Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 337 (30.12.1919)
- Date
- 1919-12-30
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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V- I ■ ' Seite 2. .Wien. Dienstag »- '' ,'! v ■ ■' i1 'r 11 ,r' brr zu zwet Dritteln vom Abgeordnetenhause und zu einem Drittel'vom Senat gewählt ist. Dieser Ausschuß beaufsichtigt jlmchdie'RegierüngZ- And Exekutivgewalt. * '; <Äex Präsident der Republik kann nur zweimal hinterkinaM:r gewählt werden^ und ist bloß für > Hochverrat verantwortlich. , ' \ i Spricht däS Abgeordnetenhaus der Regierung das Mißtrauens aus.'oder lehnt es einen NegiernngSantrag betreffend eine HerttauenSkundgebung ab/ so muß die Itögierung zurstcktretem - Dis Trennung von Staat und Kirche wird durchgeführt:'' 'Jede gewaltsame EntnationalssierU/Ng ist verboten und unt:r Umständen strafbar. Die tschechoslotv.^lk L sch.e .Sprache wird offizielle Sprache der R uplubl-ik.^nd die Ursprache , der Gesetze, Staatsverträge und Erlässe der Regierung. Sie ist die oberste Amtssprache aller staatlichen Aemter sowie der Wehrmacht und der Geld- Wirtschaft: Sie ist obligatorische? Lehrgegenstand an allen MitteWuleii'. Sämtliche autonomen Behörden ünd öffcittlicheth MrHmschafkn sink verpflichtet, mündliche und schriftliche Eingaben in tschechischer Sprache anzuuehmen. Den Angel'yriM. W übxigen Rationalitäten wird in jenen Be-, zirlenj, wo - sie zwanzig Prozent der PypälkerunL ausmachen, bei allen 'für, die betreffenden Bezirke errichtelenz Behörden die MogliMrit -verbürgt, in ihrer Sprache Recht zu sprechen und Recht zu finden. Der Unterricht in den für die nationalen Minderheiten- - errichteten Schulen wird' in deren Sprache erteikti ilEbenso wird » die Verwaltung der für sie errichteten kulturellen Anstalten in threr Sprache geführt. Der Käiripf um den Frieden in Amerika. Mber di? Haltung-der amerikanischen politischen ^arterest ^;üin F i drns.er^r-rg und zur Vö.'e.bundfrvge Md in den letzten Wo.hen auZ Washington und Rcw^-ü?k so. viel? widersprechende Meldungen, in Umlauf gesetzt worden, daß man >aus der Ferne 'nicht rrkcrOM' konnte, was Dichtung und was Wahrheit sei., Erstozch Pariser Meldung?» läßt sich sorgendes - Bild gewinnen^ Wilson verlangt ^eine vorbehaltlose Ratifikation 'des Friedens und hat sich feierlich ans diesen : Stastdvunkdftstgelegt. Die unabhängigen Republikaner jedaH wenden sich ge^en den Vö.ksrbund. dessen.Organisierung nach ihrer Ansicht das Recht des Kongresses über^Ktieg'und Frirden beeinträchtigt. Ein Teil der demokratischen Partei unter Führung . des Senators Un^er-wood ist nur für ein Kompromiß mit den NePübliÄnern. während Wil'on dies ablehnt und durch seineAurücr§i?hnng von allen Be.Handlungen das Land und den Senat vy: ein Entweder Oder gestellt hat- Die^AewAsr<ch?n,. Wilj0NK .Partei, chollenaber doch die KompröMtzyerhaMnngen s stzrtfuh m. An dieser.