Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 324 (16.12.1919)
- Date
- 1919-12-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 824 Wien. Dienstag Wiener MorgenzeiLung 16. Dezember 1919 Seite 9 IBOI Grosse Makkabäer-Feier s Festrede gehalten rom Oberj des zionistischen Landeskomitees I I m rabfoiner Pr« Cbajes« I nSanof^in rlonlß Schaltern der »Morgcnzeituiis« und in.4er S! - Erstklassiges k8n»tIeri8d,6B Proyram». « I uiensisg uöri i v. usremoer. svl isnsiiis. | BacUU4ndl«nS ISWM, I., B^entarmstraesc. Tagesbericht. Die movsiige AsrSffabe de« „Wiener MorgettzerLung" erscheint als MakkabLer- Fsstnnmmer.. _ Ein Mischer Papst l Die Who'i'che Kirche hat für jü' i'che Konvertiten bekanntlich seit jeher ein großes Jn.e^esse bekundet und ihnen auch vielfach de» Zutritt zum geistlichen Beruf erleichtert. Während eS eine nicht unbeträchtliche Zahl von Bischöfen jüdischen Ursprungs gegeben hat, suchte die Kirche jederzeit den Eintritt solcher ins Heilige Kvlleg'lU'.n zu verhindern, sicherlich dem Zwecke, um zu vermeiden, daß ein Jude von Geblstt die Würde des Pa', stes erlange. Es ist k.in Fall bekannt das; einer von den Erzbischö.en jüdisch. » Ursprungs den Kardinals- Mrpnr erreicht halte. Offenbar wünschte der erste ^römische Pontifex", der Apostel Petrus, keine Nachfolger aus seiner Nation. Im 12. Jahrhundert wählte hie Mehrheit des heiligen Kollegiums nach dem Tode Honorius II. Anaklet II. zum Popste, den Urenlel ^ines jüdisch-römischen Bankiers, der sich nach Ier Taufe mit der Tochter eines vornehmen Römers vermählt hatte. und auch den ent'ernten Abkömmling dvn Juden könn en die Gegner den jüdi'chen Tropfen in seinem Blute nicht verzeihen. Der fanatische Judenhasser Und Kreuzzug§predi«zer Bernhard von Clairvaux war unt.üsllich, den Heiligen Stuhl durch einen Abkömmling Israels entweiht zu sehen un) andere beschuldigten den Papst gar, die Kirche im Einvernehmen mit den Juden auszurauben. Nichtig scheint, daß A taklet die Juden gut behandelt hat, unter denen ec noch manchen -entsernten Verwandten gehabt haben dürfte, chäh,ei.b jein Rivale und Nachfo ger Jnuozenz II. von ganz ant.'rer Gesinnung geg m sie beseelt war. - . Als vor einigen Jahren oer brkan lte Erzbischof von Dlntütz. Theodor Lohn, auf seine Stellung verzichten mußte, hi-rß es, daß man ihn in Rom zum Kardinal machen wolle, aber auch , in diesem Falle kam es nicht dazu. In der Tat wäre ein jüdischer Papst ein ge undenes Fressen für den radikal-nationalistische» mitteleuropäischen An isemilismus und für den klerikalen Judenhaß eine Verlegenheit. Lieber nicht! Lindner zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. München» 15. Dezember. Im P> ozeß L i n b « e r und Genossen wurde heute vor mittags das Urteil getällt. Lindner wurde wegen der V^rbrecbcn des verlachten und des erschwerten Totschlages zur G e s a. m tz u ch 1 k, a u s st r a i e von 14 I a b r e n und zu ffm1 Jab' en Cvrvetlust verurteilt. Bon dry, Verbrechen des Mordes an dem Abgeordneten Osel wtudr ersreigesprochen. Frisch wurde wegen Verbrechens des versuchten Tot« chlages zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. jf Die Kirchturmpolitik. Sillion droht mit der Loslösung. Der gestrige Bericht aus dem Trrolcr Landrag verzeichnet folgende charakterisiliche Stelle: ‘ Bei dem Anträge des Abgeordcten Niederegger betreffend Errichtung, einer Apotheke i n S t 111 ö n# deren Notwendigkeit