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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-23 · Heft 302 (23.11.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 302 (23.11.1919)
Date
1919-11-23
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Sk. sys Wien, Sonntag Wiener MorgenzettunZf LS. November 1919 Sette Y" SyorL. Auaatftcke S-iisl^r ln Wien. Gro^e Grreg»»ng herrscht Im ungarischen Firschallager. Die besten ungarischen Spieler haben die Heimatstadt der» lassen und sind in die Fremde gezogen, wo sie für die bärtigen Vereine sportlich tätig sind. Schaffer und Szabo Spielen in Deutschland, Ging» Plama, Gebrüder Konrab, SMmtt und Neufeld (Nemos) sind in Vien. Vir finden e» als sehr Stzgreifsich, daß es den ungarischen Fußballkreisen nicht gleich, gültig sein kann, so namhafte Spieler fjtt verlieren, da durch den Abgang die ungarische Fußballklasse sehr leidet. Dach beweist der Verband und die Fachpresse im Kampfe um die Wiedergewinnung dieser Spieler eine. IlnaufrichtiZkcit, die nicht genug , an den Pranger gestellt werden kann. Als die MaMren noch unter dem Regime Bola Kun» standen, .gingen die beiden stärksten Budapestor Vereine M. T. K. und F. D.G. auf Reisen. Mehrer« Wochen spieltet' sie in Wien. Der M. T. K. dehnte seine Sportfahrt nach Güd» deütschland'aM während der F.Z'.C. nachhause zurück, lehrte. Mehrere Fußballer blieben aber in Wien ober'kamen wieder bald hieher zurück. Der M.T.K. verlor so die Gebrüder Konrad, Schaffer und <v-zc»bo. De % 5t, C. wurde durch den Abgang GanSlS 8 und später NeufeldS geschwächt. . Der Unaarische Fußballverband verlangte vom Oesterreichischen FuMllvitrbcmv, daß er gegen die in Wien lebenden ungarischen Spieler, denen sich Noch Ging, Platt?» und Molnar zugesellt batten", eine strenge Untersuchung einkeiten möge, um festzustellen, ob sie nicht'für chre sportliche Dätig« feit finanziell entschädigt werden. Sicherlich haben wir viele Gcheinamatenre in Wien, aber Budapest kann uns darin noch - sehr, sehr viel voxgoben. Die Untersuchung des Oester, reichifchen Fußballverbandt» zeitigte, daß fömiliche Spieler in . Stellung find und sich ihren LevenSunterhalt verdienen. Im nllgemeinon gaben sich die Ungarn damit ztmleden. Als mit den erwachenden Ungarn die Antisemiten zur Herrschaft gelangten, machten sie ihren Etuflikß lm Volk», tnmlichen Fntzballsport sofort geltend. Indischen Spielern, die rin Jahrzehnt einem Verein cmaehörter», wurde' das,Ver» bleiben-' immöglich gemacht. Die Folge davon . war, das; diejenigen Juden, oie Ehre im Leib hatten, dem jüdischen B. A. C. in Budapest beiiraien. Eine Ausnahme in de« allgemeinen. Judenhetze machte der M. D. K. Bö! der Aufstellung der üngarischen Auswahlelf im Frühjahre mußte dem erwachenden Ungarn insoferne DriLut gezollt werden, daß möglichst wenige Juden Ungarn vertreten dürften. Ls zeigte stch aber, baß das erwachende Ungarn besser Pogrom