„ SitvatMr-M natürlich vor allem auf di? PisisidentschastswyhlMÄÄvirfi', sind ab-?r.auch die eudopaifchen Mächte interWeit, da .dje Republikaner die Urüerwerfung der rlliierhen ^P..yßmächte. unter die amerikanischen Vorbehalte fordern, was aber von England deutlich ab gedehnt ' wird. Unter di?sen Umständen wird man noch bange auf die Ratifikation des Friedens mMen,müssen, wenn nicht, überhaupt die von vielen amerikanischen Politikern, verlangte Revision des Fricdensvertrages als Ausweg ckus der verfahrenen Situation gewählt wird. In Am-eri> wird setzt ungestüm eine g r ö ß e H i l f süktfo n ff ü r d ie europäischen Finanze-n verbmgt« Aei^ der amerikanische Export bereits schwer Unter 'dom hohen. Dollarstand leidet. Aber abgesehen ^davonf daß einflußreiche Kreise glauben, daß die amerikanische H.oduktioy mit Leichtigkrit i» den nächsten Jahren'.in Anierika selbst untergebracht werden kann, scheint. es, daß' England nicht die Absicht hat, die Situation Wilsons irgendwie zu erleichtern. Denn ln iM''erbitterten Konkurrenzkampf zwischen England und Amerika/tsl England im Vorteil, so lange der Friede nicht g?sch ossen ist. _/ Äntisemitlsmus an deutsche« Hochschule». Berlk», 29. Dezember. Wie das „Israelitische Hamburger Famrli^nblait"' meldet, ist eS beim Jubiläum der Universität Rostock zu einer Antistmitenhetz« gewmmen. Zahlreiche Privathäuser, upd öffentliche Gebäude wurden von Studenten und Schülern höherer Lehranstalten mit Hetzblättern beklebt, außerdem 'würden di^se Blätter massenweise in der Stadt verteilt Ms . sonstige antisemitisch« Propaganda durch einen Umzug von Studenten und Nealgymnasiasten veranstaltet. Vermutlich.'sollte der als Ehrengast eingeladene Landesrabbiner Dr. Stl der stein 'durch, solche studentische Kundgebungen bas Gastrecht der Alma mater genießen. Die Stadtvero rdneten-Bersammlung beschäftigte sich mit einem Dringlichkeitsantrag an den Rat der Stadt, mit allen zur Verfügung stehenden" Mitteln gegen das Treiben ein* zu schreiten, und. die Direktoren und Lehrer der Anstalt zur Bck.antwortung zu ziehen. Die Redner der Sozialdemokratie warsen . den ProWore.l der Universität und Lehranstalten die Duldung dieser, die Ruh« der Stabt und das Leben der jüdischen Einwohner bedrohenden Ausschreitungen vor. Professor Dr. Reincke-Dloch erklärte dagegen, die Universität billig'e die Vorgänge durchaus nicht, es fei von der Universität und den Lehranstalten wiederholt alles getan Wörden, ,nm eine antisemitische Propaganda unter der Studentenschaft zu verhindern und die Bewegung zu unterdrücken, hoch'besitze die Universität für Vorkommnisse außqrhalb 'der AftstL.lt keine disziplinarischen Machtmittel gegenüber den Studenten. Der DringlichkeitSantrag wurde ang e n o m m e n.' — Gegen den stud. jur. L e m m e r war von den akademischen Behörden in Marburg ein Disziplinarverfahren wegen Verletzung der den akademischen Behörden ,88$ Lehrern, gebührenden. Achtung eingeleitet worden, weil Wiener Morgenzeityns $ Bers8uMe» Sie «icht das AdonnemenL auf die „Wiener MorgenzeiLüng" in der nächsten Trafik sofsrt 'aRzUMeLdeu da sonst eine Belieferung der Trafiken wit der nolwendiKen Anzahl von Exsnlplaron nicht möglich ist. E,Ab 1. Jänner.1920 haben folgende Abonnementgebühren Geltung: « Für Wien zum Abholen in der Vcrschleißstclle oder!m, ErpcditionSlokal: monatlich ....... K. 12.— vierteljährlich ..... „ 36.— Mit Postversand für Wien und Dcntschosterrekch: monatlich .. K. 13.