mit den dortigen Bcikchlsschiviertgkct.'en begründet wirb^ die sich aus der Besetzung J.nvichens durch die Italiener etgeben, vetwies Abg. Bin ger meiste» N o h r.a ch e t auf die wirtschaftliche Schädigung v o n L i e n z. du durch di,eseApotbeke hervor ge rufenwürde und daauf. das; d > e G e f a b r d e r L r> s l ö j u n g des 'B ez i r k e s L i e n z v o n T i r o l dadurch erhöht werde. Abgeordneter |ttn tidöntet erklärte dagegen, daß er v n d s e i n e W ä h l e r i m m e r t r e ü z u T a r o l stehen und sich «ich tbewegeu lassen.werden, sich an K ä r n t e n a uz »sch ließen. . . .. Aus dem Prager Stadtrate. Pvaig. 14. Dezember. (Privat.) In der letzten Sitzung des Prager Stadtrates richtete Stadtrat Dr. LudwigSinger folgende Anfrage an den Bürgermeister: Anläßlich der bevorsteheüden 'Sicherstellung der den Kaufleuten, und den Gewerbetreibenden am 23. Mai b. I. durch Zwangsverkauf ihrer Waren und Erzeugnisse erwachsenen Schäden wurden /im Gewerbereferät Fragebogen ausgearbeitet, in denen sich unter anderem die Frage nach.dem Religionsbekenntnisse des Beschädigten vorfindet. Diese Frage erweckt den, begründeten Eindruck, als, oh bei Feststellung der .Schaden und Entscheidung über deren Ersatz^ auch andere als rein sachliche Momente maßgebend wären, insbesondere auch das, Religionsbekenntnis der Beschädigten.. Ich frage deshalb den Bürgermeister, ob ihm der Inhalt dieses Fragebogens bekannt ist und ob er göwtllt ist, dahin zu wirken, daß bet Feststellung der Schüdey und Entscheidung über deren Ersatz,' svferne die Gemeinde dabei mitwirkt, Mit: voller Objektivität und-ohne Rücksicht aus die politische oder religiöse Zugehörigkeit' der Beschädigten vorgegangen werde. In Abwef »heit des Bürgermeisters ar t vor^ete Magistralsrat W l k, daß in dem Fragebogen Fragen enthalten sind, die auf alle persönlichen Verhältnisse der Beschädigten Bezug haben und daher nach der bisherigen Praxis auch die nach dem Religionsbekenntnisse enthalten. Er könne aber den Interpellanten versichern, baß alle Beschädigten ohne Unterschieb mit der größten Objektivität behandelt werden. Sbadtrat Dr. Dusche! wünscht im Anschluß an diese'Erklärung eine raschere Feststellung der Schäden und schließt sich den» Wunsche des Stadtrates Dr. Singer an, daß die Feststellung auf eine vollkommen gerechte Weise erfolgen solle. * Ein Kontirmazprozetz gegen Bela Kun. Aus der Zelt dev Gegenrevolution. . Aus Budapest, 15. b. M/, wird gemeldet: Heute begann vor dem Budapester Strafg-eri.htShof die Hauptverhandlung in der Strafsache des geflüchteten gewesenen, Volkskommissärs Bela Kun, der wegen Airstiftung zum Mord er«geklagt ist. Der Tatbestand, auf den, sich die Anklage stützt, ist folgender: Der ArtillcriehauPtmann"Fränz M i l du e r von der Ludowika- Akademie wurde wegen Niederwerfung der Gegenrevolution vom 24. Juni jn Haft genommen, .wegen Mangels -an N:weiM jedoch wieder auf freie»! Fuß gesetzt. Drei Pf:rde'rärter der Ludowila-Akademie erstatteten gegen den Hauptmann jedoch iteuer.'ich die Angeige, aber ohne Erfülg. Der Klageanwalt des Revolntionstribilnals Joses Dinnyes unterbreitete aber die Anklage der. drei Pferdewärter dem DolkskommissärDeka .Kun mit dem Antrag, 'einen Haftbefehl gegen Hrnptmann Franz Mildirer zu erlassen. Nach den damals bestandenen Verordnungen der Räteregierung konnte nämlich ein gewesener Offizier nur unter Zustimmung eines