Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 327 (19.12.1919)
- Date
- 1919-12-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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JBrite <f Men« Freitag Sport. Rund um das große Ereignis. > Sv wie ei» in- Wasser fallenoer Stein kreiSarttge Welle» hervorruft, so war das Hakoah—Germania-Match der Anstoß einer kreisartigen Schmritztvelle des Antisemitismus.! Den vielen Judenhassern wallen wir etwas von ihnen ilheinbar «ich» Gewußtes mitteile«. Germania war und ist irin christlich-irischer Levei». Ein Ausspielen der. Parole Deutsche (lies Christen> gegen Juden ist also garntcht am Platze. Bei Germania waren immer jüdische Mitglieder, sogar in führender Stellung. Diese Tatsache wurde auch tot Jahren von einem bekannten Wiener Sportjournalisten karikiert. Wir geben den Herren Antisemiten den Rat, das ^Illustrierte Oesterreichifche Sportblatt" ans der Zeit des Boykotts de- W. A. C. durch die übrigen Wiener Vereine ßu lesen. Außerdem sind wir ganz genau informiert, daß der .Lönig der Germanen" mit dem Judentum die engsten Beziehungen hat." Das Schwechater Schoßkind der Antisemiten ist ebenfalls „unrein", meine Herren!! Das Witzblatt „Der Sportesel" war in feiner letzten Nummer sehr geschmacklos. Des Geschäftes halber, immer nach der jeweilige» Konjunktur zu. tanzen, ist im höchsten Grunde gerade unmoralisch. Di« beide« Herren Redakteure sollten sich Boccaccio- Ausspruch: „Ein Witz dars nur beiße» wie «in Schaf, nie wie «in Hund" zum Leitsatz mache«. * lM Die „Reichspost" vom Ist. d. M. inszenierte vorerst diu« Hetze gegen den Schiedsrichter Hagler» Den Kern der Polemik bildete ein Angriff auf da- SchtedSrichterkolkegium» b«S verdächtigt wurde, einem Juden die Leitung des Hakoah- Wettspieles übertragen zu wollen. i In dasselbe Horn bläst auch ein Sportblättchen, das M „Sport im Bild" nennt. Der Wiener Amateurspottverein kommt wegen seiner paar jüdischen Mitglieder dm schlechtesten weg. Daß dem Spieler Schmidt fein Judentum als Ursache seiner Handlungsweise vorgeworfen wurde, $ am lustigsten, da genannter Sportsmann ein Urarier ist. - Die MontagaUSgabe der „Reichspost", das „Reue MontakstSblatt", bekommt über den Sieg der Hakoah einen Wutanfall. „Und Juda jubiliert. . betitelt es leinen „geistvollen" Aufsatz. Es schreibt: „Wie altes im pfföntlicheu Leben, wird auch das sportliche Moment, durch «in« sich geschickt in allen maßgebenden sportlichen Körperschaften festketzende Judenmache. seines vorurteilslosen Hßarakters entkleidet und durch einen ‘ beispiellosen Chauvijiöjnus zu einer Machtscage für das Judentum im Sport« gestempelt. Die .Miener Morgenzeitung" veranschaulichte dies tu ihrem spaltenlangen sportlichen Artikel .Hakoah" in der Mittwochnummer, der jeder sportlichen Erwägung bar. sich tu einer überschwenglichen, vielleicht im Freudentaumel zu Pffenherzig geratenen Siegeshymne über den sicher zu erwartenden Erfolg der Hakoah gegen Germania ausläßt. \ Nun folgen Bruchstücke aus der Sonntagnummer. Der stkrttrel schließt folgendermaßen; „Und Juda jubiliert...! Rach dem Ausgang des heutigen Spieles darf man ja auf Vene Begehrlichkeiten jüdischnationalen .Sportgeistes' gefaßt sein. Aber nur nicht zw früh jubeln. Die .gesamte sportlich« Deffentlichkeit', von der dir Miener Morgenzeitung' scheinbar jvnnimmt, daß sie schon ganz den Bestrebungen, HudaS Farben M neue« Ruhm zu führen', untertan ist, besteht in einer «acht ansehnlichen Zahl doch noch aus