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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-26 · Heft 305 (26.11.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 305 (26.11.1919)
Date
1919-11-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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, RL. SOS. ^Men, Mittwoch . ^*- - , . ■■■-■ " — ' . -— wa. * PerschoLene Mittelschrittehrevversammlrmg. Die für heute um V,U Uhr m das Akademische Gymnasium einberufene Bersammlnng der Diener Mitt els ch ull e h r e r wurde wegen Verhandlungen mit den Staatsämtern aus 4 Uhr nachrniltogs v e r>s ch o b e n. Massenversammlung Lee Gast-«nd Kasieehausangestellten. Die Zentralorganisation der Hotel», Gast- und Kaffeehaus angestellten veranstaltet heute nachmittags in der Volks- Halle des Neuen Wiener'Rathauses eine Massenversammlung, in der die TeuerungSbewegung und die allgemeinen wmschaftnche» Verhältnisse der Angestellten zur Sprache kommen sollen. * Die Verhaudlurrg gegen Muna. Am 1. Dezember soll, wie Minister Klofae mittelste, die Verhandlung gegen Muna und Konsorten stattsinden. In dem Falle Muna, der einerseits, als Verbrechen gegen die Wehnnächt deS Staates, anderersetts als Verbrechen des Landesverrates untersucht wird, ist der Hauptangeklagte der Chauffeur und Helfershelfer de- „Präsidenten der slowakischen Republik^ Janouschek Wenzel- Grubber. Als Mitschuldige werden verfolgt: die russische Korrwmnrstirt F r i d r t ch - M i n k o v s k h, die Gattin des bekannten tschechischen Kommunisten Fridrich, weiter der Gießer Richard Reiter, aus Brünn, der Mitarbeiter FanouschekS Alois B e n e s ch, der Agttatvr der reichsdemscheN Kommunistenparier Ferdinand E f f en b e r g er, dre Gattin des „PiLsideutchr" Janouschek, der bolschewikische Agitator in LMdenbnrS'Josq Pofchta. der Freund MvvaS 'Josef Schn e t* derger und der russische Bolschewik Paul M axrm o vs kh. * ÄerrerRche Warmlrpg vor NcheMgnyg frernder MMtSrS. Die Polizeidirektion hat erst vor wenigen Tagen irn Wege der Tagespresse an das Publikum daS dringliche Ersuchen gerichtet,. alles zu vermeiden, waS M Konflikten mitfrenidländischen MilitLrpLrsonen führen könnte. Runnrehr hat sich am Sonntag .den 23. d. M., nicht ohne Derschulben - von .Einheimischen, -abermals ein derartigertief, beklagenswerter Korsall zugetragen, in dessen Verlauf seitens der Soldaten von der Schußwaffe Gebrauch gemacht wurde. Die.P^lizei-- direstiÄn sieht sich im Interesse der Nusrechterhsliung der guten. Beziehungen zu deu fremdländischen Missionen. veranlaßt, die Wiener Bevölkerung neuerdings nachdrucklichst zu warne». Es muß alles vermieden' werden, was zu einer ■ Wiederholung derartiger Vorfälle Anlaß geben könnte. Gegen SchuldtrageudL müßte mit der größten Strenge vorgegangen werden. .. * Mist Handlung erned SektionsraLes. In Gmunden laut es Montag im Anschluß au eme Haüsgehllsinmnvrrsammlung ju. einer erreaten Kundgebung der Teilnehmergegen einzelne Dienstgeöer. Rach der Demonstration ging die Nenze zu der Wvh'nüNg, des in Gmunden wohnhaften VcktionSrate- Tr. Kö. « < r c y n S k i. der wegen einiger an« Mch gegen die ioüaldcNiokratitche A'.Leiters«ball gerichteter Reden, die ee als Bev- Ircter^-ts BürgenatrS von G m u » d r « und Eben s r e i« letzter- Zeit, gehalten chatte, tätlich angegnffrn und nristhandelt wurde.. Dr. K o m o r.c y n s k r trug Verletzungen am K o p fe u n d i Lu G e s i ch t e d a v o n. "*Unterschlagung.In Wiener-Neustadt wurde l>er Soldatenrar Ladislaus Pettuch wegengroßer Unterl'chstrse.