Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 301 (22.11.1919)
- Date
- 1919-11-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 3Ö! Wien. Ttlnistag MorzenZerrung 22. November 1919 etiun «- schwebt eine Regierung, die sich nicht zu HMrn' weiß und dm Züangölan Jniliarivr durch revolutionäre' Phrq'sen zn ersetzen glaubt.' G'rre eventuell« lommümstische Mchistert in den Arbeitcr-' rckten kann nur den Erfolg haben, dir Jnstiwrwn dev Atbeirerräte noch unpopulärer zu machen, aber das iuslrer bekannte Er.«' gebtiiS der Arbeiterratswahlcn beweist- Katz der- Anhang der Regierung in der Arbeiterschaft kein solcher ist, alS man es *on manch« Serte glauben machen möchte. : * M«rx KlingerS Erkrankung. Ans L eipzig wird gemeldet-: Im Befinden Professor K l l n g e r § ist eine Ber- Mimmecung. emgelrclen. Er leibet an doppelteitigdr Lungenentzündung. '* Do« der AnrverfilalsbtbUottzeV. Bon Montag den 84. h. M. angrfangen sind die Leiefäle der Iluwersttätsblbllottzek än Werktagen täglich' nur von N' bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr abends geöffnet. Die Direktion sieht sich zu dies« neuerlichen Emschränkung durch die gesteigerten Schwierigkeiten infolge gonülcher-Unmöglichkeit der Beheizung genötigt Diese Maßregel kann jedoch nur als eine vorkäüsigc gel en. Sollte.keine Ubhisie geschaffen werden, müßte die Schließung der Leftsäle erfolgeui was nicht uur eine schwele Schädigung der Proftsio.en und der Studentenschaft der Universität, sondrru deZ gesamten geistigen Lehens bedeuten würde, die, wenn irgend nwglich. hlntaugehaltm werden, sollte. * Druennung. Der Präsident der Natlonalversarümlunfl hat dem Beamten im Sraatsamle iür Berkehrswefen Eduard- G er st g r a f s e r taxfrei den Titel eure RegierungZrateS verliehen,. - * Neue GemeiudeWahleu isa Pestzuitz^ Mit Rücksicht Mf die Bereinigung der Judengemcüide rkPwßri'tz mit der gleich-- uamigen Stadtgcm^'Nde werden in Proßn tz Neuwahlen. auZg'efchrieöm werden. '.Dre Wahlen dürften "im Jänner vorgeuommm Merdeir. * Si«-ü-isches ÄYMuafium irr TomesvM:. Aus Ezernowi.tz wird nnS gemeldet: Wie der „Vorwärts* berichtet, hat die .siebrnbürgische Regierung beschlosien, an TemeSvar ein jüdisches Gymnasium zu errichten. * Führungen durch das KmrfLhrstortsch- Museum. Heute zwischen V,2 und ^/,3 Uhr nachittags findet in der Gemäldegalerie des Kunsthisiorlschrn MmeumS eine wckimämusche Führung statt, zu der Jedermann unentgelil'.ch Zutrut hat. ' + Die Verteuerung des Rauchens. Wie wir erfahren, wird dze brrects angrMnd gte PreiSrrböbüng der verschiedenen Zigarren und Zigaretten und Tabakjorten ittit 1. Dezember d. I. m Kraft treten. Die Berteucrung deS Rauchmatenals beträgt Mgrsähr 70 bis 100°/o. * Die Erhöhung den Psst- und Telsgruphentarife. Dr« Erhöhung -er Post--und Telegravbenlcrnfe. tuth wie yerlautek,. a m.l. D e z e m b e r iwKcatt. Das Po» Io -für eine» einfachen Brief wrrd 4<> Heller (jetzt 30 HellerV für eine Post, garte, 25 fetter «jetzt 10 Heller) betragen Die Wortgebühr iijr Telegramme wird von S Heller auf 12 Heller erhöht; tür jedes Telegramm wird eine Grundgebühr von K s.