Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 321 (13.12.1919)
- Date
- 1919-12-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 >--- « Wien. Samsrag Wiener Morgenzett««- 13. Dezember 1919 ■■— nm. -■ ,-im. Nr. 821 wU.rn.it. .-. Ai,, . \ JOdlsch-akudem." .Ml" fveranstaltet Mbntaar den 22. Dezrmbef 1919 um 4 Uhr nachm« in den Olymfnn-Prnclitsälen, Rotbgasse 6» eine grosse Fest- Aka demie mit an&öhlieäsender Tanximferhaliimg. Der Reinertrag ist für unbethittellS jüdische Hochschfiler und jüdische > Mensa Academh?a bestimmt. P fc-0 O RAMM; Bläserchör des TönKüftsWrorthestert „Hatikwah“, Frl. Renk Pfiffer, Volksoper, Fr? Märie Kosrab, JClaviervtrtuosin, FrU Lonka Wolf, Kotuertsängerin, Fxl. Erna Haudck, Viollnvirluosin. Herr Karl Neumann,Volksböer, Herr EmstTsuber, Vöiksoper.Herr Rudi Mtretallinger, Volksoper. k: \Vr. Morgenzettung, II., ¥ab«orstr. t; R. Löwit. t, Rotenfenbureau „Aida", II , Taborsir. 5, und Jüd. Hochschn|. ausschuss. IX.. Alserstr. 28 60?# Kartenvörverkau!: . turmsö'. 22, Kartenbureau _ . _, ... ausschuss, IX., Alserstr. 28. Mt! lenkovich. D'e bereits für hen 13. gelöstes Karren zelten filr dm 21.» die für dm 14. gelösten Kanen-türmen L7. ind die für dm 15. gelösten für den ZÖ» Kar.tenvorverkaüs bei behlendvifer. Popper - Ltznkeüö- Albend. . MorgM Somitgg den!4. d. M.. 6 Uhr abends, findet ilrt KastNosäül (1.. Echwarzey-» ttrgvlatz 1) der Josef Pvvver-Lynkcrts. dem hervortagenden Techniker, Sozialeiknker, Dlckuer und Denker aew-dmete-Vortragsabend. statt, der mit einem Prolog von Friedrich Owtta, gesprochen vost Fräulein Elsr Schilling vvni Deutschen Bötkss cheater, e Nketzt. Dirttlb.e KÜristletM br-Ugt eiste Reihe bei schönsten Bilder aus dem berühmten Bliche .Phantasien eines Realisten" «m Vortrage. Die Emleitiing spricht Dramaturg Heinrich Slücksmann» Karten sind bei Kehlendörfer und Gusti Schmidt erhältlich. Dar Jüdische Religionsunterricht. Professor Doktor Vk. R o f e n f < l d, eine besonnte Persönlichkeit aus dem Rebieie des Unterrichtswrsetrs» läßt löcbctt ifti Verlage Löwit rine Schrift unter dem Titel ^Dcr jüdische Religionsimtenicht" trschemen» die eine Fülle von Anregungen für d e künftige AuSs zesiattnng dieser w'chrigrn Diszplin bietet nstd der Oessentlichkeit «m Beachtung empfohlen sei. Pre>S K 3.39. Zü beziehen durch K. Lowit, Wien, lif Rotenturmstraße 29. Sport. Hakoah—Germania. . , Wohl noch nie war das Interesse für ein MersierschasiSviel so -groß, wie diesmal für das Entscheidungsspiel Hakoah— Nrrmanra. Alle Sporiktme bewegt die Finge, wer von den »erden Rivalen dev Kampf für sich entscheiden wird, Arber MO Einsendungen bat das .Sport-Tagblalt" aus sein Preismsschrk'tben bereits erhalten und wie das g-nanMe Blatt in seiner »estrigen Nummer berichtet, hat stch für Sieg Hatoah rine -eine Majorität ergeben, während die Mehrzahl der Einsender tat daß bei Halbzeit dieGermaUia in der Führung fern wird. Zeit nach Eröffnung drö Vorverkaufswaren schon last Amtliche Tribünenst he