Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 338 (31.12.1919)
- Date
- 1919-12-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 338 Wien. Mittwoch W.ener MorgerrzeiLunx tzl. Dezember L919 /SeÜeL - .- ■ —..— - - ' - -■ - ---- . - Die Ernöhrung. Ansere Ernasirrrnq. ' Den einzigen Lichtpunkt in den EcrlährmrgsattZsichteri für die nächste Zeit bildet der Umstand, daß wir schon in den nächsten Tagen -— voraussichtlich Ende dieser oder anfangs nächster Woche — Brot besserer Beschaffenheit erhalten werden. Das Maismehl soll vorläufig nicht' ganz bei becBroterzrugung ausgeschaltet,. jedoch hö hstenS tm Ausmaße von 15 Prozent bei sonstiger Beigabe von Weizenmehl guter Beschaffenheit verwendet werden. Leider wird es aber auch in der nächsten Woche nur. möglich sein, die bisherige reduzierte Brotguote auszugeben. Wie lange diese Besserung des BroteS anhalten wird, läßt sich auch nicht sagen, da wir bekanntlich von der Hand in den Mund leben und nicht darüber informiert sind, welche Zuschübe wir für die nächste Zeit zu erwarten haben. Im übrigen hat sich die ,S ituatio n nicht im geringsten gebessert. Die auf den Märkten zur Ausgabe gelangenden gefrorenen Kartoffeln find sehr schlecht. DaS sonstige Anbot der Markte war in so ferne besser, als SS nebst den verschiedenen Rübeuacten auch Kohl in größeren Mengen und bessere Gärtnerzusuhren gab. Die Großmarkthalle bot nichts als bas rahonierte Rindfleisch und eine kleine Menge Schweinsi'nnereien. In bet Fifchabteilung tonten gesalzene Schellfische und Gardinen zur Ausgabe._ Abgabe von Kondensmilch. Vom Staatsamte für Volkscrnährnrig wird mitgeteilt: Zur Verbclierung der M'lkiiversorgnng der, Kinder in Wicn wird rm Anschlüsse an die nur 8. Jänner 1920 endigende Ausstabeperiode aus den zur Verfügung stehenden Milchwmcrr'cnvorrätm in der Zeit vom 4. bis 17. Jänner 1940 an die. Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre Kondensmilch abgegeben. Jedes Kind vom ersten b:s zum vollendeten zweiten Lebensjahre erhält drei, jedes Kmd vom zweiten dis zum vollendeten sechsten Lebensjahre eine Dose Kondensmilch zugewiesen. Zur Ausgabe-' gelangt diesmal für Kinder der Mindestbemittclten und der mit der Zusatzkarte für Arbeitslose beteilten Arbeitslosen gezuckerte Kondrnsvvllnulch zum bisherigen Preise von K 7.— pro Dose, lür dre übrigen Bezugsberechtigten ebenfalls gezuckerte Kondensmilch zum bisherigen Preise von 10.80. Die Abgabe der entfallenden Quote, die für Kinder vom 1, bis zum 2. Lebensjahre auf einmal oder in Teilmengen bezogen werden kann, wird gegen Vorweisung der Mtlebkorte und gegen Abtrennung der auf der Karte lür Mindestbemiitelle vorgesehenen, der Anzahl der verabreichten Dosen entsprechenden besonderen Kondensmilchabschnitte, beziehungsweise bei den anderen Bezugsberechtigten gegen Abtrennung einer der Zahl der Dolen entsprechenden Anzahl von Tagesabfchn ttcn der 151. bis 152. Woche/beginnend mit dem Montagsabichmtle der 151. Woche, ^folgen. 