-chem dortigen KrelZgencht cingeliesrrt. Er hatte sich nach dem Umsturz eme dominierende Stellung aus dem Wiener- NcuNtzre.r..Flugseld zu verschaffen, gewußt und sich angeblich der -- VerMimdÄ-ung.,. großer Mengen BMinS und änderen - ararischen Gutes schuldig, .gemacht. Der Schaden des AeräiS wird, auf ur e h r a l S e i n e M i l l.i o n K r » n e n gkschätzt. -Letzte RachrichLM. . HsÄattdlfch^ Fitta«Kma«Ver Mer rrrrssre Lage. 25. -November. (Del.-Karnst.) Das „HüiEelsbM" veröffantlichL einen Auszug süsUnter- . redungen, dir.ein.Wiener Journalist, mit führenden holländifchan i Kinanzlsuten hatte. - Der Präsident der -Amsterdamer. HäicheMank, Eeon, erklärte, daß der Tiefstand. .her Mark und Krone, viele Schwierigkeiten nnt sich bringe'und-den Handel fast unmöglich mache, Gestenreich habe'von Holland eine Anleihe verlangt. Hvllattd könne diesen Wünschen aber nur entsprechen, tvtznn'Oesterreich die notwendigen Sicherheiten bieten 'würde.-s- - . . ' . Der Präsident der Niederländischen Bank, .. D i s° s «i r f n^g, meint, 'dielganze schwierige -Lage der ' Valuta-, t-erhaftnisie Deu^'chöstärreichs und 'Deutschlands. sei' nur öahOMHhräufbäschwoxeir' worden, daß hie. Kaufkraft, der Nywohper von Zeiitraleuropä-künstlich vergrößert stvorden sei. Äeiüschland und.Oesterreich müßten für das Auslandötn -anderes 'Zahlungsmittel fchüffen als das gegen- . wärtige. Da Oesterreich keine zahlungsfähige Valuta?besitze,-sei-esdirekt' zum Dau sch h and el gezwungen. Es.-'werde!'daher, notig sein, daß Auö- und Einfuhr sich möglichst -decken, damit Barzahlungen-auf Las .Allecnotwendigste beschränkt werden können.' Oesterreich werde in .der.'zachsten Zukunft zweierlei Zahlungsmittel brauchen, für das' Lüsland und' für das Inland. Gehamsterte Aanknpten müßten in innere Staatsschuldscheine umgewandelt werden. Oesterreich brauche zu allen diesen geldwirtschaft- - bichen.Transaktionen die Hilfe des Auslandes,'die qher fernbleiben müsse, solange das Land keine gesunde Wirtschasts- und Finanzpolitik verfolge. Tschschische NatLonaLveesAmmlurrg. - Prag, 25. November. Die Rationalversammlunz sezte' heute die Debatte über die Berstaatlich.üng der Bufchüehrader Bahn und der arderen Privalbahnen in der tschrcho-stowakischen' Republik fort. .< Eisenbahmnmifter Dr. Franke bezeichnete die Derstaätlichung aus staatlichen, ' witLschsftlichen, l'ychnischen und tanfarrschen HrünL::!. als eine RotweÄigkeit. ' Die vom Berkehrsausschuß beantragte Resvlution wurde genehmigt. Sodann wurde das Gesetz betreffend die Bewilligung eines 30-Milltonen-Kredits für die Beslreü«ng der mit den Fnedrnsverhrmdluu'qen verbundenen Auslagen ohne Debatte genehmigt. WLsuev WltzrgetrzeiMKA KsMMUnaLes. Beilrguttg des Konfliktes im GemeinLerat. Die Basis für den Wiedereintritt dev Thristlichfozialen. Seit jenem Tage, an dem. die Christlichsozialen demonstrativ die Wiener Gemeinbestube verlassen Haben, weil sie gegen die Art der Zusammensetzung der Wohnungsldmmissionen durch die sozialdemokratische Mehrheit waren, hat es auf beiden Seiten nicht an Versuchen gefehlt, diesen Konflikt in für beide Teile B,* friedigender Weise zu lösen. Die Bemühungen hervor- . ragender Parteiführer beider Lager blieben stets ohne Erfolg. Die Gemeindestube gleicht einem Rumpfparlament, bas wohl schwere Arbeit verrichtet, aber eine ganz gewaltige Minorität entzieht