Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 314 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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9lt 3)4 Wisner '5. Dezeylber 1919 Seite 7 Ein Manko vo»n 2V0WV Kronsn. Pyr tzem Zch.MSkxi'chje^ttrKch MlN der MMByK^! n Atz Ptzpykr jpxßB VssWiMWff öll yttsutflflrrftiff D;r Bkfchuldiflje Wx hei pft GrhflsiwgrwfiWq Gsflkiß L Psüstx als. HrfÄSstMkllx gntzeflxflff Hft' Hlflhgh«r ^er FuW fvay 8Ä1 Wh PpW Wst pur tzißn Gruvi'c das Geschäft. Ende vorigen Jahres stellte sich Mgys,'W nn Abgqng M M % & F f» \ I WM' Hlyp «'* « der Kaste Whqyd^ ftj. PkppS« ftvfliirtc, er hah? fein? Pftisige ayjl hem KrschDi sjsr sich p^ivsphej, tzmu GHiL hsttze M fglsthe PMuflgrst ' ßy^Wchtziejr^ bcupit ihr M-W WiMd, dm sie nzMenh her WsfWft tzttz Gatren trreh, hcchkch werde, hfl der Vnhgydlnflg galt der An; geklagte zu, ,x hgbunky Benag Mn lnsgesamt 40 000 b>S tzLW fam hmch MchWW 'in hm PWerfl per? dm flriißjm Wl davon habe Wu Grüble nhahcn, M ljemerkp ^eil hohe er für sich verbraucht, Die Höheder Uiilcrschlalflmam wurde durch dm Duchsachverständigen Ajrpah Tor .ermittelt, her angab. ,s fehle ein HWSf tzon etwa?fO W Krppkfl. hßch lasse sich nicht 'mehr W AM.' wlkviel. Pytzpsr sjir sich yerwMt i;nd weM §mm Frau Grubic erhallen hat. Popper war überdies wegen Betruges Knsekkagt, weil er einem GescWssremrd der Firma 10.000 Kronen hWOgeltzK Weg jpll, Pie Geschwornsfl hejabtm die Frage auf PemntMung, tzerneintm dagegen die Frage gut Betrug. Auf Grnnh dieses VeedikteS vsemleilte der Gerichtshof dm AngeflagFn rp a ch t. ,eh N.M o p at ey sch war em Kerl sp," Die Meuterer von Eisensteitt. Praß» z. Deumbsr. (Tes.-sionip) In W Monster- -Meh'gegeu die meuternden y'e g i o'fl 8 r e von Eifen- Lem, denen DmM'lhrüng zwei volle Monate' m Anspruch nabni, Whe'hMe HM PxgM Wlsionsgcr'chte tzgs Urte i l gefällt. Der. Häuptangrstagte, der rgisuche LegioUrüchSsührkr F « l l i n e k. wuide zum T o d e durch d t n S t r n n g »ergrieist. . Diflß Reihe weilecrr Angeklagter erhielt schwere Herrerstrafen in Per Dauer' von 10 Monaten hiß zu t Jahren, itz Angeklagte mmdm sreigsiprychrm Der Volkswirt. Wirtschaftliche Nachrichten. WS Lyndon wird gemeldet; Gold ist gestern um fehl >on iM öüZ Wirtschaftsleben DeuifchlaNds sich' tviebe^ bgjft aeffgEfl werde. Von der gesamten Steuerlast sollen also nahezu 60 Prozent auf direffz <WrMll gsih 46 Prozent auf Zölle Md MM MMW ßnmllßil- - Wgsge MjleDMgels M M' fe Ä n dH k j ^^Mrssshssn p.'jxd, 1® NMW 9r|. WbMhM'WM p^P fe? Wu O auf mmi{ mmmim m f]\\isteUßN: m Mltex ^IOMIWsltzfenstntzrstabnnfl. s? WK ißarftm MM: grn Parch^ge lst m MtMg ksflgeb/Wt §m°cReit, dass stVjim Wßn Wflg