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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-18 · Heft 326 (18.12.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 326 (18.12.1919)
Date
1919-12-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 320 Wien. Donnerstag : * Der Avgoordmeten-Waggan. Ein tschechischer Fabrikant schildert , in der „Tribuna" folgenden Vorfall: Er stieg in Brünn mit einer Fahrkarte erster Masse in den Prqger Personenzug ein. Er fand einen einzigen anständigen Waggon, der beleuchtet und geheizt war; in jedem Abteil saßen zwei, höchstens drei Herren. Die fragten ihn, ob er Abgeordneter sei, der Wagen-sei . angeblich nur für Abgeordnete reserviert und wenn er nicht zu dieser Aristokratie der demokratischen Republik gehöre, so müsse er hinaus. Schließlich schritt die militärische Bahnl-ofswache ein und auf Wunsch der Führer des Volkes wurde der Waggon von den unberufenen Elementen geräumt. Die elenden Zivilisten mußten nach hinten, in einen ungeheizten und unbeleuchteten-Wagen mit eingeschlagenen Fenstern, wo sie, vor Kälte und Aerger am ganzen Leibe zitternd, darüber Nachdenken, konnten, was alles sich hinter den Zauberwvrten . „Regierung ttt der Demokratie" verbirgt. « Denikin führt dis Pro^rntnorm Wieder ein. Wie die russische Z-'tung „Jednaia Nnsj" berichtet, »ft in der Technisch«'« . .Hochschule :m Nowot'cherkask auf Befüguna der Denitinschm Reglcrnnp.d'.e 8'/, Äkoim -für die Ausnahme 'iidi sch er Studenten, die während der Zarenzeii cstand. wieder ringeiübit worden. Auch an anderen Hochschulen im Denrkinschcn Ottnpai'on?gebikt »st die Prozelunorm siir Dusche Schüler.wieder eingeführt wo den. '* Gin Konkurrenzflug um die Welt. Wie „Politiken" aus London berichtet, wnd doui'elbst ein Konkurrrnzffua um die Welt vordcreuer. Alle Klassen yon Aeroplanen und Lustschlffcn sckllen an dieser Konklnrenz reiln-'hmen. ''? Wekhnachtsferien an den Mittelschulen. Mit Rücksicht cruk die in'Äussicht stehende Einstellung des Person^vcrkehreS ayf den Eisenbahnen um die Wtehnachtszeit hat das Unter» xichtsamt in Abänderung früher ergangener Weisungen angeordnet, daß die Weihnachtsferien an. den Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten bereits am Samstag den 20. Dezember beginnen. 'Sonst tritt in der Dauer dieser: Ferien, keine Aerrderüng ein, - - ' » Das.Masteren wieder teurer! D'e Genoffmschaft der Frrseure hielt gestein in der Ratlp uSvollshalle eine Versammlung ab. in y> lcker über die Foidernngeu d-r Geh Uenschaft. die eme boprozentige Lohnerhohnna fordert, eingehend beraten würde. Ngch lang-ncr Dcbatte wi rde emer 25pi özemigen E>- HZHung der. stöhne zngestnnmt. Das Rasteren w td von nun ast nach einem >n der Bersammlnng vvtg legten Danse von ll2 — »äu'wärtS" und das H a a r i ch n eiben K 5.-— kosten; die anderen Haacarbeucn mahlen naturgemäß auch entsprechende Erhöhungen. ' * M» Grubennnqlstck Aus München wnd gemeldet: Der „Münchener Post" zufolge hat sich Sams ng mittags auf der Grube Perffcnbera em schweres G ubenunplüft durch eitle Erplosion ereignet. Dre Wirkung war undcichr-iblich Schienen wurden wie.Wachskerzen zu'ammmgebogcn. 