Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 314 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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■ Nr. 314 Wien, Freitag Der Tanzrneister als Rltualmord-Professor. Wie der Wiarschamr „Moment" mitteilt, hat in der letzten Woche Sir Samuel mit einigen hervorragenden polnischen Politikern und Mitgliedern der Negierung über.die Lage der Juden in Polen konferiert. Ünter den aktuellen Fragen., die dabei behandelt wurden, kamen., mich, die Vorlesungen des. Professors Hzczerbak übtt b t n Ritua lmo rd. welche, inzwischen verboten iyorden. waren, zur . Sprache. Sir Samuel äußerte, sich, daß diese Vorlesung .ein. trauriges Licht auf sdie Verhältnisse in Polen .tver.se/ zumal es für.'das Be rb o t der Vorlesungen 'erst f.re mde r In te r v ention bedurft habe." Die. jüdische Bevölkerung Polens sei zu verschüchtert und niedergeschlagen, gls daß' sie vön eurer eigenen Interventionbei. cher Regierung sich emen. Arfölg 'erhoffen könnte. Die Vertreter, der Keg'sr.WK. und. des 'Parlaments' erklärtem daß diese Vorlösung nicht gestattet worden wäre,, wenn, die!Regierung davon- Kenntnis gehabt hätte)'. ■ .Zur.Sache selbst wird uns'Mitgeteilt, daß Professor Szczerbäl, welcher in. seinen vor -großem Publikum in Warschau gehaltenen Vorlesungen zum Teil mit bildl'ichen 'Darstellungen „bewies",.daß zwar nicht alle Juden, wohl, aber eine Sekte von ihnen christliches Blut zu Migiösen Zwecken brauche, eine ziemlich bewegte Veo- \ ^ängenh'eit zu haben scheint. Er. kam vor ungefähr ztxei Jahren nach Czenstochau, ließ sich „Professor titulieren' und suchte Anschluß an die maßgebenden polnischen Kreise. Er befaßte sich eine Zeit lan? . mit r>/seutlich:-n. Angelegenheiten, iedoch ohne Er,otg. La-u.l i^c.rsne'2-- er, daß er errve -Schule .für rhythmische * , tzrtü plastische Tanza'usbildung eröffnet'habe und machte sich auch eri)ölig, Gesang", Sämncbildung, , Klavierspiel, Deutsch, Spiritismus', kurz alles, was gut ustd teuevist, zu lehren. Die Sache rentierte.anscheinend sich nicht -und Szczerbak wurde-Lehrer der Gymnastik äm.jüdischen Gymnasium in Czenstochau. Er-studierte sogar mit den Kindern die Hatikwah ein, war iruch angeblich selbst, bereit, nach Palästina zu gehen- Diese .Tätigkeit scheint jedoch den Herrn in den polnischen-Kreisen „kompromittiert" zu haben und er machte dies nunmehr dadurch wett, daß er in Warschau die Nitnalmordvvrlesungen hielt. Karriere! Der Mord an Mrzzi Kramm. Seit Sonntag' bemüht sich die Polizeibeböide unablässig' das Rätsel des Fundes der Flenchstücke von Reffenial zu lichten. In der Annahme, daß Mim Kramm einem Lustmörder zum Wser gefallen sen könnte, wird jetzt besonderes Augenmerk den Leiwen zugewendct, die durch eme unselige Leidenschaft zu einer so gräßlichen Bluttat fähig fein kqnneu. Etu solcher Atann, und das kommt für den jetzigen Fall möglicherweise in Betracht, hm sich m der letzten Zen m Favoriten h e r u m g e t r t c B e «. Er würbe tn der Gegend der Füvoritenstraße und des Awonplatzes gesehen, wie..er' sich an k l e i n e M ä d ch e n heran m a ch t e und sie