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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-04 · Heft 313 (4.12.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 313 (4.12.1919)
Date
1919-12-04
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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■ feeue Pottlische^RUndschau. i England «nd die deutsche Politik.; Der englische Kriegsminister Winston Churchill hat tm „Sunday Herald" eineu Artikel geschrieben, worin er die Politik auSeinandersetzt, die die Alliierten sowohl mit Deutschland, wie mit Rußland im Auge behalten müßten. England vor allen Dingen müßte dafür sorgest, daß daS deutsche Volk nicht zur Verzweiflung getrieben würde und daß dem deutschen Volke keine andere Hoffnung übrig Meitze, als von neuem -um Schwerte zu greifen. Es wäre sehr dumm, Deutschland von allem Handel mit dem Westen Nbzuschneiden und ihm kein anderes^Mittel zur-Entwicklung und zur Wiederherstellung zu lassen, als den Osten. fDertß wenn Deutschland sich an Rußland wendet: kann es »llefinden, was es'nötig hat nicht üur zur Wiederkerstellungseiner wirtschast.'ichen Kraftsondern auch zum Wiederaufbau feinerWeltmacht. In Rußland würde Deutschland eine unermeßliche Menge Rohstoffe finden, in Rußlands Heeren würden die deutschen Offiziere alle Hände voll zu tun finden, und in Rußland werde^ Deutschland unbehindert die großen Arsenale, Munitionsfabriken und Flugzentren einrichten können, die es im eigenen Lande nicht haben darf. Schließlich würde es in Rußland ein unermeßliches MannfchaftSmaterial finden. Rußland könnte, wenn die Alliierten es seinem Schicksal überlassen, sich nur an Deutschland wenden: dort all-in kann es die Gelehrten, die Ingenieure, die Organisatoren, die Kausleute finden, die es notig hat, um sein ökonomisches Leben auszubauen. Machen Deutschland und'Rußland gemeinschaftliche Sache, sei «Z in' der Form einer reaktionären Monarchie, [ei es in der Form eines sogenannten kommunistischen Despotismus, bann würden wir alle Gefahren von 1914 von neuem erleben, dann würde man wahrscheinlich zwei Völkerbünde bekommen, einen Völkerbund der siegreichen znd einen solchen der geschlagenen Nationen, und der letztere ^urde wahrscheinlich auf Krieg sinnen, wahrend der ander« den Frieden predig«. Der Kampf um die deutschen Kriegsgefangenen. , Der Oberste Rat veröffentlicht uunmrbr die Antwortnote kn Deulsmland. in der es Mißt, Frankreich habe durch »nne Ertaruna vom 89. August keinerlei Verpslicirtuna übernommen und »,e Alluerten seien auch durch kein ausdrückliches Versprechen gezünden. Die franzomche Reg-erung halte sich led-gl ch an den KrrevenSvertrag, und wenn die wolilivoi'endkn Maßregeln, mck deren Ausiutnu'-q rm August begonnen wurde, nicht »rS zuifl Ende dürchgelührt werden konnten, so 'lieae die Schuld »Mchireßlich daran, daß Deutschlaud seinen Verpflichtungen nicht Kachpekommm sei. Deutschland suche die Kriegsgesanaenensrage As «gikationsmittel ausumützen. um die vnemlrche Meinung Deutschlands gegen dw Alitierten, insbesondere aber argen Frankterch, tmfzuhryerr. . Kantskys Enthüllungen. Karl K a u t s k y ncht te an den „D o r w 8 r 1 S* eine «uschrlst^ m welcher er hmstchtlich des frübeicn Erscheinens seines vuches m England und Holland erklär, daß dies ohne sein und iem^ Bktlegers Wissen und kehr gegen beider Willen geich hen «.