20 Mann würden gröntcntells schwer vorletzt, zwcr von ihnen sind b.relts gestorben. Vor der Grube spielten sich surchtbaie Szenen qp. Dereinsnachrichten. M a ch r t ch 1 e n v o n B e r e i n e n 11 1 tf» c t n t n o n?* u a h m s l o s n u r a m? a g e d e r V e r a u st a Nun ß.) Heut e:; C i y e Bereinigung j ü d ischer Ingenieure, Geometer. A rm i l c kt.e n . u n d Bau ut e t ft e . Galizien '.und der Bukow na in 2ö>eN wird vorbereitet. Lechmier und.Jngcm--ure aus -dem Osten, wollen ihre Adressen ay das Sekretariat der Vereinigung, lX . Had»gasse32/I5. sofort bekamngeben. — ' I n g di b n e i e i n „A h a w a t h Z-i o n" ll., Stuiverstrafe 4H/&' 6 Uar abends.?>. Hebräischküss. Elnschreibungrn werden nur noch d eie Woche enlg> gcnachivmmeu, Z i o n t ft r s ch e Bcii, kss eklio n Wi e d t n »Mä rg a r eie ui' */9<» Uhr abends nu Marmorlocal des Kürsälons, l., Siad Park, Makkabäcrseler. Briefkasten der Ae-aktion. Hebe«'Dre Adresse des B idiandes ist: M. Rath, l., Post gaste 11. -- ..Tabakrayonierunfl". Am best n ist es, wenn Sie sich mit -Ihrer Trastkantm mS Einvernehmen sehe«. Die ErmihruKg. WeifchflkHaVe in Wien in der Weihnachtswoche. Vom, Staatsamt für BolkSe'näbr'Mg wird verlantbart: In der W inachtswoche wnd in W»e>» an samt! che HauShästmigen durch die Rmdstknchabgab'ftell'N '.Gesrirrriudftench nn Ausmißc von 10 D kaqr mn» pro Korst abgegeben we-den. Der Preis betiögt m dieser Wocke K 82.— für 1 K log-amm Vorderes. L^34.4l> für ein 1 Klogramm HinleieS nnb 5,0 — stzr l Kilvaramm B:arenflei ch. Dw Abaabe erfosgi gegen Ab-- trenmmg des mil der Ziffer 7 beze'chneten Abschnittes des Nindsteischeinkaustche nes Um die allanneine Fleischbete lung der V>Völk<-,ung zu den Wkihnachlssciertagen ,zu g'N,'ähi leisten beginnt d;r Versau» an die Pnvatd nrebal nugen erst am Din srag den 23. d. Uhr früh. Ab Lamsmg dm 27. d. M..' 8 Uhr früh. dür»ey dre.R'ndfleischabgabestrllen daS er übrig ie Gesrierrrndffe'kch an die bet ihnen ranowerten Kunden, ohne Zrüstncht daraus, ob diese ihre Rat on b Hoden Halen oder nicht, verkaufen. Die Kopfanote benagi auch m diesem Fa"o l<> Delagramm. Die Abgabe enotnr zn den ölen angeühiien Preisen. Be>m Bc'Uge der ZlNatzquote wird her mit dem Buchslabm J bezerchntlc Abschnitt des R^ndftctscheinkan'scheineS abaerrennt. , Frisches Kalbftki'ch getaugt nacl, Maßgabe der Anlieferungen nach den VeN'mrnnnaen der M'g-st a'sknndm'ich,,ng vom 31. Mai 1019 gegen Ab'emiung des Abichnlttes ll des amlltchrn EintauficherneS zur Ausgabe. Der Marktbericht. 1 Kilogramm Geflügel 85 Kron-r.!. . '? 'Der B such der Märkte rst not Rnck'ichl miv b bevorsteh irden Fe e> tage derer's eiwaS lebhafter als sonst au Wochentnorn, daS A n g e b v t aber a ä n z t i ch u n z ü r e i ch t « d. B »ondns «ach b llrgen Aevt'ln herrscht stii mi'che Nach'»age. da die Berbrstncher mit Recht be'ü chren, daß die Piene unmitielbar vor den Feiertagen neuerlich steigen w'rden. Pitiig-^re Aa"el gab eS aber g fl.rn.nur aus dem R a sch m a v f t e.. bei über eme kleine S enchtug Schivetier Achsel zum Pulste von K L— für das Kilogramm versüche. Die G r n n w a r e n m ä r ki e batk'-n nnr an ieldmäßia grbant'M Gemiisgeniig-nde M'engech eih rlren, doch gab es nebst Kraul und Rüben weir>eft>-ns aurkr Kolst.