an sich zu.locken versuchte. Ter Mann ist ungefähr 28 Jahre alt, kroß, schwächlich, hat schmales Gesteht, kleinen blonden Schnurrbart, und trägt langen, braunen Winterrock, schwarze Hose und schwarze^'steifen Hut. Derhaftung einer Bande von Kasieneinbrechern. Der Einbruch im Futzdallyerband. ' Dieser - Ta^e gelangte der Po'izeiagenteninspektor Anil Rauer und die ihm Ungeteilte Agent«irpartie zür Kenntnis,, daß in einem Kaffeehause im 1- Bezirk Und in einem Cafö auf der Wieden vier Personen verkehren sollen, die in der letzten Zeit mehrere Kassenllnd andere Einbruchsdiebstähle in Wien und .außerhalb per Stadt verübt haben sollen-. Die Gesellschaft, die Uus dem 5)jährlgen Schlossergehilfen Josef V a t t e r l e, ltz/rr 20jähpigen Elektriker Leopold Har ras ko, dem öljährigen Handelsangestellten Leopold B u st in, der 28jährigen Hilss arbeite rin Marie Vatterle, der Gattirr -des Josef Vatterle, der 25jährigen ^itssarbeiterin ' Katharina - S lab y und dem ^Zjährigen Josef Lense, dcß in dem Kaffeehaus als Hahlwarkör angestellt ist, bestand, .wurde verhaftet. Zu, gleicher Zeit wurde in den Unterstandsorten der Ungehaltenen eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Bei Ho'es und Marie Vatterle wurden Juwelen und Silbergegenstände gefunden. Schon durch sie wurde eines der ersten Fakten der Bande nachgewiesen; sie stammen von dem Kasseneinbruch, der am?8. Oktober l. I. in Hirschwang bei der Firma Schoeller u. Komp, verübt Worden ist, bei dem.die Täter einen Barbetrag vom. {jjß.157 Kronen, Wertpapiere um 71.600 Kronen und Juwelen erbeuteten. Andere Sachenrührten von dem ist der nämlichen Nacht in Baden im Grand Hotel Verübten Einbruch her, der an Silbergegenständen und Wüsche ^lne Beute im Werte von 55.000 Kronen erbrachte, wieder andere von einem in der Nacht zum ' HO. v. M. bei der Firma Hart u. Krüger, 1. Bezirk, Kchottengasft 3, verübten: Kassen- und Geschäftseinbruch, >der 5000 Kronen Beute an Bargeld und viele Wertsachen ergab, und schließlich wieder andere von jeitt -wn 14. v. M-, nachts hei der Firma Josef Lorenz, Wagen-, und Gewichlefabrik, 4. Bez., Pautanerz<se 5, Verübten KasseneinbruH, beidemdie- Beute 20.000 Kronen bar betrug. , Durch die fortgesetzten Erhebungen wurde ermittelt, daß bei. dem Einbruch bei Schoeller u. Komp, ist Hirschwang auch außer-Josef Vatterle zwei Burschen, ,sFritzl" und „Viki", beteiligt waren. Der „Fxitzl^ wurde ist der Person des 20jährigen Priv.atbeamten Friedrich Amstlcr, der „Vickerl" in der Person des 21jährigen Piichsenmachergehilsen Frenz Hirsch ausgesorscht. Bei -dem Einbruchs..... ostl im b'rind Ho'et in V-..'en ta e.i außer Leopold Bustin noch der 2.6jährige Schlosser- Milse. Paul Lacher und der 2Mhrige Wiener Morgenzettung 5.