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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-18 · Heft 326 (18.12.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 326 (18.12.1919)
Date
1919-12-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 Wien. Donners^ Wiener Mofgenzeuuns 18. Dezember 1919 Nr. 326 SrlMmord eines jüdischen Deutzen. In München Hat vor einigen Tagen der Student Maximilian Spaeth durch Selbstmord geendet. Die deutschen Blätter haben den Fall ausführlich beröchen und die eigenartige' Ursache dieser Tat von ihrem Standpunkt aus erörtert. Spaeth tötete sich, weil ein Geselligkeitsverein, dessen. Ehrenmitglied er vor kurzem geworden war, die Juden und damit auch ihn ausgeschlossen hatte. Spaeth war bei Kriegs- ' beginn als Kriegsfreiwilliger eingerstckt, besaß verschiedene Auszeichnungen, hatte sich zuletzt in die Brigade Lettow-Vorbeck gemeldet, um München zu „befreien" — kurz, ein deutscher Patriot reinsten Wassers. Die„Münchener Neuesten Nachrichten" veröffentlichen nun Auszüge aus dem Testament dieses deutschen Juden, dem alle seine Bekenntnisse zum Deutschtum über sein Judentum nicht hinweghelfen und der.über dem Erlebnis zusammenbrach, daß das Bekenntnis.allein nicht genügt, um in der Seele ein Deutscher zu werden und als sicher zu gelten., Dort heißt es: . „Als Deutschen von Geburt Denkart, Gefühl und Erziehung ist es mir in die Seele hinein schmerzlich geworden, zu sehen, welch unheilvolle Entwicklung das geistige Werden meiner Volksgenossen genommen hat und noch weiter nimmt. Ich zweifle daran, in absehbarer Feit selbst noch Zeuge und Mitwirkender der nationalen Wiedergeburt sein zu dürfen. Gewissenlosigkeit, Verblendung, Selbstsucht, Haß und Rache verdunkeln das klare Boxstellungsvermögen meiner Mitbürger und machen es unmöglich, gemeinsam den geraden Weg, der zu neuem Aufblühender deutschen Nation fü’Prt. zu begehen." Unter anderem.führt er weiter aus: „Teils die allgemeine traurige Erwägung, daß es einem innerlich anständig denkenden, reinlich empfindenden Menschen unmöglich ist, in Gemeinschaft mit so aller. Ehre baren Zeitgenossen die Lust des Tages zu atmen, teils der besondere Fall-von Ungerechtigkeit und. Ehrabschneiderei, den ein mir bis jetzt eng verbundener Kreis von Menschen konstatiert, zwingt mich, allem Irdischen zu entsagen. > . . .. Da es zurzeit für mich keine Möglichkeit gibt, auf dem kavalliermäßigen Wege mit der Waffe in der Hand meme niedergetcetene, vor allen- Freunden bloßgestellte Ehre zu reinigen, da militacischerseits die Ehrengerichte nicht mehr existieren, akademische Korporationen mir-als Juden nicht Waffenschutz geben, kurzweg mir das Recht der Satisfaktion nicht zugebilligt wird, wird jeder anständige Mensch es für begreiflich finden und mich nicht für irrsinnig erklären, wenn ich den einzigen Weg nehme, der mir offen steht. Zum Verbrecher will ich nicht werden, niedriger Rachsucht will ich nicht nachgeben. So bleibt für mich nur das Eine: Durch meinen Tod anerkannt zu wissen, daß ein Deutscher jüdischer Gebürt^ der sein ganzes Leben nur den höhen Idealen besten MenscheAmtb Volkstum nachgestrebt zu haben glaubt, trotz