— Einzelexemplar —.50, Für die Tschccho-Slowqkki monatlich 9 Kronen tschechischer Währung. Für Polen und Ungarn monatlich 13 Kronen in der entsprechenden Währung des Landes. Für Deutschland vierteljährlich 15 Mark „ Italien „ 9 Lire „ die Schweiz „ 6 Franks 4 Frankreich „ \ 9 Franks „ Holland / „ 3 holländische Gulden Wir Ersuchen unsere Abonnenten, die Erneuerung rechtzeitig vorzunehmen, damit die Versendung deS Blattes keine Verzögerung erleide. Jenen Beziehern, die mit der Geldüberweisung Schwierigkeiten haben, versenden wir das Blatt gegen nachträgliche Verrechnung. . Oesterreich! sch?S Postfparkassenkonto 150.693, tschechischeS Postsparkasfenkonto 150.693 der Postsparkasse kn Prag. Geldüberweisungen aus Polen: Wiener Lombard- und Eskomptcbank, Filiale Krakau, Rhnek 12 (mit dem Vermerk „für die Wiener Morgenzcitung"). Tie Verwaltung der „Wiener Morgenzcitung" Wien, 2. Bezirk, Taborstrasre 1—3, Telephon 44-0*38, 43-3*19. er eS gewagt hatte, in der Oefsentlichkeit gegen die antisemitische Hetze deS Geheimen R ais Profess o r Traeger in seinen Vorlesungen zu protestieren, und zwar lautet der Spruch auf Androhung der Ent-fernung von der Universität. Daraufhin wurde sofort eine Deputation demokratischer und sozialdemokratischer Studenten beim preußischen Kultusminister vor-, stellig, um die Aufhebung dieses ungerechten, durchaus einseitigen und lediglich von politischen Motiven geleiteten Urteils zu fordern. Der Kultusminister, Hönisch, ha't diesem Ansuchen entsprochen. Eine Studöntenversammkung der Tierärztlichen Hochs chuleHannover hat den am 85. Oktober gefaßten Beschluß, die Juden von der Wahl zum Studentenausschuß auszuschiießen, wieder aufgehoben, weil bei Ausschließung der Juden die „Vertretung der deutschen Studentenschaft" keine Vertretung aller Stndeisten darstellen und von der Regierung nicht als solche anerkannt werden würde. Zusammenschluß der deutschnationalen Parteien. Am Sonntag bähen die Abdemschkn, die Deutschradikalen lind der Dtuische Volksbund in Wien ilnc Fusion zu einer dtlttichnalionaien Embeltt-pa-'tci beschlossen. Das Programm verlangt den Anschluß an Demschland und bere chnet d!e Frage der. Staatsform als ^sekundär, lchnr jedoch die Habsburger ab. TelegMmme. Baldiger Friede mit der Türkei. Paris» 29. Dezember. (Funkspruch.) Aus KoUstantinopch wird genieldet, daß der G r o ß v e s i r den Präsidenten der ilbltschen FricdcnSdelegation, T e w f i k P a s ch a. bcauilragt habe, seine Vorarbeiten zu beschleunigen, weil die Delegation in allernächster Zeit nach Paris werde berufen werden. In diplomaiischm Kreisen wird angenommen, daß die alliierten Oberkommißäre den Großmesir verständigt haben, daß der Friede mit der Türkei i» kurzer Zeit abgeschlossen werde lönue. Gemeinsames Vorgehen zwischen Amerika und Japan. Slew-DorS, 29. Dezember. (Tel «Komp.') DaS Javanische Preßbnreau teil» nut, daß zwischen den Bereinigten Slaa'en und I pan eine Einigung über ein gememsames Vorgehen m Sibirien zustandegckommen ist. Ein Bündnis Polens mit der Cnts«te. Paris» 29. D"emb«r. tTrl *Komv.) Der Koirespondent deS „T emps" in Mm schau sieht die Wichtigkeit deS Besuches deS voln schcn Altvenm nisters Patek nt Paris dann, daß er ein BÜndN'S mit den westlichen Alliier len, wie <S in London vereinbart worden fein soll, zu schließen, wünsche. Petljuras Verhandlungen in Warschau. Paria, 2st. Dezember. Funkspruch) AuS Warschau wird gemeldet, daß dieBerbaudlungen des Generals PetljUra mit der polnischen Äicgierung anschemeud zu w i ch t r g e n E r-»^ g e b n r f s e n gesiibrt haben. Die polnische Regrern rg lei Her» zeugt, daß ohne wirlschasiliche und miiitärriche Bciintse <>ner rrn». a.härig'gen Ukraine die Nandstaaien dem dovpelrrrr u." Ihu uvd. deutschen Druck kaum widerstebm lönntea. 