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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-23 · Heft 302 (23.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 302 (23.11.1919)
Date
1919-11-23
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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% 802 Men, Sonntag ' Wien«» ÄkorgenzeZnnigi . LS. Nopeinber 19IS SM'O Z — . - —Ä«-.- ■■■ — ■■ — ..«jfc .....—',,,, ..- i. .---"-J| ° Eine Rede WeizmerrtAS in Jerusalem. „Meine Hosin^vS ist fest." Zum Empfang Professor Weizmanns fand im J'eru- .salemer „Waad hair", der jüdischen Gemeindevertretung «Jerusalems, ein feierlicher Einpfang statt. Nach -der Eröffnungsrede-des Vorsitzenden David D e ll in und mehreren Begrüßungsansprachen sagte Weizmanr. (nach dem Bericht der „Chadschoth haarez"): „Ich bin sehr erfreut, an einer Versammlung des Jerusalemer „Waad hair" teilnehmen, zu können. Ich -Ivär bei seiner Gründung zugegen und hoffe, daß der kTag nahe ist, wo alle Juden Jerusalems sich um ihn Maren werden und keiner draußen bleibt. »Ich danke Ihnen für die liebenswürdigen Worte, die Sie mir an diesem Abend gewidmet haben. Es ist no ch nicht die Zeit gekommen, die Resultate de/ gewaltigen -Arbeit zu enthüllen, die wir geleistet haben, seitdem ich das letztemal von Ihnen Abschied genommen habe. Ich hoffe, daß ich in drei oder vier Monaten in der Lwge sein werde, sie Ihnen mitzuteilen. Was ich ^eute sagen kann, ist nur, baß trotz allen Hindernissen, auf die wir gestoßen sind und noch stoßen werden, meine Hoffnung fest ist, daß alle unsere Forderungen erfüllt werden werden und wir bald -unsere große Arbeit beginnen können, indem wir .jene neuen Kräfte, von deren Erforderlichkeit ein Vorredner gesprochen hat/ in großer Zahl und bedeutender Qualität hereinbringen. Die Frage unserer nationalen Heimstätte jst bereits gelöst. Wenn Sie durch gewisse Widerüvärtkgkeiten irritiert sind, so hoffe ich, daß sich rn »Kürze die Dinge zum Guten wenden werden. Dies ist einer der Gründe, aus denen ich hierher geschickt worden Lin. Ich bin im Aufträge der britischen Negierung gekommen, um die Ursachen des Unbehagens, bas Sie bisweilen erfüllt, zu untersuchen und «ruszuforschen. llub ich hoffe, daß diese Untersuchung den gewünschten Nutzen bringen und die erforderljch- Darrdlung bewirken wird." Nachdem . der Vorsitzende in einer längeren. Rcke erwidert und noch einig« Herren , gesprochen hatten, wurde die Versammlung geschlossen. s Das Velettaprohlem. Wilson will eine internationale Konferenz einberufen. BsrUrr, 22. November. Das „Berliner Tage- Llytt" meldet aus Frankfurt: MZ i l f o n hat einem Berichte der „Frankfurter Zeitung" aus New-Pork Mfolge in den letzten Tagen mit verschiedenen Wrenden Finanzleuten konferier 1' und dabei die Frage sondiert, ob diese Herren es für ratsam hielten, von amerikanischer Seite aus die Einberufung einer internationalen Kon f e r e n z veranlassen, auf welcher sowohl das b e,d r o hliche Balutaproblem wie überhaupt die R eg e- I« » g d e r K re d it g e w ä h r u n g zu besprechen wäre. Maßnahmen in Deutschland. Berlin, 20. November.' Der .Vorwärts" meldet: Im MchswirlschaftSmmisterium haben in der letzte^ Zeit Besprechungen über die Maßnahmen zur Hebung der deutschen Valuta statigefunden. DaS Ergebnis dieser Besprechungen