Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 314 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite» Wien. Frella- 'fl-E ————.;- Wiener MorgenZerLtMK ' § Dezember 191S K. 314 MMsche^MmdschlM. Drs-FM^tza^MvÄtan November rn I«rrrialem. Wre übtzxM wurdr auch. W HMwüMq^ S. Ndvü«lkvr>» dev Dag. hex BoHWMpw tzy^ ^er vortiAMr JkÜMltzBt WMch WflNGN. Wft HM Wrütz^ür tIüdjschc GLmemdevsrwaltunG!pr deH AHMHuHtz' iMMstaltettzr W.ex. tyM qm«« ini^Mk @& tzHW-typ sich an-, dieser-, ipe? P^vminerrtestLY: Persönlichkeiten sowie mehrere RdWurrc Nach: %&!&■■ Abslügu-ng eines PsalmeS sprach als erster »er. Vorsitzende ba@. Waad-Hair, Herr David Dell i n, der an fizt Hand geschichtlicher Parallelen die Beöcuiärrg des er» ' mähntom D^rgrriffsG würdigtK. Auf die gegenwärtige gedrückt LtirZmunz, dir stctz. an. Stelle der ULsprüglichen BegeUerung^ »ec jüdischen Massen bemächtigte, übergehend, erklärte der Redner. dM hr^Gr Leine. Ursache wpchmche«.. sei. „H-r.?. tzL-- klläru-NG der b.ritchsch;e» ReHver^rrP.". .tzchr W sopt-„ „fteci ei'n.e. Pn wLrßu.ug^ b;t^ ei.wKukosLy. Kän.der, fLr tzLÜrren: L<rih ssch lpL»tz.tLHch-h^b <7 ä i n" Hiese UsberzsuiWrg- -hohe?r wLhxsnd. seiner tzrelew iluSAstründMfptzungeiv mb den. Pe^uun^DLeisM m PMstE unb: iä Sctnhoiti gewonnTm . Hleranf ertzriff. dsv Ehacharn-Bäschv aus SaEyrrW^ Nybbi, Me«;, der vor Lve^vb nach PalLstin« LberstedekW, das Wiöch. u«r. in. sinera. bsgsiswrcke» AptzeL $*s Emig^ert tzy, ,2«dMt»m.Sw mahnenu«dfrw die- <Lbf.ocku.te H-.errsch«ftz oerz hxtzkkrchLßchv». Schr-achr im jüdischen ÄcheR tteterL . PlÄ>Mox DsL^nvLLn., dev iafslgr. Unpäßlichkeit, her,, hindertwar, a«> der Aercv tLitzpurehnreir, verpcherte ry eir^esr SriefN/st'ms Teilnrchme uw Geist» ruch. erklärte, daß er öo»;5g!W d<'v großen. Hoffnungen^ welch» dir jüdischen Herzen -fegMamchI! erfüllen, hsM«.«r.tvsta tze« kHnneq v6ä%- tzenew VsptpiLILrchrrn.^ in alLern^ch^h^ g eckd <rxl<^b-s» w-^Vd-s». Dssr- Vüwsitzsnd«: übev-rachte fchKsWch der Keirfcnn^rttz di» <3fcußp dSlN MilitärvsswchtMg, »ab 8aS Versprechen,, hzpr bMschsm UeMMntz über diese Archr W berichten «nd ihr den. DaE dtzu Mdi^chen Besisrherrsig,. yr Arusslem zur Wer» mittskn:. , Uebcw ThWKnvyK hstz sG^rehnng?» ansschnß)' wurden, ar» 3» Wtzykhsx j'SmsKchq Schulen nach -weistündigew WtHsvWt KeMoM. .tzn vielsn Schuhe» sprachen die Fetzd vchr tzsu hLyfawWktten PWlyrn tzher dis BLdcntungdes^ DsgM QftSLtMNs «nssr tzylMcher HwvschafL. ÄM WarsHes wird den „ffy'm'chen Gtichmen^ ht* rtchM:-Die GutsHebung über Oftgqlizien, die Ken .Pöken M B-rwattüng des Landes auf hi- Dauer vpn 2L AahrÄr Anerkennt, hat in mlsn palitischen Kreisen qeradLza konsternierend gewirkt: Allgemein wird beiSnt, daß die polnische FriedrnZdelegqtipn einen Vet-« trag, der eine solche Bestimmung enlhält^ unmöglich dttsrichreiben könne. Lieber dis beabsichtigte Abgren- -irng Ost»MzrSns berichtet die „Gazeta Warszawska": Die Grenze' zwischen West' und Ost^ali'ien beginnt an der atksn russisch-österreichischen Grenze und verläuft ntlnächft längs der sstlicheu Grenze ^der Gemeinde Belzes (südlich' von Tomaszow),.. dann Mischen den ^szik'sn Creszanom und RawaÄuska, an den Grenzen der Bezirks Jaroslaw und PrzemM einerseits und den Bezirken Jan