Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 334 (27.12.1919)
- Date
- 1919-12-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 334 Wien, Samstag Wiener MsrgenzßttnnI 27. Dezember 1919 /wnrv Fudtyjym von diesem Sachverhalt keine blasse Ahnung hat. gebt ms der tü^llchrn Bemerktzyg Göldmanntz hervor, da» Kqbhqla md Cbassldismn;. weil sie gegen den ürenaen TakmadlsmtzS tkimvilen, die „weicmlichcn Akuiienmaen des liberalen Geistes vaxea! Ei' lügt poch, im Vollbesitz seiner Mooerniidt tbexlcgen hssizil. daß' he,de den „Kernpunkt yertehtten ,nd — man höre und stäupe — daß fremd? Einllüise in ihnen ftliksapl waren. Fremde Einflüsse, das wagt daß liherale, treng nach vrotestantlschcm Muster gltt kaltem Wege erzeugte kkcsormjudenchm iener bedeutsamen jüdischen Bewegungen vorm* verfen. - sicher die Orthodoxie schreibt De Unna: Ec sagt, daß Max das gssetzestreue Judentum das nationale Moment des »uventüms'betone, aber drekes Moment sei wesentlich ' religiös, vapn folgt dxr Ms,che Missionsgcdänke: Die Juden sollen dm mderen Völkern „voranleuchten" usw. Me Achtung vor den ScsetzeslrelW. aber in ihrem Kampfe gegen den Zionismus sollte« ge doch nicht liinast vermoderte Schlagworte aus dkm Grpbe ziehen, die schwieuge Auftzlilst, auf wenigen Seilen hcn Zionismus z« itizneikn, löst Dr. F r i h V o w e n st e i n homeffl'ch. Nicht jqsseliie kann niau von Dr. T h e i l h a b e r S Darstellung »eH Poalr Zion'Sinus sagen. Sie ist mehr eine Betrachtung Über ihn pls eine Erlg'mrrung seiner Ideologie. DaS Buch enchLlt mßrr den be>prochenrn noch eme Reche von informativen Artikeln 16er die 'anderen jüdischen Jnstiiutionen und Organisationen Deutschlands und ist daher sehr unterrichtend für Me, die aktiv trn Mischey Lehen teiluchlnen. »ä-7-dw. Die Männer der Freiheit in ihren Schriften, Brieten, Sr-» innerunpeu, Tagebüchern von Alfred S e m e r a u. Bongs Schönbücherei. (Deutsches Perlagshaus Bong $ En.« Berlin W5l) . V' Der Philosoph und der Krieqsmann, der Staatsmann pnd fer Dichter, der Ehclnchnn und der Mann aus dem Volke, der Gßlcbrte und der Agitator, Stimmen aus allen Standen werden «er laut. Schars umilfsen stehen ygr üns Frgnklin, Fickth rreiligrath, Herzen, dl? Erwecker der Nationen: KoscmSzko, O'EonneÜ, Garivaldi, Minzmi. Kofsuty sind die^Börkänchser Ar' das neue soziale Reich: Mair und Engels, Walke« Liebknecht. Bebel und JaurKs. Der Verlag hat dem Werke eine wruehrne Ausstattung gegeben. ■ ' ' " Mdische VeschenhbÜcher. Agnon: Nnd daS grmmue wrrh gerade. Erzählung auden, Hebräischen von tax Strauß. Gesunden Mark v.3b. 7- G, (|lipt: J?>an«1 Derondfl. Roman. Bearbeitet von A; Eltasbcrg. Gewöhnliche kluSstabe gedündey ‘ Mark 9.—« Vorzügsausgabe lLeinen, Golk»? ichnrtt ustv.) Maxs 14.—. — Grgctz: Geschichte der Juden. Volkstümliche Ausgäbe. 3 Bände, gebunden X BQ.