36 Dezember 1910 ÄÜ? '-•»«■iii iniürt.» i nmiJ Bolschewrkischer Kampsberlcht. , „ MoSLau. 29. Dezember. (Funkspruch.) Polozk wläi mit schwerer Arsillrrie beschossen. An der Liidwcstfront «ehe« wü 40 Werst vor Rowog'ad-Wokyusk. Der Vormarsch südlich yo» Kiew am rechten Dvjepru'rr geht erfolgreich vorwärts. An dtt -Lüdfiout WMd<>n M l l l e r o w o und S l a d t j a n § j erob,e rt. Von der Tu'krstanfroi't weiden große Eiiolge ge-i meldet, die feindl'che F'vnt sibe-nr sich gänzlich anfzulösen. Aq der.Ostiront dauert der Vormarsch an. » Jüdische KrLsgsgefanoene in DsutschlaAd. , Berlin, 29. Dezember. DaS deutsche KriegSministeriu«! bat eine Neglstricrung aller in Deutschland besiridlichen jÜdu f ch e n K,r r e g S a e f a n g e n e n aus R i\ fi \ (t n b «w geordnet, die nach P a l ä st r n a ausznwandern tvünschm Eine »fwanasdcporladon jüdischer Gesanaencr nach Rußland soll nichß erfolgm. Sie dürfen vorläufig ,m Lande bleiben und die Fr aas , ihrer Befreiung wird später behandelt wcrdert. Dr. Helfferich gepfändet. _ Berlin, 29. Dezember. lTel.-Komp? DaS «Berliner Tagcblau gibt unter Bo>behcrlt die Mitteilung wieder, daß heute ,n ter Wohnung des frühere» Skasic-sekrelärs Dr. Helfferich eine g e r» ch l l r ch e Pfändung voraenommcn wurde, um die ribrr ihn vom paila>ucntarisch''n Un!ersilchungsarisschuß.ve>häng1ei Gewstra'e von 809 Mark sicherzustellcn, dercq Zahlung Doktor Helmrich verweigert hatte. Wilhelms Briefe an den Zaren. Paris, 29. Dezember. DaS ..Journal" kündigt die Den» osientl chung der vkrtraulichen Korrespondenz des ehemaltgm Kauers'Wilhclm mit dem Zaren A kolans II. in den lctzen 20 Jahren vor Kriegsbeginn an. Die Bucse werden zu glktwee tsert in mgliichcn, amerilanischen und skandmavrschen Zeitungen erscheinen. DaS politische Leben in Budapest. Hinrichtungen mit, Eintrittskarten. Du-apcst, 89. Dezember. Gestern vormittags habe», im Ml.'ktärgefänqnis ans dem Marqaretettring die Hin* r r ch t u n g e ir ftattgrfunden. Dir Behörden haben ganz außer» ordeirtiich« Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Das GesängnÄ war vvn einem starken Gendarmeriekordon umgeben. Auch» in der nebenan befindlichen Gassabrik war ein starkes Aufgebot der Brachialgewalt sowie Gendarmerie postiert. Außerdem wareil itr der nächsten Umgebung deS Gefängnisses M a s ch i n g n g e w e h re aufgestellt. Der Andrang de« Publikums war ein so großer, daß mehr als hundert Personen, trotzdem-sie sich im'Besitze von Eintrittskarten befanden, keinen Zutritt mehr erlangen konnten. Besonders zahlreich vertreten waren die hier weilenden Vertreter der Entento- Missionen. : Die Hinrichtungen fanden in zwei Folgen statt. Zuerst wurden . die Terroristen H o r'v a th, PrasidÄlti des ambulanten RevolutlonstribunalS, und