Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 301 (22.11.1919)
- Date
- 1919-11-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 / Wien. Samstar? ■-^-: Koltfchak auf der Flucht. | Veelin, 20. November. Der „Lvkalanzeige," lUfliet auS itm Haag: Dev .Times" zufolge hat die sibirische Negierung jkoltschaks ihren Sitz von Omsk nach Jrkuisk verlegt. Nach eme^' oeitnen „Time8"'Meldnng aus Nowo-NikolajewSk haben die. Ninlüer mit dem Goldschatz O m Sk verlas s e nk?ur Koltschak ist noch dort zurückgebllebrn. Der Nnck'Ug verläirst statt. Auch die Japaner verlasien Omsk. General Diei.ichs zirh^ ' ich schleunig nach Osten Zurück. (Ibcnio machen d:e Polen und sie Tschechen Anstalten zum Abmarsch. Mau ist über das Schicksal Koltschals sehr belunuhlgt. Deutsche Offiziere tn der Ischecho-slorvaKisiHerr Armee! Pra-^» 21. Noo^bcr. (Privat.) Minister für Landesverteidigung Klofae erklärte heute, daß 5213 deutsche aktive Offiziere aus dem Gebiete der Tfchecho-Slowakei sich für die tschecho-stowakifche ölrmee gemeldet haben. Ferner 6451 nicht aktive deutsche Offiziere. Eigene Prüfungskommissionen vürden die nationale Objektivität dieser Offiziere vor der Aufnahme in die Armee überprüfen. Die Deutschen hätten genau so wie jeder andere Staatsbürger das Liecht, sich für die Armee ^zu melden. Die vormrsftchtttche FrLsaMMLnsstzmrg der tschecho-slowQLischcrr NotionalveefammLurrg. Brünn, '21. November. (Privat.) Dw „L'dove Nov.inh" . »reldet aus Prag : Wre wrr erfahren, »st der Stand der BerfaffuAgsvorlage folgender: Der Nationalversammlung muvde bcieitS ein: Wahlord- »ungsuna eine Wahlgerichtoho'vsrtacje unlerurcue:. Der Ministenal hat provrsowch d-e Reform der Verwaltung fKreisverfaffung), das Sprachcngesetz und dre Borlage betreffend drr zweite Kammer genehmigt. Zn Borüercriung befindet sich eine Vorlage über die verfassungsmäßigen Rechte des Präsident m. Mit diesen letzten Vorlagen besaßt sich jetzt in ihren Beratnrigen die parlamentarü'che Kommission der koalierten Parte eu. Einige Blätter veröffentlichten dieser Tage Ziffern über die nationale Zusammensetzung der künftigen Nationalversammlung. Es wurde hierdrc das Ergebnis der Eiolkszühlung vorn Jahre 1910 als Grundlage genommen. Diese Zistern find zum Teile unr.chtig. So werden rn der Natron,rlyersamilitung nicht iechs, sondern nur drei Polen sein, und die Deutschen dürsten nicht 78, sondern nur 23 Mandate haben. Schon aus diesem Grunde ist die Behauptung unrichtig, daß die Deutschen Mährens 27 Mandate haben werden. Fm. allgemeinen kann man mit nachstehender nationalen Zusarnmcnsehtmg der Nationalvcrsammlinig rechnen: Tschechen 161, Slowaken 54, Ruthenen 10. Deutsche 62, Magyaren 7 und Polen 3 Mandate. In dem grürrmitigen Nationalitätrnverhaltnis find kleinere Abweichungen möglich. Die Anzahl bet Mandate ist mit 320 festgesetzt. Sin Pakt mit der karhoUscherr SLotsake«- Partei. Prag,?l. November. (Privat.) Die katholische slowakische Partei hat mit der Regierung einen Pakt abgeschlossen, wonach die katholischen Slowaken zwei neue Mandate erhalten, dir ein-, gestellten katholischen Blätter wieder erscheinen dürfen sind die Besetzung des Mandates von H l i n k a vertagt wad. Dafür irrten die latholischen Slowaken in die RegierungLtoalrlion ein Der Generalstreik irr Kladno