Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-12-10 · Heft 318 (10.12.1919) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 318 (10.12.1919)
Date
1919-12-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979395--02801-2988360
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

©cfte 5' Men» Mttwocy ■ -— "• - G- > - ... I.I..) ,11 |> i — »»■ - - Orchesterkonzerte. In brftfcit Abounenuntlonzerl des Tonkünstler.orchesttis führte ritz 'ihchn F u v t tu it n f\ 11* die Ouvertüre nu, ,.Benjcnit’o (J Hini" tuif. M.ni kennt sle von jener Vorstellung IM Dperucheaterber, die ne den weitvoWn des Weingaitnrrsckien lien'.ineZ goliörle. Auch im Konzeiffatil fübrt ihr orchestraler Glan; nt deftrr Wnknng. D:e Neine Erna Rubi «stein spielte iodann da? Bceibovenkonzerk. Mit wunderbarer Beseelung des ^oues und staunenerregender Beherrschung des Technischen. Nur nt brtttcit Satze gewann ihr eigenwilliger Rhythmus etwas Pin-venhancS, .wogegen der Dirigent vergeblich anzukämvien schien. Die. ,himmlische Länge^ der folgenden 6-ckur- Sh'.rivbonie von Schubert wurde seinem der Hörer w lange, denn Furtwängler gab hier eine überwältigende protze wahrer Vi'eisler'chcht. Die Welt des Oefierreichischen. die -n dieser Schöpfung lebt, ist aller Kritik und Anfeindungen entrück: und bleibt bestebkn über alle Perioden d<S Bersalles weg bis in d:e Ewigkeit, Daß Furtwängler, der Fremde, diesen G«st begriff und ihn aus Haß neu erkennen ließ, ist Beweis d für. daß das Wesen dieser künstlerischen Artung in der Knust der ch'nt guen seinen Platz behaupten wird» wenn auch die Seaailiebkeit dem Hasse des anderen' überantwortet bleiben ■oll. Die von Leiden'chaft und innerem Erleben beseelte Wiedergabe der Siinlvhonie schrieb sich allen Hörern inaullöschlich ins Gedächtnis ein. Eine Ausfübntng ^er dritten d.h'ahler-Symphonie unter dem gleichen Dmzeirtcnlon erweckte Widerspruch durch die sttllenwecke vom Ge-- uolnncn abweichende Tmwonahme. Da aber der Geist des Ganzen auverandert blieb und sich nur in einem anderen Temperamente -piegclte, blieb der starke Eindruck der Ausführung Mt« «trübt. — Das erste der Hellerschen Shmpbomekonzerle iettcte Bruno Walter mit einem Morartschen Divcrk'.menw rb-äur Nr. 1?) ein. Ec ziselierte das Kammertunstmerk arcks feinste aus. und erfreute Mit dem ccichcn Inhalt der kleinen Form alle Freunde der Wiener KlaniPlät. Aagard-Oestvig sang BreckiovenZ ,/chcderkreis . an die ferne Geliebtes jenen/Zyklus, rer nn Schassen des Meisters, das dom Thema der irdischen wcmg weiß, eine so verrinzelke Stellung einnimmt. Die Dichtmrg von A. I a r k e l t S ist damit zur Unsterblichkeit gelangt. Mahlers Erste war dann wieder , zu hören. In teuer auihcntnch zu nennenden Interpretation, die-Walten als Erbe Mahlers hütet. Die geistvolle, von höchstem Können sprechende Ausführung enthusiasmierte das Publikum und gewann-dem Werke neue Freunde. Auch die erste Symphonie rückt j'tzt offenbar zu den „beliebteren* des großen Toten vor. . , . Dr. K. M. Aus den Theater». Im Burgtheater gelangt morgen Donnerstag »,N e n a i s s n n c e" zur Aufführung. Degrnn tl«0 Uhr.. Dre Eisiaujführung voll F e l r x S a l t e n s „K i n d e r der Freude", welche. Samstag an dieser Bühne stallfindet, beginnt um 5 Uhr. ' «i . Im Overntheatcr' gelangt morgen Donnerstag „D i e Z a u b c r \ 18 t e* zur Ausführung. Beginn 5 Uhr. .' Im Jose f st ä d t er Theater wird daS Lustspiel ..D i e b x r b e F r u ch 1" von Roberto Bracco, deutsch von O:to Elfen jckutz, vorbereilet. Die Erstausführung