Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 325 (17.12.1919)
- Date
- 1919-12-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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/ . ■ Seite 2 Wien. Mittwoch Wollen setzen mit ay die große Aufgabe, die vor uns ersteht: U1LS nicht unwürdig zu zeigen unserer Väter, die treu geblieben sind,, und für das ganze Volk ein Haus zu bauen, in dem sich jedes Kind einer jüdischen Mutter wohlsühten kann. Allen Nationen, mit denen wir in Berührung gekommen sind, haben wir den Begriff der Freiheit gegeben; wenn es um die Freiheit gegangen ist,. haben unsere jüdischen Brüder — und es ist das eine Ehre und ein Schmuck für uns — als die ersten ins Eisen gegriffen. Nun aber schaffen wir die Freiheit für uns selbst, im Andenken an Juda Makkabi, an alle, die nicht abgefallen sind und den Tod der Schande vorgezogen haben. Und wir denken an das Makkabäerlied. das seit vielen Hunderten von Jahren in jedem jüdischen Haus gesungen wird und seine Quellfrische bewahrt hat: „Ülc>au8 zur/. . Die IrrteresserrsphLrerr. t. W i c n. 17. Tie Entente. He ifre vielen Rivalitäten hinter der schön angestnchvnen Ballade einer neuen Tripelallianz verbergen und vertranlich behandeln möchte, hat sich entsMossen. dem mitteleuropäischen Chaos dadurch ein Ende Zu machen, daß sie die einzelnen Länder als Intereisen-' sphäre der einzelnen Ententestaaten erklärt. Das Wort. Interessensphäre ist dem Wortschatz der' Koloin alpoi'lük entnommen und bezeichnet ein Gebiet, das ein europäischer Staat als für seine Kolonisationsbestrebiingen wichtig erachtet und bezüglich dessen er sich alle notigen Befugnisse durch Verträge mit anderen Staaten, die ähnliche Ziele verfolgen könnten, sichert. In solcher Weise sind die europäischen Großmächte bisher nur bezüglich afrikanischer Kolonien oder Autilleninseln borgegangen. Tie Anwendung dieses Begriffes auf ein europäisches Land ist eine Folge des Zustandes eines politischen Scheindaseins, das die mitteleuropäischen Staaten seit dein Waffenstillstand führen. Ihre wichtigsten Lebensäußcrnngen, der Eisenbahnverkehr, die Kohlenförder üng sind ihrer souveränen Kontrolle schon seit langem entzogen und zum Gegenstand der Arbeit von Spezialkonimissionen der Cntentestaaten geworden. Diese Fürsorge erstreckte sich sowohl über Oesterreich als auch über die anderen Sukzessionsstaaten, denen eigentlich für ihre aktive Politik nur ein Feld offen geblieben ist. das der Konflikte mit irgendeinem Nachbar. Die kleinen Staaten haben nur mehr das Recht, miteinander zu raufen. Und je, mehr sie von dieser Befugnis Gebrauch machen, um so lieber ist das den Staatsmännern der Entente, die darin das Mittel fanden, die einzelnen'' ' kleinen Staaten gegen einander auszuspielen und zu Schachfiguren ihrer Politik zu machen. ~ Nunmehr scheint die Entente der Meinung zu sein, daß die vielen und schweren Krisen» die das Leben Mitteleuropas nicht zur Ruhe kommen lassen, ein Ende finden sollen durch die Entente selbst. Die Not dieser Länder ist durch Grenzlinien nicht aufzuhalken. die Armut breitet sich trotz aller Paßschwierigkeiten ans, weil sie keine Einreisebewilligung braucht, der Heizstoff- Mangel wird zu einer internationalen Katastrophe, die durch die ununterbrochenen Verkehrs- und Arbeitseinftellungen den Siegerstaaten immer peinlicher zu Bewußtsein kommen. Ihre leitenden Männer hätten auch darüber gerne den Schleier des diplomatischen Geheimnisses gebreitet. Aber die Zeitungen