Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 332 (24.12.1919)
- Date
- 1919-12-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien. Mittwoch Nchen Leben Ungarns auSzufchsießenden Teile, der ungarischen Bevölkerung daS Recht cinzuräumen, bevor er erwürgt wird, kür seine Rechte an derselben Stelle zu kämpfen, wo die Regierung für khrc reaktionäre Politik um Nachsicht bettelt. Die ungarische Regrerrurg mit ihren gräflichen Hintermännern tut »och immer , so, als ob'außerhalb des ungarischen Globus, dem allerdings eine gewaltige Einbuchtung droht, die ganze Welt mit Blindheit geschlagen wäre rrrtzd.das jüdische Volk ruhig zusehen werde, wie van Ungar« aus 8«r Versuch gemacht wird, eine Judenpolitik in Eüropa zu inaugurieren, au der das alte Zarenrußland zugrunde gegangen ist. Die Juden^dürfen nicht länger die Versuchstiere in ..»n Händen grausamer politischer Sadisten sein! Die Ungarn gehen nach Poris, um für ihr Land den bestmöglichen Frieden herauszuschlagen. Die Stimmung, in der sie die Reise nach Pariantreten werden, wird keine sehr gehobene sein fönnen. Ministerpräsident HuSzar macht auf feiner Agitlitionsreife durch das Land in allen fernen Programmreden darauf aufmerksam, daß sich.Ungarn auf einen «bitteren, ungerechten Frieden" gefaßt machen müsse. Die ungarischen Juden können es letzten Endenur begrüßen, daß sie nicht durch ihre Anwesenheit kn Paris mit diesem „ungerechten" Frieden belastet werden. Dr.Vazfon yi hatte recht, als er den Versuchen Friedrichs,, sich zur Ausnutzung der internationalen Beziehungen der Juden zugunsten dieser ungarischen Regierung mißbrauchen zu lassen, widerstand. Die erniedrigende Komödie, auf der einen Seite das jüdische Volk zu unterdrücken und im stillen Kämmerlein mil einzelnen Juden zu paktieren und sie aus politische Gcschäftöiol.ircn zu schicken, wird sich hoffentlich in Angarn nicht durchsetzen können. Politische^rundschau. BrUnskl gegen Globinski. Ans W arschau wird uns berichtet: Die Tenfa- Sfoit des Tages bildet in allen politischen Kreisen der nach dem Rücktritt des Finanzministers Dr. Bilinski, den -die Nalronaldemokralerr bekanntlich heftig anfeindeten, in schä.fster Form entbrannte Kampf zwrschey Dr. Bilinski und dem Führer der Nation aldenwkvaten, dem ehemaligen österreichischen E'synbahnmi i'ter Doktor Globinski. Auf einem vom nationalen Volksverband veranstalte.'en Boamienmeeting erging sich Dr- Gkobinski^ in überaus heftigen Angriffen auf Dki Bilinski, ‘ dem er insbesondere vorwarf, daß er als Finanzminister durch seine Valutapolitik direkt zum Schaden des, Staates gewirkt habe,, da er verschiedenen Elen e.t?» die Gelegenheit zu sch nutz en Finanzspekulütionen g-'hoten habe. Ueberdies erhob Dr. Globinski geigen Dr. Bilinski den Vorwurf der „Germanophilie". Dri Bil'nski wehrt« diese Angrifse in einem offenen Briefe an Dr» GloNnSki >ab, den er im Warschauer Blatte „Nowiny Codzienny" derösfentlichle. Dr. Bilinski sucht den Beweis zu erbringen, daß seine Valutapolitik in keiner Weise die in Polen herrschend«^ Kronenknapphcit hervorzerufen habe, die sich als Folge einer ganzen Reihe volkswirtschaftlicher Erscheinungen und Ereignisse geltend machen prußre. Hierauf beschäftigt sich Dr. Bilinski mit dem Vorwurf germanophiler Poli.ik und fordert Doki»r