- An »nasten rrirui Fleuch tour g-stcrn in d G r o sim a r l i h a l l e nnr eine Sctidn, g G e t l ü g e l nm Verkaufe. d e s s e n P r ei§ weirhöhei als der a m i l i ch s e ft g e > e y t e war. G e v u v t e G ä n i e u n d E n t e n k o st e l e n K 8n.— 0), ungr p u v r e Gänse. Enten und Hühner & tO.~ <!) d a s K »l oatamm, - * Wiener Morgenzettuirg Die bevorstehende DrotprerserhShung. Am 4. Jänner 1920. - Wie erinnerlich, plante die Bäckergenoffenichaft mit Rücksicht auf neuerliche Lohnforderungen der Gehilfenschaft eine Erhöhung des Broiprestes aus A. S.—pro Laib, was aber die Landesregrerung nicht bewill-gte. Die Landesregierung hat nun in.einem Schreiben an den Genoffenschaftsvorsteher m tgeteilt, daß sie auf Grund der Geh'lfenforderung die Brotvreise'bölmng auf keinen Fall vorzunehmen grdenke, souderti mrt der Erhöhung zuwartcn wolle, bis der M e h l preis eine Regelung erfahren werde. Das werde ungefähr, a m 4. I ü n n e r 1920 der Fall sein. Mitteilungen der „Rohö". Zenlralmaaazin, VIII., Praustenpasse 9: Abgabe von Marmclade ll 16.8VV H luSpaftcte. Schweizer Bohnen in l Kilo- Dos n, Pil'ner- und Drpvclmal.zbrrr. Paradeismark. Malzbonbons, Pnddinovntver ,'Vamlle und Schokolade) von 8 bis l2 Uhr und von 8 b's 5 Udr. — Berkanssstell!.. Ribclungengliff.' 7: Mann lade (ll 1«.80i Dovpelm rlzbier. Puddingpulver, Schweizer Bo mm. »n 1 Krlo-Dosen von 8 brs 12 Uhr und von 3 brs 5 Uhr. - lV.. V., XIII., ,XVIl.. XVIII.. XIX. Bezirk: Marnretade. Schweizer Bohn-N IN 1 Kilo-Dosen. Klcrmgkcrten von 8 b>S 12 Uhr und von 3 bis ft Uh>. — Wir machen die in der Prariftengasse 19 rayon>ertcn Mitglieder ansmeikiam, dast diese Woche die Abgabe der rayoncerlen Ware Freitag und Samstag erfolgt. W. I. W. ' .H Ohne Buch keine Ware! — Farbe tf*' u tr b R um nt c in eint e i 1 n n « gen a nt stens beachten! F eitag den 19. d. M. von 9 bis 11 Uhr, grün, gerade Nammerri. .8 bis 5 Ust>, grün, ungerade Nummern; Samstag dm 20. von 9 bis 11 Uhr, gelb, gerade Nummern. 3 brs 5 Uhr, getö, ungerade Nummern; Sonntag den 21. von 9 bis 11 Uhr. blau, gerade Nnnnnern, II bis 1 Uhr btau> ungerade Nummern; Montag den 22. von 9 bis 11 Uhr, rot. gerade Nummern, 3,bis ft Uhr. rot. ungerade Nnmmern; Dienstag dm,23. von 9 b s 11 Ukr Fl-'ischverkanf ftuti für die Rayonierten''. — Das Personal ist angewiesen, iede Parte,, welche nicht an ihrem Eil!.- kanf-tage erscheint, Nicht zu bcdrenen. Flaschen für Kognak mrtbrmgcn. ■■ Knrtoflelabgabe. Donnerstag bis Sonntag werden im V. und VII. Bezirke polnische Kartoffeln ZUM Preise von ll 3 6>r pro Kilogramm, und zwar 1 Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung der Abschnitte D und E der Karloffelkarte abgegeben. „Stafa", Staatsang estellten - Fürsorge - Anstalt,' reg. Gen.'m. b. H. Die ilaliennchen Texirlien werden am 22. und brs ern'chtresUrch 24.. ferner am 27. und 29. bis ein- 'chleßtich 3t. d. M. abgegeben wro rolgt: Gelbe Anweisung e it am 22 d. M von Re. 1 brs 180 und dann jeden V rtauistag 140 weitere Nuiumern bis em'chl'eütrch Rr. 1000. 