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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-14 · Heft 322 (14.12.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 322 (14.12.1919)
Date
1919-12-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wien. Sonntag Miener Morgenzetiuttj, '14. 2-eseinder a'lt» OtAr* Seite Z k— . > > — jnedcmischLnHedschas nichts zu tun haben wollen und insbesondere eine Vorherrschaft der Mohammedaner fürchten. Auch stehen sie Kulturell bereits viel hoher als die Hedschasbewohner, die noch großenteils unstete Beduinen find, und sie streben darnach/» unter Ausschluß dieser südlichorabischen Gegenden einen eigenen Staat zu errichten, der von Mesopotamien über den Libanon und Syrien hinaus bis nach Palästina reicht und nach jeder Richtung hin, auch von Europa, unabhängig ist. Du diesen Hauptgegensätzen reihen sich noch verschiedene andere Divergenzen, die das Problem undurchsichtig machen, so daß man schwer über die voraussichtliche politische Ent-' Wicklung des vorderen Orient jetzt schon zu einem Urteil gelangen kann. Die vorläufige Entwicklung wird jedenfalls eine Trennung der Gebiete beibehalten: an »das arabische (HedschaS-) Reich werden sich daS englische Palästina und daS französische Syrien reihen, während Mesopotamien wiederum, unter englisches Protektorat gestellt werden dürfte. Potttische^Rund schau. Oberst Lawrence üder d»n Zionismus. ' Oberst T. E. Lawrence, dessen hervorragender Anteil an dem Feldzug in Palästina bekannt ist, hat zu eiuein Korrespondenten des Londoner »I e w i s b Guardian" Aeußerungen über den Zionismus gemacht, die, wie das Londoner Jüdische Korrespondenzduceau schreibt, um so bemerkenswerter sind, da sie an ein antizionistisches Blatt gerichtet sind. Oberst Lawrence, der FaisiU während der palästinensischen Feldzuges als Vertreter Allenbhs zugeteUt war und in palästinensisch-syrischen Angelegenheiten als eine Autorität ^trachtet wird, sagt unter anderem: „Ich bin entschieden für den Zionismus. Religiöse Streitigkeiten, die übrigens niemals dos jüdisch-arabisü'c Verhältnis getrübt haben, werden kaum entstehen, da der stärkste Faktor in der Politik des Ostens heute Nationalität und nicht Religion »st. » Uederall, in Persien, Mesopotamien, Arabien und Aegypten ertönt heute der Ruf ..Nationalität". Jene drei Gemeinschaften der semirischen Rasse — ich meine die syrischen Christen, Mohammedaner und Juden, die heute in Palästina leben — die vom religiösen Standpunkt sich sehr, von einander rmterscheiden, werden imstande sein, in voller Eintracht miteinander zu arbeiten, soweit es sich um politische Kragen handelt. Ater ein-: Bedingung mutz erfüllt werden, bevor die Araber oder irgendeiner von den Staaten des nahen Ostens oder Mittelasiens die Juden als einen wesentlichen Bestandteil Palästinas akzeptieren wird. Der Jude muh ein Palästinenser werden. Die erste jüdische Generation, die nach Palästina lommt. bewahrt oder wird den nationalen Charakter ihres Herkunftslandes bewahren. Die Kinder dieser Generation beginnen zu fühlen, daß sie Palästinenser sind und die zionistische Welle, die heute durch die ' zivilisierte Welt geht wird diesen Gefühlsprozcß beschleunigen und sie zu Oestlern machen. Sie'werden aufhören Westler zu sein und das ist er, was die r.ichtjüdischen Staaten von ihnen verlangen. Die Opposition gegen den Zionismus und die großen Schwächen, die »hm heute anhqsten, werden nicht verschwinden, solange die zronistischenHauptquartiere sich in London. New-Nork, Berlin oder Paris befinden und