Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 334 (27.12.1919)
- Date
- 1919-12-27
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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toeue a Wien. Samstag Wiener Morgenzemmg I7. Dezember Vld /RLW4 mit Oesterreich wegen Vcreinbaruttg eines Svnderüber- »ink ommens aus der Grundlage voller Handelsn n d Z o l l \ xc t Ti c i t für eine möglichst lange Zeit unter - Verziehung von Vertretern der Meta l Industrie Ile n kr D«rLilü>nng zu treten, nnr der schwerbelaftetcn Industrie wieder den Absatz ihrer Erzengrrijse und ihre bisherigen Abnehmer zu sichern, bevor noch die Industrie der anderen (Staaten diese Märlke erobert hat. Die französischen Prämienpsandscheine in England. London. 26. Dezember. CFnuksPr «ch.) Der Schatz- \ d « 8! c c erklärte gestern int U tt 111 b a a S, daß' der Dorienverkchr mit den von Frankreich ausgeaevenm Prämien-- v f a n d s ch e i n e^n in England ungesetzlich sei. Diese ErNärnng hör in HandelSkrene» großes Aufsehen herovrgeruscn. Der Sörsenauoschuß Kat den Hundel mit Sen dezrichneten Wert» parieren «ntnsazt. . __ Gründung einer Oeilfabrift kn Palästina. DaS Llsoeuhasekrer Zroumüche Bureau berichtet: Unter dem Namen ..Palestine O:l Judnsirtz Shemea Ltd?, wurdein London eine Gesrüschaf! mit einem nominellen Kc^rital von 350.000 registriert. Ire Gründer sind die Herren Älja P 8 e n s o n rach Mose W i l b u s ch e w i tz. Die Gründung der Gesellschaft er»' '?lgtr zum Teil dank der Jnstiattve der Petrograder Gesellschaft iti die kommerzielle Entwicklung Paläsiwas, die unter .der Lockung von Herrn Borns G r l d b e r g viel zur Aufklärung i i€*ev Fragen beigetragen hat. Gesetze gegen den Wucher «nd die BormtSverheimlichung fei der Tfchrcho-BLnoakeL Die Nationalversammlung ' hat zwei in das wirtschaftliche Heben tief einschneidende Gesetze geßen den Wucher und die Vorratsverheimlichung brichlossen. Die Verfolgung und Bestrafung des Kriegswuchers wird den ordentlichen Gerichten und den Verwaltungsbehörden adgenommen und neu inS Leben tretenden Gerichten, Volksg L r i ch t e n, in beccn Zusammensetzung das Laienelement üSerwiegt, übertragen. Am hinlängliche Beweise vorhanden sind und der öffentliche Ankläger nicht eine fünf Jahre überschreitend« Freiheitsstrafe beantragt, kann von der Verfassung einer Anklageschrift Abstand genomnren und kurzerhand ein S t r a s a n t r a g> gestellt werden. Das Gesetzsieht auch die Möglichkeit 'vor, daß wegen Verbrechens übermäßiger Verteuerung das Standrvcht verhängt wird. Bezüglich der Strafen steht das Gesetz auf dem Standpunkte oer Ab» schre>'?ungstheorie; sie sind von drakonischer Strenge.