sich schmollend der Mitarbeit, und die Bevölkerung Lgnn es nicht verstehen, wie ein ansehnlicher Teil sreigewählter Gemeindevertreter in dieser ernsten Zeit der Reform und Neuorganisation unserer Gemeiudeverivaltnng sernbleibt. Bon hem Gesichtspunkt ausgehe^), daß es ein Nonsens ist, wenn in der Nationalversammlung die beiden großen Parteien, Sozialdemokraten und Christlichsoziale, zur Koalition vereinigt, ge'meinsattle Arbeit verrichten, dagegen m der Gemeindestube sich meiden bis zur Sezession, haben in den letzten Tagen neuerlich vorläufig unverbindliche Besprechungen, zwischen den Parteiführern beider Lager ftattgefunden,- welche.zu einer Bereinigung des Konfliktes führen dürsten. Gs heißt, daß die ix der letzten Sitzung vom Bürgermeister R e umann angekünöigte kommunale Berwaltnngsrefvrm die Brücke bilden soll, auf welcher ötl Christlich sozialen wieder in den Gemeinderat einziehen sollen. Auf Grund verläßlicher Mitteilungen können wir heute melden, daß endlich nach langwierigen .Verhandlungen, die rwch' vor einigen Tagen geführt wurden, auf Basis folgender Grundlinien'eine Einigung für möglich konstatiert wurde: Die Wohnungsaufnahmen müssen bis 11. Dezember unbedingt beendet feix. Angefvrbert dürfen nur Großwohnungen, auf ketne» Fall aber Kleinwohnungen werden. Wohnungsinhaber, weiche den ArbeiZerrK?«» den Eintritt zu ihre» Wohnungen verweigert haben, dürfen nicht von der polttijchen Behörde erster Instanz bestraft werden. Beschlüsse ähnlicher Art (wie die Zuziehung von Arbeiterräten zu den Wohnungskommissionen, deren Tätigkeit als Eingriff in das Hausrecht des Staatsbürgers erscheint) dürfen, in. Hinkunft nur nach» vorheriger Fühlüngnahni^ mit den!KonlitionZp rrteiex gefaßt-werden. Diese Vereinbarung bedarf alLrdings noch der Genehmigung der beiden Parteien, beziehungsweise ihrei: geme'inberätlichen Klubs. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß sie wird, mH so ist zu erwarte::, daß die Christttchsozialen vielleicht schon in der nächsten Sitzung wieder erscheinen und an der gemeinsamen Arbeit teilnehme» werde«. _ ./ Rückkehr dev Ehristttchsoziale» irr tat Gemeinderat. Tstc Klub der chrlsilichsozmien Wiener Gemeinderäte hat befäilvssen. im HrnbllSe dämm, daß der Gemcinderat in allernäckfftcr Zeit' mit Flügen besaßt werden soll, welche für die Stellung und sZuümfc der Stadt Wun auf Jahrzehnte bmaus entichewmd sein wn den, die bi»hrrige ^AdsemvoUttk abzubrechen und wieder in den G e m e i n b«e r a t einzutret e n. “ Briefkasten toet ReÄaktisn. Berger. Arlosoroff: Der jüdische VolkSsoLiabsmus. Dttillchr.ft der Psalt-Z>vn (Stockholm). Ban Kol: Nede^ über sttsniSmus lüw. (Berkaa Lowit.) ^D-i e A r h e r t", Zeitichnft, Balm» Weltverlaz. Dir heii'effrnde 'Artlkelrrihe. ist bereits abgeschloffen. — Bukarest, i. Der Verkehr mit' Rumänien ist völlig gesperrt. ArdeirZlosevuutersiütziwq rm beNagren Falle unmvsilich. 3. Wenden Sie sich an den Osic>a!'.rischen jüdischen Nasiri-'llrat um AnSknnst. Veremsaachrrchterr. Jugend gruppe d e r z i o n i st i s ch e n Bezirk s f e k t i o n Brigittenau Heute, Uhr abends, DerrinSabrnd. Hebräische Literatur tut Atütelaller, Referent: Da.' W e i k t c b. — Iüd. - Akad. I u r i si e « v e r e i n. SUmiltche Petenten, denen die Gesuche um Äufnahm^ auf die juridtsche Fakultät zirrstckgcwiesen mnrden, werden ersucht, heute uen 10 Uhr »»r»itta>S i« Lokale JüristenVereines, IX., Alserstraße 28, mit den entsprechrmen Dokumenten zu