nicht in Jerusalem. Die Errichtung einer jüdischen Universität ist ein vortrefflicher Schritt, — aber er genügt nicht. Die Schwierigkeit liegt darin, daß der reiche Jude, der in einem fremden Lande seinen Beruf ausübt, Familie und Freunde besitzt, nicht gern in ein Land übersiedeln wird, wo er zumindest für Jahre nicht viel mehr als ein Fremder sein wird. Der Zionismus wird nichtsdestoweniger, wenn er eine Zukunft haben soll, dieses Opfer bringen müssen. Der ägyptische Sultan machte einmal die Bemerkung, daß ein Zionist ein Jude ist, der einen andern Juden zahlt, damit er in Palästina lebt. Solange diese Idee nicht aus den Köpfen der Juden und Nichtjuden in gleicher Weise getrieben wird, gibt eS keine wirkliche Hoffnung für den Zionismus. Ich betrachte den Zionismus als das einzige praktische Mittel, den n e u s e m i ti sche n nahen Osten noch in unseren Tagen der Ordnung zu erschließen. Die Verwirklichung des Zionismus hängt davon ab, daß die intellektuellen und finanziellen Leiter dieser Bewegung sich von dem Gefühle werden durchdringen lassen, daß sie ihre westlichen Interessen werden opfern müssen und sich selbst persönlich und mit allen finanziellen Mitteln dem Wiederaufbau Palästinas so schnell alS es nur menschlich denkbar ist, weihen. Die Nöte Mitteleuropas. Sir William (So ode, der Vorsitzende der englischen Hilfsmisj'ion, der jüngst von einer langen Reise durch Oesterreich und Mitteleuropa nach England zurüclgskehrt ist, hat über di.''6ige in i n. Kabinett einen düsteren Bericht erstattet. Wie er sagt, befindet sich Mitteleuropa am Ranoe ves D»e Veft^mig, beziehungSw-ije die Schöpfung neuer Staaten ohne Maßnahmen kür die Reorganisierung des wirtschaftli^n Lebens beweise, vaß es sich um einen sehr gefährlichen Versuch handle. Im Her'en Europas seien geienmnrtig zerstörende Krci'te tätia. welche schlimme Wirk»mgen in der ganzen Welt hatten, auch für England und die Bereinigten Staaten, wenn sie sich durchsetzen 10 iiLen. Lite Zett t«er ^rinn/pne ,ei vorüber. Oe>rerreich könne in der Lage, in der es sich befinde, die E rcichtung deS Völkerbundes nicht abwarten, Oie kleinen Staaten, welche infolge der von der FriedenSkon eceuz prolla.nierten Selbstbestimmung entstanden feien, würden mit großer Wahrscheinlichkeit sehr bald b ti schwinden. 1H diese 1i’V z» b<i''"en, siel't Sir Goode kein andere- Mittel, als internationale Kredite, an welken Die ^rei.uglrni ^-.aa.ea in »neuen» lt-.aße teilnehmeu »nüßten. N»»r solche energische Anstrengungen könnten die Situalion retten. Nährend dü-sec Bericht von der englischen Negierung wimerlram studiert wird, das Ministerium des Acußern hierfür ein eigenes Komitee eingesetzt, auch Lloyd George in einer seii»ec letzten rlieoen o»e,e' Frage berührt hat, drüben die amerikanischen Blätter diese Berichte 0h»»e jeden Kommentar ab. Die amerikanische Regierung ist allzusehr mit inrieren politischen uns wirtschaftlichen Probleinen beschäftigt, als daß man auf sie für den Augenblick allzu große Hoffnungm setzen dürste. _ Der echte Die Bnkarester „Jndependance Ronmaine" veröffentlicht ein Interview mit dem israelitischen Abgeordneten Hecht (über den wir schon berichtet haben) ans Czernowitz, um zu beweisen, daß die Juden selbst auf eine besondere Garantie für den Schuh der jüdischen Minderheit in Rumänien verzichten. Wie kam nun dieser Herr Hecht dazu, die Czernowitzcr Juden im rumänischen Parlament zu vertreten? Er selbst gibt in dem Gespräch zu. daß er niemals das Mandat hätte erlangen können, wenn die Czernowitzer Juden nicht mit Rücksicht darauf, daß die Wahlen vor Abschluß der Friedens- Verhandlungen stattfanden, Wahlenthaltung proklamiert hätten. Diesen Umstand machte sich Herr Hecht n»it Hilfe der rurnänischen Regierungsbeamten in Czernowitz zunutze und es gelang ihm, außer einigen rumänischen Stimmen auch einige Hundert jüdische Stimmen auf sich zu vereinigen und auf diese Weise das Mandat zu erlangen. Auf Grund eines solchen. Mandates nun wagt es der israe.