-r. — Theodor HerzN Altneulanh. Kchunden 8 2160. Theodor Herzl r Philo-- wtzhr'sche sLrzählungen. G?bunden Mars 8.bv MoauS zur: Ein Elmnukabuch Illustriert Marf 5^7. -r & N^qys'ratzkt? Das Neue -indische Palästina. Gebunden Mark 3.—. -7- OWdische Novellen. Ausgewahlt und Ühertragen von A. Elrasbrrg, Gefunden Mark 1 5.tt% — I, L. Per»: Jüdische Geschichten. (Jnselblickieiei.) Kartoniert Mark 1.35. — J/L. Perez; Adam chd Eoa RovellkN- Gebunden Mark lö.—. -7 MorriS Rösprseld: Aeder'cheS Ghetto. Illustriert von sichen. Prachlband Pkark 20.-7. jüdisches Theater: E>ne dramatische Anthologie östjüd'scher )ichter- 3 Bände, gebunden Mark 20.-?-'. Zu beziehen dstrch LÜwrt, Buchhandlung, Wien,RotcuturMraße 23. MS Hey Theater«. / ex Gpielpsqn des BurgtheajerS bis tzhMchlnß* lautet: Heute Samstag den 2?. „Capdida",' Goyn- ' den 28. „Mas ihr wollt*, Montag he« 29. »Pygmtzlwn«, ' ' . .»ach den 31. MS änner «Kinder der DtenSrag den »0. „RosmerSbolm, * ""äxchtn vönl Wolj'', Donnerstag dm , Bek p i e l p l a n des O p e r n t h e a t e x s bis lahresschluß ist wie folgt festgesetzt: Heute Samstag „Zar und .iinmermam?. Sonntag den 26. „Der Rigg de- PolykrattS" —. nolansg", Dkonkag den 39. „Margavete" (Fgüst), Dienstag m „D'k'Bühöme^, Mittwoch den 81. Micner Walzer" — W Whpenfec" 77?- „Honne und Erde". In der B 0 l k s v v t r wird am- -1. d. M» «D 1 r! i g e n n e r b a r 0 n" gespielt. Im Deutschen ValkSkbeater gslanqt als fMcritcivoistclsura ach 81. d. M. um 9 Uhr gvendtz der drei, mge Schwank' „Der S ch 1 a t w a g e n k y n t x v l! 0 on Dissvn mit den Damm FLrh, Gerhardt, Hochwald. Kraim. so!,!, Schmidt und Thallex und den Herren Hymma, Jwald, kiAchuer, Kg'.schcra. Millmann ystd Wexnxr Kahfe. Hpieurchr; dr. Heinz Schulbaur, In den K a m m e r s p i, l t n find fifr dm 31. d. M. Silvesterabend)/ zw« heitere Stücke anstesetzt. Es gelangen die LWIUUIM i»! -M --WMM von I. L. Pene-„ (1. Fortsetznng.s MS er sich #n diesen Frost ersirnert«, hegMN e? Anker der Chuppe innerlich' zu meinen- Gr merkkk gar nicht, lrie MN ihn mit Schnee beworf ttub mit Nadtzly stach, er Härte nicht, wie bis Mnsikanten spigsten «nb wie der>Chasen sanz, und sah nicht, wie ntM hje Bva^ siebeninal um ihn herumführte... Und als man ihm bis Llaunngssormel vorspMch, rief ex ist seinem Annerstrn ans: „Herr der Welt! Lieber noch eine Unfruchtbare!. Daß er sich daS wünschte, wurde zu seinem 1-Hlglück. Sie war sogar, wie ex später erzählt«, ein WtteS Weibchen, ein gutes Weibchen . . . Tüchtig und gut . , . pnd hing sehr an ihm. Gie tvar eine lustige Person^ liest'nie,nals den stopf hängen und schmollte nwmals. Dar immer gut gelaunt« lqchte Viel und war manch'- mal so 4u?gelafsen hei Tisch«, daß har Schjviegeryater sogar böse wurde. „Doch mir", 'erzählte er, „mir gefies sie sehr gut. Es war wirklich Licht in der Stube, wenn sie am Tische fast. Ihr wißt doch selbst: «in gute- 88eiK sst immer fröhlich. Doch was hat man davon, wenn sie unfruchtbar ist? Vielleicht ließe ich mich von ihr auch gar nicht