-Dezember 191K Seite 5 -^--. .. Karl Hellmenn mit. Während Paul Pacher schon seit dem 13. v. M. wegen'eines bei der Firma Walter und Redlich, 1... Bez.',' Fleischmarkt 28, .verübten Kasseneinbruchesi'in Haft des Lan^esgerichtes sitzt, wurde Hellmann jetzt verhaftet. Gegen Josef. Vatterle richtet sich auch dcr Ve rd acht, gemeinsam mit Paul Pacher am 5. Oktober l. I. im Lokal - des F uß-b a 11« Lvereines, 1. Bez., Annagasse 7, den a u s sehe ner regenden Kasse ne i Mb euch begangen' zu haben, der, während des Länderwettspieles Oesterreich— Ungarn verübt, viel Staub aufwichelte. Die Täter erbeuteten damals 70.000 Kronen, den größten Teil des Ert.a es des Ländermatches. Wegen Die.bst> hlsteilnehmung wurden noch der 46jährige. Bäckergehilse Theodor Weißha.upt, der 36jährige Hilfsarbeiter Albert Barte und die Eltern des Franz Hirsch, der 41jährige'Trans''o tarbeiter Franz Hirsch, 5. Bezirk, Bogclsa.'ggasse 34 und die 39jährige Hausbesorgerin Amalia Hirsch in Perwahrungsha't genommen. Von dem gestohlenen Gelde und der übrigen Beute ist ein T il im Betrage von . 100.000 Kronen znstandetzebra.hr. ' __ * Der Verhinderte Wasfenverkauf an die Ungarn. Wie wir erfabren. sind Ijicr unaarische UntciIjäubUr unter Fübruna des Direbois Reich wegen Ankaufes von Waisen emgeiroffen. Sre. besicht gten im Arsenal ein Depot mit 30.UOO Karabimin. die sie kaufien. Am Samstaa sollte es zur Uebernabme der Waüen kommen, doch waren d-e Waffen von dort verschwunden und in vrinbiedcuen anberen Depots untcrgedrocht worden. Da die Mieter der Depots sich we qerten. die rmil*T*u;fi,*Tfcn mib b*c'h’-;c'-?ntrta nicht die Macht bat. die Rü^slcUung der Waffen zu erzwiuae», to mußre das Elaaisamc für Finanzen dm bereits' erlegten Kauspreis Wieder zurückzahlen. * Jüdische Kmdersreunde. Der Verein veranstallet am 18. d. M. iw groben - KonzertbauSiaak eine -Eltern- C h a n u k k a b s e j e r, deren Neincrlrägnrs zur Erhaltung der bestchcndcn und Erricblungi von Neum Tagesheimbätten dient. Karten eihälilich ,n der Buchhandlung R.Löwlr, l.,Rotenlurmsirasre 22. Kon-ertkasse . Guitmann und tm Sekretariat des Be>-eines ^Indische Kinderfreunde", II., Obere Donaustrabe 31. Ferner veraustal et der Berem am Dienslaa den 23. d. M., 'laß -Uhr nachmittags, im großen Musikveremstaal eme Klnder--Cva n n k k a h f e t c r. Karten rrhälüich ebensalls in der Buchhandl-.mg Löwrt und im Sekretariat des Bei eines. U.. Obere Donaustraße 91. und in den Tageshemltärten des Beieincs. An'angs kommender Woche werden drei neue T a.g e s b e i m-ü ä 1 t e n eröffnet, und zwar: im IX. Bezirk, Lrecktensteinstrabe H/13, im X. Br irk, Hasengaile 7 und tm N. Bezirk. Obere Donaustlaße 91. Anmeldungen für diese Heimstätten : Für den IX Bezirk bei Frau Lotte K c m p l e r, ziomstiiche Bezntsietlion, IX., Liechtenstemstraße 11/13, für den X. Bezirk 'bei Herrn M-'.x B e r n a t, X., GudrunÜraße 140, und für den H, Bezirk int Sekietanat des Vereines „I ü d ls ch e K i n d e r i x t u n b c", II., Obere Donaustraße 91. * Ein Dünenplatz in Wien. Stadtrat Richter berichtete im Stadtrate über die Benennung eines an den Türkenschanzpark grenzenden Platzes in -,,D irn e np 1 a tz" mit Rücksicht ans dre a'ohen Verd custe des dänischen Volkes für die Siabt Wien, während des Krieges. