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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-29 · Heft 308 (29.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 308 (29.11.1919)
Date
1919-11-29
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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, Rr. SOS Wien, Samstag -»-» -.. l ni -.. Zahlungseinstellung der Prager Banken wegen Ndtenmangelt r" Prag, 28. November. (Privat.) „Tribma" meldet: Heute vabeu die Prager Banken die Zahlungen für morgen Samstag. Monalsschlnß. eingestellt, da sie nur 5000-KronennvtcN besitzen, 'aber keine 1O0- und 5-Kronnendlea. Die 1OO- und 5-Kroneuuoten konnten noch nicht hergestellt werden, da d er- Druck ans dem leuchten Papieruicht möglich mx. Der tschechische Senat, i Prag» 28. November. (Privat.) Der Senat -der tschechoslowakischen Republik wird nicht nach dem Wahlrecht, das für -ie Mahl des BolksbauseL gilt. gMlsit nicrdm. Das Mve Dahlcecht für den Senat werden nur Männer haben^ die das SO., das passive Männer, die das 40. Lebensjahr erreuyt hchen. Der Prüxer Grubenstreik. ) Prag» 28. November. (T^l.-Komv.V Im Laufe ins gestrigen Nachmittags wurde in den meisten Schächten des Brüxcr Reviers w i edergearbei t e t. Es streiken noch die Arbeitet der Bracker Kohlenwerke, der nordböhnnschen Kohlemverksgesellschcrst und des »Rrchcud"- Mid „Joharmesschachtes". Die Zahl der noch streikenden Arbeiter wird auf <SOOO bis 9000 geschäht. Dre slswakische Frage. Budapest, 28. November. (Tcl.-Komp.) Die slowolische unabhängige Partei überreichte der englrschen Mission in Budapest«. ein Memorandum über die sich immer mehr zusprtzende slowakische Frage. _ Tagesbericht. Brsi>und Kohle. , Wir erfahren, daß in der nächsten Woche folgende Brvtwwge ausgegebm werden wird:; ,. für gewöhnliche Verbraucher 1 8aib für die Perlon und die Woche, statt wie vor der Brotkürzung 1'/« Laib; 1 für S ch tote rarbeile r I*/4 Laib für die, Person und Woche, stylt wu früher SV» Laibe. - - Die Mehlquote wird V« Kilogramm für die Person und Woche betragen. Hülsenstkrhte werden nicht anSgeaebe». Die j u g o s! a wisch r n M e h l a n k it » f t e find sttzt schwächer den» je. j Aintstch wud nutgetM: i ,Wie wir erfahren, sind Getreide-- und M e h lseudungeu aus Triest iür Oesterreichim A n rollen. SWO Tonnen Mehl sind für Wien bestimmt. Es werden noch 10.000 Tonnen Getreide in mehreren ohne Unterbrechung einander folgenden Sendungen erwartet/ i ,, Die Kohlensituatiou ist arrdnmrrid schwierig, da ja auch ibtffe gebesserten Erpl'äufe nicht dem Bedarf entsprechen. Die Gefahr ^der Katastrophe ist immer noch vorhanden, well kerne Vorräte gesammelt werden können und ° dre Verminderung der Zuschube auch nur an einem Tage die Lage sofort sehr verschärft. Aus O st r a u sind insgesamt 16 Wagen gekommen (statt 150', aus Oberschlesien 338 Wagen Kohle und 18 Wagen Koks, ans Polen 170 Wagen und aus Böhmen dir gewohnten gering«« Mengen. Staatssekretär Dr. Lvewenfeld-Nuß über bas österreichische Ernährungsproblem. . Zn der gestern stattgefundenen Vollversammlung, des MeperpsterreichjschLn Gewerbevoreins sprach Staatssekretär Dr. Koewenfeld-Nnß über das österreichische Ernährungs- Problem. Er beleuchtete eingehend die Möglichkeiten der Sicherstellung Und Verbesserung der ErnähruugSläge. Schon LaK alte Oesterreich sei einer der größten Getreide-Jmpori- Staaten gewesen. Im heutigen Oesterreich habe sich das Verhältnis zwischen Eigenproduktion und Bedarf durch dis Abtrennung von den Sudetenländern und von Galizien noch verschlechtert. Die Situation ist für die'Republik Oesterreich in jeder Hinsicht schlechter geworden und e8 mangelt uns ium auch an Zucker. Die vier Zuckerfabriken, die uns - - ■ "i.'i.'