Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 321 (13.12.1919)
- Date
- 1919-12-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Beile 4 feien, Samslay Ostwalds neue ^-arbknnst. Uc-'b-r die neue Farbknnst.!<ren Grundlage durch seine .Fardenorgel" geschaffen ist. spricht sich Wilhelm Ostvoald M einem Nuss atz „Töne uith Farben^ auS, den er im .PrvrnriheuS" verrffentticht. Dis Grundmitlel erweisen sich t?\ flcna,ecr Untersuchung als reicher wie die der Tonkunst. Während dir Musik als Material die einfaltige Tonreihe -on rund tausend nniersclieidbaren Tönen verwendet, von denen aber nur hundert Melodie nnd Harnlonie ergeben, verfügt die Farbkunst über ein Nohmaterial von rund einer Wllion rmrerf'kierdbarer Farben? von denen nach Ostwalds Vorschlag etwa tausend zur Verwendung festgclegt sind. Eie bilden aber ketike einfältige Reihe wie die Töne, sondern ihre Ordnung ist dreifältig. Dadurch entstehen drei Klassen dun Harmonier!, Farbtongleiche. Farbtonvecschiedcne und solche aus beiden Elementen gegenüber der einen Klasse «iden Tonen. Auch darin ist die Farbwelt reicher, daß dre Formen nicht rein zeitlich sind wie in der Musik, sondern durch das Aächenbafte Gesichtsfeld des AugeS die Möglichkeit riner zwerfaUigen Formgestaltung haben. Die dritte Dimension tzeS Siaunres tritt außerdem ergänzend hinzu. Wegen der Abwesenheit ernes absoluten Tongedächtnisses bei den meisten Menschen dringen mäßige Verschiedenheiten der Tonhöhe keine wesentlichen Verschiedenheiten der Empfindung mit sich.. Dagegen besieht bei der großen Mehrzahl aller Menschen ein ausgeprägt absoluter Farbengeächtms; eine Verwechslung von Gelb, Not, Blau, Grün ist schon bei einem fünfjährigen Kinde - ausgeschlossen, wenn es nicht farbenblind ist. Deshalb Lepingt die Verschiebung einer Harmonie im Farbtonkreise-so» gleich eine wesentliche Veränderung des Aussehens und er» gibt grundsätzlich neue Harmonien. Eher ist der muss kalt, scheu TranSposition vergleichbar die Verschiebung einer farbigen Harmonie innerhalb ihrer Schattenreihe unter Beibehaltung der Farbcntöne. Aber auch hier gibt es außerdem noch Verschiebungen in den Weih- und Schwarzgleichen,- also : rin ganzes Bündel von chromatischen VariationsMöglichkeiten an Stelle der einzigen musikalischen. Dem Laut und Leise der Musik stehen starkes und schwaches Licht bei der Farbkunsi gleichwertig zur Seite. - Ebenso läßt sich den Klange färben in der Musik die Oberflächenbeschaffenheit der farbigen Körper mit Metall-, Perlmutter«, Diamant», Seiden-, Samtglanz usw. als mindestens gleichwertig zuordnen. „Wir sehen also," schließt Ostwald, „daß die Farbkunst bezüglich ihrer Mittel der Tonkunst mindestens gleichwertig, merst aber ßtorf überlegen, gegenübertritt." , Wohrrrmgselend in Jerusalem. , Die Wohnungsnot in Jerusalem dauert unvermindert an. Zahlreiche Familien sind obdachlvs oder find gezwungen, mit anderen Familien in ungesunden Nbikationen zusammengepfercht zu wohnen. Ein besonders krasser Fall hat kürzlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese unhaltbaren Zustände gelenkt. Eine