— eingehobcn. Der Nobelpreis für Literatur. Der Sekretär der schwedischen Akademie, Dr. K a r l f e l b t, g bt bekannt, daß auch m diesem Jahre der Nobelpreis für Vifrüifur nicht vertellt tvird, sondern der Betrag für das nächste Jahr reserviert w rd. Wie bekannt, wurde auch im vö igen Jadre am gleicher Beschluß gefaßt Die schwedische Akademie hält sich brr ihrem Beschluß nn den Prurkt V der Nobelpre Ssiistung^ m.lcher besagt, daß mangels eines geeigneten Bewerbers der betreffende Preis für das nächste Jahr zu reservieren ist. * Ei» verurteilSse KommunrstsnMhver. Aus H a m« bürg wird gemeldet: Der Kommunist-»führer Dr. V aussen, berg ist wegen Hochverrates zu e r n j a k r i g er Festung^- has t vrrurteilt worden. . 8ug«uermehr«»g in der StreS-e Amstetten- ÄVckidhsfen «. d. fßbbs. Zur Perbeffernng der Zugsverblndung Mit Waidhofen «. d. Dtzbs wliden.ab S anislog den 23. d. M. zwischen Amstetten und Gaidhosen a. d. Mbs die Züge Nr. 827 und' 931 lab Amstetten v Uhr 50 Mm. früh, brzichungswerse 12 Ubr 30 Min. nachtS) nnd in der Gegenrichtung die Züge 914 ttSb 922 (an Amsteiten M Uhr 5 Min. vorm Nag». brzrebungS» wttse b Uhr 20 Min. nachmittags) tägl ch regelmäßig geführt. Ferner wird bis auf weiteres ab 22. d. M. rn der Strecke Amsietteu—Wien-Drübahnhof Zug Nr. 3>6 (ab Amstetten 5 Uhr 50 M>n. nachmittags, an Wien-Westbahnbof 9 Nhr 45 Min. adeuds), welcher derzeit jeden Montag. Mittwoch und Freitag vnkchrt, auch an jedem SamStag geführt. * Vinschrkukung des Zugoverkrhees in Angar«. Äu§ Butzapest wad grmtldel: Inivlge des großen Kohlen- und Waggvnmangels mußle der Enenbahnv-ikehr wefentl-ch eingr» schrankt werden; so wurde eine'Reihe von Zügen in TranSdanübim, darunter der Zwischen Stemamanger nnd Fehling verkehrende Zug 1350, eingesttllk. Bon Budapest aus wurden blS c auf - weiteres S, ZugSverbindungen eiirgestellt, darunter 3 Züge nach Gran, 1 Zug nach Stemamanger und 1 Zug nach Raab. »Erse«hah«kataprophe«. Aus Dresden. 31. d. M., wird nnS berichtet: Jrn Schneestu>m stürtte msolge der vereister Bremien aus der Strecke Mügeln—Döbel» ein vollbeftmer Personenrng nach dem Zusammenstoß mit einem Güterzug über dw B a hm b ö s ck u n g hinab und geriet in Flammen. 14 Tote, 20 Schwer« und 19 Leichtverletzte sind zu beklagen. — AuS I « nsbru ck, 80. d. M.» wird gemeldet: DounerStaß früh stich der um 7 Uhr früh vom hiesigen Westbahnhof abgehende Gikterzüg Nr. 671 der Kai wendelbahn außerhalb der Station Kranebltten «>t einem von Hockzirl kommenden Dienst» -.»(! zusammen. Don dem Personal wurden mehrere Personen schwer, von den müfahrcndcn Arbeitern und Reserven acht Personen lercht verletzt. . \ s 0 Preisausschreiben. Der Verlag des „S ch l e m t e t", jüdische Blätter für Humor und.Kunst, Derlin NW 7, Doro- K-enilraße 35, stiftet je einen Preis von Mark 150.— und Mark lü>.— für die beiden besten Sk»z;en oder Neincn Erzählunaeu, die zur Verösientlichung im ^Schlemi l" greignel sind. Der Inhalt kann he te er öder auch rrmtcr Art f-in. v «- hli n un n,g cn: 1. Umfang n chc mehr als bict Druckseiten chlem >yiu.s.