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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-17 · Heft 325 (17.12.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 325 (17.12.1919)
Date
1919-12-17
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien. Mittwoch Wiener MorgenzeitunK * Konferenz der Chaluzim in L?mberg.. » Torie: Woche fand in Lemberg die Konferenz der «Hakuziiu statt, an welcher 150 Delegierte aus dreißig S.ädien teilnahmen., Der P ä id.nt der „Hech-lu Bentrale, Dr. Emil Schmorok. wies in frinex hebräischen Eröffnungsrede darauf hin, daß unter der jüdischen Jugend von heute noch jener Geist herrsche, der vor vierzig Jahren die „Bilu"-Leute dazu trieb, die Konse^u"n'en aus ihrer zionistischen Weltanschauung zu ziehen. Unmi'telbar nich dem Kriege haben sich aus den verschiedenen Städten und Städtchen die Chalutzim zur Arbeit gemeldet. Nach Konstiluiirung des Bureaus, in welches Dr. Emil Schmorok als Vorsitzender, Dr. Max Bienenstock und Dr. Heinrich Stern er als dessen Stellvertreter und die Herren Mold stein und Schneller als Sch i'tfüh.er gewählt wurden, sprach namens 'der zionistischen Exekutive Dr. David Schreiber, der auf dir große Wichtigkeit der Chalu ünbewegung für die Erfüllung des jüdischen Nettungskomitees betonte Dr.-Sommerstein die Bedeutung des Hechaluz vom Gesichtspunkte der wirtschaftlichen Umschichtung innerhalb des jüdischen Volkes. In diesem Sinne ist auch der nrugfgrttndete Bund jüdischer Landwirte tätig, der eben im Begriffe ist, eine große landwirtschaftlic!)e Farm zu gründen. Es sei sehr erwünscht, daß der „Hechaluz" mit diesem Bund in engeren Kontakt trete. Das Ncttungskomitee werde auch in Zukunft die Chaluzim finanziell fördern. Dr. Alexander Hausner führt aus, daß die Chaluzim, wenn sie in Palästina arbeiten, sich auf große Opfer gefaßt machen müssen, wozu sie aber sicherlich ihr Arbeitswille und ihre Begeisterung besähiien werden. Begrüßungsreden Helten noch B. Jakob für den NationalsondS und Federbnsch für den Misrachi. Dem von H'. Pickels erstatteten Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen, daß die „Hechaluz"-Zentrale eine Reihe von Schwierigkeiten zu überwinden hatte, die die Arbeit leicht hätten gefährden können. Differenzen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern ergaben sich zunächst wegen der Sabbatruhe, welche die Chaluzim wahren wollen, wahrend mit Rücksicht auf die benachbarte Bauernbevölkerung auch die Sonntagsruhe nicht leicht gestört werden konnte. Auf zwei arbeitsfreie Tage hingegen wollten die Landwirte nicht eingehen.' Ebenso zeigten sich Schwierigkeiten bei der Verpflegung. In den meisten Fgtlen konnten befriedigende Uelereinkommen erzielt werden. Am Beginn der Arbeit der Zentrale standen 200 Chaluzim, zumeist bei jüdischen Gutsbesitzern und Päch'ern, in Arbeit. >. In Stryj arbeitete eine Chaluzimgruppe auf dem Gute des Barons Brunicki. Am Schlüsse der Terichtsperiode gab es bs.ei.s 20 Llrbeiisg.