Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 321 (13.12.1919)
- Date
- 1919-12-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
- Beirut 1× ep/1047833
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Seite 2 Wien. Samstag Wiener Morgenzeitung Die Pariser Presse üb'er Oesterreichs Notlage, i Paris» 12. Dezember. Alle Blätter beschäftigen ' sich heute mit der Anwesenheitde? Staats kanzlers Dr. Renner irr Paris und treten fast ausnahmslos in ausführlichen Leitartikeln für die Rettung Oesterreichs ein. > '! „Petit Iournal" schreibt: Ms der Friede von^ Saint-Germarn vor drei Mona len unterzeichnet,wurde, befand sich die junge österreichische Republik in arger Lage. Seither hat sich ihr Zustand - wesentlich verschlimmert, und wenn wir dies Land nrzn aufgeben, dessen Schicksal und Lessen politische und wirtschaftliche Grenzen wir bestimmt haben, fö wird seine Lage morgen, verzweifelt sein. Dr. Nenner hat diesen erschütternden Zustand ohne sede Uebertreibung ge sch Udert in emer Schlichtheit, die zum Herzen, geht, r . Auch der „Matin" verlangt Hisse für Oesterreick und sagt: Die ganze'Haltung-und Tätigkeit der gegen» tvärtigen Regierung und der Wi.ner Nationalversammlung flögen dem Obersten Rate. Vertrauen ein. Man könne am guten Willen Oesterreichs, zu' rechlsch-affensr Urteit zurüchukehren, keinen Augenblick, zweifeln. „Eclair" schreibt: Oesterreich legt sein Schicksal in die Hände des Oberste Rates und man kann, nur hoffen, daß bzx Oberste Rat diesen Schritt anerkennen Nild Oesterreich das Recht, zü leben, zubilligen wird, das es v.rl.mgL. . j' •; „Petit Parisie n" erklärt: Dr. Renner kommt aus - Wien, das eine Hungcrhöllegeworden , ist, zu uns. Er spricht zu uns im Namen von sieben Mltl.'wnen leidenden Manschen.. Nicht mehr um Feinde handelt es sich, sondern einfach um Mütter, die ihre Kinder nicht mehr nähren -können, um Kinder, die^ in ihren ersten Äbenstag-en schon verhungern. Doktor Renner schtlderte die Verzmeiflung eines ganzenSOqjjfiS. ,Humanite" sagt: Die ganze Menschheit mutz sich bei dem Gedanken auflehnen, daß mehrere Millionen Mrn'ch-en der -nötigsten NahrunF entbehren Müssen, daß Kinder und Greise gleichermaßen der Vernichtung prcisgegeben sind.! „Action Francaise" erklärt, wir wollen Höffen, daß der Oberste Rat in feiner Sitzungam Montag, wenn Dr. Nenner die Forderungen des sterbenden Oesterreich vort.Lgt, anerkennen wird, wie begründet diese sind, und daß er dem kleinem Laude, dessen Regierung ihm so rechtschaffen das Vertrauen entgegenLrinzt, die Möglichkeit bieten wird, sich gegen einen Zu samim nb.ru ch durch.-..Hunger und Revolution zu erwehren, der bisher wie durchwein Wunder vermieden wurde. * - - ( „Excelsior" schreibt: Die Ankunft Dr. Renners ln Paris ist das Tagesereignis. Wir-zweifeln nicht daran, daß die Alliieren einen gemeinsamen Weg. finden werdenum unserem Gegner-von gestern den friedlichen Wiederaufbau zu ermöglichen. . . '* . Polttische^RMdschars. Die Erschließung Palästinas. Die englische Zeitschrift „Pa lest ine" scheibt dnter anderem wie so*gt:- Während der Debatte über die nationalen Finanzen erhob Lord Robert Cecil die Frage der finanziellen Verbindlichkeiten, die England durch die Annahmegewisser Mandate eingehen würde. In feiner Antwort machte Herr Austen Chamberrain dir interessante Mitteilung, man, erwarte, daß Paläfti ncU seinen Anteil selbst bezahlen werbe. SDi/ gegenwärtige finanzielle Lage Palästinas > ist. wie wir glauben, folgende:- Das Steuersystem ist in der Hauptsache von den Türken übernommen, und hei rücksichtsloser Niederhaltung aller Urten öffentlicher Ausgaben duf das für die Aufrechterhaktung 'der Negierungsmaschinerie notwendige Minimum kanir. 