Gkobinski auf. diese. Behauptung mit Beutels«» zu belegen. da er ihn sonst zu seinem Leidwesen einen Perileumder nennen müßte. Ihn, den er ehemals wie einen Bruder geliebt, den er bei der Teoerbung um di« Dozentur, die Professur, die Würde des Obmannes des Polenklubs und des Präsidenten der gewesenen österreichisch r.n a.i chen Delegr ion tä.igeuttdelf-olgr.iche.silse leistete und dem er (BilinSki) nicht einmal damals die Freundschaft kündigte, als er (Globinski) als Obmann des Polcnklubs ihn offiziell aus dem Amt« eines österreichisch n Finan Ministers verdrängte. Dr. Tit'n^ki. verweist ferner auf die Memoiren des Grafen Berchtold. der behauptet, daß Globinski ihm am El. August 1918 namens seiner Partei erklärte, seine Partei rebe sich mit dem Anschluß Kongreßpolens an'Oesterreich- Ungarn zufrieden und «rinnert Dr .Globinski daran, baß er zu jener Zeit, als die Nüssen Lemberg be'e)t hielten, mit tcc Politik seiner Parteigänger nicht übereinftimmte und es nicht verschmähte, von Dr. Bilinski, der damals gcniemsatner Finanzininistrr war, gewisse politische Gefällig leiten en g^genznnehmen. di« ihm sein. S ellung in Oesterreich erleichtern soll.ei. Dieser Brief Dr. Bilinslis hat in der ganzen politischen Wrlt ungeheures Aufsehen hervorgeri sen und wird von allen polnischen Blättern wortgetreu reproduziert. In der soeben zur Ausßab« gelangten Nummer der „Gazeta Porcmna" beantwortet Dr. Globins k i den B ief B lin.'kis, indem er die AuSsührungen Dr. Bilin5.t) zu entkräften versucht. Er stellt die in den Memoiren Be.cholbs angeführten Behauptungen in Abrede, verteidigt sich gegen die Vorwürfe, die seine Politik in der Zeit der Russeninvasion in Lemberg betresf.'n, hält die Behauptungen betreffe,lb> die Wiihrung'?politik Bilinskis aufrecht und protestiert unter anderem dagegen, daß er von Bilinski als „Exzellenz" angesprochen werde, trotzdem er längst seinen österreichischen Würden und Tilcln entsagt habe. Minister Bsrresch über die Verhandlungen mit Dr. Nenner. Prag. 23 Dezember. Minister Dr. Bene sch empfing gestern die Vertreter der tschechischen Presse, um sie über die gegenwärtige außenpolitische Lage zu unterrichten, lieber die Acußerirngen. d«S Musters, bezüglich. Oesterreichs berichtet „Ra^odni Wiener MorgeirzeitunA Lifty": Dr. Be ne sch habe entgegen anderslautenden Zeiluiiasmel'ung.'w e k ärt, daß er gr^eni'b r Oesterreich k iir. Verpflicht' » e:r ülero mm la'e. Es sei im Gezente'l festgefeilt worden, daß die Verbündeten die tschrcho-slowakische Republik zu nichts zwingen werden und daß ihnen ausschließlich an der Ve stänbizung zwischen der Tschcho-Slowake! und Orsterreich gelegen, sei. Die Einhaltung des schon im.August abgefch'o scnen Vertrages betreffend die Kohlenliefruw n nach Oesterreich hänge davon ab, ob die Verbündeten das notwendige Waggonmat^rial beistellen werden. Nach der Darstellung des „Ve n k o w" .erklärte Del B e n e s ch. doß die territorialen Grenzen endgültig so befassen werben, wie sie von der Friedenskonferenz festgesetzt worden seren. Die Situation in Oesterreich sei tatsächlich schlecht, doch könne die Tschecho-Slowalep Nur mit Unterstützung der verbündeten Hilfe leist, n- Alle Nachrichten, wonach, die Verhandlungen des Ministers mit dem österreichischen Staatskanzser zu einem konk eten