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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-22 · Heft 301 (22.11.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 301 (22.11.1919)
Date
1919-11-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 —- ■ —5T gay,- Wien. Samstafi Wienev MvrgenzertitM > 22. November 19tF -Nr. 36t^ zezen, welcke bet fürchterlichen Not möglicherweise Einhalt Inn, eine noch größere Uuehrllchreit, vielleicht sogar gröbste Kaßrläks! n „'firnl Dieser IahreS haben wir für gewaltige Tarisr-<öOa.iam gestirnnrt, weil wir hassten nnd u»Z versprochen m'.irde, die Zeiten wervew sich bessern, die Uniernestmungen würden sogar in Bälde mit der Herabsetzung aller Preise Vorgehen köinwil. Heute begraben wir endlich diese eitle Hoffnung und aestcl^n wir darb: EL ist ein Fas; ohne Boden, eine Schraube ohne Eude, die Preise müssen sich r'nentwegt steigern und wollten wir sorgfältig und ehrlich fein, müstten wir schon bei dar heurigen Sitzung nach dem tStand unsrer Valuta und den La:nit errg zusammenhängenden 5.vh!enpreisen die Tarife weiter erhöhen. Daß man aber in zwei Monatrnch neuerlich mit neuen Forderungen an den E-emcinderal *hrrantrctcn wird, ist geradezu selbstoerstiudlich. Wir wollen Ihnen gewiß keine Schwierigkeiten machen vnb verwahren uns dagegen, in einer so entsetzlichen Frage zum Fenster hi.nauZ zu sprechen; wir müssen aber alle drei Vorlagen ablehnen, weit mit diesen Preiserhöhungen *3 ich t s getan, ist und weil wir doch in zwei Monaten wieder vor derselben schree'lichen Tatsache stehen, die Kopfsteuern für die A:r'r.sten, die Gas- und Straßenbahnpreise, neuerdings ln die Hö.-r treibe.r zu müsse». Was wir Ihnen vorrosrsrrr, ist nicht Unsäyigkeit, sondern die unangebrachte Scheu, heute den Weg zu gehen, den Sic in einiger Zeit jr doch werden beschreiten müssen, wenn Ihnen nicht ein Zufall hilft, an den weder Sie, noch wir glauben. *llir bemängeln eö aufnachdrücklichste, daß Ihnen die Männer fehlen, welche, selbst auf die Gefahr der Unvop^rrrität und des' Verluste? von Mandaten hin, einer nsttvenstfgen Idee zum.Durchbruch verhelfen. Denn ein Loch schließen, ^.ndcm man zwei Löcher aufinacht, möchte ich nicht <ls vorsorglrhfi.GrmelndepoliUk bezeichnen. Soviel ist zweifellos: Die Wien sc ^evi.lferilng kann diese neuerliche» Brlastunge« nicht ertragen, Mi'tMand und Arbeiterschaft stimmen darin völlig übxunn. Hunger, Kälte, Finsternis, leine Schuhe *»d keine Fahrgelegenheit! " Hat man früher als besonderen -Vorteil, welchen der Betrieb gemeinwcrtfchafllicher UnternAmungen gewährt, her- Dorgehoben: 'Sie gewähren Einnahn»ssn, die nicht auf dem Wege der Besteuerung aufgebracht Werden müssen, so erscheint das angesichts unserer Desizitwistj'chaft als blutiger Hohn» bst unitict* ty*r lTunA*rt Steuert Und von Hunger Kälte gequälten Brrötkerun^ .recht weiter zugenrur'et werden kann. Sagte man, die Unternehmungen werden im Interesse de? Gemeinwohls ohne privates Gewinn streben verwaltet, so hat der gegenwärtige Zustand in seinem diainetralcn Gegensatz etwa? tief Schmerzliches., s Erklärte man, die Gemeinde verwalte billiger und nehme «ras die Bedürfnisse der ärmsten BevölkerungSkreise Rücksicht, dann muß die Beibehaltung des derzeitigen Zustande? unserer Unternehmungen geradezu als frevelhaft bezeichnet werden. Die wirtlichen Zwecke des gemeiiiwirtschastttchen