Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 335 (28.12.1919)
- Date
- 1919-12-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette'6 Men, Sonntag_. Willen des Publikums nach«; »kommen und die Hiruptschryiec durch die Polizei aus dem Zuschauerraume entfernen zu l>- ftn. Lustig warS. dabsi zu sehen, wie sich zehn bizwölf dcr Hauptkrakeeker schon beim Anblick der uniformiertcir Polizei im Geschwindschritt auS dem Parkett und dem ersten ^iang entfernten. Ich konnte es nicht unterlassen, ihnen einige für ihren Mut höchst schmeichelhafte Worte zuzurufen. Etwa fünf bis sechs der Schreier waren inzwischen vom ',!''eiten Rang teils verschwunden, teils du'rch die Logenschließer entfernt worden —* und im dritten Rang endlich konnten mehrere .Besucher durch die Polizei festgestellt werden. Gegen diese feftgestellterr Persönlichkeiten könntevielleicht au? Grund deö Unfugparagraphen yorgegangen werden —' »röwc HerH Jeßner sieht selbstverständlich davon ab, in dieser Anfielegenhsit irgendwelche gerichtlichen Schritte einzulesten. Taö Publikum hatte in richtiger ErkepntnjK der Sachlage soiort selbst die Rolle des Richterübernommen — und dies« Richterspruch genügt unS!" Das hebeStfchs Theater ftt MosKa«. Die hebräische Theakcrgcsellschaft Ha b i m a hin MoZ- '«:> hat im Laufe des letzten halben Jahres hrdtzutcude Fottschritte >nnacht. Die künstlerische Ausbildung wurde erweitert, seitdem die üinsilerische Leitung in die Hände des Künstlers E B. Wach-, kangow gelegt, wurde. Herr Wschtangow, ein hervorragender Künstler, Mchtjude, ist ein begeisterter Verfechter der bebräischm L'h'ateridee. Gelegentlich seines letzten Besuches in Petrograd machte er einem zionistischen Vertreter folgende interessante Mitteilungen über die Habimah: Die öffentlichen Vorstellungen der habimah in der Wintersaison sind iw April dieses Fahresab- »eWossen worden. Wir können mit dem Verlauf der Saison zu- 7-ieden sein. Leider wird unsere Arbeit durch äußere Umstände Erschwert. Wir setzen unsere Hoffnungen auf die nächste Saison, wo snscre Künstlertruppe, die zuerst 35 Personm zählt, in die. Provinz gehen wird, mn sich dort der künstlerischen Ausbildung Eig zu widmen. Wir gedenken, demnächst die Werke von An-ski .Dibul" und „Menachem" zur Aufführung zu bringm. Die Regie »es letzten Werkes liegt in den Händen deS Regisseurs deS Moskauer Künstlertheaters, Herrn Mtschrdekow. Unsere Truppe ist fest entschlossen, bei der ersten Möglichkeit nach Palästina in Sbersiedeln. Die Habimah stellt sich ihre Aufgabe nicht anders?or, als in engster Fühlung mit dem jüdischen Volke rn seiner historischen Heimat, in Palästina, zu arbeiten. Gleichzeitig, will sie rber nicht den geistigen Zusammenhang mit ihrem Schöpfer und Begründer, dem Moskauer Künstlertheater, verlieren, vnd deshalb wird voraussichtlich auch in Zukunft eine Zweigabteilung der habimah in Moskau bestehen bleiben.