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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-25 · Heft 333 (25.12.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 333 (25.12.1919)
Date
1919-12-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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/ f , 4yme S , A>ien., Donnerstag , r--— -—;—:—-— -—-— ClLMeneesu Lker Frankreichs z ausrvärLEge Politik. , Nkitdnrs mUGnglanÄ. — Die MUMEr Fragr. Der Valklon. >— Frird-». m't. GowieL- »Nßlcnv. — S m eydgrULigsr VücklrUt nach den Wahlen.^ — Die OirSaneÄcn. — V vvotrrm der Kdrnmes. varjS, 24. Dezember. (Korr.-Bur.) Ministerpräsident «nd Minister des,Äeußern Clemenceau hat in der Stent* Mt auf eure Anfrage des sozialistischen Abgeordneten Ta* ' h i ti Erklärungen tiber, die auswärtige P o l i t i k ab» regeben. Sr berichtete zunächst über die mit England und den vereinigten Staaten abznschlreßcndcn m»litLicLsch«n iiarantieverträge und kam sodann aus die anläßlich >cv Londoner Konferenz geleisteten Arbeiten zü sprechen, ti? von Verthelot, der sich noch in London befinde, fort» ^'sctzj werden. 'Er hoh die Notwendigkeit eines engen E i't nb ni ff e-3 mit England hervor und streifte die Kroge von Fiume, die man jetzt in einer all* ie i ts best iod igend en Werse zu lösen hoffe. Bei der Erwähnung ^der Probleme, die den Balkan,' «i n a t o I.i e n, Syrien und P o l £ n betreffen, erklärte Lwmenceau, die Frage von Aonstantinopel sei noch tmmer in Schwebe. Man berate über sie gegenwärtig än London. Zur russischen Frage übergehend, brand» li a 111 e Clemenceau-die Sowietregierüng in' heftigen Aus* »rücken. Er bezcichnete sie als die barbarischeste tmd bestgehaßte Negierung,'die es je gegeben habe'. Clemenceau erklärte hierbei: Wir machen nicht n-uc feinenö$riebqtt mit Towietrußland, wir w erden uns auch mit ihm ri ch t a B f t nb c n.^ Er erinnerte sodann, an dieschweren Opfer,. die Frankreich und England gebracht hätten, um die russischen Patrioten zu unterstützen, von denen, man hafte rnnehmen können, daß sie ihr Land wieder aufrichten werden. betonte, daß diese Aufwendungen nicht ewig weiter' teuer» würden. Deutschland schicke sich an, hesinNch einen keil Rußlands zu kolonisieren' deshalb müsse tzian um Rußland einen Stacheldxäht ziehen. ) Bon warmem Beifall begleitet, schloß Clemenceau mit fcem Hinweis darauf, daß man von Reden zur Tat Übergehen müsse. Er kündigte die Absicht der Regierung an, kach Beendigung der Wahlen zu rückzu treten, *tU> hob hervor, daß es kein Schein rück tritt fein perde. Die Kammer brachte Clemenceau ehre' Huldigung dar. Hierauf fragje Eachin, ob es wahr sei, daß einige' Kationen sich in den Dardanellen und in Kon* rautinopel festgesetz 1 hätt-en, wie Gerüchte be> ^igen. Clemenceau verneinte dies. Abgeordneter Cachin warf der ^Regierung vor. dah sie )>en Kriegszustand mit Rußland aufrecht erhalte und sich in; inneren Verhältnisse Rußlands einmifche. Schließlich nahm die Kammer mit 44Ö gegen 71 ©tim*. Men folgende Tagesordnung an: Die Kammer billigt die 'Erklärung derRegk'exung und spricht ihr das Vertrauen aus. Sie verwirft jeden Zusatz und geht zur Tagesordnung über. ‘ » s ClemenceauS