M? Wasserkräfte pfaiI mJm mmMiim WMDglnms tzstÄMMMH ssiflem MßU^NdßN Mekl deß Btaat-s yrexW rMr ßkOefl-MsserkvaftansM 'wird po» 1 Pfund ist gleich 99.68 Franken. Ms Berlin wird Snlegrgphiertr In hex Nationalversammlung betonte Nerchsfinanzmintstep E r z b e rg e r in lstrsgerar Rede, daß es srch »ei «nerr Finanzreform, hie «rin« Neugestaltung des Steuervesens darstellen soll, um eine dreifache Ausgabe handelt, nämlich um eins stpantitatsve,' quatitatthe und eine distributive.' 'Ersteve besteht in der Aufbringung chep benötigten Milliarden. Die Kereinhettlichu ng des Etsenhahn-' vesens wird den Auftakt zu efner großen Gesetzgebung bilden, reren Leitgedanke das Gemeinwohl und die Solidarität im zanzen Wirtschaftsleben sein wird. Der Etat vom Jahrs lg Itz. werde mne Entlastung in den Gesamtausgaben »on 241/8 Milliarden Mark bringen- Im wesentlichen bleibe »ieser Etat aber ein Kriegsetat, da die ansterordentlichen klusgahen in her Höhe von 41 Milliarden Mark ihn dazu iempslisn, Die' B e s o l i> u n g s r § s o r in hält Nedner für ritte - der wichtigsten Anfgabett . Die fortlaufenden Ausgaben jeieu chit 1tzi/z Milliarden Mark veranschlagt. Die laufenden Annahmen durch Steuern werden auf eine Milliarde Mark zeschsttzt. Die außerordentliche Kriegsabgabe fstr das Jahr ktzltz und dis VermögenSzuwachssteuer sollen jährlich 12Milßachen Mark bringen. Nedner ersucht, die gegeirwärtigen setze möglichst bald zu verabschieden, da es nötig esamtsnMme von 24 bis 25 Milltaroen Darf durch aufzubringen. Aus den direkten Steuern würden 6? GtGs sik owtz-Sg M'aMW. eß lmstdßst sich m Kamßtz MeuUfl und ' a'ußex "n,ßMi'sn schflläx Krrtkqu) .aas KqWyßvtz'x hhst \ Dabrölva mjt vkttn* sM Ovflm WsSWjs syff, Der HstzMsvtz ay- Pyftq stesgeßebß^ Mgrschp»;, '4^ Dsznflher.' lM'bM D-T Puds-et? Wh ÄNMsamm'AtzN Hai ist WZNknhrst hiß HgHclßminrsjezS eu,e Rr glM'tzn anacflWmrst. mö prtti o fl K q r shol-, nach demMlM m'\\ sutf KamvkMmn fv?läiiselini kr. Vyeteiluyg des rollenden Materlals Sesterreich-pyMyß, Afl8 P q r i 8 wird gemeldet: Per Oberst«; Rgt hat heute im Prinzrp dch Einsetzung ünex"K p m m ij s i o p beichsossen, die sich mit der Bersestnug des rallmden Materials der Eisenbahnen nnten dcn N a ch so l'g e st a a t e n der ehemal-aen 8stttreichlsch-un.gar»schm"MonarÄile zu belassen Hab cp wird. Me Ecneynuna de?KommisswnSm>tglixdsx sowie ijherhlmpt dre Feststellung der E'nzethcttkn wnd erst nach der MMthk Lopcheurs nfplgrfl, der Uch augenblicklich "m LoMM tziststdit»' . " Im gestrigxrl freien Verkehr war a r ö ß e r e N a ch f r a g.e nach fremden Zühlnngsm>tteln tzorhgndefl. Es wnrdcn bfzahlt: 8 e i n o t e n 4.78, M a r k n o t e n 8.70. Ä ü b e l n o t e n 2.68, 8 «re 11.70, 'S ch w'e i r e r Noten 26.