kinderreiche Familie, dessen Oberhaupt sich in, großer Notlage befindet, war außerstande, den Mietzins zu bezahlen und wurde delogiert. Obdachlos geworden. packw er, rasch entschlossen, seine Familie und seine geringen'Habseligkeiten und übersiedelte in die seiner Wohnung zunächst gelegeneSynagoge. Der Familienvater entstammt einer angesehenen sph'ardisch.'n Familie, die schon seit Jahrzehnten in Jerusalem lebt. Die Jerusa'einer Blätter sprechen die Befürchtung aus, daß diese radikale Lösung der Wohnungsnot leicht Nachahmung finden könnte und fordern die maßgebenden Stellen auf. beizeiten gesetzliche Verfügungen herbeiznführen, durch welche der armen Bevölkerung ein Obdach gesichert wird. ■ - 2.2,000 arbeitslose Krie^soffkziere in England. : Die „Times" bringt interessante Daten über die Art, wie die Engländer die arbeitslosen Kriegsoffiziere neuen Berufen zuzusühven bemüht sind. Sämtliche arbeitsuchenden Offiziere werden von hierzu bestimmten Kommissionen, denen ausschließlich Männer aus dem praktischen Berufsleben angehören, persönlich dinvernommen, um ihre Leistungsfähigkeiten fest'ustellen. Bisher haben sich ungefähr 12.000 gewesene Kricgsosfiziere als arbeitslos gemeldet. Es sind zumeist junge Manschen im Alter von 20 bis 30 Jahren. Der interessanteste Fall war bisher der eines 2Pjährigen Ex-Majors. der fm Kriege mehrfach belobt und dekoriert wurde und nach seiner Abrüstung als Dockarbeiter in London sein Brot verdiente, dann als Träger in einer Papierfabrik tätig war und jetzt arbeitslos ist. Cr erhielt sofort eine Stelle als Hilfsbeamter in einem City-Bankhaus. Interessant ist, daß die meisten dieser Stellungsuchenben in London bleiben möchten und ziemlich hohe Gehaltsanfprüche stellen. ■- Vom deutschen Antisemitismus. Der „Vorwärts" veröffentlicht unter der Ueberschrift „Antisemitische Geheimbündelei" folgende Mitteilung: Unserem Hannoveraner Parteiblatt, dem „Volkswillen", sind folgende Schriftstücke zur' Kenntnisnahme unterbreitet worden: Hannover, 27. Juli. 1919. Liebwerter Dundesfreund! Die Erkenntnis, daß es ein Gebot der Stunde ist, alle antisemitischen , Verbände zusammenznschließen, hat dazu geführt, daß in unserer Mitgliederversammlung am 24. d. M. nach einstimmigem Beschluß aller anwesenden Mitglieder unsere bisherige 'Ortsgruppe des Deutschvölkischerz Bundes übergegangen ist in den Deutschen Schutz- und Trutzbund. Damit sind wir ein großes Stück vorwärtsgekommen. Parteipolitische Erörterungen jeder Art und konfessionelle Fragen sind von nun an sowohl in unseren Versammlungen als auch bei Werbung neuer Mitglieder unter allen Umständen grundsätzlich streng zu meiden. \ Werben Sie in Zukunft ausschließlich für den Deutschen Schutz- und Trutzbund. Suchen Sie darum auch in die Kreise der Jungmänner «inzudringen. In ihnen herrscht Mut und Eifer zur Vollstreckung unserer P.