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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-17 · Heft 325 (17.12.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 325 (17.12.1919)
Date
1919-12-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr 325 Wien. Mittwoch Wiener Morgeirzettung 17. Dezember ly 13 Sette 7 in den Messias. Und dieser Unglaube bringt manches Unglück'. ... Warum kacheln Sie? Sie glauben's nicht? Da haben Sie ein Beispiel: . . Es wurde hier ein junger Mann krank, »8 zeigte sich ein Geschwür auf seinem Rücken, er ging zum Arzt, der sagte ihm, daß das Krebs sei." Er kam vom Arzt, ich sah ihn an, — er sah schrecklich aus ... * Ich sprach zu ihm: Verliere den Mut nicht, weiß denn '»er alles? Gott, sagte ich, ist der beste Arzt. „Nein", ,ogte er, „der Arzt weiß alles." Er grämte sich . .. ging wie '.in Schatten umher, dachte immer nach. So oft ich ihn betrachtete, tat mir das Herz weh: ein junger Baum, schade . . Täglich laZ ich seiner Genesung wegen ein paar Kapitel Tehillim. Er aber ging und erhängte sich . . . Einen Zettel hinterlietz er seiner Mutter: ..Ich wollte den Menschen nicht zur Last fallen." Kannten unsere Väter keine Krankheiten? Aber sie glaubten an Gott und er half. Ich konnte euch noch vieles-erzählen, aber ich weiß nicht, ob ihr mir glauben vtzr^et. Und ich, mutz immer wieder .sagen: Die jetzigen iungen Leute können nicht glauben. Und doch, wie gut wäre »S für sie, wenn sie, wie es sich gehört, beten kqnnten! Uebrigens, ich bin kein Prediger: ich spreche imr^ so zum verspiel. Ich will nicht mehr'von anderen Leuten sprechen, 'ch will Ihnen lieber erzählen, was mir passiert ist, und Sie werden selbst urteilen, ob es einen Gott im Himmel . tzibt oder nicht. ., Sie} wissen doch, baß ich einen gebildeten Schwiegers oh n habe, .einen ^tzgenieur. Er lebt in K. Meine Tochter schreibt mir.'. unM^r^ztvei'mal. jähEch,, aber er nie. Schon öfter wollte.ich' nach K. fahren. Aber mein Schwiegersohn ließ eS' nicht'zu; ich darf in K. nicht leben, sagte er, das heißt, ch habe kein Wohnrecht... Ich fuhr also nicht hin, aber oft -achte ich:. Wird K. verloren gehen, wenn ich für eine oder zwei Wochen icmme, um meine Tochter und 'meine Enkel zu sehen? Wird die dortige Polizei gleich erfahren, daß der alte Jude Chaim gekommen ist? Ich habe dies auch an meine Tochter und an meinen Schwiegersohn geschrieben, aber sie wollten nichts davon hören... Gerade jetzt, schrieb meine Tochter, ist es so streng, geworden, wie noch nie. Man holt einfach die. Juden oon der Straße und transportiert sie nach ihrer Heimat. Wenn man bedenkt, welches Unglücks Nu, werden sie mich fassen... fressen werden sie mich nicht. Und ich werde meine Tochter und meine EM zu sehen bekommen. Ich bin, Got sei Dank, nicht mehr. jung. Noch ein-paar Jahre und tzamr ist Schluß. Sterben und das eigene Kind nicht Wiedersehens Aber mein Schwiegersohn und meine Tochter zitterten vor meinem Kommun wie FeuepDie Bekannten rieten auch nicht zum Anfahren. Gewiß, °.in anderer an meiner Stelle wäre längst hingefahren, aber ich verschob es von einem Tag zum anderen. Einmal begegnete ich auf der-Straße einen Bekannten, der eben von K,. gekommen war. Ich sing sofort an. ihn auszufragen, was meine Tochter und meine Enkel machen; er antwortete mir, aber ich merkte^ daß er meinen Fragen auswich. Das Herz des Vaters ist ejn Prophet. Ich beschloß, sofort nach K. zu reisend Ich fuhr. Ich dachte unterwegsr^Wäs auch DMieMfeift-chröge,: ich werde'LS'mil meinen Augen zu sehen bekommen. Je näher ich K. kM desto banger wurde es mir umS Herz. Ich hatte ein Vorgefühl, daß etwas Schlimmes passiert fei. Und was glauben Sie? 