Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 335 (28.12.1919)
- Date
- 1919-12-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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9fc 835 Men. Gvnnmg Meuer MorgenzeiLrmg 28. DezeMer E Bettel seinen Tob vereitelt worden. Der Graf Colonna sei ein alter Bekannter de- Prwzen gewesen. Prinz von Thurn und Taxis, btr DomänenrNt-, Baurot- «nd Kammer', attirel besorgte, habe sieben Jahre lang in dsiiflkgen Berbclltniffen gelebt. Auf seine Veranlassung habe sie ihre große elegante Wohnung in der Offcnbacherstraße gerMst, fei dann durch Verschuldendes PnnzrN in ihrer Wohnung gepfändet worden, habe selbst ihre >2 chnmcksaelhcn für ihn hergegeben und müsse jetzt den OffenbarnngSeid leisten. . Nul Befragen des Vorsitzenden heWigt die Mgelkagke, daß sie zuletzt in einem Modegefchäst in der Bellevucstraße eine« Stellung inne hatte. Wie sie mit „ftbi*, „Secm* und Dahl in Verbindung gekommen ist, klingt sehr geheimnisvoll. ItcßtißenS Seilte der Staatsanwalt mit. daß, die Persönlichkeiten des ,Ädi" 'Md des „Jean" jetzt eumttclt worden sind. DaL Gericht be- ^Äoß, die Verhandlung gegen sämtliche Angeklagte zu vertagen. Die bcstohlenen Obdachlosen. Bor dem Einzrlrichter OberlandcSger lchisrat Dr. Donner hatte sich gestern der ehemalige Feuerwehrmann Ferdinand F e r d i n t wegen Diebstahls m vemntworken. Die Gemeinde Wien hatte schon vor längerer Zeit in den Räumen des städtischen SrrombadeS Magazine errichten lasten, IN welchen die Ante, die durch Kündigungen obdachlos gewogen waren, ihre Möbel und sonstige Effekten einlagern konnten. Trotzdem Tag und Narbt zur Verhütung von Dlcbstählen Wachen bkigrstelll w.iren, meldeten sich im normen ^ahre doch zah5eiche Parteien, denen Kleider und andere Esiekien. ja vollgepackie Koffer.und Betteinfätze verschleppt wuiden. Ern AufsicluSorgan ertappte schlicßltch den AngrNagtrn bei der Plünderung der armlelwett Habseligketten einer obdachlos gewordenen Familie und übergab den herzlosen Lumpen der Polizei zur werteten Amtshandlung. Bn der gestrigen Verhandlung bestritt Fndini sämtliche ihm zur Last liegenden Dledftahlssatten mit Ausschluß des letzten, bei dem er aut flikcher Tat erwischt worden war. — Der Richter sprach ibn jedoch in allen Fallen schuldig. Das Urteil lautete auf sechs Monates chwerenKerkers. BANKGESCHÄFT IW. R 0 H A T Y N Wieg, 1., Maria Thereslesstrasse 10 Telephon 20-3-63. ^ulantosts Durchführung ron Transaktionen Jeder Art, Warenlombardierung, Auszahlungen, Uebenreiaungen. SpczlalabteHung für Polen. tcij Der Volkswirt. PalSstlria als Nohstoffgebiet. Die Handelsbeilage der „Times" besprach kürzlich die wirtschaftlichen Aussichten Palästinas. Nach, ein* gehender Behandlung der noch vorhandenen landwirtschaftlichen Möglichkeiten wird §uf die im Lande befindlichen organischen und mineralen Rohstoffe hingewiesen. DÜS Land erzeuge bedeutende Me.