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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-10 · Heft 318 (10.12.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 318 (10.12.1919)
Date
1919-12-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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9K. 318 Wien, Mittwoch Arit Axt mrÄ Sage in den Wienerwald. Der erste Tag der „Waldkarte". . , Der Maffenansturm der Holzsck'läger -im Wienerwald an den beiden Feiettagen >rst fnum aburschätzcn. In Hüt'eldorf allein betrug die Zahl der Holffätler, wie mitgeteilr wwd,, etwa 10.000 Personen. . Da die neue Berorbmmg de; Landesregierung, nach welcker dieSchläanung n u r g e a e n E r l a « b n 1 ssch ern an Baumen gestattet wird, am Feiertag noch nicht 'ur Durchsnhruna getanete. so war-es natürlich, daß unter der Menge von HMchlägeiiU. die ^ür ihre Fam'le den notwendigsten Hausbrand nach Hnule schaffen wollten, sich eine große An sah! von Hol^ »modern und Schle i ch b ändl ern befand, dencn geaenliber das'Polizei mckgebot stcki als ganz ungenügend erwies. Die bckördlichen Organe bcfdnanf cn sich infolgedessen nur barattf; b:c größeren Stämme den Leuten ab »nehmen, ohne sie weiter zu bebmdern.. Seit gestern sind die Pol-zeio,gane und andere U-berwachrmaso'rgäne angewie'en. nur jene Leute Holt schlägeni zu lasten) die sich m t K o b l en b e z u g s k a r t e und Erlaubnisschein ausweisen können, * , -Außer der Polizei und Stadtschutzleuten werdm noch Ordner und Volkswehrlcute zum Schutze des Wienerwaldes -her angezogen. . Exp*ostonskatastrophe bei W iffen^ach. Dre Fabrik W e i f" e n b a ch des Nachfolgers Stuwers im Jnunda'-onsg-biet war beute nachminags abermals der /Schauplatz c>nes schweren Uualiickes bei dem eine Person gelötet wurde und ,s e ch z e h n andere Brandwunden erltien. -ym-Anzahl da unt-r so schwere, daß le>dcr M't der Mögt ich teil /weither Todcsovser gerechnet werden muß. Die Ervlosion ereignete sich im Obviclt VH des äusgcdehmen Fabriksbeiricbes aus hem ..Säulenhaufenim P.ater. In diesem Olstckte wurdcu Feuer werkÄLr per, sogenannte..Frösche", erzeugt. Von allen Sc,ten . eilten die Arbeiter der, anderen Obiekte herbe«. Schrcirnd und mit teilweise brennenden Kleidern flüchteten dre im Objekt Beschäftigten «ns Frk'e. DieMb itcr bemühten fick, mit ,unzulänglichen Mitteln dre Flammen zu löschen. Dann drangen, die Leute «n dci^ Fabrikaüonsranm selbst und schasstcn die BcuMvlnckten heraus und betteten sie Die R tiungsgesellschatt wurde beruteu Und alsbald kamen vH Hilfsziige mit, kein' Cstefur?.t Dr. 8 imberg und den Jnsveft'onsärtten Dr. Klein. Dr Weil und Dr. Kivnfeld. Sie fanden eine-vollkommen ve«koblte Leiche, dre als d«« ker 18iährig«n H lfsa>beitcrin Leolioldiile'R uzrcka erkannt wmde. Der emziae verletzte Mann ist der Vorarbeiter Sylvester Taubner. XXI., Erzherzog-Ka,l-Sttaße 20 wohuhalt. der schwere Brandwunden am ganzen Körper erlrtt. Sonst wurden , noch fünfzehn Frauen und Mädchen verletzt. . ... . * Züvische Jugendarbeit im XX. Bezirk. Dre Iugendgruppe der stonistlschen Bez'rkssrkt'on Brigittenau bat Hcblävchkmse, Selbstb-ldunos« und Wandergruppen geschaffen und gibt.