üsiche Abgcorouete von Czernoivitz, im Parlament und in der Presse zu erklären, daß ekeine jüdischen , nationalem Interessen ge''.e. daß die C»ernnn"'«»er Juden sich als echte Rumänen fühlen, daß der Jüdische S<öLioua rat von C ernowitz nicht beruen fei, oie Jn.>en von ' C ernowitz zu repräsentieren, und daß «demnach die Czernowitzer Inden sowie die rumänischen Juden überhaupt auf keinen befouderen Schutz der jüdischen Minorität im Frieder,Svertrage reflektieren. Mit Recht rügt Dr. I. Gottlieb, der sich mit dieser' Angelegenheit im „Jüdischen Volk" beschäftigt, das Verhalten der C'erno»v»tzer Juden u»»d ihren seiner eiligen Beschluß auf Wahlenthaltung. Solche Wahlenthaftungsparolen habe,» nicht zur Folge, daß die Stimme der Majorität nicht gehört wird, sondern was, wie der. Fall Hecht zeigt, noch viel gefahrvoller ist, daß die wahre Stimumng des Volkes gefälscht wird. Die Schwierigsten der Ratifizlernrig f» \ Amerika. Wie der „Rew-Dorker Korrespondent der „Daily Telegraph" veri..,L t, Ust vie Ra.i,i..urung, des FcieocnvvertrageS in Amerika tatsächlich ans unbrstimmte Zeit htnausgeschoben, da der Widerstand des Senats unbesieglich ist. Wilson soll zu einigen Freunden bemerkt habe,,: „Ich habe meine Pflicht getan, jetzt liegt alles in den Händen des Senats." Die den o'rati'Aen Sm-itoren behaupten, daß dev Präsident eS dem Senat überlassen wird, eine Form zu finden, um den Kriegszustand zrvi,-..-en Amecita uno Deut,.hland zu beenden. Der Senator Lo dge erklärte, keinen Finger rühren zu wollen, um der Frage der Ratifizierung über den toten unl» hinweg n I e u iVviiii mn. daß oer Prüf ident die öffentliche Meinung zu einem Druck auf die republikani,.s.en Fü.)rcr Looge und seine Geno,,ei, veranlassen will, die Republikaner jedoch behaupten, daß jede weitem Verzögerung der Ratisizjerung daS Interesse des Publikums für die Angelegenheit vermindere und die Massen seien viel mehr vn wirtschaftlichen Fragen interessiert. Wie der Korrespondent behauptet, beruhe die Hossiluirg, dien Vertrag zu retten, einzig in einer Sinnesänderung der Republikaner, welche absolut unwahrlcki'inlich sei.. Wie „New fjork Times" berichtet, soll der englische Gesandte Lord Edward Greil. w-l. er jstngst a.'S au,» ror emii er V t cha^er »ach Washington gekommen ist, demnächst nach England znrückkehren. Das Blatt schreibt: „Er ist in einer Mission nach Amerika ge« kommen w b!»e von dem An-ieuv.i k. va ^.er ^.en-it die ritati,izierung des vertrage? verweigert hat, jede Bedeutung verloren hat." Lord Edward Grcy hat nicht einmal Verhandlungen mit Mi.son ankllüpjen löunen unv ist garuicht in die Lage gekommen, seine Akkreditive vorzulcgen. Anland. Natlonalversammlung. Eine Abgeordn.etendebalte. Prompt H8lt der Abgeordnete Stöcker seine antisemitische Bede, die aber Abgeordneter S1 r i ck e r mit ein paar kräftigen Zwischenrufen absiihrte. Hazu kam, daß der Berichterstatter, der christlichsoziale Bauernfiihrer H a u e i s. die Art von antisemitischer Propaganda als Demagogie bezeichrzete und damit die Zustimmung' des Hauses jand. '. Nachstehend der Sitzungsbericht: Im E-ulcmfe bcsindet sich