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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-31 · Heft 338 (31.12.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 338 (31.12.1919)
Date
1919-12-31
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 338 h Wien. Mttwoch Tagesbericht. i , ' Mf dem-Wege nach PalLstina. -Die LLiigsteit des Wiener Psläsiinaomtes. — Wiens Veveutung für die Zuderrfrags. — Das Agrarvregramm. —- Eine Bolksorrleihe. — Die Fahl der Anmeldungen. — Dse „Kffaknzirn". Unter dem Eindrücke der westgalizischen Pogrome entband innerhalb der Wiener zionistischen Parier Ende.1918 das Wciensr Palästinaamt. Es liegt (nurimehr in Weiter Auflage) der erste Jahresbericht vor, den der verdienstvolle Leiter Herr Dr. Emil Stein erstattet hat und aus. dem schon jetzt nicht nur ersehen werden kann, wie brennend die Palästinafcage für die Judenheit geworden ist, sondern vor.allem auch, welche grotzeBedeutung Wien für die Emigrationsfrage zukommt.. Die Judenwanderungdie in noch nicht dagewesenem Matze bevorsteht, muß nämlich, so lange, der Hafen . von Odessa.: infolge . des Nachkriegszustandes nicht erreichbar - bleibt, .über Wien gehen .und es kommen! nicht nur die - Palästiuaemigranten in Betracht, sondern-auch -die Binnenwanderung und die in andere überseeische Länder, für welche Wien ein n aturlicheS Zentrum sein wird. Der Jahresbericht nennt alle jene großen Institutionen, welche für die Bewältigung dieser bevorstehenden Aufgaben zu errichten sein werden und scheidet einleitend alle jene Maßnahmen aus, welche nicht der Palästinaarbeit dienen und einem gesonderten gemeinsamen E M i g r a t i o N S amt zuzuweisen sind, dessen schleunigste Errichtung gefordert wird. Wichtig ist die Stellungnahme des Wiener Palästinaamtes zum Agrarprogramm. Es wird dahin-präzisiert, daß möglichst die intensive landwirtschaftliche Eigenarbeit zur .Grundlage der Palästinakolonisation gemacht werde. Palästina soll der lebendigen Arbeit' gehören. Jeder Jude hat bas Recht auf Anteilnahme an dieser Arbeit. Der; Arbeit gebührt ihr voller Ertrag. Das Eigentums- und Berfügungsxecht über den Boden mutz. dem Volksganzen Vorbehalten bleiben und zumindest privater Großgrundbesitz permieden werden. Für die Finanzierung des Siedlungswerkes schlägt das Wiener Palgstinagmt .-die Aufnahme einer großzügigen Volksanleihe vor und erwartet im übrigen, daß das Direktorium des jüdischen Nationalfonds ehestens ein groß- Zügiges Ländkaüfprögrämm aüSarbeitet und veröffentlicht., Neben der landwirtschaftlichen Besiedelung fordert der Jahresbericht, datz die zionistische Leitung.tatkräftigst alle indu- Striellen, kommerziellen, v e r k ehrstechnischen '/und kulturellen Betätigungs gebiete in Palästina erschließe. DaS Wiener , Palästinaamt hat im eigenen Wirkungskreise unter dem Vorsitz Johann Kremenetzkhs eine technische Studieygruppe,.ins Leben gerufen, die bereits wandwerker» und' Kunstkurse errichtet üstd für die UnterbcriUgung . von Zöglingen in verschiedenen Betrieben gesorgt vat. Auch - über 8aS Handelsreferat des Palästinaa'ntes, die sanitäre Gruppe, die sich insbesondere die wissenschaftliche Vorbereitung von Aerzten für Palästina zur Aufgabe gestellt hat, ferner' über die Arbeit des Wiener Ausschusses für Palästina-Forschung und über die bereits -sehr gedeihlrch wirkende Palästina-Transportgesellschaft' enthält.der Jahresbericht erfreuliche Daten.