* Aus dev Theater«. . Im Operntheater gelangt am 1. Jänner Richard wagners „tzohenarin" neu einstudirtt zur Aufführung, Die Vorstellung findet brr aufgehobenem Jahres-, Saison- und Stammsitzabonnement statt. Die Besetzung ist wie folgt: Korssg Heinrich —' Herr Mahr, Herr Jto; Elia — Fra» Ieritza, Vraulein Lehmann; Ortrud Fräulein Paalen, Frau Wem, §,rau Windheuser; Lohengrin — Herr Lener. Herr Oestma; Lelramund — Herr Engel, Herr Fischer; Heerrufer — Herr Duban, Herr Krenn; vier Edle — die Herren Ggllss, Madm, Stehmann, Wernigk. Musikalische Leitung: Dr. Richard Strauß, szenische Leitung: Oberregisstur Whmetal. Im Burgtheater tritt Herr Trefft er am 1 Jänner .fein Engagement im .Lebenden Leichnam^ an. Er wiclt die Titelrolle des Fedor Prolassow. Das Stück wird zu er* buhten Preisen gegeben. Am 11. Jänner gelangt „Mona Banna" wieder zur Ausführung. Frau Wohlgemut spielt die Titelrolle (früher Frau HohrnielsV den Princivalli gibt Herr Ge rasch sirüher Reimers), den Guido Herr D a n e g g e r (Devrient). Luvulzio Herr Forest (Heine). Reben den Proben > z« .Macbeth", der Ende Jänner zur Aufführung gelangt, werden auch die Proben zum Lustspiel „Die Reis« in die MLdchenzeü" «bgehalten, das am 17. Jänner zur Uraufführung kommt. DaS Aktionsprogramm deS Wiener Ltadtrheaters für das Jahr 7930. Als erste Neueinstudierung wird am 5. Janüer 1920 das seit vielen Jahren in Wien Nicht gesvielte Lustspiel ^.Dielustigen Weiber von Windsor" von Shakespeare gegeben. Hans Marr spielt den F a l l st a f f und H a n s i Niese die „F r a « P a a e". Diese Vorstellung findet zugunsten deS Journal,steusnd SchrifstellervereineS „Concordia statt. Dann folgt die Darstellung der Lustspiel-Novität „Der große Künstler" von Arnold B e n e t t. <Mitverfaff«r deS vor einigen JahrnMn Wiener Staditheater mit großem Erfolg dargestcllten Stückes „Meilensteine". Ferner kommen folgende Werke zur Erstaufführung; „R v b er 1 F r a n k* Drama in 8 Auszügen von S i g u r d I b s er. „K o n K a n t i n 'S t r v b e. l", Lustsviel in 8 Akren von G^e o'r g K a i s e r. „M aryOdile", Schauspiel in 3 Aktm vori E d u a r d Knoblauch. „Di e große Landstraße", Wanderdrama mit 7 Stationen von Aug. Strindberg. „Gr kann nicht k> ef eh len", Komödie in 9 Akten von O. Speyer. „G i a n e t t a s Dr 8 « e.n", Schauspiel i« 8 Akten von Fracesco Pastouchi. „tzifrlotte von der B f a l z", Lustspiel in S Men von Rud. PreSber und Leo W. Stein. „Die Brüder Karamafow, Schauspiel in 5 Akten von Dostoj ewSky. „Der Weg zur Macht", Schauspiel, in k» Alten von Heinrich Mann. i e a o l d e n e n Palmen" (h.'dndit treri); Komödie tn 8 Arien von Fl ers und Caillavel. „Engelbrech 1", Schauspiel in 5 Akten von Aug. S t r r n d b e r ä. „Europa", Komödie in ü Akten von Georg Kaiser. Im C a r.l t h e a t e r findet am Dienstag den 80.h.M., abends -5 Uhr. dir von Direktor Missa Preaer inszenierte Aufführung der Operette „D e r Z i g e u n e r v a r v ri" unter ße»' sülliper Mitwirkung von Kammeifängerin Marie Jeritza, Opeinsängerinnen Bella Pahlen und Lotte Schone sowie der Herren Kammersänger Fritz S ch r ö d, t er und William' Miller, Opernsänger Hermann Gallos, den Damen Polly K o ß und Esthi Hügel, Herrn Otto Langer vom Raimnndtheatcr, Bruno H a r d t und Hemrich Perl uffd ’ unter musikalischer Leitung deS OpernkapellmeisterS Bernhard T , t t e l statt. — Der Reinertrag dieser WohltätiokeitSvorstettitng fließt dem Blindeninstitute, XIX«, Hohe Warte, zur Gänze zu. Die Neue WreNerBUhne veranstaltet für dev - Ferialfonds