- Ein neuer Tatbestand ist der de/strafbaren Verheimlichung von Dorräten; eine solch? Verheimlichung bildet »-ein Erbrechen, wenn sie Waren - betrifft, deren Anmeldung vorgeschriebe» ist und der Wort der verheimlichten Ware 10.000 .Kronen übersteigt. Die lieber» tretung von Höchstpreisen für Bedarfsgegenstände des. täglichen Lebenwird mit Arrest von einer Woche bis zu sechs . Monaten-, bestraft, daneben kann noch eine Strafe bis zu 20.000- Kronen verhängt werden. Das Verbrechen, das darin besteht, baß jemand mit -anderen , verabredet ober verleitet, in Massen Verbrechen gegen die Ablieferungspflicht M begehen, wird mit einer neuen Strafe belegt: der WerrchjögenSkvu fiskation. Die Bergwerksindustrie Slawoniens. In Slawonien hat- Jugoslawien einen gewaltigen Reichtum an Minen, deren wichtigste die Kohlenminen find, ferner OeckMber-, Blei- und Zinnminen usw. Kohle findet inan hauptsächlich im Gebiet von Slawvnisch-Stetermark. Die. drei wichtigsten Kohlengruben sind dort in Trifaik, Ojstro nnd Ilrastnik. - Diese drei Gruben allein hatten 1913 zusammen einen Ertrag von 930.000 Tonnen Kohlen. Wenn diese Kohlen auch nicht gerade bester Qualität find, so sind sie. doch für Dampfmaschinen m Fabriken zur Heizung und für Güftrzüge zu gebrauchen. Dieselbe Qualität trifft man m der Gegend von Ctlli in geringerer Menge an; die dortige Produktion beträgt jährlich etwa 60.000 Tonnen. Eine bessere Qualität gibt eS in. K x a i n, wo in Soest, Janz, Gotischer . und Zagorze Kohlengruben sind. 1913 förderten diese 430.000 Tonnen, Kohle. Kärnten hat ebenfalls einige vorzügliche Gruben, Slawonien fördert genügend Steinkohlen für den eigenen Bedarf rmd konnte eventuell auch .noch aüsführen. Quecks i l b e.r findet'man in der Mine von Jdria. Diese Grube ist die reichste Europas außer den spanischen. 1913 wurden etwa 100.000 Tonnen Oueckslttererz (800 Tonnen Quecksilber) im Werke von ungefähr 8V, Millionen Kronen gefördert. Jdria ist von den Italienern besetzt und die Mine ist Im Besitze deutsche*' Kapitalisten, welche jetzt mit dev Italienern, vereinbart haben, dt« Grube zu verkaufen. Ferner gibt es viele Z inkgruben. Mer Fünftel der. gesamren KpHwoduftion der früheren Monarchie kamen aus Südkärnlen. Galiziens Audfuhemöglichkteiten. Dr. Gdansk» berichtet: Zu den wichtigsten Ausfuhrartikeln Galiziens (Bezirk Lemberg) gehören: Erdöl und dessen Erzeugnisie. Holz, Nohhäure. Erdwachs, Kaliumsalze, Eier, Schnaps und 8ikö«. Erdöl und dessen Erzmgnisie sowie Rohhäute sind vom Staatechestblagnahmt; Über die Ausfuhr entscheiden daher die zuständigen Beyörden^und Organisationen. Die Vorräte an weichem Holz im Bezirke Lemberg betragen gegenwärtig etwa 130.000 bis 140.000 Raummeter und an Eichenholz -5000 bis 6000. so daß dir Hälfte dieser Vorräte ausgesührt werden kann. An Erdwachs können in der nächsten Zukunft mindestens etwa 30 Waggons ausgesührt . werden, später, nach Behebursts der Brr» kehrsschwierigkeiten, fünf Waggons monatlich. Kaliumsalze werde» in den Jahren 1919/20 wegen des großen Eigenbedarfes mcht! auSgeführt werden 'können. Die Ausfuhr von Eiern ist brS Anfang März 1930 verboten. Die SchyapS» und Likörfabrike» des Lemberger Bezirkes sind, obwohl sie unversehrt geblieben sinh zum Stillstand, verurteilt, da einerseits kein Spiritus zngetMuud andererseits kein Zucker emgeführt wird/ ' Kaffeemartt i« Triest. Obwohl die meiste» Kaffee- Händler Triests gegen das Kaffeemonopol waren, fand kürzlich^ die erste Kaffeezuweisnng durch das Monopol statt. Die Triestiner Ausfuhr wurde dadurch nicht betroffen. Oesterreich' kauft nach wie vor in Triest; nur die tschecho-slowakische Negierung macht aus Valutagründen Schwierigkeiten, die durch dir'italienische Regierung aus dem Verhandlungswege, beseitigt werden könnten. Außerdem müßten die hohen Frachtsätze der Linie Trieft—Brasilien (15 Schilling) gegenüber!. 