machen als Fußball spielen könne. Das Deam spielte unter jeder Kritik und verlor 2: 0. In dieser Saison mußte zum Allgemeinen Leidwesen auf die jüdischen 'Spieler zurück» gegriffen werden, was auch Ungarn den Sieg brachte. Der Antisemitismus ist aber eine rentable Sache und so wird trotz de« räumlichen Entfernung eine Pressekampagne gegen die Wiener Hakoah gemacht. Die Wut de» erwachenden Ungarn ist grenzenlos, da der Oefterreichifche Fußballverband, zu feiner Ehre sei eS gesagt, objektiv vergeht, Und nun wollen wir und mit den sogenannten Ungarn v^r Hakoah befassen. Die Gebrüder GanSl sind au» der Hakoah hervor, gegangen. Der ältere (Jeno) gehört ihr säst seit der Grün» vung an.' Hin Jahre 1616 wurde er einberüfen und war in der Zeit, wo er in Ungarn stationierte, für den 88 m? 8. & tätig. IS zw Mg vom JÜd. Sp. M. UmmS aus, kam zur Hakoah,/ von der vr kleinlicher Differenzen Halver an?schied .Und.mehrere dann beim.W. A. F, tätig war. Auch^ee biente , bei vineA 'üNgaÄschirn Regimenter und spielte beim tz.-L.-L-- Aach Beendigung de» Kriegekehrten beide bald wieder nach : gßleu zurück, um ihrem Beruf nachzugehen. Nichts Wnahe.lievsnder^ als daß sie, nach den Erfahrungen, me sie im Felde Und bet den erwachenden Ungarn, gesammelt hatten» 'zu ihrem Stammverein zurückkehrten. Diese beiden Sports» keute als ungarische Spieler zu bezeichnen, grenzt an Geistesgestörtheit. Dieser Ansicht war auch der Oesterreichische Fußballverband, da er beide von den Verhandlungen rundweg au», schloß und al» Wiener Spieler bezeichnet«. , Molnar, der dem 88 er $. Ü augehörte, ist ein igebürtiger 'Oesterreicher. Cr uberstedeltö aus Budapest mit einer Familie nach Wien, wo er seinem kaufinynriischen Serufe nachgeht. Er weidete sich spontan bei der Hakoah an ünd widmet ihr seine eugbegrenzte freie Heit. Neu feld hat vor kurzer Feit maturiert und fand eine Anstellung bei der Wiener Filiale einer ungarischen Bank. Deshalb übersiedelte er nach Wien. Als strammer Judo zögerte er nicht einen Augenblick, der Hakoah beizu treten. So fallen bic Angriffe der „erwachenden" ungarischen ' Fußballmacher in ein Nichtzusammen. ' Eie möge» die Hakoah in Ruhe lasten, sonst könnten sie sich die Finger der» brennen. . . . Fb. Dle he«t?Keri Fuß-afilmettspiele. Inder 1. Klafie sinken brüte ffrftö MeisterschgiiSspiese statt. Da» w'chtigü« Ercigrutz acht >n Ober-St. Beit dar sich, wo die A ni a t e n r e gcgm R u d o l kS l» Ü g e l anwctcn. Diesig Weistviel ist für den Ausgang de» Herbstserie der Me-ster» schüft üuSsMatzgkdend. Eiten ebenso ichg,f.n Kampf wird da» Wettspiel der beiden alten Nwalen Sportklub und Biennam Do» »»lach brutgeu. Im Pialer ist die H e r t h a beim W. A. C. zu Gaste. Der Ausgang dieses Spieles »st ebenso nugew'st w>e jener de- Treffens Wacker gegen S r m m e r»n g, düS in Meidling vor stch gebt. Schließlich spielt noch R 0 V t d in FloridSdotf gegen A d'm» r a. dir