.n* 1.1—■*'■■ *ü!Bggj i«ggwg^‘»aaHg.ia«gjg.1,.' Schönherrs „KiuderLragödie." (Zum erstenmal aufg'efiihck im Denischen BolkSthcäter mn 26. November.) „Antigone", „Jeremias", „Messalina". Massendüfzüge, gewaltiger Aufwand an Kulissen und Lichtiefsekten, "aufgepustete Vers fülle, aufg-wühlte Stimmuntzön. —' Gestern aber war die Komparserie beurlaubt, der Theaterflitber blieb in den Magazinen. Alles fortgeräumt und die Bühne reingefegt für Karl Schönherrs neues Drama, das mit den schlichtesten und lautersten Mitteln in seinen Bann zieht und keinen entläßt, ohne ihm ans Herz gegriffen zu haben. Zeitgeist, neue Kunst, neue Sprache, neue Menschen» nette Ausdrucksmittel- Diese Tragödie gilt für alle Zeiten, für alle«. Menschen, und ihre karge Sprache ist die ewig alt-neue, in alle empfänglichen Seelen klingende Musik der Poesie. Heimatkunst, zum Ueberdruß gesehene Jägerg'wandeln und zu Tode gehetztes Aelplermilieu? Wer mit beiden Fügen in der Heimaterde wurzelt, wer wahrhaftig und aus innerem Zwang die Sprache des Nachbarn spricht, mit dem er ausgewachsen!ist und aus der Fülle seines Volkstums schafft — wer sich dieser Art selbst treu bleibt, der, nur der allein bricht hie Pforte auf zum Mlgemeiu-Gültigen, wächst hinaus Über sich und sein Volk und gehört der Menschheit. An Schönherrs ,Findertmgödie" darf dieser Mnß-- stab angelegt werden und noch mehr. Dein oft als Mttenverderber Verlästerten ist es-wie keinem zweiten Zeitgenossen mit diesem Gedichte gelungen, die Bühne ihrer schönsten Bestimmung wiederzugeben, sie zur moralischen Erziehungsanstalt zu machen. Denn nicht eindringlicher als durch dieses tragische Geschehen dort vben auf den Brettern kann es verkündet werden: Mütter, Väter, haltet das Ehegemach rein, bändigt keimende Leidenschaften, opfert die zehrende Sehnsucht des Blutes, wenn euch, den Ehegatten, auf dem Lebenswege neuerdings ein Mann, ein Weib begegnet und euer Leib, ihr Väter, Mütter, nach junger Liebe schreit. Bändigt den Trieb, vergrabt die Leidenschaft, denn sonst vernichtet ihr das Leben eurer Kinder, wie diese drei halbwüchsige« Menschen h^x zugrrmM geheg an per Wiener MoNgenZetLrmK '(vormals 'Vereinigung jüdischer Erportakademiker) Mrmtag, 1. Dezember 1918, G Ahr, abends, im großen MufikVereiKsssal' ti (Die PaläftinapolitiL der Propheten. — Die gegenwärtigen Aussichten der Juden in Palästina. — MaffenkolonisatiÄr oder Matzkolonisation? — Maximalistische und gemäßigte Forderungen. — KavilalWsche und'sozialistische Methoden des Llusbaues. — Verhältnis zu den Arabern. — Die Neutralisierung Palästinas.) Vortrag des Vorkämpfers 'oerrealenPalästlua-Kolomsation Dr. Alfred No?stg (Berlin). des bekannte» Soziologen und OrirulpoliLrkcrs. % Restliche Karte«: Buchhandlung Löwit, I., Notenturmstraße 22: Konzertdirektion Gukmann, X, Kärntnerring 3; JüdrscherHochschulausschuß, IX., Aisecstr»HeS8; Kartenbureau «Aida", II., Tabvrstraßr 6. und Spielmann, H., Praterstraße. blieben sind, sind heute kaum imstande, für die Bevölkerung. 