Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 307 (28.11.1919)
- Date
- 1919-11-28
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979384--02702-2988250- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Hektt r Wien. Freltag .. I—»aBtt»l>W^ ■ ■.■!-■ - -> . Tr~H"T Politische^Mundschlnr. Bei den Denikinschen Bünden. Der Warschauer „Nobotnik" bringt folgend?« Bericht seines Korrespondenten aus Rostow am Don: Die Armee Denikins ist wohl zahlreich an Mann- Ichaft, aber sehr schlecht organisiert. Die Infanterie wird von Fachleuten als durchaus minderwertig bezeichnet. Sie ist eben -nur «ine Baude, welche die ^'eirrer plündert und mordet. Der KanOf mit den Bolschewiken ilr lediglich ein gegenseitiges Morden. bei drin man den Gegner fühlen läßt, daß es auf seine gänzliche Vernichtung abgesehen ist. Di« Erbitterung der Offiziers der Denikin-Armee gegen die Bolschewiken ist unbeschreiblich 5 eine Erbitterung, die sich auch in gleichem Maße gegen die Juden richtet. Jede von den Denikinschen Truppen eroberte Ortschaft wird ein Opfer des Raubes. Den Soldaten ist es.erlaubt, drei Tage zu plündern, wäh.end die Offiziere de Lei ihnen so beliebten Kontributionen der Bevölkerung auferlege*.', deren Erträgnisse zumeist in ihre eigenen Taschen stießen. Infolgedessen gehört es keln-rswegs zu den seltenen Fällen, daß Offiziere der DenMn- Armee für ein einziges Nachtmahl 60.606 Nudel zahlen. So hat der Reitergeneral Sz., her im Rücken der bolschewikischen Ärmer operiert, an seinem NamcnStag alle anwesenden Offiziere zu einem Nachtmahl in Charkow geladen, für welches er nicht weniger als 800,000 Rubel bezahlte. DaS gesellschaftliche und staatliche Leben ist auf allen von den Denikinschen Truppen besetzten Gebieten in voller Auflösung begriffen. Es herrscht ein Chaos, von dem man sich keinen Begriff machxn kann. Ein Schulwesen ist fast gar nicht mehr vorhanden. Die Industrie ist ruiniert, die Fabriken' feiern. Die Offiziere zerstören die Maschinen, beten Bestand« teile sie einem jeden verkaufen, der dafür gut bezahlt. Die Kohlenpcoduktion ist auf ein Zehntel jene- Quantums gefunken, das vor dem Kriege gefördert wurde. Ein Pfund Brot kostet ln Rostow 100 dänische Rubel, wobei zu beachten ist, baß der dänische^ Rubel dem Romarww--Rubel im Werte gleicht. Die Schiebereien haben, einen unerhörten Umfang angenommen. Die verhinderte Heimkehr -er deutschen Kriegsgefangenen. Die deutsch« Reichsregierung hat auf die letzte Kriegsgefangenennote der Entente mit einer Note geantwortet, worin es unter anderem heißt:. „Die deutsch« Regierung weist die Beschuldigungen zurück, daß sie planmäßig die Erfüllung des Waffenstillstandsaükommens verzögert habe. Deutschland iat sein Äeüßerstes getan, um den unerhört schweren Anforderungen, die durch dieses Abkommen gestellt wurden, gerecht zu - werden. Auf die Angelegenheit der Versenkung der Kriegsschiffe in Scavaflow wird an anderer Stelle ausführlicher eingegangen werden. Auch die Frage der Räumung der baltischen Provinzen kann hier nicht behandelt werden,, da sie zurzeit durch eine interalliierte Kommission einer Prüfung unterzogen wird, deren Ergeonis. abzuwarten ist. In der Note wird endlich bebauptet» die deutsche Regierung betreibe in der ganzen, Welt mit ungeheuren Mitteln unablässig Propaganda gege n die Alliierten. Die deutsche Regierung