Erklärungen über das Verhältnis *n hkutzland sind ein deutliches und scharfes Dementi deffon, Wader tschechische Minister Dr. P e-n e sch am Maytag den Prager Journalisten als Entschluß > der Entents vorgetragen' hat. Während er angekündigt Hai, dah die Entente dem gefähr* . tichcn Hungerzustand in Europa durch Anerkennung der Sowietregierüng ein Ende machen wolle, verneint dies Cle* menceau. Seinen Worten kommt schon deshalb größtes Ge* PalLstirm aus der ZeityNKsperspeLLive. Don Jakob Krevrz. ' Die <5kHwtft als Fremdenführer. — Hatbesftifch. •<■** Line Brutstätte der Sprache. Die Ägypter stutz dal 7- Palästina in der svestentaschs. Her ÄiamPF um «ie Fra«, — Das Ktntz' ln der lWieg?, — Dy« Hchs die In den Aufzeichnungen eines amerikanischen GkvbesLrotterS" las ich einmal von, einem guten Mittel, wie man pus einer größeren Rundreise durch fremde Länder »und Städte sein Wissen über Land und Leute, über ihre sozialen,, kulturellen und wirtschaftlichen Bestrebungen am sichersten und zuvcrläfsrgkten begründen und erweitern könne. Do» Mitte! ist einfach und erprobt. Anstatt der vielheschreibenden und nichtssagenden gedruckten „Fremdenführer^ und «Gleise* bücher" hat sich unser Amerikaner der Zeitung bedient. Zwei Wochen, bevor er in eine Stadt kam, las er täglich hie in jener Stadt erscheinenden Blätter aller Richtungen: Er!aS sie so gründlich vom Titel angofaUgen über die Artikel, Neuigkeiten, Inserate bis zum Namen des Verantwortlichen unkt Buchdruckers herunter, daß er dann, als er in die betreffende' Stadt kam, nicht mehr alfi Fremder unter Fremden gekangweift umherwandelte, sondern alles mit dkm Auge des an ollem mteressiertcu Vsychologen, mit dem befriedigenden Gefühle, des CelbstlritikerS betrachtete, der mit künstlerischem Genlehen' prüft, ob das Bild, das er im Geiste entwörfen. auch dem Originale in der Natur entspricht. ' Dresec Niige, welterfahrene Am,rjkarier kommt mir in den Sinn, werin ich, wie ich es seif Monaten tue, die hebräi» schen Zeitungen Jerusalems lese. P?an hört förmlich oaS Keimen neuen Lebens, wie Scheintote Erwachen, wie Schein« ,setzenden der letzte Atem ausgeht; maw sieht geradezü, wie «S „da dtunten" wnrlt und wimmelt, wie es aus versteinteut MschichtSschntt hervorsprießt. matr macht all die ErreZungon / und Erschütterungen nrkt, die jedes neue Werden begleiten, nrcrn ist telepathisch -7-in LeS Wortes nnsprünglichstor Bedeutung ' Lenge der Wiedergeburt eines Volkein keinem Lande. wicht zu, «15 er vpr kurzemmit Dlohb George und Scialoja in London über alle größeren,Fragen der Kciegsliquidaiion konferiert hat, seinel Aeütze'cUng alfir'alS Resultat dieser Kons ferenz. aufzufassen ist. Es ist ein«, sehr traurige. Situation, . die da geschaffen wird. Der Krieg in Rußland wird in die Länge gezogen, die Sowietregierüng, die schon deutliche Ay» zeichen von Müdigkeit zeigte, zum Verbleiben-ermuntert und bamit her wirtsrhafftiche Niedergang Rußlands brs zuin. Weißbluten vollendet, Rußland will Clemenceau einen Etachelhraht ziehen, damiK'SS nicht von.Deutschland förmlich kolo* nlsievt'werden können ' Rußland ist daS Vrundpczblem Europas. Solange dort riicht geordnete Verhältnisse entstehen, bleibt die