verschoben. Klofrc über de» Prozeß Dkunas. Prag, 21. November. (Privat.) In einer Versammlung in Kladno, an der die sozialdemokratischen Vertrauensmänner, die Arbeiterräte sowie Minister für Arbeiten, Hampel, Leilnahmen, wurde beschlossen, den für Montag angesetztcn Generalstreik zu verschieben, da Minister Hampel versicherte, daß Klofac heute in der Nationalversammlung -estiminte Erklärungen über den Prozeß Munas abgeben werde. ~ Klofae erklärte heule in der Nationalversammlung, daß die Anklageschrift gegen Muna und seine Genossen eben versaßt werde und längstens bis 1. Dezember überreicht werden müsse. Als Klofae den Namen des Untersuchungsrichters V a c l e n a er-' wähnte, rief jemand: „Das ist der tschechische Preminger!" Der Abgeordnete Bechyne (Sozialdemokrat) erwiderte: „Preminger ist ein gescheiter Mensch!" Klofac sagte darauf: „Ich kenne Preminger besser als Ihr alle zusammen. Es ist aber nicht möglich, unseren Richtern Voreingenoinmenheit und Mange! an Objektivität vorzuwerfen. Tschecho-slowakische Eisenb«hn-irojekte für das Teschener Gebiet. Prag, 81. November. (Privat.) Die Regierung erwägt ernstlich. daß für Teschen ein selbständiger Kreis rmt dem Sitze in Teichen ernchlet wird und dieser Kreis mit den notigen Kommunikationen (Eisenbahnen' ausgestattet werden soll. Es ist dies in erster Lime die wichtige Verbindung von Pruchrm über Skffchau—Deichsel—Kulatvwer Paß—Jablunka-Pafi, weiters tue Strecke Blauendorf—Teschen und über Blauendorf nach Friede?. von Freistadt über Kuntschitz nach Skotschau und schließlich von Freistadt iikot Krmtschitz nach Trschen nnd Oldrzychowitz. Der englisch-französische GarantieverLrag. Paris, 21. November. Gestern hat zwischen Pichon und Sir Eure Crowe der Austausch der Ratifikationen des Gr^ürltivertrages stattgefunden, durch d«n England sich verpflichtet, im Falle emes undegründeteu Angriffes durch Deutschland Frankreich Hilfe zu leiste«. Wiener Morgerrzerru«A i / Tagesbericht. Die Kohlen- und ErnÄhrnngSkrife. Da wir von der! Hand in den Mmid leben, darf es schon als Rettungsanker 5cmüßt werden, daß gestern an? der Donau -rwe? Schlepper mit Geweihe emgetrosieu find. Nach weiteren Nachrichten ist ein Dampstr mit Getreide filr Wien in Triest eingelausm. Es wird daher in der-iolgendm Woche verteilt werben ' Für die gewöhnlichen B e r b r a n ch e r % Laibe, statt wie gestern vom Staatssekretär angekündigt %. Die Schwerarbeiter dagegen erhalten 1..12 Krlogram Brot, das find t3/r,s Laibe, allo die Halste ihrer Vollen Brotmcnge. Es wird ferner Vs Kilogramm Mehl und ' V§ Kilogramm Hülsenküchte ausgegeben werden. Die Koblensituation ist unverändert, da bic' Kohlen-iige ans Oderberg bis zur Stunde «och^nicht emaetrosten find. Die Vorräte des Elektrizitätswerk Z find last völlig verbraucht. Die I n d u str r-r dürste noch heute abgeschrltet bleiben, jedoch will man den Betrieb der Straßenbahnen unter allen Umständen ausrecht erhalten. __ Die Krnderfrirsorae «nd die Wirtschaft auf de» Lfterrelchischen Eise bahnen. Die Wiener Filiale des „American Aoint Distribution Committee" hat bekanntlich verschiedene Fiktionen zugunsten unserer kranken und notleidenden Kinder unternommen und mit deren Hilfe tvar es möglich, verschied-ene Kindergruppen zur Erholung ins Ausland zu schicken. Eine Grupps