ansverkauft, aber auch nach Stehplätzen herrscht eme lebhafte Nachfrage. Wenn das Wettei morgen nur halbvegs pünst g ist, wird sich eine vieltausendköpfige Zuschauermcnge auf »em 'Prater-Sportplatzk cinfinden. Beide Vereine haßen rhre Mannschaften für das. große Ereignis entsprechend vorbereitet. An den beiden letzten Dienstagen irnd Donnerstagen haben dre Hakoahncr auf dem Prater-Sport« dlatze trainiert, um ^nnt der Anlage vertrant zu werden. Der Trainer Huber, der stch mir sctkmcr Aufopferung der Mannschaft widmet, hat weniger Wen auf die Beschäftigung mrt dem Balle, »ls auf ein ranonclles Lauftraming gelegt Die Hakoah-Mannichast ist sicherlich fit. . Auch die Geuvania hat gerüstet. Da der Großteil der Spieler beim Vereinspräsidenten Kon g in Stellung ist, hat er fie Moglichket gehadi, daraus zu achten, daß die Spieler anS- »errrht antretrn können. Er hat aber noch ein übriges getan Und Linen Leuten für die schwere Kampagne ausgiebige Nahrung zur Verfügung gestellt. Die Schwechater hoffen, komplett vnirrten zu fönnen. da ihr Verteidiger, der sich am letzten Sonntag den Arm »sprcllt hat, dank einer intensiven elektrischen Behandlung bis Sirgen her gestellt sein dürfte. In>dresem Falle würde die Mann» oft der Germania lauten: Tor; Rach; Verteidigung: Karbasch, Landl; Deck» n g: Probst, Maniler, Kratky; A n» »riss: Bachm'ier, Papste»», Fii'chera, König, Siürmcr. — Falls Karbaick wider Erwarten doch nicht antteten sollte, dann vielt Probst Verteidiger und an seiner Stelle der Referpespieler Wuzl als Läufer. , Bei der Hakoah ist die AufstellmigSsrage noch nicht gelöst. Fest stehen das VerlridigungStnv Halpern, Scheuer und Trümer rmd der linke Flügel Katz, Slutzky und Jszv Gansl. Für d,e übrigen Hoffen kommm die Spieler Jenö Gansl, Grünfcld, Kurt Fuhn, Lumek, Molnar, Neuseld, Nußbaum Md Senzer!»-Betracht. Das Schiedsrichteramt wird Herr Lorenz innehabe«, dem die Schiedsrichter Trucks und Kaufmann zur Seile stehe« werden. Sürkurse. Da. der notwendige Schneefall ausgedlieben ist, findet der für die Zeit vom 15. ins 20. Dezember augesetzie Ski« kurs in Mariazell nicht statt. An seiner Stelle werden im Jänner -- günstige Schneeverhaltniffe vorausgesetzt zwei Sklkurse im Wrenerwald abgehalten. Die Abhaltung des Kurses vöm 23. bls öl. Dezember hangt von den Schneeverhältniffen ab und wird rechtzeitig bckanntgegeben werden. Saisonende. Mit Rücksicht auf die große Anzahl ausgefallener Termine haben die Vereine Mühe, mit der Meisterschaft ut Ende zu kommen. Am .schlechtesten ist die Sportvereinigung Rudolfshügel daran, die am 21. d. M. gegen Wacker und am SS. d. M. gegen W. A. C. spielen muß. Sportklub Hakoah» Wie«. Die Mitglieder werde« anfmerkiam gemacht, daß Regiekarten für das Wettspiel Hakoah— Germania nur. im Klubheim, l., Konkoidiaplatz 4, öusgefolgt weiden. Die Außgibc erfolgt Samstag den 13. d. M. von 5 bis 6 Uhr abends und Sonnlag den 14. d. M. von 8 bis 10 Uhr vormittags. Eine Ausgabe von Rraiekaiken aus dem SB. A. C.