—. französische M p tep 16,^,. Kollar 151»---. Apsrahlung Berlin tz.öb. / Die Elyltzfung der Kriegsanleihe. In der gestrige« Landtagßsitzung gelangte ein? Anfrage deß Abaeordne.en Bw- Pamper uph Gcnossm beuessend du Ernlosüng der K r i e g s a n l e»ij e zur Vkftcsung, in welcher dre LandcsregiNMg pusgcsvrdert wird, kitte dungkickw Vorstellung an die Stagtsregierüng zu erheben bezüglich der Einlösung der Kriegsanleihe und Zulassung zur vol-ley Höhe der Ber« M 8 g? n S a b g a b e. Die Krfeoa^osten bez'sser's Wilsa.fl in Milliarden Pollar: England 88, Frankreich 26. Amerika 22, Nustländ 18, Jtaswu 13, zusammen rm.icklwßlich Belgiens. Japans usiv. lN;' Deutschland 30. Oesterreich 2t, Türkei und Bulgaren 3, zusammen 6tz. . " Die Kapitalserhöhong dev SlovenSka Bankra in Nosendevg. In der am 26. November abgch iltencn außervldkni1>chen GnuealMsammlpng der Sloyenska Banka wurde beschlossen, das Astienkgpnal vo« 20 aus 50 Millionen Kronen zu e r h ß h e u Borlkiufig gelange« für 10 Millionen Kronen neue Aknen zur Emisnon. die den Aknonärrn nn Bcrhältnis von 2:1 zum Preise von L 400.— angebon n werden. (Für Nichtaktionäre beträgt der Subskrivtionsvie;s R 500.—.) Annieldungsirist vom 1. bis 28, d. M. In dem Prospekte wird he, vorgehoben, daß' sich der Bank im sclbsiändigi'n ischcchv' slowakischen Staate günstige Aussichten fiiv die Bciätigung auf dem Felde der Nationalisierung der Industrie eröffnen. Die Kavnalserhöhung werde auch mit Mckstchl auf die starke Zunahme der der Bank anvertramen Gelder dmchgrführt. Für 1918 Hai die Bank ,10% Dividende ausgeschüttet, chre Aktien sind seit zehn Jahren qn der Prager DöZe kollert. Anschluß der Wiener Unionbank an nuskLndische Finanzkreife. Ww der „Tgrisanzciger" meldet, strebt auch die SlTieucv Uniondank einm Anschluß an ausländische Fingnzkrri e cm Wd wM z.u diesem Zwecke ihren «D.uMor Mdwig WMer »iäch -Amrri'k.g ^ichdm. —'-Ans M Mch''MvcMeM 12.000 Stück Aknen' der GMckchcn K a r-p ÄM-e-n rWSsell» schaff ist der UnW.hag^ sesnerMt eineKviM riM^Knmt worden, von der sie in der Gm oral vors aminffmg >dcß-Zahr.cs 1918 unter dcx $$mmw MÄÄg^rqteu ,fft. Kgß Mt .chr m ,,mh.Wrrger Handlungen wege yuv ErvichLMü eincL IEffammer in Lodz. Wir eutueHnre» dem. ^-PvffMhen Älohd f Die M»W.der Mrvichtutttz eyi.ex AoU-.mm.ex M Lod^, die nan .der Lotrier ÄtgMchsost»lnr SztMM-WM M.Mg, »Md «damniichst tvevmniiicht apevüefl. -Die wir tmbm, hgbmidge W,nrschglle^r MfltrMMchLN chereits iülM VxrwÄiex Mr ZoMamm^r S«rckfltzje'rLeit -emhk'Oek wird, uw wt> %8iib?.t-et>'ttn'A&i)»imstt aNsEnebm««. >N,S wlrtz, M ^McheM-.niifli8arü>Mv Mnuiehmon. Me Mrrlcht'ürlß einer. ZoWMux agy Barabend.dar Hntmansucchme deSHandM« vMehr- Mt -MEtand «hat Gr W chiSM Kdirstvhe mud -den GaHet M HiAste MMUM. ' . .!"