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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-25 · Heft 333 (25.12.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 333 (25.12.1919)
Date
1919-12-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seit- 8 Vfi».. 4vien, Donnerstag * Schule Gutsch, II., Leopoldsgasse 26. Anfangs Jänner neue Kurse für kaufmännische Fächer, Sten'ograple, Maschinschreibrn und Sprachen. Aufnahmen ab 87. d. M. * Eine falsche Kommission. Vorgestern nachmittags fand sich im Geschälte des Kaufmannes Josef Dänemark, Praterstraße 50, eine falsche Kommission ein. An der Spitze stand ein ungefähr 60jahriger Mann, der sich als „Kommissär" dörstellte; begleitet war er von zwei Männern, die die.Rolle von Polizeiagenten spiellen und von einigen Männern m Militäruniform, die als Bedeckung kamen. Der Kommissär schützte einen amtlichen Auftrag vor und nahm eine genaue Revision deS Geschäftes vor, bei der er H errenstosfeimWertevorl k 80 000 und zweiserbischeTäbaklose beschlag- » ahmte. Die Stoffe führte die Gaunerbande auf emem Wagen fort. Erst lange hinterher kam Herr Dänemark darauf,. daß er Gaunern ins Garn gegangen ist. * Wissenschaftliche Erforschung Palästinas. »Dyar hajom" in Jerusalem berrchttet, daß b« Gesellschaft tut wissenschaftlichen Erforschung Palästinas, welcher die bedeutendsten Schriftsteller, Gelehrte, Forscher, Aerzte und Lehrer angehören, nunmehr an die Nrdeit geschritten ist. In der vor einiger Zeit abgrhalienen § tzung des leitenden Ausschuffes wmde nach eingehender DiSiusslon beschlossen, die Arbeiten Mnächst m zwei Sektionen m Angriff zü nehmen, und -war: 1. in dler historisch-archäologischen md S. in der na'urwlffrnschM.chen Sektion. Die.Gelell'chaft vird in allen Städten und für die ForschungStätigkeil wichtigen ^)rlm Zweigniederlassungen errichten. * Ein neue- Viertel in Jerusalem. AuS Jerusalem vird berichtet: Eine Gesellschaft. Jerusalemer Juden hat daS mischen Sichron Mosche. Achwah und Jegimh-Kavapm gelegene 'lrrale käuflich mvorbrn «ich bereits die Bewilligung zur Erimrung von 2t Fam'.licnhäusern erhalten. Auch das Baukapnal vurde bei einem — mchtjüdischen Bankkonsortium vnttr sehr tünstigen Bedingungen fichrrgrstellt. Laut der amtliche» Bau» iewilligung wirb jedes dieser Familienhäuser 5 diS 6 Wohnräume md alle erforderlichen Ncbenräumlichkeck besitzen. * Gras Albert Apponyi gibt seine Memoire«, heraus. Wie der »Pesier Lloyd" erfährt, wird Graf Albert Spponyi, bei der Deutschen Verlagsgeselli'rhaft in Stuttgart m notscher Sprache und gleichzeitig wahrscheinlich bei der Franllin- VeseÜschaft ru Budapest r» ungarischer Sprache seine Memoiren, mter dem Titel »Aus dem letzten halben - Jahrhundert »er österreichisch-ungarischen Monarchie" erscheinen lassen. 8lnem Freunde gegenüber äußert« sich Grat Appvuyi befüglich dieses Werkes. daß et darin nichts beschönigen und derjeimlichen und auch mit sich selbst strengstens ins Gericht ichrn werde. > * Erhöhter Pofttarif in Ungar«. Einer Verordnung ies ungarischm HandelsmiNisterS zufolge wird am 1. Jauner 192(1 Htie namhafte Erhöhung des PosttariseS in Kraft tteten. Das Porto kür einen gewöhnl'chcn Brief wird im Jnlandsmd »m Verkehr nach Oesterreich, Deutschland. Bulgarien, Polen md Jugoslawien 60 Heller, im sonstigen AuslaudSverkehr K 1.