1 Kilogramm pro Kopf und Jahr zu liefern, während der. Friedensverbrauch in Wi«r 20 bis 24 Kilogramm pro Kopf und Jahr betrug. Der Staatssekretär skizziert die zur Hebung der landwirtschaftlichen Produktion notwendigen Matzncchmen, die jedoch das Gegenwartsproblem nicht sofort lösen könnten. Der Staatssekretär hält eine sofortige allgemeine Aufhebung der staatlichen Bewirtschaftung derzeit für unmöglich, denn sie hätte die Aufhebung der Rationierung und eine weitere Preissteigerung in einem Ausmaß zur Folge, das durch den Jnlandswert der Krone nicht gerechtfertigt, sei. Redner kommt dann auf die Einfuhr zu sprechen, die angesichts der ungenügenden Produktion für unsere Lebenshaltung die größte Rolle spiele. Die große Menge unseres Einfuhrbedarfes rm Verein mit dem katastrophalen Stand unserer Valuta bewirkt, daß die zur Deckung des Nahrungsbedarfes erforderlichen Summen eine phantastische Höhe erreichen. Ich habe berechnet, daß Wir zur Einfuhr dev» unentbehrlichsten Nahrungs- und Futtermittel für ein Jahr zwischen 12 bis 20 Milliarden Kronen brauchen würden. Der Staatssekretär erörtert sodann die Schwierigkeiten der Bezüge aus den Sukzessionsstaaten und bespricht die Frage der Zulassung der freien unbeschränkten Einfuhr von Nahrungsmitteln aus dem Auslande. Der Zeitpunkt für die sofortige schrankenlose Freigabe des Einfuhrverkehres mit Nahrungsmitteln — ausgenommen den Transit- und Beredlungsverkehr — sei noch nicht gekommen,; doch soll die private Einfuhr nicht unterbunden werden. Zum Schluffe kam der Staatsfekretär auf. das schwierigste Problem der Ernährungswirtschaft, die. Fragder Lebensmitte l p r e r s e, - Au sprechen. Die amtliche Festsetzung von Höchstpreisen war angesichts der Absperrung notwendig, ist aber vielfach mißglückt. Die Bevölkerung bricht unter den erhöhten Lebensmittclpreisen zusammen und man trachtet, einen Ausweg zu finden, doch ist dies bisher nicht gelungen. Dies sei eines der stachlichsten Probleme. / Der Staatssekretär schloß: Dies Oesterreich, wie eS in Samt-Germain gezimmert wurde, ist der Staat der nngelösten. Probleme, ein problematischer Staat. Die Holznot. Auch gestern sind beim Holzfällen oder beim HolztranSport zahlreiche Personen- .schwer verunglückt und die Rettungskolonne vom Roten Kreuz Untrer St.-Veit und die, Drei Geschwister bestreiten das Spiel. Der Aelteste, Achtzehnjährige, Hafts, zuerst gemerkt, Hatz es die Mutter mit dem neuen Fürstgehilsen hält, die Kerze inS Fenster stellt und mit diesem Zeichen den Geliebten in ihre Kammer ruft. Wie ein stunnneö Tier leidet er unter diesem Wissen, das er var Schwester ünd Bruder verbirgt. Aber in den Nächten, da der Dieb des Familienglückes wildern kommt, schleicht <ex mit des Vaters Pistole herum, ohne sich zur Tat entschließen Zu können. Wenn der Vorhang aufgeht, beginnt bas Gift weiterzufressen. In drei packenden, knappen Akten, sieht man, lote auch die beiden anderen Geschwister, das 15jährige frische Mildel und der andere Bub, der kranke hysterische Franz, erfahren, daß man ihnen die Mutter gestohlen hat; wie sie sich fester zusammenschlteßen, dann einander fliehen, weil einer dem anderen das Ungeheuerliche nicht glauben will; wie sie in höchster Herzenspein Zeugen des Furchtbaren werden; wie sie den Ekel schüttelt und wie sie sich in schlaflosen