der Mitglieder eine H. Silvester- Botstellnng rmter Mitwirkung deS Kammersängers L r o S l ez a'k. Zur Ausführung gelangt „Doktor Stieglitz* mit «iier ^oji^itrüihuic ün ersten Akt, die von Leo Sluak grjungrn «ich. iBigmn 9 Uhr. Wiettvr Morgenzettnns Die StammfitznbannemenV in den ehemaligen Hoftheatern bleiben aufrecht! Hn emor Versammlung der Stammsihabonnentoir berichtete der Obmann des neu^egrünbeten „Bundes dor Ctammsihybonnenten" Herr Fritsch, datz seine Vorsprache bei der Leitung des Dpern» und Burgtheaters, unterstützt von der Künstlerschaft, vollen Erfolg hatte. Die Stammsitzabonnenten bleiben im Besitze ihrer Rechte. Es wurde jedoch vereinbart, dast jenon Abonnenten, welche daA Bezugsrecht für gerade und ungerade Tags besitzen, diese? Recht für einen Tag entzogen wird, so daß ihnen entweder nur sür einen geraden oder Mgeradm Lag das Benutzungsrecht 'stusteht. Die freiwerde'nden Srtze werden dem Publikum zuganglich gemacht. Außerdem wurden Kontra l i m a fe % e (j e I« getroffch« um Manipulationen der Agioteure hintanzuhälten (Abstempelung der Karten, jedesmaliges Vorweisen der Äborrnementsbücher im Theater). Besonderen Dank gebührt Herrn SektiopSches Paumaün und Herrn Devrient, welche dm Aktion der Abonnenten« die zumeist Angehörige' des Mittel st an des und Festbeso!bete sind, förderten. Märchestveranpaltung im Deuifchen BolkStheater. Ein erquicklicher Nachmittag „Im LLunderreich des Märchens". Bor allem Frau Lotte SB itt bie Seidels ..Prinzessin Zitrunchev" ganz köstlich erzählte und einige Lieder so entzückend zur Lame sang, daß, Jung ünh Alt stürmisch nach Zugaben verlangte. Aach Herr Kutschern verfügt, über die seltene Kunst, Märchen zu lesen, in ganz ungewöhnlichem Matze. Er erfreute mit Andersens unsterblicher Geschichte »Das Feuerzeug". Else Schilling, Wilhelm Klitsch und Anton Amon bestritten d entestlkchen Teil der gelungenen Veranstaltung. ° ' , Die Genossenschaft der dramatischen Schriftsteller und Komponisten in Wien hielt am 18. d. M. unter dem Vorsitze des Präsidenten Dr. Julius Bittner ihre erste ordentliche Generalversammlung ad. Rach Erstattung des Tätigkeitsberichtes durch Dr. Altmann, der dre restlose Einigung, und Solidarität mit dem Verbände deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkompontsten in Berlin festsiellte, verlas der Präsident eine im Interesse der Schutzfristvsrlängerung fü? geistiges Eigentum an die Nationalversammlung gerichtete Eingabe. Bei der sodann durchgejührten Wahl der Funktionare wurden die Herren Dr. Julius Bittner und Dr. Karl Schönherr zu Präsidenten, Franz Lehar und Felix Satten zu Vizepräsidenten, Julius Bauer, Jan Brandts-Rutzs. Felix Dörmann, Leopold Jacobson, Emmerich Kalman, Erich Wolfgang Korngold, Dr. Fritz Löhner, Dr. Julius Ludaffy, Doktor Hans Müller, Dr. Artur Schnitzler, Professor Franz Schreker, Leo Stein, Oskar Straus. Franz Werfel zu Porftandsmitgliedern, Dr. Led Ascher, Karl Lindau zu Revisoren und Dr. Adolf Altmann zum Svndikus einstimmig gewählt. Die Generalversammlung genehmigte den Tätigkeitsbericht, in dem besonders darauf hrngewiesen wird, daß jeder 'tn Deutsch, österreich lebende Autor, der an einer, dem Deutschen Bühnenverbande angehorenden Bühne