— betragen. * Der „bolschewikische* Jazz. In Paris hat sich ein ouno sogenannter Müsikalrscher Menschen gebildet, die Front nachm wollen gegen die amerikanischen Jazz-Orchester. die Frankreich zu überschwemmen drohen. Die Mitglieder des Bundes iehauvten» daß die PuWoot- und Jazz-Orchester den — oolschcwismus in die Musik einssthren. * Phantasiepreise für Weine, DirDemverstergtrungen irr preußischen Domänen, die in Wiesbaden stattnndeu, brachten den außerordentlichen Erlös von 13,879.12)0 Mark. §s wurden dmchwcgs Phantasieprerse gezahlt. Die höchsten Erlöse brachten Eltviller Taubenberg, 136.000 Mark IÜr 800 Liter, md Rauenthaler Balken, 211.060 Mart für 800 Liter. * In Hamburg streiken die — Mieter. Aus Hamburg vird telephomctt: In einer Versammlung sämtlicher Bezirksnicterräte und der Vetrauensleute des Zentralmieterrates wurde «schlossen, ab 1. Jänner in den allgemeinen Mieterstreik zu trete«, das heißt, tm allgemeinen die Mieten nicht zu bezahlen. 8lu den nächsten Tage» finden in alle» Stadtteile» Hamburgsffeatliche Mieierversamwtunge» statt. - * Ein Denkmal der Verwüstung. Aus Paris wird iedrahtet: Die, französische Regierung gedenkt, daS Gebiet bei Roufoucon in den Ardennen als nationales Denkmal des Weltttegrs in dem gegenwärtigen verwüsteten Zustande zu belassen. Die Ernährung. Der Marktbericht. Mit Ausnahme der Größmarlchalle — Fleischabttllung versagten g e st e r n f a st al l e M S r k t e gänzlich, kn der Großmarkthalle gelangten über 40 000 Kilotramm Specssl.eisch und Rauchfleisch zur Ausgabe. Dieses Quantum reichte vollständig zur Deckung des Bedarfes. Die opeckavsgabe hielt fast bis zur Mittagstunde ad. Die Frschm 8 rkte waren ffir dm FeiertagSbedars -änzlich unzureichend beschickt. Die Bevölkerung hatte ermattet, «aß wenigstenfrische Schellfische zur Beifügung stehen werden, tber nicht ««mal diese waren emgetrvffen. Die Verbraucher satten daher «ur die Wahl, gesalzene Schellfische für den Weihtacktstisch zu kaufen oder sich um Karpjen anzusteven, die in mschwmdend kleinen Mengen, daS Kilogramm zu 80 Kronen, mgedoten wurden. DiePreis« für Geflügel habm gestern eine vertere Erhöhung erfahren. PoulardS stiegm bis *20 Kronen pro Kilogramm. , Auf dem Naschmarkte wurde gestern noch der verkauf von billigen Aepfeln fortgesetzt, während auf den meisten wderen Mäi kten billige Aepfel nicht mehr zu habe» waren. Nättnergemlise gab es sehr wenig, von besserem fcldmäßtg geianlem Gemüse war nur holländisches Kraut vorrätig. Eier waren nicht zu haben. Die Großmarkthalle bleibt heute geschlossen. Die Brotquote in der Neujahrswoche. Für die lachste Woche rst sowohl dre BrotalS Mchlquote gesichert. Wie ns rriiigete-lr wird, sind deutsche Zuschübe emgelangt, so daß wir )ie gegenwärtige kritische Zeit überstehrn werden., Vereinsnkchrkchtea. Nachrichten vonVereinen erscheinenü« Srahmslo-snuramTagederVetanstaltung.) Heute: Kulturverdand Jabne. 5 Uhr nachmittags Urdarstlsches Seminar. — Zionistische Sektion dttakri na-HernalS. Zusammenkunft jeden Montag >o« 7 bis 8 Uhr abends im Cass Neuland, XVI., Brunnen- «sse 84. _ Briefkasten der Redaktion. Unbekannt. Leider nicht verwendbar. -- Ben Mosche. »rO. fMt hm. Taaeo oiiaeöaaa'r I Wiener MorgenzeltunA 25. Dezember L91S Bühne und Kunst. Deutsches Dolkstheater. Zum ersten Mal«: ^Tanja". Drama in drei Akten von Einst Weiß.) In diesem Falle ist das Witzeln nicht am Platz. Ein Fluch lastet auf allem, waS dieser Krieg hinterläßt — auch auf der Dichtkunst. Sie ist verderbt, und verlogen und je kriegsfeindlicher sie tut, je großartiger dbr (Geste ist, je „inbrünstiger" die Erlösung und die Freiheit und die Ulliebe gepredigt wird, um so empörender ist die Mache. Die Geschäftigkeit, mit der eine gewisse Literatur die neue Zeit „bereites, stinkt