-Er habe sich überzeugt, daß Fern Brlcgrr, dem er alle Abmachungen mtt dem Auc-lande überüeß. sein Beilrauen nicht mißbraucht habe. Es sei klar, daß dre großen seelischen Widerstände, »nt denm sein Buch m Deurichland zu rechnen hatte, unendlich verstärk wurden, wenn der Leier es zurrst als Produkt des ye'ndcslandes und nur in Auszügen kennen lerne, in denen-das RtafoRc zusammengedrangt und feine Begründungen wegaelassen wurden. Inland. Natlonalversammlung. Die gestrige Sitzung war von k u r z e r Dauer.' Zu Beginn berichtete Staatssekretär E l d e r s ch über das Unglück m Markgras-Rrusiedl, worauf Präsident S e i tz der Trauer und dem kielen Mitgefühl des ganzen Haukes Ausdruck gab. iur Erledigung der Tagesordnung ge- Die Nationalversammlung genehmigte daS Fischerei- S e s e tz. Dem gewesenen Staatssekretär Dr. Otto Stein- Wender werden die Ruhebezüge der zweiten Rangsklasse de* Staatsbeamten zngcbtüigt. E nrge Bestimmuvgen des Boltspslegestättengesetzes werden entsprechend dem Vorschläge des Referenten abgründert. Abgeordneter W. i t t e r n i g g wrrd auf Ansuchen de- LandeSgerichteS Salzburg ausgell eiert. Sodann wird die Sitzung geschloffen. Nächste Sitzung Freitag, 11, Uhr vormittags. Die Reparattonsüommisston. - .^Er Vorsivrnde der Subkommüsion Oberst Smith und der französische Vertreter C h a r.o u n sind gestern vormittags hier angckommen und haben der Rcvararionckommusion Bencht Über die in Parigepflogenen Verhandlungen mu dem Obersten Rat erstattet. . Der dänische Gesandte. ' Der dänische Gesandte Flemm ng Emil von L e r ist t erschien gestern beim Präsidenten der Nationalverfammlungj und Überreichte ihm seine Begiaub-gungSschreiben. Ablehnung der Ar-ekterratsivahlen im, Parlament. Die Beamten und Diener deS ParkometitS haben die Wahl von Arbeiterräten,a b g e l e h n x, obwohl ne sich an der vorigen Wahl xoch beteiligt hatten. Für die Vornahme von Wahlen waren nur ein Drencr, zwel Beamte- und der Sekretär des Präsidenten Sritz. _ Gerüchte über eine« Rücktritt des österreichischen Kabinetts. Berlin, 3. Dezember. (Tel.-Komp.) DaS „8.Nhr^ Abendblatt" berichtet aus Kopenhagen: „Politiken" meldet, daß die wirtschaftliche Lage, die drohende Finanzkatastvophe und die vollkommene Unmöglichkeit, die Ernährung.^ und Kohlenfrage zu lösen, in österreichische!» Regierungskreisen eiiicverzweifelte Stimmung erweckt haben. Da- Kabinett erwägt ernstlich den Gedanken, zurü ck zu treten »nd dem Obersten Rat die StaatSverwaltnng zu überlassen, unter dpm Hinweise darauf, Zaß Ocsterreich keine EListenzmöglichkcit mehr habe. Konferenz ntit den Ententevertretern. Oesterreich verlangt eine mLstdliche Aussprache mit der Entente. - Gestern vormittags fand in der Staatskanzler die vom Staatskanzler Dr. Nenner angeregte. Aussprache der Gesandten ^der Großmächte (Frankreich, England, Vereinigte Staaten von Nordamerika, Ftalien und zwei Vertreter der japanischen Regierung) mit den Vertretern der Staat.sregieritng statt. Nach einigen ^einleitenden Worten des Staatskanzlers erstatteten Staatssekretär fitr Volksernährung Dr. L o e w e n f e l d - R u ß, Staats« sekretär für Handel und Gewerbe,.Industrie und Banken Ing. Z e r d i k, Saatssekretär für Verkehrswesen Pan l. beziehungsweise Sekjionschef Ender.es und Staatssekretär für Finanzen Dr. Reisch ihre Exposes, an die sich längere Diskussionen der..Gesandten der hohen Mächte über den ganzen. Fragenkomplex knüpften. Die Vertreter der Mächte erklärten schließlich, sie werden über das Ergebnis der Beratungen unverzüglich nach Paris berichten. Die Konferenz währte, zwei Stunden. Ueber den Inhalt der Aussprache wird mitgeteilt: Die Vertreter Deutschösterreichs berichteten über den Stand