'das Budget balancieren. Es sollte nicht schwierig sein, die Steuereinnahmen Palästinas zu vergrößern und zugleich durch ein praktischeres Steuersystem die' Lasten der Steuerzahler zu erleichtern: Nichtsdestoweniger ist es im hohen Grade unwahrscheinlich, daß während/ der nächsten Jahre, das heißt bis das jüdische Wilästina .im großen Maßstabe zu einer wirklichen Tatsache geworden ist, die Regierung Palästinas die" finanziellen Mitte! haben wird, nm allein die großen Maßnahmen des Aufbaues durchführen zu können. Diese finanzielle Erkwägung ist ein weiteres Argument für die Gewährung der Konzessionen für öffentliche Arbeiten und die produktive Entwicklung des Landes an eine Organ'satün, die das jüdische Volk bei seiner Aufgabe, das jüdische Palästina wiederherzustellen, repräsentiert. ' ' Es ist natürlich ganz^verständlich, daß die Militärverwaltung in Patäftina nicht in der Lage ist, solcknge sie existiert, große ökonomische Projekte in Angtrsf zu nehmen oder die Erlaubnis zu ihrer Inangriffnahme zu erteilen. Aber es ist nicht einzu sehen, warum nicht während dieser Monate des'Wartens Vorbereitungen 'getroffen werden können, damit man mit derartigen Unternehmungen beginnen kannsobald.die Friedens-/ konfecenz einen bestimmten legalen Stakus für das jüdische Palästina und für ein britisches Mandat über Palästina' festgesetzt hat. Zwei solcher Unternehmungen sollen hier angeführt werden: der Bau eines Wellenbrechers in Haifa und die Anlage eines Systems für Bewässerung uyd elektrische Kraft. Haifa wird der Lgupthasen Palästinas werden und wahrscheinlich der CLemeneeaus Versuche zur Bildung , einer neuen Entente. * B e r l i n, 12. Dezember. (Korr.-Vnr.) Dgs „Bcr. jstner Tageblatt" meldet aus Basel: Wie dem „Eorricre Lella Sera" nuS Paris berichtet wird, wird Clcmcnctau bei seinem Aufenthalt in London mit Rücksicht auf/die Haltung der Vereinigten Staaten und die zunehmende innere Festigung Deutschlands ein Verte i d i g n n g Sb ü n d n i S zwischen Frankreich und England fordern, dem auch Italien, Belgien, Rumänien und Griechenland bcjtreten sollen. Ilm Klarheit für solche Abmachnngeü zu schaffen, sollen vorher das asiatische und das türkische Problem gelöst werden. lieber die Türkei wird gesagt, . daß der türkische Staat unter Aufs! ch t d er All iirr t e.n bestehen blerben soll; jedoch scheinen die Ab. sichten auf Errichtung eines selbständigen Armeniens noch ni^ht aufgegeben zu sein. Frankreich soll Syrien, England Palästina und Mesopotamien erhalten. Errichtung einer internationalen Vnnkengrnppe. - Washington, 12. Dezember. (Tel.'KomP) Entgegen andrrslantendcn Meldungen wird in politischen Kreisen betont, daß der gegenwärtige Kongreß keinerlei. Berechtigung besitzt, durch die New-Dork Federal Reserve Board Kredite für das AuSlaiid zu verleihe«. Pie Ncw» Aorker Banken trafen deshalb Maßnahmen für die Er» richtung einer internationalen Bankengruppe im Sinne der neuen