Volkskommissärs verhaftet werden. Bela Kirn sagte rauf) Einsichtnahme in die Anzeige der drei Pferdewärter zu DinnyeS: „Ihr braucht den »Hauptmann garnicht erst vors Revolutionstribunal zu führen, sondern schickt ihn h e i ml" 'Der Ausdruck ^eimschicken" bedeutete in der Ausdrucksweise der Bolschewiken soviel wie ermorden. Bela Kun erlpudigte sich noch bei Dinnyes, ob er über einen zuin ,Heilrs lsickcn" gengneten Mann verfüge;' Die Antwort, die Bela - Kun dem Josef Düinyes gab. hatte zur Folge, daß dieser Mann mit Hilfe von zwei Komplicen namens Hermann P v l on i tzer und Nikolaus O ler l am 29. Juli sich der Person des H-auptmannes Franz Mildner bemächtigte und diesen in das Lokal des Bezirksacbeiterrates des neunten Bezirkes elnsperrte. Nachts führten sie ihm dann, eskortiert, von mehreren Bolschewiken, über die Kettenbrücke nach Ofen. Plötzlich stürzte sich Polonitzer auf den Hauptmaun» dessen Hände gefesselt waren, warf ihn zu Boden und begann ihn zu würgen. Da sich d-er. Hauptinann verzweifelt wehrte, packte ihn DinnyeS bei den Armen, und Händen. Die Kommnnisten töteten.ihr Opfer mit Bajonettstichen und warjeN Hfa Lriche in die Donau. Die Leiche^ wurde nach einigen Tagen geborgen. Die Klage, die der StaatSanwalt Josef Kövy vertritt, beschuldigt den gewesenen Klageanwalt des militärischen Nevolutioustribunals, Josef Dinnyes, sowie den geflüchteten Hermann Polonitzer' des Mordes, den gewesenen Kommissär Bela Knn der Anstiftung. zum Morde und Nikolaus Oleri, Nikolaus Hahn, Franz Pesti, Marti« Holbauer, Anton Cseko, Andreas Kis und Siegmuud Dögre t>er Mitschuld am Verbrechen des Mordes. ' Vor der EmstrAung des Personenzugs- Verkehres? . D?e K o h l s'n n o t hat ncu^l!kh eine ganz wefevtliche Verschärfung erfahren, weil die Einläufe lctzien Tage ganzungenügen d watrn. so daß G a su n d E l e ltrizitätswerke abermals vor einer schweren Krise sieden. Katastrophal aber hat ftcb in den letzten Slundm de Sitiiation der Staatsbahnen gestaltet,, welche bekanntlich anderen Betrieben Aushilfen. geleistet haben, fo daß wir vo?. neuen einschneidenden Berkehrsdrossel u n g e n stehen. Wenn die Einlauke in allernächster Zeit nicht eine erhebliche Besserung rrfihren, io wird, wie wir von unrerrlchteter Seite e> fahren, der'PersonenzugSverkebrinDeutfchösterreich gänzlich eing e st eilt werden. Eine solche.Verfügung würde, wenn sie wirtlich sich als notwendig ei welien würde, für den ohnehin befchrauklen Reiseverkehr tatsächlich katastrophal werden. * Allgemeine Anßersuchung dev von dev amevlkanl» schon Kinberhitfsalition ausgespeisten Kinder. Ab 15. Dezember werden alle jene Kinder, welche mehr als acht Wochen (»n machen Fälle« süns und sechs' Atonale, an der Ausspei'una teilgevommtn Nlfu ausscherdcn müssen. Die Ursache dieser Erntetlung ist das Bcstrei'r'n. die unterernährten Kinder, welche keine Gelegenheit hatten, sich dieser M a h l z e i t e n z u erfreuen, der Ausspeisung zuzufiidren. Sämtliche , Kmder sowohl in den. öffentlichen Schulen als auch in den privaten Anstaltest' wurden einer ärztlichen Untersuchung unterzogen, welche ergeben hat, daß eine große Zahl der Kleinen, welche als unterernährt im besonderen Grade (»ist Ziffer 3t klm'siffriert wurden, die amerikanische Mahlzeit noch nickt et halten haben. Es besteht die dringende Notwendigleit, .daß diese mit Kategorre 3 bczeichnelen Kinder Eingesendet. BernhardFinkel II», Praterairasse 56 m Reellster Einkauf von.Gold, Silber, Juwelen. 