Betriebes ' jiitb unerfüllbar geworden und wir sind der Ansicht, die Gemeinde ist nicht mehr in der Lage, die, städtischen Unternehmen weiterzuführen. Sind wir doch ehrlich: Diese Werke find in . ihren Vetri:b§erj0rdernissen vpm A n S! a n d abhängig und uns fehlt jedes Mittel, das Ausland zur Hieferung der Rohstoffe, insbesondere her Kohls, zu verhalten. Dem Zustand, daß alle Berechnungen und Voraussagen durch eine momentane Laune eines polnischen odertschechischen Eisenbahnbeamten über den Haufen geworfen werden, oder daß wir am Montag daS EleltrizitätSwar? nicht, mehr betreiben können, weil am Samstag 100 Dcnischi- »ationale 60 Sokoln geprügelt haben, müssen wir ein Ende bereiten und die, Gerteralstabsmeldung: „Lemberg noch in unserem Besitz!" oder „Das Elektrizitätswerk morgen noch mr Betrieb!" mutz endlich verschwinoen. Wir müssen die Betriebe solchen Faktoren überlassen, die den Rohstoffbezug ein für allemal sicherstellen und einen regelrechten Betrieb und dessen volle- Ausnützung garautieren können. Unser größtes Unglück bildet der. unausgenützte und periodisch geführte Betrieb, der uns bei unserer Ueberlastung durch Löhne und durch andere Ding« in die fürchterlichen Passiven drängt. Die Selbsttäuschung, baß die Stadt unter den gegenwärtigen Verhältnissen die städtsichen Betriebe toeiterführen kann, ist nicht weiter aufrecht zu erhalten und Sie müssen daher der Frage nährrtreten, ob Sie die Unternehmungen wicht an ernste ausländische Gruppen verpachten oder unter Vorbehalt des RückkaufrechteS veräußern sollenselbstverständlich auch unter Voraussetzung unserer Tanfhoheit in beiden Fällen. Sis glauben vierleicht, wir werden keine ausländischen Truppen finden? Rein, meiner Ansicht nach wird sich, wenn wir jeder beutschnational-chauvinistischeu Politik aus dem Wege gehen, wenn wir den ekelhaften Antisemitismus beiseite lassen und uns mit dem einzig richtigen Gedanken befreunden, daß dieses Wien eine Stadt der Fremden und. des Verkehres werden muß, genug ausländische Interessenten für unsere Betriebe finden, die daS Kapital, die Rohstoffe und die politische Macht besitzen, unsere städtischen Werke vor dem Untergang zu bewahren. Sie werden mir vielleicht einweriden: „Ja, der Staatmacht es ebenso! Er erhöht die Tarife der Eisenbahnen um 150 Prozent!" Aber, meine Herrschaften, wcrS ich hier gesagt habe, gilt auch für den Staat! Dieser Republik, mit ihrer papierenen Koalition und dem Länderhaß gegen das „rote Wien" ist es übrigens schon gleichgültig, ob sie 10 oder 20 Milliarden Defizit answeist und wenn die Republik Oesterreich so weiterwirtschaften will, geht das uns Wiener wohl sehr viel an, aber wir können uns dagegen in diesem Saale nicht helfen. Wir in der Gemeinde dürfen rin solches System, oaS auf Irreführung der Bevölkerung hinausläuft, nicht einteißen lassen. Sonst haben wir das Spiel ganz verloren. Ruh: und Ordnung sind noch unser einziger Gut, das dürfen wir niemals preisgeben. Wir sind amS dessen wohl, bewußc, daß gegen unseren Vorschlag manche Einwände erhoben werden rönnen, hegen jedoch die lieberzeugung, daß man bei prüridlick.er AuSsprac'.