'R 0^.1 e A n w e, i u n g e n von Nr. 671 an iebvm Verl aufs iag 50 Numrn rn bis e,nschlie stich Rr. 1927. G. r a u e Ä nw e r s u n. g e n am, 22. d. M. von Rr. i brs .160 und dann n jedem Verkauistag 140 wertere Rmumern bts einschließlich Rr 1000. — Der Verkam dicker Waren wird noch viele Wochen dauern: jede Knie wnd nrrgelöst. Verkaufszeit am 24. d. M. von 9 vis 12 Uhr.' Am Goldenen Sonntag findet £ e i n Verkauf start. Rudolf Feldschuh, lk., Praterstiatze 54. Uuckerabgabe iür Cevt-urber, Schokolade. Tee, Kalao, Dstchwemc. Sardinen ulw Geynne, von * bis 12 und 3 bis 7 Uhr abends. MKll-ÄMM. vN'MlMg „Herzl“ veranstaltet Monlng deu 22. Dezemiycp 1919 um 4 Uhr nachm., in den 01ympin*Prnchtsälen, l., Kothgosse 5, , eine grosse Fe st-* Aka demie mit anschliessender TanismiiephaKung. Der Relnertiag ist für unbemittelte jüdische Hochschüler und jüdische Mensa Academlca bestimmt. PROGRAMM: Bläserchor des Tonkünstlerorchesters „Hattkwah“, Fr,. Rena Piiffcr. Volhsoper, Fr, -Murle Kocan, Klavlcrvirtuosln, Frl* Lonka Wolf, Kon ensängei in, Frl. Ema Hatidek, Violinvirluosin, Herr Karl Neumantt, Volksoper, Herr Ernst Tauber. Volksoper,Herr Rudi Merstalllnger, _____Volksoprr. * karienvorverkauf: VVn Morgenzeitung, U.,Taborstr. 1, R. Lowit. I„ Rotenturmstr. 22, Kartenbureau „Aida“, II., Taborstr. 5, und Jüd. Hochschtilausschuss, IX , Alserstr. 28 60: S Buhne und Kunst. Eine int^reffant' T eaterrsminiszenz. Ueber eine Aufführung der „Makkabäer von Otto Ludwig zu Wien am Neujahrstage des Jahres 186,7 finden wir im 31. Jahrgange (1667) der „Allgemeinen Zeitung des Judentums" aus der „Presse" nachgedruckt: Im Grunde muß bei jedem rechten Stücke das Publikum, mitspielen. Wie ärgerte sich nicht Börne über das Volk, das im Theater saß, Anspielungen auf ihm naheliegende Zustände hörte, und dabei kein Goldsingerchen rührte, nicht mit einem Atemzuge seine Teilnahme verriet. Heute ist das bester geworden, mau braucht« bloß am Neujahrsstage im Burgthi-ater zu sein, um sich davon zu überzeugen. Es wurden „Die Makkabäer" von Otto Ludwig gegeben und neben Joseph Wagner wüßten wir keinen zu nennen,'der dabei mit solchem Eifer seine Sache geführt hätte, als das „verehrte Publikum". Es spielte im. wahrhaften Sinne des Wortes mit, ungefähr wie der Chorus in der alten.Tragödie, der die Taten der Helden mit! seinen Glossen begleitet. Im zweiten Akt, da sich die Handlung zunr höchsten dramaiifchen Effekte steigert — die Syrer kommen und errichten den A^tar i'.rern Götzen, auf dem die Juden opfern so'ten. Angst und Zagen uitter dem Valke: ein jüdischer Priester tritt, weil „der Mensch leben will, wenn er. sonst nichts will", zu!» Altar, um nach heidnisther Art zu beten; der Ucberinut der Syrer wächst wie die Verzagtheit der Juden; da stürzt Juda (Wagner) vor, zerschmettert den Götzen und predigt dem Volke von dem Gotte, „der auf 18. Dezember 1919 Sette ö umr Größte Auswahl!. Billigste Preise! 