttd Wieü-Franz Josefs-Bahn« t ' w. , ’■ . ■ ... . .. . ■ Dür> Abbeförderung jener Reisenden, ^welche infolge' Ernstcllnng des.Personenverkehres an fremden Orten zurückgebglM -sind, werden am 2. und 3. Jänner nachstehenve. Züge asis-der Westbahn, beziehungsweise Franz-JosefSbc^ geführt werden: . " Am Frditag, den 2. Jänner, verkehren:' Ab Wien Westbahn 6 Uhr früh. und^' IL Uhr 40 nachm, bis Amstetten, 7 Uhr früh nach Salzburg mit Anschluß nach Innsbruck und 'Bregenz, 12 Uhr mittags Schnellzug nach Pastam beziehunöSweise Berlin, 6 Uhr nachm., bis Salzburg mit Anschluß nach JNnSdrUkk. In Wien Westbahntrefsen ein: 12 Uhr, 45 nachm, mrd 6 Uhp abends von Amstetten, 9 Uhr 45 abends von Salzburg, 7 Uhr 10 abends. Schnellzug von Passau (Berlm). . 1?(B Wien Franz-Josefsbahn: 8Ahr 18 früh und 8 Uhr 10 abends nach Gmünd; in Wien Franz-JoseMahn treffen ein: 1.1, Uhr 86 voisin. und 7 Uhr 48 abends von Gnlünd. Ab Wien ^ran--Josefsbalm 3 Uhr 25 nackm. nach Krems a.D. und ftn Wien Franz-Josefsbahu 8 Uhr 85 vftrM. von KremS an der Äonau. ' f. j J ’ Am Camötatz» den 3. Jänner,- herkehren: ' M Mren/MesMn'H'Nhr 40' nachm.' ynd 5 Uhr Nachm, bis AmsteHn--7 Uhr früh bis Salzburgr In Wien Westbahn trcfssett-/ei-n.- 10' -Uhr-, 66 vorm. .und. 6 Uhr abends von AmstetteU. 12 Uhr 45 nachm, .von Salzburg Mit . Anschluß non Innsbruck und 9 .Uhr.45, abends von Salzburg mit Anschluß Von Bregens. . . ' ' Ab Wien Dranz*AosefSbahn:^.GchUellMft 7 Ubr 8 früh' nach Prag) Tetscheiu Berlin. 8- Uhr 16 früh und 8. Uhr 10 abends. Peri'önonzug nach/Gmemd, 5 Uhr 25. nachm» nach Krems a.' D.' .. An ' 8EtM''VraW*JosefSLahu:!30. vorm... und 7 Ubr 48 .abends. vc>U'Gmünd, 8 Uhr 88 vorm, von Krems/ a. D., 11 Uhr 10 nachts Schnellzug von-Berlin über Tetschen- Prag. . ' / ' - * ■; - - , Mit Llückücht auf. den zu gewärtigenden großen Andrang "ihr und /die Ünmog'lichkeit, weitere Züge in . Berkel wird nochmals dringend empfohlen, weisbare Fahrten zu unternehmen.; - ZwaA^s^vp^assru^e ii«' Ps!en. Der polnische NeichZltag hat irr dritter Lesung das Gesetz über die obligatorische Sonntagsruhe zum Pe* fchlüß erhoben. Dir schwachen Hoffnungen, welche die jüdischen Abgeordneten und die jüdische Öeffenilichkeit in Polen an einige mildernde Bestimmungen zugunsten' der. Juden -würden duvchgesehiwerden können, haben sich 'nicht erfüllt. .DaS. Gesetz ist heute Tatsache. Talsäche -auch, paß '»es/katastrophale % ilsiseM Sri Tön {'»fy, Heublg^eil, Rogftr«GalIe1 Französische Seifen von ßoger-3aBBef, S-iouisiganl Parfümerie FIORIS $),> Graben 29. ooo ■> 4 « 82*3 ' %9%B 9:8 Eeeüs'jr Ein jrtn f von kM Wsr, Jawelsii, s^^HkMMMrWhe.^ 1.CaM City# I-:'wy*,*tforgi>8se 3- ®pi§fisii!i feioBigf! Eeioe iiiiiisliliäita. Eröffnung ... IßOLfl BRILLANTEN MN I’iatin.Mütrcn Pef’e», Uhr«n, latncho Zahns,'t.Ilu Sitbrsr^eyensiando .