kann nur ihr Befremden darüber aussprechen, baß solche Märchen Glauben finden und der Aufnahme in ein amtliche- Schriftstück für würdig erachtet werden konnten. Sie hofft, daß die alliierten und assoziierten Regierungen ihre Aufmerksamkeit dadurch nicht von der Kriegsgefangenensrage ab lenken lassen, die mit jedem Tag ernster und dringlicher wird und wpbei sie auf das Mitgefühl alter Völker rechnen zu können glaubt." Inqoffarorens innere und äußere PoNtkK. Wie aus Belgrad gemeldet wird, hielt die demokratische Vereinigung eine Vollsitzung ab, die der Beratung vou Fragen der äußeren und der inneren Politik gewidmet war. Ministerpräsident Dr. David oyic besprach die von der Negierung.ergriffenen energischen Maßnahmen gegen di« Anschläge »d'AnnunzioS und erklärte, daß die militärischen Maßnahmen sowie der ' energische diplomatisch« Schritt bereits einen Erfolg gezeitigt haben. Die italienische Negierung habe l/Annunzio verleugnet und den Admiral Mille) ableruseu. Hinsichtlich de) Friedensvertrages von Saiütt^ermain habe die Regierung namhafte Erfolge erzielt. Auch die innere Konsolidierung habe erhebliche Fortschritte gemacht. Im ganzen Lande herrsche Ruhr irnb Or'ünuUg. In der inneren Politik „strebe die Regie ung dir Einführung eines gefunden ParlamentrLiSmus und die Schaffung aller Vorbedingungen anf damit Volk auf Grund des modernsten Wahlsystems seine Berrrc.er ins ' Parlament wählen könnet DaS Pärlamen i.i.hc voraussichtlich aus zwei Monate vertagt wert-cu. , BokscheroMscher Kampfbericht. Moskau, S7. Nsvrnidir. (Funkspruch.) An d« Wrüdorü Kämpfe der R »r w «. An der Südsroni wurde Viel»- p ft 111 und N » w tz Oskol e rodert. Vodrow wurde gestern ßcn»mmen. An der Ostfront wurde Laiavi 1a % « tu btt OmSl—IrlMSkbahn erobert. Mtener MorgenzeMuK £8 November 191? Nr. 807 Telegramme. Washington 27 N. rc ber. Anläßlich deS D-nksagungSLagsS Hit Wilson eine von Lanstng gegen* ge^ichnete Botschaft Erlassen, in der er daS amerikanische Volk aussorbert, Gott für alle Gnade zu danken, die er ihm in den letzten iS Monaden zuteil werden ließ. DaS amerikanische Volk hal>e durch die Erfolge, die ihm beschieden worden seixn, auch die Pflicht übernommen, .das Geschenk des Himmels zu bewahren und auszubauen uyd den Sieg, den da? girier ikanifche Volk erringen, half,.'auch auf echtzuerhal.en. Nicht Eigennutz habe, das amerikanische Volk geleitet, als ssS sich entschloß, am Weltkrieg« teilzunehmen. GS möge sich daher - auch weiterhin vom Geiste der Uneigennützigkeit leiden lassen, indem es ein hohes Beispiel williger Mibarbelt an der WyhlfWi ällsr Völker biete und eine neue Welt aufdauen helft, die von gegenseitiger Freundschaft und gutem Wille« geleitet werde. Di« Schwierigkeiten der Gntenk«. Psris, 27, November. Gestern Hätten die Jngvsiatven da- Protokoll unterschreiben sollen, wonach sie dem Frieden von Saint-Germain b.eitreten, worauf sie heute' zur Unterzeichnung, des' bulgarischen Dcv- 'trageS zuge'.ogen worben wären. Indessen hat die jugoslawische Vertretung im letzten Augenblick erklärt, daß ihre Vollmachten ungenügend seien und daß sie deren Ergänzung aus Belgrad abwarten müßte. Matt vermutet, daß die Jugoslawen bas Protokoll nicht früher unterzeichnen sollen, als die Rumänen. bencN. wie schon gemeldet, eine achttägige Frist eingeräumt worden ist. Deutschlands Hilf« für