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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-05 · Heft 314 (5.12.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 314 (5.12.1919)
Date
1919-12-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 , ■ Men, Freitags Äilener MorgenzeltunK 6. Dezember ISIS Nr. 814 in ntcfrtr ntS ausreichenden Mengen vorhanden. Nach bill'gen steirischen Nep'eln herrschte nvof?c Nachffaae, sie wurden unter sichck-n Ansiellnngon abgelebt, dagegen waren die teuren Tiroler Helfet j tven aev beachtet? Außerdem onb es aus dem Naschmarkt roch eine Sendung von böhmischen Birnen. Mitteilungen der „Rohö"- Wareu-nitrale, VM., Piarisiengaste 16: Abgabe von Schweizer Bobnen in Kilo-Dosen. frisches Sauerkraut. Schakalade./1'aradeiSmark, Marmelade. Dvrrzwicbel, Hruspasiete (Brolarisinckst Pil'nernrd Doppelmalchier, Stocksuche (aeräuchf'tX Puddinavnlver (Vanille und Schokolade) von 8 vis 3? Ufir und von 3 b? 5 lllir. — Verkaufsstell". I., Nibelnngengasse 7: Schwerer Bobnen m Kilo-Dosen. Schokolade, Paradeifmark. Ma-melade, Döirvsianmen von 8 bis 13 llhr und von 3 >ns n IKit. — II. Bezirk:. Abgabe von rationierten Waren: Melck Oel. Kartoffeln, weiter Hkiup'elkraut, Schweizer Bohne« . in K lo-Da'eu. Manneleme, Stockfische und Vrimlen von 8 big 32 Ithr und von 3 bis h Uhr. — IV., V., Xlll., XVII., XVIII, imb XIX. Verck: Abgabe der rationierten Waren wie oben äugt» silblt, ferner T-ralcr Marmelade Mb verschiedene Kleinigkeiten von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. Knrtoffelabgabe: Von beute bis Montag werden im XXI. Beritke jugoslawische Kartoffeln jum Preise von K 4.34 pro Kilogramm aut den Buchstaben B und mt I. Bezirke itabenr che Kartoffeln jum Prelle von K 4.80 das Kilogramm, und zwar */- Klacn-omm pro 'Kopf gegen Abtrennung des Abschnittes L der Kartaffelkarte abgegeben. Aepfelabaabe. Auf den Märkten gelangen heute zur Ausgabe: I. Denrk: 0000 Kilogramm Aevlel; U. Bezirk (Er'mck^'rvlatz): öOOO K loaramm Aepkel; II. Berirk Vorgarten» siraße : 2000 Kilogramm Achsel; IV. Bezirk: 19.0^0 Kilogramm Nep'cl. 9^00 Kilogramm Znpck,cln (X 6.70); X. Drück:!0.0< 0 Klogramm Aep'el: XIV. Bezirk: 6OOO Kilogramm Aevfel; XVI. Bezirk: lfi.f'00 Kilogramm Berckel; XVil. Bcsirk lDornerplatz): 5OOOKilogramm Aepfel: XVHI. Bezirk: 6000 Kilogramm Aeviel: XIX. Bezirk iSonnbcrgplatz): 3OOO Kilogramm Aepsel; XXI. Bezirk: 3O.OOO Kilogramm Arpfel. Prerserhohunq bei der amerikanischen Kindererttsspeisurrg. De Lemng der amerikanischen Kindcrbtl'saktion hat 'ich mit Rücksicht auf die erhöhte Regle veranlaßt gesehen, dre Preise fite di? Speisen unserer Kinder bei den Auslpeisestellen. w'lche für die Woche bisher X 180 kosteten, aus X 8.