-uppen mri zusammen 56i) CH lu im. Versuch.' zur Gründung von korporativen Handwer.eryrganisationen sind im Zuge. In Stryj besteht bereits , eine Wagnerei aus genossenschaftlicher Grundlage. Die Vorbereitungen für die Errichtung elnrr landwirtschnstlichcn Farm sind schon recht weit gediehen und 100.000 Kronen für diesen Zweck bereits vorhanden. In Statt isla u ist seit einiger Zeit eine Farm unter Leitung Dr .Nitterm an ns in Aktion und demnächst soll in Brzezany eine ähnliche Farm geschaffen werden. Die Zentrale steht mit der landwirtschaftlichen SHule,der ,Hca" in Slobodka-Leszna behufs Herstellung eines, innigeren Zusammenwirkens in Unterhandlungen. Auf kulturellem Gebiete war die Zentrale in verschiedener Richtung tätig. Besonders erfolgreich ist ihre Tätigkeit hinsichtlich der Verbreitung der hebräischen Umgangssprache iznter den Chaluzim. Auf .der Konferenz war die hebräische Sprache auch im persönlichen Verkehr vorherrschend. Die Einnahmen des Vereines ,/h.cha'u," dem von nun an auch die Sammlung der erforderlichen Fonds obliegt, be.rügen 21.000 Kronen; die Ausgaben beliefen sich auf 12.000 Kronen. Der Zentralleitung wurde der Dank und das Verträum ausgesprochen. Während der Pausen sang der Chor der Schömrim (Pfadfinder, die für Palästina ausgebildet werden) hebräische Lieder, die mit großem Beikall ausgenommen wurden. Für den Indischen Naßionülfsr^o. Die Arbeitsgruppe drS Jiidi chnationalen Fonds veiöinntlicht den folgendm Ä u f r u t: Im Mai dirleS Jahres winde zur Vermehrung der Einnahmen dcs Jüdischrn Nat onnlf-mds m Deulschöste, reich, insdcsonders aber zur Simknng der Propaganda feit beweiben in Wien eine f r e, w i l l' a e j n g e n d l i ch e Ä r,b eilSgruvve de? Jüd >äun N rtionakfonds in? Leben gerufen, bte üch auch während ihrer fü./monatttchrn Tätigkeit außerordentlich bewahrte. t # . Nun. nachdem die Ortsgruppe Wien dcS üonistischen Landes» komiters örDeutichösterrrich in emzclne Brz'.rlSsektionen e'Ngcteilt wurde, gilt es. daß dicke Seil'.onkn nebst ihren anderen Arbeiten dem Nativnal'onds ihr Augenmerk rmvenden. Die Bemlstcklionen haben b Sber au' dem G'bute d>-8 NationaliourS teils garwchlS, lnts irhr wenig geleistet Das Muster der Gründung von Arbeitsgruppen baue l wer in den lilrugen Bezirken, ni f AnSnabme der Brigiiicnau. fernen Nachhall gesunden. Auch dre Bezirks'efnon Lcopoldstadk. deren Gründung erst in den irrten Wochen erfolgte, vnlervldnct du Arbeit jüt den NanonalfondS allen anderen Arbeiten. D a g i l t e S W a n d e l z n f ch a f f t tt. Tie jngendliche Ar^-ei'sgruppe d-s Jüdi'chen Natimassonds. setzt nur au, dieLcopoldstadt beschränkt, w.U sich dieser schwierigen Aufgabe un tcr.ieOen. Wir richten daher den dringendsten Avpell an sämtliche Jugendliche der Lcv"v!dstart, welche rwei bis drei Slunven wöchentlich freiet Zit unserem Bvksscha'Z w dmen wollen, hiervon unverzüglich im Sekretär aie der Arbeitsgruppe Wien. U, Zrkusgasie 88, Mitierluiig zu machen. Es gilt, alle Kräfte nnzufpannen. um dem Nationalfonds im kommen den Jahre eine jener w:chiigen Äu'gabe rnl'vrcchcnde Einnahme auch uit dem verarmten Gebiet Wiens zu sickern. ELngesendet. Ssrnbsrd Finkei II., Prateps'rasse 56 „ Reellster Einkauf von GdM, Silber, Jnwelen. VerfitsjeraajsaBZflf e.