Sportleuten, die den Sport deS Sportes willen betreiben und di« gesammelt und tzeschlössen und die Gefahr erkennend, wohl den Herrschaften »ach zur rechten Zeit eia SiSher und nicht weiter' zurufen werden. Der Miener Morgetizertung' muß man aber nayrenS der nichtjüdifchen Sportwelt für ihre Aufklärungsarbeit Dank wissen." - Wahrlich, die Sätze sind lang, nicht gut, aber dafür, tote nicht anders zu erwarten, unlogisch. Was die Herren i« diesem Falle unter ,Hudenmach«" verstehen, ist unS nicht Var. Dt« Hakoah hat sich sofort bereit erklärt, jeden Schiedsrichter zu akzeptieren. Germania und fein« Beschützer verlangten zwei spezielle Herren. Die „christlichsoziale Mache" hat tadellos funktioniert, so daß jede .Hudemnache" viel hätte lernen können. Der arm«, urarische Herr Hagler, da-SchiedSrichlerkollegium, der Amateur-Sportverein, haben herhalten müsse». Sogar den Plattenbrüdern würiE das Wort geredet. Meine Herren! Wir haben sie vollkommen durchschaut! Wissend, daß die sittliche« Werte auf unserer Seite sind, vertrauten tote einzig und allein ans unsere Kraft und ließen sie löchelnd gewähren. Was die Begehrlichkeiten des jüdischnationalen Sportgeistes find, das dürsten die Herren Stimmungsmacher wohl selbst nicht wissen. Daß die Anerkennung deehrlichen Strebender Hakoah durch die sportliHe Oeffentltchkeit sie ärgert, finden wir nur zu begreiflich. Die Schlagworte am Schlüsse des sportjournalistisch ganz hervorragenden Artikels werden sicherlich ihre Wirkung nicht verfehlen. Leider Müssen wir feststellen, daß sie in der Lust hängen und «it dem Vorhergesagten nicht recht zusammenpassen. Meine Herren, wie wäre es mit einem dramatischen Schluß gewesen» der vielleicht folgendermaßen gelautet hätte: ,Mer dem andern «in« Grube gräbt, fällt selbst hinein", oder «Die Gänse gehen barfuß." Es gibt so viele geistreiche Redensarten» dir einen Höhepunkt bedeuten, baß es einem »ehrliche«" Zeitungsschreiber nie daran fehlen darf. Und nun kommt unser bester Freund: Der rote Schmock. Die „Arbeiter-Zeitung" vom Montag macht die Antisemiten vom SoUntagsbummel auf ein neues WirkungSseld aufmerksam? „Sin Wort noch über daS Stammpublikum der Hakoah. Bei den letzten Ausschreitungen auf den Sportplätzen wurde immer geschrieben: Der» Favoriten« Anhang, da- Meidlinger Stammpublikum, die Floridsdorfer Radaubrüo-2? «sw. Damit wollten die vornehme« Sportblätter 4um MM.ruck itiuw, daß die lrawallterenden ßtemente. Wlendr Morgenzettrmg 19. Dezember 191ft Nr. 827 Rente erschienen! MakkabKerfestnUmmer der „Jüdischen Zeitung" Aus dem Inhalt: Hammer nnd Amboß. — Die Makkabäerbücher. — Wörter und .Begriffe von Achad Haim (Schluß). — Inden und Griechen. (Aus dem Talmud.) — Augen des Ostens van j Arnold Ulitz. — Ans der Beweg" n§: Josef Cowrn gegen : die Leitung. — Max Nordan in London. — Kanada von RnbBrmnin. — Svrcch saal: Dir bolschewistisch« Gefahr. — Die Ansqal'r« der Tlndenirn von Jakob Werner. Maximal-DiteltautrSmus von Robert Weltich. Preis der Nummer 50 Heller. In allen Trafiken. Buchhandlung R. Löwit. Rotentmm- S straßc 23, und m der Administration der „Judrschcn Zeitung . jj ll., Taborstraße 1—3. rvs» 8 nur .Vorstadtpublikum' seien, also vornehmlich Arbeiter. Gestern bsirahm sich nun jener Teil der Zuseher, die auf den Sechserstern geschworen hatten, ' sehr ^unsportlich. Es waren Angehörige der sogenannte« besseren Gesellschaftsschichten, die von den teuren Tribünensitzen herunter in der gewissen Franz Josest-Kai-Manier ihren. Gefühlen für die