von Kindern war — wie erinnerlich — durch mehrere Wochen zur Erholung in Triest. Während nun die italienischen Behörden für die humane Aktion, die „feindlichen" Kindern zugute - kam, - das vollste Entgegenkommen zeigten, begannen die Kinder sofort beim Betreten des „Heimatbodens" die Feindschaft zu spüren. Für den Heimtransport der Kinder, welcher in den letzten Tagen erfolgte, hatte die italienische Bahnverwaltung einen separaten Waggon von Triest bis Tarvis beigestellt und sich bereit erklärt, diesen bis nach Wien zu leiten. An der österreichischen Grenze, in Tarvis, fand man, daß es schwer sei, den Wagen weiter zu dirigieren, und erst dem Drängen des Transportführers, Herrn Abramson aus Triest, der sich in liebenswürdigster Weise zur Verfügung gestellt hatte, gelang es, diesen Widerstand zu besiegen und nach zweistündigem Warten an der Kasse einen kumulativen Fahrschein für den Eilzug zu erhalten, der den Vermerk „Judenkinder" trug, als ob für solche besondere Tarife gälten. In Villach jedoch wurde der Wagen, ohne daß jemand avisiert worden wäre, kurzerhand'abgekoppelt und - auf einem anderen Geleis« stehen gelassen. Alle Bitten, die Kinder, unter denen sich Kranke befanden, für welche keine Lebensmittel vorhruden waren, aber der- Eilzugspreis bis Leoben bezahlt war, doch mitzunehmen, blieben fruchtlos, so daß. die Kinder erst mit dem nächsten Personenzug die Reise nach Wien fortsetzen konnten. Ein neuer Bew-ris für den Geist und die Wirtschaft, welche auf unseren Bahnen herrschen. Wenn man^ in Deutschösterreich schon nicht menschlich ist, so sollte man in einem Lande, das fortgesetzt um Auslandshilfe schnorrt, wenigstens klüger sein! Ei« Kirchenparlament in England. Die englische Staatskirche hat in ihrer jahrhundertalten Verfassung ei« Zweikammersystem. In einem Ober- Hause saßen die Erzbischöfe, Bischöfe und Vertreter der Geistlichkeit. Im Unter hau sc versammelten sich Vertreter der Gemeinden, meist Lrien, zum Teil aber auch jüngere Geistliche. Unter dem Einfluß der zunehmenden Macht des politischen Parlaments sank die Kirchenverfasfung immer mehr zum toten Buchstaben herab. Jetzt, wo das englische Parlament mit Fragen von weltpolitischer Bedeutung überlastet ist, sucht mau ein besonderes Kirchenparlament zu schaffen. Augenblicklich wird im englischen Untcrhause über einen Gesetzentwurf beraten, der die Selbstverwaltungsfragen .der Kirche einer »Nationalversammlung, übertragen will, deren Beschlüsse nur vom politischen Parlament zu bestätigen seien. Um die neue Gesetzgebung auf kirchlichem Gebiete in Zusammenhang M bringen mit der übrigen Gesetzgebung, soll der geheime Rat ein« Kommission für geistliche Angelegerrheiten eim'etzen, die sämtliche gesetzlichen.Maßnahmen auf diesem Gebiete, die dem Reichsparlamen^ zugehen, zu begrrtachteu hat. Erklärt sie sich mit Form und Inhalt der Beschlüsse der nationalen Kirchenversammlung einverstanden, so sollen sie vhneweiters im Reichsparläment eingebracht und, ivas Aach englischem verfassungsrechtlichen Usus anzunehmen ist, wie die Maßnahme» und Gesetze der Selbstverwaliuugskörper der Kolonien nur noch formal genehmigt werden. ArrsLreitrrng des Flecktyphus. Der Malländrr „Srcolv" veröffnultchl nnm Warnruf «n die Rrg'erungrn der zivürfierien Länder wegen des riesig