schreiben und die Opfer dieser kaltherzigen Politik schreien ihr Elend in die Welt hinaus und zwingen die Oeffentlichktzit der Sieger in den Bann ihrer Hilferufe. Und da auch die Ententepolitiktzr jedes Aufsehen ärgerlich empfinden, haben sie sich zusammengesetzt und darüber beraten, wie dieser Erscheinung abzuhclfen wäre. Amerika, dessen Präsident Wilson trotz seiner Nachgiebigkeit doch mildernd gewirkt hat, ist nicht mehr in der Friedenskonferenz und seine lästigen Einreden über Selbstbestimmrin<tsrecht, die man ja ohnehin durch einfaches Abstimmen beseitigen kannte, fallen jetzt ganz weg. Also kann man das Werk vollenden. Die kleinen Staaten, denen matt den Aufputz ihrer Volksvertretung und eigener Regierungen belassen kann, geraten ganz unter die Votinästigkeit der großen Staaten, die die Welt untereinander verteilen und, ihre Streitigkeiten vertagen, weil ihre eigenen Völker in finanziellen Krisen stecken. Man legt also die Grenzen der Einflntzzoncu vertraglich fest und öffnet die Länder der Wehrlosen dem nach Betätigung lechzenden Kapital. Mittelen.oia ist tief £e,'unten. Die Negierung in Prag oder in Warschau ist um nichts freier in ihren Entschlüssen als die in Wie« und selbst die an und für sich begrüstensnerie wir'schastliche Annäherung dieser Länder fließt nirTi? mn der Eck" kirrt nls ifyr.'C Lago, sondern ans dem Befehl Frankreichs, so wie Delegierte Englands in Vnd-v'st ttich dein Nachteil sehen. Unverdient ist diese Niv.'ausenkung sicherlich nicht. Denn keiner der «<Mrrt S'aa^'n hat bisl)«r brw'e'Sn/ daß er der Freiheit würdig ist. In allen diesen Trümmern des alten Oesterreich-Ungarn herrscht noch der lebenSsren.de, tö ende E>. ist U: Tu ec.u in L\ herr'cht wären'-r Wer o'ga g der naäon len o er religiösen Minderheiten. Es ist überall das gleiche Bild, nur mehr minder abgetönt. Die Pogron-e in Ungarn ge^en Juden und So ialdemolraten, die Juden Hetzen in Piken, die Schtirßnng -Rutscher Schulen in d.'N deutschen Etzt-ielen der Tschschv- Slowakei, die Behandlung der Fremden in Wien, die Vorgänge im lärntne i chen Adstintuirr.igsgeüiet — all Diese Dinge entspringen der gleichen Quelle: de n Überhitzten Chauvinismus der Do.k/masscn, ihrem -Streben, tkLend jemand schwächer-», glrichicun alä Straie. für Wiener Morgeuzeitung _ Wie die Entente Oesterreich helfen will. / Paris, 16. Dezember. „P titParifken" will erfahren haben, datz die alliierte Gele ation bereits Profrlrte für die Hilfe ausgearbeitet habe, die Österreich gewährt werden solle, und zwar betreffend 5^redite, betreff nÄ die Kontrolle der Einnahmequellen Oesterreichs und die Organisierung des Ernähr«ngs° und Transportwesens. Das Vlatt fügt.hinzu» batz. bevor diese Projekte pralEch in ihren Einzelheiten ausgefÄhrt werden sollen,« die Alliierten allgemeine Maßna men treffen werden, die in e uer gemeinsamen Sitzung festgestsllt werden sollen. die eigenen Leiden zu unterdrücken- Wenn alo die Entente durch ihre llo omcttmethodcn Ruhe sch sfen und Arbeit bringen könnte, so würde man'sich vielleicht damit absi rden. Aber es ist sehr zu bezweifeln, ob die ' Behandlung europäischer Völker tt ch afrikanischem Rezept La) richtige Mittel ist und ov nicht die VöHeb gerade dadurch verwundet und noch weiter in die Selbstzersleischnng hiiieingetrieben werden. Nur die Wledsrausnahn.e der FrütensvcrHandlun mn kann die Wogen glätten. Nicht die Gehcimdipsomatie, die hinter verschlossenen Türen Völker als leblose hölzerne Spielfilmen auf der Karte