<""V'T . -Wim* Wtzke. ÜMkachtSt der erdicksiond Msumlsttschm AeuZerunge« LtzK SM/rEeffri^rs Dr. MriH aialnN d& AluswärMewkgurch .anidrr gestrigen gana LimmMre Komn-n ap. Der'Maugü anWgre wfc mx Folge, Laß dreMGrage chur gu-rapch.stergendm-MlsV, bkffiedlgt werdet. Lynme. «Es Mglgtim MisÜMe Muse jsür -answürttge Mkch«M. Mch mchvl Am malmanschm-Lirrtm »Harn» StagtHM-, AchMDkM, MMchW'M »ii«eMNLeMMd.-Wt SchrankcnMxjcn GepenKand MgK^er MMpM. StaatsM« stiegen «m 125.-7- bis K LL65.^, «ap »her Nachbörse '.«s L 8560.-7um towtett & «ftS.r-r, Alpine Mroifitmtin >R ilQ5^,. Südbahu-Pu-rMM A DHY Md Mnderbank Lilöy^. Im Schraykcn war der.Pc^chr Müdem Nurbulem. Mtoflqle'.NM' trage nach dcn Petrolc.umwer:en bewirkte, dast »d»e ^Karpathen» PclroleM um £ 19.50.- Md Mgligin um K- .1100.— m du Me geM wurden. Die Sleigerrmg der Dtitscher'Magnesit betrug haÄ dem letztgemeldeten Staiid *K ‘2300.—. Much die Schiffahrtwcrtr wiesen ganz exorbitante Steuerungen -auf. S» Teil der anfänglichen Avancen Fing verloren, wogegen.das 'wilde Spiel in den Schranken werten bis zum Ende drs-Dffchäftch anhrelt. Neiiten lagen fester. Wir 'verweisen auf nachstkMbe 3ndustrie-11nt«r«ehmunk,en. Allgemsme Waugeseklschast 900.— (-.—), Unionbau 450.— (-— 2.—), Wiener Bau» geffllschgst 594.-7-ly.-).Wienerberger Ziegel 1U0.—»(—140.—), Lichnger Brauerer 925.- (+ 27,—.], Airsiig Chem. 3320— (— 125.—), Brosche Spiritus 2019.— (— 50 —\ KarboruNduin 1755.— (--.—), Holzhandelsaesellschafl 1487.— 7.—), Siemens Schpckert 819 — W.—). A. .'E. G. Union Elcktr. 1148 — l-l- 3.—', Alvine 3120.— 105.—), Äustria Email 1890.— (+ 70.—), Berg u. Hütten 8200.— (4- 400,—), Poldibülte 1990.— (-i. Prager Eisen 4870.r- (4-155.—), Rimamurany 2185.— (+ 135.—), SkMmvM 4512.— .(— l—>, Wasiensabrrk 3100.— (-s-25.—i, Salgo Dcrrjaner 2592.—.(—13.—), Trifacker Kohlen 2580.- —20.-).Ung. AstgemMe Kohlen 4500.- (+ 70.-), Urstany 2395,- <- 4M), 'Avlinner MMstien 1399.50 {-.—.!, Heidt 620.— (--Plstvmvtch Sigl 922.— (— 3.—), Slmmdr-mger 880.— (-1- 22.—>, Zevkäm 1400.— (+ 20.-1, Karpattzen 11 950.- C-H» M-), Wlizia 12.700.-r (4- 1100.—), Fe sabrck«, 1848.— <4- 3.—-)/ Schoeller Zucker 329s.r- 17.—), Oostrvr. Wenbahnverkehr 1004 — (+ 9.-), Kmpv A.'G. 950.— (+«.-», Huston 1516.— v- 14.-). Fmtwerke 1580 - l-s- 65.-). BeitKr MNMsit 11.300.— (-ff 2300.—), Schönprieseuer2060.— s-Austr»« Amerikana 6100.— (4- 150.—). « Transport-NnterqrhmuttDen.MrratzS50—(-f 9Ä0.“*), Buschtchradcr lit. B 1548 - (— 2.-), Donau-Damvt. 5100.— l-ff 600.—), Ferdinands-Nordbahn 13.000.—<4-M50.—L, StaatScifcnbalm 3365.— (-ff 125.