zum Himmel. Hätte man es nicht schon.einmal erlebt, als Gerhard Hauptmann mit dem „Friedensfest" und den „Webern" den Auftakt gab und alle Bühnen mit naturalistischen Stücken und Arbeiterdramen letzter Qualität gefüttert wurden, hätte man es nicht schon einmal in der Lyrik mitgemacht, daß Hugo Hofftnannsthal mit seinem Gedichte „Den Erben laß' verschwenden an Adler, L-amm u'.d Pfau . . den-Auftakt gab und Arno Holz mit seinen r-ein'.liNur Gedichten zu einer Sintflut' von Nachahmungen, zu «ittev Sturzwelle langer oder kurzer nach der Längsachse shmetrisch geortneter DerSzeilen hunderter Dichterlinge —> wüßte man es nicht aus den Neunzigerjahrrn'deS verflossenen Jahrhunderts, daß ein Starker, Eigenartiger auf die jungen ■ Literaten absärbt und daß (oft den Autoren »«bewußt) ihre Produktion sich der literarischen und politischen.Tageskonjunktur anschmiegt: Man müßte an diesen rotdrapierten oder mit den Weltproblemen jonglierenden neuen Gedichten und Dmmen verzweifeln und diese . ganze schreibende Jugend durchaus, in daS Fach' der talentrollen Spekulanten einteilen. Wi^ ..ist doch irr diesem murn Drama von Ernst Weiß der abg>'bcastchte Stofs von den russischen. Nihilisten und der Ochrana zu einer Menschheiiserlüsungs- Allegorie ausgepustet, wie frivol wird doch die Gestatt eines Revvlulionäcs und eines jungen urchr stlichen Popen nach gu.en Vorbilde-n durchgepaust und mit zusammengelesenen, nicht selbst errungenen Erkenntnissen auswattiert! Die Szene, da die einfältige Dirne Lada den zu Tode gequälten Knaben ausbahrt und^ ihm eiue Nachrede, hält, die aus lauter ,Hrillanten" besteht, ist einfach frech. Die Hesangenhausszeue mit den gefesselten Verbrechern, dem engelreinen Priester, dem sadistischen Polizeimeister und der herein flatternden Nerolutionssahne ist ein beleidigender Kitsch und die ärgste Zumutung ist das Bild im Irren!,ause. Die preußische Ordnung und, Genauigkeit, mit der eine Wahnsinnige den Monolog der anderen Wahnsinnigen vor der daliegenden schönen Tanja auslaufen läßt, bevor sie ihren Monolog anbringt, geht wirklich über die Hutschnur und die Schalheit des letzten Bildes läßt man abgestumpft über sich ergehen. Ob der'Autor nur aus Naivität dieses Stück verbrochen hat, wird sich erst aus seiner späteren Entwicklung erkennen lassen. Ist das Deutsche Bvtkstheater wirklich dazu da, Rollen für Frau Roland um jede» .Preis herbeizuschaffen? ^Sie hat in dem Drama, eine Rolle, oder vielmehr ihre große Begabung formt aus der Danja eine Gestalt, eine lebende Gestatt, daß man an das Zeug vergißt, bas ihr in den Mund gelegt wird. Eine verprügelte Bestte, deren grqnjame Sinnlichkeit aus bitteren Kindheitserlebni'sen herckuswächst. Und ihr stummes Spiel in den Schlußszenen, das Aufbrechen dieser verkrusteten Seele, daS Weinen der erlösten Liebe, wäre eines Dialoges von Tvlstoischer Größe und Reinheit wert. Bon den übrigen Milwirkenden sei Herr H omma besonders hervorgehoben, der den Polizeimelster ausgezeichnet charakterisierte. Fräulein Denera gab die Lada.,Wenn mptt die Augen schließt, wähnt man Frau Erika Wagner zu hören. Auch ein Zeichen der Zeit, daß so viele Sch '.usptelec, selbst begabte, fremde Eigenart skrupellos übernehmen. ES gab wieder einen Thcaterskandal. Die Ablehnung war sehr unsanft. OttoAbeles. Renaissance-Bühne. (Zum ersten Male: ^D i e b e f f 111 0 81 f 11", Schwank tu drei Akten «on Franz A r n o l d und Ernst B a ch). Man hat so viele Schwänke und Schnurren gehört, die sich zu Anrecht „Lustspiel" nannten, daß man diesem, fröhlichen