— iür die.Woche zu erhöhen. .Es kostet demnach jetzt eine Mahlzeit 50 Heller. ' Bühne und Kunst. Im Zeichen Franz Schuberts. Svllie eZ die unerbetene Glorie des „Dveimaderl- Hauses" sein, die Franz Schubert wieder zum Kassennagnet der Konzertsäle machte Man schwelgt in SchnbErtschen 'Melodien, wo immer ein Sänger oder stne Sängerin zu abendlichem Genießen einlädt. Neuer- -ings sind es die vollständigen Zyklen, deven Aufführung die Schubert-Freunde ans der' stillen .Freude häuslichen Musizi^rens zur prüfenden Entgegennahme öffont-licher Darbietungen beruft. Ob.dies im Sinne Schuberts-lag? Ob er nicht eher seine Lieder als wohlöehüteten Hausschütz des Musikers, ansah denn alS prächtige Schaustücke des konzertierenden Künstlers? Wie auch sei, wenn ein Poet des Gesanges wie Hans Dnhan diese Lieder singt, nimmt wunderbare Mlt-?ergess2nheit den Hörer gefangen und das Gesungene Dird, Zwiesprache von Seele zu Seele. Die „Müllerffeder".— innigste Naturerschaumrg von erfrischendem LieoeZ-anber' rein durchweht, die „Wintevreis-e" ein?rgreifend schönes Anfgehen des müden Wanderers im Todech'chlas der Natur und der „Schwanengesang" ~ Letztes und Tiefstes, fragmentarisch-alle menschlichen Gefühle umfassend, diese Liederreihen von Duhans ganz abgeklärter Kunst gestaltet, waren mehr,als erfolgreiche Kilnstübung, es waren Dokumente dichterisch erhöhter Menschlichkeit. War es unbewußte Identifizierung der Gestalt des Wanderers mit der des Interpreten — es schien, als ob gerade die tieftranrige Stimmung der „Winterreise" dem edel umflorten Ausdruck bes Säugers am tiefsten entspräche? Mit Ergriffenherr lauschte man da dem einfachen Vortrag, der alle Zeichen wahren und schöpferischen Mitempfindens in sich trug. Die zart uniermalende Kunst des diskantesten unserer Begleiter, Professor Falls, sei nicht vergessen. Er hatte i che blichen Anteil an dem so eindrucksvollen Gelingen (-jeser Abende. ' , * Ein Bild wie aus Schubertschen Zeiten bot Lucille Mareell an ihrem Liederabend. 'Hier kam auch das Auge auf seine Rechnung, wenn es mit erfreulichen Eindrücken die Wahrnehuütngen des Gehörs ergänzte. Die Gestalt der weißgekleideten Sängerin, deren Züge durch das, leicht ergraute Haar den Reiz der Jugendlichkeit nicht einbüßen, inmitten von Blumen, der ernste, bebrillie Musikerkopf Weingartners gäben die stimmungsvolle Folie für das Gehörte, von dem nur das Beste zu berichten ist. Wohl klingt das Schubertsche Melos ein wenig mondän aus dem Munde der gefeierten Sängerin, aber der berückende Klang der Stimme läßt alles Fremdartige vergessen und es bleibt die reine Freude, den reichen Melodienfluß von so kostbaren Klängen ausströmen zu hören. * Zum Schubert-Segen beschert auch der eifrigste und verdienstvollste unter den Schubert-Forschern, Otto Erich Deutsch, eine neue Schrift*) als darrkbap aufzunrhmende Gabe. Sie enthält die erste vollständige Veröffentlichung aller Briefe, Tagebuchblätter und sonstigen Handschriften Schuberts, die das nicht allzu fchrribfreudige Wiener Kind der Nachrvelt hinterlassen bat. Sfein einziger Liebesbrief ist darunter, die diel- ') Frau; Schuberts Briefe und Schriften. Herausgegeben voa.Opto LrichDe nliw. München bei GeprsWilli«. beredete Leichtlebigkeit des Komponisten ist in keiner Urkunde überliefert, dagegen manches, was das ungekünstelte und offenherzige Naturell des einfachen Menschen doppelt liebenswert erscheinen läßt. Rührend nimmt.sich jenes