„ L. Eiiiirvdüng ^ss Manuskriptes b:S UB. dkovemder d. I. Ler Umschlag muß mit der Autschiist LVStth-«rrd^ »tisrhm sem. L. Das Mauulkiipr enthält m Kennwort. In eme« d» aeltiaren Brufumschlag brstudm sich KmulNvort nutz Name. dos 9 Eine Vcktermörderrn. AuS N «c n.d « r tz wird gemeldet: Die 25jäürige Marie B o r o t> i^c k'ft. Tottster dtS Landwirtes Franz B o r o v r c k a in 8'er» f a u, ermordtte vor ungefähr einem Monat ihren Battr und veibärg die Leiche m einer Kiste auf dem Heuboden. Dieser Tage^.erschien eine Getreidekomm>ssion im Hause B o r o v i c k a S, um die Henvorräte auf unelmien. Die Mö'derin sagte dem mit der Kon-- mission erschieucnen Bürgermeisier. der Batcr habe den Hettvoriat in der g>oßen-K'ste am Boden vSisp-nr».. er habe . dm Schlüsiel m'tgel'vmmm und besinde sich derzeit in Prag >m Kranken-- Hame. Dem Büigeimeistcr sie! das Bkrhalfen der Tochter' und das Berschwindrn des LändwirteL ans und er fragte im Krankmhauft an, ob Borovieka sich dakelbst befinde. Nun stellte sich hcraus, daß Marie Bv'vv'cka gelog-n batte. Als diese hiervon erfuhr, flüchtet'-sie .und nahm 60i> Kronen mit, d»e sie ihr.'m Baier gestohlen hatte. . Als'eine Kommission ,m Hause des Borovicsa e'sch-ni. wurde die vnsperrte Kiste geösfni-t und d e Leiche des Ermordeten >n derselben voraeiunden. Die steckbriefliche Äer^ solgung der Vateimördeim wurde eingclettel. LiLerMur st. WisssMchLft. ShriMarr MDrFenstrrrr, Pulmftrövr. 20. und 21. Auflage. Berlin 19.18. Verlag Bruno Cassirer. — Anläßlich dev nach dem Tode des Dichters heraus-- gegebenen Nack)lefs „Der Gingganz", die hier kürzlich angezeigt wurde, fei' auch wieder auf die- Neuauflage des „Palmström" h'.ngetviefen, jenes köstlichen Gedichtbandes, der. vielen ein lieber, unverwüstlich wirterrLer 'Freund geworden .ist.. Wir grüßen die' bekannten Käuze. Palmström, v. Korff, Palma Kunkel und . bewundern ihre Lebens frische, die in der Negierung, jeder Konvention nnd aller bürgerlichen Beschränktheit sich l-ewahrt. Da ist wieder der „Aromat", die „Oste", der Papager Lore, das Butterbrotpapier. i.m Wald, die biätenpL Läw> merwolke und all dir anderen Märchrndinge, die so nahe liegen, mittler im Leben drin, und . doch ungesehen bleiben, weil der ahnungslos durchs Leben hastende Mensch den-: Gesichtswinkr! nicht -findet. Aber Christian Morgenstern hebt uns für eine befreiende Stunde heiterer Besinnlichkeit in jene seine Welt; lese doch, wer es noch nicht getan, von den Worten und Taten PalmstrvmS und seiner Genossen! „ESra". Das soeben erschienene fünfte Heft der von Eugen Hoef l ich redigierten Monatsschrift „EZra" .hat folgenden Inhalt: Rudolf Semuel: WeiLertreiben des Nationalismus; E. M. Lrpschütz (Jerusalem): Die Zionisten und die hebräische Sprache; Micha bin Gorion: Das Martyrium der Sieben;- M. M. Geller: Aus einem Geheimbericht über Moses Heß; Meir Wiener: Judas Jschariot und die Andern; Prof. Marmore!: Ein Buch für die jüdische Jugend; Buchbesprechungen, Neue wichtige Bücher. „Dir. Arbrit," Soeben erschien Heft L9/20 , der Berlins Zeitschrift „Die Arbeit", -Organ der zionistischen vollssozialistischen Partei „Hapoel Hazair". Ans dem Inhalt teilen wir mit: I. Soker, Jaffa: „Zur Lage"; Dr. Jakob Thon:. „Der Stand des Genossenschaftswesens in Palästina"; Hugo -Bergmann: „Zur Gründung drr Hitachduth Awydah"; A. D. Gordon: „Au meine besiegten Gesinnungsgenossen"; Doktor Jakob Robinson: „Bolschewismus und Bolschewiken"; Eugen Höflich: „Jüdischer Sozialismus"; Fürst Peter Krspotkin: „Aus den Memoiren eines russischen Revolutionärs". — Aus Palästina: Joseph Bussels Tod. — Konferenz der neutralen Arbeiter in Mörchaviah. Gegenwart: Eugen Höflich: „Das wiedeverwachende Asien." — Umschau. — Bücher. — Aus der Bewegung. — Berichte. Dr. R. ErdLrrg, Die BollshochsthAke. Frankfurt a. M. 1819. Verlag Euglert L Schlosser. 