scheiden. Und warum? Wenn man M an jemanden hÜNstt, so ist es schwer, sich loszureißen. Und ich hing WirfUch fest an ihr; haS heißt, nicht ast ihrdann «ine Frgu ist hoch nur eine Frqu aher an ihrer Fvöhi- UchseUl An ihrem dächeln, vqn dem eß mir sy MaM umS. Herz war. Aber erstens, überschüthst« mich Mine Schwänze „H eürütsan tra g" von Tfckit^ot- und „Der selige Öctave^ vv« Mironbo und Geoule mrt Fra« Nub nnh de« Herren Gluitz. Gellhab er. Henk?, Kammauf und StWny zur AMhWng. ' S 0 n «t 0 g den 38. d. M., abeydS 6 Uhr. im g r - ß e n M u f i k v e r e i y S f a a l e r st e r v 0 l k S t ii m l e ch e r Abend desPos 6--Q q x t e t t s. Pi ogrammr Brahms Streichguintrtt' op, 88, k-Dus, Schubert Streichauinielt 6-Dur. Restlich« Abonnements bei der Konzertrasse der Hellerschen Blschhandlnßg.^ F r e i t a g dm 3. Jänner, 3 Uhr abends, im großen KvpzerthavSfa a lr Heiterer Abend Hansi Nies?. Vollständig mucS Piogramm. Restliche Irrten bei Kebfendorf?r, Prügelsttaße 8, iw LandrSvnbqnd für Fremdenherkebr, U Stock-lm-stlsrn. Eqttitable. und b« der Konzertkasse her Hellerschen Buchhandlung, t, Bauernmarsl 8. Hans Thonm: „Zm^Winter des Lebens". Jena, ISIS, Diedsrichs.' ' HgnS Thoma hat« fett sich batz Pälberbübst zur Exzellenz hinaufgemalt hat, schon wiederholt he« Pigssl mit beb Fedex vertauscht n'nb man hoxcht immer interessiert auf, wen« ein Könner von feinem Handwerl zu reden verspricht. Nun, Altmeister Thoma schreiot wie er rnalt, behaglich, fleißig, mit herzlicher Andacht zum Kleinen, ei« bißcheri gewollt primitiv, wie einer, der Großpapa nicht nur ist, sondern fidfo; auch th dieser Rolle wohlfühlx, kprz, wie er sich im Gommer 1919 gemalt hat. Dabei ist sein Stil und Vortrag, trotz seiner gegenteiligen Behauptung, so wenig impressionistisch, wie seine Maltechntk, wen« ma« unter dfesein schillernde« KunstauKbrück dastarke HerauKarbeitendes Eindrucksvollen und dem Künstler wesentlich Erscheinenden unter Pernachlässtgung alle- Minderwlchtigen vÄsteht, 'HanS Lhomq scheint sich eine Sondervorstellung dpn Impressionismus m machen. Ihm« berrt rqstloS Fleißigen, vüxgerlich Tüchtigen,' ist impressionistischer Stil ety bequemeß Sichaehenlassen, ein unbekümmertes Plaudern. Und fö «immt er M de«n den Leser vor Und schtvaht mit ihm aus dem Grohvaterstubl heraus ein Gtündchen vder 'ztver von allem Möglichen, darunter auch von da» kleine« Ereignissen seine» LebenSibtzlls, in dem ei« DechbalkLNsturz, det ihn beinahe erschlage» hätte, daS einzig aufregende ist. Dost der Malexei selbst nicht zu verwechseln mst Bildertitel« üno Dreisen -77 steht merkwürdig wenig in dem Büch. W ist eingestandenermaßen Alters- Milde, die shn nicht nur jedes scharfe, sondern überhaupt jeglichestrhril stb'e? Mit?r und Nachstrebend« vermeide« lstßt, er weigert sich aber ^auch« „die verschlossenen Tiefen schM Selbst" zu öffnen, und f» wird der enttäuscht, der etwa ein BeLennerhuch in der Äpt der