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. * Dr. Sinppin geht nach Palästina. Dr. Artur Rnvprn, der an der Spitze des zionistischen Pakäftiuaamtcs in Jaffa stand, bis er 1917 von Djemrl P.v'cha aus Pakästina ausgewiesen winde, hat die Einreisebewilligung nack Palästina nhalten und trifft demnächst auf seiner Reise nach Trtest m Wien em. * Anerkennung dev Republik Oesterreich. Das Königre ck Cponien und das Königreich Bulgarien haben die Republik Oesterreich anerkannt. * Schenket zu Ehanuka den Iüdifrhen Rational- Kalender, Almanach auf das Jahr 56S0, V. Jahrgang. Herausgcgcben von Otto A b e l e s und Ludw g B a t o« Preis einschl'cßlich Buchyändlcrznschlag X il.—. Zu beziehen durch^den Verlag „Jüdische »Zcitung". H., Taborstraße 1. Auch bet den Schaltern dcr «Wiener Morgenzettung" erhältlich. * Die Baron Hirsch-Schulen in Galizien. Die Baron Hirsch-Schulen in Galizien — etwa 70 an dcr Zahl — batten, w e uns aus L-'tnbeig gemeldet wird, wegen Geldmangels geschloffen werden müffen. Nunmehr hat dir .Warschauer Abteilung des Joint Distribution Committee beschloffen, die Schulen zu subveuttonieren, so daß sie wieder eröffnet werden konnten. * Eine WohttatigkeitSakademie der Talmud- Thora"-Sch«le. Dte Folgen des Krieges haben es mit ffch gebracht, daß die Talmud-Tboraschule, die neben thr-r eigentlichen Bestimmung es noch übeinahm, arme notle dende Kinder zu verköstigen. nun am Ende 'Heer Leistungsfähigkeit ist und vor dem Zusammenbruche steht. Ein Komitee hat es deshalb unternommen, Lurch Veranstaliungen das Attgenmerk der jüdischen wohltätigen Kreise aus die verzweifelte Lage der Anstalt zn lenken und veranstaltet am Sonntag den 7. Dezember. 1919 im Festsaale der Talmud-Thoraschule, Wien, U., Malzgaffe Nr. 16. eme große Akademie, deren Reinertlägnis der K'nderausspeisung zufltcßt. Die interelffeilm Kreise werden gebeten, zahlreich zu eifcheinen, damit e n großes Reincrlrägnisi gesichert wird. Karten zum Preise von K 6.— bis K 20.— sind nt dcr Talmud-Thoraschule zu haben, an die auch Spenden zu richten sind. 9 Hebräisch als Postverkehrssprachtz in Palästina. Dem Kopenhagenrr zionistischen Bureau wird ouS Palästina telegraphisch beuchtet, daß die dortigen Telearapheuäinter neuerdings Anweisung erhalten hätten, Telegramme m hebräischer Druckschrift anzunehmen und zu befördern. * Rumänische Heimkehrerzüge. .Die rumänische Liquid'enmgskvmmlsston in Wien teilt uns mit, daß laut Auftrages der rüniänischen Neg'krung alle aus Siebeubüigen und der Bukowina stammenden Kriegsgefangenen und Flüchtlinge, die sich derzeit noch auf dem Gebiete der Republik Oesterreich und' der Republik Ilngarn befinden, bis znm 31. d. M. in ihre Heimat zurückbefördert sein müssen. Die aus eine Beförderung mit den von Wien abgehcnden Heimkehreruigen reflektierenden -Personen Haben ffch unverzüglich, spätestens schach bis zum 15. d. M. bet der rumänischen Liquidierüngskommiston in Wten, Staatsamt für Heerwesen, Mezzanin. Tür 87, zu melden. * Aufhebung dev' Grenzsperre in Jugoslawien. AuS Belgrad wird telegraphiert: Die wegen der Notenabstemrelung verfügte G r e n z s p e r r e rst gestern nachts aufhoden worden. * Der Botaniker Professor Stahl gestorben. Wie die Bläner milden, ist in Jena der de ühune Boiaiiilpivfeffor Dr. Ernst Stab!, Direktor dcö bvianüchen GarlenS der Jenaer