8« Leopold Steinhart, Wien, I., Biberstraße 9. N 4073/8 Fenersäulen wandelt, der da war, dev ist, der. ewig sei«' wird . . — ln diesem Augenblick glich das Theater einer großen' Gemeinde aus dem Volke, dessen /Geschichte auf der Bühne wldergespiegelt'wurde, und der donnernde Applaus, der nach diesen W irten ausbrach, hatte eine merkwürdige Aehulichkeit mit dem fremdartigen Murren und Rauschen, das man in Vorhallen 'israelitischer Tempel zu hören bekommt — wenn dort ein wichtiger Dag durch Gebete gefeiert:/werden soll. Das Pttblikum schien in diesem Applaus sein Glaubensbekenntnis oblegen zu wollen und nach dem mächtigen Widerhall desselben wäre für die Andersgläubigen ein etwa im Theatev improvisierter Neligionskrieg von den ungünstigste« Chance« getvesen.! Wahrhaft schmerzlich mußte es dies Publikum berühren, Sonnenthal unter den Abtrünnigen m sehen und baff Jauchzen der Galerie, da er im letzten Mt reuig zum Glaube« seiner Väter zurückkehrt, galt diesmal keineswegs, dem Künstler allein. .; ' Dem „Volksfreund" aber mag es zur Beruhigung dienen,^ baß gerade der einzige van de» Makkabäern» welcher mit! dem Feinde der.Israeliten gemeinsame Sache macht, rege!-' mäßig von einem Juden (ehemals Davison, nun Sonnenthal) gespielt wird. Sein frommes Gemüt wird gegen diese Art der „Berjubun!; der' Hofbühne" kaum etwas eitrzmvendrw haben. Aus den Theatern. Im B u r g 1 h e a t e r gstangt Samstags neu emstudrett, Hebbels *3 u d 11 h"'zur Aufführung. Ansang 5 Uhr. Auf der N e u e n W i e n e r B ü b n e geht heute die Erftarmuhrung des Lustsp'sts «Doktor Stieglitz" ,von Armi» Fricdmarm und Lndwig Ncrz mit den Damen Förster, Neustädter. Pauli, Biera. Ernst und den Herren Stärk, Iensen, Hendriclis, Lovrü, Schrecker, Scküy. Ueb racker in bnt Haupti ollen in Srene. Rcg-e: Engen Ienscn. Beginn */*6 Uhr. Zuspätkommende können erst nach dem ersten Akte zu chren Sitzen, gelangen. ' Samstag den 20. und 27 b. M. wird im Wiener B ü r g e r t h e a r e r vom Bcxein ..F r eie j it d i s ck e B o st k S b ü h n e" ,D e r D o r s s j t n g", Drama in vrrr Akten von Leon K o b r i n ausgeführt. Beginn 2 Uhr nachmittags. Harrv Walde« erzählt Sonn t a g den 21. M. nm ,/e3 Uhr nachmittags in der R e naissan t t -Bühne mir lebenden Bildern Märchen für Große und Kleine. Montag den 22. d. M. findet, die Premiere des dre-akt'gen SckwänkeS „Die' b e i s e r e H ä l f t e" von.Franz Arnold' und Ernst: Bach statt. Der Kmtenvoiverkauf hat berefts an den beide« Tageskassen des Theaters begonnen. KnnstgewerlkeanssteUnng. In dm ftetmdl chen Atelierraumen des Ai chnekten Hans S o b e l s o h n Rechte Bahngaffe 1'^) ist derzeit eine kleine aber interessante Ausstellung vo» kunftaewerblichen Arbeiten zn stehen. Wie es der Zug der Zelt mit sich bringt, sind es meist Damm, die diese zwischen Llcbhiberri» vrakt'skhcm Bedarf und echter Kunst schwankenden.Gegenstände mit viel L vi gfalt und'Gerchmack verfertigt haben. Da gibt es die io beliel'ten BatikiScbelchen m allen erkenküchrn Farbenkombinäi'vnen, Gläsveilenarberten, Bucheinbände. Wenbeinschnitzerelttt, M