Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 308 (29.11.1919)
- Date
- 1919-11-29
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Wiener Morgenzeitung S9 November 1919 Wien. Samstag Der Sitz der internationalen Donau- Kommission. Politische^undschau. Die Spier Df^mal Paschas. Kn der Kolonie Rlschon le Zion hat am Freitag den 1. (Heschw.m ein denkwürdige- Leichenbegängnis stüttge» funden. Di« fetneezeit auf Befehl des Djeinal Pascha in Damaskus Hingerichteten jungen Kolonisten Naaman Belkind und Josef LischanSkh sind mit Genehmigung der englischen Behörden nusg,graben und nach ihrer Heimat Ntfchrm le Zion zur Beerdigung überführt worden. Die beiden ung.ücklichen jungen Menschen, die von de« türkischen Behörden des Verkehres mit den Engländern beschuldigt waren. hatten seinerzeit unter Tortur und Folterungen ein Protokoll unterschreiben müssen, ist dem sie die ihnen zur Last gr/egtett Beschuldigungen zugestanden. Sie waren beide in einem Grabe beerdigt worden. Die Särge der beider» wurden mit einem Extrazug aus Lud nach Rifchon überführt und vor die Synagoge gebracht, wo der Vater BelkindS, einer der ersten Biluim, über den Tod feines SohneS und dessen FreurrdeS Wort« de- GchmerzeS und de- Tröstesprach. Der einzige jüdische Zeuge der Hinrichtung war ein soph«?dischor Ehacham Rataniel Tarap, der in der Alliance- Schule in Dama-kuhebräischen Unterricht erteilt. Cr «c-> zäLlt. daß er denachtgeholt wurde, um der Hinrichtung zweier aschkenafrscher Juden beizuwohnen. In früher Morgenstunde wurden dte beiden Verurteilten gefesselt zum Galgen gerührt, begleitet von einem türkischen Offizier und mehreren Soldaten. Belkind und Lischanskh hatten völlig ruhige Gesichter und bekundeten kerne Spur von Angst oder Unruhe. Der türkische Offizitt fragte sie, ob sie Zigaretten wünschten, waS sie ablehnten. Nachdem der Ehacham mit ihnen die Sterbegebei« gesagt hatte» fragte er sie, ob sie ihren Angehörigen etwazu bestellen 'hätteik Lifchanokh schwieg. Belkind sagte dem Ühachamr „Ich freue mich, zu sidm. daß Sie wirklich ein guter Jude sind. Nebermitkeln Sie unseren Brüdern meinen herzlichsten Gruß.- Die Ruh«, mit der dte beiden jungen Leute in den Tod gingen, hat auf die ganze Umgebung tiefen Eindruck gemacht. <K. Z. Vt.) englische Ksmmr sion kn Güdrnszland. Der englische Abgeordnete H. I. Mackindor, der vsn der englischen Regierung als höchster politischer Vertreter für Güdrußland bestimmt wurde, geht EnlE Novemörr, begleitet von Delegierten des KriegSrnitti* periums und des Auswärtigen Amtes, nach Rostow ab. In Londoner jüdi'ch-politifch^n Areisin schreibt man ter Reife der Kommission große Bedeutung zu. Man iwssi. daß die Anwesenheit der Kommission im Hauptkuartier Denikins eins» günstigen Einfluß auf dis Bestehungen der freiwilligen Armee zu der jüdischen Bevölkerung aüsÜben wirb. Wir haben. schreibt btä LvN» fo:ict Jüdische Korrespondenzbureau, Grund anzunehmen. daß dte Regierung der Kommtsr» dieske.