Schwank mit Vergnügen den ehrenden Untertitel „Lustspiel* gestatten würde. Insbesondere der dritte Akt bringt eine wirklich anmw^e Wendung inS Lusisplrlhaste. Herr Franz, der einen Justizrat namens Schlesinger höchst erheiternd gibt (ohne jüdische Figuren geht'S nun.einmal nicht) sorgte alS' Regisseur für ein kurzweiliges Zusammenspiel. Köstlich die unverwüstliche Therese Löwe alS Heiratsvermittlerin. Bon den übrigen Mckwirkendeu seien die Damen Kneidinger und Herbert, die Henen Knabe und Gerhardt besonderhervargehoben. Die Ansprache deS Herrn Direktors Walde» war minder glücklich. Daß der Schwank ein Werk seiner alten Berliner Freunde, ist, war nicht gerade nötig, mitzuteilr« und der Hoffnung AuSdnick zu geben, daß daS Publikum i h n im dritten Akte nicht enttäuschen möge-- (er sprach seine Dankrede nach dem zwecken Akt), war nicht sehr geschmackvoll. El» wenig zu familiär und zu ulkig, Herr Direktor! '' 0. A. Sezesfion. &ie eben eröffnete 56. Ausstellung der Wiener.Sezession entbält zum großen Teile ausländische Kunst, nämlich Werke deutscher Künstler auS den Sudetenländern, auf deren innere i Zugehörigkeit zu Wien die .Grenzen von Saint-Germain aber keinen Eiiiflutz tzenonrmen haben. Einige größere Kollekttone» fallen-auf, die erste aus dem Nachlasse Theodors v. Hör, m a n n, der seinerzeit in großzügiger Weise durch das Vermächtnis seiner Bilder an die Sezessionjunge Künstler zu. unterstütze» verstanden hat. Diese Arbeiten geben ein eindrucksvolles Bild von dem. Können und der Bedeutung'des Verstorbene«. Eine wettere Sammlung vereinigt Werke von Maximilian Liebe«wein, dessen Art in Franz Waziktz , Zeichnungen die bekannte Weiterbildung erführen hak Eh' bevorzugt das märchenhaft Stilisierte ip seinen Arbeiten uNd« weiß den dekorativen Sttl der Temperatechntk bald naiv, bald andächtig zu verwenden. Auch Artur Brusenbauch^ hat eine Reihe von Arbeiten zyv- Exposition gebracht, dienicht nur seine Virttrosität in der Wiedergabe apart leuchtender Akte bekunden, sonder» auch feinst durchgebildete Land-, schäften aus Wien und Niederösterreich sowie von seinen; polnischen Kriegsfahrten aufweisen. Ludwig Wieden, deffertz bekanntes Girardi-Porträt wieder zu sehen ist, bleibt als Portratist im Rahmen des Durchschnittes. Eher befriedige», seine farbenftischen Blumenstücke. AlS Hauptstück der Aus-;, stellung erscheint der Entwurf zu einem großen Monumental-; bau von Hans Eibl, der noch auS einer Zeit stammt, wch die Bereitwilligkeit zur Errichtung architektonischer Kunst.« ' Werke nicht durch die Sorgen «m die Alltagsbedürfniffe be-i einträchttgt war. Es soll offenbar die Idee einer Menschheitsreligion mit diesem Bauwerk versinnbildlicht werden, doch H sich der Künstler anscheinend selbst über seine Absichten nochs nicht im Klaren. Die- Kartons zu diesem Werke sowie dich bereits auSgeführtcn Glasbilder verraten jedenfalls eine heut«, zutage seltener gewordene.Begabung für großzügige arK< tektonische und malerische Wirkung. \ . Die Graphik ist durch eine Sammlung von Holzmräjj Linoleumschmtten von Jakob G l a S n e r, durch die anttkisie^ «enden Radierungen zu Byrons »Cain",von Rudolf Jett-i mar, durch Holzschnitte deS rasch berühmt gewordenes 'Christian Ludwig Martin, die Plastik vor allem durch dis. meisterhaften Bronzen und Holzskulpture« deS TierbildhauerS Professor Barwig vertreten. Erwähnen wir noch die inter-t effanten Leimfarbengemälde von Josef H e g e n b a r t h, die; wirklich mit dem Äuge eines WaidmanneS gesehenen Landschaften von D. F. Jäger, die