aller seiner Laster und Fehler, auch ein Mensch von Ehre und .Anstand sein kann." . Der Fall ist in seinem AuSgang —zum Glück — vereinzelt; in . seinem Wesen tvvisch für eine ganze jüdische Menschenschicht. Eie ist mit der wegwerfenden Bezeichnung „Nssimilanten" nicht einfach abzutun; es. sind Menschen, die viel wertvolle Eigenschaften besitzen und von einer haltlosen kompromißlerisch-feigen Generation das Surrogat eines »ertrockneten. entseelten Konfessionsjudentums* überliefert erhielten, zu dem es für sie aus der Moderne, m der sie aufwuchsen, keine Brücke gab. So klammerten sie sich mit dem glühenden unbefriedigten Idealismus ihrer jüdischen Seele an das Deutschtum, um schließlich — den Fußtritt zu erhalten. Es ist viel Tragik um diese Menschen und'sie sind nicht die Sünder, sondern die Opfer. Jüdische. Fanatiker des Deutschtums. — Makkabäer in der. Umkehrung! Wissen nichts vom Glück und Stolz, nichts pon der Sendung des Judentums "und erleben doch fein Leid. Dieser hier scheint ein ganzer Mensch gewesen zu sein. Daß er den Weg zu unserem 'Judentum nicht fand, das ihm die Kraft gegeben hätte, dem'Haß mit stolzem Gleichmut zu begegnen, war feine einzige Schuld. Und daß er in der Meinung, durchden Tod 'seine Ehre, beweisen' zu können, den Revolver an die Schläfe setzte, ist sein schwerster Fehler gewesen; der freilich nicht mehr gutzumachen ist. Pflicht der Wahrheit und ' richtig erkannte Mannhaftigkeit hätte ihm Her, Weg zu seiner Ration zurückweisen müssen. Hier liegt -einer jener Fälle vor, die den Freitod als Feigheit erscheinen lassen. Ein Vortrag über die Akraiira. Land, Leute und. was für uns von' besonderem Interesse ist, Bodenschätze sowie Handelsmöglichkeiten der Ukraine waren bisher nicht nur für weite Kreise der Bevölkerung, sondern auch für den Großteil der Intellektuellen ein ganz unbekanntes Gebiet. Einer um so dankenswerteren Aufgabe unterzog sich daher Doktor Rudolf Margules, ein genauer Kenner seines Landes, der über dieses Thema in einem mehr als einstündigen Bo. trag« kürzlich im Frstsaa'le des Ingenieur- und iVrchitektenvereines sprach. Ausgehend von den geographischen Grenzen der Ukraine schilderte der Vortragende in umfassender Weife die Verhältnisse - des Landes, wie sie vor 'dem Kriege waren, die Wirkungen des Krieges auf dasselbe und schließlich die gegenwärtige Lage der zur Freiheit erwack-enden Ukraine. Aus Grund feiler Erfahrungen, Studien, der allerdings yoch seltenen Fachliteratur und persönlichen Fühlungnahme mit den bedeuten' strn Volks- Wirtschaftlern der Ukraine entrollte der Redner seinem Auditorium ein interessantes und zugleich lehrreiches Bild. Wir erfuhren, daß die Ukraine in ihrem heutigen Umfang and er «halb mal so groß ist wie Frankreich. Wir hörten auf Grund wiss.nschaftlich einwandfreier statistischer Taten von ungeheuren Bodenschätzen, die m der Ukraine ungehoben liegen, von Kohls, von Eisen, von unübersehbaren fruchtbringenden Aeckern und Zuckerrübenanbauflächen, angesa.um.l en Getreidevorräten und Viehbeständen, ja wir lernten sogar die Währung der Ukraine in allen ihren Einheiten kennen; aber wir hörten auch vom Mangel an Maschinen und