Nächten znsammenkauern und wie verantwortliche Menschen, denen das Schicksal eine Riesenlast aufgebürdet hat, Beratung pflegen; wie bann das Mädel schlecht wird, wie die beiden Brüder dem Liebhaber auflauern und nicht der große starke, sondern der entnervte, halbtote. Franz dev Jägerburschen ntederschreßt — das läßt sich nacherzählend nur andeuten,' mit sv rmgemeiner prägnantester Kunst ist es vom Dichter gestaltet. Am zartesteu die Szene, da das' Mädel und der ältere Bruder in der Nacht fassungslos am Bettrand hocken, sich plötzlich einbitdeu, daß alles nicht wahr s-ei, beschließen, einfach hinzugehen und die Mutter zu fragen, aber es in brennender Scham nicht vermögen. AM rührendsten der Augenblick, da der kranke Bub erfahren. muß, baß die Kerze iru Fenster fein Opferlicht für seine (^sundung sei, wie ihm die Mutter sagte, sondern ein Signal für den gehaßten Forstgehtlsen. daß der Vater über Nacht im Dienst steht. Und. von tiefster Tragik die letzte Szene, da per ältere Bruder nach der Ermordung des Liebhabers und dem Tode des Franz doch nur fassungslos nach Vater nrrd Mutter rufen kann. Arte diese drei Halbwüchsigen bestreiten düs Spiet. .jUebt & ve Aitesa 29. November 1919 , Seite 3 Rettungsgesellschaft hat eine ganze Anzahl in die Gpitaker geschafft. So wurde Hilfe geleistet: der 30jährigen Antonio H old," Wichtelgasse 11 wohnhaft, 'die bei der JrMattmSwartc mit einer schweren Holzlast am Rücken stürzte und der der rechte Unterschenkel zerschmettert, wurde, dem Sljährigen Postunterbeamten Vinzenz U n g e r, Herbststrätze 18 wohnhaft, der beim Tragen eine Holzlast in Hükteldorf durch? Sturz, den linken Unterschenkel brach, der 49jährigen Wäscherin Agnes S ch u st e r, Klemens Hofbaüergasse 9 wohnhaft, de» beim Holzfällen ein schwerer Stumm auf den Kopf , fiep wodurch sie eine Gehirnerschütterung erlitt, btt 32jährige* Privaten Josefa KerNecktr, Wattgasie 74 wohnhaft bte beim Holzsammeln durch StufL ^eine Verrenkung im. Eltz bogen erlitt, der 43jährigen Privaten Josefa Seif.e^ö Leopoldauerstraße 13 wohnhaft, der ein gefällter Stamm auf den Kopf fiel, wodurch sie eine erhebliche Wuride erkith und dem 42jährigen Volkswehrmann Josef Kafka, Leöpoll dauerplatz 13 wohnhaft, dem ein Baumstamm auf das linke Bein fiel, wodurch er einen offenen Bruch des UnterfchenkslL erlitt. Gestern wurde von der Sicherheitswache eine Gesell^ schaft von 18 Personen, darunter 5 VolkSwehrmänner und 9 Einwohner von Purkersdorf in Mariahikf angehaltenweit sie Holz, das sie in den Waldungen um Purkersdorf ge» schlagen und hierher gebracht hatten,' um eine Krone pr» Kilogramm dem Holzhandler Johann Hinterberger, Mariä, hilf, Webgasse 36, verkauft hatten. Das Holz wurde beschlag. nahmt und die Amtshandlung eingeleitet. Die schwedische Hilfe. Stockholm, 26. November. Angesichts der außer» ordentlichen Not, in der sich Wien und namentlich die Wiener Kinder befinden, ist vom hiesigen österreichischen Generalkonsul Däumichen in Gemeinschaft mit den großen Tageszeitungen aller Richtungen > von Schweden Und hier lebenden Oesterreichern eine Aktion in die Wege geleitet worden. Es wEden Gelder gtz-, sammelt, um dafür hier Lebensmittel, hauptsächlich kondensierte Milch und Fischlebertran einzukaüfen und so rasch wie möglich nach Wien zu senden. Das Ergebnis der Sammlung war in etwa 10 Tagen b« Summe von über 