'Ich fand meine Tochter schwer krank. . . Man erlaubte mir nicht/Kt' ihr zu gehen- und als mein Schwiegersohn mich erblickte, ivurde er ganz schwarz vor Zorn..„Was habt^Jhc gemacht?--sägie^ er. händeringend. „Fahret sofort zurück, man kann Erich finden, und dann bin ich verloren ..." : „Aengstige dich nicht und rege dich nicht aus!" söge ich ihm.'.„.Ich bin kein Dieb und kein Mörder!" — „Aber wißt Ihr.denn nicht, daß ein Jude ohne Wohnrecht Wimmer ist, als ein Dieb?" -7- «Ich will es nicht wissen, ich bin zu meiner ' - einem „ Mizwahtanzl" verstand. Bald tanzte alles mit, plötzlich, war statt der Bube die junge Frau im Mittelpunkt des fröhlichen Wirbels und die Bürger -7einer nach dem andern war herbeigeeilt — absolvierten nach alter Sitte mit ihr das "Ehrentcinzchen. ' Die..Freudenspenderin selbst aber war längst verschwunden, nachdem sie an der Tischecke im Forteilen als Hoch^eitSgeschenk ein ansehnliches Goldstück hmgelegt hatte. ' Heute noch singen die Krakauer Mädchen nach einer Leblichen, rhythmischest'Weise: Bnbelach und Kliskelach *! Ham mir uns gegessen Freitag zu nachts, gi chasine ' IS keiner uischt gekimpren. riimmt aran die Bube Hcibt sie un zi hopen Kimmt aran der Zejde .Hvpen sie alle beide. Glaubt ihr da, daß die Bube sehr fleißig in dem schön» tzebundenen Gebetbuche las, das jeder jüdischen Äraut um Hochzeitstage geschenkt wird? Ich meinte, sic hatte" nicht recht Zeit dazu. -Heimlich habe ich den Verdacht, daß sie'niemals am Grabe des Neb Maische Jssert einen Wunschzettel niederhegte, 'wie es jede rechtschaffene Krakauer Frau tat, indem sie noch manches Anliegen diesem großen Fürsprecher der Frauen vor Gottes Thron mündlich beifügte, weil man doch nicht alles zu Papier bringen kann. (Lästerzungen behaupteten nämlich, daß viele neugierige Frauen nur deSharb so länge an Ramus Grabstatt ist Andacht verweilten, weil sie erst alle Zcttelchen durchlasen, die den Hügel bedeckten.) - Nur einmal, ein einziges Mal. .weilte auch die Bube an dieser heiligen Stätte, die. von dichtem Epheu umsponnen, das kostbarste Gut Attkrakan-s ist, und das kam so: Bube Machele hatte ein einziges Enkelkind, die achtjährige. zwitschernde, kerngesunde Güel, die der Großmutter Tochter gekommen, und gehe nicht, bis Gott ihr Genesung schickt." — „Aber ihr Zustand wird sich verschlimmern, wenn sie erfährt, daß Ihr hier seid." Ich sah ihn an, ich wollte ihm ein sehr grobes Wort sagen, aber ich hielt mich zurück/ ..Höret", sagH mein Schwiegersohn, indem er um sich blickte, „zeigt Euch nicht vor den Dienstboten und geht nicht aus dem Hause. In diesem Zimmer werdet Ihr bleiben, und da wird Euch alles gereicht werden." Wäre meine Tochter gesund gewesen, ich hätte gewußt, ihm gebührend zu antworten, aber so wollte ich keine Ge» schichten machen. Nur konnte ich nicht verstehen: Wie kann ein gebildeter Mann, ein Ingenieur, ein solcher Feigling sein! Nu, nehmen wir an, man entdeckt mich, man schiebt mich ab, sagen wir, ich