o^ow, Mosci^ka, Samhvr und S'ary ^ambor; verläuft hieraus zwei Kilometer östlich von chyrow, schneidet einen Teil des Bezirkes Gtary aambor ab (an der Wafferschetde zwischen Strwtez ud Dnjestr) und zieht, sich dann längs der Grenzen er De^^ks Dobromtl und Lisko einerseits und dem BezirVs Siary Gambor und Tnrka andererseits bis zur slowakischen Grenze hin Nach der Pariser Entscheidung wird Oftgalizien nach auij-en durch Polen vertreten. Es besitzt zwei Amtssprachen: die polntichs und die rutheuische. Der Schutz der Minoritäten wird durch den Zu'ahre trag vom 83. Ju"i l. I. gewährleifLet. Ostgalizten wird einen ei'4n.-n Landtag, ftine Kammer) besitzen, Oc aßch Abgeo.dnrte in den polnischen Reichstag ist War'chau entsenden. Der Vertrag über Ostgasi'ien tritt zugleich mit dem Friedens« vertrag mit L-estsrreich in Kraft» Zum deutschen AntersuchungsauSschutz. . In der „Berliner WeltbÜhm" sch eibt der bekannte so4alistischen Echriststetter Heinrich S tröbel einen „Die Attacke der Reaktion^ betitelten Aufsatz: Eollie von her Untersuchung irg'mdetm moralische up'irnrug aus Inland und Ausland auögehen» sv müßte man bi£ morattschen, d!« völkerrechtlichen Momente in den Vordergrund schieben. Unbetchabet der Speztaks Untersuchungen anderer Ausschüsse wäre baS Hduptgewicht auf die PölkcrrechtSwidrtgkeit und die fchauek» liche Barbarei des rücksichtslosen U-Bvotktleges zü legen gewestn. Herüber loärcn die BethmaNn, Helfferich, Cspelk, Hindenburg zu inquirieren gewesen- und vor^ nehmtich auch darüber, wU sie die.vtesenhafte Verantwortr'.ng äuf sich nehmen durften, durch eine, unerhörte Presse- und GewiisLnskmüelung und eins shstemattsche Geistes- und ScelenverwitrUttg das deutsche Volk zum Mitschuldigen der U-Boit-tAchmach zu machan.. Durch eine soW Zuspitzung der Fragestellung Hütte matt, VrthmanitS EtttschuldigungsversUch,. bar deutsche Volk selbst habe durch seinen StimmuttgSdrUck den schcünken-l kosen lkai-chboolkrieg erzniuugen, sofort durchkreuzt. Zu dieser \i:t der P50,eßftihruNg gehörte freilich, daß wenialtens. ba Gerichts hoi. selbst eilt Gefühl für bie Moralische UugeheuerftchkLiL soMen Kriegführung ' hatte. Was aber auWchsG tp.i.-^ in^ M^hersuchrmg^ausschrlßls Daß man der Obersten Heere?-- und MarinebeitrtM gerade deshalb die bitterstan Vorwürfe machte, tzM. W Wst. wUU?nd hes Kr-ssM. nicht.. U-Vy/-L.e ßien.uH ha'st^, um HW dt^^äyWq^'H-lMr- HoabMg n-P M'W gVchulliGN ^.ws^uenz' zu WOech. Und u»ichh etwa PsMeshMe- Wren SH, W goMe TivjM. «H, G^W sen. hijtz aMtz^ Ay-, ' klage, schleuderten, Mr otende Stümper iH ^orbe°c reitung der barbar^'chesten Kr^egZmetbo^e fein, sondern stramme Demokraten, zuversä,',rg!teSauten .de? henUgen R"gi?rungssystcmZ. Nickt daraus-drehten Mst örs 'Extremsten; her- M-rgerKchen DpposrLwn har- Dxn- MGeMW Wch» ihro-y. WMstrischM Ph-WitzM ..einen Strick, dM Ae gegen jedes Bölkepr^chh und )öde ' Mens'chUckMü am Schifte uttgewarirt verrenkten; fondLW dara-uS^ daß .sienicht;, her Mahn.uo-g. sorLschrftts licher Bevater. sokAeud, st» .Mkk Muchtzö»!s geVauL hatten, um noch Ws.hr> SchP« und. Nsscchungen auf den s MicrrSWMd .W?KrdeM z« .köZWz.' UM tzonz W'EM MMMplichetz PWMk tzarüher, z Ä- HA Zshl d^r- U-Boot^ ^Mereicht> ntz» Hirk^; lich, «uf tma ^ch^MtMssY W-^s gegen vtzchusn' zu: 'tifamn. iMN LäMrzM all» deiMch G^uO^r, Hrh»Ä WM W Gtz^rvRVR j NhDGrM.rh^k' be^ ftz'chrr Gsrchaph» . k^ngSfMWiA rechNte». die MchLtzfy'-iMtrn *\k\' SlNtz <• EinMKtzMNNS Ä«d- JtWrM^WN Hey ^i-wlvfe I dek aLe« Regimes Ditz MW«r agMsfttzere Der». : tsidiZnnA des BethsmnR Mtz HriftsrM ftzlst« ihM» endlich vre- Auge« tzasts« üh-r ditz W^ehftheit > einsr fM-mlose« -KWpäß'M-. AB überein «nderrS mH: G-rtz his MMn iML NMW KriegsMrWysenheitz! - Die monarchistischen Bestreßunsen in Airgarn. ' Aus Budapest Wad. benchtet: Eme Abordnung der ungMchm RkUakHchMtti v«r« Mhrung des Gtalrn Trhamcr S -o m s s r ch sprach hem» MpWrPcWeMm^ H p s z r r vor. Gmf GopriM untechreitetedaL Glucken, daß gp d?m WWrn'chen Wuppe« wieder d i e S t e h. h an s. h r g y e angebracht ympe fpWie daß biß M Enticheidum Mer die ft'tflltige Staa.tßsorm ÄnM» nicht als «R b dp h k j k". sondern als „Unaarücher Staat" hezücknet yreche. Per Min stertztgstdeut erklärte, er hübe mit Buuh'sur.s hie EatfÄeidvng d^r Entente zur K nwyrs genommen daß m der Fcqge Hey Staatsfvrm eine Volksabstimmung zü entscheiden haben tyerdk. Er lei dtzsseys r ch e r, daß dw große Mehrheit der Bevölkerung sich f 8 r das Königtum ausivrechen werde. . Wgß die?vvW Grflsep Spmistch vorgebrachien Wünsche bckrifft, meinte der Mirtisterpräudevt. fseien das gegenwärtig, dg Ungarn vor den ^riorensvrrhandlungen siehe, nicht so wichtige Fragen; Der Mmistelpräiident versichrsto - schließlich die Pgrsei der n u t e r st ü tz v n g der Rcgierung. i Inland. Das Budgeiprovifoxium. In der gestrigen S'tzung des F nanzausschustcs bat Staats» sekrülir Dr.' sit e i s'ch mü kn;zen Morieh das B u h g e tprovisorium eingclrnet. Der Älisschpß Mt den Abgeordneten G ü r 11 e t zum Nesrren'en best llt und wird die Vorlage in scmcr Mittwochutzuna in Verhandlung z>ehen. E'nc Woche darauf, alko noch vor Weihnachten, diiriie das Budget- Provisorium im Plenum der Nalwnatversammlung verhandelt werden. __ Die Vorarlberger Frage. Die »linksten Unstimmigkeiten zwischen den Koalitions- Parteien scherncn an Schärte verloren zu baden. D>eS geht schon aus dem Umstande hervor, daß die christlichsoziale Part^', d:e gestern vo,m tingö zu einer Klubsitzung zusammentrat, der Erörterung. vorläufig wenigstens, aus dem Wege gegangen ist. Jetzt ist ds die m ttn akutes Stadium geircteiie Bo rarlberaer A n s ch l u b s r a g e, welche alle poliuschen Parteien bcfchäfiigt. Sowohl dir E h r r st l r ch s o z i a l e n alö auch die G r o pdeutschen haben diese ernste staatliche Angelegenheit in den KmS der Eröiterung gezogen. Be, den Christlichioünlen referiette der Vizekanzler F tu k. der vorgestern aus Vorarlberg zurückgckommen ul. über d e dortigen Acrhilltnisse und Stimmungen. In parlamcnta> ischen Kreisen wird e«zahlt, eS werde von jetten üner Schwernr KreUe, die den Anschlütz VoräilbergS an dlt Schweiz betreibe», die Behauptung ausgestellt, sie hätten bereit-, die Zustlmmung deS Pariser Obersten Rates m der Takche.' Die Partei.'