46 Seiten. 1 Mark. Dieser Bortrag schildert das Wesen der dänischen Volkshochschule und erörtert die Notwendigkeit der Einführung analoger Institutionen in Deutschland, deren Aufgabe nicht Vermittlung von Einzelkennwissen, wie etwa in den volkStünclichen Hochschulkirrsen sein darf, sondern die wirkliche Bildung des Volkes, dem durch die Persönlichkeit eines überlegenen, geistig hochstehenden, der Dache völlig ergebene« Lehrers die Elemente zum selbständigen Aufbau einer Welt-. anschauung geboten werden müssen. Die Schrift ist instruktiv und die Tendenz syinphatisch. BÄchereinlvns. Mulford B r e n t i c e: Die Möglichkeit des Unmöglichen. (Dcclag E- P. Tal & Go, Äivzic,—Wien.) — C h a s s a n o w i t s ch Leon und M o tz k i n 8>w: Die Iudenfrage der Gegenwart. (Verlag Boksörlaget Judäa A. V., Stockholm.) Groner Richard: Wien, wie es war. (Berlag WaidhecM'Eberle. Wien? — Becker Rafael, Dr. mvck.: Die iüdischr Nervosilät, ihre Art, Entstehung und Belämpsung. (Verlag Speidel L Wurzel, Zürich.) DereinsnachrichLew. I?achrichter-.p»nBerei«enerscheinenarrsr natzmSlOsnnramTasederVtranstaltnvs.) Henke: Arbeitsgruppede's Jüdische« Nationalf o » d s. S Uhr abends im Zion. Bureau» U., Z".k«--asie N. M. Bortag Dr. Egon Zweig: „ZwmS«uS nach Herzl". — JndlfcheVvlksbiblistbLk „Z rw u^. 8 Uhr nachmittags,. H, Glvckcriaasse^0, Dr. Fschel W asch i tz: ,Jm i?ande der jüdischen Freiheit". V.6 Uhr abends Ge^anpSProbe deS BereinSchors. — Zionistische DezirkSsektivn D r : g r t»e n a u. nachmittags m BerlianS, XX , Karajangaffc 22, De. Matthcaö W e r n r« b: ^Dce Lage der Juden nach dem Kriege". DrreKafteR der Redsktio». G. H.» Lringend. Wir vrcweckeu Sie auf unsere grsir'gr voKSwtrtfch^ilcche Rachrccht: ,Äie Depots ^polnckchvr Glaat-- bürger bei dm Äiea« Danken werden nccht srngsgebm." MmW Billigste Preise! Leo-olb Steinhlirt, Wim, I., Bibcrßraßr 9. Die ErrriihrMF. W. I. W. ' .» Montag de» 21. d. M. von 9 bi§ II grün. nngLtadt' Nummern, von 3 bis 5 grün, gerade Nummer«, Dienstag den 25. von S bi3* 11 blau, ungerade Nummern, von 3 bis 5 blütt, gerade'Nummern, Mitlwoch den 2S. von 9 bis 11 gelb, üngerade Nummern, van 3 bis 5 gelb gerade Nummer«. ‘ Freitag den 88. von 9 bis 11 rot, ungerade Nummer», von S'biZ 8 rot, gerade Nummern. Aepfslarrsgsbe. Bon der Wiener Verteilungsstelle für Obst und Gemüse' weiden heute steinschr Acpfel zum Verkätlfei gchrachi, nnd -cwar: am Naschmarit 30.500 Kilogwmnd aftf den - Märkten IX. 'Bezirk 3000, XIV. Bcmrt 10.000, XVI. ro.cöo-imb XIX. Bezirk mmer Markt m Äkußdorf) 3000 ' grawm. ,»Stn-a". Aur 1. Dezember begmttt sin -VH.. Mariahilfersiraße^ 120der,Belauf Md"Mrren,< welch; das Swatöawt der Finanzen für ^''ZivilstaatzZpLLien^mr in Ä^aüe» cmgekamt hat. Die zuw Bezüge dieser Waren aus-rc-- , Ebenen Äuweimn.'^ müssen um der Dienstbehörde des Erni ümfruden mü der AmlSstaupiglie verftheu fem. Äudvlf i§e!