überdies ihrdn ' Mitgl'edein G leg nlicit, >m Makkabi XX,zu turnen.. Außcrdem hat M Frau E Lebenschuß der r-t Eärt, lim jüdische Mädchcn Kurte in Perlenstickerei, Holz- und Cammetniakler sowie alle A>len von Handarbeiten ab ubalr n. Die Kurse sind unentgeltlich. Bemittelten bleibt eö überlassen, «nen Beitrag 'ür g'mnrrnützige Zwecke zu leisten. Ferner hat das Komitee den AMemrii am Institut -ur- Erforschung von Jnfektronsiraulheiteu A)e. K i r s ch ii er tür einen Bortragszyklns über Hyawme des Korpeckvor>s und die Geiundbe tsverhällntsse Palästinas gewonnen. Anmeldungen Mon ag und Freitag, von .1 bis st Uhr sowie an den Vere«ns.ibenden, dre Mittwoch um BrrrMokal, XX., Karl MclMraße 5, Tür 1, stattfmtzen. . - . * Gr» Geschenk für Prastdenien Masaryk. Der S.tuhlrichter von U n g v a r sch'clte dem Präsidenten Masaryk unlaglich dcs Jahrestages des Anschluves d-'r Slowakei an d«e '^pchecho-slorvakische. Republik ein - seltenes Geschenk — zwei B ir r e n. Mastrryk nahm das Geschenk an. * Das befestigte Schlotz Gx-Kaifers Wilhelm. „Darly Hnald" meldet aus Amsterdam, daß die llmmauerung des neuen Schlosses Ep-Kaiscr Wilhelms ..Hais le Too:ir" nahezu, vollendet ist. Eine t'taike eiseinc Pal'ssade mit einem dichccn Drahtnetz ist vor dem Hause cvt'd'tct worden. E ne staike Mauer, ungefähr zrhn Fuß doch, wird um den ganzen Komplex anfldrat; um den Ex-Kai'er vor den Blicken Ncua'sriger zu schützen. Es ftrhk zi>-ml'ch fest, daß dex Ex-Ka>fer kaum vor EndeJänner sein ucues He'M beziehen wnd. Der zukünftige tschechische Landesschulrat soll keme Veitreter der lli e l i g i o n s g c k.e l l f ch a t 1 e n mehr. kabrn. Die Vertreter der Lehrerschaft und der Ptvfefforeck werden uicht ernannt, sondern gewählt »werden. Das Gliche wird bezüglich der,autonomen Vertreter gelten. « Verbot, dev Einreise auS Ungarn, in die Slo>- ' fdastei. .M nister S ch r o b a r hat m t e ner tel>'glapbifchen Verordnung b s auf weiteres die Erteilung von E>nreseliewilüvüngrn auS Ungarn e i ttpeft e t l t. Pässe nach Ungarn stellt a«sschl!eßl»H nur das Mimstcrium in Preßburg aus. « EL» bemerkenswerter Ausspruch von Carnegie wird jetzt m Eimnerurig gebraut: „Das reichste Erbteil, das »nan elneill. jungen Mauu von Haus aus nnt^ugeben vermag, «st die Armut.. Ich mache'M'ch keiner Torheit 'chilldig, wenn r.ch behauvre: Gnade der klaffe d.r Armut rmstamnrcn die guten und swoßen -Men'ch n. Prcht >die Söhne d-r Millionäre und des Ädels^gebe»i.,der.Welt ,hiL Lehrer, ihre Märtyrer, ihre Erfind«», lhre StnaiEnmer, ihre Dichter und selbst -In« großen Geschästseiuc'r jcuec uunerblichen Nanreu, welche dem Men,cheug<schl-)ch! außerordentliche Dimste geleistet, der nicht ac-- i.trnegt,' flcncifü.'r und anrgcb«acht worden wäre m dcr alle K«kille omvrrrnenden Schiele der Armut. . Für j divedeu jungen Mann,' .dev sich nicht daru gnwlmgcn sieht, stin Brot selbst zu vcrdienrri, schle ich nur mfes Mttleld. Carnegie/' ' - . . * FestLichKeite» anläßlich der Bereinigung Siebenbürgens mit FrnmLnien. Ans K l a « f c n b u r g foii b Die Jahrcöwend,: dcr Vereinigung Siebenbürgens mit All-Runiämen wurde m B u f e r e ft und m Kla u-f e n b u t g fv|iud) bcaonfien.