« erwarten, daß nun die ijsterrelchilche Regierung nicht zögern werde, zu dieser Frage Stellmig zu nehmen. Ei,re Erklärung der Volkswehr. Abmahnung von Versammlungabesuchen. Die ^Arbe ier-rjeitung" Meldet - „Der VollzugSaus'chuÜ der Soldatenräte der Vollswehr Wiens bat sich mit den fjiv>schknkällen ' tn der Konzcrthausverlammlnng vom -Eonniag und der Raihausversammluna vom Montag beschasrlgt und rst ernhellrg zü solgendm Bcschlmscn gekommen: t. Der BvÜmgsnüsschuß hält eS sÜr da- Zweckmäßigste, daß üch dir Kameraden von denBerlaurmluNgen cker vereinigten Reaktionäre fern halten. Dre Fragt dev Aalst lkuna der neuen 2öehrmach1 wird nicht zwischen dem Wrener riäkt.dnyrrn Kuddelmuddel und der Voltswchr entschieden wttden. Du Frage der Aufüellung derne^ut« Wehrmacht ist rMe Lebensfrage der gesamten Arbeiter» schg't DeutschöstmeichS. Dre Arbttlrrschait wild Nicht ve»fehlen, «Men Willen m bezug aut die neue Wehrmacht in Unzwe de»i<ger WeÜe. kundzulun, sie läßt sich aber den Zeitpunkt ihrer Stellunguahmr nicht von Reakt>onäreu votlchreiben. S. Eine Abv.'dmMg deS VollzngSuiS'chusieS wird beim StaatSletreiär füt Inneres wegen desverhaltens ein» z e l n e r P v 1 i z e i o f f t z, 111 gegenüber der Volkswehr und der Arbciteiichast bet diesen Kundgebungen mttivertieren und sich auch deshalb mit der Orgattisütlött dtv StÄtrhrtlstvachli in Aerbmduna icven. ' Vach füll findet. 8. Der BoNzugsansschlrß fordert alle.Kameraden aut. der * ... t *^»1» 1-vui.i ui«v .öiiini\lUi ch Qm*/ OCh nnd Beicitschaftsdiknst pe, nl ich a e y a u s-ne^r? e n, damit uns ety Angviss per Reaffiöp' siels Hrllst.it' W HsifUst/anSschuß hes SoftzMsgleS ' M Volksiyk^p WlM r . . gM M q \fitf ' '.Gey GkazU # 4. Ho-emhor. M'tzßo heute pmprl'.tags ist den BiH tnev'n vorgrnomm'men Avsi lWp'N spurhe'tzft Autraa ggf Fortdauer des Streiks der JMsimb'-amten m>t -4flS ' gegen E Stimmen angenommen. Die Mindcrhnt erklgrt?, sich dem Deschlnsse der Melphen zu fugen. D?r AlW-mb der Jndilstrieanaestellten in den leben?- »Hn Berurve" *n -- - -- WrchtrW'Äeürrbns ist" auf eilrgc'Tage anHWohen Md?si7 / Telegranrme. Die Psrisex Konferenz und die Wiener EvqßkrMgtzdrise. , Aew'Dovk, 4. Dozembgr. (Dsl.-Komp.) „Brookltz« Eaglp" meldef gps Parisr In Kpnferenzkrerfen de« Wüftkgt «rgn siK lebhaft znij den in Europa bevörstehendep Kakinottskrisen. Die Lagp in Wien hält rnan für die gvf8hr!lchste von allen. Die Wkencr sind durch Entöchrungen, Kälte und Hunger an der Grenze der Verzweiflung angolanqt und wrsspn nscht, wie sie ihr Lebe« fristoü fallen. Mqn fürchtet, daß es zu spät ist, einen Zusamntenbrnch zu verhindern. Hilfe und Zufuhr durften nicht, mehr rechtzeitig ointrofsen können. Körüg Miüita schließt einen Sonder fpiederr, P a r i $, 4 Dezember. (Tel,-Kamp.) Der Oberste Mt erhielt mt Schreiben fecf Mvntknegrin'Men Außen. Ministers, in dem mitgeieift wirb, König Nikita seü pW bereit, sich oder sein LM' dnrch irgendeine hyn Jngöslawien Änterschriebene Abmachnnb ZN verpflichten; er werde vielmehr für R v n t k n e si r fl s e l h st y n d l g einen Sanderfrieden mit Deutschland, Oesterreichs Ungarn nnd Bnlßsriep Wießeri. ÄltiMMm der Entente an ^umansey. Parf?