üzktch entsprechend« Weisungen erteilt hat. I'.rlrrdies.haben auch jüdische Politiker Abgeordvtlin Mackindor über die jüdische Situation in Südrußland informiert, um öiner Wiederholung ter lEer häufig vorgekommenen Tatsache vokZubeugeu, daß uninsornnert? europäische Dertreter durch bis antisemitische Prspaüap.tza gegen' die Juden beeinflußt werden. Sur Anfrage weaeu PalLsttrm lm «ngttscheu Auterhavs. DüZ Kopenhagrritr Zionistische Burtav btrichtet; Je der Sitzung der englischen Unterhauses vom 17. Novemd;r fragte Kapitän OrmSdh-Gore, ob man b osten dürfe, daß Großbritannien. wenn rS da- Mandat über Palästina w Inclte, diese- Mandat fl 111 i it ««-üben weide, und daß tft dort kme interimvonalt Kontrolle, abgesehen vom Bölterbrnd, geben »Mdk. B n t fb ü t erwiderte, in Shrien besteht keine Rivalität;wifcheu England und Franlretch und er hoffe, welche Schwierigleiten auch immer entstehe« möge«, ernstlich auf eine bksiitdigende i'Sfjws Er könnt nichtweiter sage«, da die türki'che Frage sott der Fc,edenöfonstreriz noch nicht erwoxien fei. (Baifour erwähnte >* keiner Erwiderung Palästina nicht besondeis.) Die DemisstStt des UuterstaatcksekreErck Skrzynsstr. Aus Warschau wird berichtet: Die Demission ''es UnterstaatssektStärS Gkrzynskr bildete für die eiugiNoeihken polittsü-sn Kreise durchaus keius Ueberrüschung. Schon seit längerer Zeit wußte man, daß di« uittc« den obwaltenden Umständen unabwetsltch gewordene Rekonstruktion des Kabinetts alter Wahrscheinlichkeit nach zunächst mit einer Krise im Ministerium des Mustern einsetzen werde. An erster Stell« wird als Nachfolger SkrzynskiZ der bisherige Chef der poliii.ch-diplomatischen Sektion im Ministerium des Aeußer'n H. OkeeN genannt, der seiner politischen Gesinnung nach den Nationalbemokraten nahe steht, aber bisher keinen aktiven Anteil am po'Ulfchen Leben nahm. Ferner wirb der Prager Gesanst« H. Pa tat genannt, der gegenwärtig bekanntlich in Vertretung PaderewSkiS als Mitglied der polnischen FriebSnSdele- Mtisn in Parts tätig ist. Schließlich tritt auch die Bersion ftuf, daß Paderewskt selbst die Leitung des Ministeriums des Aeußern Übernahmen wird und dM z« seinem Vertreter H. Bertoni ernannt werden soll^ Herr Sk.-stusli ist zum Gesandten in M a d rid ernannt rvordan« Die Korrespondenz Expreß erMrt «Ws Prag: Die ,Preßburarr Zeitunqmeldet, die isck>ecbo-slowak>sche Negierunp hat Nach Nkiren Derhandlnnq-n eine Enlsli,e,dnng turckigesctzt, daß der Sitz der internationalen Donaukommisston >n Prenbur« und der Cks-l btt Kommission AdiUirSk Lronbidfle ebetttallS in PreßduvK amtintn soll«. > Äekchsde«isches Anleiheanbot an Mgmm. Ans B«rlm wu'd der Ktz:«ips«den> Expreß «meldet: Em rrrchsdeutiches Geldkonförtttn» hat llnqartt ein« Ankech« vott 500 Millionen Mark an geboten, worüber die ungarische Ußßtttnng demnächst entschewen wird. K?lne MobMfierrmg i« Ungar«. Die M«-r Morgendkätter veksfsentlWen gestern eine Im Wrmaiiott de- Pmger „Bccer", laut welcher nach JMaü'»ru«ü der neuen Remernng m llngmn die Mobillsierimg Me Jahr-- «6vSk vom bis,um 45. Lcbenpjaht« dmcktreiührt wmbe. Das Prehdedortement der unganschm G.sandtschaft erkkätt auf Grund tmcr Anffordernvtz des »noarrschen Mmistkrtums des Äettßem, daß di« M-neilung des »Becir* SöMomne« a«» der Luit gegrineu ist. I« Ungarn wrrb n'cht mvbiiiürrt, nnd;war schon deshalb nicht, weil eine Modiltsinnng m t den stMichen Bestrebungen deneuen Ungar« nicht Überetnst'm«?. Das ttsue fva«zSstsch« Kabinett. ' ttt, ZZ. Novrmber, Ciem«ne«au hat soin Knbi- .. as nach der