aufgrführt werden wird, vom 1. Jänner 1Y20 ab der Genossenschaft dramatischer Schriftsteller und Komponisten in Wien angehören muß. Beitrittsanmeldungen sowie sonstige Zuschriften sind von nun an an die Adresse des Sekretärs Julius Horst, Wtsn, 7. Bez., Kurzgasse Nr. 8, zu richten. Der ungekürzte »»Aötz^. Die Berliner Bokks- L üh n e unternahm es, dm ,.G ö tz v o n B e r l i ch i n g ei n" fast ungekürzt aufzu führen. Der Abend war ein künstlerisches Ereignis. Kayfler bot als Gotz eine meisterhafte Leistung. Der temperamentvolle Hafenelever. Wie in dm „Kieler Nmestm Nachrichten" berichtet wird, war Waller Hafenclever am Sonntag ,n K>«l bei her Aufführung seines „SobnS" im Staditheater anwesend. AlS er berooracrnfen wurde, züchte ein Teil des Publiknms, worauf er sich an dieses mit einem Satze aus seinem Drama etwa folgenden Inhalts wandte: „ES gibt noch viele Idioten — zum Teufel mit ihnen, wir leden langer! Das veranlaßie natürlich noch einige «eitere Zwischenrufe. Zuschrifien an die Kieler-Presse beschweren sich auch darüber, daß auf der Bühne im dritten Akt die Maftalleise gespielt wurde. Hermann BahrS neue Komödie -Der Unmensch" fand bei der Uraufführung im Hamburger Deutschen Schauspielhaus laus Aufnahme. wusiliblätter des „Anbruch «.'Das neu erschienene Heft 8/L dieser anSgezrichnet redigierten Zeitschrift enthält theoretische Aussätze von Hermann Scher ch e n. Rudolf R e 1 i und Fritz Stiedrp -sowie zwei Artikel Aber tschechische Musik von Emil C h w L l a und Bitrskav N o w 41 B. Pa u m g a r t n e r schreibt über Reform des Musikuntemchtes. .B6la B a r t o k über Musikiolklore. Paul M a r s o pr „Der Kritiker auf dem Parkettsesscl"; Dr. R. St.Hvsmann: „Die Wiener VvlkSoper" und Dr. M a n g eUb e r g: ,Mablerf«si in Holland" heschbrßcn nebst Glossen und rmer M «sirbeilagedaS rEaltiar Heft. Sport. Rückdttck. Im .Nahmen eines Rückblickes über die abgelansMe Spielzeit schreibt bas „Reue Wiener Sportblatt" über 'den Sportklub Hakoah: Der Sportklub Ha ko ah hat sich' mit drei Punkten Vorsprung als. Bester erwiesen. Wer den sportlichen, durch die größten Mißerfolg« nicht zu erschütternden Ehrgeiz der Mannschaft kennt, wird ihr den Erfolg gönnen. Die Hakoah kämpft schon seit sechs Jahren um die Erstklassigkeit. In der Herbstsqison 181$ schien sie begründete Hoffnung zu haben, das Ziel zu erreichen. Wohlhatte Wacker nur zwei Berlustpunkte, wahrend die „Blauen" vier in den Kauf nehmen müßten.. Wacker verlor gegen Hakoah iw denkwürdigen Kamps ,in Meidling 0^ 2. Hakoah hatte «in. Spiel verloren, doch vier wientschieden ausgetragen. Da / nun Hakoah, feit ihrem Bestände, im Frühjahr eine bessere Form aufzuweisen hatte als im Herbst, rechnet« sie aus bas bestimmteste mit dem Sftg in her Meisterschaft. Unvorhergesehene Ereignisse machten die Hoffnungen zunichte.' Die Mannschaft verlor ihr tzielbst- ' vertrauen und endete am Ende der Meisterschaft an dritter Stelle. Während des Krieges konnte sich Hakoah mit Rücksicht darauf, daß sämtlich« Spieler unter den Fahnen^ warennur wenig bemerkbar machen. Die SektionSleitüng widmete ihr Hauptaugenmerk dem Nachwuchs, iwaS sich später sehr bewährte. Dieser, verstärkt durch die Rückkehr der Brüder Gansl