^ Dx;cmkter. Pie Rots, die d'ex Oberste W gcfkeln an die nl.mänische N-git'-ung gerichiel hat, weist guf du zahlreichen und dringenden Bo»stelluitgen hin. die vom Oberstev Rat fest August in B u k a r e st unternommen wurden, und au! df? merkwürdigen Vertögerunaeu. d,e alle diele Mirtrilui'gen er? erlitten hätten, phe stö- W Kenntnis her rumänischen Neglerunr gelangt feien. Der OberUe Rat hat beschlossen, der runrämschev Regierung e»ne. n e u e u u d letzte F r i st v e n f t mj Tagen «i gemghrtn. Diese Frist hegmnt Dienstag den 2. d. M Wh endet Montag de» 8. h. M. Das Chaps in dep UüxtzeU P-rls, 4. Dezember. lFunkwinch.) G g u v a i n stM im, ..Paurngl des Dcba:s" fest, daß drx d>plomglpche Anarchie tatsächliche Anarchie in den einzelnen Ländern schaffe und verweist nnf das Beiip el dcr Türke i, die sich in einem wahren Chaos befinde, wodurch alle Keime des Wiederaufbaues zerfrört würden. Marschall Foch Mitglked deS alliierten NaieS Aopenhagen^l. Dezember. (Korr. Erpreß? „Polrtiken* meldet aris Paris, daß Aiarsckall Foch als Vertreter Frankreichs >U den Rat der Alliierten anfgenommen wurde, was aus wichtige Enisämdunfltn schließen läßt, die dre Entente bei längerem Mderstreben DcutichlgnvS treffen w,st Marschall Fach ,st auch bereiiS vorgestern aus den besetzten Gebieten nach Parts avgczerst. Scheidemann über die Veztehnngen zu Frankreich. PnriS, 4, Dezember. (Korr.-Bur.f Im »Echo de Paris* verössenil'cht Charlcs Bonnefou em Interview mit Scheidtniann worin sich dtcker illr eine gew fsenhafte Ausführung des Friedens- Vertrages crllärt. D i e B e z r e h u n g e n s e > e n a u g e m blscklich gefpannt. Die Krirgsgefangeneusrage erreg« daS ganze dmtr'che Volt. Die Lage lei peinlich, aber nicht unentwirrbar und ste we>de auch die Zukunft nicht bestimmen. Dü Beziehungen zwllebe» Frankreich und Deutschland dürften bald normal nnd dann auch freund« f ch a f 111 ch werden. D>e- Auslieferung der schuldrgev Olsiziere sei für Deutschland besonders hart; Nichts widerstreb« dem deutschen Empfinden^ mehr. Aber die Bcstinmmngeu deS Verwlüer Vertrages serrp nun einmal unterzeichnet. Das erste deutsche Schiff im Londoner Hase». Lovdon» 4. Dezember. (Tel.-Kompü Das erste deutsch« ,Schiff, daß fest Ärregsbeginn unrrr dcu:scher Flacige >m Hascv von London angekommrn rst. ist dre ,Jcsstca^. D>e Besatzung durite nicht an Land gehen, der Bericht über die Landung ward« gehem gehalten. Ein Appell der deutschen Arbeiter in her Kriegsgefangenenfrage. ■ Berlin, 4. De ember. (Kori/Dur.) Der allgemeine deutscht Geweiklchaftsvunk» richtet an die Arbeiterschaft aller Lander einetz Avpell. worin er ste autsordert, mrtzurvirkett, dam>t dre rn KrM« reich schmachtenden 40U.0U0 deutschen Gefangenen tn ihre Hennw zurücklehren tönncru Hie deutschen Kohlenlieserungen nach Frank- " reich beendet. Bkvlin, 4. Dezember. lWolff.i Die deutschen Köhlen' lreferungen nach Fr irnkreich, die vor der Rattflkatiou deS Friedens' vertr-geS begonnen batten, find durchgetührt worden. Wenn ck nicht immer die volle Höbe erreichten, war dies aut b,e tehlsschwrerigkciten -urUckzu'iihten, wobei auch die gänzl'ch n„M länglichen lranjäslschcn TranöpoitMitlrl zum Teil eine Rolle £«* spttlt haben. Sladek enthaftet. BeeNn, 4. Dezentber. lPr^vat.) Drk bekannte Esch» Äollchcw kcnsührer R a d e k wurde heute auS der Hast e« t» lassen und reist« sofort nach Dorpat ab, un> dort als Der, tretcr der Somictregrernng ber den FricdtpSverhandlungcn Ml! dev estlärrdückeu Reairrmra terlnclrmen zu können.