“~ Cclf6 CÜyj I., Werriertorgasse 3 iü’Orlsrt und rcntoi seine lümiieiit Eröffnung demnächst., yon Coty, lloublgant, Roger-Sailet FransäsischQ Seifen von Roger-Galfiet, Houbigani Parfümerie FIORIS Wien, I., Graben 29. wo Die DMMm IMen-Mapülsii — veranstaltet morgen Donnerstag den 18. Dezember, präzise */,6 Uhr abends, im Kursalon iMarmorsaal), Kolowratring, eine P'Oi'ramm: Licbteranzünden: Herr Oberkantor lYelss. Festrede: Herr Dr. Emil Stein. Gesanesvortr.'lge: Jüdischer Gesangverein Hakinoor. Ferner: KrJ. Haudek, Frl, Fla Mieses (Rezitationen) und Herr Jul. Strunk von der Jüd. Ruine. Tanzarrangement fc^Borgt IbrrE. Reinoruber. Musik: Kape’le F. Doma' sky. Alle Lokalitäten sind gut geheizt. Karten im Vorverkäufe bei L^wit, I., Roteulurmslrasse, und an der Abendkassa. rs-s IGOLD BRILLANTEN! pHH Plntin.Mön-en Ferien, Uhron, falsche Zähn«, nllo SilberfegenslSnde gg] i^A verkaufen Sie am besten direkt dem Juwelier u ßoidarbai'erS. Holmfel, «9 EWIen, VI. Marlahilfers'ra-se 79, cd?r Wsrkstitte: I. V/ollzelio 17/13. ML Zahlt hBcbsta Preise, da für e gene Verarbeitung. «C4 Wff Kein Händler sondern dar Erzeuger und Qo idarbslter Juwelier Lorlnger I. Graben 28, 2. Stiege, I. Stock, Tür 10 (bei Anton ). ßrlinwald) zählt die höchsten Preise fiir Brillanten Perlen, jede Art Gold, Silber und Platin etc. *" Separierter Eingang eilt Sprochzlmmsr — Tdep'ion 14411 Die SteuerrUckflänÄe in derTfchecho-Slowakei. 16. Dezember. (Pt vat l Die Steucrrückstände in der TschechorTlowaker Leiragcn bis jetzt rund zwei Milliarden Kronen. -♦ Der Raubüberfa« im Caf6 Adler. Wie ww berichtet haben, verlachte vorgestern abends rin junger Mann, in einem C.tfä, ein^n Gäst eine Br estakche m cmrcrllen. wobei er nielnere Rrvolverschüsfe abgab. Die Polizei« lorrrspondein nr-lder tue,zu: Das Calö Adler war vorgestern abends von etwa lOO 'OKifte« bciudit. Um 8 lUn abends begab Rrfi der Koinmissionsgrlckä'tSilihabcr David Tänzer in die Küche, um rtwas zu bcstellcri, als ihm >m Gange «in iung'-r Mann entgegcnlral und ihm Ni't den Worten: ..S ch i e b e r 1 Her witbet Brieftasche!" ihm leine Baifchaft. von K 60.0f)0 abnahm. ,Äls nun Tänzer „Nrücher!" schrie» gab der Mann einen Schuß auf ihn ab. der in dm Fußboden ging. Das ganze Lokal wurde ola>mierr und der Täler war sofort umzingelt, fcstgenommen und entwaffnet. Tänzer hatte den Mann schon lange beobachtet, wie er lotternd an cinnn Tische saß unddie Gespräche der Gäste belauschie. Er statte außer der Fromme,Pistole mit sieben Patronen noch em ' Dolchmrtler bei sich. Er ist der Kontorist Jovf Berkovic a n s G ö d , n p. Er erlliiite seine Tat in folgender Wene: Er wollte sich anS^ebenöstberdniß Won <ett iär'gcrer Zcii etschießkn, da er sei! langem vbneEnverb und ohne Wohnung war. Seine Veninhnngkn, ene Aiu'lellnng m sinden. bl eben er'vtglos Er habe oestern abends viel Wem und Kognak geti unfen, b 'vor er in das Ca»ä Adle» kam. Dort habe er gesehen, wie Tänzer von verschiedenen Leinen G^d'eträgr einka'st ite. und stabe den Plan gc!aßt, ihm das Geld abzuNehmen. Der Schuß, d-n er abgegeben, sei nur als Schreclschuß gedacht und aeacn den Boden gerichtet g-we'en. E? fand sich aler ber d'm Taier ein Schreiben, an die Polizeibehörde getichiek, das diesen Aussagen w t d e r s v 'r i ch t.' „An d e Behörde! Ich b n lebensttbcidrü stg. wist aber nicht so olme w üres von der Welt scheiden, sondern Nrichste"Iiebe zwingt mich da u. wenigstens roch enen Schieber an§ dem Caf6 ms Gras beißen zu lassen. Denn nichts ist mir vecba'itcr. als die'e S..in den und Kr'egsgew inner! Z-.'drs Ge chäfi ist ^>1 Betrug an dem Bolle. Einem anständigen, ,-schisclmsiM'n Manne miirde ich nie eiwaS tun, oster dieie ) Mü»mer sollen veriolkt werden! S-lmde. daß das 5bU so blind i 17. Dezemder 1919 Nr. 325 ist und sich ausbeuten läßt! Ich gebe die LrbenSsrrude verlöret und sterbe gerne. Ich fürchte mich nicht. Gezeichnet: Jose Berkovic/ Anmerkung für d'« Polizei: Ich hm m Wie, nicht gemeldet und habe auch keine Be,wandten. Ob man frühee oder sväler stabt, »st ganz egal. Zu waSleben und Hunget leiden?