°Platze erkolgt nicht Auf dem W. A. C.-Plrtze ist sowohl die Regrekarte als auch die Mitglievskatte borzuweisen. — Sonntag den 14. d. M.um 6Uhr abends Klubabend im Cafs..Ailashof". Gerrchtssaal. Unter der Anklage des Totschlages. $W dem Schwurgerichte hatte sich gestern der BÜchfentNachergehilfe Dskar K o r u n k a wegen D o t f ch läge s Pt veriantwörter». Wie in der Äiitlage äußgesührt wurde, spielte der Beschuldigte am lO. August mit dem Putzer Heinrich Stur m Karten. Be>m Äkrechucn entstand ein Stkeit. Hierbei ethielt SiNrni vv« dem Ängcllagtcn zwe! Messtrsirche. Er atz ärztlicher Hilfe verschied Stmin im Gpikal. Die Geschwbrncn erkannten den Angeklagten Mw des Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens schuldig, worauf der Gerichtshof Oskar K o r u n k ü zu acht Monaten strengem Atrest verurteilte. Die Prsstituierts als E'Sgattin. Ein krasser Fall sittlicher GrtabtrMg wurde gestern anläßlich einer llrerHandlung über eine EheschridungSklage vor dem Ernfelrichttt des si villaudeSgerichtes Obevlandesoerichtsrat Dr. S ch m r d i enthiillt. Der in städttschen D,ettst>'N stehende O b e r o f f r z i a l Franz Hofmeister hat nach %1 i n ft rrger Ehe gegen keine GajtiN Johanna die Ekleschtidriiigsklage überreicht Mid ist brrsekben tirtftr artdekeick ange« führt, büß ihn seine Gatt,« Mit einem scharfen Kiichennicsser n«d - mit einem Rasiermesser a« Wen ttnd Gesundheit bedroht Kühe, daß sie gegen . ibn eMe« Kübel Mit S ch w e r n e f r^ t t e r göschlendkrt und ihn besirdelt habe' und rhm Mehrere Male im Amir anfaesncht rmd S'andgle in Gegenwart keiner Kölleaen «n8 BorgcseMett provoziert habe, so daß sie »mt B>achialgewa!t entfernt werden mußie, dabei habe sie sich mit ihrer u n s' t t l r ch e N V e r g a n a em b s i t gebrüstet. Der Kläger fiihrte des weiteren aus. daß ihn »eine Frau mst nicht wrederznaebenden Sch'mpsworten belogt und rhn. den schwächlichen und kleinen Menschen, auch ko> Pölich mißhandelt habe und alles dies aus tz, undloser Eifersucht. Die beklagte Gattin gab an. daß ibr Gaue ste verlassen habe, jetzt, nachdem sie rrnLrbenderSchande hinter sich habe, an dem er ebenso wie sie selbst schnldtragend sei. um mit einer anderen Frau zu lcbm. Sie habe ihren Gartm kennen gelernt, als sie das Leben einer Prostituierten führte. Er bewatete sie. allem sie führte das Schandgewerbe werter» mit sein e r Zustimmung und mit s e r n e m Wunsche.' DtePolrzeinahM eS znr Kenntnis, daß sie weit-r P. r o st i 1 n t i o n übte, machte aber dre Äussolgung eures Büchels von der Erlaubws und E r n w r l l r q u n g r hreS Gatten a b h 8 n g r a. Dus< Einwilligung habe rhr Gatte erteilt. Der Klager Mußte diele von der Gattin gemachte Äussaae als richtig zugeben. Während sie angibt, sie bade dieses Leben noch zuka sieben I a b r e in der Ebe geliihrt. gibt er an, daß sie in der Ehe nur ein Jahr lang der Pi ostuntivn sich ergeben harte. — Rach zweistündiger Verhandlung vertagte der Richter die VerhgMung,- um eitte Reihe