verschiebt, sondern eine Beratung der kulturellen Führer Europas kann den Frieden wahr rnaclen, die Nichts von Sieg und Niederlage wi'sen wollen, - sondern nur D?enschen kennen, die in Not sind.' Das ecistige, 'ckr'^i e ide, leiden e Euom kann sich selbst helfen im Geiste der jüdischen Bibel, die die Menschen als Kinder eines Gottes auffaßt, Lenen die ganze Erde zu gleichen Teil und gleichem' Recht gehört. . Die protestantische Kirche für die^Minderhcitsrechts. Der ungarstcbe N^gicrungskn's brweat sich immrr deutlicher in fntlidifrivlltiifnlci Nickmmfl. Das, tzchr nicht mir aus vcr Tai'ache heRvov, daü dem PkuttsteipiärLemen Hvszar wcpcn ieiner die lctztcn anilsenmischm Aiis'chie>rUntzen vennknlendcn Rede, in der er den «grünen Tcrim" jür ebenso vcid'Mwenswcrt etil rte wie den roirn, der Ansi'iu der annsem'mscheh Bauer ans dem dntftlirfjcn NaNonalv-rband angevroln wurde, svndrrn mehr noch, a«S der Tai'ache, daß die P r otestan t e n sich >m ckikistlichanuionalcn Block innner hausiper zn'ücktzesetzr iiibten und sich ge. zwnnaen sehen, ans b;e Beidienste bmznweiien, welche die v'otMantisktze Kirche sich ^während d.s lebler« Jahres um das Mantziren nm rrwS'ben hat. um auf diese Weise die kathvU'chen Maclubader an ihre D.mkesschulü an dle protestant.sche M.ndciheit zu erinnern. Enn besondere BcdrnNmg auch silr dir Enlsiehnnosflchchichke des Bmag aphen über die M-nderhrits-cchte uiid die Autononlie der Konfeiü^nen kommt bei b efev Wechülpi,'iient ernng einem iw ^Pcsier Halap^ vom 8 d. M. rrtch.entnen Brtstcl des führenden piöteslminschen Säni'tsirllers Franz K r m e n h zn- Bor genau c mm Fahre begab sich, nach d> -icii Ans'iil^nngen, eine aus 26 Miioliedcrn bcstehendr vrotestantl'che AborduuniNs?lnstm'd, wo sie sich m. N-ine Glnpocn le tte, um in der Schweiz, Hosiand, Däiiemalk. Schweden und Rorwelien, eventuell auch in Fiankreiüi. Engtind und den Beirnnglen Staaten di« Pr0papanda siir Nnparn und die^ Minde.hei'srechte der Pioiesiamen nt emiatten. Die nan;« Aktion stand unter der Hattvtlcimiifl des Biidavester piotestani ichen ' Tbeokoaiepiosistois Dr. Johann Siephan K o v a c s. Die Piopaaaiida kam in Flnsi. Dic Haupkzuiattnnci'kiinf"' tanvc'n in der Schweiz Urb mi Haag statt. Wohl. Je»unten b:C Mitapeder der Mifiipii nicht selbst nach E>igland. Frantze'ch und kcn^eie'niaien Sräittn hrlang'n, doch haben sich d/r Ntrechler NniversilätsPioirisor Pont ui>d> der Holland sche Pastor C r a m e r nach London bccicben, während andernseilS V> ot'stiin: sebe Pol tiker ans Ameiika und'England nach dem Haas, kommen, um de Betbindnng zwischen den protestantischen Ungarn und der Entenle bermsteslen. Kcmeny fam die Ergebnisse dieser internationalen Aktion des Protestantlsmus m folir'Ndem zusammen; 1. Hotzki aewichtiki« Pcisötitichkel en chaben im Interesse des mtamischcn Proieftanl^smuS ihren Gnllnir g lteiid gemacht. Der Ko niadtr Schweden hat m dieser Richtntta ve>!Lni>ch beim König von E-wiand und der Piäüdent Wib'on ztttetvenittt. ldn alclchrr Wriie wann de Königin- Mutter von D Ü n c tti (i x t, ble Königin von H 0 i l ü n d, der wegen feltteS grosicn Enistusics. in der arosieii christlichen Bewegung belannie schwedische verzog Bernadotte und nicht. znletzt dzr Kardinal von llv'ala, S ö d e r d e r nt. der protest.uititchk Obeckrte -von Schweden und viele andere tätig. 