—)," Lombarden 257.— l-ff 6.—% 3% Südbahn-Prior. 1040.— (-ff 40.50), Staatsbahn-Genußsch. 1754.- (-ff 69.-). Nenten. Marrettte 92.75 (-ff —.75), Fchrrtarrente 93.— (-ff-1.—), Oesterr. Kronenrente 86.— <-ff itzy, ftvgar. Gold» rcnte 241.— (-.—), Ungar. Kronenrentr 99.90 (— Banken. Angto 649.- i-t- 21.-), Asulvereiu 690»-^ (-ff 8.-). Bodenkiedit 1649.- (-ff 1.-). KrediEnM IM.«- Modche und Rest. Pon Piojta Rakous. Wü.M>bkrechtigte Uebcrsehung aus dem Tschechischen von Emtt (11. Forffetzung.) - »Mell Toni am SamStag bei uns'die Verlobung soievn tvttb " bekannte nun Nesi voll freudigen Stolzes. Die Vchmledin ritz vor Erstaunen di« Augen weit auf. . „Verlobung? War ist das?" „Na, wissen Sie, Vchmiedin, baS ist so," begann Msi bereitwillig zu erzählen; „bei der Verlobung verlob sich ütnör dem anderen, er wird Bräutigam, sie Braut, und eS ist eigentlich alles schon so, als wärest sw Manu Weib. Es kommen die nächsten Bermaudteu KUsamm^n. Alles wird o.dontlich vereinbart und bssprö5)en, «ine Schale wird ze-.w. „<§iiie Schale ^r'ch^gen?" unterbrach i'vr Staunen die Schmiedin Rests, Redeschwall — „und ich bitte Wie, lisbe Resi, verzeihen Sie, Hatz ich, dumMS Krauen» zinimev sö sromv — wozu wird die Schale zerschlagen?" Resi Miet em wenig in Verlegenheit." - *k wie soll ich, es Ihnen geschwind sagen..» Ein lebek nimmt sich'ein Stückchen von der Gchaltz als AndenM mit und ..." „Ich' weiß schon, Resil Und wenn er stirbt, so gibt matt ihm bas StÜckchstt von der Schal« auf die Öiilßtm!" - " „Sie tfttwm abtzL wirklich recht dumm daher", be. merkte tabelud Nest, „was fällt tzhnen ein, auf di« Aitgeu! Die Schekbllach .. „SchStbi. . . was ist bas schon wieder, liebe Resi?" „Das |titb die Stücke von der Schale." „Aftv die Etlfcrbett, wenn ich recht verstehe" „Aber, was für Scherben! Das sind keine Scherben, fcü.4 sind Schcrbiloch! Und wer solche Scherbilach. auf^ bewahrt, dem. brmgcn sie SHitct* j Die Verwunderung her Schmiedin kannte Leine; Grenzen.! „Um eines, liebe Rest, werde ich Sie bitten", sagte sie schmeichelnd, „und Sie dürfen mir es nicht versagen. Geben Sie mir, ich bitte Sie, nach der Verlobung auch so ein ScherLi ... Scherbi , ., vdev wie es heißt!" „Ich weiß nicht, Schmiedin," wich Nest aus, „eigentlich..." „Aber, Neserl, Lun Sie es mir zu Gefallen, nächste Woche werden wir vom frischen Vorrat backen, ich bringe Ihnen dann einen Laib Brot, groß wie ein Wagenrad. — Sie werden schon sehen! Ich will es sa nicht für mich. Es ist nur um unseres Toni willen. Der Bub geht im Frühjahr zur Assentierung und so i denk' iw mir, daß, wenn wir ein solches Ding j zu Hause haben werden, daß sie uns den Jungen? nicht behalten werden. Nicht, daß Sie etwa