umsichgreifenden Flecktyphus. Ec fordert sie dringend auf,- den Kampf gegen diese Gefahr zu vereinheitlichen und ruergisch ouszrmchmen. werden« Das Londoner Jüdische Korresponderubureau bittet um Mitteilung der Adressen von: gosi Herrn N. »APiJft&PQiß?. 32, Sk«wehen U Uiiea, GColom««| Herrn J. «J. vor d«m Kriep« Riehier iu EfollQcnc&l Herrn £• I^APPAPQRT» vor den Kriegt« Richter in einem heu-)i2lhiäah«n Dorfe, (tati/ien, die ron ihren VerWaadten in Enjdand. die »eit Jahren niekts vea ihnen gekdrt haken, geduckt wurden. MitttJknigew an: Jewlsh Corresnofidenct! Burcnu,3, OranvUle Chamber«, Hary Street, London,W.C2 22. November ISIS _ Nr. 301? Mrt Nachdruck weist er haracki Hin. daß nicht nur Nußlaud unter diesem Gespenst schrecklich leidet, sondern.daß Polm? die 'Ukraine und Serbien von dieser E?idem:e verwüstet werden. In Nnßlaud wütete der FkeckiypHuS nach amtlichen Angaben in über Himdert-« tausend,-Häusern. Polen sab 6258 Häuser vfigesteckt; die Folge 'waren'. 859 Todesfälle. Dres war in der zweiten Woche des Avril. Jetzt greift von neuem die Krankheit wieder nach Polen hinüdev. In der U I r a i n t hsrnb*». durch^chwtkl'.ch 1 80.000 Häuser im Moimi angesteckt. Auch Oesteneich blie!» nicht verschont. Während in Serbien schon das Jahr 1916 150.000 bis' 250.000 Todesopfer an FlrcktpphuS forderte, taucht die Krankheit beiests wtedet m ganz S L d s l a w i e n auf. In . u nr ä-.; n i e n übt bic Kl^nkheu in vier Füuftelu aller 2900. Geuieiudttti. ihre vecheereade Wirkung ans . und alle Tage wird aus „ Tau'endm, neuer, Wohnungen.... das. Auftauchen derselbe gemeld 't. Das Blatt fcfjlufjt feinen Artikel, indem es die Staaten auiforden, den bestrgten Zentralmächien und den neu ersimrdenen Staaten bei oer Bekämpfung der Jufekiionskranlheü zu Hilfe ' zu (or.init-n. 1 , ,. / Der Hmtgertsd'rrr Moskarr. Im „Figaro" schildert, die eben ubet - Kopenhagen in Paris angelangte Prinzessin L wo ff die entsetzlichen Zustände in Moskau Sie schreibt: ' Wenn ich von meinem Vaterlande' spreche, leide ich ' mehr, als ich dies in Worten ausdrücken kamt, denn keine Worte sind imstande, das entsetzliche Unglück und das furchtbare Drama, das sich jetzt in Rutzland abspielt, zu beschreiben. . Eines'Tages ging ich über die Brücke gegenüber oem ■ Kreml. Äuf dieser traft ich eine Frau, die ein entsetzlich ab«- gemagertes Kind an der Hand führte. Das Kind schrie furcht« bar, die Frau aber beachtete das Schreien gar nicht, wahrscheinlich weil sie es schon gewöhnt wari Ich frug sie/Warum das Kind so schreit. „ES hat Hunger," war die Antwort. Und ' dann hat mich die Frau, um'ein ganz kleines Stückchen' Brot, . denn sie hätten seit 24 Stunden nichts gegesien und das Kind stürbe vor Hunger. Ich wollte ihr Geld geben, aber die Frau rief mir mit erloschenem Blick zu: „Nein, nicht Geld, sondern < Brot, Brot, 52tot!" Aber das konnte.ich ihr nicht geben, denn ich hatte selbst keinen Bissen. Mit entsetzten Blicken gingen Frau und Kiud davon. Ich wußte, daß sie in den sicheren Tod gingen und nur die Frage blieb offen* ob sie auf dem Wege vor Erschöpfung mnsinkeN oder wie so viele tausend andere in der Newa Ruhe suchen würden. Ich sah ein junges Mädchen, das sich mühselig mit de» Händen an eine Mauer ausrecht hielt. Ihr Kopf war nach vorn' / gesunken, wie in unerträglichem Schmerz und sie murmelte; etwas mit kaum hörbarer Stimme vor sich hin. Sie hot den , Anblick einer Sterbenden. Sie trug ein Kleid, aus denr man schließen konnte, daß sie der besten Gesellschaft angehörte. Ein Kragen aus wertvollsten^ Spitzen. hing, ihr to, Fetzey,hergK>.