- - : t Um einen Begriff von der Tätigkeit des, Palästinaamtes »ir geben, sei erwähnt, daß sich bis Juli 1919 nicht weniger als 10.591 Personen bei dem Wiener Palästinaamte für die Emigration nach Erez Israel vormerken . l i e tz e,n. Bei der ungemein wichtigen Arbeit der Erfassung deS nach Palästina strebenden Menschenmaterials wird das Prinzip' grotzter Sorgsamkeit und. Individualisierung angewendet, upr die Emigranten sofort an. den richtigen Platz zu chringem Mit dankenswerter Energie hat sich das Wiener Palästinaamt der „wilden Emigration" entgegengestellt und durch systematische Aufklärungsarbeit viel Unheil hintangehatten. Besonders interessant sind die Ausführungen. des Gerichtes über die Vorbereitung der Umschichtung, die Förderung der landwirtschaftlichen Schulung und die Erziehung von Frauen für die Arbeit in Palästina. Es ist schon.in breiter Oe ffentlichkeit bekannt, datz durch Vermittlung des Wiener Palästinaamtes zahlreiche junge Juden in Oekonochien auf dem flachen Lande untergebracht wurden.. Diese Wischen Landarbeiter, die Chaluzim, versehen ihre Ärbeit zur größten Zufriedenheit und werden in absehbarer Zeit nach Palästina übersiedeln. Zum Schlüsse betont der interessante und lebensvolle Bericht , die Notwendigkeit, den Grund und Boden zu sozialisieren und entscheidet sich siir die genösse ns ch a f t l i che Betriebsform des Ackerbaues. Es ist zu wünschen, datz diese wichtige Schrift weiteste Eerbreitung findet. Sie ist ein Zeugnis für die, ernste verantwortungsvolle. Arbeit des Wiener Palästinaamtes und wird werbend, wirken. . "Die'Vision von Nemirow. Einö tragische Episode aus dem Leben Malflrs. In einem Referate, das jüngst Zabotinski in Jerusalem Über Vialik hielt, erzählte e? daS folgende Erlebnis des großen Dichters, daS, wie Zabotinski behauptet, nicht wenig dazu beigetragen haben soll, datz sich seiner jene Depression bemächtigte, die allmählich'in stumme Nesignatwn überging. '' ES war in jenen furchtbaren Tagen, da sich der jüdischen Intelligenz und Arbeiter unter dem unerträglich gewordener! Drucke, der zaristischen Bureaukratie eine Empörung-bemächtigte^. die in der grandiosen „Vision von Nemirow" Bialiks überwältigenden Ausdruck fand. In einem Odessaew GasthnirS war eine Gesellschaft Intellektueller zu einem Ge--^ dunienauStansch versammelt. Bialik war auch anwesend. Die Stimmung war eine sehr gedrückte. Da trat ein junger ^,'iüui <ra5 der" Gesellschaft in die Mitte de- Zimmers und d'eüamiKxte die Bialiksche große Strafpredigt über Neinirow in Wiener wkorgenzerruttK Roch Henlle befteKen Sie ein AbonnemenL auf die „Wiener Mvrgenzeitung" in der nächsten Trafik. wr Von morgen ab wird die Anstellung ins Haus aufgelassen . * W 1. Jänner 1920 haben folgende AbonrmnenLgebühren Geltung: . . > Für Wien zum Abholen in der VerschleWelle oder im ExpeditionSlokal: 5 . monatlich -.».» «. K. 12^— vierteljährlich ..... n 36.— Mit Postversand für Wien und Dentschösterrerch: monatlich ....... K. 13^— ' Einzelexemplar .... „ —.80 Für die Tschecho-Slowakei monatlich 9 Kronen tschech sicher Währung. Für Poley und Ungarn tnonatlich 13 Kronen in der entsprechenden Währung des Landes. Für Dcntschland vierteljährlich 15 Mark „ Italien n 9 Lire . ,f die Schweiz * 6 Franks „ Frankreich „ 9 Franks n Holland tf 3 holländische Gulden Wir ersuchen unsere Monnenten, die Erneuerung rechtzeitig vorzunehmen, damit die Versendung des BlatteS* keine Verzögerung erleide. „ Jenen Beziehern, die mit der Geldüberweisung Schwierigkeiten haben, versenden wir das Blatt gegen ''«achträgÜche^Berrechmmg.; . OesterreichischtS Postsparkassenkonto 150.693, tschechischeS Postsparkassenkonto 150.693 der Postsparkasse in Prag. Geldüberweisungen ans Polen: Wiener Lombard- und Eskompkebank, Filiale Krakau, Rynek 12 (mit dem Vermerk,,sür die Wiener Morgenzeitung"). Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung" Wien, 2. Bezirk, Taborstrafie 1—3, Telephon 44-0-38, 43.3-19. russischer Uebersetzung. War auch die Uebersetzung keine ausgezeichnete, so war doch der Eindruck des Vortrages auf die Anwesenden ein niederschmetternder. Stnißm erregt saßen die jungen Menschen, sinnend, über all das, was sie soeben seelisch erlebt hatten, da kommt plötzlich die Meldung, daß , das Lokal,,in dem sie Jidj befanden, von den Schergen Nikolais umzingelt wurde. Maü wüßte, was das zu bedeuten habe: Oblawa! Ueberfall der Polizei! Rasch entschlossen nahmen die Anwesenden ihre Plätze an den Gasthaustischen ein, wie wenn sie zu einem Gastmahl zusammengekommen wären, eine furchtbare Lustigkeit , wurde zur Schau getragen, die Gläser klirrten, man, sang, johlte, und schließlich ging ein Tanz loS, ein Tanz, wie er unfreiwilliger, innerlich trauriger wohl noch niemals getanzt worden ist. Inmitten diesem irreführenden, betäubenden Wirbel stand Bialik blutenden Herzens, mit seinem jammervollen Gesichtsausdruck ein Verräter der traurigen Komödie. Im letzten Moment würde er von einem resoluten jungen Mädchen gewaltsam aus seinen Träumen mit in den allgemeinen Wirbel fortgerissen und wie in einem Opiumrausch tanzte Bialik lustig, ausgelassen, wie die anderen ... Die Situation war gerettet e.. . . AMsemitifche VoWtveue. Berlin, 30. Dezember. Die beutschnationale antisemitische, Agitation wird bekanntlich in Deutschland und Oesterreich mit dem Gelbe der deutschen Schwerindustrie betrieben. Die Schwerindustriellen überschütten diese Länder mit den Plakaten und Aufrufen vom „Schmachfriedon-Judenfrieden". Von ihrem Gelde fristen die Anttsemitenblätter ihr Dasein. Sie> haben sich den Beweis, daß die Juden Deutschland verraten haben, viele Millionen kosten lassen und geben viele Millionen her, um Haß gegen Frankreich und England zu predigen. Wieviel ehrliche Ueberzeugung hinter dieser übernationalen Hetze steckt,' geht aus einer Meldung der «Frankfurter Zeitung" hervor: . In der Hauptversammlung der Arbeitgeberverbände von Mainz und Wiesbaden und Umgebung hielt Dr. Brehm einen Vortrag über die Gesetzgebung seit der Revolution und ihren Einfluß auf Handel und Industrie. Der Vortragende forderte die Unternehmer zunr Widerstand gegen die Flut von Verordnungen auf sozialem Gebiet auf. und erklärte, nach einem Vortrag im Saargebiet habe ihm ein anwesender französischer Offizier versichert, das BetriebSrätegesetz werde im Saargebiet nicht zur Anwendung gelangen. Der Redner schloß mit einer Ermunterung zum Kampfs gegen Berlin Um das Betriebsrätegesetz und gab der Ueberzeugung Ausdruck, datz die Alliierten ihre Unterstützung den gewerblichen Kreisen nicht versagen werden. — Gegen die Verordnungen der eigenen deutschen Regierung wird Widerstand proklamiert. Die Alliierten, die bisherigen LandeSfeinde, werden um Hilfe gebeten im „Kampfe gegen Berlin und das BetriebSrätegesetz"!' Gestern. erst hat sich Herr Nießer entrüstet, weil von den Rechtsparteien gesagt ward, daß' ihr vaterländisches Pflichtgefühl aufhöre, wo ihre Geldm teresscn änfangen. Herr Nießer steht an der Spitze des Hansabundes, der bishev eine wirtschaftSpolriische Organisation war und sich jetzt als einseitigen „Schutzbund des Unternehmertums" proklamiert hat. Was würde dieser Unternehmerführer gesagt höben, wenn Arbeiter eS über sich gebracht hätten, die Entente