-.? diese Differenzen bereinigen kann. Zu dieser Aussprache wie zu jeder Mithilfe «n der allgemeinen Wohlfahrt sind wir gerne bereit. Wir haben bischer in den meisten Fragen Ihrer Politik Vertrauen bewiesen. Wir haben der ersten,Tariferhöhung zvgestimmt, sind gegen die letzten Steuern nicht ausgetreten «md würden auch heurmit Ihnen stimmen, toeun wir uns die Möglichkeit einer Sar.i.rung versprächen. Dqs ist nicht der Fall! Wir stimmen gegen die Vorlagen trotz Anerkennung der Natnmstäud«, die sie veranlassen und wariteu Sie, aus Scheu vor dcv Wirklichkeit dir zwecklose Politik des „weiterwirrste.':!-'" fortzusetzen. heißt es immer: „Rückkehr zur Arbeit!" Wie »e. •. Stzur Arbeit zurückkehren, wenn keine Kohle da ist und wir di« Industrie und Haushalte vom Bezüge -tcktrischer Kraft absperr«» müssen? Lassen wir un? von la-v Entenkoaussan'o. oaS uns zugrundegerichtet hat, die eh'.ttd zur Arbeit herbeischaffen. Da ruhen die Wurzeln j '.>trv. Kraft, denn wie die Heinzelnrünnchen des ick„,m-i! et-.u'ch-tts mroen tvu an unserem Wiederau fba.c .tt-ii'.nwrn iaa und Stacht Nicht zaudern, sondern rasch «nticheiden. Äcsä/ick/re.bmn gscdiscksn Knoten ist nicht die icöieMttch., d« au Utnn*tt. Nach. Annahme der Tariferhöhungen gelangte die einmalige außerordentliche Subvention im Betrage von 100.000 Kronen für die Wiener freiwillige Rettung 8g e s r ll s ch a f t und jene von' 60.000 Kronen für die allgemeiie Poliklinik zur Annahme. Ein Anirag berressend die weiiere Ausgabe von Paybernotgeld durch die Gemeinde für den Nominalbetrag von 3 Millionen Kronen, bestehend aus 10 Millionen Stück zu 10 Heller¬ und t Millionen Skü' zu 50-Hellct'-Kassenscheinen mit cinejr Gültigkeitsdauer bis 30. Juni 1920 wird genehmigt. Nachdem noch einige Geschästsstncke erledigt worden waren, wurde die Sitzung geschlossen.' - , ll. M, OlscRennirssB 38 Sonsifag, 23. November 1019. findet »n den grossen § Sä Jen des Restaurants . rum sc?) war/en Bären“, II. Bez., * Frater, Hanptallee 10 "'nächst dem l. Kaff-ehauR), eine AKADEMIE' szet^nsfen-dl£T. Bibliotbefe: ReSclihaltiges Programm jr ^nseh1is3?end Tanzlcränzchen :: Anfang Halb 4 Uhr nachm. Entree im 'Vorverkauf 5 K, an der Kaosa 7 K. Karten Im Vor\>erknnf zu hiben: Vcrefitslokal II.; Gloektnjjt'sse 30, Buchhandlung Lfnvit; I., Roirnturir.strassc 22, Kartcnhareau »Afda«, H. B«., Taborstrcsi? 5, und bei den Verclajmitgliijden«. 1034 ' . Bn^om iW MusiMthetltzer. Fernccio B u s o n iq» der Klaviervirtuose und Komponist, hat in seinem „Entwurf einer neuen Aesihetik der Tonlunst" (Jnselverlag, Leipzig) eine Reihe chon Problemen in einer Weise behandelt, die ihn als einen der geistreichsten Vertreter dieser anziehenden Wissenschaft kennzeichnet. Das romanische Temperament des Verfassers ist im Pulsschlag dieser fast leidenschaftlich gehalten^ Schrift deutlich fühlbar. Er tritt mit wohlgeschärfter Klinge gegen manche überlieferte Feylmeinung zum Kampfe an, aber seine Fechtweise ist elegant, ist italienische Schule. Wofür er sich'pinseht» ist absolute Freiheit der Kunst, Loslösung von dem Formclzwang engherziger Schulmeisterei; er predigt die Lust der Befreiung, wie sie Beethoven erfüllte, als er seine Spätwerke schuf, und ^Bach in seinen Phantasien ahnen läßt. Auch gegen die Fessel des „Programms" in der Musik zieht er mit scharfen 83c* merklingen zu Feld. Was er über die Aesthetik und Zukunft der Os'er sagt, vexdiente von manchem Musikdramatiker beherzigt zu werden. Vortrag, Notation, Routine, Geschmack. Dur imb- Moll, Einheit der Tonart, über all diese Begriffe ergeht er sich in gedankentiefen Phantasien. Den. großen Trumpf spielt der Verfasser aber zuletzt aus. Seinen berühmt gewordenen Vorschlag auf Bereicherung des Tanshstemö durch Einführung der S e ch st e l t ö n e, zu dem er sich durch eine amerikanische Meldung über die Erfindung eines cf^ftci* sehen Tonerzeugerö inspirieren ließ. Das .