werde sogar bestraft ... Hat denn. ein Jude noch nie ein größeres Malheur gehabt . . . Weiß mein Schwiegersohn garnicht, daß unsere Väter sich ins Feuer werfen ileßen, daß sie Foltern ertrugen, nur weil sie Juden waren? . . . Und die Pogroms? Und die vielen Hamans? Und doch ist das Haus^ Jakobs nicht verloren gegangen. Das alles wollte ich ihni sagen, aber ich sah, daß er mich nicht verstehen würde. Der Mensch war so weit, gekommen, daß er.sich vor seinen eigenen Dienstboten fürchtete und - mir selbst das Essen reichte. Nu, wie gefällt Ihnen das? Die Fenster meines 'Zimmers führten auf einen leeren Hof. Gegenüber befand sich eine schmutzige Wand. Ich saß so volle zwei Tage im Zimmerchen. Es wurde mir langweilig und ich schämte mich vor mir selber. Ich beschloß, aufzupaffen, wenn' mein Schwiegersohn ansging, um diese Gelegenheit zu benützen, meine Tochter und meine Enkel zu sehen. Aber ass ich mein Zimmer verlassen wollte, fand ich die Tür verschlossen. Ich fing an, mit Messer und Schere zu hantieren, und es gelang mir, die Türe aufzumachen. Auf den Zehen schlich ich, bis ich an das Zimmer meiner kranken Tochter kam. Das Herz tat mir so weh, daß ich fühlte: noch ein Moment und ichEweine wie ein Kind. Ich stand ein wenig hinter der Tür, guckte durch das Schlüsselloch. Meine Tochter saß aus dem Bette, bleich, abgezehrt, neben ihr ein Junge von ungefähr sieben Jahren. Ein bildhübscher Junge mit blonden Locken, — ganz die' Mutter.. Leise machte ich die Tür auf. „Riwkele!" sagte ich leise. ^.Papachen!" . . Und beide weinten wir. ES stellte sich heraus, daß sie nichts von meinem Kommen gewußt hatte. „Papa," sagte meine Tochter, „gleich kommt Boris. Er wird ärgerlich, wenn er dich sieht. Bei uns ist es jetzt so streng." 1 „Aeirgstige dich nicht, Riwkele! Es gibt einen'Gott im Himmel... Heute ist Chanukah, und um der. Feiertage Willen wird - uns der' liebe Gott vor Unannehmlichkeiten schützen." ' ' *' ' 1 . ■ » „Ist heute Chanukah?" fragte meine Tochter. ' „Ja, Niwkele!-Und du wußtest.es nicht?" Verlegen sah sie mich an. „Nu, es macht nichts, Niw- ' kele... Heutzutage ist das.nunmal so... Und K. ist so weit vpn den jüdischen Städten entfernt. Riwkele erklärte dem Jungen, daß» ich sein Großvater sei,' Er sah mich , mit seinen großen blauen Augen an und sagte nichts. „Kannst du im Siddur lesen?" fragte ich den Jungen auf jüdisch. >.Er spricht nicht jüdisch, Papa!" erklärte mir Riwkele und wurde noch verlegener. Ich begriff gleich, daß mein Enkel kein Rabbiner werden wird. Als mein Schwiegersohn kam und erfuhr, daß ich die Tür aufgeschlossen hatte, wurde er sehr aufgeregt. «Was habt Ihr gemacht? Ihr müßt sofort nach Hause reisen! Man findet Euch, und dann bin ich verloren," sagte er wiederum. . Da konnte ich nicht mehr schweigen und" sagte ihm kurz, daß er Dummheiten spräche. Abends steckte ich die vier Eharmlah-Lichter an, klebte sie an der Fensterbank fest und verrichtete andächtig den Segensspruch. „Moaus zur Jeschuossi..." sang ich leise, und ich guckte auf meine Lichter und. es war mir wohl und traurig zu Mute. Plötzlich hörte ich draußen einen Lärm. Eine unbekannte, laute Stimme übertönte die zitternde, angst» liche Stimme meines Schwiegersohnes. «Leugnet, es lieber .nicht, wir haben alles von sauren Dienstboten erfahren!" rief die laute