Demission mehrerer hei de« KammertvÄhleu nicht wiek-rgewählter Mi gli:der um olist'«big geworden war, ergänzt. Leo Kerard, der Abgeordnete der Ni«d-rpy«närn, der schon in den Ministotien Deinonts, .Driin^ und Barthou UnterstaLtssekretär der schönen KÜnft« gtweftn ist, wurde zum Unterricht-minister sriwnnt. LoniS Dubois, progressistisck»er Abgeordneter bat Pariser Bannmeile und Bericht4rstat!er der FliedenZkynser:«) für Ainanzangelegenheike«, wurde zum Minister für Handel und Judustri«,Hves le Trocguer »um ersten Male jetzt als Abgeordneter im Departement Cotes dir Nord gewählt. Präsidia"ist in verschiedenen M1nif4er!eu, wurde zum UnterstaatSsekvetär für Finanzen und Louis DeschampS, linksrabrkal«r Abgcovdneter im DevartemEnt Ille et Bilaim, bisher im UntrrstaatSfrkreiariat für Dev -dM-ierung tätig, zum UnierstaatssesreiLr für Post- und Telegraphen wesen ernannt. Inland. Die R-p«ratksn-Kvmmlsfio«. Dr< Rtvaraiisn-kommv'stsn hat -estnn vormittags dflt VMtzvng abgel>alte« und den Stas«-i>U«iÜr für BolkSetMrung Dr. 8 s r w e n f r l d«R n ß. SekiionSchef G ch ü! l 11 fswir zwei tschechische Brrireter empfangen. ES würde die Lebentzmutellägt nnd mit Hinblick aus die Anbahnung näherer Hanbelsbkßirhungrn Tschrchs-Glöwakei die Frage der böhmnchm Zuckmmpörte gegen Kompeniationen bchanbett. Sodann windke sich feie Kvniinlfston abermals der Beratung über die Koblenst-g« -L die ^naestchtS der vermoderten Enrlänfe wlkdek dringend geweroen ist. GS wurde vorgrfchlagnr, die Eclandnizu erteilen, daß die au» dem d.tttschZsteneichiichrtt Gebtkte befindlichen fran'Sachen, italienischin und jua-»l.mn»chrn ALaagoniür den KohltntmnSpoik verwendet weiden tSnnten. Auch die Frage der kigenen KöhtenzÜge der Reparat»onslsmui>sston wurde, wievr» erwogen. Eine neue SubLommisstsn vsr Reparation-- Kommission. Der Oberste Rat hat bekchl-sten, der Wiener Snbksmmissto« ein neues Komitee anmgliedkrn, daau- Vrriretern der alluerten Reg-enmgen und sänulicher SukzesstonSstaaten der ehemaliflcn Monarchie, also auch Oesterreichs zusammengesetzt lein wrrd. Dos Konntee hat dir Aulgabc, alle Transport zw schm Orster» reich und den Nachsvtgrstaaten z« astiviekeu nud insbesondere den Beikthr der aus der tschecho'ilsw.rk.sche« Rtpnblik»ach Ocsterrcich abgttzntden Kohlenzöge zu überwache«. Dis Kommunisten vnd vis neue Wehemacht. In Drc^rS Bierhall« im S. Bezirk« fand gestern «im von der Saldatengiupp« der kommunistischen Partei einberutvn« BoskSweyrmänner-Dersammtung statt, in wslcher nach den Ne «n de- Vorützenbsn- Ferschttz nnd der Parteimitglieder Lütter, §ocirschöner,Gruber und Lösch «ine Resolution beschlossen wurde, in der «S heißt: Die Versammlung «stet es als Pflicht jedeklassenbewußten Dolkswehrmannes, baß er — seine körperliche Eignung vorausgesetzt — in bie «uszustelrenv« Wehrmacht eintritt und dafür sorgt, daß dieselbe kein Machtinstrument in der Hand dekapitalistischen Alassenstsabes tverLe. Sie fordert di« Auszahlung der vorgesehenen Abfertigung an alle Volkswehrmänner bei Auflösung der Bvlkswehr. Um den proletarischen Lharakter der neuen Wehrmacht zu sichern, lvied mit allem Nachdrucke gefordert, daß di« JnsUtution der Goldatenrät« in die neu« Wehrmacht Übernommen.wird, daß die LandssbesehlShaber und euch der Oberbefehlshaber (Siaarsfekwtär für Heerwesen) keine tvichtisien^ für das Volk cinschtteldenden Verfügungen ohne bi« Soldatcnrät« ' treffen können. Den BolkSwehrmänn^rn müssen auch in der ueueu Wshrnvacht «tlr politischen Recht« gewährt werben, sowü da- Rech!, Versammlungen und Besprechungen in den Kasernen abzuhalten. Um bas Sonderrecht der Ossizier« zu beseitigen, ist kein ehrcn.