Oesterreich. Berlin, 87. November. Die deutsche Nationalversammlung beriet heute den Antrag Höbe (Sozialdemokrat), angesichts der ■ Hünger-not in Deutschösterreich eine Hilfsaktion ins Werk zu setzen. Der Antrag ist von allen Fraktionen, ausgenommen die Unabhängigen, unterzeichnet. Es sollt« ursprünglich von allen Parteien ei» Redner zum Wort kommen, im Lauft der Sitzung ist man aber übereingelommen, Präsident Fehrenbach allein den Antrag begründen zu lassen. Präsident Fehrenbach führte aus r Dä» österreichische Volk, seine Frauen und Kinder stehen vor der Hungersnot. Wenn die Menschlichkeit npch ein Wort hätte in der Welt, müßten die Sieger sich erbarmen und auS ihren reichen Beständen Oesterreich helfen. . Abgeordneter Geyer (Unabhängiger) erklärt: Meine Partei ist mit der Hilfsaktion eirivcrftand-n, kann aber einer Verkürzung der Brotrationen nicht zustiMmer». Präsident Fehrenbach führt aus: Der Abgeordnete Geher hat auf die, Selbstversorger verwiesen. Ich Holle, daß gerade die Bauern bet der privaten Hilfsaktion reichlich geben werden. Der Antrag wird hierauf einstimmig angenommen. Rur gegen den Antrag betreffend die. Kürzung der Brotrationen stimmen die Unabhängigen. Eine Wiener Hrlfsrvochs in Berlin. Berlin, 27. November. Im „Vorwärts" ruft Abele ^Schreiber die Frauen, Mütter und Genossinnen ^ur Frauenhilfe für Wien auf. An den Frauen ist «S, so heißt es unter anderem, in Massen zu erklären: Don unserem Wenigen wollen wir Noch etwas abgebett. Jede verzichte auf eine Schnitte Brot; eine einzige Schnitts die Woche, und die Regierung sende die so ersparten Mengen näch Oesterreich und retft Wien vor hem Hungertod. * Die Berliner Stadtverwaltung wird morgen zü einem großen Hilfswerk für das frierende üttd hungernde Wien aufruftu und in der kommenden Woche in beit städtischen Lyzeen ein? Sammlung von unverberblichen Lebensmitteln aller Art und von Geldspenden in Form einer ,,Wiener HilsSwioche" veranstalten. Tufar über Deutschland. Prag, 87. November. '(Privat.) Die Londoner Wochen* jchrifl »Das neue Elnopa" vrrösfrnUlcht in ihrer lrtzten AuSgadr k>nm sehr ruhig, qebalttnrn Artikel de- Mmtftuptäfidenrm Tus ar Über »Dmkkchland und seine Nachbarn". Er stellteaiS eme diSher noch ungrißstt Fragt hm, ob Deutschland sich tvttulich gkäNi-ut und vom Evangelium der Macht loSgesagl hast DreseS.BmnMntS ift ltut weiciultdxi- TerldeS deurichen Charakters» was die Klassiker Herder und Gorthe bewerirn. Es fei nur nötig, die Deutschen -u de« vo» dreien Männern verkölperten Ivca! rurückzrrfühle» und sie rn diesem deßrve» Sinn zu grrmanrkreren. Im gegeuwiirtigen hestorischen M-menr arderken die dnnktcn Mäch»e m Drutschlaud riirrg daran, um die alten Traditionen und Aspirchionen zu renovieren. A-ts dex anderen Seite aber rntsaükn neue fräche Kralle eine Tärmkrit, welche auf die Emanzl' plUron DcutschlandS von den Fesseln der Vergangenheit adzielt, und hoyen. daß eihnen gelingen wird; Deutschland auS der Enge der Rraküon ru den Idealen der Demokratie zu tuhrrn. Vom E'iolse diese-Kampfehängl die -Müßige Stellung Deutschlandad. Hamburg prokeftrert ges-n die «e«o» Forderungen der Entente. Berlin, 87. November. (Trl.-Kvmp.l Der HafendetriebS" verein von Hamdmg har an den Reichskanzler «nd an dt^ Nälronatveckanrml'tng rmen Piottfk gegen die v»n der Vntentk geforderte Au-treferun!