zeigte sich in einer gewissen Geneigtheit der maßgebende« Stellen, zu dem Mittel der Ausfuhr m greifen. Etwas Literarhistorik wird da von Vorteil sein. Vor kurzen Jahren noch war der - kleine Moritz gut arisch, hatte ein urdrolliges Gesicht und prächtige zeichnerische Anlagen. So phantasierte er in Mußestunden auf einer mächtigen Schiefertafel mit dem Schulgriffel. In den Witzblättern sah man dünn seine Werke- und darunter stand: .Wie sich der kleine Moritz eine Straußen» jagd vorstellt." Oder: Wie sich der kleine Moritz den Sturz des Ministeriums vorstellt." , Da'begab c5 sich, daß die jüdischen Tingeltangel-Großen von der Sorte des Kulturträgers Sisenbach eine neue Figur brauchten, weil sich der Schmul Afterdust und «der Chaim Aartbindenbestandte.il überlebt hatten. Ein glücklicher Zufall ließ sie in den .Fliegenden Blättern" den kleinen Moritz finden. Nasch wurden ihm Deine und Rase gebogen, die Haare'zerzaust und die Aeuglein ftstig zugekniffen. Und das ahnungslose Kind wurde das Gefäß für alle Unsauberkeiten, Gaunereien, und Schlechtig« ketten, die der Geist der „Budapester" für sein. Stammpublikrun ersinnt. ' So ward damals, als das «Jahrhundert deS Kindes" zur Neige, ging, die wehrlose jüdische Kindesseele geschändet. gab eine Zeit, da wurde von Gipsfigurenhändlern auf den Straßenecken der kleine Kohn feilgeboten. Ein findiger Honkurrent warf eine neue «Schaffung" auf den Straßen« markt. Einen putzigen kleinen Moritz. Die Grotzstadtjuden haben die niedliche RippeSfigur schmunzelnd betrachtet, wohl qnch gekauft. Selige Erinnerungen an die „Lozelööher" ihreitzieblingshumoristenl Aber die neue jüdische Jugend hat sich auf ihre Weise geracht. Cie lebt in den Wanderbünden des «Blau-Weiß", in der Gemeinschaft der galizischenSchomrim, in den Sportverbänden, in den Bruderschaften der Ehaluzim, die sich für^die Landarbeit in Palästina vorbereiten. Und der gedankenlose jüdische Spießbürger sieht sich von diesen neuen, frohen Manipeln umkreist, sperrt den Dkund auf, beginnt sich den Kopf zu kratzen und eS dämmert ihm auf, daß er sich fürder nicht mehr mit schmutzigen, ksevrigen Witzen über da» jüdisch« Kind speisen lassen kann, »«/eil diesem neue Geschlecht sein« Ehrenrettung ist. Otto Abele». Renner Aber die tMSwarLise Lage. Im Ausschuß für AeußereS. erstattete, gestern Staatskanzler Dr. Ren n e r einen eingehenden Bericht - üb :c die auswärtige Lage. Er. hob hervor, daß eS im Interesse der Milderung unserer Notlage notwendig sei, gute Beziehungen zu allen Staatew zu.pflegen, und sprach die Hoffnung aus, daß noch im Laufe des Winters die diplomatischen Beziehungen zu sämtlichen Unterz « i ch m e r n des Friedensvertrages wiederhergestellt sein werden. Deutschösterreich dürfe keine' andere als Völkerbundpoli^ik treiben urrl» müsse den FrieLs.rsrertrag ehrlich d u r ch f ü h r e n. Dafür seien wir auch überzeugt, daß auch die wenigen Rechte, die uns der Vertrag zuspricht: das Recht auf Deutsch- Westungarn, auf die unS zugesprochenen Teile des steirischen Unterlandes, das Recht auf eine freie und undeeinfluß te Vo lks ab stimmung in Kärnten, genau im Sinne des. Vertrages zux Verwirklichung kommen werben.. . * In seinem weiteren.Bericht über die Wirtschastsfragen (Verhandlungen mit dem .Obersten Rat in Paris und den Nationalstaaten) konnte Dr.. Renner