Hakoah Ausdruck gaben. Daran Beteiligten sich auch Damen." Herr Schmock, aus dem einen Wort, das sie über daS Stammpublikum verlieren wollten,, sind viele geworden. Der Schreiber obiger Zeilen, die von Herrn De. Frey sicherlich erst verdeutscht worden sind, ist unS nur zu bekannt. Er nennt sich selbst stolz den „jüdischen Schuhmeier". Ihn bei seinem allerjüdischesten einsilbigen Namen zu nennen, wäre zuviel der Ehre. Zugegeben, daß die Siegesfreude zu laut, zu aufdringlich war. Haben Sie aber schon gehört, daß irgend jemand dadurch zu Schaden gekommen ist-Freude und Schmerz äußern sich eben bei jedem Bolle anders. Der kühle Norddeutsche tzrird sich bei einem Fußballmatch anderbenehmen, wie ein temperamentvoller Magyar. Die Arbeiter müssen wir aber vor ihnen in Schutz nehmen. Im Uebereifer des Berleumdens beleidigen Si-e ihre eigenen Schutzbefohlenen. Nie ist «S den vornehmen Sportblätter« eingefallen^ Arbeiter für die Ruhestörungen verantwortlich zu machen. Ganz irü Gegenteil! In der gesamten Sportpresse stand zu lesen, daß Plattenbrnder ihr Unwesen treiben. Zum Schluß geben wir Ihnen gerne die Versicherung, daß Ihr Blatt nicht zu den vornehmen Sportblättern zahlt. Allen unseren lieben Feinden gewidmet:. Die- Idee des jüdischen Kärpersportes ist gleichzeitig mit der Erweckung des Nationalgesühles in dis Tat umgesetzt worden. Die jüdischen Turner und Sportler sind frei van jedem Haß. Ihr Bestreben geht.dahin, dem.Judentum,, das durch die jahrhundertelange Unterdrückung Physisch geschwächt ist, neue . Kräfte zuzusühren. Spitzenleistung sind nicht der Endzweck, sondern sie werden nur als Propagandamittel für die Idee.der körperlichen Regeneration des jüdischen Volkes gewertet. Auf dem eingeschlagenen Weg werden wir fortschreitön, trotz aller Verleumdungen und Anfeindungen. Fritz Baar. Makkabi X—Hechawer Komb. 4:2. Dieses Wctiipiel fand Montag, 8. Dezember. vormiltagS auf dem Hakoah-Platze statt. Es gab einigen Aufschluß über das Krästevechältn S der beiden jungen Mannschaften und endete mit einem schoyen Erfolg des den größten Teil der Spielzeit mrt IO.SDim« ipülrvtrn „Matlvbl X*-Mannschaft. Makkabr X tritt ' mit 10 Many an, komplettiert sich aber noch 10 Minuten, Vorerst wickelt fid) das Spiel in der Pinte, des Spielfeldes ab, bis sich dann eine merkliche Ucberlegenhrit des Maktabi X, der vut dem Wurde spielt, bemerkbar macht. Sie drückt sich in biet Treffern auS D»e Schützen warm der Z^nterhalsundderNrchtLvcrbindungsstsnmer.DerZknterstülmerw^d verletzt und muß das Spielfeld verlassen, worunter derZujammen- Hang der Stürmerreihe sehr leidet.. Jetzt kommt auch Hechawer zu Torehren. Der Rechtsaußen brcnnr durch, kann den Ball schön ins Zentrum bringen.Und sendet ei«. Halbzeit 3:1.' Nach Wtedkibegmn wechselvollrS Spiel, bv dem sich die beiderseitigen Verteidigungen ouszrichnen. AuS einem Vorstoß resultiert ein Treffer!ür Maltabr durch den LinkSinnru. AuS einer nicht ganz emwandfceren Stellung entstand der zweite Treffer» womit das Endresultat hirgestellt war. Hechawer, mit sechs Mann auS der ersten arrtretend. lieferte ein faires, ausgeglichenes Spiel, auch die Stürmrrrcche zeigte Ansätze zu Zusammenspirt, sehr gut die Verteidigung. Bei Mattabi besiiediche jeder Mannschaststeil. Sehr gut disponiert war die Verteidigung und der linke und der Zcnierhalf. Schiedsrichter Mnch (Hechawer) bis aus einige Fehlentscheidungen einwandfrei. Das Spiel der Reserven endete 3: a für Hechawer. Di« Fußballspiel* des Sonntags. Mit