gegen das eigene Volk und die Politik seiner Mehrheit zu Hilfe zu rufen? Er würde übergekocht haben vor Abscheu und Empörung und hätte die Leute wohl Landesverräter geheißen. j Me der Aerzte. In einer zahlreich besuchten Versammlung der ..Wirtschaftliche« Orgauijatron der A«r,;te Wiens", Sektion 2, welche gestern im Hotel Coirtiuental stattgefündon hat, schilderte l Dr. Strrvko dir maLerielle Notlage des ärztlichen Standes, welcher heute den Kampf nur um die nacktesten Notwendigkeiten des Lebens führt. Dr. Jaro Hecht res« rierte über die neuen „Durchschnittspreise" der Honorarewelche in den b e v o r st e h e n d e n I a h r e S r e ch n u n g e n zur Geltung kommen und hielt es für notwendig, die D« völkerung zumindest über folgende Tatsachen aufzuklären« Trotz der mehrhundertfachen Verteuerung aller Bedarfsartikel des täglichen Lebend bedeuten die neuen „Richtpreise" nur eine fünffache, dabei aber bloß nomü nelle Erhöhung der Friedenspreise von 1914. Es müsse auch betont werden, datz die neuen Honorarsätze keine „Höchsts preise" sind, sondern nur den Durchschnitt bilden der in den einzelnenBezirken üblichen verschiedenen Honorare. Eine Neuerung erfolgt auch dahin, datz von nun an sämtliche Aerzie ihre Honorarnoten vierteljährlich ausfenden werden. Demission des Lovzer GerichtspriifidenLen Dr. Kohn. Aus War schau wird berichtet: Der Präsident des Lodzer Bezirksgerichtes, Dr. Adolf Kohn,. hat aus seine Stelle resigniert. Diese Demission ist ein Erfolgs des Abgeordneten Pichno, dessen Quertreib-tteien die Richter Und Gerichtsbeamte in Lodz in einem Grade verhetzt hattenj daß diese beschlossen, in den Streik zu gehen, ^wenn Dr. Koyn nicht von der Präsidentenstelle amoviert wird. Dr. Kohn mußte schließlich einsehen, daß er bei der Regierung gegen diese Wühlereien keinen Schutz findet und ist dem Streit durch seine Demission zuvorgekommen. Die Nationaldemokraten nützen, wie man sieht, ihre Macht, die durch ders Eintritt in die Regierung noch mehr angewachsen ist, weiblich aus und gehen in der Durchführung ihres Programms, das im Wesen in der Ausschaltung der Juden aus dem össendlichen Leben besteht, mit unerbittlicher Konsequenz vor. j Der Fall Dr. Kohn hat aber noch eine besondere Be" beutung. Dr. Adolf Kohn gilt nicht nur als ausgezeichneter Jurist, sondern ist auch einer der eifrigsten Führer der polnischen Assimilanten. Er versäumte reine Gelegenheit, zu betonen, daß er sich als Pole mosaischer Konfession fühle und als vollwertiger Pole genommen werden wolle. Nun habe» ihm, die Polen ihre Alntwort erteilt: sie wollen den Doktor! Kohn einfach , nicht als Polen. anerkennen, verzichten lieber! auf seine, wie allgemein anerkannt wird, ausgezeichnetest öffentlichen Dienste, als daß sie zugeben, daß ein Dr. Kohn oder welcher Jude immer, Pole sei, her aus eine öffentlich« Stellung im polnischen Staate Anspruch erheben kann. Die Demission des Gerichtspräsidenten Dr. Kohn ist ein groper Erfolg der rechtsstehenden. Polen, und eure, herbe. Lektion für die Assimilanten./ -' .;m , Bestimmungen für die Silnefterfeier. Bon der Erwägung geleitet, daß lärmende Kundgebungen-auch aus Anlaß der diesjährigen Silvesterfeier weder dem Ernste der Zeit noch der schwierigen Wirtschaft, lichen Lage in Wien entsprechen, hat die Polizeidirektiov nachstehende Anordnungen, zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im allgemeinen und insbesondere im ersten Pezirke getroffen: 1. Das verkehrstorenden Stehenbleiben oder Gehen in Reihens Gruppenbildungen sowie Ansammlungen jeder Art sind verboten. - . 