- Am 3. d. M., vormittags, wurde in Klausen' t urg iu dm beiden r umän'chen Kirchen ein Dankgottesd enst pstchriert, sodann fand im Fest'aale der Universität eine Fcstvrrsammluna statt, wo der Festreden gchalten wurden. .Abends sgnd ,m Theater eine Fe st Vorstellung statt. * Briefe an Kriegsgefangene' in Sibirien. Der verband der Hilfsgnivpen Anaehauger von Kriegsgefangenen m Wien jeichniit: Durch die Güte des. Herrn Ingenieur Sumi k lir es uns möglich. Briefe und Karten an sib>viche' KrieaZgefangeue in nächster sseit nach Wladiwostok zu befördern. Von boit ist die Ss'eilcrlcilnng an alle Lager bis Ji'kntsk möglich. Die Abgabe der Karten und Briefe muß bis längstens Freitag den' 12.. d. M.. 4 Uhr nachiiutiags, im Hause der Börse, 1., Börsegasse 11, Mezzaum, Tür 27, e«folgcu. « Eine französische Entdeckung. Nach einer Meldung d,er „Times" hat der sranzösische Chciniker Claude eine Methode entdeckt, durch Hochdruck bis zu 1010 Atmosphären symhmsch Amtnon ak zu ge»rm'.nen. * Goldsunde im Kdngo. Aus V v ii s s e l wird gemeldet, daß das belgi'atze Kolonialamt die 'Akachricht erhalten hat, wl K o n g o feien Goldfelder cmoccft wo«dcn. Ein soeben aus-- besuudcuer Goldklumpen von 17.200 Unzen fei dcr größte iniuU in Afrika gefundene. Wiener MorgenzeitÄn§ * Der ehemalige österreichische Abgeordnete Dr» Hortis — Vizepräsident des italienischen Senats. Aus Triest wirb berichtet: Der ^L a.v o r a t o r e" meldet aus Nom: Der ehemalige öste>'eichi'che Michsratsabgeordnete Dr. Attiliv H o r t i s ist zum Vizepräsidenten des itallcnlschen Senats rn Aussicht gcnomnien. * Durch Radium gefärbte Edelsteine. Durch die Einwirkung von Nad'mn »st man ncuerd^ilgs imstande, die FarSm sowohl von Ganzwie Halbedelstcirien zu verändern. Ein französischer Sprzial orscher aul diesem Gebiete hat ber diesbczüglichcn Versuchen bemerkcnsiveite Ergebn sie erz eit. Er nahm Saphir« ve'fchiedener Art und legte sie zusammen »nit einer nm.yrtt Menge Nad um in einen Bchälrer. Nach Verlauf von vier Wochen waren folg'i'dc F,r>benperändcrilngcn i Die weißen Saphire waren gelb, d e blau n grün, violette blau, wemsarkttne Steine rot und dunlclblaue violett geworden. Spende. Für den Ji'id schen Schulvcrein erhiclten wir ls 160.— unter der Chiffre „Ostjude". Tariferhöhungen bei den Staatsbahnen und der Siidbahn. Wie mitgekilt wird, steht bei den Staatsbahnen »rnd bet der Süddahn e m nnrerliche E r b ö h u n g der Personen- und F r a ch t e ii t a r i f e bevor. Die'e Erhöhung die mit 1. Iänne r iti K ast treten wird, -soll, wre verlautet, besonders umfangreich und emichne»d.rnd sem. Vereinsnachrichten. M,a ch.r i ch t e n von Vereinen e r.s.ch e i n e n ausnah m s l os n u r a m T a g e d er B ec a n st a l tu n g.) H e ur e: ' I u g e n d g r ü v p e der z i o n > st r s ch e n Bezirk s s e k t > o n