Rücksicht auf das durch den FutzbaUverbaud veihangle Spiclverbot tönnci, am Sonnlag nur die beiden ausgcfctzlcn Meisterschaststplrle zwischen S p o r 1 k l u m und V l e.u n a und Wacker und R u d o l s s h Ü g e l zur Austragung gelangen. Der SportKtvb Rapid tritt heute ferne Weihnachtstournce nach Süvdeutichland und >n die Schweiz an. Dis orderrtliche Ge«eral»erfammku«s des Sportllubs Hakoah findet >m Monat Jänner^ siait. Die dmeitige Klubleitnng dtufee rhc einen StalmcnäuderungSantrag unterbreiten. Das Abe des Fußballspieles. In der nächsten Woche erichcmt unter obigem Titel rm Büchlein, das sich zur Amgabe stcllt.. Spielern und Trainern als w.chliger theoreUscher Beh.lf zu drenen. Sportklub Hakoah. Heute findet um 6 Uhr obcudS eine außerordentliche Klubleitungsfryung statt. Aus der Tagesordnung steht nur dir Statutenänderung» Gerichtssaal. Konnte man das Kriegsende vorausfehen? Der Leiter der.Zuckerevidcnzstelle August M o ß 1 c r halt« von seiner auS sechs Räumen bestehenden Wobnung t» der Schwarsivauierstraße drei Räume an die Zuckcrzentral« zur Etablierung der Zuckerevidcuzstelle, -vermietet, wesbglb er der Hutinacherin Ada H a h n, der er schon yorlier die anderen drei Räume m Untermiete gegeben hatte, dieselben lündiate. Die Grlund'gtr erhob den Emlvruch nach dem Mieterschutzgesetze und daS Benrlsgericht Iosetstadr erklärte die Kündigung,!ür unwirksam, weil der eingerückie WobnungSinbader im Iulr tSI8, als er die WotrnrLume an Ada Hahn in Aftermiete übergab. w i f s e n m u ß t e, d a ß d e r K r i e g früher oder später fern E n d e f i n d e n werde, weshalb er d« Wohnung! nur für Kriegsdauer hätte vermieten sollen. Ber ber über d e-Berusuna deS Klägerheule vor dem Zivillandesger«chte unter Vorsitz des Obrrlandesgerichtrates Dr. Hellmer stattgesundtM« Verhandlung bestritt der BerufungSvertreter. daß man im Juli 1^18 daS Kriegsende voranSsehen konnte; der weilsichtigstr, Politiker tei dies nicht imstande gewesen. Im Grunde genoprm^t sei auch beute noch nicht der Krieg beendet, denn wir habep die wirilchaf lckten Folgen des Krieges jetzt nock zu würen. Mhl aber könne man daS frühere oder svätere Ende der Zentrale« voraussrben und Kläger werde nach Anstoiung der Zuckertentiak« oevö'rgt kein, fick ganz seinem früheren Beruf, der ^eitrmtz rinkS Kaffec-JmvvrtgcschästeS, ->n widmen, zu welchem Zwecke er die ganze Wohnung benönoe. Der BerufungSsenat gab der Beiniung! Folge und verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung a« die erste Instanz. - >- Der Raubanfall am „Roten Verg". ‘ Vor dem Schwurgerichte hatte stch, gestern der Hilfsarbtikte Fnd'nand Sck> ober wegen Raubes nno Betruges zu veraßte Worten. Er lockie zahlreichen Pcrtvnrn Bkirägr herauS.r»« dem er ibnen vorichwwdelie, er werde ihnen Waren verschaffe«., Im Mai erschien er bei der Kosficisgattin Julie K r w» v i eil« und br achte «me Karte rbrrS Gasten mit, auf drr^ die Frauangewiesenmurdi'.demUehtrbrsnger K tÄ.i ydauSrMolgen. FrgN Kruvicka tränte dem Mann aber nicht, verwahrte daS.Grld in rhrrr Handtasche und ma ' re sich ans den Weg nach Hietzing, wo ber Angabe des Schober nach ibr Gaste wartete. Am sogenannte« Roten B-r-g. am <S'»be von Hicvina. versetzte Schober der Fra« e nen Stoß, entriß ihr die Handtasche und cn'ftot» mit dem Gelbe. Die Gelchwornen erkannten den Angeklagten schuldig, woraus ab« der Gerichtshof zu zwölf Jahren schwerem Kerkev vernr-eilte. .