Ergebnis geführt hätten, fei n u n w a h r.Ueüer die eiuze.'n.n Fragen werde erst nach An" •*? :• Dr. Nenners in Prag verha idelt werden. Ni mand wolle auf die Tfchecho- Slo.välei eine Druck ausübrn, deshalb könne, auch die T'chccho-Slowa^ei keine Politik des wirtsch-'ftlichen Natry/.a'ismus mach.'», wie sie im Sßcft tt geführt werde. „Cesle S ooo" berichtet, der Minister habe ^festgestellt, daß die Tfchecho-Slowakci mit ihren Nachbaren nur kurzfristige Verpflichtungen eingehen köun;, und zwar über lonkrete Prob leire, nolei die gegenseitigen Interessen genau zu beachten s in würden. Bei seiner Zusammenkunft mit Dr. Nenner, zu der eS über Ersuchen des letzteren kam, habe Minister Dr. Benesch ausdrücklich festgesetzt, worüber mit ihm in Prag verhandelt werden könne. Ueber die not ton l n Minoritäten werde nicht verhandelt werden. Die Minoritätenfrage sei von der Friedenskonferenz genau festgelegt und werde von tschechischer Seite mehr als eingehaktem. In wirtschaftlichen Dingen werde es bloß zu kurzfristig en Vereinbarungen auf Gru.dlige der gegenseitigen Interessen kommen. Dr. Renner habe sich mit diesem Kerhandlungsprogramm einverstanden erklärt. . . , : ‘ G^aen den weihen Terror in llnqarn. Der Vorstand der deutschösterreichischen Sozialdemokratte wendet sich in einem Aufrufe an die sozialistischen Parteien aller Länder. Der Aufruf enthält die Aufforderung, »gegen diechlutigen Greuel Ser ungarischen Kontcirrevokution zu protestieren".' »Wir fordern", heißt es am Schluffe, »insbesondere die Arbeiter und Sozialisten Großbritanniens, Frankreichs, Italien- und der Vereinigten Staaten auf, von ibron Regierungen zu verlangen, daß sie durch ihr Machtwort dem grausamen Wüten des weißen Terrors in Ungarn ein Ende sehen. , ' Bedenkt, daß m Budapest Tag für Tag Todesurteile gefällt, von Woche zu Woche Todesurteile vollzogen werden. Ihr müßt laut, energisch, ihr müßt vor allem schnell sprechen, wenn ihr die Voxkämpfer deS ungarischen Proletariats.ihren Henkern entreißen wollt." > In dem Aufruf wird von dem zum Tode verurteilten Korvin gesagt, daß er ein Mann sei, den alle, die ihn kennen, als einen von reinem Idealismus erfüllten Revolutionär schildern und von dem alle, die seine Tätigkeit in der Zeit der Rätediktatur beobachtet haben, bestätigen, daß er einen hartnäckigen Kampf liegen die verbrecherischen Exzesse des roten Terrors geführt und »hm viele feiner Opfer entrissen,hat. > Weltrevolutionäre Propaganda im jerneu Osten. Dl« englische Presse beschäftigt sich wieder mehr alS js mit den Gefahren, die Asien und besonder» Indien vom Bolschewismus drohen. In diesem Zusammenhänge ist besonders die Nachricht des indischen Blattes „Pioneer Mail" wichtig, die besagt, daß ein bolschewikischer Kommissär uamenS Brav in in Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan, eingetroffen und bestrebt ist, seine Propaganda nach Indien auSzudehnen. DaS Blatt fügt bei, man sei ziemlich sicher, daß seine Emissäre bereits nach Indien gelangten, wo» Druckschriften hergestellt und verbreitet werden. Dieser Bravin war bereits einmal in diesem Sommer mit einem Gefolge von zwanzig Mann in Afghanistan. Aller Wahrscheiilltchleit nach ist diese Person identisch mit Nikolaj Sacharowitsch-Bravin, der feit 1904 unter dem alten Regime Beamter im Auswärtigen Anlte war und einer der Wenige» ist, die zu den Bolschewiken übergingen. In der..