mangelnder. Kleinindustrie sowie fehlenden geschulten Arbeitskräften. Und da gipfeln die Ausführungen oes Redners, es sei gerade Oesterreich schon wer«: seiner geographischen Lage dazu prädestiniert, im Handel und Verkehr mit diesem unbekannten, großen Wunderland eine bedeutende Nolle zu spielen, zumal die Ukraine seit jeher nach Wien als dem Knotenpunkt und dem Vermittle» des Ostens mit dem Westen gravitiert hat. ßiit Shißiü&jmißii des Redners wurden von dem raül- ,reich erschienenen Publikum, dem auch die meist-n ausländischen Missionen angehörten, mit lautem Beifall ausgenommen. — Der Dvrträg wird demnächst im Druck erscheinen. ' George Slot. In dielen Tagen jcilirt /ftcfr zum kwndntsttn Male der KMitskag G e 0 r g e E l i o t §. der vielaelelenen englischen Nvnmn'ckniststelssrin. de:cn Schass,n vom iüd scinn Standpunkt besonderes Interesse verdient. Mary Anne Evans — dies 'br biüge,lieber Name — begann mit einer Neberietzung von Snauß' «Leben Ieln". der erne Schritt ü>'er Heme folgte. Die Studien für d efe Lttbriten fitfnten sie zur B schästiguna mit dem Judentum, das sie dermaßen fessele, dass sie hedrcisch zu fhibieun bekämt und in versch ebenen Veröffentlich,mg-u b’<* Me Treue des' Jndeniums verherrlichte, daS üch allen, Bersolgnnaen znm Trotz zu erhalten verstand. Ihr bekanntester Rom m „Daniel D e r o n d a", meist noch im Iadi-e seines Eiicheimns <IH76 von Adoss St rodtmann ins Dcutiche übe, letzt, welcher Ueberfetzung im vorigen Jahr eine zw ite, von A. E 1 r a s b e r g besorgt. folgte, wurde begti'lert aissgenommen und in zabkie'che Kul.ui'vrachrn übertragen. DaS von warruer L«ebe zum Iittewmn erfüllte Werk, das den Weg eines jungen sepba,ruschen Juden sch ldert, der in Unkenntnisseiner A!.kuntt auiwächst, dann immer mehr durch «nneren Instinkt ' zum Judentum hingezogen wud, dem er schließlich sein ganzes Sern widmet behandelt das jüdische Problem einuydzwanzig Jahre vor Theodor Herzls erstem Aultreten völlig in zionistischem Sinne; eine Tarsache, diedoppelt interessant ist, wenn man bedenkt, daß es das Werk einer nrchtjüdüchen Autorm ist. Die jüdischen Gemeinderatr in Pole«. Die jüdischen Blätter in Polen 'veröffentlichen. das Ergebnis einer Enquete wegen Einberufung einer Konferenz der judrichcn Gcmemderäte in Polen. Es sind aus 73 Städten Antworten mit den erforderlichen Daten eingclausen. Hiernach betiagt d e Zahl der jüdischen Ratsrnamrrr. in ganz Polen 596. An erster Stelle. stehen die Zromsten mit 173, ihnen folgen die Orthodoxen mit 99, an dritter Stelle steht der »Bund" mil 68 Ratsmänriern. Dre Poale-Z'wn stnd durch 51, die Handwerkerorgan.sation durch 20, die Volkspa,teiler durch 10, die kau-männische Organisation . durch 7,' die Grupve der «Ver° eintgtea" durch 6, die Aistmilanten durch 3 MUgücder vertreten- Der N^st gehört gar feiner Gruppe an. Geber und Empfänger. In Deutschland hat bekanntlich seit ewiger Zeit eine lebhastt Samm ltät'gkeit eingesetzt, um d-r Wiener Not zu Alke zu kommen und d e dm'schePresse tut das sine, um iür den löblichen Zweck zu werden. Wenn man einzelnen Wiener Blättern glauben möchte, so ist ganz Deutschland von dem einen Gerankm beseelt, den