^ * Die Ma^stabSerfeiee dee jüdischen Jngend wich am Sonntoa dm 2l. d. M. piäzse um V,\\ Nbr vormittags ir der Neuen Wiener Bühne veranstaltet. DaS Programm bierfül ist foloenbes: 1. Chor deS ^Blan-Weiß-;, S. Festrede» Dr. Emil Stein; 8. Rezitation; Frau Enke W a a n e r lVolkslbeaterf; 4. Gesang: Overnsänaerw Fräulein Bitiöria Keld; ö. Nezitatton: Naonl Aslan (Bolkscheattr); 6. Heitere Lieder: Rudolj Bandler Bolksoper); 7. Klavurvorttäge: Mavietvtrluost MaxNe.chltn. * Die Berliner Liebesgaben für Wien. Aus Berlin gemeloel: D e in den Schulen für die Wiener Bevölkerung gesammelten Pakete stnd >n den letzten Tagen in die Zentral» , mar lthakle geschafft worden. Große Schwierigkeiten bei eitel tB? die lüt die Be,Packung notwendigen Arsten hndeiutschasten. Jv den nü'chstc» Tagen soll ein Pakctzug nach Wien abgehcn. * Hochschüler in die Schweiz. Der. Verband btt S'ud'kreiiden der eidgeriössi'chen Technischen Hochschule in Zürich bar unter dem Protektorat des Nestorates eine Aktion kingelettt^ um einer Anzahl Sind eiender der Wiener Technischen Hochschule » ermöglichen, von Mine Jänner an sechs Wochen in btt Schweiz zumbringen. / * Keine Anruhen in Rumänien. DaS Kumstnifch« Preßbuteau te-lt mit, daß die Über Unruhen ttt Siebenbürgen verbreiteten Meldungen erfunden feie«. 0 Vedeutende Grleichternnflen Im BeiseversteHr mit Ungarn. Wie der ^Wiener Kutter" von znstäadtger Sklit n fährt, sind d>e Berh mdlunaen bezüglich der Erleich'erung im Neisevcrkehr mit Ungarn »wischen den ungarischen Min sterte» und den österrelch'tchen StaaiSämtern gestern zum Abschlüsse gekommen. Laut d'e'er Bereinbarnng, die sofort nach der Ge« nehnngung du'ch di« österreichische und durch die «n-ansche Reaierung tu Krast treteü wi'd, wird die Grenzkontrolle « Bruck a. L. überhauvt adqeschastt. Die Reisenden werde» ü Krraly'.üda kontrolliert. Nach der Revision können sie sofort wieder den Zug bestehen, so daß die Fahrt um mindestens drei bis vier Stunde« vUkürzt witd. . t * Wiener Modellgesellschaft. Der BerwalttmgSrat der Wiener Mvdellgcs.sstchaft hat sich neu konstituiert und wurde M Piäüdentin Frau Ma»iannr W o z n i k. znm l. Biz<präsiden»e» Herr Dr. Eduard Langer, zur 11 Bizeptästdent n Fraa Charlotte Kümmerte gewählt. Zum grfDäfi&fübttnbtii Dlrttkor wurde da- BetwalinngstatSmitglied Herr Alexander G r a c o n bestellt. Die Wiener ModrÜgesekstckiaft wud i« nächsten Jab,e permanente Ausstellungen neuester Hut» und Kleide, modelle in Wien sowie großzügige Modrschauen im Iw' und Auslände veranstalten. * Berleltung der WelhnachtSspeuden der schwedische« Hilfsaktion an Krlegerwltwe« und Waisen. In Ausführung der großzügigen schwedischen LebcuSinittethilfe wird zunächst eine Äerteilung von WeihnachtSspenden an Kriegerwitwen als der bedürftigsten der Grrlppe vorgenommen werden. Die Verteilung von Zweikrlogrammpaketen soll in folgender Weise erfolgen: Jede Witwe bekommt ein Paket, jede'Wstnw mit zwei und mehr Kindern zwei Pakete zu je zwei Kilogramm. Die Verteilung erfolgt in. der polnischen Fleisch- Halle der Großutarkthalle, Jnvalidenstrahe rechter Teil, in der Zeit