Ausfuhrgesetze. Die Bankiers schätzen den europäischen Kreditbedarf für das Jahr 1920 auf 1,5 bis 2 Milliarden Dollar. wichtigste Hafen an dieser Küste des MiLtelme-rres. Zur Zeit kann wahrend der Wintermonate kein Schiff damit rechnen, Güter in Haifa zu landen. Das bedeutet, daß die Schiffe, nach Beirut gehen muffen, was unnütze Verzögerung. Kosten und Zollkomplikationen verursacht. Der Bau eines vollständigen Hafens in Haifa wird eine langwierige und teure Sache sein, die Anlage eines Wellenbrechers ist, dagegen ein viel kleineres' Unternehmen und würde es wenigstens in gewissen Fällen den Schiffen möglich machen, Haifa Mzulauftn und die Güter wahrend des ganzen Jahres dort auszubooten. Warum sollte nicht die Konzession für den Bau eines Wellenbrechers sofort einer Organisation, die die Juden beiiu' Aufbau eines jüdischen Palästina vertritt, erteilt werden? Mit diesest und ähnlichen Angelegenheiten brauchte man nicht zu warten, bis .die Friedenskonferenz - mit /ihrer langsamfdrtschreitenden Arbeit zu Endo gekommen ist./uiid es liegt um so Mehr Veranlassung dazu vor, diese Dinge sofort in Angriff zu - nehmen, als oie militärische Verwaltung Palästinas auch. in anderen Angelegenheiten nicht sklavisch das Prinzip des status quo befolgt hat. i r , V^>n öen I -en in F'natand. Änem Aufsatz der letzten Nummer des ..Haolam" entnehmen wir die folgenden Daten über die Juden in Finn- EanL: Bis zuni Jahre 1018 gab eS in Finnland fast gar keine Juden. Die wenigen, die stch dort aafhielten, waren -ausnahmslos russische Untertanen, die alle Halbjahre zu erneuernde Ävfenthaltsbewilligungen der finnischen Negierung hatten. Jbr Schicksal hing von dem Wohlwollen der Gönnerneuere ab, oie nach ihrem Gutdünken die Bewilligung erteilten oder ganze Familien plötzlich des Landes verwieseni Irgendwelche politische oder ^Bürgerrechte hatten die Juden dama.'S nicht. Selbst aylf dem Gebiete des Handels, der einigen Beschäftigung, der die Juden nachgehen durften, waren ihre Rechte äußerst beschränkt. Die Freizügigkeit war ihnen nur u, den drei Städten: Helsingfors, Aba und Wiborg gegeben. Da jedoch im Sinne der schwedisch-norwegischen Gesetze Juden aus Rußland und anderen Ländern der Aufenthalt im Lande verboten war, erreichte die Zahl der tolerierten Juden niemals eine bedeutende Höhe. Die natürliche Folge davon war. daß unter den in Finnland lebenden Juden jede soziale, politische oder wissenschaftliche Regung fehlte. Auch zu einem Wettkampf kam eswenn' von einzelnen Konkutrenzerscheinungen abgesehen wird, fast gar nicht. Heute zählt man in Finnland rund lausend jüdische Seelen, darunter ntt ganzen bloß zwei Aerzte, zwei'Ingenieure, einen RechtsanwäÜ. einen Redakteur und einen Chemiker. An der Hochschule gibt eS nicht mehr als zwölf. jüdische Schüler und Schülerinnen. DaS hervorstechendste Malerigl ist. daß hier Noch keine jüdische politische Vereinigung oder Organisation bestellt und überhaupt kein'jüdisches-Proletariat vorhanden ist. In weiterer Folge dieses ZustaudeS gibt eS in Finnland vor-' läufig auch keinen eigentlichen Antisemitismus, weder einen . offiziellen, noch' einen gesellschaftlichen. Dieses Verhältnis hat sich 'auch durch Schaffung des'Gesetzes über die Gleichberechtigung der Juden, durch welches ein großer Teil der in Finnland ansässigen Juden