Wiener Veduten von Reinhold KlauS und die impressionistisch hingeworfenen Szenen aus der Welt, in der man sich nicht langweilt, von Hantz Christian Lauten schlag er, so dürfte daS Wesentlichstztz auS der neuen Ausstellung berührt worden sein. —l. Ätzuerttcher Dheaterskandal bei einer ' Münchner WedeKind-Aufführung. In den. Münchner Kammerspielen ist es wiederholt bei Aufführungen von F r a n k W e d e k i n d S „Schloß W e t t r r st e i n" zu tumultarischen Protesten deS Publikums gekommen. Die Tumulte und, Storungen der Vorstellung nahmen am Montag solchen Umfang an, daß sie sich aus der Stiaße vor dem Hause sortsetzten und durch starkes Aufgebot von Schutzleuten, die mit einem Kraftauto von der Polizei« direktion abgesendtt worden waren, unterdrückt werden mußten. Diese Vorgänge. haben. nunmehr die Polizeidirektion veranlaßt, weitere Auffühiungen von ^Schloß Wettttstem" in dm Kammerspirle» zu verbieten« A«S den Theateikn. JmBurgttheater finden derzeit die Proben des drei-» aktigen Lustspiels ,®tr Itnct* von Karl Mahr und Karl Z»8ka mit erster Besetzung statt, welches am 10. Jänner untev der künstlerischen Leitung deS Impresarios Fred Freu int Theater an der Wien zm Uraufführung und am 18. Jänner iM Burgtheater zur Wiederhokuna gelangt. Ein Teil des ReinerträgnisitS dieser Vorstellungen fließt oer GemcinschastSküche des Burgtheaters zu. Im Komödien h a«S gelangt am Silvesterabend, V,7Uhr, unter persönlicher Leinmg des Komponisten die Operette V® e t L.i e b eS t e u f e l" mit Rosp W e r g i n z, Artur G u t 1 m a n n und Otto Glaser r« den Hauptrollen zur Ausführung. Durch dir Mitwirkung von Josma S e l i m. Ralph B e.n a tz k h und Grete W i e s e n 1 h a l wird der Abend in glänzender Weise ausgestatttt werden. Ende V*10 Uhr. In der R e n a.i s s a n c e - B Ü h n e erzählt Freitag den 86. b. M. nachmittags V»3 Uhr, Harry Salben mrt lebenden Bildern Märchen für Große und Kleine. Sonntag, den 28. d.M.« abends 6 Uhr, gelangt in der Pikmittenbrsetzung der Schwank ^D i e besser« Hälfte* von Franz Arnold unh Ec»st Bach zur ersten Wiederholung. , Skachtvorstellung in der Rennissnnee-Bühtte. In der R e« a i s s a n c e - D ü h n e (Direktion Harry Waiden) veranstalten die Mitglieder zugunsten ihres F e r i» V* fonds am Silvesterabend eine Nachtvorstellung, die auf Grnnd ihres künstlerischen und' dabei doch dem Humor, im weitesten Ausmaße Rechnung tragenden ProgrammrS mit zu den gelungensten Silvesterveranstaltungen ge-, hören wird. In kollegialster Weise bade« sich für diesen Abend die Damen Traute Carls nt, Mimi K 8 tt, Lotte Lehmann, Tini Senders, Ellen T e l S mit ihr'tt Moskauer Künsilerschar, Lo lte W i t t und die Herren Karl F o r e st, Doktor Egon Friedell, Walter H u b e r. Einmerich R.e i m e r S, Georg Reimers und Harry Waiden bereit erklärt, in der Nenaissanee^ Bühne im Rahmen d«S PiogrammeS, bas aus Einaktern und Solovorträgen bestcht. aufzutreten. Neben dem ofsiziellclt Teil des Pxogrammcs gibt eS allerhand Ueberraschungcn, wie ein Tauz. kränzchen und anderes. Für Speisen unb Getränke wird beste Vorsorge getroffen. Der Beginn des interessanten Abends ist ssio 8 Uhr festgesetzt und endet die Vorstellung u m 1 Uhr .nachtS. Es wird speziell darauf aufmerksam gemacht, daß in! der Renaissance-Bühne am Silvesterabend nur diese eine Vor-! stellung stattfindet. Der Kartxnvorverkanf beginnt heute ' an der Tages- und Stadtkasie des Theaters. < II I I IlMii i rTHIIIIIIIgrmWnTii—___■—- r "1 f_:ra iS

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