-/chuh, U., PrsterftLÄtze' 54« 'Zucker -rbgübe für Septettber, Schokolade, Tee, Kakao, X Sardinen iriw. Wröftprt von 8 hiZ 12 und 3 lös 7 Uhr abtnds. , Letzte RachrichLeN. Die Äetttsch-polKifchen Berhs«Ä?ttAge«. - Berlm, 31. November. Das Wolfffche Buremi meldet: Die deutsch-polnischen Verhandlungen haben nach .Fertigstellung des Abkommens über die Räumung der abzutretenden Gebiete in miliLärischer und adnnnistra-- Liver Hinsicht sowie über die vorläufigen Verhältnisse der deutschen Beamtenschaft und der wirtschaftlichen Be- 'ziehunZen einen gewissen Abschluß erreicht, lieber eine Reihe von Fragen ist jeboch noch kein Ergebnis erzielt worden, bu§ zum Gegenstand eines StaatSvertvages! gemacht werden köMte. >'Namentlich hat sich gezeigt, daß über die Auslegung des Friedeusvertrages' verschiedene Ausfassungen auf . deutscher und polnischer Seite bestehen, so zum Verspiel über die Begrifft des StaatseigenLüms, über die Behandknng der Optanten und' üher die. LiquidatiHnAreHte.- Da die Auslegung dstz FricÄen'Svertrages eine Au^emandersetzung mit den maß-- gebenden Pariser Stegen-vorausseht und sich augenblicklich mehrere deutsche' Del-rgierte in Paris befinden, wird sich auch mit der polnischen Delegation ihr Führer, UnterstaatSsekretär v. WroblewSki, in den nächsten Tagen nach Paris begeben, um dort die deutsch-polnisch rn Brr--- handlungen weiterzuführen. In Berlin wird UnterstaatssekretLr Geyda zurückbleiben, um noch über die Fragen, die mit der AnSleguirg des Friedensvertrages nichts zu tun haben, beispielsweise da» definittve Veamtenabkouunen. zu verhandeln. KomiMUKLes. : Wiener GemeinderaL. 1 Sitzung am 21, November« \ In der grstrinm Sitzung erstattete Bürgerr>kLister. RSu? mann zu Beginu derselben einen ausführlichen Bericht über .unsere Mehlversorgung und gab der Erwartung Ausdruck, daß die verantwortlichen KrgierungSstetlcn «ll«S vsrkrhre» werden, baß in der übernächsten Woche die vollen- Rati»««n. an Mehl u»kb Brvt wieder au»§4geb«n werbe«. Htemuf teilte er mit, daß die sozialdemokratische Mehrhett e»tsch.I«ssOn ist, unerläßliche Sekw«Mmg»»ts»r« diS Neujahr vurchzuführex. Die Fmgo, Ob Vkabt Wien ein »Sllig selbständiKer BundeSst««t-der Nevublikfein wird, stehe jetzt im Rahrnen aller ««de»«« NerfassnnA^- frage», die unser Staat zu lösen hat, in Neho«bln«g. - Die beöannton DtatztvatSantriige betreffe«tz Mt Lariferh-huAg der Elrahevbahnm, iatz V«s«S lmb boö elektrische» vt renreN FilWu-ci zu einer längeren Debatte, in weich« die Senerintzerkie Dr. Sichte^^z.Hiller, Dr. Plastbkes, Klimas^ (Tscheche), Erntner (beutschnattonal) kontra und Feldmann (Rationaldemokrat) pro sprachen. ' Dr. Schwarz- Hill s r trat in eindringlicher Rebe für die DerPachtu«^ be» drei Betriebe ein. Dr. Plaschkes führte f-lgonSeS «»': Zu den h utice« Vorlagen Vlellunsi zu «ehmna, surrr au^. drücklich irst;ustellen, daß nur die Gchwieriaöeiten nnjicev fürchtcrlicyen Zeit uub keineswegs die UnfS«-k«r1 der Demeinbeverwaltung »der xar d»r Sriiunü der-ftödtifchsv Xnteo» »whmunge« an den neuerlirbon Preiserhöhungen fiw die Seistunge« feif,mc Leteiebe die chfthukb teeeerr, wäre eine Uneyrlichreit. Au» «eben vor der WeXichZe« nbea. m tot Polch« tot, tzartwmcheln» MtUoLviie«, ohne alle Mchel a»»«-