und einige Nsneriverbuttgön, bilden die heutige erfolgreich« Mannschaft. Di« Mützen der Hakoah sino: Torwächter: Halperp, Rrumann; Verteidiger: Scheuer, Trümmer, - LewituS, Sträußler; Deckungsspieler i Juhn, Nusiboum, Lumek, Molnar, Grünfeld, Giunes; Stürmer: statz, Slutzky, ^uö und Jözo Gansl^ Häusler, Neufeld, Kenzer, Pollak, Horwitz. , Wohlvorbereitet ging die Hakoah in die Meisterschaft. Sämtliche Gegner wurden überlegen abgefevtigt. Je weiter dt« Saison sortsthritt, desto mehr machte sich eine gewisse ,Sptelmüdigkrtt bemerkbar., Trainer und Funktionäre sahen dms LÄitMsdungseampl Legen, fättmm Mt Neforgnis. ' 28. Dszemdee ISIS - OTt. 338erstgegan. Trotz deS Sieges gegen den Rivalen-und trotz [luter WüMeistungen hat dir -Mannschaft eines ihrer chwächftan Spiele^ geliefert. Acht Wochen Ruhe werden hr. wohltun. Wir sind, üherzcngt, Laß die Hakoah erst im Frühlahr zur vollen Farm auflansen wird. Wenn nicht alle Anzeichen trügeu, dürste in ihr der Meister zu suchen fcin* Die heUtigerr Fußbattwetts^ierb. Der Fnhdalluerband hat nur die Oeffentlichkeit von dep - WeWttzlrn ausgeschlossen, abcr das Wetter stellt ihre Durchsülmmg übttHaupt in Frage,.Es wird wodl nichts anderes übrig bleiben, als dir noch ausstchenden Mcisterschaflssvleleauf H.ie Friihjahrssaison zu verschieben. Da die Vereine ohnehin.Schwierige ' feiten hstbeg, mit Len zur Verfügung siebenden Termine« ausjukojnmttt, wird d>e Winterpapse nur eine sehr kur^e fein. Immerhin besieht eine, wenn auch nur geringe Möglichkelkdaß W. A- C. und Rudolfshügel an ff dem Prater» Sportplatz zum Mtisirrlchafte-kap'vse antreten. Mit Mcksscht auf die desolaten Bo-enverhältnisse wäre kaum auff einen regulären- Spielverlauf zu rechne«. \ Mettspierergedniffe. Hschawev hpmh."yr. U. C. IN Sri (L:0tz.' Hechawtr pyrmachte einen sicheren Sieg zu erringen. Den Haupt-, anteck-cln dem Erfolg hatte daß Jnnentrio sowie der vorzüglich ärbeiteuhe Tormann Serdler, der unter anderem einen „Wer" meisterte, Heckawer war, durchwegs überlegen; hie Hausherren . . erzielten beim Staude vr^ ihren Ehrenfteffer. Für Hechamer . schossey'Flußmann (3) sowie Byck die Tore. j rrnion 1918-Hechamer Veservew L:1 (1:1V Hechawrr Reserven durch drei Mann aus der «Ersten" verstärkt, vermochte durch Läufer bve Fübrmrg zu erringen, mußte den Sieg -- aber dem besseren Gegner üderlasseu. Hechawer HI-Anion 1918 Reserven L:v <1:VV > Sicherer Sieg. Beide Tore erzielte Klein. Gut die Deckung. RNi diese« Spielen schloß Hechawer die Saison. , Aeherlegene des SpyMl«hs Äapid in München. Erfolgreicher als in Fürth, vertrat Rapid hie Wiener Fuß' ballklasse in München. Obwohl die Bodenvrrhältuisse an beiden Tagen recht schlecht waren, führte« die Wiener ei« hochtlasstges Spiel vor. Am Donnerstagspielten sie gegen den T u r nn n d S v o r t v e r e i n, der sich mit 8:1 Trestern geschlagen bekennen mußte »nd am Freitag gegen den F E. B a h e r n, de« sie 4 r 1 abfilhrten. Bayern, der stärkste Berem Münchens, lieferte Rapid im heurigen Sommer in Wun mit 8:8 ein w eütschiedems Tressen. Heute spielt Rapid, iu Basel. Ein SLrasienrennen durch Franstreich, velgien» Schweiz und Italien. Ein großes intttnationales Straßen- .rennen über 8bvv Kilometer wist die