Universiiät, uv 72. Lebensjahre gestorben. * Erleichterung des Reiseverkehr« mit Ungarn. AuS B u d a P e st, 4. d. M. wird gemeldet: Ja Angelegenheit der E r l e i ch t e r u n g der R e r f e n sowie der Beremsachung der Zolluntersuchuna fand dreier Taae eine Konl^müslljiiltlt Größte Auswahl! Billigste Preise Lcoyold Steiiihart, Wien, I., Biberstraße S. -- 4073/8 .... imtu statt, an welcher - sämtliche JMereffentcnkrcise teilnahmn» Im Zü'ammciihange damit stattete gestern der dentschosterreichtsche Gesandte Hans C n o b l o ch dem Staatssekretär Karafsiath einen Besuch ab und erklärte tm Namen seiner N-g'erung feint größte Bereitivllligkeit zur U u t e r st ü tz u n g aller Bestrebrmge« m dieser Richtung. ... * Arbeitslosigkeit in Jerusalem. „Cbadichoib Haares-- berichtet über eine Kundgebung von etwa 200 Arbeitslosen, M demonstrativ znm Lokale des Waad-Haztrin 'PalästutakotmnisstöN) zogen und etne werbe Fahne mst der Aufschrift: .Wir sorbrru ArbetN" vorantrugen.' * Das Zölibat in de« katholischen Kirche. Wie man uns aus-Prag berichtet, hat der Erzbischoi K v r d a c nach einem Eilaß des Papstes BeUedikt XV. jede Dtskusffou über daS JölGat verboten. Ein zweiter Erlaß untersagt de» Gebrauch der Muttersprache beim Gottesdienst. * Kinderhandel. Der Landes verein kur Jugendfürsorge bat, wie in seinem letzten Tätigkeitsbericht hervorgchoben wird, lerne Aminerksamkeit auf jene Z e i t u n g s a n z e i g e n ge- Ivcndet. in denen Kinder zur Annahme als eigene gesucht odet zum Verschenken anaeboten.werden. In beiden Fällen wollten die* Leute fast stets Geld herausschlagen, wöbet es sich meist um bedeutende Summen, einmal bis K 5n.0D(\ bandelte. Es ist eben auch der Preis für Kinder in diesem Menschenhandel bedeutend gestieaen. Früher war so ein Kind viel billiger zu haben. Durch. d'e Erhebungen des Landesverernes, die den Eltern, die thre Km: er verkaufen, na'ürkich sehr unerwünscht waren,.'ist eS gelunge«, manchen unlauteren Ktuderhandel zu 'verhindern. Einbruch. Gestern wurde bei Berlhold M o rg cnst e r n, IX., Glaiergaffe 1. ein Einbruch verübt, bei dem Leder im Werte von K 30.000 gestohlen wurde. * Noch eine, „Perle". Bei Frav Julie R r tt er,' kV.. Favorltenstraße 1, war cm etwa .Wjäbriges Mädchen als Magd eingetreten. Gestern verschwand fte unter Mitnahtne von KleibeiN und Schmuck im Werte v o it K 2 0.0 0 0. Ste ist klein, , hm länalichcs Gesicht, braunes Haar; im Oberkiefer fehlen ihr. Mn Zähne. Eur Dienstbotenbuch auf bm Namen Valerie Rchlmg blieb zurück. 140.600 Kronen von einem Taschendieb er-- beutet. AiS Dtenstag nachmittags der Kaufmann Mareell M e i s e l s, IX., Guffenliauetgaffe 2 wohnhaft,, bei der Haltestelle Rothenthurnisiraße einen Strastcnbahnzug verließ, würde idm eine Brieftasche Mit L 140000' gezogen. In der Summe waren zehn ungestempelte Banknoten zu je K 10.000 enthalten. Der Verdacht fällt auf. einerr ungefähr 3y-bis 40jährigett bartlosen Mann mit feldgrauem Mantel und Sportkappe. Aus die Wiedererlangung des Betrages ist eine Belohnung von zehn Prozent ausgesctzt. , - * Wasserkräfte für die Elektrizitätsversorgung Wiens. Nach emcm Berichte des Vtzebürgermetsters Emmerling über den Plan zur Ausnützung der Wasserkrmte >m BbbStak und bei der zweiten HochquellenlAtung im Göstingtale bewilligte - der Stadttm an Vorkosten für die Ausführung des Planes X 650.00U.