notleidenden Biüdrrn in Wien zu Helsen und tas Lied von der deutschen Einheit und Ti cue wird kräftig angestimmt. Wie tS sich rn Wahrheit dam t verhält, darüber belehrt uns ein Aussatz nr der Frankfurter «Neuen Jüdischen Presse", rn dem es heißt: Im Augenblick wird >ür die hungernden Kinder in Wien gesammelt. Die Annabme l'eai nrcht fern, daß ' den üblichen Mewoken des «gemütlichen" Wien der Genuß Sammlung, vielleicht Ulte christlichen K-iidern zugute kommen i>rd, Kindern die ihre tflb scheu Kam radcn mitleidslos verwlgem weil ste Juden sind. Doch neun Zehntel der Spender stnd Juden, trotzdem gemäss der Verhättn'Sz'ttil zwischen N!ch:juden und Juden in Deut'chlaüd neun Zehntel der Spender Nich'juden sein ^sollten und t-.otzdrm man eS verstehen könnte, wenn Juden der - einer allgemeinen Samnilnng für das antrlenr'tlch durchseuchte Wien überhaupt nrcht svcusen würden. Ader Menschen lerden und Juden spenden." Auch wir finden eS durchaus lol evswert. daß hie Juden m Teutschlarid den Appell an die Mrufchlichlerl nicht ungebort lassen. Nur finde» wrr, «hre Human.tär würde keiner!« Schaden leist n, wenn sie stch emch um dre Verwendung der gespendeten Gelder kümmern woll en, »nd Garantien forderen. daß dre jüdische Not nickt unbedacht bleche. Jene aber, die von der «deutschen Bruderh lfe" soviel Anchebens machen. erinnert, dass es stch zu neun Zehnteln um jüdische Svmdcr handelt und dass es darum wenigstens ein Gebot der Anständigkeit wäre, auch daS jüdische Elend m Wien zu berücksichtigen. ErleschterunKen der Sparmaßnahmen. "Amtlich wird verlautbart: Durch die am 15. Dezember 1919 in Kraft getretene Berordnllng der niederösterreichischLn Lande?regiexunI vom 11. Dezember 1912 betreffend die Regelung des Ladenschlusses und der Sonntagsruhe im Handelsgetverbe in Wien erfahren die ursprünglich geplaplen Erleichterungen von den Sparmaßnahmen beim Verbrauche von Gas und Elektrizität für den Weihnachtsverkehr einige Abänderungen. Die betreffenden.Verfügungen des Stäatsamtes für Handel und Gewerbe erhalten nunmehr folgende Fassung: Die Ladengeschäfte dürfen am 22., 23. und 24. Dezember 1919 spätestens bis 6 Uhr abends, die Lebensmitteldetailgeschäfte bis 7 Uhr ab ends of sen hal ten. Sonu.az den 21.Dezember 1919 (Goldener Sonntag) ist der Lebensmittelkleinhandel von 7 bis 11 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags, der sonstige Detailwarenverschleiß von 9 bis 12 Uhr vormittags und vvli 2 bis 5 Uhr nachmittags gestattet. Den Betrieben der Friseure wird am 22., 23. und 24. Dezember 1919 das Ofscnhallen bis 6 Uhr abends und am 31. Dezember bis 7 Uhr abends gestattet. * E'n mißglückter Dalntenfchmttstgel. Der Buchhalter Hermann Chary, L<opoltstadt. Castelle gasse 20 wohnhaft, erstattete im SicherheitSbureau folgende Anzeige: Er fei am 13. d. M. von feinem Cl,e7, dem Kaufmann Wilhelm Deutsch in Budapest beau'tragt wo den, hiHwertige fremde Datu en mit der Ci en)a » n ich Wien zu bringen. Chary reiste mit den Valu.en ab und lernte im Abteil des Elsenbahnzugrs den lOjahrigen Handclsangrstellten Js.ael Fried mann. 2. Bezirk. Czerningasse 23 wohnhaft, kennen; er war n Ee'elllchatt einer Mrilen