kaum ungeschlagen bleiben disitte. *' M de,» anderen Klifim finden mit Rücksicht anf de« .Cup* keine MttsterschaWp ele statt. Der R i e d e r 8 st e r r e, ei» i*! ch e C uv »st neben der Meisterschaft die Ave t- »ffiMe Kon« mwnz deS FustbafiverfandeS. Während die Meiste,schgst, in Klaffen gesondert, auggeiraarn wud und »n jeder Klasie jeder Bereitt aeaen jeden zweimal m sp eleji bat, gelangt che»m Cup daS jstlindenlli'lem zur Anwenk»»ug. Die p'weilS »nterlieaenden Vereine MS'drrt^nS »Ud nur die Sieger gnalistitieren stch für die Nächste Kunde. D>< Konlmrenz ist nunmehr ln>4 »nr letzten Boirtmde «ediehen, an welcher bereits d»e zwettklamae« Vereine teilnchrnen. Mtßktdem find noch die Sieger der dvi her gehenden Kunden - dritte und nier'klasstgen Be,eine -- spislberech igt. Im Ftllbinbr kommt dann schon dir tkste Hanvirrmde zur AiiStragung» in welcher Sit erstllasstgen Vereine aus drm Plan erscheinen. Die motsiigen Spiel« werden ke>«e desonderrn Errlßnifie bringen. Ans de« Haloabplafinden zwei Spiele statt. N« Vti Uht treten d e Trick e t e r gsgen V v v n an. »achher!> Uhr) hat die H a k o a h die WtenerNasenspreler W Gegnk'Nc In den übiigm Wettspirlen lammen zumeist der «ptrlsiärke nach recht derschttdrne Vrtkine zniamme». Die Hastoah-StefekvemgnNschMst stcht in der Meister» fchgst an dritter Stelle, dach dürste sie blS zum Schlüsse der Saison bis a»»s dm ersten Mr>v vonücken. — Bei den helrtigen lDettspxien aus dem Hukvahplatz ko»umcn die E nnahmrn den Wiener -Nasentpielern »n, westzald sämtliche Mitglieder den o»llen TntrittSpre,» zahlen müstru. Hnkoah-«'Germania. D,eleS mit größier Spannung er» ' Markte Meisterschaftsspiel lammt am 14. D«tembrr auf dem Spv.tplade de» Floridßdvrs er A th l et t lila b zur Uustraguug. GeriMssaal. Das Artlmieiem^dchstt als Göttin. Der Arbeiter Jofof Modisch hatte im Jahre 19l4 seine Nachmalig« Gattin Adelheid in einem, sehr Übel b«" leu»nundet«n Kaffeehaus, wo sie, als Äntmtermädchen und Kassiertn in Stellung war, ktzMen geletnt. Cr rettete jl« aus dem Sumpf«, lebte m't ihr im gemeiusütuen Haushalt UNS machte-si? im Jahre 1.616, al» sie ihm ein Kind geboren hatte, zu ftlurr Frau. Gr mußte «inrüekm und fand sie, nlS er vom Fsche heimkehrte, wieder in der früLxren Gtellung im Kaffeehause. Alle sein« Versuche, sie zu bewegen, ihre Pflichten als Gattin und Mutter zu erfüllen^ öle Nächte in der geweiusamen Wohnung zu verbxtngen, scheiterten. Die Frau ging noch weiter^ sie überreichte beim Wiener, ZivillandeSgerichte di« Klag «auf Sch«i d un g der 'The. Als ScheidungSgrund gaö sie lieblos« Beheichlung des Galten an, bet sie beschimpfte, Ihr auch einmal eine Ohrfeig« versetzte und der nur 1V0 Kronen in der Wach« derbteue, ein Betrag, mit dem man heute da» Auslangen nicht finden könne. Ihr Gatte flöße ihr «inen unüberwindbaren Ekel ein, er rirche stets nach hlabak, da er die Üble Gewohnheit deS Ta6aklauenS Hab«. Der