äne. Lenken Sie alle Gespräche Vorsicht! g und kühl aus die Judenfrage und reizen Sie die u te, Farbe zu bekennen. Hier ein Ausnahinegesuch.. Trachten Sie darnach, biszu unserer nächsten Versammlung'(Donnerstag den 31. d. M., Rachsrünss öfttell, Mitglied zu werbe».. Wiener MorgenzekkuttS So oft Sie gleichgesinnte kennen lernen, notieren Sie sich stets Namen und Wohnung. Bearbeiten Sie dies« Leute — aber feilt Wort von Parte-Politik! — und übermitteln Sie uns stets allwSchentlich zu unseren Versammlungen die gesammelten Anschriften. Kausen Sie alles, was.irgend rnSglich, bei unseren Mitgliedern! Das ist oberste Pflicht! Der Deutsche muß zum Deutschen hasten. KetnenPfennigdemJuden! Weisen Stalle Freunde stets darauf hi». Kennzeichnen Sie stets das berliner Tageblatt" nnd die ,berliner Illustrierte" als die Alljudenblättch:! Eine vorzügliche antisemitische parteilose Zeitschrift ist der .Hammer" (14tägig, vierteljährig 2.50 Mk., Leipzig, Königstraße 17). . Halten Sie die Namen unserer Mitglieder, den Ort'und die Art unserer Arbeit Unerforschten gegenüber durchaus geheim. Das Judentum arbeitet geheim; wir müssen hierin von ihm lernen. Dann werden wir eine Macht. Mit deutschem Gruß! / Ortsgruppe des Deutschen Schutz- und Truhbundes. - . , ■ Voigts. . ' Geheim! Sie haben die Oxtsgruppen-MitgliedS-Nr. 260. Sie wollen diese Mitteilung aufbewahren und sich die Nummer aus bestimmten Gründen genau merken. Cie genügt unter anderem auch bei Zuschriften an uns und bei Eintragungen in die Anwesenheitsliste während unserer Versammlungen. * ■ s Geg"n Rückgabe. Aus unserer'Mitte wolley wir eine Kern truppe zusammenstellen, die bei bchinders vertrauliche»'Angelegenheiten in Tätigkeit treten soll. Sind Sie bereit, einzutreten? * ' ' nein Bringung: , (Unterschrift.) Subordination! Welch« Ziele die Bildung dieser geheimen Kerntruppe verfolgt, darüber lassen, sich leicht Vermutungen anstellen. Die ganze Aufmachung ergibt jedenfalls, daß hier Pläne verfolgt werden, die vba3 Licht der Oesfeutltchkeit zu scheuen haben. Die deutsche Regierung hat sich in jüngerer Zeit sehr für die Unterdrückung der antisemitische» Propaganda eingesetzt. Es muß anerkannt werden, daß sie vom guten Willen beseelt ist. Wie aber soll man erwarten können, daß ihre Arbeit eine erfolgreiche sein wird, wenn das Volk selbst von Tag zu Tag mehr verhetzt wird? Dar Antisemitismus scheint dort so tief verwurzelt zu sein, daß man fast alle Hoffnung auf'eine jeinalige Einkehr aufgeben könnte. - , Regelung des Ladenschluss und der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe usw. in W en. Die Landesregierung ist nach langen Verhandlungen mit den Vertretern dev Kaufmannschaft und der Handlungsgehilfen an die Regelung des Ladenschlusses und der Sonntagsruhe in Wien geschritten und hat zunächst eine am 15. d. M. in Kraft tretende Verordnung erlassen, welche diese Regelung, nnd zwar ledige lich inr Handelsgewerbe und verwandten Geschäftsbetrieben zürn Gegenstand« hat. Di« Regelung hinsichtlich der Banken, Zeitungen und anderen Anstalten und Unternehmungen ist für die nächst« Zeit in Aussicht genommen. Die Landesregierung hat getrachtet, die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Kaufmannschaft^ mit den Forderungen der Gehilfen nach Möglichkeit in Einklang zu bringen. Dies^gilt in erster Linie hinsichtlich der