Stimme. In mein Zimmer trat ein Mann — sein Mantel war mit Messingknöpfen, seine Mütze mit. einer Kokarde versehen. Min Schwiegersohn, bleich wie deö Tod, folgte ihm. Ich blieb ruhig stehen und nahm. nicht einmal mein Käppchen, ab. Ihr wollt wissen, ob ich sehr erschrocken war? Aber ihr werdet mir nicht glauben, wenn ich euch sage, daß ich durchaus keinen Schrecken empfand... Und der Mann im Mantel mit den Messingknöpfen stand in der Mitte des Zimmers und seine Augen ruhten auf den Lichtern. Sie brannten kaum noch und den Schani- mes hatte.ich vorher schon ausgelöscht. Plötzlich fragte mich der Mann: „Jst's jetzt Chanukah?" Im ersten' Augenblick glaubte ich es im Traumezu Horen. Und die Augen meines Schwiegersohnes wurden groß, sehr groß... . . . .. . . Der Mann näherte sich dem Fenster uüd guckte: gerade auf die Heiken Lichtlein. Sein Gesicht war traurig und nachdenklich: „Zehn Jahre sind es her," sagte er, „daß-ich diese Lichter nicht mehr gesehen habe. Mein Vater pflegte sie > immer anzustecken. Ich erinnere mich noch der Melodie, die ich dabei gesungen habe: Moaus zur..." Und der Mann rm Mantel m-t den blanken Knöpfen fing leise, leise zu singen an. Im Zimmer war es-so still, daß man das Zischen der verglimmenden Lichtlein hörte. ' .! Ich schwöre ihnen bei meinem grauen Bart: Wenn man mir statt dieser wenigen Minuten zehn Jahre gegeben hätte, ich hätte nicht getauscht. Wollen sie wissen, was weiter war? « ' - Der' Meschummed bliebstehen, bis die Lichtlein zu . Ende gebrannt waren, dann sagte er: „Großvater, habt keine Angst!..." Und er ging... Jetzt sagt: Gibt es einen Gott auf der Welt oder nicht? kMD-v.nu. nn -w. w y » ~ -'TOCWl.UMJfl'W.S prächtig nachgeriet und von ihr über alles geliebt wurde. Da kam der böse „Steckfluß" nach Krakau und raffte die Kinder weg. In einer unwirschen Winternacht — es war just zu Chanukah — rang auch Gitel mit dem Tode. DaS Kind wälzte sich fieberglühend in den Kiffen, der Arzt stand achselzuckend am Krankenlager und verabreichte keine Arznei mehr, und als Gitel die Großmutter mit den großen, weitgeöffiieten Augen wie flehend anstarrte, als suchte es Hilfe bei der Bube, die doch für alle Menschen em linderndes Wort, einen gütigen Rat, eine rettende Handlung bereit hatte, brach die starke Frau laut jammernd über dem Bette des Kindes zusammen. : Aber plötzlich sprang sie auf, trocknete eiligst die Wangen, als schämte sie sich der Tränen, nahm das geliebte Gtiel in den Arm, küßte es in froher Erregung, legte es sachte wieder hin, und eilte in die Nacht hinaus. Giue letzte Hoffnung war in ihr ausgedämmert und. hatte sie zuversichtlich gemacht: Am Grabe Ramus wollte sie einsam und inbrünstig beten. Sie hatte den' Heiligen nie behelligt, nie mit kleinlichen und lächerlichen Anliegen erzürnt. Heute wird er sie erhören. Sie lief zur Ramu-Schul. Als sie die Pforte ^erschlossen fand, kletterte sie —. mutig und verzweifelt wie sse war — die Umfassungsmauer des kleinen Friedhofes hinan und fiel dumpf auf die Gräber hinab. Lautlos kroch die Heldin mit gebrochenem Fnße bis zum hettigen Grabstein und wurde, des Morgens bewußtlos und halb erstarrt aufgefunden. \ Bube Machele starb am selben Tage, ihr Enkelkind aber — sagt die Legende — ist ihr durch ihr Opfer gesund geworden... * Wollt ihr dieses Bildnis in eurer Stube hängen