Schreiben an Goethe aus, das der» Dichter niemals beantwortet hat. ES lautet: Anfang Juni 1825. Euer Exzellenz! Wenn eS mir gelingen sollte, durch die Widmung dieser Eontposition Ihrer Gedichte meine unbegränzte Verehrung g^gen E. Exzellenz an den Tag legen zü können, und vielleicht einige Beachtung für meine Unbedeutendheit zu gewinnen, so würde ich den günstiges Erfolg meines Wunsches als. das schönste -«Ereignis meines Lebens preisen., Mt größter Hochachtung ' Ihr ergebenster Diener Franz Schubert.. So mancher Brief an die Freunde erzählt von empfindsamen Wanderfahrten, von fröhlichem Landleben und ernster, schassenZsreudiger Arbeit. Viele, zeitgenössische Bilder unterbrechen den Text und geben lebendige Anschauung von jener glücklicheren Zeit, die gegen eine betrübliche Gegenwart doppelt empfindlich kontrastiert. Wir haben noch die Kunst jenerX Epoche, um unsere Leiden zu vergessen, ihre ungebundene Lebensführung ist uns für unabsehbare Zeit verwehrt. Im Zeichen Franz Schuberts lebt nur mehr die Phantasie, nicht die Realität. Dr. K. M. Eine Opernaufsührung im Konzertfaal. Ludwig Sandow. dessen Over .Juda Makkabäus* demnächst von den Wiener Philharmonikern und einem Ensemble aus Operrckänaern und - Sänger innew aufgesübrt wird, ist kein Neuling aui dem Gebiete der Komvofftwu. Er hat schon einige eriolgrcrche Bübnmwerke geichrikben, deren musikalischer Inhalt von der Kritik allgemein gerühmt wurde. Als MuÜker von höherem Streben — er entstammt einer östeneick schrn Künstlertamilie und empfing von fernem Vater die ersten Unterweisungen rn der Musitiheorre — iühlte er stch zur Kon'epnon einer großen Over h'tigewgen und wciblle daS Cch-ckial des Juda Makkabäus mm Stoff seiner Handlung, die er zum größten Tel auch selbst textierte. Als Leitidee schwebte deM.Versaffer vor, in irel erfundenem d'chterckchcn Geschehen die jüdische Idee der Barmberügkeit im Gcgen'atz zu der gerne propagierten Auffassung von „Gott der Rache" nicht ohne Anllang an die kriegerischen Ereignisse der letzten Züt zur Geltung zu bringen. Wie ibm dies in seiner Over, die mrt dem Tode des Helden endigt, gelungen ist, wird die Aufführung zu ernrersen haben. Für Sandows Werk hat sich insbesondere Kapellmeister M 8 x 111 der Charlottenburger Oper aus das wärmste öffentlich eingesetzt. Da aber Sandow m Wien lebt und eine Wiener Uraufführung anstrebt, bat er sich zu einer konzcr tmäßigcn Aufführung des Werkes ent'chloffen, obwohl eS sich um eme Oper m>1 reichster Bühnenwirkung handelt. An die Wiener Premiere sollen sich dann Aufführungen ,n Amerika, wo Sandow längere Zeit gelebt hat. anschliestcn. Jedenfalls verspricht dre Aufführung ein interessantes musikalisches Ereignis zu werden« >1. Die Theatsrzensur vor dem VerfassungsgerichtShof. Am 16. b. M. findet vor dem Verfasfungsgerichtshos unter dem Vorsitz deS Präsidenten,Dr. Vitorelll die Verhandliing über eine Beschwerde des Direktors der N-euen Wiener Bühne Dr. Geyer wegen Verletzung der Zensursreiheit statt. Die Beschwerlie bezieht sich duf die bekannten polizeilichen Hindernisse bei der