>'^eitschrift „The New Europe" schreibt Sir %. Holdtch' über den Einfluß de» Bolschewismus in Afghanistan unter anderem: Weder Diplomatie, noch schweres Geld wird genügen, um den Bolschewismus auf die Dauer von Afghanistan fcrnzuhalten, wenn er einmal Rußland beherrscht! Sr weist auf die systematischen Pläne hin, welche die Bolschewiken in bezug auf den Osten haben. Der Artikel erwähnt ein Interview der „IzwjeSttia" mit Wozn e s s e n S k i, welcher ebenfalls fürtfzchn Jahre lang Mitglied des Auswärtigen Amtes war und verschiedene Posten in China usw. beneidete. Dieser ist nun Leiter der Ostsektlon deS KommissariatdeS Auswärtigen der Bolschewiken. Er ist ein persönlicher Freund deneuen EnürS von Afghanistan. Er bestätigte, daß Afghanistan für die Propaganda in Asien von ernster Bedeutung sei. Andererseits besteht in Moskau ein Spezlalinstitut, irr welchem Kurse für die. Agitation im 24 Dezember 1919_Nr. 332 Osten abgehalten werden. Kürzlich wurde mitgeteilt, daß 400 Hindus ihre Studien dort beendigt haben und nach Indien abgeordnet wurden, zweifellos mit gewaltigen Geldmitteln. Diese Bestrebungen fallen natürlich überall auf fruchtbaren Boden, weil di« Bolschewiken bei ihrer Propaganda de» ,Lampf gegen England" in den Vordergrund stellen. j Die „TimcS" fragt sich an leitender Stelle ängstlich: „Wollen die Bolschewiken Enropäisch-Nußland verlassen und' sich vielleicht im Herzen Mittelasiens ansiedeln?" Das Blatt weist auf die Ausführungen einer russischen Autorität ln aslati-' schen Fragen hin sowie auf die verschiedenen Absichten der Bolschewiken-Negierung, den Regierungssitz zu verlegen. Zuerst, kam bekanntlich Jekaterinburg in Frage» später Turkestan. ~ Die Abordnungen der Sowiets nach Afghanistan und die afghanische Mission nach Moskau sind weitere Glieder in dieser Kette. Der Gewährsrnann der „Times" hebt hervor, mit welch außerordentlichem Pomp die afghanische Mission! in Moskau empfangen wurde und wie es seinerzeit allgeniein hieß, daß Afghanistan der „einzige Alliierte" Sowietrußlairds! gegen England, dem „gemeinsamen Feind" fei. , Die „TtmeS" sagt, es bestehe kein Ztveifcl darüber, daß die bolschewiklschen Führer ihre Blicke mehr und mehr gegen daS „Morgenlicht' des Ostens". wenden. Schon besitzen sie eiiren Teil von Transkaspien und der zentralasiatischen Staaten und sie sind im Begriff, deü Hafen von Krasnowodowsk am östlichen Ufer des Kaspischen Sees anzugreifen. Trotzbenr die Uebersiedluug der Regierung nach' Mittelasien sehr fraglich ist, ist doch sicher, daß die Bolschewiken alle Eventualitäten im Osten in Rechnung setzen. Ihre wahren Bestrebungen gehen nach Osten und nicht gegen Westen, sie schmieden groß« Pläne und das Endziels das sie in» Auge haben, ist wahrscheinlich. Indien.' Inland. Zur Reife des Staatskanzlers nach Präg. Wie vecknutet, wild sich Dr. Renner, falls sich keine Schwier>gkeltcn bezüglich bet Einhaltung, dieses Termins ergcbe» sollten, am 7. Jänner nach Prag begrben, um die m Aussicht genommenen Verhandlungen mit der tschechü'slowakrschm Negierung zu pflegen. I / Der Gelanble der Tscherho-Slowakei in Wien, Doktor Flieder» ist nach Prag" berufen worden, um dort über sein« Wahrnehmungen