findet Freitag den 12. d. M. statt. Am W i e n e r K o m ö d i e n Haus gelängt Donnerstag den 11. d. M., V<6 Uhr abends, das Drantä „Notwehr* von Ferch und Anton zur Wiederholung. Auch diesmal fplclt-Anna H ö l l e r i n g, die Rolle, der Frau Reiß. Elnabetb B e r g n e r (Neue Wiener Bühne) liest heute Mittwoch, 6 Ubr abends, im kleinem KonzerthauSf a a.l; für den Genossen ich afrsv »lag zum erstenmal in Wien. Programm: Neues und Altes. Karten bei Lanyt und an der Kornerlhauskasse. Die lilcrar'sche Gruppe der Kunstgemeinschaft Veranstalter Samstag den 13. d. M., 6 Uhr abends, im kleinen Ko nzerthauskaale eine Borlejung. Karl F o r e st (Burgiheater), ferner Elisabeth M a r k n S. Äkartba T r. e b i 1 s ch und Josef S ch i l d k r a u t (Deutsches Bollsiheater) werden an die,em Abend aus Schriften von Angebörigen der literarischen Gruppe der Kunstgememschaft lesen. Es kommen unter anderem zu Wort dieAu'orm; Felix Braun, Alfred G r ü n e w a l d. Emil Lucka,HannS M a r gul i e s, Leo P r e r o v s k y, Elisabeth Rämi« g. — Karten an der Tageskasse des Konzerthauses. \. . Esleub-rgs „Kaminersomale". Herbert Eulenberg las in Berlin seine ,Jammersonate" vor, die gegen den Slricfj, gerichtet ist. Der erste „Satz"^ ein Andante, beschreibt die letzte Nacht in der Heimat, da die Seele des Gatton sich schon Dom dem Körper löst, der dem Tode geweiht ist. Der zweite „Satz", eine Dans« makabre, erzählt vom Korporal Petit von 1870, dessen Gerippe durch den Weltkrieg aufgeweckt wird, der dritte „Satz", ein Allegro furioso, trägt die Ueberschrist „ft. V". Es heißt in der Dichtung: „Nur unter der Erde, unter dem Nost, der über diese niederträchtigste Kriegszeit zieht, dort, wo die Millionen'Gefallener gebetict wurden, bleibt noch, die Schrecklichkeit der beiden Bluhstaben erhalten. Ünd mit ihren verwitternden und zusainmenörechenden Knochen kritzeln die zahllosen Toten jene zwei Zeichen „K. V." in den Sand, das entsetzliche Losungswort, das sie von dannen gejagt und in ihrer Blüte geknickt hat.- Es gelingt dem -Dichter in diesem d m.ten „Satz" noch einmal, alles Graue lebetchig zu tnachnl. Das Werk übte tiefen ^und nachhaltigen Eindruck. „F ars.sal" in London. Dieser Tage wurde Wagners „Barsifal" im Londoner Conventgarden in englischer Sprache ciufgesührt. „Daily Chronicle" feieriden Abend als ein Ereignis in der englischen OPecngeschichte von größter Bedeutung'. Die Begeisterung des Butzli'nmS rnar ungeivöhnlich groß. Heinrich Margulies. „Ktitik dtS lj'on'smiitz* ber-Icheri di: 2;crniüi' zm -ion stischen Bemkgung um eilt NkurS Werk von o.r.nblcqenbcr Beteminig. Drr trstl'Teil „Bolk und Genuinfchofl*, der in vornclmur' Aurstnttung bet Löwtt ^schienen ist, emhäll eine Tbeorie des fo?/e>lm Lebens, welche die Frage derAbgreuznug zw.ühen ..Gesellsebau" und „Gemeuilchall" lm neuen Lichte ersetze!!'!! läßt und die Fm'dammre emeS neuen zionistischtu Denk» sr,st■ms leg:. Preis gelüftet K U.40, gebunden R 19.Ü0. Zu, de-;■>!,-u bind) 'Jt. Löwck, Buchhandlung, SEÖieit, l.. Notenimm' suape 2^- Wiener MorgenzeitunA Sport. Erster Wiener jüdischer Turnverein. In ''der am 4. November stallgesundenen Generalversammlung erstaitete Herr Ludwig Dr. W e r u e r eingehenden Bericht Über die Kricgcjahre sowie' die unglaublichen Schwierigkeiten, die sich als Folge des FriedensschlüsirS ergeben. Der grötzte Teil der Mitglieder, besonders sämtliche Vorturner sielen der ersten Mobilisierung zum Opfer. Biele schieden durch Invalidität und Krankheit auS unseren Reihen, Eine