Nraüfiühr^ng des Arnold Zweigschen- DramaS „Die Sendung Semaels". Auguste Renoir gestorben. Jn Caanrs au der Riviera rst der französische Müler Auguste R e n o rr rm hohcn^Altrr von 78Jahren gestorben. Er begann als Porzellanmalrr. wurde später Porträtist und schloß stch der KrmstrichNlng der Impressionisten an. Seine Hauptwerke sind «eben einigen ausgezeichneten Porträts und Gruppenbildnissen das im Luxembourg-Museum hängende Gemälde »Der Ball aus Montmartre", ferner „D i e L o g e". Auch m der Berliner Not'onalgalerie rst Renoir veureten. Einige seiner besten Werke befinden sich m der Privaisommlung von Durand-Nuel. Aus den Tbeatern. Im Burgtlheater gelangt morgen Samstag „Die verlorene Tochter" zur Ausführung, im Operntheater »Die Boheme". Der Spielplan der Wiener VolkSoper für die kommenden Tage lautet folgendermaßen: Freitag den 8>> neu cinstudiert, „Fidelio" (Anfang halb 6 Uhr); Samstag den 6., Gastspiel Klara Musil: „Martha" (Anfang viertel 9 Uhr);. Sonnig den 7., nachmittags halb 2 Uhr, bei kleinen Preisen: „Das Schneewittchen im Donautal".; abends 7 Uhr, tzeriat. iondsvorstellung bei erhöhten Preisen, Gastspiel Kamru^ränger William Miller: „Cavalleria rusticana", hierauf „Der gajazzo"; Montag den 8., nachmittags halb 2 Uhr, bei kleinen Preisen: «Der Freischütz"; abends viertel 6 Uhr: „Die verkaufte Braut"; Dienstag den 0.: „Aida" lArifang halb 6 Uhr); Mittwoch den 10., Gastspiel Klara Musil: „Hoffmanns Erzählungen" (Anfang viertel 8 Uhr); Donnerstag den 11.: ..La Traviata" (Anfang halb 6 Uhr). Die nächsten Novitäten des Deutschen Volk-, theaterS sind »Die Schwestern^ von Artur Schnitzler und „Fräulein Julie" von August Strtndberg.;i m U'teitet Komödienhause gelangt Sonn» taa den 7. \ M.. nachmittags halb 8 Uhr, die GesangSpoffe „Cr und seine Schwester" zur Aufführung. Artur Guttmann, a, spielt in diesem Stücke zum ersten» mal die Girardirolle des Briefträger- Flenz in Wien. Zu der am Sonntag den 14. d. M. um 11 Uhr vormsi» tags im großen MufikvereinSfaale stattfindenden Uraufführung der. Ludwig Sandow scheu Oper „Juda MakrabäuS" hat der Kartenverkauf begonnen.! Restliche Karten bei Gutmann, Heller, Kehlendorfer und an per Musik» Vereinskasse. Am D'.enStag den 16. d. M. findet im kleinen KonzerthauS» ,'aal em KompofinonSabend Grorg Jo kl statt. Mltwirkevbe: 9>lh Hermann (Gesang), Dr. Biuvo Fischer Gesang), Josef Zimbler (Biolme) Roben Payr (Harfe) und der Komponist (Klavier). Kompositionsabend. Im Literarisch-musikalischen Klub veranstalleie Trude K a n d l ein Komvositionskonzeit. das die fikttndl'che und bilbmswerte Beaabung m,p$ inngcn Talentes erkennen liest. Ein Slreichauartett, eine Ccllosonate und zablieiche Liedkomvositionl'N hat die Komponistin^bereits vollendet. Sie bevorzugt die Mclodieiiihntng der klassischen Tradition und zeigt däber reifes Verständnis für d>e Tonsprache des einzelnen Jnstrii- . menteS und die> Erforderniffe des nmsikalrschcn Satzbaues. Dre Darbietungen brachten der Komponistrn und den Ausführerrdkn viel B-'soll. D-. K M. Freie jüdische Volksbühne. Die Freie jüdische