1G0LD BRILLANTEN 1 MM Platin, Mötuen P«rlon, Uhren, ialache ZUhne, alle Silbergegenatänd« KSg igen .Hb verkaufen Sie am besten direkt dem Juwelier u Qoldarbelter S. Wien, VI. Mariahilfersirais» 79, oder Werkstatt«: I. Wollzslle 17/13, Zahlt bOchsto Fraise, da für tlaene Verarbaltuno. süi I Izapfet, 7/r fo'ort tn die Auslvcistmg cmbewgen werden und es müssen dahcß alle jene Mit l^oder 2 klassifizierten und schon der Aussveisung testhaltig gewordenen Kinder zurücktreten, um den in hoherexp Grade unter et nährten Kleinen ckrer Kläffe Z Platz mackien. Die Amerikanische Kinder Hilfsaktion weist in Wiw täglich 105.000Kindes aus; diele Ziffer schließt sämtliche Kinder, bis zum Alter von 15 Jahren in sich. In acht Wochen wird die nächste allgemein^ Nnteisuchuna stalfinden und es werden' dann wieder alle als normal befundenen Kinder durch unterernährte der Klaffe 8 ersetzt werden. ' i « Dev Arierparagraph in de» Wiener Degatta; Am 6. Dezember Halle, in Wien ein Nuderlag des österreichischen ffiüderverbandes statig-tunden. auf welchem em Antrag verschiedenvi Provinz-nnd auch W euer Äreine aus Ausschließung iüdischet Milgl eder mit 28 gegen 31 Stirnmen anaenommen worden war. Dc^ dieser Beschluß zur Nechtskralt der Zweldliiielmehrhrit im Regattai verein bedarf, wurde er der ordentlichen Hauvtnersantmlung vor^ g.leal. Praktisch würde der Beschluß nur die Wiener »Austria^ treffen. j * Medaille zur Errnnevung an die G»Lndu«tz der Nepublik/Zu dem vom Unt<,rt:tcf)t3nmte veranstalteten 1 Wettbenrnbe für die Schaffung von Medaillen zur Erinnerung an d e Gründuna der Republik langten 58 Entwürfe ein. Dtr Jury hat den Eulwürlcn mit den Kennmorten „Volkswille 1* ^Bildhauer Otto Hosner) und „Babor" (Bildhauer Heinrich Zita), je emcn Preis von K 7500 rmd der Aversierte des Entwurfes MEt dem Keni'worte „Eisen." lBildbauer Otto Klieder) einen Preis von K 5uoo unerkannt. Tie Ausstellung sämtlicher Wettbcwerbseniwüife wird demnächst veranstaltet. - i * Einführung von Schnellzügen ans der Pretz^ bürg—Wiener Elektrischen. Wie bet eits berichtet, wird m einigen Tagen der Verkehr aus der Wien—Preßdurger Elektrischest wieder aukgeuommen werden. Borlüuffg werden täglich zwei Cchnellzuasvaare dm Verkehr zwischen Preßburg und Wien veri mi'teln. Der diesbezügliche Fahrplan wtrd m den nächste» Tagest veröffentlicht werden. J 9 Das erste deutsche Mehl in Wien. Samstag abends find die ersten 18 Waggons deutschen Mehlcs in Wien em«i getroffen rmd bis gestern abends hat sich das Ouantum ouf'meh^ alS 601 Dounrn^erhöht. I * ' j. 3 Die rumänische Studentenschaft für Wien» Wie wir er'adrcn, bat die rumänische Studentenschaft beschlossen, dev Stadt Wren CO Waggons Mars und 30 Waagons, Hirse zu» Veilügung m stellen. An der Spende ist die Bukowina hervo« ragend beteil yt. L * In Deutschösterrekch studierende Hoch-» Mittel» und Fachschüler» die rn der tschecho-slowakifchca Republill hcnuatsdcrechtrgt find, verlangen eine. Ausfuhrb e w il l H gung auf cne festgesetzte t?ebensmittelmknge beim Wtrtfchofts-i verl ande de-' Studierenden ans der tschccho-slowakischen Revublch . Wien. V!.. D:e hu'eisengaffe 4, mittelst eingeschnebener Karre-, fpondenstarte unter Angabe der Nummer der Mitgliedskarte nnd der Bestügung der Erklärung, die dem Verbände hieraus am wichsenden Kosten an Stempelgebührcn, Porti usw. in Ischechoslowakischer Währung (zirka 5 K8.) bei Rückkehr nach Wrm zst er'etzen. Die in der Revnbltk wohnhaften, jedoch nicht heimatS-i berechtigten Hörer senden ein Gesuch gleichen Inhaltes eittz welches überdies die gemcindeamtliche Bestätigung der AMsstg-s kett und der Vorlage einer Legitimation'einer Wiener, beziehungs^ weise deutschösterreichilchen Schule am gleichen Bogen tragen muß. Als Endtermin der Einreichung gilt der 31. Dezember 1919i '» Der tschechisch-polnische Güterverkehr gesperrt^ Wie wir erfahren, wurde, der Güterverkehr durch Mähre» nach Polen säst ganz gesperrt. Die Berkehrssperre gegen Polm dürste mit den tschechischen Abwehrvorkchmngen gegen -Ungarn zusammendänaen. j ' * Ein Kataster der Rancher. Gleichzeitrz mit dep Ausgabe der ncucn.Nauchcrlarte, die bts zum Juni des nächste» Jahres Geltung haben wird, beabsichtigt die 'Leitung dep Tadakregie einen Katastersämtlicher R^a u ch er ch Wien anzulege'n. Die Arbetten werden in den nächsten Tage» beginnen, und . sollen'ehestens durchgefirkirt werden. Sobald bei; Kataster angelegt ist und gewiffe Unregelmäßigkeiten beseitigt fett» werden, hofft dte Tabakregie, eine beffere Belieferung^der Raucheti durch Gewährung einer Z u b u ß estrornehmen zu können. * Ein Wolkenkratzer in Prag. Jn Prag witd «» Wolkenkratzer erbaut, der 27 Stockwerke haben wird. Er wich mehrere hundert Wohnungen kür Privatpersonen enthalte«. -! * Tschechische Messen. Die reformierte tschechische Geistlichkeit beschloß, von Weihnachten cmgcfangen die Meffe nur tschcchrsch zu lesen, Bücher und Behelfe dazu sind bereits hergestelltj * Errichtung eines Krematoriums in Prag. I« Prag wurde die Ernchtung eines Krematoriums beschlossen. Mit dem Bau wird im Frühjahr begonnen. | * Eine Omnibusfahrt in Budapest -713 Kronen^, Aus Budapest wird berichtet: Die beuvtstädttsche Verwaltung hat beschlossen, dre Fahrpreise für die Omnibusse neuerdings zu erhöhen. Die Fahrt füretnt Zone wird ll 1.20 statt K l.*-»; kosten und auf den zwischen den Bahnhöfen verkehrenden Omni- Hussen K 15.— statt K io.'— wie bisher. s * Aufdeckung einer geheimen Saecharinfabrik ist Krakau. Während der Reqmrierung von Wirkmaren für dass Militär entdeckten die Polizeibehörden im bekannten Hotel S p a st in Krakau eine geheime, großangclegte Saecharmsadrik. Dry Saccharinsabrikanten wurden verhaftet. ' * Die neuen tschechischen Tausender. Finanzministev Sonntag zeigte 'in bet Nationalversammlung die neuen tn Amerika gedruckten Tausend-Klvnennoten. Ihr Untergrund ist blau-grüu und »brer Ausführung nach erinnern sie an die russischest Nikoläjewnoten. Sie sollen die besten bisher hergestellten Bank--! Noten sein. * Ein Dieb im Bade. AtrS einer Kabine in ein« hiesigen Badeanstalt wurde am 13.d.M. dem Kaufmann Nathan P a n g e x eine goldene Uhr Mit Doppelmantel kamt goldenen Kette, ein schwarzer Uefceirocf und eine Krokodtlledertaschtz zusammen im Wert« von K 13.000, gestohlen. ' { * Streik bei Wertheim. Ans Berlin wird ge-i meldet: Jn den vier Warenhäusern der Ftrma W e r t h e i ch sind heute vonn'ttags die Dieurr. Handwerker, Hetzer und das übrige technische Personal in den A u 8 st a n d getreten. handelt sich um die Forderung einer lvirt'cha'tlichen ÄuShtlfe. j * Hcrausgelockte Drillantringe. Ein ungefähr 28jährifler Mann, der sich Schäfer n>mnte, entlockte am 13. d.Dtl dem Kantinann Emil Kluger tm J. Bezirke zwei Brillant - rmae uu Werte von K 27.OU0 und flüchtete.