lassen, ihr jüdischen Frauen, dann müht ihr es alljährlich zu Chanukah mit Epheublättern schmücken, die auf Ramus Grab- ' statt gepflückt sind. (Aus einem in Vorbereitung befindlichen Buche: \ „Die hohe -Gaß." Heerwesen rmd Taktik der Juden'*) Die Juten waren ohne jedwede staatliche Einrichtungen, wclch'e' die Ausstellung.einer Armee hätten bewirken können. Als Mattathias ins Gebirge der Müsse Juda floh, folgten ihm viele, denen die Ucberzeugung höher stand als das Lebens Bon den Syrern verfolgt und gehetzt, lernten jene vorerst dir Waffen zur Berteid»gung führen, bis sie durch Erfolg ermutigt, selbst zmn Angriff übergingen, zum Teil um abtrünnige Volks», genossen zu strafen, zum Teil um an den Syrern Rache jtt nehmen. Diese kleinen Unternehmungen erforderten viel Geschick, Mut.und Ausdauer und mußten, um den Erfolg zu sicher», überraschend geschehen. Das Gebirge begünstigte au sich schon l de Art dcr Ueberraschung nnd die Juden verstärkten dieselbe noch dadurch, daß' sie die Macht hierzu benützten. ' . Allmählich bildeten sich Abteilungen, denen die Tüchtigsten als Führer Vorständen. Diese Leute waren mit den Wegverhältnissen vollkommen vertraut, überwältigten in diesem unwirtlichsten Gebirge JudärS spielend alle Hindernisse und lernten rekognoszierend die Stärken und Schwächen des Gegners kennen. - Es fehlte nur noch der Mann, der. mit der notwendigen Autorität ausgestattet. diese Abteilungen durch seinen Wellen-zu» iulmn-nfasse und einhcitllch verwende. Es^ wäre nach dem Gesagten irrig, anzunehmen, Jrcha Malkadi hätte seine ersten Schlachten mit unerprobten Nenlrngen. mit Nekruten, wie wir heute sagen würden, geschlagen. Wohl waren ferne Truppen an Zahl, Beitzassnung und Ausrüstung den syrischen Truppen gegenüber gänzlich inferior, in moralischer Beälchnng aber standen sie hoch über ihnen. * Der Kriegsschauplatz und wohl auch die Ueberliesrrmtg gaben Juda die Anhaltspunkte für bie Organisation: er trat Nicht m großen Hauken auf. sondern zerlegte feine verfügbare» Mannschasten in kleine Abteilungen zu 10, 50, 100 und 1000 Mann, so daß er stets die Mögüchkett hatte, die Trnppen so zy verwenden, wie es der Augenblick gebot. Führer, Unterführer und Mann waren an felbsiandigerr Handeln gewöhnt. Juda konnte daher auch alle Teile zu selbständigen Angaben, wie sie eben der Kampf im Gcbügrin großer Zahl Mlt sich bringt, beordern. Er mußte sie nur disziplinteven: damit alle Kräfte m fernen Intentionen und nicht nach eigenen Gutdünken handelten. . Aus der Berschledenartigkeit der Gegner ergibt sich nun folgendes: Gleuhgeartete. auf der dt-laur anfgebaute Heere waren weing geeignet, aus der Marschkormation heraus unter erndl'cher Euuv-rkung zum Kampfe überzugeheu. Dicse Heere störten einander daher nicht rm An'marsche s\rt Schlacht, der meistens aus einem Verschanzten Lager heraus er» olg'.e. wodurch d e Kuegffrluung äußerst schemalisch und monoton wurde. H eranä. erklärt sich auch die geringe Aufmerlfamkeit. 'welche man dem Änftlärungs- und Stcherungsdieuste znwcndete. Aus „I üdische K r >. e g s a r s cb i ch r e i n E i v. 3 e l} di r 1 f t e n". Vom Harpünonn Jo'rf Kap Pier,l, „D e r F e l tz e: 1 s t a ni t> ‘ it 21 t e r I nd a Matkv v i". 1913, Vertag Karl Harbaner. Wien und V;,.... .1

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