httröchtliche Anzahl wird noch in der Gefangenschaft zurückgehalte». Trotz dieser Hindernisie gelang es, den BereinSbelrleb aufrecht zu erhallen. NeurridingS ermöglicht die Heranziehung bewährter Vorturner eine neue BlÜkeprrwde der Turnbewegunq. Der Obmann gedachte der Hebräifchf u r s e, die sich unter der umsichtigen Leitung Herrn Doktor Wilhelms starken Zuspruch erfreuen. Jeden DienStag finden Heimabende zur Pflege und Ausbildung beS NationalgefühlS statt. Die Tatkraft drS Fräuleins Olga Groß ermöglichte die Abhaltung eines KiuderturnruS., Die zur Schaffung eines Palästinawuds veranstaltete Sch'wuovFeier war in jeder Hinsicht geglückt. Der Vorsitzende betonte, daß der Verein das.Baseler Programm als Richllinie genommen habe und damit verpflichtet sei, seine Mitglieder zu Lberzeuglen Zionisten zu erziehen. Bei den Neuwahlen wurden gewählt: Dr. Robert W i l h e i m, Obmann; H. Bruno N e i ß, Pizeobmann; Leo Fried. I. SchriftführerLotte L ö w y, H. Schriftführerin; Emck Popper, I. Turnwart; Isidor H o r o w r tz, H. Turnwart; Berthold Klein,!. Kassler; Erwin W e l l w a r t, N. Kassier; L:sl R ans ni tz, H!. Kassierin (Bibliothekarin); Willi R o s e n t a l. Zcugwart; Dr. Siegmund Fuchs, Olga G r,o' ß, Nelly Freund, Beisitzer. Dem scheidenden Ehrenobmann Dr. Ludwig Werner^ sowie Herrn Mars ch i k wmde für ihre langjährige ununterbrochene Wirksamkeit unter lebhaftem Beifpll der spezielle Dank auögespröchen. Von den nächsten Veranstaltungen erwähnte der Borsttzende die Redaute am 13. d. M. im Sofiensaal und daS Schauturnew welches am 21. April im'Sofiensaal abgehalten wird. . ' Im Laufe deS Winters werden nach Möglichkeit für sämtliche Wmterfporte Sektionen ausgestellt., 7 Die FutzSallweLtspiele des Montags. Am Montag fanden nur Freundschaftsspiele statt, die mit dcm Siege des W. A. y. über R a p r d . t*tm 8:1 (l:0) ein ubeiralchendes Resultat zeitigten. Der W. A. F. hatte eineu sehr guten Tag, während der fast kompletten Raprdmannschast absolut nichts gelingen wollte. — Rudolfshü.gcl siegte über S r m m e r i n g 4:1, nachdem die Unteileaenen in der Pause mit 1:0 in der Führung gewesen waren. Das bessere Sckußvermögen der Favvntnrr Stürmer war für den Sieg ausschlaggebend. — Drr S p o r t k l u b blieb über' Red S t a r mü 3:0 (0:0) sicherer Sieger, . .während Wacker die Crrcketer mit dem gleichen Resultate absertrgte. — Der W. A. C. schlug dm Arbeitersportklnb Karl Marx 2:0 (0 :0), wob« bie BierlNasstgen sehr schönes Können zeigten. — Dre Wiener Beweg « u g s s p j e l e r konnten nach amovfetndem Spul dem F. A. C. mit 2:8 ein unentschiedenes Treffen liefern. — Schließl.ch siegte die B i e n n a über die Wredner Sports reu« de 4:0 (2:0), StLdte^Ringtzampf Wien—StuitgarL—Nürnberg. Am 1. und 4. Jänner findet ein Wettstreit zwischen den besten Ringern der Siädte Wien/Stuttgart und Nürnberg statt. Sonntag den 14. d. M. werden die Ausscheidungskämpse unter dep eirü)eimischen'Athlcten auSgetrageu. DicRiuger des Jüdischen Sportklubs Hakoah werden bei dres-r Gelegenheit seit Kriegsbeginn wieder zum ciltenmal vor die Oesicuilichkeit treten. Trainer Zwicker hat trotz drr kurzen UcLungSzeit ganze Arbeit geleistet, so daß man zu semeu Schülern Vertrauen haben darsi ^eager Futzba«. Ja einem HeransforderungSspiel Mig S v a r t a die B i k t o r i a Z «z kw w 2 :1 11: 0), Dem Tresien wohnten 5000 Zuschauer bei. Den Oesterreichifchv Letchtathlotidverband hält am 17. Jänner 1920 seine ordentliche Generalversammlung ab. Sportklub Hakoah. Morgen findet um-6 Uhr