der früher« Kommandant des SoiorrthauseS, Emmerich D ö g e y, hingerichtet. Dögey hatte anläßlich des gegenrevolutionären PutscheS guf det Straße drei Offiziere niedergefchosfen. Ferner wurde hingerkchtrt her Terrorist Gombos. Die letzten zwei der ersten Abteilung waren der Chef der politischen ykecherchierungsabtnlung im früheren Volksamt für Inneres, Otta^ Korvin-Klein,und der Prü (ident sämtlicher revolutionärer GerichtZHÜs«, der frühere Advokat Dr. Eugen Laszlo. Diese beiden erschienen aus der Rlchtstätte ohne jede Stütze vn$ sahen der Exekution mit erstqunlicher Ruhe entgegen. j J,n zweiten Turnus wurden hingerichtet Josef D i«y gS, Karl S t u r z, Ludwig K o v a c s und Arpad K o h Kere kes. Der Tod trat bei den meisten nach Ablauf, von (etwa sechs bis sieben Minuten ein. Rur bei 5kohn- Kerekes, der ein Mann von außerordentlicher Körperstärke /war, trat der Tod erst nach zwölf Minuten ein. Nach devj Exekution wurden die Leichen im Sinne der bestehenden <3«*; fetze noch «ine halbe Stunde auf dem Galgen belassen unb'i sodann in das gerichtsärztliche Institut überführt, wo faf, Laufe des Nachmittags di« Obduktion vorgenommen wurde.^ Politische Kundgebungen der Kladnoer Berg«! arbeiter. \ Prag, 29. Dezember. (Tel.-Komv.) Gestern veranstaltete» die Bergarbeiter in Kladno eine g^oße Kundgebung gegen die Elr chtuug einer zweiten Kammer der Nationalversammlung sowie gegen die Lehensmlttellcucmng. Nach der Versamvikung zogen die Demonstranten in gcschtvsienem Zuge durch bic Straßen» Die Ruhe wurde nirgends gestärt. Tagesbericht. Die Wiener jüdische« Kinder in Holland. Arnheim, 21. Dezember. (Privat.) Die beiden am 22. Dß« zember aus Wien abgrgangencn Züge mit den 1100 jüdische» Kindern auS Wien sind heute mittags hier eingetroffen. Die Kinder waren b ri b e st e m W o h 1 s e i n. Sic wurden von der jüdischen Bevölkerung und den Vertretern der jüdischen HisiSkorporationen herzlich empfangen und mit Milch Md Butt—q semmcln bewirtet. Der Journalist» die Flasche Kognak und der! reiche Advokat. I Im „Magyarorsag" lesen wir die folgende sch ich le, die sich wirklich zugetragen haben soll. L«!bt da in Budapest ein junger Journalist, der soeben aus der Provinz in die Hauptstadt kam, mw B?schä'!i, ung zu suchsn^ Er fand jedoch nichts und st begann für ihn ein? Zeit des Boheme-ElendS, jenes! neuartige El?nd, das zu dem Boheme-Elend früheres Zelten in demselben Verhältnis steht, wie die Frieden-« pvcise zu '.?n heurigen. Der arme jugendliche Journae' list bewohnte draußen in der Ueltö,i-ut ein MonatSziwmsr, das er in diesem Falle nicht, einmal mit deri Hoffnung auf bessere Zeiten zu erwärmen vermochte! denn seine Lage schien ganz hoffnungslos. Als o^ eines TageS heimkehrbe — er Pflegte gewöhnlich um 8 Uhr früh h-imzukehten — fand er auf dem traurigkahlen Tisch deS ungeheizten Zimmers eine Flasche feinen Kognak. Er nimmt sie in die Hand, betrachte» sie van oben und von untenes war wirklich' Kognak Marke. Er rennt zum Hausbesorger um Aust klürung; dieser vermochtjedoch.bloß zu berichten, daß der Kognak vo^r einem Dienstmann für chen Zerrst R?La::cur" gebracht worden fei* Da der „Herr Kebab' teur" blank war und nicht einen Heller sein eigen NaNUt^