-Schober meldete b*e Nichtigkeitsbeschwerde an und, verliest den Schwnrgkrichts'aal'mit den Worten: „So emJvfin» verbrechen war noch nicht da". Die V?n<tat in der Starhembergezasie. Vor dem Schwurgerichte ber^rdentlichen Session hat Wh' fx'ttie der Sliithnge Piwatbeamt: Johann S ch w e i d a weg«« Raubmordes und Verleumdung zu veran Worten. Schwerda hat am 8. Mai d. I. die 7tjährige KammerdienerSgattm voult P a w l i k in ibrer Wobnung, I V..- Star hember ggaffe ' 5, durch Hanrmerichläge gegen den Kopf * und Mrsierstrche in .die .Brust er Mordet, . «m sie - dann ihres Bargeldes und Schmuckes »t berauhen. Nach seiner Veihastuna bekchnldigle er euren an der Bluttat ganz mitte» te lrgten Märschen der Täterschaft, legte aber ichlreklich ein ständyls ab. Be-eichnend ist. dost Schwerda Schleichhandels aeWf'.e bttrieben bat und daraus bedeutenden Nutzen zog. ,! Ten Vorsitz m der Verhimdtnnawird OberlandeSgerichiSr'at Dr. B i z ist r fsibren, die Anklage Stüatsanwalt Dr. S o o S vertreten,, als Verteidiger Dr. Ferdinand Melbinger lnngieren. ' Der VolkSWirt. Wirtschaftliche Nachrichten. Ausländische Firmen» welche in die Tschecho« Slowakei Mar n e r n f ü b r e n. die für Ttett Berede« lungs verkehr bestimmt sind, haben an dre Etnsuhv die Bchinsung geknüpft, daß man mit diesen Waten weder disponieren. noch daß man sie b e s ck> l a g si a h m e n darf. -- Ans W a r s ch a u wird berichrel: Die Krönend a.u i s e an der Warschauer Böcke dauert sott. Die Krone notiert bereits 77 Pfennige — ein Kms, den fis wählend der ganze» Krirks« zeit nicht erreicht hat. -- Wie nach »WarrenS Wockerischrift" dkrlautst. ist im österreichischen Staoisamte für Finanzen Prvlcktaistrn» welche die G'ündung von n e u e n Banken ms Werk cketztv wollten, rrtliirt worden, da>r laut rmem Beschluß -der Rcsiorte mmisterien dre Erteilung von K o n z e s s i o y e n sür die Grrichtnna von Banken fortab unterbleib e“tt miiftc. — A«2 stvndon wird berichtet: Der Stlbcrpreis ist ans 79'/, Priice pro Unze gestiegen, - Unser Handel mit England. Untec dem Vorsitze deZ Kamnrerrabes D u sch nitz fand am 17. d. M. in der Handelskammer eine' Besprechung einer Reihe von Interessenten für vie tu«- lichst rasche Eröffnung des unmittelbare« Handels mit England statt. Die Besprechung faßte daS Ergebnis von fünf nach Branche» geordneten Enqueten zusammen, die im Laufe der letzten Wochen stattgefunden haben. Es wurden zunächst die Einzete heiten der Einreise nach England, die Vorteileides Geschäftsbetriebes mit rnitgesührten Waren statt mit Mustern und die entsprechende Preisfestsetzung 'besprochen. welche, in Deutschland von der Industrie ans, das strafsste organisiert wird. Im allgemeinen wäre an ausländische GelegenheitSkäufet ittWien von den Erzeugern und vom Großhandel überhaupt nicht zu liefern, mit der Detallkundfchgft aber ein Einvernehmen zu pflegen; Strohmänner der ausländischen Einkäufer wären auszuschalten. Es wurde fo-» dann eingehend der im cnglijchen Parlament erbrachte, Gesetzentwurf betreffend daS Antidumpiug besprochen, zufolgs:dessen Abwehrmaßnahnren Hinjichtlich jener eingeführten Waren eintveten sollen, lei fcteite» infolge von Preisunterbietungen durch billigere Erzeugung, namentlich aber infolge schlech te rBalata die englische Erzeugung bedroht wird E6 wurde ange.egt, daß die Kamiuer mit den einzelnen in Betracht kommenden Branchen — zunächst für den Verkehr mit dem britischen Reiche — und zwar mit Vertreter« Industrie, des Gewerbes, Export- und DetaUhanbelli ei« Einvernehnre» pflege,, um der Regierung bisrüb-r