2. In der. Kärntnerstratze, in der Rotenturmstratze, aus dem Stefansplatze und auf dem Graben dürfen nur die in der Gehrichtung linsseitig gelegenen Gehwege benützt werden.- . Auch in asten, anderen Straßen ist die Gehordnung genau ehn zuhalten. Die Stratzenfahrbahn soll seitens der Futzgünge, nach Möglichkeit überhaupt gemieden werden. Das Aeberschreiten der Fahrbahn in den vorgenannten Straßen ist nm an den von den Wachorganen bezeichneten Stellen' zulässig 8. Lärmende, die nächtliche Ruhe und Ordnung störende Kundgebungen sowie Unfug aller Art und jeglichi gegen den Anstand verstoßende Belästigungen auf der.Straße sind untersagt; auch ist das Singen und Musizieren-aus der Straße sowie auch ansonsten Zolles zu unterlassen, was zu großen Ansammlungen Anlatz geben oder die Verkehrs., sicherheit gefährden könnte. Den Weisungen der Polizeiorgane mutz ohne Weigerung iznd ungesäumt Folge geleistej werden. Gegen Widerspenstige wird mit der Arretierung vorgegangen werden. "■ Üebertretnngen dieser Anordnungen werden, wenn nicht ein ftrafgesetzlich zu ahndender Tatbestand vorliegt, mit Gell: bis zu 200 Kronen oder mit Arrest bis zu 14 Tagen Qe* ahndet werden. ' ' Die Verkehrssperre, Heute findet im Staatsamt für Verkehrswesen eine Sitzunstatt, in der eutschieden werden wird, ob dre Verkehrssperre auch nach dem 1. Jänner aufrecht erhalten werden wird.' Bisher rst, wie das Staatsamt für Verkehrswesen m'üteilti an hiesiger staatlicher Stelle noch keine Verständigung über du Zuweisung, der 6000 WaggonZ auZ Frankreich an die Tschecho- Slowakei erfolgt. __ . Die Kohrennot/ Die Kohlenfituation ist andauernd s ch l ech t. Die Ein» läuft sind, wie von zuständiger Seite versichert wird, sehr minimalj sie bewegen sich u n t e v-b cm alltäglichen schlechte, Durchschnitt. Die Hoffnung auf eme Pcsserung ist gering im Gegenteil, der Ausfall in der Förderung 'während der Feiert tage wird sich jetzt erst sühlbar machen. Für den gesicherten Betrieb der städtischen Elektrizitätswerke bei steht, nach einer Mitteilung der Direktion der Werke, vorläufig keinj - Gefahr. Die Gefahr einer Einstellung des Betriebes besteht aber weiter, wenn die Kohlenrinläufe sich nicht bessern, weil das Elektrizitätswerk dann nicht genügend versorgt werden kann. - Adolf SöandsSLrftLmg. Wir erhielten für die Adolf Stand-Stiftung der „Wienet Morgenzeitung: Bon Bernhard und Gusti Lnwisch K 100.H E. Bartfeld K 100.—, Markus Neumann K 100.—. 'Lazaj Landler K 100.—. Bisherige Gesamtsumme: K 8530.—. u Die Auswarrderrmgsbewegrmg in Pslerr. . Der von einer Reise in Polen zurückgekehrte/ Direktor der «merika urschen Nation albani, Mr. El-enbogen, mach ft dem Kvpcnhagener Berichterstatter des Londoner Jüdisches Korrespondenzbureaus die Mitteilung, daß es auf Gruns seiner Besprechungen mit dem Warschauer amerikanische, Gesandten, dein amerikanischen Konsul und dem polnische« Ministerium des Aeußem möglich sein werde, die Einreisft betvilligung für alle jene jüdischen Personen, deren Bäten beziehungsweise Männer in Amerika lebeft binnen knrzem zu erlangen. Mr. Elenbogen, desse, Reise hauptsächlich den Zweck hatte, die jüdische AuSt wandernngsfrage irr Polen zu studieren, berichtete weiter, das der erste Transport solcher Auswanderer bereits übe» Frankreich nach Amerika abgegangen ist. Am 8. Jännet m «in Schiss in Danzig ftill'.q. ens welchem nu-e größt Zahl- Polen aus Amerika die Heüilrr.i'k! uuternehme-l unt es iss Aussicht Vorhände»:, daß dasselbe Kchifs auf seines

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