Gatt« erklärte durch seinen Vertreter Dv. Richard Lichten st ein, er habe einmal seiner Gattin eine Ohrfeig« versetzt, zoeil sie ihn reizte und von einem gemeinschaftlichen "Leben nicht» wissen wollte, Er Hab« baS Recht, -von feiner Gattin, nckchdern er sie auS dem moralischen Dumpf gezogen uttb ihr seinen Namen ge» gegeben, Auständigkeit und Sitte zu verlangen. Er habe sie nicht geheiratet, dainit sie in einem verrufenen ^Nachtlokal« «inen Posten bekleide, bei dem sie keine.un- ^schuldige K»se" bleib«, sondern ihrer Pflicht als Frau und . Mutter Nachkomme. Die G ch w i« g e r m ü t t e r des, Beklagten gab ihm baS Zeugnis, ein, sehr guter und hvchaustLnbiger Manu zu sein. Dar LandeZgericht hat die Kl'age abgewiesen und da» Oberlandesgericht hat gestern dieses Urteil bestätigt. Die sSselshAtstt GeschW0t?«e«. Vor dem Schwurgerichts hatte sich wegen einer Klage d«S KaffeehanSbesitzsrS Franz Neweth d»r Hetausgeher deS Montagblattes „Der Montag", Paul Ko lisch, wegen Kakseehäusern *!» Wucher bezeichnete uni» ein« ^Schwarze Liste" enthielt, in welcher die alte.« und neuen Preise einzelner Kafssehänser mit den tatsächlichen, durch die Lohiierhöhung entstandenen höheren GeschäftSla.stM verglichen waren. In dieser „Schisarzen Liste" war auch da» 'TheateerafS deS PrivatklägerS enthalten, Zu Beginn der Äerhandlung. gab der DermdiSkr di« Erklärung ab, daß sein Klient mit Rücksicht 'auf die Zusammensetzung - der Ge» fchworuenoank, w«lche vorwiegend au» Per» sonen gebildet sei, der en Berufe neue Lasten «üf'vie Bevölkerung Überwätzen. «S. ableyue, den Prozeß vor dienern Schwurgerichte zu führen. Der An» geklagte erklärt«: Ich würbe unter voller Veranttvortung diesen Pro-eß' im Mpnatr Jänner führen, in welch«»» Monate die demokrÄtlsierte, auS chrtden Geschlechtern und allen Be» rnfen nach dem neuen Gesetz gebiet« Gesthwornenbank dem in-Gast, und Kaffeehäusern getriebene»» Wucher mehr Der» stänbnis entgegenbringen kann, als dt« h«»»tigen Gesch»voruel». Sr weigere sich, vor diesem Gerichte Rede und A n t w o r t z u st e h«n. Kolisch »v»»rde nach durchgrführter Vethandlung im Ginne des Wahrsprltthes., der Gcschrvoruen wegen Vcnrnchlcissignng der pflichtgemäßen Obsorge zu 2 0 0 K r o n e n Geldstrafe verurteilt. BatiVsescIian M. RBIIATYN Viel, l, Narii Ttirisieiiirassi 10 lkslepkon mr-8-Sik. Kulantöste Durchführuns von Transaktionen jeder Art, 'Warenlombardierunfr, Au**ahiungen, Ueberweisunpen. , SiM'Zlnliibtclluug1 für Dolert. cts» Der Volkswirt. WirtschaftUchr Nachrichten. ArrS ,B e i g ra d wird aemrldet: Die Nationasimnk hat MkM B »ttknokt« m eitlem Dinar und emcm halben Dinar nt Be»sitzr geieyk. — Mit llnflätH und beit Übrmen ^»ikzessionsbaatkN wrtden wrg«« drr Ernen»»u«s <»nrS Go»w'n»kurs dtr Orfierre»ch,sck*uvier»ichkN D«»t Unterbandlnnsen gevfloge,». Der I»ngar»ichk B^eßeuvrrnenr'P a p wird sstr Moniag lner eiwakirt. -r AiiS Krakau wirb uns tcsiglävhieu i „WmdomoSei Go-rshartze" brrichiet: Dapolnische Hnndklsrninlstttirmi bem sichtig», »nir der östcrreichtschrn R^ttrnng »n Bertzandlttngtt» über bie gegenstiiitae Freigabe vo»> jcncn Waren tinmiltsin. ' die vo»!