^-,.... - Und' ihre - ganze Figur, ihre zarten Hände zeigtenö'aß sie'>! Elend ftcüher nicht gekannt hatte. Teilnahmslos umstand f<e': die Menge, man zuckte die SchEern, ging vorbei und gbaüble es mit einer Verrückten zu tun zu haben. Ich trat heran mtd da hörte ich deutlich, wie die Unglückliche leise vor sich hin . murmelte: „Ich verhungere, ich verhungere." Und kurz där-aus. starb sie. * Ich sah mitten in einer verlassenen Straße einen zxroßev Hund sich mit einem Knochen, an dem noch ein kleines Stückcheu " Fleisch hing, herumbalgen. Der Mick des Tieres war bösa nnd tückisch. Nnd ihm gegenüber saß ein Junge von 10 bis 11 Jahren mit bleichen Wangen, der. wie hypnotisiert den Hund wir dem Knochen anstarrte. Mit vorgestrecktem Halse starrte er sein Gegenüber mit einem fürchterlichen Blicke des Hasses an, der Hunger plagte ihn und hätte er nicht die Zährte des Hundes gefürchtet, so hätte er sich sicher üb.er den stinleuveu Abfall geworfen. Ich sah in den Straßen Moskaus Kinder, die wie Schatten anssahen und dahin huschen. Ihre.Güsichidr waren von Runzeln bedeckt, daß sie wie Greise aussahen. Auf . der Straße liegend, suchten sie zwischen .den Steinen nach Körnern, die beim Ausladen von Säcken heruntergefallen waren. Ich kam bei Tagesgräuen an Bäckereien vorüber und . . sah dort Frauen und Mädchen, welche die ganze biiterkalie Ztacht vor der Tür der Backerei auf den Steinen gehockt hatten, nitr um am Morgen ein kleines Stückchen Brot zu bekommen. Aber ich sah auch Tote liegen, die vor Kälte und Erschöpfung gestorben waren, bevor ihnen das kleüe Stück Brot gereicht werden konnte. Und dann die Tiere! Diese unglücklichen Kreaturen . sterben in Massen dahiir. Auf den Straßen winden sich in Schmerzenverendende Hunde, die von ihren Herren verjagt wurden, um sie nicht Hungers sterben zu s<chen. Katzen schleichen ' - an den Mauern entlang, die sich kaum noch bewegen könnest, und überall brechen aus den Straß endie Pferde zusammerr wno oetetten, ohne daß sich ein Mensch um sie kümmert. Was Schlimmste ist, daß man überall vor Hunger und Erschöpfung sterbende Menschen sieht, und die Vorübergehenden haben kein Wort-, keinen Blick für sie, weil sie den Sterbenden beneiden, der bald ausgelitten haben wird, während sie ihr« lrauicige Existenz weiter fristen muffen. Ja, Moskau, gan.' RPßlanö, beinahe alle feine Städte rmd Dörfer leidemHu.nget und sterben am Hunger. Die ArbsiterratswahLeu. \ Bri den vorgestern .siatlgrfundenen U'.heiierrais'.sLhltu ir Wien und Umgebung haben, sowett die Ergebnme bekämet ii'n> in mehreren Bezirken und verschiedenen Betrieben die Kommunfttet die Mehrheit errungen. Die kommunistische Propaganda hat et in Wien nicht schwer: Die BerhältNlffe find derariige, Vie Ho rütlung eine s» allgemeine und wahrend eint Krise die änden jegt. die Lenerung schon gtvteske K»nnen »Nd bi breiten Massen Hunger« md fnttm, zeigt sich aus der v-nderc' Seite datz Nroyige Peasserlum emeS nr«m RnchtumS p semtu «ms'srmglrchsie» Formen «nd Iktt dem Ganz«