mchtZtz Neues mitreilen. Ueber die KriegSgefangenenfrage sagte er: Die Aussichten für die bald i g e H e imkehr der Kriegsgefangenen aus den Ländern des früheren russischen Reiches feien sehr trübe. Die Ranbstaaten setzen der Heimkehr der Kriegsgefüngenen durch ihr Gebiet Widerstand entgegen. Erst in letzter Zeit sei mit der polnischen Republik eine befriedigende. Abmachung in dieser Frage getroffen worden. Bei der Heimbeföcderung der in. fernen Ländern, namentlich in Sibirien weilenden Gefangenen sind wir vorwiegend auf die Hilfe der Entente am« gewiesen. Gibt es noch eine Rettung für Wien? ' Ehristlichfoziale und Antisemitenbrrnd. Der Partcirat' der Wiener chrisilichsozialm Pärtkkorganssatton beschloß gestern» am Montag den 1. Dezember, um 6 Uhr abcndS in der Volkshalle des Neuen Rathauses eme g ro ße Vers a m m l u n g einzuberufen nnt der Tagesordnung : «G i b t e s «och e i n e R e t t u n g f ü r W i e n?" In dieser Versammlung werden Abgeordneter Kunschakund Gemetnderat Schmitz sprechend Der Vorsitzende berichtete über die Stellungnahme der Partei z u m A n t i s e m i t e n b u n d und legte folgende Entschließung.vor: «Dm Partermitgstedern wird drvBeitriltHum A n t lfemrteribnnd empfohlen. Sollten, jedoch. w e von einigen Seiten mitgcteilt wrd, rm Antlsrmltrnbuud direkte oder indirekte An griff rauf die ch r i st l l ch s o z i a l e P a r t e i geäußert werden, so sind alle Parte-mrtgliedN verpflichtet,, abgesehen von dem selbstverständlichen Pioteste, diese Angriffe unverzüglich 8er' Parteileitung mitäUtcii«u" Die EAtfchsteßung wurde angenommen. Die Angliederrrnq Vorarlbergs au die Schweiz. Bern, 22. November. Der Ständerat behandelt die Interpellation W i n i a e r (Luzern) über die-A u f n a h m e V o ra r l b e r g s in d e n S ch w e i z e r Bust d. Namens der R-giernng führt Dundesrat C a l o n d e r auS, daß das SelbstbestimmungSrecht Vorarlbergs durch Oesterreich n i»ch t anerkannt w u r d e. Er ist der Ansicht, daß eS verfrüht tbäre, heute schon die Frage der Aufnahme Vorarlbergs in den Schwtirer Bund zu entscheiden. Eine Aufnahme sei nur denkbar, wenn auch die romanische Schweiz sich rn einer VolkSabsilmmung in ihrer Mehrheit dafür auSspreche. Die Schweiz nehme an. der Völkerbund werde nicht zögern, da8 Selbst« brstmMUngsrecht btf Vorarlberger Volkes arfiuerkennen. Zur8ckweis«ng einer: Aentzermrg in dev Industriekonferenz Kder die Preffe. \ In der gestrigen Vorstandssitzung befaßte sich die «Organisation der Wiener Presse" mit einer Aeutzerung, die Ingenieur Taussig als Subkomitee-Neferent über den Wert der Presse getan hat. Der Vorstand beschloß zur Ab- . wehr einstimmig folgerrde Kundgebung: «In der Sitzung der Jndustriekonfererrz vom 18. November 1919 hat Herr Ingenieur T a u s s i g als Subkomitee-Neferent sich gegen die nach seiner Ansicht unverhältnismäßig große Erzeugung von Zeitungsdruckpapier in Deutschösterreich ausgesprochen. ^ES fei - ein Unfug," meinte er, ..der unproduktivsten Tätigkeit derartige Unfumnten von Volksgut auzuvertrauen, zu einem Zwecke, der nahezu Null ist. Wir unsererseits betrachten eS als einen Unfug, daß ein Mann von so geringer Weltkenntnis und so ^rückständigen Anschauungen als Vertreter der deütschösterreichischen Industrie drS große Wort führen darfi Die Erfahrungen dieses Krieges haben