1 Erster Wiener Konsumverein. Die Abgabe der eingetrilten Waren erfolgt in dieser Woche für die drei Gruppen der Mitglieder Mittwoch, Freitag und Samstag. Zur Abgabe gelang«'«: Mehl, Margarine, Sardinen. — Fortsetzung der Eierabgabe Dienstag den 30. d. M. in den Magazinen 1, 7, 16 des I. Bez«rkes sowie in den Verschleißstellen^des .H, IN., IV und V. Bezirkes, ein Stück für die Person, in der gewohnten Weise. — In den Magazinen des *V. bis IX. Bezirkes gelangen ab 30. d. M. holländische Kartoffeln grgrn^Abschnrtt V unb G der Kartoffellarte zur Abgabe. Ucberdies können die Mitglieder sämlicher Bczrrke auf den Märkten auf G., und der Buchstaben kl und der Kai tvffelk.ntc polnische Kartoffeln. bcziebm. — In allen VerschlerMellen: Marmelade, Gemüse, Aepsts, Feigen, Nofincn, Maroni, Bäckereien, Tee, Rum, Punschessenz, Kognak, .Sliwowitz, Sauerkraut, Salzgurken, eingelegte grüne Fisolen. ' Wegen der Jnvenrursardciten bleibt die Webwaienableilung, i. Bezirk, Hohenstrufcngaffe 15, am 31. d. M. geschlossen. Lebensmittel für Angehörige Kriegsgefangener. Dre Hilfsaktion des Schwedisch n Roten Krru es für Oesterreich beabsichtigt, m der Woche vom 12. bis i7. Jänner dre Angehörigen „von Osfizieren und Mannschastspersonen, welche sich noch in Kriegsgefangenschaft befinden, mit Lebensmitteln zu beteilen. Angehörige der nichtaktiven Ofsisiere haben sich beim Verbände der nichtnktivcn Ossizicre, I., Stefansplatz 3, die der Beiufsossiziere beim Verbände der Berussmrlitärgcrg'sten. l., Schmarzrnbergplatz 1. und die Angehörigen der Mamischastspcrsonen bei der Intet esienvertretung der Mannschaiisperlonen der Staatsommission für Kriegsgefangene und Zivilinternlerte, VI., Gumpendorjerstraße 1, zu mcldtk. -; mim und Krmst. Kon-jerie. \ . französischen Kunst machten die Wiener Musiker in einem bon allen Offiziellen besuchten Konzqrt ihre «Aufwartung. Frankreich hat in De b ussti einen Künstler hervorgebracht, dem alles nachbetet, was ly deutschen Landen modern sein will. Das Muster-* bild dieser impressionistischen Art, die symphonische Dichtung „Das Meer" bildete den Hauptpunkt des Programms. Georg Szell war für die französische Freilichtkunst ein geistreicher Interpret, er ließ die vielfältigen, geheimnisvollen Stimmen der Brandung, das Flirren und Glitzern des Sonnenlichtes auf den Wellen, das .kraftvolle Wehen des Windes, den erfrischenden Hauch der Salzluft in Tönen lebendig werden. Berlioz' „Römischer Karneval" und Paul Dukas' hier längst bekannter „Zauberlehrling" kam in gleich erfreulicher Wiedergabe, zur Aufführung. Frau Olga Bauer- Pi leck a sang die interessante Jugendarbeit von Berlioz „Die Gefangene" und Leo Slezak fand den gewohnten Beifall auch mit Gesängen im französischen Urtext. Das äußere Bild des Konzertes war gekennzeichnet durch das ungewohnte Bild fremdländischer Uniformen und besonderen Toiletteprunk des Publikums. Die Philharmoniker haben sich Sonntag ganz der Klassizität ergeben- Dachs G-Moll-Phantasie und Fuge wär , in einer Bearbeitung von. Kapellmeister Re ichw ei n zu hören. Die Orch.stermuik wird durch diese Arbeit um ein dankbares Repertoirestück bereichert, dir Kunst um uich s Haydns J--gdchm', onie („Auf den Anstand") kam .o^ann zur ersten Ausführung in den philyaru.o..i chen Konzerten. DaS beglei.ende Cembalo. Mchte jeine ÄvieiuliventönL tu die Lltiräwki'che Mu'i*, versch rand aber gänzlich im Klingen des Orchesters, das Haydn in solcher Siä ke nicht vorgesehen hatte. E ne Virtnoseanunimer, ein Flötenlouzert von Mozart, gab Ary van Leeuwen Gelegenheit, seine