Brigittenau. Uhr nachmittags ,Ter Chassidisnills"'. H.Teil. Nelcrent Med-Bccnard L a n t e rst e r tti — M ä d ch c n v e r e i n M o r r a k. 6 Uhr Heimabend. IX,Währmgcrstraße 15' lblau-ivcißV — Zionistische B ezj r.ks s e kt r o n F l o r» d s d.o rsi 6 Uhr abends mt Sltzttnas'aa' der israelitischen Kuklnsgemeinde. XXL, Holzme'.sterst,äße>l2. Dr. Cha m T a r t a k o w e r : ^Die Wicde»brLebn*ng der h chrärschen Sprache." — Arber Ls k u t s d e r z» o n rst i s ch e n V e r t rp n e n s d a m en. (Ncfctentin Frau N»nny l'd t (i u \ 11 §/ 6 Uhr abends im Jnd'schev HochschnkauSschutz, IX, Aliersiraße 28. I ü d r s ch - a k a d e m l s ch e r Juristenverein. Anmrlcmigcn für b'k Neclitskurse wcrden - ,n den Amtsstunden lägl'ch von 11 bis 12 Uhr . vorinr'.tags, IX, Alserstraße i8, entgegenarnonimen. — i o n r st i s ch e Bezirks sektion Döblvng. 6 Uhr abends, Casö ..Döbling", XIX., Dvbl nger Hauptst aie 39. Prof. Dr. Wilhelm Stein DKultmclle Probleme des Zion.smus". Briefkaften der Redaktion. Ukraine. Derzeit bestellt knn regelmäßigcr Postverkehr. — Auf verschiedene Zuschriften. Ww sind leider nicht m der! Lage, briefliche Auskünste zu crtcilen. - - Letzte NachrLchten. Die Krone in Zürich — 2.V5. Zürich, 9. Dezember. (Devtsenkil'.fe.) Berlin 9 50 10.40. Wien 2.75 3 20). Prag 8.— 9.25 . Holland 179 — 202.50 , New-^,'or> 660.—(515.—), London 19.15 >9 90/, Paris 43.- 47.-), Mailand 38.- <40.30,, Brüffel 46.— >51.—), KovciHaoen 97.— '.09 — Stockholm 1<8— <115.— , Chnstiaui« 100.— '109.-V Madrid — 102.50V Buenos Aires 217.— (223,—), Kroncnnoten, vstcrr. gestempelte 3.— ,3.50), Kroncnnoten. ungestempelte 3.— <3.50). Dre Beilegung der Prager KadknettsLrrse. Pra . 9. Dezember. (Tschecho-slow. Pretzbur.)- Der Präsident der Republik hat an den Mmisterprüsideutm ein Schreiben gerichtet, woyn er diesen ersucht, die zurückgetretenen Minister' Kl o f aks ch, Fra n k e, Heidler und Defsely zu bestimmen. auf ihrem Posten zu bleiben, zumal ihr Rücktrittsanerbieten weder auf einen Konflikt mit', dem Aegierungsprogramm noch auf einen solchen in der inneren oder Lustern Politik zurückzuführen sei.- Der Minifterrat besprach die Gründe der Demission der der tschecho-slowakischen sozialistischen Partei angehörenden Minister. Im Sinne des Wunsches, des Präsidenten der Republik werden Schritte zur Erzielung eines friedlichen Einvernehmens zwischen beiden Arbeiterparteien und ihren Geiverkschaftsorgünisationen unternommen werden. Iuftizminister Doktor Vessely und Minister' für soziale Fürsorge Doktor Winter werden einen Entwurf einer Verordnung betreffend den Schutz der freien Arbeiterkoalition ausarbeiten, welcher mit aller Beschleunigung durch den Ministerrät geprüft werden wird. " v Die GrMhrrmS." ' ■ ' ■ , y Der MarktberichL. ' Das Angebot war fluch gestern auf allm Mmsten überaus ^bescheidtn. Die G.c o-ß m a r k t h a! l eversügle bloß über Wülste und eine kleine Menge lebender Hülmer. bte züin Stückpceis von X 40.