von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer laufende Linie eine einzige große Wunde. Bqn Lee Regelung der russischen Frag« hängt die Entwicklung. Polens, der^Ukraine «nd Rumärriens ab und die schmerzlichen Erschütterungen dev Nachbarn dieser Län, der könnten in 'absehbarer Zeit qlles dar zunichte machen, was die Eiftcyte zzir Rettung Mitteleuropas versucht. Aber auch die sibirische Frage -und die den ganzen Islam vewe* genden Angelegenheiten der in Asien an Rußlaud grenzenden Gebiete könnest nicht auSreifen. Rußlands Schicksal ist das Schicksal der Friedens und wenn die Entente sich hier zurückzieht, so beweist sie damit wieder nur ihre entsetzliche Ein* sichtslosigkeit, und ihre Unfähigkeit, den Frieden zu sichern. Der StreiL um Teschen. Wn „Rarodnl L stü" auS Mähr.'Ostran meldet. HMigen hie Polm üändig ihre Posilionen ,m Trschener Gkbift und überschwemmen die gali.üschen Grcnzürte mit Miluär «Her Aastengatiungrn. Ün mBgrhenden polnischen Kreisen sei man der Ansicht, daß' eZ^zu emer Absi'.nnmmg Überhaupt mchl kommen werde, d« d,e imerallistrte Kommasiag der Bnbältn>fse m Tefchm bald ölmteüfitß srm und ihren @:t>. vnlasscn werde. Ehe <§ iowe'.l U werden d>e Pelen Miknänkch delmt vorbeicüet sein, um eine Eritsche.dW-mit Vafisvsewakt \u erzwingen. 4 Amerika tttttt dre Trietze« Eenalor H i t>ch e o o ck h.,t e n»n neuen planmäßigen Nftdrng für die Rarist-i.'runß d«< tzrichenSadkommenS begonnen. Der S^nat wiesich ven«mlrch sofort nach den Wechpachi-seum mit d esem Plane ' besitäsHgen. Der Senator ^at bereits die dem»« krnti'chen und vtuuW'totiiidjm Senatoren zn einer Sitzung ein« lierufen, in derdaS v»m Senator vvlgelchlagenc Kompromiß besprochen werdey soll: Hncheovk verniit gegenwörüg im Senat den Standpunkt'de- Ptäsidenlen Wist'on. Dre Tatsache, daß er tmen KomPr»miKanSkchu8 gebildet hat. wird dahen geden'ek, daß die Freunre de- Priindenten dotz der Erkkärung deS Srnawrb Bnruch, N'lion wün'che knn Kompromiß, h.^e am seine Derritwilligkeft chosfen. sich doch zu »rgenhivelchen Zugeständnissen bewegen zw hassen. Selbstverständlich dürsten diese Zugeständnis» dir Mchyrt,enS gesährKen. ' zu acht Mrnaien schweeen Kerkers vrr- «rteUt.'Tuma freigesprochen. , '24. Dezember. (Tschecho-slow Ptehbur.) Im Bestechüntzsprozetz des ehemaligen SMonschefs Im Finanzmimsierium, Alois I i r a k. und des Oberdireklors dei Moaer ^rediibank, Ottoligr T u m a. wurde heute nachmütssts nach zweilagiger V erhandlung das Urteil gefüllt. Iiral: wurde wegen Mstbrauches der Anitseewolt zu a ch 1 -M o n a 1 e n s ch w e r e n K e r k tz rs mit hartem Lager an vier Tagen unter Strafaufschub sste Pins Jahre, Verlust des Wahlrechtes und Vefchlagnatzme des angebotonen Betrages von 20 Millionen Kronen skrurtellt. T u m a wurde von der Ankloge f r e i s e s p r o ch e n. Gtzwiß ist.noch alles, was einem die drei hebräischen Tageszeitungen »Chadschoth Haqrctz", «Doar Hajom" und .Feruschlajm servieren, noch halbenglisch oder, wie man m Wien in dor' glücklichen Vorkriegszeit zu sagen pflegt, „nicht ganz durch", aber man splirt bereits in allem Boden* verüch. den Duft echten, judisch.on PalgstinabodenS mit all den Stürmen und Drängen, pie sich cruf ihm