>gen feinsten Olivenöls, das außer zu Speisezwecken auch für den Exports und zur Fabrikation vorzüglicher Wasche seife n Verwendung findet. Der berühmte australische Eukalyptus gedeiht in Palästina vorzüglich. Der Maulbeörbcmm ist dort ebenso wie in Syrien heimisch und ermöglicht eine ausgedehnte Seidenkultur. Zuckerrohr und Baumwolle können in den subtropischen Jordanniederungen stark vermehrt werden, wenn auch die große Nähe Aegyptens mit seinen ausgedehnten Baumw-oll- und Zuckerrohr- | Plantagen eine solche Kultur in Palästina etwas be-! nachteiligen Müßte. Alle diese Neichtümer sind noch j starker Vermehrung und Verfeinerung fähig und bieten j ' wi"w»wwi«i«mm i ihm hi für die Gründung entsprechender' Industrien aussichts« reiche Möglichkeiten. Was den Mineralreichtum.' Palä- I Republik vom 83. y. M. 'bestimmt: 8 13. Die Ausfuhr von tschecho-slowallschen Bank- und StaatSnoten, von nicht- . | vtzrarhriteteM Gold und Silber. Gold- und Sllbernrünzen, stlnas betrifft, so ist die geologische,und namentlich ..Schecks, Akkreditiven, Mchseln, Anweisungen Mnpans).t8in. Tnineminnrisbe Stvnktilr dns fiSeiIin£tt finnbeS ftörfl eine , tmh *5V»f!'rirtmiw>rfiitirt,>n {ft nhue fnetvlifiaunä be<8 Ä MW? tinl tin? *?, M! MWK1L eigens Metallindustrie besaß, und daß auch heute bmu; Firmen dsn Reisen den fremde Valuten verkaufen und die Touristen fast-überall Schwefel, Gips und Quarz< ~ ' lagar begegnen, auch Alabaster ist nicht selten. Aus gedehnte Schichten von Pottasche, verschiedene Brom- und Jod Zusammensetzungen, sind neben'Petroleunw quellen an den Abhängen des Toten Meeres iovrhanden. Dis Asphalt Massen im Judäischen Ge ei staden können ohne besondere' Bewilligung des Bankamtes,; aus dem Gebiete der tschöcho-s-lowakischen Republik entweder in Barem, Akkreditiv oder Scheck ün Laufe eines MoiurteLi höchstens zusammen 100V Franks, 1800 Lire, 2000 Mark oder einen solchen, Betrag inj fremder Valuta ansführe», welcher dem Werte von 3000 tschecho.slowakischen Kronen^ bei Reisen mit Familie 6000 Kronen entspricht. Jede »irge und am Toten Meer ermöglichen in der Zukunft! eine einträgliche Industrie. Auch Phosphatadern und Basaltsteine kommen in bedeutenden Mengen vor. Der Basaltftein, der. heute nur als Baustein gebraucht. wird, kann auch zu industriellen Zwecken verwendet werden, da er bis zu 20 Prozent reines Eisen enthält. Daneben kommt auch der Wasserreichtum und das starke. Gefälle der Wasserläuse in Betracht, die zu Kraft- und Beleuchtungszwecken für bas ganze Land verlvertet werden könnten. Alles in allem kann gesagt werden, daß Palästina unter der kommenden modernen Verwaltung eine förmliche w i r t s ch a ftl t che Revolution burchzumachen berufen ist, die ihm in einigen Jahren ermöglicht, auf dem Weltmarkt eine nicht unangesehene Stellung einzunehmen und sowohl als Produzent wie als Abnehmer für Westeuropa und Porderasien in Betracht zu kommen. Wirtschaftliche Nachrichten. Laut Mitteilungen deS Britischen Handels-? amtes hat die Regierung in Jugoslawien drei; Konsulate Und drei Vizekonsulate errichtet. Eine britische Handelskommisskon hat bereits Jugoslawien bereist. Der ausgedehnt werden. Die Frage, ob auch Rumänien einen Teil dieser Kredite, die mit dem Betrage, von 26 Millionen Pfund Sterling auSgeworsen werden, erhalte» soll, ist noch in Schwebe. — In der Sitzung des Finanzausschusses der französischen Kammer kündigte Flr, an Minister Klotz eine Steuerreform an, die eine