wohl zur Genüge gezeigt, wie bitter es sich an Staaten und Nationen rächt, wenn sie die Macht der Presse im gesamten Zeitleben nicht richtig zu bewerten verstehen. Wir halten er für ganz überflüssig, die politische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des Modernen ZeitungswesenS gegen die Unwissenheit und Anmaßung irgendeines Herrn Taussig zu verteidigen. Aber wir sprechen unser Bedauern darüber auS, daß in einer ernsten Versammlung, wie es die Industrie« konferenz ist, derart, leichtfertige und taktlose Aeutzerungen eine» Referenten unwidersprochen geblieben sind."! Mir<sch«Miche BM<*tm srr in Rom. 9«rtt, 24. November. (Kvrr.-Bur.) Gestern habe« i» N»« die auf zwei Sitzungen berechneten Beratungen des wirtschaftliche» Kriegs rat es 4er Enlcnte brgonnm. , Nach d«« «Corviere della Sera" verlangt Amerika, obwohl e» »ssrgiekl dlm Rate nicht cm-rbört, die Auflösuns des Exekutivkomitees. Italien ist ««bedingt dagegen, weil es sonst fwjje Approvisi-nierung gefährdetsichr. und verlangt, daß da- Londoner Komitee in Bezug auf Ecßsuhr von Grtrribe, Uecsch und Kohle w»ct,r bestehen blecbe. Der italienische Schatz« * minister Schanzer wird der Konferenz »ine» Vorschlag zur brssmn Moemng des iwlt<nh'chm A-chselstmer rmterdrerten. -RIMOiE! ZIGARETn-NPAPIBRE | - ZIGARETTENHÜLSEN £ . 84 '' *• Sie ubetreffen selbsf I * die hoc len Erwartungen 3 des Rauchen». * , ■ ■ «ta aw fli a a n s « b <i a « a « « «mecnm» TelegramM. Dee Friedensvertrag. Paris, SS. November. (Funksvruch.) Der Obersts N a t verloutbarte-gestern, daß es an gezeigt wäre, de« Friedens- Vertrag mit' 1. Dezember in Kraft treten zu lassen. London, 82. November. (Reuter.) Im Unterhanse, antwortete B o n a r L a w auf eine An^ge bezüglich der Wirkung deS Vorgehens deS amerrkanrschen Senats: Der Umstand, daß der a m e r i k a » i s ch e B e r t r e t e r in Paris außerstande sein wiro, die Ratifikation deS FriedenSvertrages durch den Präsidenten zur selben Zeit' vorzulegen wie die Bntretrr der andere» Mächte, wird die Negierungen der übrigen allnertm und assoziierten Mächte nicht da v o n n b h « l t e », d e« Friedens- Vertrag in K r a f t z u s e tz en. HMdSNSMA rrnd L,rrdendpr:ffs^ AuslisfsNttttg.. Berlin^ 22. Nov^mbib. Nach dem „Lokalanzeiger" teilt dit ,Daily Mail" mit, daß sowohl H i n d e n b u r g älS auch L n d e n d o r f.f auf der Liste der Oifisirre stehen, d i e a u s & w t i e f e r t werden 'sollen,- und zwar nicht nur wegen der grausamen Verwüstungen in Frankreicb, sondern auch wegen der Teilnahme an der Dmchführung des uneingesch ränkte» - B o o t k r i e g e s und. aller seiner Folgen. Die Lage im Baltikum. Berlin» 22. November. (Korr.-Vur.) Ueber die Lage im Daltiknm eriährt das Wölfische Bürcan von zuständiger Stelle ü Die eiserne Division ist im Rückm a rs ch' begriffen. Ueber de» augenblicklichen Standort^st nichts näheres bekannt. Mita» ist vermutlich geräumt. Dre Bahn Mitau-Murajewo ist von de» Letten unterbrochen. Bei Radzrwilrczkr wird erbittert gekämpft. Taurvggen ist von regulären litauischen Truppe» besetzt. Auch bei Pro kulen griffen die Lüanrr an. Die Bah» Tauroggeu-Prokulen rst unterbrochen. Ds« rollende Rndel. London» 22. November. (Tel.