glauben, Nest, ich wäre sü abergläubisch, aber an solche Sachen glaube ich doch" . „Sv will ich Ihnen also «in solches Scherbils geben", versprach Nesi, „aber nicht vielleicht, daß Sie glaube"», wegen des Brotes- -- Gost bewahr«! Nur deshalb, weil;<8>te es für den Toni wollen." Dis Gchmikdin erging sich in Lobpreisungen Über Rests Witz und bracht« haß Gespräch wieder aus die Verlobung. „Und so habt ihr altes unter dem Topsdeckel verborgen tzehalten" holt« sw Rest weiter aus, „und wo haben sie sich, ich bitte Sie, kennen gelernt?" „Mslischenkind, das ist «in ganzer Roman", fuhr Resi fort, „jetzt ist leidet kein« Zeit zur Äuseinauder» setzung. Er zieht sich schon ziemlich lange hin. Das erste Mal salzen sis sich zu Purim — das ist nämlich unser Feiertag — aus dem JndeNball zu Bojkowitz." 1- „Aha. wie Iluum damals Modche verlorengegangen '.ist?" „Erinnern Sie mich lieber nicht daran... auf diesem Vals haben sie sich ineinander verlieb^ und seither gab es ein fortwährendes Briesschiteihew — Briese hat er ihr.geschrieben und ~ kurz und Mi am Sonntag feiern wir die Verlobung. Ich mußte natürlich alles zu uns herübernehmen, das wissen Sie. meine Schwester! DaS arme Haschsrl, w» kkstut deun sie sich in solchen Dingpn üUS! Das muß alles ich vereinbaren, damit niemand betrogen werde. Es wird uns ein hübsches Stück Geld kosten» das können Sie sich vorstellen, zwei Bratgänse stopfe ich; Freitag werbe ich Gugelhupf backen, Kan» daS Auf-» räu:::en ... . aber waS soll man tun . . . Toni isteine Waise, vielleicht wird mir'S Gott auf «ine andere Weise wieder einbringen- Modch« zwar. . ." Resi hätte sich, obwohl dazu nicht gerade $«i£ war, Über die bevorstehende Feierlichkeit bis zum jüngsten Tage . . . in diesem Augenblick vernahm man jedoch aus dem Nachbarhof« die wütende Stimme des Schmledes, der arg schalt, daß die SchMiedi», statt Mandeln abzuladen, auf Tratsch auSgshtz .. » Die Schmiedin machl-e sich schleunigst davon und Nesi schwang wiederd Strohwisch und Fetzen- Am selben Tag« noch wußte das ganz« B'^f» daß die Zaborer Tont heiraten werde, bchß Bet Resi am Samstag eine festliche Verlobung gefeiert wepdtz und daß die Schmiedin irgendwas dabei bekommen werde, tvas sie zwar um Nichts in btt Welt näher bezeichnen könne, was aber bewirken wird, baß ihr Toni bei der Assentierung int Frühjahr Acht behalten werden wird. Am Sonntag, kurz por Mittätz, versammelten sich in Modches Häuschen Gäste, begleitet von dem sichtbaren Jiiterefte der ganzen Dorfbewohu^rschaft. Im Glanze des lächelnden SommertageS sah das HäuSchen mit seinem frisch grünenden Garten, blitzblank iveitzgetüucht und gescheuert, wie ei» Schmuckiästchen anS-, sortsetzuyL t'olaQ Kfl