Volks, bühne gibt rm Monat Dezember im Wiener Bürg e> theater drer Nachmittagsvorstellungen: Samstüg dep 19. d. M. zum dritten Male „Gott der Rache" von - Schalom Asch zugunsten der zu gründenden jüdisch»dramatt» schen Schule, welche die Heranbildung fähiger -Dilettanten zu Scharrsprelern für die jüdische Bühne anstrebt. Samstag den 20. und 27. o. M. zum ersten Male. „Der Dorfs» -j in g", Drama in vier Akten von Leon Kobrin, ein neues bedeutendes Werk der jüdischen Literatur/, das mit großem Erfolge auf den russischen und amerikanischen jüdischen' Bühnen aufgeführt worden ist. Mitglieder des Vereines erkalten "« ernröbiate Karlenzu „Der Dorssjrng" Freikarten im Vereinslokake, ^Cäfe. „Rembrandt", 2. Bez., Untere Augarten stratze 11, täglich zwischen-halb 7 und halb 8 Uhr abends und an Sonntagen zwischen 18 und 12 Uhr vormittags. Mustkblätter beo,,Anbruch". Inhalt dk§ rwerten Rovmt» ber-Hcfte8: Hügo Kaudn-: „Zum Problem der mnsik'ilischeir Form"; Egon Gellesz: „Vom Geist der chinesischen Musik": BerMard Pllümgariner: „Resorm des Mrl'ikrtnterrlchieö" Fom'ctzü'.rg": Josts Marx: „Frcderick Dckius"; Ennl Choala: „Tschechistbe Musu I."; P-url Belker: „Fenminorr und Gerda in Franifun"; G l o s s e n; R o t e n b e i l a a . Giaeinta Pezzana, die berühmte italienische Schau» ’n "-'nm rm Alter von 80 fahren verschieden. Mit Noffi zusammen hat sie seinerzeit eine Kunstrerse um die Welt gemacht. Fritz Schlager, der bekannte Berliner Bildhauer, ist dorlselbst, 76 Jahre alt, gestorben. Fast alle größeren Städte Deutschlands haben' ein Lesiiirg-, Bismarck» oder Lüthiir» Denkmal von seiner Hand. Eine seiner bekanntesten Schöpfüu» gen ist das Goethe-Denkmal im Berliner Tiergarten. Sigmund Mayer» der hockbetagte Schriftsteller' und Politiker hat in seinem Werke „Die Wiener Juden" eine kochst inttreffante, auffchlußrciche Äirtschastsgeschichte des abendländischen Judentums gegeben. Mayer schildert das ikeben der Gbettojuden in Preßburg und. Wien, die Eritwicklnng des kommerziellen Lebens vor der Achtungvierziaer-Nevolution und dre Aenverung der Struktur der w'.ialen, polrirsckien und gesellschafflicheu Verhältnisse seit den Märztaarn und dem Beg'mr her Versafiurrgsära. Es ist dank dem Erzäblcrtalent des Verfassers, der hier den Niederschlag fernes eigenen rcichbewegten Lebens gegeben, ein höchst anziehendes Werk geworden, dessen Lektüre hohen Genuß kereilet. Pre>8 gehaftet X 19.80, gebunden X 84.—. Zu beziehen durch R. Löwit, Buchhandlung, Wien, l., NolnUmmstraße 28. , Sport. ■" '7'"' Wintersport.; Unwillkürlich steht uns bei diesem Wort ein ganz bestimmtes Bild vor Augen: Schneeflocken und EiSbckhri, Rodelschlitten und Schneeschuh! Manch einer denkt auch vergangener Winterfreuven in der Höhensonne des-'Gngadins. Aber seitdem eine Reise ins Gebirge fast cbensoviele Tausender kostet, wie vor dem Kriege Hunderter, wird nur bet den Allerwenigsten das Bild zur Wirklichkeit werden können. ■ Aber die Zeit ist.vorbei,mutz vorbei sein, in der der Sportsmann sich dem festen * LFinterschlaf hingab, nachdem er den Sommer über aus grünem