zu sinnländischen Staatsbürgern erhoben würde, in keiner-Werse geändert. Die finnländischen Juden könnten ungehindert an eine Organisation ihres öffentlichen jüdisch-külturellen Lebens schreiten/ Ein bedeutsamer Artikel des bulgarischen Friedensvertrages. Der kürzlich uttkcmichnele Ftiedensvertrag wi't Bulgarien cmhält emen Artikel, »vrlchrr cincrt neuen Grundsatz in die VölkerrechiSiuühoden erführt und gceiguet ist, eine groß. Bedeutung fttt erlangen. Es ist bekannt, daß die stete Konstagraiwnsgckahr aus dem Balkan vorn» egend. durch das Jiirinandergre'fcn vcr- >chiede"na!lonaler Siedlungen hervorgcmstn wurde; msbesouderr batten die bäusigk» Koustrklr Mjcheu Sttvictt und Bülaarrm ihrr I» Dezember 1919 . . Är,82l' Ursache darin, daß auf serbischem Gebiet viele bulgarische Nätionk an'geliörige angesiedrlk sind und nmgekeknt. > Um nun d'-eke Grundlage!Ür künftige Konstikte auszu» schilten. wurde im bulgavschen Fftedrnsvertrage bestimmt, daß!, auf dem Balkan ew ständige Komm r s s i v n aller> b e 1 e r l i g' t o n Rationen gegründet werdet welcher btel Anlgabe glisallt, den Au S tausch' der versch!edenngtivnaken! Siedler unter stweilS zu verrinbirrenden Bedingungen d u r ch^ zu fl! hr e n. Dieses Tauichprin^ip, welches sich dm randstkdlrmgcn, Hausbrsitz, evmwell Gcschöfrsunternelimnngen. erstrecken soll,' d'ent — laut her Fastnng deS Bmragstextes dam. die einzrlnxn Nälionalitäten , in, ihre historischen Landermöglichst einhe'il ch einmhermatrn i und so den . nationale« Antagonismus nach Möglichkeit zu vermeiden. Keine, Frtede«sv?rhandrunqeü der Entente mrt Sowietrußland. i Kopenhagen, 13. Dezember. lKorx.-Bur.) . Äie Mit-! teilnvaen, mrlche Lrtwino w dm, Gesandten Frankreichs/- Jkalrms, GronbritannitnS und der Brrrinigien Staaten bniis>l'ch der Friedensosferte der Sowirlrecher-ung zngestellr hat. sind ihm zurttkkgeschrckt worden. D-.r Gesandten weisen darauf-- hin. daß Litwinow über fern Mandat binauSgeb«, da die Kvpcn^ Hagener.Konsereyr einzig dem Austausch der KrrepSgesangcnen! und der Hnm-chaffnug der Slaa^Sangebongen gewidmet seüi Andererseits wären sie der Ansicht, daß die Berpfüchtnna Däne» mark gegrnül'er nicht e>ngedal'en würde, wenn der Ansenckialt Lüwinows vgli'ikch n Z elcn diene, da Dänemark dre Konsirenzi nirr m hnniannären Zwecken bewilligt bat'c. Daher nrüßten .die Vertreter der allriertm Mächte «S ablehnen, dre Erklärungen^ Litw.nows mtgcgrnMchmrn. Inlst«-. Der amerikanische BevolLmKchtigte gegen die / Wienev Sensivttonspresse. - Wiea 18 Dezember. D?r amerikanische B-Ä 'tzollmLchligte, Mr. Halste ad, h-!lt dem Staats^ amt fürHAeüßeres fein Bedauern darüber kund»^ gexe^en, daß die Wie n e r P r e s s e über geplantrii ,Ak:-ionen.der Vereiuig'en Staaten Zugunsten OesterreichSj so häufig unbe gründet« Meldungen-bringt-! Solche Mitteilungen bringen die Vereinigten Staate^ in eine falsche Positiyn. Sie -machen aber aüch tw! Amerika einen günstigen- Eindruck.. Die Sympathie der Vereinigten Staaten für Oesterreich und für da^ übrige Eu o,'a hat.sich schon in dem, waS bisher getan, worden M., hinlänglich bekundet. Die Fortsetzung der! Kinderernährung und die jüngste Gabe von 12 Waggons Vorräten des Roten Kreuze? an die Wiener Spitäler« sind hinlang'iche Beweise di.'ser Sympathie. Man darfj erwarten, daß die Veröffentlichungen, die