der Ernährung und der Kohlen. Der französische Gesandte Allize teilte mit, daß der Oberste Rat beschlossen habe, aus Oberschlesien an Oesterreich 2 5 0.0 0 0 Tonnen Kohle pro Monat'zu liefern und daß die französische Negierung zur Sicherung der Kohlentransporte nach Oesterreich 3000 Waggons den Tschechen zur Verfügung stellt. Der englische Vertreter, Herr Lindley, teilte mit, daß der Oberste Rat zur Regelung und Beschleunigung der Transportfrage eine interalliierte Kommission gebildet habe. Der Staatssekretär für die Finanzen, D.r. Reisch, hielt ein ausführliches finanzielles Expose, in das'auch die Forderungen der.anderen Negierungsmitglieder ausgenommen find, und welches besagt: Seitdem dre auf den ersten Kredit von 46 Millionen Dollar^von den „Ententemächten gelieferten Waren aufgezehrt worden sind (das ist August d. I.), haben wir die verzweifeltsten Anstrengungen gemacht, um den Bezug der allernotwendigsten Lebensmittel aus dem Auslande selber zu finanzieren. Wir haben mit Anwendung aller Mittel, durch Export von Waren, von vesschiedenen Effekten aus Privatbesitz sowie durch die Arbitrage in Kronen einige ausländische Valuten aufgebracht, um für einige Monate Getreide usw. heranzuschaffen. Gerade diesen Bemühungen ist es zuzuschreiben, wenn der KurS der Krone im Auslande seit August auf weniger als ein Drittel des damaligen gefallen ist. Wir sind heute so gut wie außerstande, durch die bisherigen Mittel V a l u t e.n i n nennenswertem Betrage zu erhalten. Der höchst ungünstige Stand der Valuta hat das Ausland in die Lage gesetzt, sowohl Waren als Effekten in einem so ungeheuren Umfange auS Oesterreich hinauszuziehen, daß heute auch der Warenexport bereits stockt, weil wir sozusagen ausverkauft sind und die Cffektenkurse an der Börse, der immer weniger Material an wirklichen Werten zur Verfügung steht, erne solche Höhe erreicht haben, daß auch die Effektenarbitroge kaum mehr etwas liefert. Die Finanzverwaltung sieht de« Moment herannahen, wo äe nicht mehr in der Lage ist, für die Zwecke der BolkSeruührung etwas an Valuten zur Verfügung zu stellen. , Aber auch Kredite vom Auslands zu verschaffen, ist auf , dem gewöhnlichen' Wege der Finanzverwaltung nicht mehr möglich.. Nur-nebenbei fe^ darauf hingewiesen, daß die Deschgffung der Lebens»nittel gegen Barzahlung' (wenn man /sich schon die ausländischen Valuten verschafft) für die Finanzen des österreichischen Staates von geradezu katastrophalen finanziellen Konsequenzen Ist. Da der Koh1enm)»ngel den größten/ Teil der Industrie zum Stillstand nötigt, ist insbesondere die städtische Bevölkerung so gut wie zahlungsunfähig. Man muß ihr die Lebensmittel, wenn sie sie überhaupt erschwingen soll, zu niedrigen Preisen Lberlasien, welche weit davon entfernt sind, die Selbstkosten des Staates zu decken Auf diese Art ist der Import von Lebensmitteln gegen Barzahlung mit sofortigen nicht rückgängig zu machenden Verlusten für die Staatsfinanzen ver-' knüpft, aus depen sich erklärt, daß , das Defizit des laufenden Finanzjahres mit 8 Milliarden Kronen noch zu niedrig zu schätzen ist. Dieser ^lbgang kann nur durch Ausgabe kwrzfälNger Sch ah Wechsel, welche bei der Notenbank diskontiert werden, bedeckt werden, und auf diese Weise sind wie zu beständiger Vermehrung unsere- Noten- Umlaufes genötigt, was unvermeidlich zur weiteren Herabdrückung des Geldwertes führti Hier kann n u t eine Kreditierung von Geld oder von Waren durch die Entente helfen. Wir müssen einen Kredit bekommen, der. ausreichend ist, nicht nur Lebensmittel