Pariser Sportzeitung '„L'Echo deS Sportes" im August nächsten Jahres - veranstalten. Start und Ziel syU in Paris se'N. Als Ekappeustationen sind Mailand. Genf, Basel. Luxemburg und Antwerpen porgesrhen. Die überaus weite Strecke und dazu noch die lleberwindung des. St. Gotthard dürften an Fahrer und Material die höchsten An- ' forbcntngcn stellen. , y; Sportklub Hakoah. Heute 4 Uhr nachmilsiigS geselliger ' Klubabend im Cafä Atlashof. l., Wiestngergasse. Keine Vorträge, nur Tanz. 7- Montag, 6 Uhr abends, wichtige Mubleitungs-l Mung im C a f s C t t y. I., W e r d e r t o r g a s s e 3. --- Sämtliche Zuschriften sind yon nun ab an das Sekretariat, 1, Werdertorgasse 3 vCafä C>ly>. zu richten. . Skßknrs. Heute Sonntag veranstaltet die^ Hakoah kipen gaWägigen Skikurs für Anfänger nach Lilienfelder Methode (mit einem Stock). Treffpunkt 9 Uhr vormittags bei der vorletzten Sonntägsstation des 38er-Wagens (Abzweigung Sievering). tn qNen estriatoflen. Reparatur«, unter Ssraniie. starbbänder fü« alle "Systeme, erstklassiges Materials Levp. Kürzer, Wien, Uli., Wcstblihnstraße 23. Telehpon 31537. sss gM.«MSgUM-jUiMI irfS^ma Herren» u. Damenhfite werden nach heuest. Mode prompt und billigst modernisiert XVni., wahrinarer Oflrtel 21 «nd VII., MariahilferatraaBo 80 Gepichtssarrl. Die Geschichte der Gickfin Eolonna. Wir haben seinerzeit ausführlich Über das reichbewegte Leben der angeblichen'' „G r ä f i n C o l» n n in Berlin «nd über ihre betrügerischen Machenschaften berichtet. Vorgestern begann nun in Berlin vor der fünften -Strafkammer die Verhandlung - gegen die „Gräfin" und sieben ihrer Freunde. Die Anklage hat folgendes Belastungsmaterial zusanlmengetragm: Am 3. Mar - chwerer Einbruch bei einem Herrn v. Hehdep; organisiert von der Gräfin Colynna, ausgeführt von Emmh Gate-gäst/ gen. Bevipg, dem vorbestraften Schweißer Willy Dahl' und . einem Unbekannten „A d i". Beute c va 40,000 Mark. Diebstahl bei einem Ingenieur Dr. S. m W km rSdvrf. dem? während einer zärtlichen Stunde, - die Frau Gtüsi» dir Wohnungsschlüssel entwendete; Beute rund 100.000 Mark. Diebstahl aus einem . Vorgarten am Kursütstendamm, ausgeii hrt von „Adi", vermittelt durch die Frau Gräfin und Architekten Lm nant Erich S t u tz; ' -Wert 6000- Mark. Die anderen Herrschaften - sollen mehr oder minder .stark als Vermittler, AuSführende oder Hehler beteiligt sein. ' Zunächst erzählte Ella Gräfin Colonna geb. Sinh, geschiedene Müller, 2v Jahre alt. unbestraft, vor Gericht. ihre Lebensgesch'ichte: Den Namen Gräfin Colonna habe sie durch Adoption dnrch den Grasen Colonna auf Betreiben des P r i n %t« von Thnrn «n - Taxis erhalten; die Adoption' fei jedoch nachträglich als ungültig kvilärt worden, '• da der Graf Colonna einen Sohn hat. Ihr erster Mann sei ein Bildhauer Müller gewesen, mit dem sie im Jahre 1914 ein paar Monate verheiratet war. Ihr )Vater sei Rentner, Besitzer von vier Häusern. Sie bestreitet entschieden, eine „Halbweltdame" zn sein; eine Zeitlang sei fie in der Komischen Oper unter dem Rauä» Lotte Bach als Sängerin, aufgetteten. Mit dem Prinzen Thurn und Taxis habe ste in engem!reundschafil!ch''n Verkehr gestände», er habe sie auch heiraten wollet der Plan sei jedoch durch