- von Schwimmdockgerichtet und bittet, . die KusUrfenrnd iu vrriveigern. Ohne Docks und Bagger würde ' Hamdnrg alß Halen kür di» ausländische SroHjchrstahrt unmöglich iem. Der Ums«lagverkehr für Murelemopa und dre Ostt'reländrr, der bi-her Hamburg rugeiallen war. würde nach England übergeben. Tankende von Haken.irbeitrrn wqrtrn auk Beschämgung «nd wären endgültig M Ardr>iSiofigkett Md zu Elend »erarkeut, wen« »er Regimnng die F-rdrn«- dar Vattuch «rlüüm foän. Bulgarien hat den Friede« unteezeichnet. Part», 27. November. iHavaS.) MinistervtLiident S t a m* b v l r S k i hat heute vornutlagdas dulgarüchen FmdenSv«* traa »nterrei ch u e t. Gefängnis für Streiter. Nerv-Bork, 87. November. lNcutrr.) ^Astoziated Brests rneldet ans W v a m \ n q : Die Der^arveUer in C a r n e y» v r l l e d i s, die stch weigeltei', eur Arbeit zurückzukehien, wurdet» von Soldaten umringt und MS G e f a n g n l s a b g e f li h r t. Schweizer Lokomotiven für die deutschen Kohlentransporte. BerN«, S7. November. kEel.-Komp.) In Bern werden . demnächst Beihandlunaeu ovischen Deurschl.md und der Schweiz' wegen Ernemmug de- KohlmabkommcnS-beginnen. Die Schwcü , w,d Deutschland alle vtifmbaren Lokomotiven zum Zwecke dhß beschleunigten KohlentranSporieS zur Versiignng stellen. Der Rückzug der d^ut'chen Truppen aus dem Baltikum. Berlin, 27. November. (Tel.-Komv.) Nach den neuesten' - Nachrichtev «MZ dem Baltikum vollzieht sich der rllückmarsch'dcr diülfchen Truvpcn in guter O'dnimq. Angriste schwächerer lilau-.. , «scher Abteilungen, sowie die ^e-störungen der Tetegraphm« un^ ' Fernsvi kchleitungen daüern an. Die zurückeehienden Truppen welsm zum größrcn Teile Noch eint ftchl gut« Disziplin aust AuflSfung der russischen Nordwestarmee. Barlitt, 87. November. (Tel.-Komv.) Der Stockholmer>>' Berichterstatter des ^Berliner Tageblatt" erfährt, daß .die.) russische NoidweÜarmee tatsächlich zu existieren aufgebärt häbe^ Ihre Soidaten stichen in Unordnung Nach Estland, wo ste entwaffnet werden. Fudenitsch hat seine Armee völlig ausgegcben.' Zw schen Denikin und den Polen wurde ein Abkommen get> offen, dessen Inhalt unbekannt »st. Der Bevollmächtigte Pylcns,; . General KrastwSki, bat steh rn den letzten Tagen rm Hauvtquattier DeniktnS aufgehalten. Die Rumänen „requierlerrn^ kn Angarn für SS Millionen Tabak. Budapest, 87. November. Wr« das Ungarische Tele* graphen'Korresvonbenzburcau meldet, sind auS. den Maaannen _? der Tabük-Einlösnugsämter in Szolnok, Dedreczin. MezöiöveSz, 0. Ja-tkistr und anderen Magannen von den rumänischen BesatzungStruppen neuerdings l.771840 Meterzentner Rohiabak im Werte von mehr als 55 Millionen Krone» wrggejührt worden. Angarn möbittsiert? Prag» 87. November. ^Tel.-Komp,) Der „$J<cer* bring» folgende olarnnrrende Nachricht: Aus ' bestinsormtelteu Kreisen 1 eriahrrn wir, datz in Ungarn sofort nach Konstttürerung per neuen Reg-erung die Mobil sterang aller Falugange vom 18. b>s. zum 45. Lehensjahre dnrchges iihrl wird. DaS Blatt bemerkt brerzu r. . Wir wollen abwarten, ob sich diese Nachricht bestätigt, obgleich . wir wissen» daß eine solche Maßnahme nicht ostentlich, sonder« ' mäglichst geheim zu erlolgm Pstrgt. Es ist nicht notwendig, $«>'■' rrklliren, gegen wen düse merkgehende Maßnahme gerichtet ist. . Außerordentliche Maßnahmen in der Slowakei. Prag, 87. November. (Tel.