abends eine auperst wichtige Sitzung des FußballausfchusstS statt. MWLllkM-kMM tt«rr«n-«. V»meniiÜ<e vercko» »ach neuest. Mode prompt und billlffit modernisiert XVX1I* WÄhrlnp-er Gürtel 21 und vH , Uarlahllferntraa»« y« Gerichtssaal. —*:— \ ■* - Er und — FrreVrlch Adler. Im GasthausL beS Karl BStsch, Krongasse 20, wurden in der Nacht vom 17. zum 18. Juli zwei Eiubcecher Von der Sicherheitswache bei der „Arbeit" überrascht. Sie hatterr bereits von der eisernen Kasse des Bötsch vier Schlösser ausgebrochen. Damals befanden sich in der Kasse Schmncksachen litt Werte von 1800 Krouen und Sparkass» bücher mit Einlagen in der Höhe von mehr als 16.000 Lironen. In den Ertappten wurden der Hilfsarbeiter sz-riedrich Obermayer und der Kutscher Josef■ Nürnberger, beide wegetl Diebstahls wiederholt empfindlich vorbestraft. erkannt. ' Gestern hatten sich Obermayer und Nürnberger vor dem Schwurgerichte de» antzerordentlichen Session unter dem Vorsitze dcS LaudesgcrtchtSrateS Dp. Ho tta zu' verantworten. Die vom StaalSantvalt Dr. Ni g gl wertrctene Anklage lautete auf GeivöhilhcitSbieästahl. Die von Dr. Melbin g er und Dr. Schwind verteidigten Beschuldigten waren deS Tatsüchltchen gestiindig. Die Verhandlung wurde am Abend zu Ende geführt. Die Gcschworneir' erkannten beibt Angeklagten des (§«wohnheitSdiebftahlS schuldig, woraus der Gerickitshos Obermayer und Nürnberger zu je fünf Jahre» schwerem Aerke,r vemrtrt.'te. Während Obermayer den Urteilsspruch ruhig aufnahm und sich die Bedenkzeit vorbehielt, rief Nürnberger dem /w. Dezember 1919 Nr. 318 i ’*; , Gerichtshöfe zur „Den Friedrich Adler, dev an Mord begangen hat, den habt's, in Freiheit g'srtzt und mir hau.tfünf Jatp? znchl; Pülcher scid'S, alle miteinander'"' —- Darauf ließ sich Nürnberger ruhig absüheen. , , . Dev Prozeß gegen die ungisrischen Terrorist««!. Budapest, 9. Dezember. In der heutigen Berh»nblu«A gegen die Terroristen erteilte der Präsident nach denRedm der Verteidiger auch 'den Angeklagten das Wort zur öd* teidigung. Cserny erklärte, er sei mit Unrecht der Aufreizung' angeklagt.. Aufreizerin sei bloß die vssentliche Sttnimung gewesen.' Wenn . die. öffentliche Meinung der Bourgeoisie wühia, wie e? gehandelt habe, so wäre sie nicht so gegen ihn eingenommen. Auch die Übrigen Angeklagten verteidigten sich mit kurzen Worte», nur Bela Schön-Goldberger verzichtete aus >dr8 Wort. - ' 4 . Nach den Verteidigungsreden erklärte -er Präsident, baß die Urteilsverkündung infolge der Fülle deS zu bewältigenden Materials erst in einigen Tagend wahrscheinlich Der Volkswirt. Zur Frage eines Handelsvertrages zwischen Oesterreich und der Tschecho-Stowakei. Der Bevollmächtigte der Entente, Sir Georges Clark, hattt vor seiner Abreise von B u d a p e st nach Paris und London Aeußcrungen getan, .aus deren in der Oeffentlichkelt „ vielfach geschlossen wurde, daß sich der genannte Funktionär dafür einsetzen wolle, daß unter dem Einfluffe der Entente eine Douauföderation der ehemaligen Staaten der österreichisch-/ ungarischen Monarchie geschaffen werde. Wie der Korrespondenz .H erzog .mitgeteilt wird, kann eS als vollkommen auS« g e s ch l o s's t tt bezeichnet werden, daß Sir C l a 11 tatsächlich eine derartige Absicht habe, da es nur zu bekannt ist, daß die Entente der Schaffung einer Donauföderation ableh neud gegenübersteht. Die Entente hat wiederholt iu dezidierter Weise erklärt, daß sie der wirtschaftliche« Schwierigkeiten, , in welche insbesondere Oesterreich geraten ist, dadurch Rechnung tragen will» daß sie