obspielen. Wie diki lagt uns zum Beispiel eine fleme Nonpqreillczeile an der Spitze -es «Paar Hajom", die uns kündet: «In Fragen der Sprache pndi Neuer Wortbtldnngsn entscheidet die „Waad Halaschön"! Die Brutstätte ^iner wiedercrwachten Sprachel Dg und Hort begegnet man auch schon neuen Sprößlingen, zarten Mortpflanzew Pie ihr-junges Leben der Wärme dieser Drutstatt danken. Ob sie. alle den Stürmen des Lebens stand* halten, ob sie auch in der rauhen Lust des Gatuth werden gedeihen können?!, ^Die Äe^ypler sind da!" tönt es uns fast klagend aus allen Ankündigungen' mit einem Unterton des Vorwurfes gegen das übrige Ausland und besonders aber gegen unsere -indischen pngeblichm Hcindelsgenies in der Diaspora entgegen. Die Aegypfer sind die wahren Nachkriegsgewinner! in.Palästina. Die hebräische öffentliche Meinung wisd berefts ungeduldig, weist darauf hin, dirß hie ägyptischen Fleischtöpfe, bßi Lichte besehen, europäischer Herkunft sind und daß' Aegypten, wie schon oft in der Geschichte Israels, das Juden* ckum ausbsutet. , . H „Kal ^krez. Jftae.l bakist!" Palästina in der Westen* täsche! mn Jährbitch, das nach dem Inhalt der Annonre in den «Chädschoth Haaretz" eine glückliche Kombination von Almanlkch und Reiseführer ist. Das Buch, das unter dem Titel ..Lesikaron" auf den hebräischen Büchermarkt kommt und zweieinhalh Schilling kostet, bringt uns den Lunch Srez Israel des gottseligen' Lunz ist Erinnerung, der wohl der erste gewesen wäre, t>er sich diese» lebendigen junghebräischen «Pinkas" gefreut hätte. Für mein Lehen gerne wäre ich-zur Zeit des großen WablreÄtSÜreites in Palästina gewesen. Man weist es, vast ilU t,. —... ■ , ........ .. Art - die 'geehrten Abvmrentrn der „Wiener Morgerr^eitttNf."j Auf Grustd eines einmütigen Beschlusses de« Menth Tageszertungen wird ab 1. Jauner die Zustellung samt» licher Tageszeitungen ins HnuS ausgelassen. Mr richten daher an die Bezieher der „Weyrtz A^orgenzeitnng" das höfliche Ersuchen, die Abonnements» bestellnng in der nächstgelegenen TrasN, bezieh«ngSweisk. Perschlciststklle rechtzeiftg aufzugcben und diese sunte« Angabe der Dtrasrc und Hausnummer) uns Möglichst umgehend bekanntgcben M wallen, damit die PelirsernnF der Trafiken und Verschlcitzsteven mit. dpt üotlvendigL- Anzahl von Exemplaren erfolgen könne. Ab 1. Jänner 1920 haben folgende fftoimtiUfjii» gebühren Geltung: Für Wien zum Äbholen in der BerfchleWekle vdrr' ins. Expeditinnslokal: monatlich ....... K. 12.-—' . ■ . vierteljährlich . „ 36r- Mit Postvcrsand für Wieg und Deutschösterreichr monatlich ....... K. 13.— Einzelexemplar .... » —Lü Für die Tschecho-Slowakei monatlich 8 Krone« tschechischer Währung. Für Polen und Ungarn monatlich 13 Kronen in der entsprechenden Währung des Lande-. Für Deutschland vierteljährlich 15 Mark „ Ztatten „ „ 9 Lire * dir Schweiz „ ü Franks H Frankreich „ 4 9 Franks „ Holland „ S holländische VuldvA Wir ersuchen «stsere Abonnenten^ die Erneuerung rechtzeitig vorznnehmen, damit die Versendung deß Blattes keine Lerzögernng erleide. Jenen Vcziehrrn, die mit der GeldüberwrisvNG Schwierigkeiten haben, versenden wir das Psaft gegen nächträglichk^ Verrechnung. Ocstcrreichischcs Postsparkassenkonto 