jungen Mannes, der sich Dergner nannte. Im Gespräche kam Cl ary darauf zu reden» daß er fremde Valuten über die Grenze icb.nuüaeln wo..e. Die beiden iunaen Leu'« machten sich erbö ig, dem Chary b-?im Schmuggel behil'lich zu sein. Dann stylten sie dem Büchhalter mit. daß sich im Zuge ein fremdländischer Kurier de linde, der für ein Honorar von 3000 Kronen sicher gerna bereit sein werde, die Valuten bis nach Wlen <m . sich zu nehmen. Chary übe"gab dem F.iebmann und" dem angeblichen Bergn:r zwei ve'chnür e P-.kele mit den fremden Valuten. Sie wurden tatsächlich einent. Herrn, der als der fremdländische Kurier bezeichnet . wurde, ü'ergeben. Als der Zug im Wiener Ostbghnhof ankam, übernahm Chary wieder die Pakete aus den Händen des Kuriers in Gegenwart des angeblichen Bergner. Die Pakete waren aber offen. Chary untersuchte sogleich den Inhalt und stellte fest, daß daraus/ verschiedene Va'uten fehlten. Cs besteht der dringende Verdacht, .dc.ß, Friehmann und .Bergner die Valuten gestohlen und in Sicherheit gebracht habetz. Friedmann wurde am 15. d. M. hier verhaftet und dem Landesgerichte eingelie'ert. Dcn Diebstahl verübt zu haben, leugnet er. Die Berso'guyg des angeblichen Bergner ist eingekeilt. Auch der Anzeiger Hermann Chary wurt e zur B:rsügnng der> Finanzbezirksdirektion wegen des. Schmuggels in .Haft behalten. Ein Lotschlag auf dem StepßanSplatz. Gestern nachts hat der. italienische Kaufmann JuliuK Premi, der Geschäfte halber in Dien weilt, den Kellnec Stephan Ko!ka auf dem HtephanSplatz erstochen. Premr hat - mit der - unter sittenpolizeilicher Kontrolle stehende» . 19jährigen Johanna Spielmann in Kaffeehäusern und Gasthäusern -den Abend verbracht, und wollte bann mit -ihr ein -Hotel.aufsuchen. Plötzlich bat die Spielmann den Kaufmann. er möge einige Augenblicke warten, da sie mit jenrairüem zu sprechen habe. Premi wartete drei Giertelstunden, aber das Mädchen kam nicht mehr zurück. Auf dem' Heimwegs in sein Hotel sah nun der Kaufmann in der Mhe des Stephansdomes seine verschwundene Begleiterin Ln Gesellschaft zweier Burschen, des Kellners Stephan Kolka und des Kellners Bruno Kitzweg. Premi ersuchte das Mädchen durch Zeichen, zu ihm zu kommen und forderte es dann auf, mit ihm zu gehen. Als es sich weigerte, zeigte er ihm rin dolchartiges Messer, das er offen in der-Tasche trug. Erschreckt lief die Spielmann zu den beiden Burschen ~ zurück. Nun schritt Kolka, der Geliebt« des Mädchens, auf den Italiener zu und stellte ihn zur Rede, Plötzlich fjihrts Premr gegen Kolka einen Stich und traf ihn in der lstrheu Achselhöhle. Der Kaufmann wollte flüchten, wurde aber von einem Wachmann' angehalten. Auf der Polizei gab l er an, daß ihn die Burschen zuerst bedröbt hätten. Der Verletzte ist auf dem Wege in das Krankenhaus gestorben» * Die Jüdischen Kinderfreunda tjtmnftatfeit ihre Makkabäerleier heute um 6 Uhr »m großen Komnthaußsaal. Dm Fesvede halt FrauAnitta Müller. Das Programm erhalt durch das Mrlwrrken des KonzertjängerS Ignaz Körner eme w^t'wlle Bn-'-ickenma. * Der Bortrag Dr. Singer manu verschoben. Der für heute im Stock'im-Eisen-Saal angekündigt gewesene Autorenabend De. Bruno Singermann mu-ßte