erscheinen. — „M r r i « h". Alle Miigliede-r, gr«esenrn Muglcetzer und Interventen der zionistischen Mädchrnvernnistmig „Moriah" «erde» aui-kfordrit, deute adeudS S Uhr. im Hei« deS Wan>erbunde- Bliu-Weiy, lX., Wrihrmgerstr-a-e, zu einer wichüge» Besprechung »u etschemen. — I ü d. - a k a d. P h t l o s o p h e n v e r e t n. Bei der Generalversammlung wurde.folgender 'iluSschuß gewählt: Obmann: Dr. Jolef,Flkfch. Ovmanustellvcureler: Isidor Großbera-Peczenik, Schrrsliiihrer: Wolf EbajeS, Kafficr: Marius Teichmann, Kultmreferent: Zwi Sonnenschein. Diblioihekar: tiak Schenkel, NativuaUondS: Tannendaum und Gerstl. — k a d. B i x t i h j ü d. M e d i z r n e r. — Iüd. - akad. Technikerrerdand. Die obgenannte» Vereine veranstalten a« t. Dezember in den Sophiens ölen. TU.. Marrer» -aste 17, em Kosiümkränschm mit Maökr). Besucher, die kerne Einladung erhalten haben, wollen, solche im Velbandsheirn. IX, Äifersiraßc 88, täglich von li brS 1 Uhr vormittags beheben. Eintrittskarten sind ab 25. d. M. erhältl-ck im obgmannten Ver-- bandSberm und in der Buchhandlung Lowit, I., Roteuturm straße 27. Eingeseudet. Warnimgir, . Ife via la . («kracht ImIi« 4e«« «»(«-. m«ioes Nubi^iü ron ▼trscliiciH’ivn L«ukn Qel« har^^iocki v.urdo, it.irno Mt <ke p. 1 PabKInnn 4avor und orktitoc, ffe- Üciri^c TccIks HbIwhk m üb?r««b»ea. r«» Chais» ^u»fM,r)}crK. 26. November 191§ {Seite 5?. mnId inen Größte Auswahl! Billigste . Preise! Leopold Stemhart, Wien, |„ Biberstraße 9! --- 4078/8 -- . - .. " .—.!■! ■- I ■! ■ . ■ ■ \ ..INI P.llO . Die Ernährung. Der Marktbericht. v Nach nwnatrlanger Pause war gestern in der G r s Ä Markthalle wieder zum erstenmal M a st y e f l ü a i zu Haben. Es bandelte sich um eine kleine Sendung lugoslawlschev Fettgänse und Enten, btc tm ganzen, geputzt, zu £ 60.— inw & 64.— pro Kilogramm verkauft wurden. Das Geflügel sanlp ' reißenden Absatz. Das übrige Angebot der Großmarkthalle bestautzi nur ans Würsten und Schafflcisch. \ Aus den Grüuwarenmärrten war gestern etwas! mehr Gärtnergemüse erhältlich. Auch dieObstzufuhre» waren etwas günstiger ausgefallen. Auf de,m Naschmarkt langten zw« Waggons stenffche Aepfel ein, ferner Tiroler Aepfel und^ Birnen aus Böhmen. . ' ' i Die Fifchmärkte boten nur gesalzene Schellfische). gewÜstrrte Stockfische und Fischwürste. ^Fleifchansgabs in Wie« in der Woche voM 27. November bis 3. Dezember ISIS. Vom Staatsamte für Volksernährung wird verlautbart: Sftlj der Woche vom 27. November blS 3. Dezember 1S19 wrvd iM i Wien neuerlich an die Haushaltungen au Stelle von Gefnerrindch - fleisch Cornrd Beef (kttvchenfreieS. gekochtes Rindfleische im. Aus-l maß von 8 Dekagramm pro Kops ausgegeben werden. Die ÄuS-; gäbe ' erfolgt durch die Rmdsteischabgabeuellm gegen AdrrennunA des mit der Afffr 5 bezeichneten Abschnittes des RmdsieischeinkalM schein es. Der Detailpreis beträgt 84 Heller pro DekagramM- Dre den Haushaltungen znkommende Menge kann. vo«j den Abgabestellen offen zugrwogen werden, es tonnen aber amfr Origrnaldosen mit den entsprechenden Nettoinbalten ausgefolgir werden. In diesem Falle kommt eine I-Pfund-Dose der Abgabej . von 84 Dekagramm, eine S»Pfund-Dose der Abgabe von 68 Dekews > gramm und eine 6-Pfund'Dose.der Abgabe von 3 70 Kilogram«, gleich. Ab Montag 40 Uhr vormittags dürfen die Rindfleisch« abgabrstellen daserübrigte Corned Beef an die bei ihnen rayonirrtew Kunden ohne Rücksicht darauf, ob diese chre Ration behoben habe« oder