bis in den Sommer hinein zu decken, sondern auch durch Import von Kohlen, Düngemitteln, Rohstoffen usn/. unsere Produktion sowelt wieder ln Gang zu bringen, daß sie in der Lage ist, den Warenexport aufzunehmen und auf diese Meise durch sich selbst die Mittel zu beschaffen, um daS Defizit an Lebensmitteln auS eigener Kraft zu bezahlen. Diese Kredithilfe muß aber ln den allernächste« Tagen verfügbar werden, da, wenn wir noch rechtzeitig weitere Lebensmittel erhalten sollen, deren Anlauf sofort ermöglicht werden muß. Offerten an Getreide, Lebensmitteln und Rohstoffen laufen in genügender Menge ein. wenn man nur imstande ist, über.ausländische Guthabungen zur Bezahlung frei zu disponieren. Wir müssen daher die Mächte dringend bitten, sich nicht mit einer allgemeinetf Zusicher ung einer Kcedithilfe zu begnügen, sondern uns schon in der allernächsten Zeit bankmäßig die faktische Verfügung über ausreichende Guthaben zu verschaffen, da sonst geeignete Geschäftsabschlüsse nicht möglich sein werden. Wir find bereit, utrS in diesem Falle einer gehörigen Kontrolle zu unterwerfen in'der Beziehung, daß diese Kredite wirklich nur , für die notwendigen Anschaffungen verwendet werden. Geldkredite wären für unS viel vorteilhafter wie Warenkrediie. Jedenfalls müßte eine' schnelle Entscheidung ge» troffen werden, da i tt b 11 o 11 er f ü rz tf ft c n Fri st wegen Verladung und Herbringung der Waren vorgesorgt werden muffe, soll, eine Katastrophe vermieden werden. Im Hinblick auf die außerordentliche Dringlichkeit und die.aufs höchste gesteigerte Not der Situation bitten wir drinaend, daß die .Gewäbruna des Kredites, nicht von einer detaillierten E.iniguna über^die> Be» dingungen, Modalitäten und Sicher u rl gen abhängig gemacht werde, vielmehr bitten wjr, die Abmachung über' diese Einzelheiten auf später verschieben zu dürfen. Ausreichende Stawrüngen für die uns gewährten Kredite haben wir schon das erstemal in Gestalt unserer Forste, unserer Salinen sowie der Erwerbsunternehmungen unserer großen Städte angeb o t e n. Nach dem Frieden-Verträge kann ohnehin die NeparationSkommission über alle unsere Aktiven verfügen. Wir bieten an, die üns gewährten Lebensmittelkredite auf unsere Aktiven sicherzustellen. v . ■ Wir erlauben uns, darauf aufmerksam zu machen, daß die Mächte uns im letzten?lbsah des Artikels. 200 deS Friedens- Vertrages von Saint-Germain zuzusichern die Güte hatten, daß . die Beschaffung von Lebensmitteln und von Rohstoffe« für den Wiederaufbau Oesterreichs die Priorität haben sollten in der Reihe jener Zahlungen, welche auS der Nealifierung der. Aktiven Oesterreichs, auf welche Artikel 167 deS Friedens^ Vertrages ein Vorrecht in Anspruch genommen hat, zu leisten sind. v Wir ersuchen aber zugleich dringendst, unS jene Sicherungen zu bezeichnen, welche für Reparationen nicht in Anspruch genommen werdqzi und über welche wir daher frei verfügen können; denn eine!' Me-eraufrichtung unserer Wirtschaft ist naturgemäß nichb möglich, wenn uns die Verfügung Über alle unsere Aktiven vauernd verwehrt ist. Wir haben von veri schiedenen Seiten Angebote, welche das T a b a k m o n o p o l und andere Jmportm onopole, die Verleihung des Not.enbankprivilegs, unsere Kunst schätze, unsere Eisenbahnen und anderes betreffen; die imf diese Weise erlangbaren ausländischn Kredite würden eS ermöglichen, unser Wirtschaftsleben wieder in Gang zu. bringen und unsere Zahlungsbilanz zu verbessern. 