übertrifft aller» dings dee Lestungen jenes VerteltonharmonumS, das uns n Wien vorgeführt wurde. Gegen die von Busoni aufgestellten Leitsätze ist Pfihner in seiner Schrift „Futuristengesahr" als Gegner aufgetreten. Mit dem schweren Geschütz .deutscher Gründlichkeit, die in Ekwlichkeit des Kampfes die schöne Form nicht achtet, mit. der hier auch daS Anfechtbare anregend vorgetragen wird. Dr. K. M. Feitz Mantl-nerH 70. GcÄurLStaa. Heine feiert Fritz M a u t b n c r in voller geistiger Fusche seinen 70. Gcbnr.Slag. Er begann als Lyriker, machte sich dann als Lustspirldlchter bekannt, betüngte sich dann alö Femlletonrst und Theaterkriliker beim „Bkrlmcr Taaei'latt". ^vg sich aber später zurück, um sich ganr stmen philosophischen Acheitcn huizutzetzen. Zu sein:« bebamiitftcn Werken prhürr das Buch „Knut der Snrüche", das mit Weirblick die <§iVw:älung des GotlesglgubcnZ vom ' AuZgang des Altertums b'.s zu'' Gegenwart behandelt. Die drnn'che BeUagZaNllalt m Eluttga'.t feiert fernen GeümiStaL mit der Herausgabe feiner scchs Baude starien „Ausgewäbllen Schristm", die cm bisdcr .unbckannics Wcrk Mauthiieis mit dem Trtcl „Narr nnd König" evlhaltcn w.rd. Gleichzettig erscheint rin neues dreibändiges Merk des 7«)iähriaen, „Die Geschichte deS Atheismus im Abendlande", die in gewissem Sinne em Gegenstück zu der Kritik der Sprache bübet. Fritz Mauthner ist zu Horsitz bei Kvnigguitz geböreu und lebte lange Jahre in Prag; über fern Verhältnis zum Judentum berichtet Manthner in seinen ..Jutzendennnrrnngrn", die jüngst bei Georg Müller erschienen sind. (Stehe „Mr. Morgenzeilu«g7 vom 81. August d. I.) ' Ans den Theatern. Im Iosefstädterthtuter wird Ende N-ovember als die nächste Premiere das Lustspiel „Die himmlische Ängel" von Flers und Caillavrt anfgesührt. Im Sladttheater wird gegenwärtig „Der Biberpelz" von Gerhart Hauptmann geprobt. Die Hauptrollen sind mit Hansi Niese und Treßler besetzt. Regie: Hans Marr. Der Tag d"r Premier:, die für die nächste Woche geplant ist, stcht noch nicht fest. Im Theater an der Wien findet die Premiere der diesjährigen Novität „Darfiuufilant«!-'", Buch von Robert B v d a n s k tz und Leopold I u c o b s o n. Musik von Oskar Straus, SamLtag den 2st. d. M. ftcrit. Strand.wird pie Premiere, dirigieren. I:n I a - e s st cj d t e r Theater wird daS Lnstspiel „R o i a A lisch ul" moroen Sonntag ,nachmittags und abends geglb-n. Das zugliafüge Stück feiert Motuag den 24. d. M. vas FubiläNin )e,-'2S. All'sührnng. Ren'u'TLrnng n. Deirisck-en BolkStheater gelangt am i£. d z'N. zugunsten dar Pensionsairstält der Mitglieder des Dsut'ch-n BirikStswakers Karl Schönherrs letztes dramaiiübee. W.rk ,.Ki.u.ertragöl>ü'" zur Aufführung. Spielleiter: DireU.!.-r Lecuair. ^^:,U(«t'.akrr. lUe't«vReUttnrf si»k M< T-rt'AfttftZp ceief.fdrst;; ii.i ^'lj :L'c-.-o. - Montag i:!\_1. Dejkvlirv: luii ®/V: i-Trd.i!'.sin<ck in C...l'Thr',ter eine.tDoljliÖtic-kiti-- vor-:eil.,'ni zu.ü stä n der chi-lei'.c. Fcenvitlipin Nerrnn^ge! 