taÜtrcibarbcitctii kurz, in fernen verschiedensten Zweige« erscheint das berühmte Wiener Kunstgcwerbe durch' junge, aber hochbegabte Kräne vertreten. Wir nennen darunter Berta Fried, Fritzi K n ö v f est m a ch t r, Ella und Hans Z o b e l s o h n, Annh W a s s r n g und Annh W e l l i s ch. Ai'ch erne Anzahl von Gemälden. Handzerchnungen und Plastiken ist zur Exvositlon gebracht, unter denen die Arbeiten von Gcrlmd Z u ck e «k k a n d l - S t o k e l und j-me der vielseitig begabten Annh W a s s i n g besonders autsallen. Entzückende Scheren- Ächnftte stellt Paula S t e r n i tz aus. Das Anangement dee Ausstellung verrät den Geiehmack, des Gastgebers, der selbst auch wertvolle Arl eilen beigesteuert hat. Ist. Max lUanowsky stellte' mit einem klassischen «nd sehr gewählten Programme >m kleinen Musikveremssaale seine Schüler und Schnler'nnen m eine^n eigenen Schülerkvnzerl dem Publikmn vor. Manche schone Stimme und v'U Begabung war sestzuftellen; desgleichen den unverkennbaren Emffuß erncs ausgezeichneten Mnsitvädagrgen. Zu erwähnen wäre ein schöner, satter Bariton, Herr Lunzer, und ein umfangreicher Herr Kirm'mann. Bon besonderer Ueberraschung war der wakrhasuge. hohe Sopran eines noch im zartesten Alter stehenden jungen Mädchens, Fräulein E h r l i ch. Die kaum 17jahrige junge Dame sang dir Pagenarie aus »Hnacnosten" m t überaus wohllautender, metall ger Stimme und fabelhafter Koloialnr echvik. Hoffen 1.ch kann man die junge Sängerin, der man die schönste Zukunft Voraussagen ' darf, bald in gtößercm Nahmen begrüßen. v.. Der Kolletttivvertrag der Bühnenkünstler. Gegen-» wä'rtig finden mit den Mtgl edern der Obe r Unterhandlungen statt, die ihren B'itritt znm Kollcktivabkommen der Bühnenkünstler , bezwecken. D e Mitglieder des B ü r g t h e a t e r s haben sich zum Beitritt bevcitS entschlossen. Es ist lerder zu gr-- wärt'gcn, daß gleich den Burgschauspi^lern nun auch die Sänger der Over, wenn sie dem Koüek'ivabkommen an-> aehören. von der Erlaub,,l8 Gebrauch machen werden, m Raucht heasern aufzutreten. Ein nenes Drama von Maeterlinck. Maeterlinck hat ein nenes dreiakt ges Drama „Der Bürgermeister v o n S 1 l l m o n d e" vollendet, das in Flandern, in den Angnsttagen des Jahres 1014 spielt. Das selbstverständlich entenlesirundliche Stück ist merkwürdigelwetie vonder b e l g i s ch e n Z e n s u r v e r b o t e« w o r d e». ^Der Jude", Heit 7, ist nach Ueberwindnrtg großer postalischer Schw erigkeiten in Wien ernfletroffen. Inhalt: Albreckit Hellmann: Ver-weistnng und Besinnung; Arnold '^weig: Die revolniivnäre Jugend des *£)ftcnS; Samuel Ravvapor': Aus i ein rclig öicn Leben der Ostiuden; Jizchal Erst-in Jf.aet und >e,ne Sprache: Hugo Bc>gnrann: Arbeaerl te atnr >n Pilaft na; E »»ft Müller: D,e Rotwend:gkeil des Bö en. Bi che schm: Jose> Mersi: AuS'den Zei'vl der deutschen Otinpat'on in Kong>>ßpolen. Elijnh» Rappapvit: Der Weg in das Land. Preis des Ettizelh fies K ft.--. Abonnement für daS Bierieliahr ll i; —. Za beziehen durch R. Löwit-Brrhrg, Wien. k.. FteiiLmarlt 1.

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