unerroichba e Technik auf dem Lieblingsinstcument von einst glänzen, zu lassen. V-ethovens Leonore Nr. 1 beschoß das Kon ert, indem das O chester unter Weingartner Unvergleichliches leiste.e. Dr. K. M. Künftlerhmrs. Der Bildermarkt hat gute Konjunktur. Die WintecciuSstellung des Künstlerhauses wies, kaum eröffnet, eine Relordzahl an Verkäufen auf. .Fast jedes wertvollere Bild trägt den Vermerk „Angekauft". Ist es ein Wunder, daß das devalvierte Kapital Aulagewerte sucht, daß die Fremden die günstige Gelegenheit auSnühen, Kunstgegenstände zu erwerben, deren Preis vermöge der AusstellungSbedingungen durch zwei Monats stationär bleibt, obwohl der Wert des Geldes täglich sinkt? So kommt dies wenigstens unseren Künstlern zugute und man kann sich mit ihnen freuen, daß fast keiner unter den Ausstellern leer ausgegangen ist. Einer historischen Schau über die Hochblüte Wiener Denkmalkunst ist diesmal der Hauptsaal eingeräumt. Z u,mbusch, Kundmann und W e y r, deren Schaffen die wichtigsten plastischen Bildwerk der Stadt Wien aus neuerer Zeit hervorgebracht hat, sind während des Krieges gestorben. Zeit a'.so, ihr Andenken wieder in Erinnerung zu rufen. Die Entwürfe zu den wohlbekannten Themen: Beethoven-, Maria Theresien-, Radetzky- und Albrechts-Denkinal von Zum-' b u f dj, Schubert-, Grillparzer-, Hämmerling- und Tegetthoff- Denkmal von Kund mann, Brahms-Denkmal, die „Herrschaft zur See" von Weyr, wecken naturgemäß das größte Interesse. An tausend Nummern beherbergen die übrigen Raume des Künstlerhanses. Ueber hundert Werke allein umfaßt die Nachlaßausstellung A. H. S ch r a m m s. Ein Makart seinen malerischen Einfällen nach, ein Dekorationsmaler, der Riesenflächen ausschmückt, zeigt er gleichwohl feine volle Kraft nur in kleineren Bildern und Studien. Die Auktion dieser Werke, die im Februar stattflndet wird sicherlich den Eifer der Sammler entfachen. In den übrigen Räumen hebt sich noch eine Gruppe scharf hervotz. die „Unabhängigen", deren Mitgliederzahl seit der ersten Ausstellung erheblichen Zuwachs erhalten hat. Karl Reigen erscheint hier als die interessanteste Erscheinung. Seine Kompositionen packen durch kühnen Aufbau des Entwurfes und die Schlagkraft der farbigen Gestaltung. Erika d'Alber t ist diesmal nur mit einem kleinen Entwurf repräsentiert. Die berühmten Namen sind vertreten durch: I e h u d a, Epstein, der ein interessantes Selbstporträt und Studien aus Italien ausstellt; Oskar Larsen, dessen mythologische Svenen in flüchtig erscheinender Technik feinste Stimmungsreize auslösen; Pick-Morino mit kraftvollen Stilleben; Karl Fahring er mit exzellenten Tierftudien; Otto Her sch l, K. L. Prinz, Fritz Rejka, Lazar K re st in u. a. m. Die großen Effekte vermißt man, die Aufmerksamkeit konzentriert sich darauf, aus der großen Masse einzelnes Wertvolle hervorzusuchen; hier seien zwei Studien von S. Zorn erwähnt, scharf beobachtete Geureszenen, die der Künstler aus der Gefangenschaft heimbrachte. Die Arbeiten von Wilhelm Legler, Franz T. Weidinger, Josef Köpf, Heinrich Tomec sind derartige, durch persönliche Eigenart hervorleuchtende Arbeiten. Die Graphik ist ein wenig stiefmütterlich behandelt. Otto Trauners Radierungen finden hier besonderen Änwert. Die Phantastik Artur Paunzen findet keine