1ÜL.6V3, tschechisches Postsparkaiftstkonto 1ÜV.L93 der Postsparkasse i» Prag. EeldAbcrweisnngen auS Polen: Wiener Lombard» und Eskomptebank, Filiale Krakau, Rynrk 12 (mit de« Vermerk „für die Wiener Morgenzeitung"). Die Verwaltung der ,-Wiener Morgenzrittt»^' Wien, 2. Bezirk, Taborstraste 1—2, Telephon 44.0-38, 43.3*19. Inland. SoztqMmns hüben und hvirstöNL In Wien übt sich die Behörde fleißig in der Zustellung von AuSwetsungSdetreten an jüdische Flüchtlinge. E» vergeht kein Tag, an dem sich nicht etliche von solchen Verfügung. Betroffenen an uns um Rat und Hilfe wendeten. In allen diesen' Fällen handelt^ öS sich um Personen, die Vermögens* laS sind und in irgendeiner, bescheidenen Beschäftigung stehet^ ES macht den Eindru», als ob egerade auf. die beruflich Tätigen unter-den Flüchtlingen abgesehen sei. Wir haben schon so oft die schmähliche Praxis der in Betracht kömmen* den Stellen ins Licht gerückt und auf ein Verhaften hingewiesen, das mit den. so^ialdensökratischen Lehren von Mensch». Heilssolidarität im allgemeinen und Proletariersolidarität lm besonderen nicht im geringsttn in Sinklang zu bringen t|^ daß eS sich erübrigen muß, so oft SesagteS zu wiederholen. die große mächtige Bewegung eine jähe Unterbrechung «», leiden muhte. Galüth und Geulah standen in erbittertes Kampf um die Frau. Das Wahlrecht de« Ars« — war die Parole des heißen Kampfe-, an de« dis Frau selbst " temperamentvoll ' teilnahnr. Es mast doch ein reizvolles Bild gewesen sein, zu sehen, wie zum Beispiel in Chaifa die Frauen. unter freiem Himmel und ein gndcreSmal im Saale des Frauenvereines u»» ihrpolitische Zukunft kämpften, Viele brachten ihre Kinder' in den Wiegen mit, postierten die Wiegen vor dem Versammlungslokal, nahmen Mnnen an der Debatte teil, verteidigten ihren Parteistandpupft gegen &le: Rückschrittlerlnnen,^. hettzi*^ ligten sich an mancher.politischon Intrige, um plötzlich hinaus* zvrennen, nach dem kleinen Liebling zu sehen, der unter deck klaren, sternbesäten ckräbischen Himmel in gesundem Kinderschlaf lag, nicht ahnend, daß seine Mutter eigentlich sür seine Zukunft kämpft,' , Der Och, und die Bibliothek. Eine Kulturglosie in den .Chadschoth-, ln der der Waad Hair von Rischon. Lezijon angenagelt wird. Das Kultutvergehen besteht darin, daß der Waad im Jahre 6679 für Zeitungen und Bücher Pfand ausgcgeben, während man' für die Erhaltung des Gemelndeochsen 63.88 Pfund aufgewenbet hat. »Es ist das, meint »Halo-Hu" indem genannten Blatte höhnend, jedenfalls ein Yartschrttt gegen dje Sitten in den Städten des Galuty. Dort muhte der Gemeindebock bei den einzelnen Gemeinde- Mitgliedern »Täg* essen, im Vorraume des Bech,Hamidrasch schlafen, um vor den ausgelassenen Güffenjungen Ruhe zu haben. In Rischon aber geht eS dem Ochsen sehr gut und für seine Pension ist vortrefflich gesorgt. ' So. geht es fort in ftlmartigem Bilderwechsel. Heitere» mit Traurigem, Hohes, Ideelles, mit Menschlichem,. Allzumenschlichem. Es ist gut, von Zeit zu Zeit auch bep fchelnbar kleinen Lebenserschetnungen im Lande unserer Zukunft esnen liebevollen Mi^-uzunoenden, wir komme« ihm datzürch menschlich näher... j±^,jJSäk mm

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