nicht, verkaufen. Die Kovfquote 'beträgt auch i»'diesem Falle'S Dekagramm, die Abgabe erfolgt zum oben angegebeamj Preise. Be;m .Bezüge der Zusatzquote wird der mit dem Buch^ stabem 0 b^erchnete Abschnitt drS RmdsleischeinkausscheineS aewj getrennt. J Der Verkauf von frischem Kalbfleisch erfolgt nach Maßgabe der Anlieferungen nach den Bestimmungen der Maglstratskund-i «achung vom St. Mai d., I. gegen Ablrenmmg deS AbschnittzA 11 deS neuen amtlichen Einkauffcheines. - Erster Wiener Konfumverer«. Die Abgabe der eingeteilten Artikel erfolgt mdieser Wochkz für die erste Gruppe der Mitglieder am Mittwoch, für bie gtoeäq. IV. Bezirkes Seife, außerdem in allen Verschleißstelleu Reihs tücher, Suppentabletten, Gurken.; ft TexlUabteilung: Abgabe an sämtliche MitgNeder gegnn Vorweisung der Mitgliedskarte oder des Mitgliedsbuches, .mitf. zwar T/xtilwarrn aller Art und Schuhe. Schuhe zm waade» bis auf weiteres nicht angenommen. Bühne und Kunst. Philharmonisches Konzert. Richard S t ö h r, Professor der Akademie, schon so manches Werk, in dem auch der argwöhnische; Prüfer keinen Ärstoß gegen die Lehren musikalischer; Sätzknnst nachweis-en könnte. Jahr um Jahr mehrü sich die Zahl seiner untadeligen Kompositionen, dchj bereits alle Gattungen der Literatur umfassen. Ein« Phantasie für- Orgel und großes Orchester erschien inv Programm des zweiten philharmonischen Konzertes, eine; seltene Spezies der Musikliteratur, bei der man. geist»! li-chen Charakter vorausfetzen sollte. Aber die Orgel ist hier "mehr dienendes Glied als hervorstechendes Solsinstrument und wird zuweilen in recht weltlicher Weis«! verwendet. Von den drei Sätzen ist der mittlere, -scherzv-- artige der ansprechendste. Eine heitere Kontrapunktik^ an jene Mahlers , im „Lied von der Erde" ermnevtch,^ belebt diesen Satz, ohne das Gefühl bannen zu können^ daß auch hier die, Erfindung nicht im inneren Erlebens sondern im Koordinatensystem aus Notenliuierr und TMstrichen ihren Ursprung genommen hat. Die saubere Arbeit, die auf guten Klang stets Bedacht hat, gefiel. Professor Val?er meisterte.das Riesenrnstrument,dessen^ Literatur hiermit'um ein dankbares Werk bereichert erscheint. Das ewig junge U°-moll-Konzert von Sch Ä» mann war der Novität nach ge stellt.« Georg Szell^ wohl eine unserer reichsten Begabungen, hatte'das Ehrenamt des Interpreten inne. Das Wunderkind von einst ist zum charaktervollen ^Musiker herangereift. Als Komponist und Dirigent hochgeschätzt, hat er auch sein-vir-, tuoses Klävierspiel nicht vernachlässigt,, wovon da^-mid rauschendem Beifall-aufgenommene Kvnzert Zeugnis ablegte. Leono re Nr. 2, von den Philharmonikern mir aller klanglichen Pracht, der dies Orchester fähig/ist, gespielt, machte den Beschluß. Gegenüber brr großen Levnvren-Ouvertüre Nr. 3,- in derdaS -Fidelro-Drkyia viel gewaltiger ausichwingt, finden sich hier noch matte- Stellen, - freilich -nur gemessmr an der Dollkra-st Ms Meisters selbst, der uns mit seinen vier Ouvermren' einen Einblick in die titanische Arbeit seines 'SchäfMisgewährt hat. ' Dr. K. . <Hr« fttämfftttie el"-Ars«ffAhr«n^ Jur Leipzig« Akchnuspielhantz ist ein «erkkckchiz'rs. ^peri«»«nt geglückt. Adolf W ie dt hat die Hebbelsth« N-ovüh; JB * c H c r § i 11 e t {e i n" i« eigenartiger ERtift für Dühne doarbertet. Ohne «erLichr textliche Beränderu'ng-rtt i% der dramatische Kern der Erzählung herausgeschäN'. In maBcam BüfawariW n KBBi

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