-Vv v*Tfxe’.if«in t!» um tieMer. fltre’-.trtem 'uwotior u Qottfarbefer S.HoIzttofel, Mi Wfw, tfl. irai!ftV!!fi?rs,ra*,83 78. othr WarJcrtatto: l. Wolltoüo 17/(3. M/Z ZaWi hSchite l-roiao, da fOr v!g»no Vararboitung. CC4 ■ 'K^ln-Händler \4;'. spr4'<re der Erzouger tir.4 Ca .U?rbe116e inner I. flm!fg(> 25,' 5. Stle'o«, k- Steck,7ßr 10 (bd Anton-i. Crilnwitd) zahltdie höchsten Preise für SrillaiHteji FerleBt., jede Art G.al'tiS, Silber und Platin etc. « Sapa; o;le;- Einjanj mit Sproclnhumor — Tbtaplwn 14411 Wirkungen auf daS Wirtschaftsleben der -JndeN in Polen haben muß! DeAn für das Gros der Juden, welche am Sabbat feiern, bsdeutet der Zwang zur Sonntagsruhe den -Verlust eines ' ErwerbStagcs und damit wirtschaftliche Schwächung gegenüber der mchtjüdischen,Konkurrenz oder — Aufgabe der traditionellen Sabbatruhe., DaS eine wie das ändere fuhrt' die Dissoziierung der Juden in Polen zu einem katastro« phalen/Punkt. . , . . Daß dies die wohlerwogene Mstcht der Gesetzgeber - ist, steht außer Zweifel und ist durch die Einmütigkeit des Pe« schlusses deklariert. Haben doch von den SozialdemokräteN bloß drei gegen das Gesetz gestimmt, darunter -der Abgeordnete Diamant (man/ kann Nicht wissen, ob man sich "nicht doch in Kürze einer Wähl wird unterzicheu müssen!). Sonderbar nur, daß die maßgebenden Personen und/Parteien dieses. Staates so gar nicht daran denken, daß da wieder ein? Kette von Unannehmlichkeiten heraySwachfen kann! DaS soeben angenommene Gesetz v.e r st d ß t gegen die B e st r m m u n» gen über den M i no rrt ä t e ns ch Utz, welche Polen Ftst vor kurzem unterzeichnet-hat. /.-. Hier sind desoderszwei Umstättsie zu beachten, welche die Sicherheit des Gesetzgebers aufs schwerste zu erschüttern geeignet sind. Vor allem ist die ä u ß e r e Struktur des polnischen Staates durchaus noch -nicht so fest, wie cS den Anschein hat. Die Zugehörigkeit wichtiger Gebiete zv diesem, Stäätswesen ist noch nicht f^stgcstellt. Hier sei an Ostgalizien, Minsk, Ä?ilna, Oberschlesien und anderes er« innert. In einigen dieser Gebiete, von denen keines eine sichere polnische Majorität hat, wird eine Volksabstimmung 'Über ihre Zugehörigkoit zu Polen entscheiden. Sind die Herren in , Marschau so sicher, daß sie die Stimmen der Juden erhalten werden, wenn diese aus dem Gesetze sehen, daß ihre wirtschäftliche Existenz in Polen bedroht ist? Und die Seimmev der Juden sind ausschlaggebend, in einer Anzahl dieser Randgebiete. Abgeordneter. G r ü n b a u m hat im ReichStäg aus diese' Tatsache hingewiesen. Leider ohne Erfolg! Zur.Labilität der äußeren Struktur gesellt, sich die bislang/noch garnicht gefestigte innere Konsolidität .dieses Staates. Ppken ist zwar unabhängiger' Sika/tt, 'jedoch/. seine Wirtschaft steht auf . schwachen Füßen. DaS Land hat durch , den / Krieg ungeheuer gelitten; seine- Hörigkeit gegenüber der 'Entente Dingt cs, noch weiter Krieg zu führen, wäs einer Konsolidierung der Wirtschaft gewiß nicht förderlich ijt. Das Land braucht Hebung der Wirtschaft und Stärkung der Finanzen. Eine Maßnahme, 'welche einen nicht unerheblichen Teil-her ^Bevölkerung, - und zwar nichtden wirtschaftlich, schwächsten, zum wirtschaftlichen Ruin bringt, muß auf den WirtschaftSstatirS dcö^ganzen Landes zurückwirken. Der neue Finanzminister, Herr Gra bski, hat sich den Vertretern de» polnischen Presse gegenüber sehr zuversichtlich übe.r die finanzielte Zukunft Polens geäußert, allordings eine günstige Ent, Wicklung der Fkinuize» an eine die Produktion ermöglichend« ausgiebige Kredilhilfc geknüpft. Glaubt Pplen, es sei kredit»

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