'llschckft stÄtpgesÜhrt wird „Johann Nestcoy" mit Will- Tbaster aiÄ Gasi. Ein englisches PreiSansfchrciüen über den geiftige» Wiedevanflwtt. Die Walker-^tiktung der Universität St. An« derws in Schottland hat ein Preisausschreiben mit dem Thema: „Wicbercinfbau der menschlichen Gesellschaft ans dem Grunde einer gaistia-sittiichen Wiedergeburt" erlassen. Auße» einem großen Preise von 200 Pfund für Bewerber alles Stände und aller Länder der Welt sind noch je Vier Sondeü' preise für Arbeiten von Studierenden Und von Arbeitern auKi gesetzt. Die vier Preise werden jeweils für einen Bewerb« ans Großbritannien und Irland, aus cipdeven Teilen d«P britischen Reiches, ans den Bereinigten Staaten und au§ anderen Ländern ansgesetzt. Daß man bei den Bewerbern: ans anderen Ländern sehr lebhaft an deutsche gedacht hat, geht daraus hervor, daß dieStiftungsineit eigeite« LeutschenProspekt gedruckt Hai. Für die Wirdevt ankttüpfungcher geistigen Beziehungen mit de» EntenbelLndrv» scheint dieses Preisausschreiben von Bedeutung zu sein.; ' Karl Blasel ist nun an die 00 Jahre alt undhat vor siebzig Jahrenzum ersten Male die Bühne che-' treten. Noch vor kurzem durfte man sich an seinem echt! wienerischen Humor erfreuen', wenn er rin CarltheateL mit unglaublicher Frische seine komischen alten Herren spielt?^ Volkstümlich im. besten Sinne des Wortes ist feine KunR und die Glückioünfche, die ihm, der Bürgcrmcister Wienin einem herzlichen Schreiben übermittelte, finden bei aßerij Kunstfreunden lebhaften ■ Widerhall. In einer Sondervo« ftellung der „Konkordia" tritt, heute der verehrte als. Herr von Ledig in-'der N-chroYschen Posse „NnverhssKI auf. ' Die F.ftvochellnng. findet Wchmiüags im Va.r.uß t h e a .N c statt. . , - .1 F-ür ein bald zrr arrangierendes Konzert werden Damru und Herren für einen Chor gesucht. Erste Probe im EaB Industriellen Samstag den SÄ. d. M.. N Uhr vonnistags. Schrill llche Amucldungen im Ziourstischen Pureau, XX., Karl Meißlstraße b. . Mrrstüsektion de« "HKÄoäh (Orchesters. Morgen Sonntag, präzise V^lO vmuiittags, Gesamtolchest:rvrsde im Bereinssaal des Konzcrthauscs, I:, Heumarkt (Stiege 9). Mit»! gliedere welche Noten leihweise übernommen haben, weiden ersucht! diese bestimmt abzuliefern. Instrumente sind mitzubrmgen. f Na^hacl Seligmanns neues Werk „Probleme ^deS Äudentums" tzchärt zu den wertvollsten csiahistisch-n Schrift«» i'ber indische Fragen. Die Denkgesetze des jüdischen Geistes, dw Urkräfte seiner speziüschen W'ltanschauung erfahren hier durch' einen Denker, der znoleich ein Kliristler rst, krchtvtzlle und forittett** starke Würdigung. Jedem, der mit Ernst und Berantwartnngs^ peiühl die Probleme unserer Ze't eriajsen will.' sei dieses schon«: . Buch emvfoblen. Preis geheftet R 10.20 gebunden, K 2240, A» bez-.ehcn durch R. Löivik, Buchhandlung, Wien, U, Rotentmm» straßc 22. _._ Sport. Die endlose Futzballsatfon. Die FnßbaMisou kifcftfc Fa Um vor Neujahr p schlossen weiden können. Vorläustg sind erstq llasstge Meislelskhastsspicle -brS 28. Dezember angesetzt. Da mary annehmen mu'ch daß zumindest noch cm Sonntag rniolge schlechte« Witterung verloren gehen wird, dürite die Herbstsaison im Früh»' führ ihre Fortsetzung stnden. Sprvlermnnestie. Ans Bo schlag des Sirasvnd arrsschusses hat der Niederösterreichische Fußballverband auKMH^ des 2-dhrigen Jubiläums des Fmßballspvrlrs eine westgrhendL Spieleramnest'e'erlassen. Disquällttfat'vuen bis M drei Moncrtm wurdet gänstlch aufg-hoben, bei größeren