als aus offizieller Quelle stammend bezeichnet werden, aber i»i! Wirkli ^Llt "jeder Grundlage entbehren, künftch unter-i, bleiben werden. - Der anierikani'che Bevollmächtigte hat ferner mib« geteilt, daß die amerikanische Mission entgegen anders Meldungen, zur Wiederaufnahme der? i regelmäßigen di.'io.naii'chen B.ziehunzen zwischen den?' Vereinigten Staaten und Oesterreich in Wien verbleibew U,trbi ' ■ V ■ Die Desoldrrngsreform. Drputationcn oller Kalegonm der ZivilstaftlsbeamtM ew! schienen gestern vormckogs «m Abgeo,dnrtcnbanst und brachtcsti den Mlit?llrdcrn des Fmanzousichustes chie Wünsche bezüglich der! Abändeumg rirnger wesrnilicher Bcsiimmirnpen der auf dtp Tag-soldnuna des AnZschufses stehenden BesoldmigSreform vor^ Der AnS'chutz lam dielen WÜni'rben msofcrne entgegen, als er die Berh.mdlnna des BesolpungönbelgangsgrsetzeS verlagle und einen UntttauMuß einsctzst. Vesten Au!ga',e eS sein wnd. deni als bereelmgt ane^ kannte» 'Wünschen der SlaatSaugcstelllcn enm grgmrnkommcn. Das Subkomiter trat noch vormittags zusammen, könnt« aber zu keinem endgüleigen Ergebnis gelangen, da die vsile» von den Organi'anonen der Eraatsangesiclllen gewünschten Abi änderungen neue Verhandlungen der Lohnkommnsiv» nvtmmdigs. machen, so bau die Vorbereitungen für daö UebkrgaugSgejetz noch ein bis zwei Tage »n Anspruch nehmen werden. Man rechnet jedoch bannt, daß bte Vorlage noch in der M ltwochsitzung det RarivnalverfammLng auf dre Tagesordnung gestellt und erlcdic» werden wird. *. Im Finanmusschuß erklärte1 der Mserent Dr. Zelenkch der Au§sch»ß sei durch die Streikdrvhung der B e a m t e n s ch a f 1 und durch dev Wunsch, den Beamten den einmaligen Bemag noch vor Weihnachten mkommen zu lassend in die ZwarigStage versetzt worden, daS BejotdungSttformgr^ bis 1b. Dezember zu verabschieden. „Die Debatte wurde nicht abgefchloffen." Die großdentschen Anliftmiten der lautbaren vaitkiamilich, sie hätten in ihrer, letzicn Beratung Über die äußn« und Innere politische Lage .allemSglrchen Eventualitäten erwogen: die Frage der Orientierung nach Westen, «ach Osten, nach Süden und u ä ch N o r d < n.* De« Debatte wmde aber nicht abgeschlosseuj Das ist sehr ersiculich. denn man rtmb dann vielleicht doch evi labren. was die vielen politischen Talente der Großdeutschest , Vereinigung, die iM Krieg und Frieden so v'rt bewnndernswertt Voraussicht bewiesen haben, an neue« Gesichtspunkten in di< Wechselr«-de lspiich Debatte brachren. D>e OricM crung nach Osten. Süden und No den hätte unS ebenso intereiiicrt. wie di« - Erwägung aller möglichen Eveninalitäten. War darunter auch dl« Airfforderung an di« den GroßdeUtscheu nahestehenden Bctucrn. endlich doch Getrerde abzulrelern 2 Eine deptschnationale Koalition. - In eineL gestern abgehaltenen Sitzung der Vertreter bc! Alldemjchen Vereines für Oeste,reich, des Drnrschnationalen Ver> eines vNd 'des Deutschen Volksl'undes wurde die Einigung de, dr« Nat'oNalen Gruppen der Alldenrichen, der Dentichladitaleu und des Dcurichen VolkSbnndeö vollzogene Tatsache. Die v e t> eintQften nationalen Par te > en in Wien werden nach erfolgtem E'nre neinnen mit der ^Gwßd Nischen Vereinigung, für Rtcderöstertcich" m.t den EinigungsauSschüssen der Länder vehulS Schai'ung einer nationalen EnihertSparte 1 fürDeur ich ö st erreich in Berbrnduncr t>■*.