-. dcm Abschluß des K o in v'eusatton Sv Ertrages, beMn»ws»velsi vor bent i. Novcmbre i»!8 bestellt itttb bezahlt wären. — AuS Budapest wirb zrmelbet r?lpn»irai T r o u tz r i d g e >st gestern noch B e l s r« d zweck» endgüliiger Auslösung dcS ko« dest»bentzen DtnanM'iS alwereist. Die Borardciten für bte Eruchttwitl ® »| e« b 11 ® 6 w w« f e m nt»f f l tf \\ tu Budapest find dcreit« beendet. •*+ Fe»ver »itb «itfl der imgarlschen H,,»prstatzt berichtet: Der Vkiwfier für AlbttrSweskn. Danicl Olad. besichttgtt dicAaakkr Kanonenfabrik, deten Maschinen di« Rumänen nbtranSpvrtint balieu. In der aus Beraulafiun» tz^S M»niste»S sta»la»su»»d»u»n Brramng der FebtlkSltilunß i»u»dr beschlofien. nach Beschallung brr not» wendigen Masch>»r» l a p d w »r t s ch a s t l» ch e Maschinen. Jagdaewetzte und Melaklwaren zu eneugen. Da» hierfür not» wendige Kapital soll von englischec Teue zur Beriiianng gestellt »vndrn. Da» Tildslatnische Prrßdlr'kau meldet; Die englische Neeittuna bat den Berdüngeten, iuSdesonbere Jugoslawien, der Dchecho-rlownsii nnd Bolen, einen Keedit von SS M'tlonen Psuvd Sterltnn z«r Unt<»stÜtzunde» Worinexpv»leS a»SEngla»»d gewährt. In Belgrad ist der Direktor emer englischen Anstalt ewgrlrofsen. der M Berein m»t dom Dirokivr dor Belgrader Filiale dieser Anstalt d,c Krodiwvrrailvnen dvochfühoen und tat Kttdtt für imitu ÜmtÜiuU orgamstoun wird. 1 Internationale Balutaregelnng. Im demnächst erfche nennen De»emberhest der Zllrichki! MonatSichk'ft „Das neue Europa" veräfienllicht E. T» otsiHrlge eine mtmffnnU Untersuchung, über die Frage eine« mkcrnallonalkn Bafuiategrlnng. Der HeranSgebkr Herr Dr. Paul Cohn Halle die Ltkl'cnSwürvihsiil, »nS diese Slttdie znnt Voraddrnck zu Üderlnsien. der wtr bic markantesten Stellen enknehmerU T»oll'H.lge fühlt aü?: i - .fflfi« w,rd»sich entfinnen, daß von der Schweiz her Dos Mfb.»maen mr »itternatfonalen Negctttlta der Bal»»tasrage untzs Wiederherstellung , normaler Verhältnisse der Wechsclkurse der Länder »»ntereinanber im GaNge sind. Gtiichcs e»streben finanzn rv'rlschasiliche K»ese ,Gchweden-, Und dock »nuß festaestellli we>de», vast all« ' vifse - mehr oder minder partikular^ st'scheit, mmd'est-'ns halb internationalen Bestrebungen f« lang« nutzlos und rmsruchchar bleiben mijssen, bi» dit setz-en Schrmtken nicht weayfrä»»Mt werderr. Di« Tatsache, daß cni« katastrophal ni!r»cnbe Valute emefi L«>kde8^ür jedes andere MU höherem Wechselkurse eine wirtschafte ' ,(S){h»I)r, bedeutet, 'ist lärmst erkamtt worden. Ist.doch von --»herein klar, dost das betrefseilde Land mit aller Macht darauf b t-arbc»'en »vird, stch Wette tm Auslände m schassen, »n erstes A'iöe dttich den Ervort. Es wud seine infcvlßc des