-ätlich, sondern ein allgemeines Disziplinarverfahren einzuftthren. Sollte dt« LdoalittonSregierung sich weigern, btes« berechtigten Foroerungen zu erfüllen, so beauftragt die Versammkung ihre Eoldaienräi«. sich mit den Arbeiterräten und den beide» proletarischen Parteien kSozialdemokeaten und Kom-nuttlste») in» Anver- «ehnwn zu setzen, um diese Mlnimalsvrderungen mit allen Mitteln durchzusetzen. m 808 Telegramme. Der Kampf LrkvAGS gege» WAfsv. Paris, 2*. Uovemövr. (lÄttrr.-Ü3u»vv „Chicago Btrtbct ans Doska», EsMlsr kkLüxehabe «ttärr» daß des ÄhttRnSÄsvkög mit dm «st noerann «endra wAdch Wfntt PrN-ent Eon de« A?»MvSVrrteao nmorldch «nmlnwftn» «trd«. wirds dir Barkt»^ abevMiks vrm SraatsausilLuß iüv anstMlige ÄnrnrlW«ßeike« Memefen und dort so kanar :mück<x brhatzm «ntev, wl fce sich über ihrr ÄvuckreU dewlich oeüafierk Wren. ftbw A-te hmm. ft fr tmnece iür dru Frirdtn m>t Dcun'chland und» M de» sewescv. ab« Uir einen rhr^nvollm und sieirrrchm Fri'dm und für emv» Völkerbund, der n.cht bie Verfaffung und SouvftiimUkt Ämerckäopfert. Der arische FrkLve«ssertr«A. Paris» 9.7 November. Die bulfltmfrfie FnrdenSdel«?atiork hat he« e den Kriedensvertl ag unte^ciAsner. Dir Hauptylmkre des Frw-ensvnt'aM sind: B111uft von Tdra,,««. Avlietiujg deS SrrumrtzabogenS und eines GebietsurkifeuS an dft sftbrschen Grenze, ReSttzin«»« der Armer oni 20.V0S M.nkn »nd BnahltMg vo« S Milliarde» 250 Millionen unter dim Tuet der Wubrrgirtmachuus. Das sffiZieTe Wahlresultat 1» FrauSrsrch. Parts, 23. November, Die offiZkeLke Statistik dev Kammer ^hleu wirb nun veröffentlicht. 626 Deputierte hätte» gewählt werde» ollen. Hiervon ent alle« 16 ®!c’ -«tc auf die Ünlsm;nr wo die Wahlen erst am 36. d. M. stattfinde». Am gleiche» Tage wird in sech- Wahlkreisen dir Stichwahl -sögehutie». 610 W-ahhlresultatr sind demnach ^tzeuwärtig schon bekannt. Die Links-« repubttkaner gewinnen 61 Mandate, verlieren 22 und erreiche» im ganzen 133. Die Radikalen gewinuew 2ch verliere» 29 und erreichen 66. Die Sozialistisch- Radikal«» gewinnen 16, verlieren 93 und erreichen 83. Di« so ialiftifcheu Republikaner gewinnen 8, verlier«« 16 und erreichen 27. Die «»isiziertän Soztaltsteu gewinnen IS, verlieren 64 und erreichen 63. Dis sozialistische Sondergrupps gewinnt 6 Mandate, welche di« Gesamtzahl ihrer Mandaie bedeutet. Die Progressistew grwümen 96, verlieren 7 und erreichen 133. Dia Liberalen gewinnen 47, verlieren 16, und erreichen 69. Die Konservativen gewinnen 12. verlieren 13 und erreichen 31 Mandate. Der Unterschied von 24 Manbaten zwischen der Gesamtsumme der Gewinne und! der Verluste ergibt sich aus den neu hinzugekommeneni Mandaten. In E l sa ß-Lo t h ri »gen: Sieben Wahle» sind an ge fochten; über ihre Gültigkeit wird die Kammer, noch zu entscheiden habe«. Eine Ltttlmonarchistische Kundgebung in Italien. Mailimd, 88. November. Der ..Avanti" erfSfirt, dag bhi Pmtkilkituria der so, allst,schm Partei ht tbcer gestrigkn Sitzung in Rom beschlosten habe, alle Abgeordn-ren, die der souaüstuche» P.nter aagrdören, einmürden. der Erösinurig der Kammern zum Zweck einer annmoa.nchistlschen Kundgebung beizuwohnen. Das BetrkebsrStegefetz in Deutschland. Berlin, SS. November. In der heurigen Sitzung des VetrirbörLteauSschusteder Nationalversammlung wm-de folgender Komvromißantrag mt den Stimmen der Ncgierungs- Parteien und dec unabhängigen Soüaldemokratm a n g«» u o m m e n: Der Betriedsrar hat in Unkernehmungen, für die ein Äuistchtsrat belicht, nach Maßgabe <me8 besondere« hierüber ,8 ttlmsrnden Grfcyeerneu oder zweiBertreler rn dea Auistch.-rak zu entsenden, um di« Interessen und fforderungen der Arbettnehmer sowie d>e Ansichten nnd Wünsch« hmflchikich der Organisation des Betriebezu vertreten. Ferner wurde «egen di« Stimmen der Sozialdemokraten und der Unabhängigen em Antrag des ZmtruinS und der Demokraten angenommen. wonach m Nnternehmunacn, welche zur Fübrung von Handelsbüchern verpflichtet sind, bie Bklrlchsrcite verlangen könnem daß ibnen alljährlich vom 1. Jänner 1920 dieBilanzuno VirGewrnn-ündBerlusterchnunaMrbaS m* flosiene Geichüftöjahr z«r Ginfichtnahmr vor- Seiest und erläutert wird. Diese Besiimmung ndet keine Anwendung aus llnternchmungen. welche nlcht mmdrms 100 An gestellt« oder 600 Arbeiter beschäftigen. Bolschswikischer Kampfbevkcht. -ttosüa», SS. November. kFnnlfpruch.) An der Nord» front Plänkler gesichte. An der Wrstri ont heftiger Widerstand de- Feindes, ume> stützt durch das Feuer britischer Kriegsschiffe. Auf allen anoeren Fronten Vormarsch. An der Güdostfront nähern wir uns aus beiden Wolgaufern L a r i»h % tzochvafe auf Oesterreich \ti Krakau? IKLHr»»Hstra«. 28. November. Das Tschechische Preß, bnrea« meldet: Au- T e s ch « n und B r e l i tz kommen Meldungen, wonach eS vor einer Woche in Krakau zu großen Ausschreitungen der dorren Garnison gekommen ist, weil der Sold der polnischen Soldaten herabgeieyt worden sei. Die Soldaten rißen bie Adler von den Mützen, warfen sie zv Boden und traten ste unterochrusen ausOe st erreich mit Fünen. 860t) Soldaten liefen nach Ungarn und Dielitz Über. In Bieliy feen $fOO Uebtrläustr aufgegriffrn wmdm. Auch dort soll eS aus dem gleichen Grunde in der G.nnisvn gären, die Soldaten rufen, e-jeibesscr u n t r r d e m ö st erreich i k ch e n Kaiser gewesen und bringen Hochruf, aus den Kaiser au». Den Ze«iung<n wurde verboten, über dies« Außschreitunkien zu schreiben. (Wir mSchken die Richtigkeit dies» Meldung stark bezweifeln und Überlassen die Berant« wvUung dem Tichechlscheu Preßburrau. — Die Red.) Dle neue Freiheit tu Ungarn. B«v«peft» SS. November. Der ^P e st e r 8 l o l>. * meldet, daß gestern dreißig jüdische Studenten in der Aula b e k ch i m p t t, v e r p c Ü g e l t und verhlndert wurden, zu den Prüfungen zu rrschrinen. Ungarn fordert die Auslieferung Poganys. Budapest, 28. November. (Tel.Komv) Das Justi;- mmisterium hat heule an die östrne'chische N«>a,kiuna das Ansuchen um An-ltetrrung de- BolkSl^auftragten yofef Po g a n h und de- Hauptmanns Emntcnch E f e r n y a k, dir der Teilnahme au der E.mo»dung de- Grafe» Tr-za beschuldigt wrrdeu^ «richtet.