70.000 schwedischen Kronen, so daß mit der Absendung der Waren begonnen werden kann. Abgesandt wurden bereits 2000 Kilogramm Mschleber-- trän durch das schwedische Rote Kreuz und 3000 Kilogramm Fischlebertran durch das Schwedisch-Oesterreichische Hilfskomitee für Wiener Kinder. Ferner werden in diesen Tagen Zwei Waggons (20.000 Kilogramm) korchenfierte Milch abgehen. „ 1 y DLe Ausweisung der MchtNuge. In der gestrigen GemeÜrderotsitzung fragte Gelneiuderat Kunschak den Bürgermeister, ob er von der Landesregierung dte endlich^ Ausweisung der fremden Schädlinge fordern wolle, 'worauf Bürgermeister Reumann folge ndes erwiderte: Gemeinderat Ounschak hat eine gleiche Anfrage bereits in der Sitzung, vom 26. September gestellt, die ich dem Landes ha np--- mann mitgeteilt habe. Dieser antwo.teie, daß gegen die Zurückgebliebenen in aller Strenge vorgegangen und deren Entfernung im Zwangs Wege betrieben werde. Allerdings stellen sich den Maßnahmen gro^ Schwierigkeiten in den Weg. .Ein ansehnlicher Teil der Fremden habe aber Wien schon verlassen und es sei darauf zu rechnen, baß auch weiterhin die Aktiv» befriedigend fortschreiten lverde. Ich' bin bereit, auch die heutige Anfrage der Landesregierung Vvrzulegen. Szene betreten und in die Handlung einbezogsn sind, in voller Schärfe. Den gealterten pflichttreuen, knvrrig^rs von einem schmutzigen Verdacht himmelweit entfernter Vater, den frischlebigen, kernigen, leichtsinnigen Forst' gehilfen und vor allem die Mutter. Eine schöne,- 36jährige, vollblütige Frau, an den Kindern hängend/ herb und stolz, im Dorfe von allen beneidet Da hat ihr der neue Jägerburfch. ihr Teuerstes, den kränklichen, jüngeren Buben, aus dem Wasser gezogen sie. küßt dem Retter-die Hände, sieht ihm jn hte Auge« und bald hat die Glut über, ihr zusammengeMlagaw Sie belügt den Mann, verbannt die Kinder in die DaD kammer, um ungestört zu sein und sie läßt über den Liebesnächten mit dem Retter den armen geretMe» Buben untergehen. . - ' i Nach der nicht geglückten neuerlichen Bearbeitung seines Märchens ^,Ein Königreich" für die Bührte gait uns nun Schönherr diese Tragödie, die wir über aÜ« seine Werke stellen, schrieb unberührt von den Nöten und Strömungen der Gegenwart dteses Gedicht vom Schicksal der Halbwüchsigen, welche die SchuÜ» der Mutter zerbricht und hat doch, reinste Wirkung erzielt. Sein. Drama erhebt, läutert, warnt mit mächtiger Stimme und ist — das höchste Lob — im besten Ei,me des Wortes volkstümlich. Die Aufführung im Deutschen Uolksthrater ist einfach vollendet. Anton EdtHofer, echt his in die Fingerspitzen. Die hochbegabte Hedwig Keller wird woül.mit dieser Nolle so berühmt, werden, wie die Medelsky seinerzeit als Hedwig in der „Wildente" ihre« Ruhm begründete. Und als Dritter im Bunde Josef S ch ilb k r a u t. Erstaunlich, wie er,. der aus Amerika kommt, als Tirvlerbub neben diesen beiden bestehen konnte. Und er hat bestanden. Die Kraft der Selbstüberwindung, die er bei Bewältigung der ih,n wesend fremden Aufgabe bekundete, macht seiner künstterischen. Energie alle Ehre. Für den abwesenden Dichter dankte der vecdteustvolle Spielleiter, Herr Direktor Bern kr \tl Der Beifall war begeistert. Noch ein Wort. Dieseßj Stück keine Silbe darf verloren gehen -* gehört! h.te ' ...DM j ■!.‘Tir..'raf,ainwi—r''

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