künstlerische Form für ihren Gedankeninhalt. Hübsch, wenn auch im Nahmen des Konventionellen, die Blätter von Oskar Stössel. Neben den großen bildhauerischen Werken des Hauptsaales findet man' vereinzelt noch plastische Arbeiten, so ein fein behandeltes Porträt der Frau E. Karau von Scholz, eine Holzskulptur „Europa" von ungewöhnlichen -Dimensionen, die Josef Furthner dem für solche Vorwürfe schwer zugangluhen Material abgernngen hat. Der Opferwille, sich der durchdringenden Kälte der Ausstellungssäle auszusetzen, wird auch in dieser Ausstellung gelegentlich seinen Lohn finden, wenn auch in der Hauptsache Marktware vertreten ist, die von der Weihnachtszeit hcrvorgelvckt wurde. _ —l. Aus den Theatern. Im 28 r e n e r S t a d t t h e a t 11 feiert das Lustspiel „Ein Freund der Frauen" de» femmos“) van Alexander Dumas, das auch heute am Sllvesterabcnd Beginn 7 Uhr. Ende */<M> U(n) gespielt wird, morgen Donnerstag den 1. Jänner 1920 das Jubiläum der 25. Ausführung. Die Besetzung mit Josef I a r n o in der Hauptrolle ist dieselbe geblieben wie gelegeutlicb der Erstausführung. Nur dre Rollen des Leverdet wurden mit Viktor H a r 1 b e r g vnd der Frau Leverdct mit Irene Kraus neube^etzt. — Montag den 5. Jänner wird rrn W r e n e r Stadtthealer zum ersten Male „D r e l u st i g e n W e i b e r v o n W i n d s o r" gespielt. Hans M a r r gibt. den Falstaff, Hansi Niese dre Frau Page. In der Renaissance-Bühne sDirektion Harry Waiden^ gelangt am NeujahrStag um */,3 llhr nachmittags bei Nachmirtagspreisen der lustige Schwank ^.D i e bessere Hälfte" zur Aufführung. DaS Abendrepenoire dieser Woche bringt das tägliche Auftreten Harry W a l d e n S. Im A k a d e m i e t h e a t e r lAkademie für Musik und darstellende Kunst. Konzerlbaus. Emgang Lisztstraße 3) finden SamStag den 3. und Sonntag den 4. Jänner zwei Gastvorstellungen drS N r u e n Theaters unter der künstlerischen Leitung Alexander Jarays statt. Samstag den 8. Jänner gelangt Moliöres ,Der eingebildete Kranke" und Sonntag den 4. Jänner JbsenS ^Komödie der Liebe" zur Aufführung. Das Neinerträgnrs streßt ungclmzt der Wiener Rettungsgesellscha't zu. Karlen bei Kehlendorfer, I., Kr-ugrrstratze Nr. 3, und bei Glück, Ro<enturmstraße 19. SichersteSeeng -e- Salzburger Mozarteums. Bei einer in Anwefeubert des Staatssekretärs Dr. Ramel stattge'rmdcncn Besprechung von Vertrciern der Landksregre ung. der Stadtgememdr und des Kuratoriums des Mozarteums, dessen Gebarung ein Defizit von K 160000 au'we,st und dessen Kuratorium d e m r s s r o n r e r 1 hat, wurde beschlossen, daß Staat Land und Stadt das Mozarteum vorläufig übernehmen. Brö zum Schluffe des^2 chuljahres find alle Maßnahmen getroffen, um das Institut auf eme sichere Bafis zu stellen. Staat, Land und Stadl führen mit dem bisherigen Kuratorium die Geschäfte werter. Der Gemeinderal hat eine Subvention von 8 fiO.Oe.0 unter der Voraussetzung einer doppe>t''n Subvention anS Sr.ra^-M'lteln bew llrat. * Tod eines italienischen MvsikästhetikerS. In feiner Vaterstadt Rimini wurde dieser Tage der italienische Musikasthetrier und Korrrponisi Amintore Galli zu Grabe getragen. Er hatte im Musikleben Italiens während der letzten vierzig äo&r* eine arosie Rolle Lsivielt, nicht so sehr alausübende?; Schreit