am meisten umst^itteni'n Frage oer Sonntagssperre. Dese wurde nun io geregelt, daß nunmehr — abgesehen von den schon zur allgemeinen Samstag-2-Uhr-Sperre (4 Uhr für Sauberungs» arbeiten u. dgl.) verpflichteten Gwßhandelsgewerben. Koniven der Erzeugungsgewerbe.' Dermittlungs- und Kommissionsgeschäften, für Handelsgewerbe schtech'weg, also auch für Detailhandelsgeschäfte und für den Warenverschleiß gleichartiger Erzeugungsgeiverde (mit Ausnahme des. LebcnsmittelkleinharrdelK. des Kleinverschlekßes der Lebensmittelerz-^ugungSgewer^e. des Naturblumen- und Ansichtskartenhandels) — die Sonntagsruhe in den Monaten Jänner und Februar um 5 Uhr nachmittags, in den Modalen Juli, August und in der Zeit vom 1. bis 15. September um 2 Uhr nachmittags (4 Uhr für Säuberungsarbeiten u. dgl.) beginnt, &. h. daß von dieser Stunde an jede gewerbliche Arbeit zu ruhen hat. In der übrigen Zeit des Jahres, das ist also in den Monaten März, April, Mai, "in der Zeit vom 16. bis 30> September ferner in den Monaten Oktober, November und Dezember gilt für die genannten Gewerbx die allgemein« Ladenschluß,e t auch an Samstagen, das ist 6. Uhr nachmittags. Im LebenZmUtelhandel -und im Kleinre. schleiß der Lebens-^ Mittelerzeugungsgewerbe ist Ladenschluß in den Monaten Juni, Juli, August und in der Zeit vom 1. bis 15. September um 7 Uhr abends, in der> übrigen Zeit des Jahres um 8 Uhr abends; im Naturbl Innenhandel im Umherziehen ist der Verkauf bis 7 Uhr abends während des ganzen Jahres gestattet. Der Schuß des Wienerwaldes und die Holzversorgung der Armen. Der behördliche Schutz des Wienerwaldes in J»tr Nächsten Umgebung Wiens funktioniert bneils durchaus befried gend. Leit Erlaffyng der Kundmachung 8er Landes, egieiuag sind die vielen Hundeite von Schleichhändlern verschwunden und destienye Kontrolle läßt nur w>r!l che Verbrauche, mit Äoblenhtteit und Erlavbn si'chemen panieren. Dre Kchl der Waldgänger -ist auf einen Heften Bruchieil der Zabl der Bo Wochen gesunken, Eine Störung e*leitet di? Aktion nur msostrne, als dre Watdlrsttz r teilwe'ie m t der^Be' zeichnung dir tnObmen Bäume iäuwra sind.» D e be u'smäßitren Hoftdi be und Cchl chhündler haben sich nun baurisächtrch au» Die Wäidrr brt Wcstb.rlinsti ecke bei 'IMtvfa'v&inr zurückyezagcn Die Landes, ca e ung hat zum Lchutze dieser «rrttinteren Teile des Wiener Waldeein besonders starkes Gend.umeriean^iebor izktianuvHgM»,»» mtUbsf -m. ki sia«. icia »rrd. die Geseich!3. Dezember ISIS , Nr. Nkl wirksam z« schützm. Die Gendarmerie hat den dienstlichen Austrag, widerrechtlich erworbenes Holz samt den Werkzeuge» zu brjchlag^ nahmen.^ -_ Von der Schiffahrt im jiidlschen Attertu«. Interessant ist die Frage, ob die alten Inden «ins Marine besessen haben. AuS der biblischen Zeit gibt eS nur Nachrichten über Handelsschiffe, welche schon zuSalonronS Zeiten die Schätz« aus Spanien (Tarschisch) und aus d.em fernen Ophir (Indien, nach anderen Südafrika) nach Palästina ^führten. ES scheint nun, oaß die ersten Makkabäer den Wert einer Flotte für. ote Verteidigung des Vaterlandes erkannt haben: Auf den Denkmälern, die