-rabgrgcbcn, wurden. In der Frschabt e i l n n g fehlten sickche Zustihren. Zum Verkaufe' kamen nur Neste von Secfisckien, die an dmBortagen rrtlbrigl worden waren. An g»nen» Gemüse war auch gestern Äi'angcl, dagegen war der Markt »ntt Kraut und Rüben »nchr als ausreichend beschickt. Eine besondere Anziehung bildeten die aus dem Nasihmarkt angekommenen Zwicheln. die zum Kilogrannnpceis .von l\ 6.7o bei staiken Anstellungen verkau't wurden. Ebenso groß war.der Andrang -er den Ständen,, der denen vvelWaggonladungen steirrlchcr billiger Aepsel zum Preise von K. 6.84 pro Kilogramm verlaust tvurden. - E^i e r waren nirgends zu fthcri. . Eingesendet. Am M BrttW Av empfehleir sich als Ver?L>bLe.^ . 1 Wini, im Dezember 1919. -_>c *i -ia Dezember 1919 Seite S' -l—-—----1 waf d|iiie«~ Größte Auswahl! Billigste Preise! sio Biberstraße 9. Die erste Fshrküchensuppe. Im Lause dcr Feiertage ist m der allgemeinen ErnährvugA-' lag« ke,ne wesentliche A e n d e v n n g emgetreten, , Die N.c»se des Slaaikknn.ttcrs nach Paris, welche »ms m diese« . Nlchtuug nicht eine Enispannung, sondern dre ausgiebigste Hilfs bringen soll, stcht natürlich rm Vorder gründe' des allgememeu Jnkeresses und alle Wünsche und Hoffnungen dcr Bevölkerung! sind die'er Tage gespannter denn je nach. Paris gerichtet. j -Jn'wlsrhen hat gestern eine neue FürsÄgeakt on aus dem -. Gebiete der Eurähruna begonnen. Gestern srüh gelangte näuilrch zum erstenmal dre A u s q übe einer Fr übstücks rippe an die Bevölkerung »m Wege der Fahrküchen zur Ausgabe. Absendung von Lebensmitteln nach Oesterreich. Aus Paris meldet die „Tel graphen-Compagme" : .New Aork Herold" bcrichtet, daß dcr Och e r st e a l l i i e r t e R a t d i e fvd) 1 e u n ig st e Absendung von Nahrungsmitteln a n O st e r r e i ch a n o r d n e t. W. I. W. Donnerstag, den 11. d. M. von 9 bis V,12 Uhr für die bei uns Nayonrerten. AepselaKgikbe. Heute gelangen z»w Ausgabe : IV. Bezirk . etwa 300 0 Kclogiamni Aepfel (K 6.84', X. Bezirk, 9000 Kllo-- fltatimt fK 6 84, Xli. Bezirk, ,5400 Kilogramm, XIV. Bezirk, 18 000 Kilogramm, XVl. Bezirk, 7000 Ktlogiamm (X 5.74)> XIX. Benlk. 10 Fäsier auf dem Nußdorfer- und Sonnenberg- -platz (X 5.75), XX. Bezirk, 8000 Kilogramm (K 6.84). Zwiebelavgabe. (X 6 70 für das Kilogramm.) kV. Be-« zirk. 14 000 K logramm, X. Bezirk, 6000 Kilogramm, XII. Bezirk 6000 Kilogramm.' Kartoffelabgabe. Mittwoch bis Samstag werden im llk. und lV. Besirke italieni'che Kartoffeln zum' Preise von X 4.80 das Kilogramm, und zwar V2 Kilogramm pro Kopf /gegen Abtrennung des Buchstabens „0" der Kartoffelkarle abgegeben. _ BilhRS rmÄ KrinK. " Hugo Wolf-Abende Ein Konzert von Schülerinnen der Frau Hedwig K a « n r t ‘wat ganz aus Hugo Wolf gestellt. Keim geringes Wagnis, mit kaum der Schule entwachsenen Kräften den schwierigsten Bereich des L edgeianges zu erobern! Aber der Erfolg rechtfertigte d.m Versuch und brachte der Schule wie den Schülerinnen umso höhev Ehren.. Frau Hedwig Kanner konnte sich doppelten Erfolges freuen. Als erfolgreiche Lehrerin und als Begleiterin von . eminentem pianrstsschcn Können- und Feingefühl. Unter ihrm Schülerinnen verdienten sich besonders Lob