Leopold Steinhart, Wien,!., Biberstraße S. - 40r»/8 i ii IftfijjiBfr Größte Auswahl! Billigste Preise I Komponist, sondern vielmehr als Verfasser interessanter mu?!» geschichtlicher und musikästhetischer Schriften, als Leiter vou Musik,A>»'richriften, als. langjähriger Kritiker des „©eeolf* und besonders als Sekretär des Musikhauses Sonzoan». In dieser Eigenschaft hatte er bei den verschiedenen mufik«li>- schen Wettbewerben des Hauses wichtige Aufgaben zu, erfüllen und ihm war in erster Linie die Entdeckuntz M a s c a g n i s Zuzuschreiben. Von seinen Kompositionen wurde die von ihm vertonte Arbeiterhymne, dersw Worte von Turati, dem Altmeister des italienischen Sozialismus. herrührten, weltbekannt. Seinen Opern wurdä freilich nicht das gleiche Schicksal zuteil. In Italien wurden sie in einigen Städten aufgeführt. Ihrer zwei, »Casar a«r Rubikon" und ..David", zeigten Galli als Vertreter der altei^ melodischen Schule Italiens, der aber bemüht war, die Neue» rungen moderner Orchestertechnik zur Anwendm.g zy bringen. Wiedereröffnung des SalonS der Nnabhäuglgrn kn In Pai.rs wird im Jänner der »Salon dcS JndependantS^ wieder eröffnet werden, der seit sechs Jahren geschlossen watx Der Salon wird im Grand-Palais abgehalten und zwei Monate offen bleiben. Die Mitglieder der Eomädie ^rarrenise gegeu napoleonische Hausgesetz. Französische Blätter melden, da» die Mitglieder t er Pariser C o m 6 d i e F r a n c a i s e tzegeu den neuen Direktor, Albert C a r r ch von tiefem Unwillttl nfM sind, da er das von Napoleon eingesetzte Verb # fsr welches den Schauspielern das V e r s ü g u n g s r e ch t fifcetr lhrr freien Tage zur E r z i e l u n g p e r s ö M l i ch e r Gewinne nimmt, zur strengsten Srnbastirntz neuerbrnoS in Erinnerung brachte. In den Tagen der Direktive« Jules C l a r e t i a s, der den Dnekrionsposten 28 Jahre imir hatte, wurden den Schauspielern Bewilligungen, auch anders»»^ zu fprelen, weitgehendst erterlt, so daß dre populären Mrtglrede» »Socieläre" der Comädir Francarse ihr offrzielleS Einkommen leicht verdoppeln konnten. Sport. Syielverbot für die ungarische» Spider. In der am Montag stattgefunbenen außerordentliche« DorstandSsitzung des Oefterreichischen FußLallverbandeS laß! baS Antwortschreiben des ungarischen Verbandes tn Angelegenheit der Spietbewilligung für die in Wien weilenden ungari-z scheu Spieler vor. Die Antwort der Ungarn war alles eher altzi höflich, ihr kurzer Sinn war Spielverbot. Am Schluffe wurde noch mit dem Abbruch der Beziehungen gedroht, fatl^ sich der Oesterreichische Verband nicht fügen würde. Der Vorstand beschloß auf Antrag des Vorsitzenden^ Dr. Abeles, das Spielverbot zur Kenntnis zu nehmen, tva^ der bei der Sitzung anwesends Vertreter des ungarisch^ Verbandes, Dr. Fodor, gleich mit Befriedigung entgegen-, nahm. Gleichzeitig wurde aber beschlossen, nochmals umjj. die Freigabe der einzelnen Spieler und um separate Br-i Handlung jedes Falles zu ersuchen. ,| Bon dem Spielverbot werden die Spieker Platk» amif. Ging (W. A. F.), die Brüder Konrad (Amateure) Neufeld und M olnar (Hakoah) betroffen. „j. Zwischen den beiden Verbänden-dürfte folgendes KarkM Verhältnis vereinbart werden: Uebersisdelt ein Spieleo ück das andere Verbandsbereich, so ist um seine Freigabe