Simon den Gliedern seiner Familie in Modin errichtete, gab es neben der gemeißelten Darstellung von Waffen auch eine solche von Schiffen (1. Buch der Makkabäer, XllI, 28), tvelche den tapferen Freiheitskämpfern zum Schutze der jüdischen Mittelmeer.küste. gedient haben mochten. . Unter den vor einigen Jahren gefundenen Dokumentett von Assuan, welche über die jüdische Mititärkolonie Persiens von Elefantine in Aegypten im ö. vorchristlicl;en Jahrhundert neues Licht verbreiten, findet sich ein Papyrus, der van einem großen Schiffe berichtet, das die persische Regierung von jüdischen Konstrukteuren ausfühven ließ, die eine eigene Werste besessen zu haben scheinen. In den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeit bediente man sich im Orient vielfach jüdischer Seeleute. Der spätere Bischof Sinefms schreibt im Jahre 399 an seinen Bruder über seine abenteuer. . liche Reise von Alexandria nach Konstantinopel, die Mehrzahl der Schisfsbemannung bestand aus Juden und auch der Steuermann war ein Jude. Obzwar die See bewegt war, unterbrach der Steuermann bei Sabbathanbruch bi« Arbeit und begann seine Gebete zu sagen, nichts halfen die Drohungen der Reisenden, von denen einer ihn sogar mit dem Schwerte bedrohte; in dieser Lage zeigte sich der Jude — wie Sinesius sagt — als ein wahrer Makkabäer, erst als gegen Mitternacht der Meersturm geradezu bedrohlich wurde, griff der Steuermann zum v Steuer mit den Worten: Da wir nun in Gefahr sind, erlaubt mir mein Gesetzdie Arbeit. * Auswanderung kaukasischer Juden «ach Pa* lastina. Im Kaukasus haben sich, wre „Harlam" berichtet, bisher 12.< 00 Juden zur ehcbaldiyen Auswanderung nach Palästina gemeldet. Der überwiegende Teil von ihnen besteht ans Berpjudrn, die rn der Landwrrv'chatt gut bewandert sind, den Rest brldra Handwelker. Eine in Baku kürzlich abgebalrene zionistische Berrammlntig hat bebuss Regulierung der Auswanderung weitgehende wichtige Beschlüße geiaht, darunter auch dre Errrchrung eines Zenrralbureaus in, B„ku und eines Jniornranonsbureaus in Batirm, welches dre Verbindung zwischen dem Zemralburea« emersertS und Konstantinovel-und Palästina ande'krserks aufrechterbalten ioll. Zur Ausiührung der gefaßten Beschlüsse wvrdtz ein Budget vvn 210 * 00 Rubel angenommen. , . * Ein Lebensmittelzug des Stockholmer ^Afton« bladet" für die hungernde« Wiener Kinder. Das Stock- Volmer „Aitonbtadel" rntalrete rn den letz'en Woche eine rastlose Piovaganda, dre von den Chefredakteuren Harald Sohlmann nnd Valdenrar L a n g l e l geleitet wurde und an denen sich auch der Redakteur der Zeitung, Herbert E r i e f o n. lebhaft brleiiigre. der öffentliche Borträge über das hungernde Wien hielt. Der E'toig blreb N'chl aus. Das Dlart hat b,z heute mchr alZ y M r l l r o n e n Kronen Bargeld ge'ammelt und so reichliche Ratural'penden empfangen, dgß Herr Encson soeben M't einem Vebensmmel ng rn Wien eintraf. der kostenlos den Wiener Kindern gewidmet ist. Es .. befinden sich unter den Lebensmitteln 10 Tonnen Kondensmilch. 50 Tonnen Lebertran, ,100 Tonnen Frlt, Schokolad' und andere L.