rasch dor siH grganflencn Valutasturzcs unverhältnisutäma billig gewordenm Waren ttt großer Menge an ausländischen Märkte» abtuschen liachtcu.' Dteser Fall ist in D e u t s ch l a n d ein-e gfsietm, D-e billigen deutschen Angebote aber wirken im ÄnSlande verblttsiend. Die Dumpingaetiikir schien ricsenhatt veitt grösterk, neu empor zu wachsin. Alle Welt blickt heute auf Nordamnibi als den ein;t^n Nelogeber. der wirkttch durchgretsend« Htlfe leisten kann. Uno tatsächl'ch kommt von dort her die Er^ kennttus von der Noiwcndtgkett, den notin^sin Welthandel wird» herptstellen. Normaler Welthandel aber bedeutet die Möglichkeit wnischairl-cher Beziehungen für alle, nicht m»r für die einstige» Verb st n b e t e n a u S b e m W e l i k r i e g e und besten-», falls die Neutralen. - ErhShung der PeLroleumpreise in Polen. Der „Potu'sche Aodd" meldet: In Warschau finden neuere sich DsrailMgen Mer die E r h 3 h u n g der P e t r o l e tt w*» »reife statt. Die Preise sollen auch 'ihr den Ausnihrhandel maßgebend sein. Au der Ausfuhr ist Mich bte polnische Negierung dadurch interessiert, als sie durch d»e Uebernahme der ehemaliges östktreichi'chrn staatlichen EutdenpnierungLailstalt zuDrohobyc» über das größte Erporlkoniingent vcriügt. welchen Umstand fi« für die Besicrung bev aktiven Handclöbi'an» int Auslande aus«! nutzen will, wtetvohl sie artderetsens dtcscs Kontingent für Ko«»« pcniaNonöverträge vmvcndtt. Die Bethandlungrn über die Neust regclung der Preise sind noch mcht zu einem Abschluß gelangt Eine Wiener Gesellschaft mit französt?chümerlkan'rschem Kapital. - Unter der Fiinta ^Soeists fräneaise des pahS DanübtenS^ M^ccl Schvob & Co. tn Wien" sFrgnwstich« Gesellschaft für die Donauländcr) »st in dm letzten Tagen eine Kommando gcsellschaft geg'llndct wordm, deren öffentliche Gesellichafteü Dr. N chard B a n m f e l d - L o h n ft«i n, Dr. Wilhelm H e i l p e r n »n Wien und Marcel Sch v o b in Paus sindl Die Firma, welche in mgster Fühlung mu einem französischa »n e r l k a n r s ch e n Finanzlonsortium und einer Gruppe stanzöfi'cher Jndustiiellet steht, »vird es sich angelegen sein laficnJ die w'rtschasllichm Begebungen znm 'Westen nneifetis und ZentraÜ und Oüeitropa andererseits anzuvahnen und auszugcstaltcn. Die Gesellschaft l*«sttzt bereits - Bureaus in Pa» iS. bat' gleichmtig! solche in Prag. Budapest und Bukarest eröffnet und steht im Be-i gr-ffe, ihre Otgautsatiön ln dieser Richtung noch weiter atf£<j zubaum. „ - _ ' DKlutenlneese. Im gestrigen frm Verkehr wurden M fremde Znhluttosmifcl nnchstehendo Preise bezahlt: L e »toten 4.7>h Ak a r k n o t e n H.flO, t)i « 6 t ( tt o t i « 2*78^ Lire 11.46, Schweizer Noten 85.