2. Der Iltthk als zkhn Million tti Resoi mierte in sich dereinigrnde Wiliveiband der Pieeibytcrien wittde IM Itzteress« der ungailändlichen Prottsiiwirn mobllisiert. .?j. In ganz Grosibrttanmen winden Maffmdersommlungen über die niiaanschc F>age veranst.'tkti. Monaie hindurch wurden in Eitsilind ivgenanme lingarn-Sonntage vecattstaltet. ön denen d e Sett oigcr >n den Kitcliei» ihre Predigten, der ungarischen >z-rage wivmeten. , Aus den VcriaMml,mgen wurden "-dem ppreäe dieriende Nesolu'idNrn und Mrmowndktt an das britisch? AnSwättige Amt gesandt. Dttser und der amerikon'sch *11 Provtkgandc» ist es auch z« danken, daß der bekannte volitikelie ^Publizist SeatoU Wntson. der unter dein Schr'ttstesteniamen S c o t'n S B r a t o r gegen tlnga'U dlt bekannten srliwe,e» Angvisfe w-gm der Nniekdiückung der Nmianülitiitrn vei>Ns<nrt>ch!e angesichis kkr Haltung der Allniätitti den Pkü'rstauten geglnübec feine Ansichten zugunsten Ungarns irv dielte. 4. llsi es gelnngev, General S m u t S, einen ans Holland stammendi« eifrigen Kalvuier, der wätnend der Dokichclviten' hetikchakt in Ungarn weilte, siir die »naaristlit Sache zu gewninln und seiner 5snie,vcni!on wnd es zugeichuebk,,. dass England sich liir die weilgchendste Berücküditder migcmichcn Int' ress, n bei Ab a^'lMg des Fr'cheiiSvernag'S ems<l'te sowie ancki, dasi in dir Bkrt,ük,e, Alfö auch in denjemgen mit Urtga,n. der Punkt über den Schlitz der nal onal-n Mindttheiten und d>e völlige An ononne der Kouießionca und chrer Schulen au>- gcuoni'uen wurde. 17. Dezemver l9L9 325 Inland, Nallonalversainmlnnq. Dke Regkernnq bringt ein Gesetz über bke Verwenbung bon Teilen der GebarungSüberschüsie der gemeiiischaftllche» Bai.'tiUassen und ein Äejetz über Ei,'eilbaiulverteyrsiteuern ein. die den betresseudSn NnSschÜsten zuaewi-wn werden. DaS Haus geht zur Tagesordnung Über, daist erste Lesung des G.seßes bettesieno üanunerli jür Handel, Gewerbe und Industrie. „ Abgeordneter KittINger erklärt: Der legitime Handel, der einerseits durch die Fentra^enwirtschaft, andererseits durch den' Ketten- und Schleichhandel verdrängt wurde, müsie bei Eintritt einer gerezetten?^üirtschast wieder zur (ÄLttung gebracht worden. In 'Besprschung der einzelnen Bestimmungen des Gosotzetttwur'es behält er sich die Stellung von Ab- 8ndermigKtNllräi:n vor. Abgooranttor P a u l i t s ch begrüßt eS» daß der Fyrdemng nach Gewährung' des aktiven und passiven Wahlrechtes .an alle Handel- und Gewerbetreibenden Nechnuag artrager« wurde. Ctaatssekrttür H anusch erklärt, daS Gesetz über die Arbeiterkammern in einer der allernächsten Sitzungen dem Hause vorlcgen zu wollen. Abgeordneter P i ck kritisiert den Enttvurs, der zwar auf die Arbeileckammern verweise, diese aber unter bis E Botmästigkelt der Unternehmerkammern stelle. Seine'Partei oponiere nicht der Schasfuug der ^audelskammecn. doch bestehe die Gefahr, daß die Hündels.ammern die Begntachtunz wichtiger Entwürfe ober VvllutgsaiUveisungen zur Verschleppung derselben benützen könnten. Seine Partei beantrage die Einsetzung eines Llgliedrigen Ausschusses, dentz es obliege, den vorliegenden Entwurf möglichst gleichzeitig mit dem Entwurf über die Arbeiterkammern zu berateni, und ein Junktim zwischen beiden Vorlagen zu schaffen. Abgeordneter Fried mann tritt für die Hanbels> kammern in eiiergischoe Weise ein, wobei er erNärt, daß diese keine Nebenregierung dqrstellen. Abgeordneter P a r t i k tritt vom Standpunkte der Handelskreise für die Vorlage ein, da eine Jnteressenbevch tretung notwendig sei. ' Abgeordneter HöIzl tritt dafür ein, die in der Debatte' gefallenen Anregungen bei den Beratungen des Ausschüsse-! zu