leichtere Eintreibung der Steuern ermöglichen soll. Der Finanzminister erklärte ferner, eS werde' der Kammer demnächst eine Vorlage zugehen, durch die die direkten und indirekten Steuern ungefähr um 60 Prozent erhöht werden. — In der vom Präsidenten Wilson erlassenen Botschaft wird die Rückgabe der Eisenbahnen an die'Eigentümer für den 1. März 1620 angekündigt. —Wilson hat das vom Senat angenommene Gesetz bekanntgegeben, welches zur Bildung von Ge> s e I l sch asten ermächtigt, die Europa zur Förderung des Ausfuhrhandels Kredite gewähren sotten. -7 Der Bundesrat beschloß, den Aktiengesellschaften und Geüossenschafteu, die infolge der W ährungsentwertung Verluste erlitten haben, eine Frist von 20 Jahren zur Amo rti sieru.ng dieser. Verluste zu gewähren. Die Amorttsierung soll bereits in der Bilanz zu Ende Dezember oder später berücksichtigt werden. Oesterreich-Angavn fchrrldet Errgland 13 MMonen Pfrmd. Wir ans der Londoner ^sfrktrnbSrse mitatteilt wurde, schuldet die^ ehemalige. Monarchie England last 13 Miüionrn Plund. Im' Fnedrnsveurag nul Deutschland wird bcstimmy daß deutsches Berniögen, das in den Händen der Alli erten ist. mit Schulden Bulgariens, Oesterreichs und 'der Türkei belastet werden kann. Oesterreichs Vermögen ist, zu klein, um feine Schulden zu decken. Dem Friedensokrirag zufolge sind die Alliietten berdchtrgt, DecnschlandS Aktivüberschuß zur Deckung heranzuziehen. Ausfuhr von Zahlungsmitteln aus der Tschecho-Srowakei. Ueber die Ausfuhr von Zahlungsmitteln und Werten Firma auf dem vorgewresenen Reisedokument.(mit i-.'ngabe^ l der Valutagattungshöhe des Betrages und' des Tages dev ' Zuweisung) vermerkt werbe». Für die Zuweisung und AuS-! führ höherer Beträge ist die Bewilligung des Bant-, j amte § erforderlich. Reisende dürfen im Laufe eines Monates i in, tschecho-slowakischeu Bank- oder Staatsnoten nicht mehr als 3000 Kronen, mit Familie 6000 Kronen ausführe»^ Der Betrag, welchen der Reiseude bei der Grenzüberschreituntz! in tschechv-slowaktschen Bankober StaatSnoten bei sich führ^ , muß von ihm im Reisepaß vermerkt werden. Zur AuSi fuhr höherer Beträge ist die Bewilligung des BankamtrB. I erforderlich. . j Die Getreideernte Böhmeus. 1 Endgültige Ergebnisse für ISIS. « Mit, Bezu^ahme aut seinen Bericht vom Ende Sepstmd« y betreffend die vorläufigen Ecgebmsir der heurigen Gei (rctbcevitic in Böhmen legt jetzt das Staatsamt lür Statistik die \ definii'ven Eigkbnlsse der hrtzrigen Gttrttdttrnte der Oeffentlichkeit i vor. Zu Bcrgleichszwkcken werden neben dm beurigen Daten auch ' die definitiven Ergebniste vom Jahre 19 iS und wegen Beurleilanjß mit den Frikdelisverhältniffe« auch die definitiven Daten vom Jahre 1914 angeführt.' Im ganzen wurde in Böhmen geerntet: 1919 1918 ISIS Meterzentner au Weizen . .2,869.639 2,124.823 4,887.180 an Korn . . .• 5,769.367 4,590.973 8.991.566 an Gerste » . . . . . . . 2,791.778 1,780.648 6,254.318 an Hafer . . .4,608,339. 8,270.894 9,686J94 Der DurchschnittSertrag von 1 Böhmcn * Hchar bi ISIS 1918 191# Meterzentner 1 beim Weizen . .. . 12*8 9*1 18*8 beim Korn. . » >«.•>;■• 116 i 88 16*9 bet der Gerste .. 132 6*3 R beim Hafer. . * *.#.*. 