dir K o u g r.v a v o r l a g e, die drm FmaM'.niS'chuße zugcwirien wird. In Erlcdigung der Tgge-otduung itfmrrt drr Abgeoidneie H a u e» S ubrr das GrundvevkehrSaesrtz Abgroidueter G u t km ann lgroßdeursch) wrudrl sich oegen den Futtzrneve»t,ag. der eS verbittet, daß die Ausländer a n'd e r S d e h a n d e k t wrrden könne, als die Oestttreicher. R e d n re bedauert e§! Damit sei seine Partei an Händen und Fiißrn gebunden, aber ste lönnen eS nicht ändern. DnS wird am selben Tage gesagt, wo der StgatSkanster in .Par S um Almosen bettelt. Hierauf gab «S int Haute die übliche Agla»deba>te, in der die Abgeoidneten M a y e r. Vtz a b e r, Miesmoyr.Birthb a o e r, L u ck, S t o ck t r und pudere sp»achen. Der letz e Redner Abgrordneter S t o ck e e wieS darauf b«n, da» dcm j ü d i f ch e n A a v i t a l e i n N i e g e l b t» derErwerbungvo.n GründundBodrnvorgeschobert werden soll. Er wolle wenigstens dre Landlvntichast vom jüdischen Einstuß frei wchen. Deshalb habe ec den arischcn Antrag gegen dte Juden rm Ausschüsse gestellt. ..... Abgeordneter Stricker:...Sie hnben schon dort kern Glück damit geh a bi! Abgeordneter Stöcker:... aber er wurde dort abgckehnt. Ich werde ln den im Gesetze vorgeschrrebenen Kommissionen flrlßrg dalür dgikieren und Aufklärungsarbeit leisten... Abgeordiri-ttl Stricker; und das Gesetz zu brechen und den Fried ensvertray zu htni ergeben! Abgrordnetcr Stöcker: Denn bisher haben Jude n nur als Päckitdr, n e aber als Landwirte Grund und Boden be» unS deaibeilet. L-diglich zu Spetuiat'onsz'vecken haben Inden Landgibfr. ,nSbckontere während deS Kr egeS,darben. Rachdrn» mein Aut>ag, nur Arier znmlasien, >m AuSschug a bgelehnt wl'lde, vermeide ich eS. idn b, e r nochmals zu stellen, aber ich werde enlsprcchende Autiliirnnpsarbeir leisten. « Der Berichte,flat er Abgcyrdne'^r HaueiS erNä'te bicfett Antiag d,S Adgeoidbrirn ^tockrr ichori auS dem Grunde als Demagoge, weit rr ihr, >m Hauke zu st Üen M'le>lass n. da er wrrß. daß das ÄauS aut demaavarsche Anträge nicht ernaede. Hierauf wird die Vorlage mit Aendmmgen deS Mgeordneten W a b e r angenonnnen. Dre Stocktischen An'räqe werdeq — auch soweu sie nicht antisemitischen Charakters sind — ab» gelehnt. H eraus w rd die Sitzung geschlosie«. .> . « Nächste Sitzung Dienstag S Uhr. { 60 Millionen Kronen für die StaatSang« stelltev-Fär,orgeaktiott. Me wir von gntiniormierter Seite erfahren, hat die Negierung der SlaatS.ickgestelltcn^Fiiisorgeakr>on 60 Mill>onett Kconnr in ausländischer Valuta z»m Aiitautr von vebeiiSmittrln und BedarfSariikeln, namentlich von T-'rulien, welch letztere die Sra.rtsangestcllten gleichfalls dringend bcoürjcn, zugewendet. Das Jvurnalistenirsstz. Der FustizauSschuß tritt am Dienstag den kS. d. M. zils lammen, um den Referenten tiir das Preßgesctz und > das Journalillengesetz zu best-'Uen. Me wir vernehmen, wird Abgeordneter Fis ch e r den Antrag bellen, den rm Jou"'allsteugk>rtz enihal entn Bestimmunqetr. die den Nedak'euren für den Fall e-nrs Bksty'vcchsels" der Zenung besonderen Schutz gewähren, rückwirkende Kraft zu verleiben. Die tzeimschaffung der österreichischen Kriegsgefangenen. Paris» 13 Dezember. Der österreichische Vertreter in Parih-t mit einer Ro'.e vom 8. De ember bei der franzvst'chen Regierung d>e Befreiung ««.erer Kriegs rrsaugenen erberen. Mit einer um zwei Tage spÜt''r batievictt Nv:e telt der französische MiN'stelprasioent Mit. daß die Regie,„NZ eni'chieden habe, diese Mmnahme zugunsten d:r österreichi'chen KnegSgetangenen ja irrsten und ihre Befrei,mg noch vor