Raien und im Wasser sich Kraft und Erfrischung geholt hatte. Wenn jetzt die Tage länger werden und Drlnkelheit und schlechtes Wetter uns von draußen gerrra hereinjagen möchten in die Häuser, dann^ finden wir uns von neuem zu Spiel und Kampf zusammerr. Auf Eis und Schnee brauchen wir mcht^zu warten: Zü den verbreitetsten, fast ausschließlichen Wintersportarten haben sich seit langem Futzball und Hockey'entwickelt. Die wichtigste Rolle spielt neben diesem' heute der Waldlauf, lieber ihn und seine Vorzüge und Schönheiten ist soviel gesagt und geschrteben worden, daß sich eigentlich jeoeS Wott erübrigen sollte. Den Waldlauf Übte bisher' nur ein verschwindend Neiner Bruchteil der Sportgemeinde; regelmäßig wird er fast nur von Leichtathleten und Türnern geübt. Diese haben längst seinen .Nutzen erkannt und betrachten ihn alS daS wertvollste und wichtigste Bortraining' für den kommenden Sommer. Während aber in der Zeit der Wettkämpfe, also vom Frühjahr bis zum Herbst, die spezielle Ausbildung für die verschiedenen Zweige oes Sports im Vordergrund steht, gibt der Waldlauf unS die Grundlage aller sportlichen Betätigung: die Zkräftiaung von Herz und Lunge. Dies allein sollte all« sporttreibenden Vereine veranlassen, den Waldlauf tn ihr wirrterlicheS A-ebungsprogramm aufzunehmen. Ruderer und Tennisspieler, Schwimmer und Radfahrer, sie alle werben seinen Nutzen spüren. Mit Waldlauf, Hockey und Fußball ist aber die reiche Auswahl unseres Wintersportes noch nicht erschöpft. Ringen and Boxen, Turnen, Fechten und'Gymnastik werden, nach Reigung und Begabung, das Wrnterprogramm jedes SportsmanneS vervollständigen. - So wird ein jeder, auch ohne Schneegestöber und Eisbahn, den Winter nicht als notgedrungen« Pause ln der sportlichen Tätigkeit zubringeit^ müssen, sondern im Frühjahr frisch gestärkt und wohlvov» bereitet sein Sommertraining beginnen. Darum: Wartet nicht, bis Rodel und Schlittschuh zu ihrem Recht fommea lauft, spielt und turnt!. Treibt Wintersport! BolkSwehrfport. D.rS VolkSwehrbotMo» 13. wckcheS die sprrlstärkste Fußballmannschaft, besitzt, trug am Mittwoch ern Wkttspicl gt gen den S. C. Ä d m i r a aus, daS i: 1 endete. Bei den Soldaten waren fast ausnahmslos bekaunte erstklassige Spreler. tätig. Die Tupspiele. Wie wir seinerzeit berichtet haben, ist der Verband nicht in der Lage, die arrsstehende Vorrunde dcö Cups noch Heuer durchführen zu lasten. Als Termin wurde der 2b. Jänner festgesetzt. Eine lebenslängliche Disqualifikation. Der Spreler Anton Mayer lSlovan) wurde auf Lebzeiten diSquolisiziert, weil er sich vor dem St af» und MeldeanSschiri e des Fufiball» verbandcS für fernen Bruder auSsab und zur Bekräftigung seiner Aussage dessen Arbeitsbuch als das scinige vorwicS. WaS sollen da die Rowdrcs bekomnren, dre allsonniäglrch die Schrrdönchtcr msulttrren? Am LI. Dezembtt h'itten ursprünglich Attöwahlspikle drS DerbandeS siaktsiuden sollen. Jetzt wurde der Teurrui den Bereinen freigegeben, dmurt die Mcrsierschost früher zrr Ende geführt werde« lau«.

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