von 8 bis 4 Uhr gegen Vorweisung deS Totenscheincs, der Ctaatsbürgersd^aftserklärung oder des HeimatschcincS, des EiukausschcineS, der Milchlarte und de» Polizei- Meldezettels mit dem Kindernackweis. Die Abgabe erfolgt am Freitag den 18. d. M. für die Buchstaben A biS einschließlich I, Samstag den A. für die Buchstaben K, L, M, N, Montag den 22. für die Buchstaben O bis einschließlich S (ausgenommen Sch), Dienstag den 23. d. M. Sch bis Z. Liebesgaben für die Kiirder, die von der Attion »Tagesheimstatten für Kriegerwaisen und -Kinder^ heuer nach Schwede« geschickt worden sind, werden Donnerstag den 18. d. M. im ehemaligen Hofwarlesaat der Nordwestbahn verteilt. Dia Abgabe geschieht nur gegen Vorweisung der Legitimation, und zwar von 6 bis lü Uhr für die Buchstaben A bis I, von lv bis 11 Uhr K bis N, von 11 bis 13 Uhr O bis R und und von 12 bis 1 Uhr S bis Z. - Gleichzeitig gibt die schwedische Kolonie bekannt, daß sie die nämtichen Kinder für Samstag den 20. d. M. um 4 Uhr nachmittags zu einer Weihnachtsfeier im Festsaale des Rathauses etnladet. * Das Verschwinden per Vttzzi Kramm. Wie berichtet, ist seit der Äu stndung der FleuchstÜcke auf der sogenannten .Webrrplanmung" nächst der Laxmbutqerstlaße im X. Benrhe die Grl edte des KanaltäumerS M a s ch e k. Julis 2 l r i r r r in Halt. Sie war eS. dir dir Fleischtnlr gesunde« bat. und dadulch, daß sie verheimlichte, daß sie auch noch anders Sincke gefunden bat lmd sich ihrer beimllch entledigte, hatte sie sich durck eiciene Schuld vecdächllg gemacht. Nun wurde de» ihr in der Wobnuna, X., Hardtinuihgaste S'>. am 18. d. M. abermals «ine genaue HauSdurchkuchung vorgenomnwn. Dabei fand man wieder Knvchenteile. Bündel wie von verbrannten Arterien und Haare, was aunüll'g schien, zumal, da die Frau behauvtet batte, daß seit Monaten kern Fleisch ber ihr aus den Tisch gekommen ,st. Man mutmaßte, daß die Knochen vielleicht auch Mrnschenkuochen sind. Hoi rat Professor Dr. H a b e r d a bat die Knochen zur Untersuchung üde nommrn und har gesttrn vo, mittags dem StchrrheitSbuira» n> tgcteill, daß die im Herde der Wohnung der Steuer gefundene» zwei kleinen Knochen M e n s ch e n t n o ch e u sind, und zwar der eine vom Schulterblatt/ der andere e,n Teck einer R , v p e. Die Steir er gibt an, daß diese Knochenrestk auch vo» dem Fände stammen, den sie am 34. v. M bei dem Suchen nach KokS in der »Webtiplarrimmg" gemacht hat. Ete will die Fleischstücke unter einem Stein pesunden haben. Wer die Knochenreste in den Herd gelegt hat, ist bisher nicht ausgellärt. Dereinsnachrichten. ^RaLrichtenvonVerrinen erscheinena««- nahmsloSnurawTageder Veranstaltung.) Heute: Jngendgruppe der zionistischen Dezi r k s s e k l i o n B r i g i t t en a u. '/»6 llhr abends «Die Geschichte der Makkabäer-. Referent Herr Kand. Ing. Josef 2te>n. — M o r i a h. Dr. David Silbc>schem r ZuckeunannS Ivrifche Gedichte. Gaste willkommen. — Jugend verein Ähawath Zion, ll., Stmverstraße 46/8. Um 6 Uhr abends Berr-chnuny der zum Berkauf übernommenen Karten. Piäzit'e ‘/„7 Utzr abendS wichtige Komiieesivuitg. — A r b e.i t S-> kurs der zionistischen BertrauenSdnmen Aelereniin Frau Nanny Mm gulirS), 6 Uhr abends, u» Jüdische« Hochschulans'chuß, lX.. Alserstraße 38. Briefkasten der Redaktion. SN. 21, S. Nur weiß ist möglich.

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