Frau Thur mit ' ihrem schönen, sam'weichen Alt und-der edlen, keuschen Art des Gesanges, > Frau R a d o m, deren prächtiges Material einer großen Bühne wohl zustatten käme, Frau Leitner-Wil- Helm Mil anstallendem, höchst anmutigem ür»d kapriziösemVortragstalcnt, Fräulein Mann, deren gediegene und echt Miustkalische Begabung schon vom Vorjahre her bekannt ist und FrLulein M ü l l n e r, die den gefürchteten „Feuerretter" siegreich ' bewältigte. * _ Dr. K. M. V -t1 Ssn hebräisches Konzert. Der Kreis „Oesterreich" der jüdischen Turn- und Sportvereine und die hebräische Arbeilszenirale begehen das diesjährige - M ackka b ä erfe st durchVe«anstallung eines hebräischen K vnzerles. Zum ersten Male werden unter Mitwirkung des Shmphonieorchesters und der Chorvere r n r g u n p. ferner von Lonrs D i t 6 (Orgel) und Jakob K » it rov (Gesang) Tondichiungcn des jungjüdischen Kom-- poulsten S. B 'r a s l a v s k y ausgesührt. Die Festrede chält Dr. Otto A b e! e s und Dr. 'David R o t b l u m hält eine hcbcäckche Ansprache.' . Der interessante, Abend'. sindet am. 23.. Dezember im gr o'ß en M u s j k verein s s aa l e statt. Karten bei.. R. Löwit. . MUHKrmonlsches Konzert.^ ' Ais Neuhert im Rahmen der Philharmonischen Konzerte./ - erschien Karl Pro h a s k a s ..Serenade", ein sünfsätzigesWerk bcs Wiener Komponisten, das mehr daraus bedacht ist, zu un'ter-" halten, als sich m unmäßigen Gedärikcntieseu zu ergehen. Eine' senilmeiitalö-Szene scheint den musikalischen Bildern zugrunde zu! I egen. Der licbcheischende Einleitungsgesang der Streicher wird " Zunächst abgelöst durch eine kläglich stöhnende Figur der Holzbläser von humoristischen Läusen mnspiclt.' Es ist, als ob ein rniglückllcher Liebhaber vergebens aus seine Augebetete ivarte. Im zweiten Satz macht er beckmefferisch seiner Eutiäuschung Lust und ' trifft angenschrinlich Vorbereitungen, um seine Liebste duich ein Ständchen zu erweichen. Im dritteu scheint der Rechte gekommen zu fein, ^enn ein breuge'ponnenes Liebesthema, unterbrochen durch jene Serenadenktänge,. bestreitet den Musikalischen., Inhalt. Im tempo di nsinuetto fanden sich . dann .d;e Herzen und ein bacchantischer Schluß vereint ein licbendes Paar, dessen Glück von jenem Pechvogel mtt Mh»nütigen Zwischenrufen glossiert wird. Harmlos wie dieses suppomerl« Programm'ist auch der musikalische Inhalt des Werkchens. Die Thenmtlk leidet an Kirrmlniigkeit, die sich auch ans den Ban der einzelnen Sätze überträgt. Unleugbar sind rhythmisches Geschick und Farbigkeit der Instrumentierung. Die Neuheit winde zwischen Mozarts Jupitersymphonie uvd die „Leonore" Nr. 3 gestellt« Wundervoll vollendet erklang die Symphonie, in unvergleichlicher Pracht strömteii die Streicher im Adagio ihren Gesang auS. Es war eine Meisterlefftung des Orchesters. Tie große LeoNoreu« Ouvcrttire bildete den mächtigen Abschluß des Konzertes. Wein^ g.i'.rn.r Uild seine Künstler wurden lebhaft akk!.'i;n-:tt. Dr. K. M. Leopold Steinhort, Wien, I -- ' > 'V-■ mi-- 4078/8 —

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