-Komp.l Der slowakische Klub der Nationalversammlung hak gestern ,m BeDn» des Ernährnngs- . minister- Houd ek über die g e f ä h r l i ch e S i t u a t i d « . in der Slowakei beraten, und einstimmig beschlossen, der National* - Versammlung , sofort > einen. Antrag aus .Ergreiitzng außxr*^.? v r v e n r l i ch e r. M p 8 n ä tz'm e n gegen dre .WnhlKewy' - der magyarischen AgeNlenin der Slowakei zu uitterbreiten. ' Venesch über die Lösung der Kohlenkriss. . Prag, 87. November. tTcl.-Komp.l Wie der «Vrcrr^ meldet/ begab .stch der m Paris weilend« Minister des Aeußtrn ' B e n e s ch mit de« Mpgl>edern der Wiener Kohlenkoniiniistan.. zum Obersten Rat und erktäite, eS gebe nur eine einige-Lösung det Koblenkrtse. Diese bestehe in der gerechten Berieiluna detz ' Kohlentördernny auf ganz Mitteleuropa, Trschen und Ober- ' schlrsi-en inbegusien. und m drr Gewährung du uöttgrn Zahl. von Waggons durch dl« Entente. Der Streik ftt den böhmischen Aohlenrevleren^ Prag» 27. Noyember. lTel »Komp.l Der ^Tribuna" zufolge' hat steh der Beraarbritrrstreik auch aM daS Komotanrr, Fallenauer und Trvliyrr Revier ansgebrcitrt, Die bcutidjcn und tschechischen; Vergor Heuer stellen ihre Fordemngen solidarisch. Unter der Kladnoe« l Bergarbeitctschast wird der Streik m Nordböhmen m 1 grosser " Aufmerksamkeit verfolgt, doch wird voll gearbeitet. Mmifter Hampl ist auS Briix zurückgekehrt. Die Wahlen in der Tfchecho«Slowak8i. Prag» 87. November. (Tel.-Komp.) Wie der „Bole* be- . richtet, wird der VerfastungstiuSschuß der Nationalversammlung ' bis zrrm Nruiahr permanent arbenen. Im Fännrr sollen alle' BerfaWngSvorlagm bereits Gesetzeskraft besttzcn, so daß die. W a h l r n in d 1 e N a t i v n a! v e r i a m m l u n g im März oder April werden statlfinven können. Der Religion-unterrlcht an den Mittelschulen der Tjchecho-Slowakel. Prag, 27. November. (Privat.) Nach, einem Negürungö* , erlaß kann der RtkigionSünterrlcht als u n o b 11 a n t c t, ■ Gegenstand «btrilungSwetsr nach rrNkM Erlasse de- Schul« Ministeriumnur an jenen Anstalten gelehrt werden, >n^denen sich ' zumindest 80 Schüler auden'Klassen melden» für welche der ' RrligivItSunlerrickt kein Pflich'gtgenstand mxhr ist. Irgend e»^ Druck auf bic Schiller, qn dleüm Unterricht teüznnehmcn. ist v, boten. ' Eine Korruption-affäre in Trschsn. Tefchen» 27. November. (Privat.) Amtlich wirb folgendes Communiquö ckusMeben: Da ln der Stadt »unter der Bevölkerung verschiedene Geruch[t über groß« : Malversationen im Ein- und Ausfuhrhandel in Teschen "y kursieren, wird bekantttgegebett, daß auf Grund einer bei bet\ Landesregierung eittgebrachten Anzeige des Leiter:- des Ein- und Aüsfuhramtes, Dr. Wolf^ über unrechtmäßige Ausfuhrbewilligungen durch die Landesregierung unverzüglich eine amtlich« Untersuchung eittgeleibet wurde. ES wurde bisher ftstgestellt, daß auf Grund illegaler und falscher Ausfuhrbewilligungew. vier zehn Waggons Wurst, KSf« und Eier über die Grenze geführt wurden. Im Zuge des Verfahrenwurden unter der Beschuldigung der illegalen und ungesetzlichen Äuästellung von Ausfuhrbewilli- ‘ gutttzen der Stellvertreter des Letterde- Ein- und Au-fuhramtsS, der Ädvokaturökandidät Dr. Alois . Kopee» der Kaufmann Frey aus Bielitz und eim gewisser Ostrogski au- Bielitz verhaftet. Diese Angelegenheit würde, der Swat-nnwaltjchaft in Teschew •; übergebett.