-benSmttel. Herr (Sncfon, wird m't den Behö.den und insbesondere Pioieffor Pirquet das Einvernehmen vstegen, um dre bestmögliche Verltcknng der Spenden durchführen n können. * Ein französischer Bortrast in Deutschland. Zu unserem gestrigen Berichte tragen wrr nach, daß der Bericht Kastm r E d s ch m , d S über den Vortrag C o l t« 8 in Darmstadt von uns dem «Berliner Tageblatt" entnommen wurde. ' . * Mustkseßtion der Hakoah. Morgen Sonntag, präzise ",l0 Uvr ininags. Gemm'orchesteiprode im BttemsftVole des Kouzerrhaufcs, wo auch Ncuanmftdungen entgegen-- genommen werden. * Bon der Universität. Gestern wurden die Dorlesungm an der Wiener Universiiät in diesem Jahre geschloffen. Die Rigorosenprüsmrgen werden in der nächsten Woche fortgesetzt. Die letzten Promotionen dieses Jahres werden am 22, und 33. d. M. erfolgen, dann beginnen die Werhnachtsferien, die bis 7. Jänner währen. * Jüdische Lesebücher. Für j 8 d U ä e Solf8* nnb Bürgerschulen stnd Lesebücher in Vorbereitung.. Der Unterzeichnete ersucht alle an dem Gelingen der Arbeit intcreirierten Personen um frcunbl'dic Neberlaffung von Matenalttn, die die Geichichße^einzelner Jndengememden. ihre besonderen Einrichtungen und Gcd'ättche. ihren Sagen und Lrgendewchatz debandeln. >Manu'kr»pte werden in kinzestrr Zert zmückgestellt. Adreffe: Prag, Jüdisches Rathaus. ProfefforDr.Alfred Engel * Berhaftnng eines Agenten. Der 44jahr,ge Provü fronSagent Friedrich M e r d i n tz e r wurde am 9. d.M. gemäß euer Aufforderung des Photographen Max Schneider, ll., Roten» Üemgaffe 4 l wohnha'i, ve> hastet, well er, unter dem taffcheo Nomen Klem anüretend, au> dem Lande Auffräge für, Photo« aniphliche Vergröß-'runaen übernommen hat. ohne ne auSzuMkren Merdmger. der vom Kommlffarrat Leqpoldstadt wegen Shi'.licher Betrügeleien mst einer Schadcnsjumme von £4000 verfolgt wird, wurde dem Landesgerichte eingelietert. * Aufhebung der öffentliche« Häuser. Aus Prag wird gemeldet: Drensrag stndet «m P rrlament eine Enquete statt über d»e gänzliche ^tzfhcbnng der öffentlichen HSnicr und dr« E'.ndämmimg der ProUitiit'bn. An biciei Enquete werden Bcr-. rrenr der UmverfirLt. der Polne'. detz Ministeriums für soziale Fürsorge sowie Journalisten teilnehmen. , -* Razzia im Cafö Wöfterer. Im Cat4 Wogerer. l„ Schollen,ing, wurde geltein vom Kr>egSwucheramte eine Nizzro veranstaltet. Es wurden iw Caiö 220 Per lauen angell o'^n. Sit wurden durchwegs Verlust,iert und t3l Personen wuri-en dem Ärlegswucheramte vorge'ührt. * Erhöhung der Tababpreife in der Dfeöecho» Slorvaüei.AuS Prag wnd gemeldet rFinanzmii'istLr k onut a g erklärte: Die Menge des ver'üqbaren Tabaks be.--i,d?rS Zga,eit.-ntabaks. ser bet'ächli choewach>en und nus Uwn*.r reiben grotie Menaen Rauch abak e>>oa,tek. no7dem lebe sich d,e Re« g -ruua g^nöngi, ab I. I S n » e r d,eP,erse der Tabakcrzeugniffi e norm zu erhöben. Jüdische Bahnarbeiter in Palästina» Be dev Balmalvenen >n Pa oft «a sind 4:'m jüdische i\ ore - ,j-.ichn,beiter und Toglöbner bcichä'tigk. Zn der ralbanle rnvg stehe,, nngeiüvr t5'<) Inden, unter - ihnen tM ftroftkr Tcll Majchuuüev «md höhere Beamte« i»