-Komp.) Drr Parsse» Korrespondent der »Daily N e w S" will aus. bester Quelle! eriahren haben, daß ein großer Test der Kr'egsvortÄe, die die Alliierten an Denikl« und Judenstsch abgelendet hadeü, durch bestach eneB e««te« m lvieHändedrrBvtsch«- w r k e'n geraten sind. Die Driecheu besetzen den Nord-E^irus. . Athen, 32. November. lTcl.-KomP.) Auf Grund des!' Snechisch«ltallcn>schcn Abkommens haben griechische Truppe» die Besetzung des Nord-Epirus bis gu der iÄ Protokoll von Florenz festgesetzten Grenze begonnen. Ein neues belgisches Kabinett. Brüssel, 22. November. (Tel.-Komy.) Wie «in hiesiges Blgit erklärt, siebt es nunmehr fest, daß de l a C r o i x daß üeue Kabinen bilden werde. Die Sozialisten feien bereidi sich an der Regiemna zu beteiligen, wenn sie gewisse Wirtschaft«! lrche und soziale Maßnahmen durchznlühren verspreche. Akteutat auf Koltschak. Stockholm, 22. November. (Trl.-Komp.) Die Blatt«; .«kden aus Hclstn.siors: Moskauer Nachrichten zufolge wurde ei» Anschlag auf Admiral K o l t s ch a k versucht. Auf düi Admiral, wurde eine Handgranate geworfen, durch dre sechs Soldaten seiner Umgebung getötet und zwölf verletzt wurden. Koltschat selbst blieb unverletzt. Der amerikanische Grubenftrelk. Aensterdam, 82. November. Laut Preßbureau RaRch tz«ben die amerikanischen Bergarbeiter dre Vorschläge der Berg-i wMbesitzer z u r L ck g e w r e s e n. Die ArbeitsKonferenz. Amsterdam, 22. November. Prrßbnrean Radio meldet dast in dem Sonderausschuß der mtemationalcn Arbeitskonserenzs >n Washington in der wichtigsten Fiage, nämlich der Frage des Achtstundentages, beziehnngsweste der Ächtunbvreizigttandenwochv eme Lösung erzielt worden sei. die den Arbeitern Geniigr tut, hoi ste sowohl den Achtstundentag als auch dw A ch t u n d v i e r z i stnndenwoche anerkennt und auch die Unternehmer! beiriedigt, da ste für besondere Jndustmn Ausnahme»! -»läßt. ■ Das DeLrieb-Eegesetz!« Deutschland. Berlin» 22. November. Der sozielpolitische Ausschuß der Nationalversammlung ,st in der Beratung deS Betriebs^ r ä t^e g e s e y e S heute bei Artikel 34, der die Aufgaben dev Betriebsräte regklt, angelansi. Darin ist unter anderem vor gesehen^ daß bei Betrieben mit AufstchtSräten zwei Mitglieder deS BeKrE rates im Anffichtsrat m»t gleichen Rechte» und Pflichte« Ejy undj Stimme habe» solle«. _ ■ j . Auf Vorschlag des Vertreters deS Zentrums wurde d» Weuerberatung vertagt, um unter den Acziermigspellteie» vne Entscheidung rn dieser Frage hecbeizusßhrm. 20 Iümin Mark StreiKK»fte». «Berlin, 32. November. lKerr.-Bur.) Aie dir Blatter meldm, tagte gestern eme sehr stark besuchte Versammlüng bee auf dem Boden der soziakdemotrarischen Partei stehende» .Funktionäre der Metallarbeiter, in welcher der Referent mitfeilte, daß die Kosten des MelallaibeiterstrelkeS Itz 1 M i'H \ » n cu auS der VorstandSkasse^nnd Tb Millivve« Dkart aus de' LvkaUassa betragen haben. Die Ka^it«!Sffucht ihr DeZrLschlarsd. "$£**}*& 33* Ao*e«ber. I» der Ratianalversammlun «rartts ReichsstnanMinlster E r z b er - e r daS «vrt, um i Maßnahme« der ^eichSabgabcnvrdnunz se-g« die Steuei t ch r e b e r u n d d r « K a p r t a l « f l u ch t m verteidige. Im Laufe seiner AuSinhiung-n sagte dtt Mmckrer unter andnrm Die Einnahmen deö Reicheeurwr^l» sich « g ii » st r g e Werse. Wir dürscn nur emer Mehrriu»ak!«e vo e>i n e r M r l l r a r d e «arnübrr dem Barjahre rechnen.

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