von Zeugen vorzuladen. Revision des BeMs-Prozesies. DaS Londoner Jüdische 'Korrespondenzbureau.,meldet: Ende September fand in Morkau der Prozeß gegen den' Staatsanwalt Wiper stakt, der brkarmllrch >m Bcckis-Prozeß die Anklage vcrirat. Der Prozeß, der drei Tage dauerte, er>eate das lchhasteste Interesse der allgemeinen und insbesondere der jüdischen Oesienilichkert. Als Staatsanwalt fungierte K r i l e n k v,' der erste Gcneralrstimns der bolschrwikischen Rtvolirtion. Er forbeite für Wiper. der stch selbst vene'digte. die Todesstrafe. Das Tr bunal verurteilte Wiper, -der bo Jahre alt ist, zu z w a n z i g Jahren Jntern i ep u n g im Kon'.enrratiottslager. 1 Dübners Ilrursalon der Stadt Mien Dostgl Konzert Domanslry Jeins Küche K* Der Volkswirt. Wirtschaftliche Nachrichten. Aus Budapest wird gemeldet: Die Lage der ungarischen Staatseis enbah n ist äußerst schwierig. Trotz des durch die Besetzung beS ungarischen Gebietes verkleinerten Eisenbahnnetzes kann der Verkehr insolge Mangels an Heizmaterial und Rohstoffen kaum aüfrechterhalten werden. Hierzu kommt, baß die Rumänen 130Ö Lokomotiven und 44.000 Waggons nach Rumänien verschleppt haben. Bon den zur Verfügung stehenden 1490 Lokomotiven sind nur 418 betriebsfähig. Ebenso herrscht im Personen- Und Lastwagenp vark großer Mangel. Der Mangel an Lokomotiven erschwert die Kohlen- und Lebens mittel Zufuhr bedeutend. — Ministerialrat Dr. Gordon, leitender Direktor der Sübbahn in Budapest, äußerte sich über die Zukunft der Südbahn folgerrdermasten: Soeben erhalten wir von den französischen Obllgationsinhabern eine Einladung nach Paris. In 'der Ende de- MonäckS oder anfangs Jänner stattfindenden Konferenz werden sehrl wichtige Entscheidungen über die Südbahn getroffen werden. Während der mit den französischen Obligationsinhabern durch einen Schweizer Bankier geführten Vorverhandlungen erklärten diese, die Einheitlichkeit der Südbahn unbedingt aufrechterhalten zu wollen. Die Italiener haben während deö^ Kriogszeit die Annuitäten im Betrage von 28 Millionen jährlich nicht bezahlt. Die französischen Obligattonäre sind derzeit bestrebt, die^ Italiener zur Aufnahme der Annuitätenzahlungen zu bewegen. Die Franzosen scheinen die Absicht zu haben, die Zentral Leitung der! Südbahn von Men nach Paris zu verlegen. — Das Amtsblatt „Monitor Polski" veröffentlicht eine.Verordnung, auf Grund deren auf die Dauer von drei Monaten die Einhebung der Zölle für gewisse Waren sistie rt wird. Die Verordnung führt unter anderem an: Lernenwaren, gewisse Tuchfabrikate, Reis, Mehl, Kartoffeln, Zurber, Marmelade, kondensierte Milch, Fleisch, Wilbpret, Butter, Fische, Knochen, Schuhe, Galloschen, gewöhnliche.Seife, Maschinen, landwirtschaftliche Geräte und Padiep. — Der Krakauer Korrespondent des „Gazeta Porannü" meldet von gutinformierter Seite, daß alle Gerüchte über eine angeblich projektierte Abstempelung der Kronennoten in Polen unbegründet sind. In letzter Zelt war der Abftuß der Kronennoten aus