1 Der Vertreter Amerikas, Herr Hälfte ad, erklärte im Namen feiner Kollegen, daß sie die Hauptforderungen dieses Exposees ihren Negierungen sofort übermitteln werden. Staatskanzler Dr. Renner hielt sodann däS Schlußworten welchem er die Bereitwilligkeit des Staates hetonte, den Friedensvertrag von.Saint-Germain zu erfüllen. Die Beziehungen zu. den Nationalstaaten haben sich gebessert. Die. Entente müßte den Abfall Vorarlbergs verhindern, weil diese Bewegung weitergreifen würde. Wien wäre dann so isoliert, daß ein DerzweiflungsauSbruch der Bevölkerung zu befürchten wäre. Der Staatskanzler formulierte sodann folgende Fragen an die Vertreter der Entente: . 1. Ist die Friedenskonferenz geneigt, nns einen Tag zwischen dem. 10. und 15. Dezember d. I. zu bestimmen» an dem der Staatskanzler und die beteiligtkn Staatssekretäre ihre Bitte mündlich in Paris Vorbringen könnten, um eine unmittelbare Entscheidung zu erreichen? 2. Steht die Erledigung wenigstens der Kreditfrage ohnedies schon in den nächsten Tagen bevor, so daß eine solche mündliche Vorbringnng in Paris entfallen könnte?. Die Gesandten erklärten, daß sie darüber' unverzüglich nach Paris berichten werden. Telegramme. Die Abreise der amerikanischen Delegatton aus Parts verschoben.! Paris, 3. Dezember. „Echo de Paris" erfährt» baß! der amerikanische Delegierte Polk den wiederholtem Bitten Clemenceaus und Sir Eyre Crewe nach^ gegeben und die Abreise der amerikanischen Delegation^ die am ö. Dezember erfolgen sollte, aufgeschoben habe.!' Vorläufig handle es sich allerdings nur um die Verlegung 5er Abreise auf die nächste Woche. Die amerikanische Delegation wolle die letzten Verhandlungen, mit Deutschland vor Inkrafttreten des Friedens noch durch ihre Gegenwart unterstützen. Polk habe Montag eiste sehr ernste Unterredung mit Herrn v. Lersner^ gehabt. Nun hänge alles von der Entscheidung der Washingtoner Negierung ab. Per französische . Bot->. schafter Jusserand und Lord Grey bemühen sich in Washington, klar zu machen, welche Wichtigkeit dem amerikanischen Delegierten für die Friedenskonferenz zukommt. Wenn kein gegenteiliger Auftrag aus Washington eintrifft. wird Polk Paris nicht verlassen, ehe Deutschland nicht dar Schluß Protokoll unterzeichnet. Er beabsichtigt, nach der Abreise den ehemaligen amerikanischen Botschafter in Paris, Henry White, als Nach-! folg« auf der Friedenskonferenz zurückzulassen. „Chicago Tribüne" bestätigt diese Informationen! in allgemeinen Mitteilungen und erklärt, die Verschiebung der Abreise Polks sei gestern im letzten Augenblick mit Rücksicht auf die Haltung Deutschlandangeordnet worben. Man bemühe sich/ Washington davow zu überzeugen, daß in einem so kritischen Augenbltch die amerikanische Delegation auf der Friedenskonferenz' nicht entbehrt werden können Indessen gelte es aA sicher, daß Polk persönlich, wenn auch erst in einigen Tage«, nach Amerika zurückkehren wer^e, weil man seiner in Washington bedürfe und seine Rückkehr im November schon seit langem in Aussicht genommen gewesen sec. Nttmanie« m*t btn Frieden-Vertrag vvtsr» zeichnen. Parks, 8. DeMber. lFunkspruch.) Der Oberste Rat bai der rumänuchm Nrgttmng mitznellk, daß R u n> ä n i e n bis lpäk stens S. De»ember den V e 11 r <t fl b o n Saint- Ger m ai n, darlirbminkommm wegenSckiutz der Minderbeite n, die zugtdSrigen Uei»crc in kommen und den Bcitraa mil Btilämicn unt rzeichnen m Ü l.s e. .PeruPausten" schucbt hierzttz daß man hoffen Mülle» die rumämsche Negierung werde den Ber* trag» der ihr so viele Verteile hrctet, endlich n n t e ri 111 (6 n e tu

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