Rousseausche« „CpnsessiönS^ erwartete. Aber eS hat neben dem Künstlerthpus, der äuK seinen großen Schmerzen die kleine» Lieder macht, immer jene» ggnz anderen, doch an sich nicht geringeren gegeben der dem Publikum feiy Könste«, aber nicht sein Selbst auf dem Präseiitiorteltzr darbjettt, der & ftt ruhigem ißelbstbewnßsfein verschmäht, sich zu kommentieren, weil «r erfsthlt werden will, Go gefaßt, ist jwötz aller Zurückhaltung doch der ganze 'HanS Hhpmg in seinem jüngsten Buche. So sppWt ex zu der großen Gemeinde derer, die ihn lieben, und die anderen, meint er siche? selbst, brauchen sein« Bilher ja nicht zu besehen nutz seine Bücher nicht zu lesen. PH, Dolbpch, tz rl autrrun g en , »Beethovens a v 1 r r s 0 » a t? u. Benag I. P. Tonger, Köln, 'onger, Köl Es ist dvpchanK k-ipe Ueberhehung, wenn. Fritz B'ylbach in der DsMhtz seines neuen DucheS bemerkt, pr halte sein« Gchrift. her' zahlreich hyrhanbentzn einschlägigen Literatur nicht für überflüssig. Wenn das Derk vM Mqrr zu pretisißrestd, Riemann zu riemannisch, Ragl zu wettläufig' ist nrrd wen auch die Schrift van skelnecke picht befriedigen sollte, de? findet hier ein ausgezeichnetes Handbuch, das alle Vorzüge seiner Vorläufer aufweist und noch einen mehr: hi« Gabe klarer, populärer und doch alles Seichte vermeitzßnösr Dar^ stellung. Ein einleitendes stapitel gibt alle- Wissenswerte über den Begriff und die Form der Sonate. Pie Analysen selbst erschöpfen sowohl den geistigen Inhalt dtzr einzelnen Sonaten, soweit er sich in Werten wiedergeben läßt, alauch die musikalische Faxm, unh sind mit de» eingeschglteten Notenbeispielen wßctvolke Bohekf« für jedermann. Der unexschöpsliche Lluefl an künstlerischem Wichtum, her pur Beethoven- Slayierwerk strömt, wird durch diese Arbeit einer großen Zahl von Dürstenden zngeleitet werden. Dr, K.M, Der Volkswirt, tzayd ellSn achrichten aus PalSstlua, Unter Hinweis darauf, daß die Entwicklung de? iridustricllen Entwicklung i» Palästina sehr wesentliH von der Frage der Beschaffung von Brennmaterialien «lbhängt, veröffentlicht das Departement für Handel/ und Industrie beim Zionistischen Zentralbureau in London folgende Angaben: Ein« Donne Kohlen kostet jetzig in Palästina ebensoviel wie eine Tonne Brermäl,., aber die Wärmeerzeugung von einer Wonne Brennstl^ wenn es in Kesseln verbrannt wird, ist zumindest hpppeU fo groß wie hie Wärmeerzsugüng tzost eine? Donn^ Anthrazit. Seit dem Kriege ist ein wichtiger Faktor^ her auch die Beschaffung von Brennmaterial für PalL-' stinst eyg berührt, dadurch 'entstanden, daß jetzt an der ägyptischen Küste der Straße von Jubal, die deni Golf von Suez mit hem Me? verbindet^ Minexalö l erzeugt wird. Die ^.uglo-ägyptische Oekcompqny, hyr diese Öelselder gehören, speichert iy! Alexandria und Part Gaid ausreichende Quantitäten auf. Der Preis ab Dank Alexandria beträgt pro Tonne Brennöl L. 7.10.0, Diesel-Oek 15.0.0. Der Transport kann jetzt nicht