Polen nach dem AUslästde ein sehr starker. Würde man jetzt ttr Polen ün eitle Abstempelung, schreiten» so müßte das eine Ueberflrrtung der polnischen Märkte mit Zkvonen- . Noten zur Folge hüben. Das wird man über Um so sicherer vermeiden wollen, als ja ohnehin mit einer starken. Rückflütung der Krone gerechnet werden muß, sobald dar Umtausch der Krone gegen die Mark verlautbart werben wird. — Aus Stuttgart wird gemeldet: Die Verwaltung der ' Daimler MvtseengeseNfchaft hat beschlossen- M> Beschüfsung weiterer Betriebsmittel einer auf den 82. Jännev eiNziib'Nl'e'rben außerordentlichen. Generalversammlung den Antrag auf E r h ö h u n g des Grundkäpttäls 'von 82 auf' 64 Millionen Mark durch Ausgabe neuer Äktien Mtt Kukss .von 116 Prozent vorzNletzen^ Dbese'ÄWmrtzitte wird böfttttlv begründet daß die Uinfttllttng der Betriebe ciirf die Friedens^ Wirtschaft e n v nit e u f w ö n du n a e n erfordert und baß! durch. das rrnaufhörliche Steigen der Metglkpreise, der Löhnöder Gehälter ttnö der allgemeinen OeschüftsuiikosteN airßetvtdentkrchs WldvebÜefrrisse entstaübeu sinb'i --- Der. AufMitsn« rat der Mstakkbank und btzr Metallurgisch.eirGesel ls ch ast in Franks irrt a. M..' hat beschlossen,bee Generalvenammlnng,.. vie C r h S h'u n g des Aktieükopitals um 25 Millionen Mädk vorzuschlagen. Die neuen Aktien sollen den Aktionären zu etwa 110 Prozent Angeboten werden! und vom 1. April 1930 an biv-idendenberechtigt seieni Dia Gewinne der. beiden Gesellschaften sollen zusamrnengeworfen und tm gleichen Verhältnis geteilt werden.' -— Die Hits ch! Kupfer» und' Messtn gwerke A.-G., Berlitt, erhöht ihr Grundkapital um 20 Millionen Mark neüebest alten gleichberechtigte Aktien auf 50 Millionen Mark, Die jungen AttieN werden den alten Aktionären zu 115 Prozent zünt Benlge angeboterr, wobei auf 3000 alte 2000 neue Aktien, entfallen. ■ tzandelsnachrrchten aus Palästina. Der palästinensisch« Korrespondent der „Jüdischen P>reßzentrals Zürich" berichtet: , Ein großes Quantum a u st r a l i s ch e s M e h l. ist in Jerusalem eingetWffen^größere Mengen Reis und Jucker sollen demnächst eingesührt werdM. Die Zufuhr von Lebensmitteln auS beNi Anslüttd emiöTlicht den Preisabbau. Auch itt Haifa ist die Zufuhr von Lebensmitteln und Mai^lfaktirrwaren ziem^ lich groß. Der größte Teil kommt aus Aegypten. Uever» Haupt fängt die Hafenstadt Haifa, an, sich zu einer großen Handelsstadt zu entwickeln. Es werden^ von Tag zu Tag mehr Handelshäuser, Export, und Importfirmen von Haifaer und ägyptischen Juden gegründet. Fast jede Woche begeben sich Kauflenie aus Haifa nach Aegypten, um Handelsbeziehungen anzuknüpfen. Demnächst soll mit dem Bau eines großen Hotels begonnen werden, um den in letzter Zeit sich sehr fühlbar. - machenden Mangel nach Unterkunftsmöglichkeiten abzuhelfett. Die Leb'ensmittslpreise in Galiläa sind im Gegensatz zu Judäa um 75 Prozent gestiegen. Auch die Feldgeräte sind sehr teuer. Go wird zum Beispiel ein Eisenpflug, der vor dem Kriege 6 Pfund