12*3 8*7 ISIS 1918 191« Hektar 223.788 284.644 289.343 498602 512.945 533.11« 212.111 216.106 801.698 874,019 874.951 502,271 Die E r n t e f l 8 ch e betrug in Böhmen: beim Weizen . . . . beim Korn. ■. bei der Gerste .... beim Häier. Die definitive Ernkcschätzung der Gcüeidearlm ist gegenüber der vorläufigen bei sämtlichen Getrcidearten h ö h e r. denn bei der voilänsigen Ernicschätzung betrug der durchschnittliche Hektarertrag beim Weizen 13 6 Meterzentner, jetzt 12*8 Melerzenttttr/d beim Korn 11*4 Meterzentner, jetzt N*6 Meterzentner, bei der Geiste 12*4 Meterzeniner, jetzt 13*2 Meterzentner, und beim Hafer 112 Meterzentner, jetzt 12*3 Meterzentner. Mehr yefcchst wurden: We,zen 0*73 Millionen Meterzentner. Roggen 1*23 Millionen Metenenlner. Gerste 1*01 Millionen Meterzentner und Hafer 14 Millionen MettrzeNtner. Eine neue Notenadstempelnng - Oesieru waren Gerüchte im Umlaut, daß eine 60'/»ige Rotenabstempellmg brvorstehe. Von unterrichteter Seite wird uns erklärt, daß hinüber nichts bekannt sei. - , * Balutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr war «ach' sremdm Zahlungsmitteln wohl Nachfrage vorhanden, doch war über die Grenzen der tschecho-slowakischen Republik 'Wird [ bns ©cfrbatt hierin gering und die Kurse erfuhren «ur rir den §§ 13 und 14 der Vemrdnung der.tschecho-slowaktschen - fügige Verschiebungen. Es notierten: öeino te« WMWWBWMWI 4.90, Elend. , Von I. L. Pßpez. (3. Fortsetzung.) WaS glaubt ihr? Ich habe ihretwegen rneinen Mehkamedberuf aufgeben müssen- Denn ich mußte auf den Markt gehen, Essen einkaufcn, die Kinder anziehen.Und dazu waren es noch fremde Kinder! So ein Stück Holz von einem Manschen habe ich noch niemals gesehen! Sie hat wohl überhaupt keine Seele/ gehabt: ich mußte sie sogar daran erinnern, daß sie essen soll! Verflucht f sei Veiiel, der Schadchen! Tr hat mir ja diese Kostbarkeit angehängt. ^D'enn sie hatte im ganzen zweihundert Nudel von den Männern, die sich von ihr hatten scheiden lassen: ein jeder von ihnen hatte sie wöhl bis aufs Hemd ausgezogen! Und auch diesmal war das Geld bei einem Dnkel hinterlegt und dieser gab uns davon kaum dreizehn Prozent Zinsen. Ich dachte schon, es sei mein Ende. Wenn ich zu ihr sprach, antwortete sie nicht; sie verstand überhaupt nicht, was man sagte! Und dann hatte sie noch eine Eigenschaft: sie konnte ihre eigenen Kinder nicht leiden! Wenn nur ein^s yon ihnen ihr in die Nähe kam, so gab es gleich Ohrfeigen. Kttisfe, Püffe das Geschrei stieg zum Hinunell . ... Einmal warf ich ihr auS Zorn einen Leuchter-an den Kopf.. Ich bereu« es noch heute. Den» was'konnte sie dafür? Es wirh wohl eine Art Kraukhcid gewesen sein. Ich war mit ihr Lei-allen Nebbes^ doch keiner hat ihr Helsen können« Sender Halle sich durch Ueberlegungen über den natürlichen Gang der Diiigc folgende Vorstellung gebildet: Ein Doktor (er fcl von einem Reichen wohl unterschieden!) kann einen kranken Fuß heilen; aber wenn per Kranke gar keinen Fuß hat? Sy hinkt er eben bis an, seiner Tage Ende. Ein Redde beilt eine kranke Seele; nnn hatte man.'aber vergessen, ihr eine Seele einzublasen. Darum kann ihr kein Rebbe helfen und fi« bleibt bis in den Tod ein Tier. Was habe ich alles