nuy zur See, sondern.auch per Eisenp bahn ersylgen, den» die Bahnshsteme von Palästina^ pnd Aegypten sind jetzt verein ißt worden. Mit dem; Auwachson der industriellen Tätigkeit in Palästina toirjfr eS vielleicht möglich fein, unbearbeitete- Oel vpn hep^ Öelselhern nach Haifa ÜNh Jaffa zu verschiffen uÄ? eß bprt zu reinigen- Auf diese Welfe wird nicht «nur bqß Brennmaterial selbst billiger werden, sondern auch-, neue Industrien in Palästina geschaffen werden. Dail Departement für Handel und Industrie hat auch feste« gestellt, daß große Quantitäten von Brennöl aus Baktz. jetzt in Batum erhältlich sind, und haß her PreiKi vco Tynkpe, geliefert in Palästina, den P?eifür daSj ägyptische Oel nicht übersteigen/ vielleicht sogar «ferj driger sein wird, Aus diesen Mitteilungen geht hervor^! dqß die neuest Unternehmungen in Palästina sicher fehtj können, auf viele Jahve hinaus das pöttge. Brenta' »uaterial erhashen zu Wneu. . V; i Vr v Da die Tram frage sehr akut ist', erwtzrbek ma» sKr die allernächste Zeit, sobald die Materialien herhelj» tzeschafst. werden können, den Ausbau eines elektrischem Tramnetzes in und um Äs?Usalem. Wirtschaftliche Nachrichten. Aus Hambu rg wir« berichtet; Zwischen den Neps Mlürngen per Deutsche« Levanteltnje und der. Hamburg—Amerikallni.« ist ein Bertrirg ahgeschlossen Wyrden, wonach haß Dermägen der Levantelinie als Ganze-i unter Äusschsuß der Liquidation auf die Hamburgs-Amerika-, itstie Übergehen soll. Den Attioflären der Deutschem- Levaotelinio soll der Umtausch von drei PKfetfahri-Artir»! gegen eine Levante-Aktie angeboten wk^hpu. Der erfppdev-' lich« Aktien betrag ist her Gesellschaft von' vesreundettt Sette zu; Verfügung gestellt worden. Die Fusion wird erhebliche Boxteile für twn Schissbetrieb ergeben. Trotz de- Zusammen^ schlusses wird der Betrieb der Linie unter dem Namenij Deutsche Hevan^elinie foxtgesührt werdsn. -7 Der B «1^, strader Minstterrat beriet übe« daS amerfkanifchob A«leiheanbot von 25 MUlione» Dollar, das AmerÜM Inß0slawie« z«r Anschaffung von Eisenbahn-,Telepho»- nud TeregraPhenmateriM in Amerika zur Verfügung stelfL/ vpn« Rücksicht aus de« Vorschuß auf die KriegSenychädigung^ dus Jugoslawien erhalten soll. Es verlautet, daß diesig Vorschlag von der Regierung grundsätzlich ap ge« am me« Wurde. -? Der ungarische HandelSmiyister ist, voutz Mintsterrpt mit der Zusammenstellung einer nach der tschechde fckiest Republik m ««tsendenden Wirtschaftskommission bettM worden. Die Kommission wird die Ausgabe haßen, all«- schwebenden tyjrtschaftirchen Fragen mtt der schechischen Regierung zu regeln. — Der Herband der, Pis« y« und Metqllindustriellen Nordböhmei A hat eine Entschließung gefaßt, ist der unter Berufung Artikel 827 des FrievenSvertrageS von Saint^Nermam Regierung der tfchecho.slowakischen Republik aufgesordert vt SKuttt? mit bitteren Priese«z fte Wj eilt EnkMnd hoben! Z»m Unglück war ich ihr einziges 5kind, und