kostete, fetzt mit 20 Pfund bezahlt. Besonders teuer sind die Milchkühe: Für eine solche muß man zurzeit 160 ägyptische Pfund bezahlen. Die Ursache hiervon ist die uuge-, uügende Einfuhr auf allen Hänptmärkten von Galiläa sowie in Damaskus und Tyberias. In einem Artikel vom 11. November im „Doar Hayom^ üveist A. B e n- Jehuba darauf hin, daß die hauptsächliche Ursache der Verteuerung der ^Lebensmittel darin zu suchen sei,, daß Palästina jetzt stark auf die Lebensmittelemfuhr angewie'seN ist. Deshalb sollejetzt, in der. Zeit,. da in Palästina die Feldsind Gartenarbeiten attfangen, kein Mensch, fei er jung oder alt, sich d§r /Feldarbeit entziehen und zu Hause bleiben, da-das kleinste Stückchens ' Land nicht-unbebaut , bleiben vürfs. ' Anfangs -November traf in Jerusalem ein größerer Transport Holz aus Schweden ein. Zwar ist dev Preis dieses Holzes ziemlich hoch, jedoch wird dadurch dem großen, seit dem Kriege in Palästina und besonders in Jerusalem herrschenden Mangel an Bau. urzd Möbelholz ab geholfen. Auch lln Jaffa ist Bauholz, aus, dem Ausland eingetroffen. ‘ Wiener Effektenkurse in Paris. , Das Pariser Kursblatt vom 29. v. M.. enthält emigv Notierungen von ösierreichischen oder doch in Wie» gehandelte« TrtreS. Es wird sich daraus ergebe«, wie Mmvgl ch rS rst, die Pariser Kurse aus Grund der, valutauscheu Umrechnung dev Wiener Bewertung zugrunde zu legen. Oesierreickiisckie Goldrente^ . 60 Ungarn che Goldrente ........ S7 Landerbank.».»»»..»»»,, 261 StaatSbahn ........... .625 Lombarden , 70 , Tüikrstlu Tabak ........ .670, Juli-Süd ..149 April-Süd ..145 ., , 4’>/0!fte Südbahn-Prioritäten (?» K 60)' .181 Oesknteichische Bodenkreditbank ... .854; An all diesen Papieren, soweit sie Zinsen oder Dividenden tragen, hakten noch die Coupons seit Juli 1914. also fllp fünf oder sechs Jahre, die vom Kurse abzusiehen sind. Die. vor^ stehenden Pariser Kurse beweisen, daß der französische Markt unierer Valutaeniwerlung noch ,n gar keiner Weise Rechnung trägt. Als Beifprel ser die Notierung dir Bodenherdit-Attie Nick 654 Franken herauSgrgriffen Um diesen Kurs xit rechtfertigen, müßte dre Vodenkreditansialt Aussicht haben, jetzt oder später eme Jahrrsdwidende 'von ll 450.— bis K 60f>.— zu bezahlen. Dir Pariser Franlkurse rechnen offenbar nicht damit, daß dir Wiener Valuta dauernd aus ihrem geaenwärtrgen Tiefstand verharre. In Wien dürste .man diese Kurie wieder nur dann mit 14 muliplizieren, wenn man mit dem Gegenteil rechnet. ' Rtfmav&a«Maat Prater-Sportplatz des Wr. AthletihrsportVIubs L 2 Uhl* nachmitiaga Ptrassenbabnlln!« tet tir A $ft nHWMra .. ' rMeisterscMt der Herbstserie der II. Klasse GERMAKIA-HAKOAH JBUinAb A dUJta«• Wti/EvTL«AsLsvÄ «Res»- jucSL<c»ea*reu« Sonntag den 14. Dezember Vorvefkatifs!n4ustri(>Ilen.Gaf5, 1. Kon» koräisp!»tr. R. Löwit, tR6tehtuirmstr.29. Wr. Mo genzpiturg, U, Taborsttaßöö 1. Sj)ort*Tagblatt, I. Stubenring. Wr. Ring? Caf4,!. Siubenring. Sportwarenhaus Pohl u. Mtlhlhauser, I. KUrütncrstrnsBe. 50 99