Jnsrafttrcteii des Friedens« Vertrages zu genehmigen. Den franiöst'ch'n Behörden sind bist enlsprechendtii B?fehle erteilt worden, mit der He«michaffuvg der Kkregsgefangeneu so rasch als möglich zu begrünen. Dr. Renner i« Paris. Di. Reparr wn'kommi'sio^ hat der Ssterreichischen Delegatio.r bisher nur ein Stückchen Brot gegeben^. Sie hat die vor vier Monaten nach seiest dirigiertenz 3l).V00 Tonnen von neuem versprochen und diese Zusazr. um weitere 29 000 Tonnen erhöht. Wenn diesa Menge wirklich nach Wien fomrwcn sollte, so wäre mi^ der Pression des Rücktrittes der Regierung die Bersorgüng ganz Oesterreichs für etwa fünf Wochen, das ist bis. in die letzte Jännerwoche, gesichert. Man muß Ln^esteheu, daß die Delegation Nenners bas Aeußerst« leistet und daß Dr. Renner in sehr würdiger und zu Herzen gehender Weise den Standpunkt Oestevreichs vertritt. Aber Oesterreich ist ein kleines Land und die große mach:ige Entente hat mit ihren Sorgen und mit den Weltprobleinen zu viel zu tun . . . j&i« NeparaUonSkommissiori scheint «ttvas guten Willen zu zeigen. Sie hat von Dr. Reisch .verWedüm.^'M»^ klärungen Über die Monopole und über das iln.^Ft^ denSverträg stlpulierte Generalpfändrecht verlang^ Vielleicht winkt hier die Aussicht auf Kredit und beimiti auf Arbeit. _^ Die Pariser Deratunge». Pari-. 13. Dezember. Im Laufe des kcmigen Tages hat leine g'emrinsilme Sivung der NepalatronSkyrmnisslon stat-gv» ftMdcn. Dagegen wurden adgcsonde,te Berarungen gevstogen und k'nzrlne M r r g l«e d t r brr Kommission nahmen mit den Vertretern Oesterreichs Fühlung. Telegramme. Loslösungsbestrebunne« in Salzburg. Salzburg, 13. Dezember. (Korr. Herzog.) Der deutfchfrelhellliche Parteiauöfchuß hat seine Landtagssraktion heute beauftragt, die Angeseseuheit dcö Anschlusses des Landes Salzburg an Bayern im Salzburger Landtag im dringlichen Wege zur Sprache zu bringen. Amerika und der Friedensvertrag. Amsterdam. 13. Dezember. „Telegraast^ meldet au.S> London vom 12. d. M., daß der Teilnahme des amerikanischen Botschafters an der Konferenz in Downing!, Street gro)e Bedeutung beigemessen werde. Die ersts^ Frage, die besprochen wurde, sei die Haltung der Terz einigten Staaten gegenüber dem Friedensvertrag gewesen sowie die Lage, in die die Alliierten dadurch^ versetzt wurden. In einer Sondersitzung wurden die wirtschaftlichen BerhLltnisse iy England und Frankreich besprochen. Hierbei wurde über die Frage einer Kredite geivLhrunfl an Orsterveich und andere mitteleuropäischs Staaten sowie Weilers über di« Frage des Friedens^ mit der Türket und der gemeinsamen Politik gegeam über Rußland beraten. Die franzöfischa Presse gegen ÄÜilson. Pari-, 13. Dezontber. Raymond Resouly schrMtz im „Figa.o^ zu den Beratungen in London: Wennj' wir Fran^yjen unter der WUsonschen Ideologie und seinem'Slarrsinn zu leiden hatten, wußte sich Englantz ihnen in wunderbarer Weise anzupassen- Es erkannte vom ersten Tage an, daß Wilson vor allem an seinen Träumen Über den Völkerbund festhaften wolle. 'Ehat ihm sofort alles bewilligt, was er nach dieses Richtung hin wiin'chte. ES hat noch mehr getan, es hat mjt allen seinen Srästey in der Praxis bie! WUso:ischen Kon eptio'wn angewandt- ÄlS Gcgen.'eistung har England von Pilson alles erreicht, waS es verlangte: die deutsche Flotte und die deutschen Kolonien- und. tpas ganz enocA war, di« Freiheit der Meerv^ Die Tätigkeit Wil onS auf der Friedenskonferenz halt also England nichts gekostet, Frankreich aber sei fic leite«, zu stehen gelommeu.

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