brtc essend das Verhältnis der beiden Staaten zu berichten. Dem Vernehmen nach werden gleichzeitig smt de» Verhandlungen zwischen Dr. Renner und der tschecho-slowakische» Regierung auch bic Verhandlungen mit de» Parteien der Sudetenländer geführt und solche aut dem Deutschen Re.che eingrleitet werden. , " Westurigaru. Der frühere Abgeordnete Neuntensel, der bekanntlich iin wksinngarischen VerwallüngSansschuß tä'ig ist. gab dem Wlittcr Korrespondenten deS „A; Est" geg-nüber folgende Erkläumg ab: Dl« ElNlich'ung des Vecwaltungsapvmates Uh Westurmaril ist fast vollständig serlra und eS sind berertS Anstalten getrosten, die Verwaltung dieses Gebietes durch die 'östeireläuiche Regieumg zu übemebmen. Die österreichische Re« ,gr«rUng iätzt sich tzierbei von der Ansicht le ten, die wcstungarischrn Beamten in alle» Vcrwaktuugszweigen zu behalten. WttS sie aus die Verfastnng Oesterreichs den Eid ab'egen. Wcstungarn wird emr weitgehende Autonomie rrhalren. Die österreichische Regierung vertritt den Standpunkt, jede bcrvastnete Jnte»ven>ivn zu vermeiden, tallö dir Ungarn die in Betracht kominendcir Gebiete rechtzeitig räumen. 2b>r hosten, daß die Enren'.r rmS entsprechende Weisnnarn eiteile» wird, w.rnn wir in Westungarn einzurücken baden und gle.chzerttg Ungarn bcaustragt, diese Gebiete ui räumen. Schwierigkeiten bei der Dildnnq der Inter« alliierten Militärkommission. Die aus hiesigen Enlentekretfen verlautet, sind die Meldungen Über das bevorstehende Eintreffen der interalliierten K o m m : f f i o » zur Inventarisierung unserer Kunstschätze und der interalliierten Militärkommisuon zur Ueberwachung und Durchführung der auf die Bolkswehr und die neue Wehrmacht bezughabenden Best mrnungen de- FriedenSvertrageS insostrne unrichtig, als die Frage der Zusammensetzung dicker beiden Kommisstonen noch nicht gelöst rst. Mrt dem Eintreffen der Kunstkommission unter Leitung Köchiinkann wodl in naher Zeit gerechnet werden. Dre Bildung der Milrtärkvmmrssion stoßt jedoch auf Schwierigkeiten» da zur Stunde üoch nicht bekannt rst, ob die Vereinigten Staaten von Nordamerika einen Vertreter in diese Kommission entsenden werden. Im übrigen ist der französi'che General H a l l r r r derzert von Wien abwe'end und wird erst m den nächsten Tagen hier-wieder eintresfen. Hallier soll mit der Leitung Vieser Komm ision betraut werden. Wie verlautet, wmd «dieselbe aus 30 biö 10 Mitgliedern bestehen. Wechsel bel -er bulgarischen Gesandtschaft ln Wien. Der Geschäftsträger der bulgarischen Gesandtschaft in Wien Herr M-nlscho M i » t l ch e f k wurde von fernem Posten abberufen und der bisherige Erste Sekretär der bulgarischen Ge« sandüchast in Bern Herr Dr. Theodor Stoyanoff zum Geschäftsträger in Wien ernannt. Herr Dr. Stopanost ist bereithier eingctrvstcn uud hat die Lettrmg der Gesandtschaft übernommen. _________ Aüsstand ber Staatsangestellfen auf dem flachen Lande. Gestern vormittags traten die StaatSangestellten auf dem flachen Lande in einen s r ch S st U n d r g e n P r o t r si strerk. Der AuSstand war am SamStag in einer Vertranknörnanirer* vttfammlung bekchlosten worden, um der Nnmsrie:euhelt.der Provinzbeam»en mrt dem neuen Br'oidi„,gSges,tz Ar..- *-'ck zu geben. Die Bahn- und Postbeamten hatten sich der anaeickloüen. i..». ri.laitiM.inBiBMB