wegen technisr^r Schwierigkeiten b e rs ch o b e n werden. ' * Dr. Emil Stein: «Auf dem Wege nach Palästina." Bericht des Leiters des Wiener Palästmaamtes über dessen Aufgaben und Arbeiten, erstattet an die Generalversammlung' des Vereines «Keren Kajemeth Lejisrael" am 38. März. 1616 und vor dem zionistischen LandcSkomitee für Deutschöstetrerch am 22. Juni 1919, ist soeben erschienen. Das Buch öretet eine programmatisck>e Grundlage der Palästinaärbeit und berichtet gleichzeitig über die bisherige Tätigkeit deS Wiener PalästintramteS. Die leichtfaßliche Darstellung sowie dia reichhaltigen grundsätzlichen und detaillierten Ausführungen sichern der Broschüre weiteste.Popularität und Aerbreivmg zu. Preis 2 Kronen pro Exemplar. Zu beziehen durch, . alle Buchhandlungen oder direkt vom Verlag deS Palästinaamtes, Wien, S. Bezirk, Zirkusgasse 33. Kristall-Cass. Am 8l. Dezember 1919 werden^«» Kristall-CafS und m den KnüMAru, III., Aipernvlatz, neben eem Kklegsm urster um. ^tachllehende Kräfte aussieien: Georg Mail! .iStaalöover), Mizrl Zwerenz. Iokef König. Hubert Nl'arischka. Guela Werbezirk, Chailotie Waldow. Außerdem Monster kontert. f * Ci«e verdiente Lcktlv«. Die «Mysl Niepod" erzählt von e»»kr , vulbelprochenrn Szene, d,e stch m dem Hotel, nt weich m Sir Samuel während seines Warschauer Aufenthalts abgestregm war. zugeiraaen haben soll. Zwer Damen der ersten polnischen Gisellichatt. Ehrevdame« des polnischen Rot?n Kreuts» wrachrn de« Sw Samuel vvr und baten um eine Svende. Sre^ Samuel lehnte hötl-ch. aber entschieden ab mit der Begründung, daß er fttne Gesellschaft unterstützen wolle» dre prinzipttll keine jüvrschen Schwestern anstelle. * Der ksngwe'ttge Prozessor. Aus Berlin wird berichtet: Im Schau pielh use gab es So .n^ag wieder sine» Theaterskandal. Anläßlich des hunderlsten Gei ui ts'a^es von Th v or Fon r nr um de eine Matinee veranstaltet, bei der der bekannte'Germanist P.o^sssr P u l o w e r die Festrede hielt, die außergewöhnlich lang und wenig intere.'ant war und dem Publikum, das anfangs ruhiig zugehört hatte, so mißfiel, daß es die Geduld verlor. Zuerst suchte das Pubkikum durch Händeklatschen den Rrdner zu unterbrechen. Als er sich nicht störey ließ, brach das Publikum in einem tobende n Lärm aus, bis schließlich der Sekre^ärdcs Vereines für. ^hea>ergeichichte aus der Bühne erschien und den Pr^- sej.or vom Vortragspulte wegholte. * ©'«ftdWett «’n^t Neyerftlbe. Die belgische Zeitung .^Het Laatschr NieuwS" schreibt: Die Aniotes. eine mittelafrikanische Eingebornensekte, der Tausende von Eingedörnen angehören, verlassen a5 und zu den Pomiliwald an der Grenze van Hux und Stanleh-Staot. gekleidet in Leopardenfelle, die Hände bewaffnet mit eisernen Kralttn. die sie in die Brust derjenigeu schlage.!, an.denen sie Rache übrn wollen. Dem Verwalter des Vaiwabe ui-Gebi« es g'iiäts t3, e’no Schar Verdächtiger zu e'greifen und na h S an cy-Stadt .»u jühren. ssel,cn:e erzählen, daß die Anioles die Grubrnrevlere von Slanley-Sradt bi» Jruma unsicher machen. Man hat kürzlich zahlreiche Leichen gefunden,, die von eijeruen Krallen Aeutiien waren,

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