Vergehen die hatte S.'raie erlassen. Das CttV'WeLtspkol gegcn Stasenspkelrv wird von dev Hakoah nur mit einer kombinierten Mannschaft bestritten werden-' Die Aufstellung lautet: T o r : Waldmann; Berteidignukp Lewilus, Trümer; D eck u n g»> Bank, Nußpaum, «NwekU Angriff: Äatz, Nenjeld (Ncmes), Häusler, .Pollak, Wetß^ Boxsport. Der Sportklub Hakoah betreibt, im Rastmeni seiner Set'.wer'athsetiki'ckkwn auch das B o x e n. Die TraimngSn Irtmtfl hat der belanitte Proscisionalboper Tino mne. Di« Uebrmgen sinsen -jeden Aütlwoch von 6 dis 8 Uhr abendS mr Klittihemie der Hakoah, l, Konkardiaplatz 4, statt, wo auch nähere Auskünfte erteilt werden. Neüanmeldrtngtn können nm^ rn beschränkter Zahl entgegengrirommen werden. ’-i Dag H o ckeymeistersch af^sspiel Hakoah gegrw L e h r e r « S p o r t v e r e i n i g u n g, daS am Sonntagj bä'te stattstndm sollen, mußte infolge Spiekunfähigkeit deL Platzes aut unbestimmte Zeit verschoben werden. i Sportklub Hakoah, Wien. Morgen' Sonntag dttd 83. d.M. findet im Saale des Cafü „AtlaShos^, Wien, I., Franz Josels-Kar (Ecke Wicsingergasse) rin gesell'ger Klubabend mit heiteren Bortrilaen und anschließendem Tanz statt. Du MitgUedve. werden ersucht, bestimmt zu er scheinen. Gäste wrllkonimen. '' Gerichtssaal. > Der betrogene Flüü)tling. Einer jener Fäll«, rn denen ungarische Flüchtlinge, die vav dem Terror der Bolschewcken flüchten wollten und bei den Versuchen, ihren Besitz tut Ausland in Sicherheit zu bringen, Betrügern in die Hände fielen,' beschüsligte gestern daS Schwurgericht Der Beschädigte ist der KaMmann Samuel-N a g h, der im Juli 1919 Budapest verließ und in Naab mit dem SLfährigM Privatbeamien Aladar N o g.r a d h zw'ammentraf, der sich, erbotig machte. Getd und Wertsachen des Nagy über die Grenze zu büngen. Nagp händigte dem Nogradh vür Bnllantringe und eine Brillantnadel rm anaeblichm Gesamtwerte von K 20 000, M einem fitbcnint Handläschchcn verwahrt, ein. die Nogrady mit K 10.000 eigenen Geldes >m Heu eines Lastenwaggons verbarg« Im Waggon befanden sich auch, der 21 jährige Kürschner Artup Spiegel um der Lljährlgc Weniagent Bela S v i e g e l. ' Die Anll'ige legt nun den genannten drei Personen zur Last, daß sie durch allerhand Nänke den Nagh um seinen Besitz gebracht hätten, wodurch ihnen dak- Verbrechen der Veruntreuung zur Last tällt. Wie. d-e A'iilage berichtet, hat Nogrady eins Komödie an'ge'ttihri, indem er Nagt; glauben macken wollte, datz die Note Garde G.la nnd Brttlawen kefchlaguahnn hätte.. In Wi'lkichceit hatten sich naei, der Anklage die bre: Beschuldigte« d'.dm pcoiuißt, das Vermögen des Nagy untereinander ausruteilen. Obwohl die Anklage zur Feststellung gelangtt. dqß die strafbare Handlung in Ungarn-emgelertet wnide» ko hast fit doch die Kompetenz des Wittier Schwurgerichies siir gegeben, weil dw Angeklagten ihr strafbares Verhalten, nämlich btc TiMckung dch Beschädigten, auf Lstencichlichrtn Gebiete forigesetzt haben. j Dw Verhandlung wurde abe.ndS z.u E n d e gefsthrs. Der Geuck,k«hoi»ve.uneilte auf Grund d«S Schuldspmchedec (Ae,.i,wo. neu Ar cur L p i c « k i zu s i e b c u Mo narr«, Vcla H' p r ' g c l zu neun M v :> a t s n und Aladlw N o g.r a d y zu e i u e m I a & r e s ch w titn KerterL Außerdem wurde gegen sämtliche Angrtl^tzte hH Laudesverweitnng anSgesprschcr,. " TMi'aii

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