berücksichtigen. Abgeordneter Brand! spricht sich dafür aus, bas Gesetz im Gewerbeausschuß zu verhandeln. Der Antrag Pkck auf Wahl eines besonderen schusses, dem di« Boelage zugewiesen werden soll, wird an«! geuommen und die Verhandlung abgebrochen Nächste Sitzung hmte, 3 llhr nachmittags. Auf dev, Tagesordnung steht unter, anderem die Verhandlung des Budgetprovi soriums. Das Zournalistenrecht. Der Finanzausschuß be'aytc sich gestern mit dem Iomnalisten» recht. Abgeoidnetcr Fis ch er, Ncdakieur deS chustlichsozialeNj „Grazer BolkSblatt", siellte ver'chicdene AbändciungSavirnge, vor?, allem verlangt er d'e Nückwirkung deS Ge'etzeS vom 1. November an. Es bestcht die Absicht,, das Geicy in der eisten AibcuSwoche der Nationalversammlung nach Nmjchr zur Erledigung zu bringen. Elttgegrn der Absicht, den Abgeordneten Fischer, zvm: BrrichUrsiatter zu wählen, wurde der sozialdemokra i che.Abgeordnete Austerlitz zum Nefcttnlrn über daS Iournalisiev» gesetz und daS Preßgesttz bestellt. Das Besoldungsgesetz. Der dorn Finanz- und Bndgetausschaß, der Nauonaivcr'ammlunq zur Berüiung de- B e s o l.d tt tt ß ü b e r g a n fl s g e l e tz es eingesetzte Unlcravsschust hat die meisten der von den Staaisangesteütenorgannatwnen ausgestellten Ferde>ungen. m das Gesetz übernommen und tzcstern voimittatzs. seine Beratungen abtzcichkonen, nachdem er mit der Ncgieinng ztt euchelligen Beschlüssen gelangt war. DaS Vermö en dev Habsburger für die Kriegsbeschädigten. Der Bersassutttz^ anSschuß der National-' Versammlung liat tzestern das Gesetz betreffend die Schaffung eines Kriktzsbeschädigtenfonds zum Beschlüsse erhoben. Nach diese«» Gc>etz wird das Bermöflcn der Habsburger, soweit eS nicht andenvtitltz in Anspruch genommen '«st, civem zu bildenden Fonds für KrictzSacschäbigte zutzewicien. Zu besten BenvalMntz wnd ein Knratouum eingeseht, daS aus lirtern der Staatsregiemug und der Länder besteht. Nenner in Paris. Am Montag nachmittags hat. eine Aussprache zwischen Clemenceau und Renner stattgefunden, über die amtlich mitgeteilt wird: Der Empfang war sehr herzlich. Clemenceau zeigte Verständnis für die Entbehrungen der Bevölkerung Oe ft erreich-. Der Staatskanzler legte die trostlose Situation Oesterreichs dar und der Präsident der Friedenskoilserenz stellte in Aussicht, daß Frankreich die An-, liegen der österreichischen Regiernng im Ober st en Rate unter ft Ützen werde. Am Gespräche leaie der Kanzler die Schwierigkeiten der jungen Republik im .einen dar. Präsident Clemenceau zeigte sich von diesen wohl unterrichtet und erklärte dem Kanzler, dah die g t q e rt n> 8 r 11 fl e R eg ierung das volle Vertrauen der M Ü ch 11 6 e (i j) t Die Unterredung dauerte drei Viertelstunden. Als Dolmetsch fungierte ein Beamter des Quai d'Orsay. Clemenceau unterbrach wiederholt den Dolmetsch schon mit der Antwort und zeigte auf diese Weise, dag er der Rede des Kanzlers voll gefolgt war. Vorher hatte Staatskanzler Dr. R e tt n e r ttt Begleitung des österreichischen Vertreters E i ch h o f f und des Sekttonschefs Dr. S ch ü l l e r den tfchechö» slowakischen Minister des Aeutzern Dr. Bentzfch' besucht, um mit ihm die B v r b e r e i t u n g e n der Prager Z u s a m m s n K u n s t zu besprechen. Sollte sich der Äusemhalt der beiden Minister des Aeußetn in Paris hinausziehen, so mützte die tzu^ sainmenkunst in Prag bis nach Weihnachten' oerfchobenwerden.Indem Gespräche wurden, insbesondere die Kohlenoersorguttg und die Zuckees belieferung berührt. »