zusuchen. Wird diese gewährt, so tonn sich der Spieler «aM Ablauf von vier Wochen sportlich betätigen, wird aber di« Freigabe versagt, so erhöht sich die Frist auf sechs MonatrÄ Bei den in Frage kommenden sechs Spielern, von dene« übrigens Platko bereits nach Budapest zurückgekehrt rst,wurbq zum erstenmal anfangs November um die Freigabe angesucht^ so daß sie nach der erfolgten Ablehnung erst im Mai spiele^ dürfte. Man darf aber annehmen, daß die Ungav^ ihren ersten Beschluß revidieren werden, was schon daraus hervorgeht, daß sie eine nochmalige Untersuchung verlange haben, die feststellen soll, ob die Spieler in Wien geordnetes Berufen nachgehen oder Professionals sind. Luftverbindung Kaplan-—Kairo» Berlin, 30. Dezember. Nack» Dläitermeldungen wird « diesen Tagen eine regelmäßige Luitverbmdung von Kapland imm$ Kairo eröffnet werden. Die Luitrerse vom Kap nach Aeghptetk wird fünf drs sechs Tage dauern, während man bisher sowohl aus dem Landwie aus dem Seewege drer bis vier Wochen üt» braucht hat. ’ Sportklub Hakoah, Wien. Touristik- «nß Ski-Seklrsn. Donnerstag den 1. Jänner UebnngSrm» Tvurkulaufeu. Treffpunkt 9 Uhr Irüh an der Kreuzung deS und S9er--Ä.'agrn8. (Konfumverein.s Proviant iür den gavM Tag, Doppclstocke. Freitag den 2. Jänner, 6 Uhr abends. Mi» trockenkurs im Caf6 Crry. I., Werdntorpasse S. Skier mit gM passenden Schüben mrtbnngcn. 1. und 2. Februar 1920 Tourep» knrs m Mönnichk-rchen. Anmeldungm werden-im SekretariaiL . l., Werderlorgaffe 8, bis 8. Jänner entgegengenommen. gegm eine Einlage von K 50.—, welche dann verrechnet werde«. ,-V H o ck e v ' S e k t i o n. DaS ittc Freita« angesagte Tra«mg entfällt. Donnerstag den l. Jänner. V,6 Uhr nachmittaßs, geselliger Klubabend im Caf6 ArlaShof, l., Wiesingerstraße» H M u s i k s e k t i o n. Morgen den 1. Jänner, p r ä > i s i */s 10 Uhr vormutags, Gesamtorchesterprode r« BereinSsE dS KonzerihauseS, l., Heumarkt, ßioten mnbrrnge». z Von der Hakoah. Dr. Fritz Spitzer, baS verdienst volle Ansichnßmitglied, Kat durch den Tod s«ueS Vat»S ei»H schweren Verlust erlitten. L-'rnhard Spitzer zählte m den irrneiM» Anhängern deS Vereines, lehlte der keinem Fnßbaawrttspiel. Dbi Spieler verlieren an ihm einen väterlichen Freund. — J8?.o Gans^ der ausgezeichnete Zentcrstürmer, mnßee sich vor einigen Tagen ,meß Overatrön urrterz ehen. da eine KriegSwunde neuerlich aufgedroch«^ war. Gans! ist bereits auf dem W ge der Besserung. —e L um ek, der in rmrm Mcister^chastssprel der Reserven 60$ geschlossen wurde, rst ad 15. Februar auf 4 Wochen d«Squalisrp«l worden. — Ä)irt R e tt f e l d und M o l n a r kann dre Fuß« ballsekiion bis auf weiteres nicht rechnen, da ihnen» wre eben ausgcführt, die Sprelbewrll'guntz versag! wurde. ] Der Sportplatz Hohe Warte. Der Wiener Fußboll^ sport erleidet einen schwere« Verlust, da der Sportplatz H»hi! Warte abgetragen wird. Eme Filmgesellschast hat das Terrn^l erworben, die den First Vienna Fovlball-Ciub, der durch fast eut Birr lcljahrhundert Pächter des Platzes wär, zur Räumung zwüiHj Auch uns rft die Anlage nicht gleichgültig gewesen, war m doch im Jahre 1919 der Schauplatz deS großen Spvrifostrs attz läßlich deS KvnifirnkovgrrffiS. Auch die H.rk»ah hat meßrrq Jahre aus der Hohen Mruir chre WvrAprele miSathAArtit