9 Schilling auf der Linie Marseille—Brasilien beseitigt werden, besonders da diese Frachtraten die Ausfuhr nach der. Levante»erschwDcen. Eine weitere Erschwerung des Kaffee- Handels liegt .in der Berlegimg wichtiger Schiffahrtliniettz die nun. in"' Tarent ihren Ausgangspunkt nehmen. Der! Triestiner Lloyd will die wichtige Verbindung Triest- Konstantinopel—Batnm wieder aufnehmen. ===3 Kleiner Anzeige« Theater. Lmsweam. Aarn» *, Bestelldnrean: 3RÄ SS0S Candida. 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B- '’i’n 5/t8 Uhr Cteb« s Uhr 3c$tmsaur Tdsrttrr. Die Tante an- Hoaflenr Zcginv fi Uhr Süd« 8 Uhr Heue Wiener Bübne, rx., rr«saz«A« SS. Doktor Stieglitz. önbf's n&t wiener ZtackMeärsr. Los« Bernd. ■;vn* T»Ss « Uhr ^e«akrr<ttee-SSh«e. MiUxmMß« se. Der KSnig deS SeöenS. ük-;-.nn *fjt Ubr Ssde 8 Uhr Howöafenftatu. Rrßdorfrrfirai« 4—8. ^ItubatHtdeßt Der Himmelsschneider fefiinu Uhr Ende k^hr Der Liehestenfel. ksK NEULAND XVI., TBE AU ASTRAS SB LS "S ZueammenkiiUftsort der Zionisten Ottakring-Heraal8 m TEXTILWAREN trunit «tt md ohn« Aavfalu. Billig« Prelis. Ouiter keine Itefat S. Fradies, UfrMij&felltel 40. «s pegr.lOOS G ahn« OLD, PLATIN, SILBER »»BRILLANTEN flRTOB SM Saaieto irardea ns Ttgtebam Juwelier, Xlfl. Sumpsi gecee IS, 2.8t, Tlür 23 WIRKWAREN! ALBERT MATZNER, Wien, l, KotatmeeeergAeee 8 Arrn^.1 Uhr «Me 3 »hc 2eW» die hBihetM peeise dt9 mm «Mm. 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Doaentber, a/,ll Uhr vorm., rom.Zwitratfiisdfaof fl* Tot3 isr. Abt) zur «wigän Kuh« getragen. Slegamnd ßpltrer Flor« BpUsar g«b. P«lgi«tooh ah Brtdec , ab- OaMift Dr. FrA» Lplräar, «mache Otto Orttofbld »i» Kfedflr 1 . »ia ^advi«Dimodv m iSliiijel-äegegenheitskauf in grosser Auswahl. Billigste Preise.400 TL, Pratmfar. 88 und BL, Weintranbeng. 2. Gesucht wird von 2 jungen soHdte« Herren ein elegant mftbl. ZIMMER ftrdi Mt Familie) mit ddeuchtnng, B«heinmg, Bedienung *md «nrent. Tdaphonbenfitzung, per sofort beziehet, tii der Nfihe der Tabor- oder Pratentraste. Gest, iwarupch Nunchriften unter Zimmer 94 öS" an die Adm. des vtm Ledersohle« «n» echtem Leder mit Sokkeafchorier liefert Sohlenerzeuger 1. vez.. Siaglergasse >1/4. *107 Brust- oder englische Geschirre, neu oder übertragen, Hirt Land zu taufen gesucht. Auch gear« Eintausch nicht auSgeschloffe». Zw schrtstkn unter >Z. N. Z. 10Sa» vie Adm. des Blattes. 101 Wohnungen. Möbliertes Zimmer (Kabinett), separiert, im 3. 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T«l. fOSIdu WPWI.WI—.HHM MB»—.— jüdische Zeitung»-» Verlagsgesellsch ast m. b.H) I Berantwortluher Redakteur: Jacques Schwarz. *"*ürrirrl " ■SSBTiSimr^.