wirtschaftliche Abkommen der Sukzeisionsstaateu von Fall zu Fall z» unter st Utzen bereit ist. — Die Prager Reise des StaatSkanzlers Dr. Renner, welche nach dessen Rückkehr aus Paris erfolgt, wird unter anderem den Zweck haben, womöglich 'bie Sßovbebinflunöen für den Abschluß eines Hände l svertragezwischen Deutschösterreich «ud der T s ch e ch o - S l o w a k e'i zu schaffen «nd die Aussichten werden als günstig bezeichnet. Es ist selbstverständlich, daß bei den Prager Beratungen die dauernde und ausreichende Kohlen-- versorgung Oksterreichs seitens der Tschecho-SlowM einen breiten Raum emnehmcn wird. Eine Pachtung her österreichischen Staatsbahnen? Gens, 9. Dezember. (Privat.) Wie die ^Jnsormatiou" meldet, wird der Oberste Rat heule oder morgen darüber entscheiden, ob eventuell die österreichischen Staatsd a h n e n für längere Zeit gepachtet werden. Wirtschaftliche Nachrichten. AuS Br Ü s se l wird berichtet:, „Soir^' meldet, daß dev Flnanzminister de la Croix für ein englisches Konsorten m elntritt, das Belgieu eine Anleihe von 1,25 ÄUUiardrn Franks nnter sehr interessanten Bedingungen macht. Dem Konsortium wird nämlich die Erlaubnis erteilt, zwischen Antwerpen uriv dem Rl-etn auf belaischemBoden einen 8kanal herzustellen. Belgien wird die Arbeiter! Herstellen und daS Marerial liefern. — In der Hauptversammlung der Phönix- Aktiengesellschaft für^ Bergbau 'Und Hstttenvetrieb in Dortmund wurde der Geschäftsabschluß genehmigt. Zur Auszahlung gelängt eine Dividende von 8 Prozent. —. AuS Polen wird genreldet: Der Landtab hat ein^ Gesetz angenommen, auf Grund dessen für alle Einwohner der ehemals preußischen Gebiete, oie Berpflichtungeu ausländischen Gläubigern gegenüber haben,, ei» Moratorium cingeführt wird. — Die ungarische Zuckerrübenproduktion nimmt seit Kriegsausbruch ständig üb. Noch im Jahre 1614 wurden 83 Millionen Meterzentner Zuckerrüben gewonnen, die Üeprige Fechsung macht dagegen nur 2 Millionen Meterzentner auS. Der Ausverkauf Oesterreichs. Unsere Gin-und Ausfechr. Die »N. F. P? berichtet aus einer Umfrage in den Fachkreisen des Außenhandels unter anderem: Nach einer Zusammenfassung der Schätzungen der berschttzdenen-Interessentenkreise dürfte sich die Ausfuhr Oesterreicht' vom Jahresbeginn bis einschließlich August auf cuten Wert von einigen Milliarden und der Menge nach auf etwa vier Millionen Meterzentner, belaufen haben, von denen ungefähr ein - Drittel nach den Nationalstaaten der früheren Monarchie und zwei Drittel nach dem früheren feindlichon AuSlande und den neutralen Staaken gegangen sind. Umgekehrt dürfte sich das Verhältnis zwischen l>iatioiialstaaten'' und dem sonstigen Ausland, beim Import stellen./ Man wird diq Menge desselben in der erwähnten Periode auf ztrka L0 Millionen Meterzentner schätzen Sbmtdit, von denen beiläufig zwei Drittel aus den Nationalstaaten mid ein Drittel auS vtzm anderen Auslände stammen dürften. Soivohl In« Import als im Export zeigh sich bte große' Bedeutung des Verkehres zwisilion Öesierr e icfj und bot Natt ynal» staaten. Ueber unsere Ausfuhr in die letzteren liegen teilweise auch Wertziffern ^vor. Ein großer Tckil dm Haudelsbcwegung mit den Nationalstaaten ist durch dal UrarcnderkehrSburean besorgt worden, daS »iS zmu 31 5>?tol'er 832 Verträge, davon 213 mit .Polen und 2l& mit I n slawien« die anderen mit mumdiHn I t >rIio n, England, der T s ch e ch o > D c m o ti und »er E >p r- <' \ § abgeschlossen hat. Mit Endo Oktober dieses Jah»^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.