ausstehen müssen, ehe ich sie loS wurde! Viele Rabbiner wollten ein« Scheidung gar nicht zulassen. Denn sie hatte nicht so viel Verstand, daß sie in eine Scheidung hätte einwilligen können. Eine schöne Geschichte! Hätte sie Verstand, so lebte sie doch noch mit dem ersten Mann! Und als ich endlich einen Row fand, der die Sache machen wollte, so dauerte es von Pessach bis SukkeZ, bis man ihr beibrachte, was sie zu sagen hatte. Aber ich war schon überdrüssig geworden, mich immer wieder scheiden zu lassen und von neuem zu heirate^ Mer hat die Zeit und den Kopf dazu?! TS hat michj! Mühe genug gekostet, die paar Schüler zu bekommet und nun soll ich mich schon wieder scheiden lassen^und'! die Schüler verlieren? Und. zu meinem Unglück lag twiäj, j Städtchen an einem Bach, der keinen Namen hatte; I also mußte man wegen jeder Scheidung in eine anders Stadt fahren! Ein schönes Geschäft! Die Familien^! Väter suchen nur nach einem Vorwand, um mir ihre! Kinder wegzunehmen. Sie verlangt aber den Scheide- Und es wäre daraus auch nichts gelvorden, wenn j« *'.n<!f.* 3# sage: „Warte doch ein Jahr oder wenigstens '* ~ * **■ 1 citi Semester ab!" Sie will aber nichts hören MÜ' schreit: „Gib einen Scheidebrief!" „Schließlich antivortete ich ihr. nichts mehr darauf. nicht die Frau des Rows geloesen wäre. Solch ein weises Weib ist doch wirklich eine Krone für ihren Mann! Es war ein Vergnügen! stell e sich chr einfach gegen über und sobald mein? Frau „Ja" sagest mußte, nickte j Ich fitze unld unterrichte die Kinder, sie stellt sich abek firi ihr mit ihrem klugen Kopfe. . ö'or 012 Schüler hin und schreit: ,Einen Scheidebrief! Dafür haben sich die beiden anderen Frauen selbst ' Einen Schcidebries!' Und sie fängt noch an, unsere von ihm scheiden lassen. Der einen mißfiel sein ver« anderthalb Teller aus den Boden zu werfen. filzter Bart. Sie sagte, sie könne Leine verfilzten Bärie L1**!fie (eiben v , i na*e 8" kommen, sonst hätte fie mit sicher den Bart ausgerissen! Sie war ein wildes Tier; eines Fleischers Tochter und Witwe eines Schneiders — also vornehmste Familie! Mit Mühe setzte ich es bei den Vätern durch, i>A$ ich die Kinder im Bcß-Hamidrosch**) unterrichten durfte; NllN kommt sie aber auch ins Beß-Hamidrosch und schreit an der heiligen Stätte: „Einen Schridobrief'. Einen Scheidebrief!" Und was soll ich dagegen tun? leiden. Mer was soll ich tun, wenn ich schon einen solchen j Bart habe? Ich zeige ihr, wiö ich jedes ausgefallene Haar in einen Talmudbaud hinelulege und erkläre ihr,! daß der Bart ein heilig Ding ist; daß es ein heiliger > Eid ist, wenn ein Jude bei seinein Barte schwört. Sie sagt aber, daß. sie sich vor meinem Bart ekelt, daß sie nichts essen kann urid jeden Bissen wieder ausspeien muß! „Was, soll ich also mit dem Bart tim?" frage ich sie. „Schlage den Kopf an die Wand," schreit sie, ,/od«r gib mir einen Scheidebrief. Ick) wollte ober nicht nachgeben. Um nichts in der Welt? .An ihr selbst lag mir gar nicht viel ... *) Im Scheidebrief muh ausdrücklich stehen-. Stadt Svundst,, gelegen am. Flusse Soundso/' Stadt ohne einen Fluß ist daher die SuVu.i,,-.*, unmöglich. **) Bct- und LehrhauS. (Schluß folgt.) 'Müfc