—, F r a u z »»sche vk o t e u 15.5n, Dollar 144,— und AuSz a h l i» n g^B e r li n 8'?5. * Eine neue hoNnndische Banfti d'e Hollandsche Banks sür das Mit-elmcer. w,1rde von dem BansinkousortimN Notice dain!che Bankvereinigung mit dem Sitz »n Amsterdam (ßi gkündrt. ' t ■ | Schäden tn rtngavu wLtzeend der Räteregierung^ Die Cchntzstcllr iüi dcuts'chösieiretchische Aermögcn »m Auslands!., Sittbenriny PO, n»acht/r»nent alle Jtttercsienteu daraus aus» nte>!smt. thie Schadcnsanspiiiche »vrgm Betwbuna oder schlevvutt» von Etnrtchtttngkütgenfiänden» Roh- und HtlsSME '»alien oder 2La»en dntch ihre Vermittlung bei den zuständige» Piäsiocruen der einzelnen Liguidationskommissionen ehestens anzumelden. Nicht anacmcldete Schäden »r'.'den bei der Vetteilun» der verbleii'eudcn Mafien der Mater»,»lämter nur iusotveit berück^ sichtigh als deren Bestand und Höhe von amtSwegen in emwands freier We-fe fcstgestcllt werden kann. . \ WitteilUngcn deS Kreditoren-Dsreines von 187K^ Das g e r-1 ch t l i ch e A u S a l e i ch s v e r f a h r e« ro i» v b e c t 5 i t n c t: Otto Max, Baumeister, Wien. IX., Nutzst dorfrrstraße 6tt. — Konkurse: Weiß Alois, gew. Buchhalters Ä:cn, I I.. Untere Augarteustraße 8; Schneeberper Richard, Kaus«z inann. Graz, Schön.tnnasse 4; Michter Franz Anton, Fütbertr» besitzer, Ncichntberg; Chontat Fiünz, Kattfinann, Sudomeritz. Die gcrtchtliche GeschäftSauisicht »v tt t b « n it f (j c fi.6 b e n : Clatis Bruno, voimals Friedr. BraunS W»vk^ Türen-, Fenster- und Fnßbodenfabr»k, Wien, XVI., Ltrchevseldergüctel 38. — A u tz e r d e »n meldet der Verbau^ derGl 8 ttb'lgerschutzver eine Oester reich Sr Kvnktlrse: Wcstdtttt'che,Maschinetisgbr»k G. m. b. Düfiklbörf; „Chupha", Chemische und Pharmazeutische AtbeitS" gesill'cka't nt. b. H., Hannover; Hintzen äl Kastrup. M.-Glad« dach; Emck Marit. Fabrikat on von chemisch-technischen Produkten- Btngbon; A. Ch. Maneihoftr. ll!ng«»ltnr, Lausanne; MartuS Etienne, N»hmen»abrikant, Ln Chgux«dt-Fvnds; Konscition--« werke?l »G., Si. Gallen. -- A u f g e h 6 h eneGesch 8 fts^ a n tsichten: Hager Franz und Marte. Giistwittsehelkttt^ Nkttham; Ihn» Emil, Dachdeckermcister und Gastwirt, Frris» waldatt. Die niedere Galutck wird von Schweizer Blättern al» G fahr iür dm »ntrrnattvnalen Handel rrtlätt, denn a»ts »fhr ent» stehe etwe allgemcrne W «l t k r a n k h e l t, btt nur durch Eipßrttfe» be» »ntertiationalen Kapi.al» beieitigt werde«, könnte. Di» BMiknotetiumlauf SV 882 Milliürde». Lau» ÄnSwciS der Oester.-ungür. Bank ,st der Bankuotenuntlaui vom 7. di» 16, November um 77ß*3»3 Millionen auf 60‘682 Mrlli» arden gestiegen. D,e Girogtubaben und sonstige sofort iällig« Berdiliblichsiiten sind um 26tf'8U Millionen auf t‘28ö Mm»-» arocn zutlickgegangm. Äpdenüredit.Titre» in Dollars und Pfundnoten Wie die hin erscheinende »L'llnd^pendaNte" trmhrt, soll title neue @ w t f f t n von T'tres der B b «tt 111 b 41*. o«fi o 11 eriolgen, und zwar atf Rech»»ung ein« englisch-amerikanischen Fnnmmr'wpr. Dies ae-i sch che mrt Eiwächiigung der Negir»u»g. Die Aufgabe ioll «*, Dollar, uttb Pjundnotm erfolge,:.

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