—. - ö Dcr Zuschutz der Gemeiude Wien zur Arbeitslosenunterstützung. In der gestrigen Stadtratssttzung beantragte Stadtrat Richter, daß jenen Arbeitslosen, welche vor der Natistzierung des Friedensvertrages deutichofterreichische Staatsbürger gewesen sind, nun aber bmdj die Abtretung verschiedener:. Gebietsteile Bürger des tfchecho-ilöwakischen Staates geworde« . sind, den Zuschuß der Gemeinde zur Arbeitslosenunterstützung auch dann bekommen, wenn sie den Nachweis der österreichisch^ Staatsbürgerschaft nicht erbringen können. Der Antrag des Refe-: . «wen wurde angenommen. VerernsnachmchLen. HebcLi-'scherKonversationZklub. 6 llhr ' abends. Zusammenkunft im Lokale der Bereinigung jüdtscher Exportakadcmtker, U., Tabvrstraße 1. —. Ukrainische- Militär m i ttelschüler Vereinigung. S amtliche Mitglieder haben um 3 Uhr'nachmittags m der ZtrkuSaaffe zu erscheinen. — Zionrstische Sektio«' Brigittenau, Anntelduugen für die bereits bestehendeu hebräischen Kurse werden täglich von 3 bis 7 Uhr Lntgegen», genommen. Für einen demnächst zu eröffnenden Anfänaerkürs werden noch einige Erwachsene Sonntag den 7. d. M. um 10 Uhr vormittags im Sektionslokale XX.. Karl Meißelstraße 5/4, - ausgenommen. — Zionistische B e z i r k s s e k 1 i om » B r t a 111 e n a tu V20 Uhr abends Zusammenkunft int Cas^ Kürt. Letzte Nachrichten. Züricher Devisenkurse. Zürich, 4. Dezember. (Devisenkurse.)- Berlin 12.- 12.30), Wien 3.75 -3.80). Prag 10-.Äi fl0.50t, Holland 207.25 208.-). Nem-Yort 539.-<530.—), London 20.90 (L0 85). Parts 52.— >52.-). Mailand 41.75 (42.—), Brüssel 56.25 >56.—), Kopenhageit 106.— (102.—), Stockholm. 120.- (115.-', Christian,a 113.- ^113.-), Madrid 107.25' (107,—\ Buenos-Atres 224 — (223.—), Kronennoten, österr. gestempelte 4.— (4.—), Kronennoten. ungestempelte 4.-— (4.— ). Die Ernährung. Der Marktbericht. In der , G r 0 tim arkthalle begann gestern Yvi" Fleischwoche mit der Ausgabe des a m e r i k a it t f ch e N srie r s l e r s ch e s. Das 1073 Kilogramm umsaffende Angebot blieb zu in grvven Teil wegen d e s . z u. hohen Preises unverkauft. Namentlich düs so* gknanntei-Bratenstelsch, das X 88.— pro Kilogramm kostet, blteb' fast ganz'Ünbeachtet. Nach vorderem und Hinterem Fletsch, das X 65.—, beziehungsweise K 69.— pro Kilogramm kostet, war.die Nachfrage etwas bester. Das sonstig« Angebot bestand aus einem kleinen Ouantuin Würsten, etwas Zregenstetsch und Fleischgemufk» lonierven, dte mit X 61.— pro Dose verkauft wurden. Auf dem G e s l ü g r l m a r k t e' waren einige Gänse und Eulen zu haben, du K 66.— bis. K 70*— pro Kilogramm kosteten. Der F i s ch m a r k t bot kleine Mengen von gesalzenen Schellsiichm, Kkippstschcn uud kleinen Karpfen, welch letztere zu X 26.— pro Kilogramm abgegeben wurden. Auf den G r ii n w a r e n rn ä r k t e n war di? Beschickima m't Gältuerwareu sehr schwach. Krmu und Rüben Ware«