Mutter, seligen AydenkenS. konnte schoU feine Kinder mehr haben! Es ging. ihr also wirklich ymS tzeben^ Jede? Brief war Mt Dräuen dnrchtrSnkt. Und Vater hörte vpv Zorn überhaupt zy schreiben auf; er beschwerte sich abtzp über mich heim Rehbeu . . . Änh zuletzt war auch meiste Fra» gqnz verändert,' sie verlor ihr« Fröhlichkeit, hajse psi rote Augen, und so oft sie mich an sah, seufzte sie tief auf .. . Sie fürchtete wohl, tzflß 'ich mich von ihr scheiden lasse. „Wir wohnten beim Schwiegervater. Wo Mitgift war «och immer bei einem Vertrauensmann hinter» legt und der Schwiegervater fürchtete, sie uns auszahlen zu lassen, Und ich kam? eS ihm' gar nicht verübM; ohne Kinder reißt ja hie Ehe wie ein Faden. Wir lebten also von den Zinsen. Wir aßen alle zusammen, «und es war gar nicht möglich, mit meine« Frau ohne Zeugen zu sprechen . . . und sie sah mich nur immer Vst und weinte. Es ging mit ihr, nebhich, von Kag zu Tag abwärts . . , Kaum eine Hälfte war von ihr Übrig geblieben, untz diese übriggebljebene Hälfte war, baß sich Gott erbarme: grün und gelb und singe» i schrumpft , . . und hoch tgt sie. mix sehr leid, wirklich j sehr leid . . . Oas Herz kramp fre sich in mir zusammen ..." Tränen treten ihm in die alten Äugen. „Doch war sollte ich tun?! Der Kebpe hatte etz beschlossen, und der Gchwiegerhater hat darauf bestanden (allerdings hat er die ganze Mitgift zurückgenommen k). Mgin Bahar ft»m herüber , . . Und tyir toyrden age schiede» >-. „Ich war damals gegen dje dreißig: sieden» oderachtundzwanzig. Und mußte wieder zum Water zurÜch» Die Geschäfte gingen damals schlecht, Geld hakte man nicht, und unser Sander wurde Melamch., Ein Melameh muß aber verheiratet sein. Sechs Jahre lang war er Melamed und dfied Frauen hat er sie dieser Zejt gehabt. Die eiye ließ sichs ho« ihm scheiden und von best beiden anderen ließ ev sich scheiden. Die «ine war ein ganz unglückliches Ge» schöpf. Man hatte ihn mit ihr angeführt; man redete iHm ein, sie sei. eine Witwe, eß stellte sich abgr heraus^ daß sie schon viermal, geschieden wrr «nd er ihr fünfte« Mann war. Eine Kleinigkeit! Man hatte ihm gesagt,' sie hahs nur ein Klnh, sie brachte aber fünf Kinde» mit! Es war «pch ei« Glück, daß ihr hie Kittder mejff starben, denn sie hatte ppn jedem Mann vier und vielleicht sogar fünf Kinder gehabt. „Und eS war sehr schwer,^ erzählt er, „sich von ihr scheiden W fassen. Denn sie war so blöd, ^daß mgst weder mit ihr leben, noch sich von ihr scheiden lassen» loirnte , , .* '1 „Ihr könnt mir glaube«, ich saß ordentlich' W D'recktWas verlangte ich auch von ein?? Frau? Irdische Freuden? Ich war ja Melamed und hatte feine Zeir .dazu. Doch so ein Klotz wie diese — daS war mir schqip zu viel, Man mußte sie immer kammandierett. Wenm man ihr sagte: Steh' auf! - so stanh sie a«f; zieh». pich an — zog sie sich an; mach' Feuer! Koch' dM Wh hstü tqt sie d«s. von selbst tat sie gstr. (Portjevuua t9UU.