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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-19 · Heft 298 (19.11.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 298 (19.11.1919)
Date
1919-11-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 298 Wien. Mittwoch trichtS mehr von ähnlicher Bedeutung in der Geschichte der physikalischen Wissenschaft zu verzeichnen sei, das von so eminenter Bedeutung wäre. Das Blatt führt nun aus, daß Vyr Zeit- und Raumbegriff in seiner bisherigen Form durch Eii-siein beseitigt worden sei. Am 8. November kommt die LTimeS" nochmals unter dem Titel „Revolution der Wissenschoft" au? den C*-aft Einstein zurück und bringt ei.ie Zuschrift Khn Oliver Lodge, worin dieser nchtigstellt, daß er eine solche Voraussagung nie gegen Einstein gemacht, sondern nur den Detrag der Rechnung von Einstein kritisiert habe. Nun hat jedoch die Beobachtung Einsteins Recht gehabt und Lodge tzratuliert aus dollstem Herzen dem Professor Einstein und besten geschickten Beobachtern, welche in so bewunderungS. fvürdiger Weise feine überaus originellen Voraussagen bestätigen. Die Sitzung der Akademie habe er nur deshalb der- Wen, weil fein letzter Zug gerade abging. Zugleich werden Interviews mit verschiedenen Physikern, welche sich zu-- Kimmend zu Einsteins Theorie außen und sie als eine der größten Taten der Wistenschaften unseres Zeitalters bezeichnen, Veröffentlicht. ij Ueber Dr. Albert Einstein teilt die „Times" mit, daß kst gegenwärtig 45 Jahre alt ist und einer Schweizer jüdischen Familie entstammt. Er wirkte eine Zeit als Professor am Polytechnikum in Zürich und wurde daraufhin im Alter von kaum 80 Jahren Professor an der Prager Universität. Spater wurde er zum Mitglied der Kaiser Wilhelm-Akademie in Merlin mit einem Gehalte von 1800 Mark jährlich ernannt» jddvch ohne UnterrichtSverpslichtung, damit er sich ganz der Forschungsarbeit widmen könne. Während des Krieges war tzr einer der Mituuterzeichner des Protestes gegen daS bekannte Manifest der'deutschen Professoren, durch welches die deutsche Wissenschaft so peinlich bloßgestellt worden ist. Einstein M Zionist und hat starkes Interesse an der projektierten hebräischen. Universität in Jerusalem. Ir hat sich angeboten, in Jerusalem zu lehren. Tagesbericht. Hairdelsprojekte für Palästina. I In allm Kreisen der jüdischen Bevölkerung ist ein starke^ Drang nach Auswanderung bemerkbar, Von der zionistischen Presse wurde schon des öfteren darauf hingewrelen, daß Palästina stls Emwanderungsland vorerst mit großen Schwrerrgkerten *u mmpferi haben wird und daß stch dre Auswanderer m dieser Beziehung keinen Illusionen hingeben sollen. Andererseits herrscht 'großer Warenmangel im Lande und es wäre bei iirtenssvrr Betätigung möglich, ein ausgebreitetes Arbeitsfeld im Interesse des Landes zu schaffen. Es haben sich daber bereits an Vielen Orten einzelne Kautleuw, Gesellschaften und Gruppen von Emigrationslustigen zusammengeschlossen, die ihre Tätigkeit, so stasch eS die politischen Verhältnisse gestatten, in Palästina aujnehmrn wollen. Das Handels- und Jndustriereferat des Wiener Palästina- AmteS hat sich nunmehr mit ter Organisierung der f er« i t s jetzt angemeldetenProjekte beschäftigt und alle diefenigen in Evidenz genommen, dre sich bisher für dre Auswanderung meldeten. Dre eingereichtrn Projekte Werden fachmännisch behandelt, über die Vermögens- und sonstigen Verhältnisse der Projektanten Auskünfte eingrholt Md, wenn diese befriedigend lauten, wird die betreffende Gründung befürwortend an die Londoner zionistische Leitung weitergegeben. Dort werden die einlangenden Projekte Verglichen und, soferne eine Kollision mrt anderen Gründungen nicht vorlicgt und das Unternehmen Erfolgs- Äussichten hat, ohne dem Ansbauplan zuwider zu lausen, Ürird dem Wiener Palästina-Amt die Möglichkeit gegeben, eine Arbeit im Lande, beziehungsweise in besonderen Fällen eine fachmännische Besichtigung desselben durch den Unternehmer zu ermöglichen. Trotzdem sich schon eine große Zahl von Interessenten ans hm verschiedensten Berufen und für die verschiedensten Unternehmungen augemeldet hat, rst anzunehmen, daß eine noch viel Hrößere Anzahl unterer Juden das aussichtsreiche Wirtschaftsgebiet Palästinas bearbeiten wollen und es Nicht nur ausländischem Kapital und fremder ArbcitS- Kast , zu überlassen gedenken. Schon heute machen sich m Walästina Bestrebungen geltend, Unternehmungen aus den ver- Mredensten Ländern rn Betrieb zu setzen: so wetteifern England, Mmerika und neuerdings auch Dänemark miteinander. Wenn die Mauer, die eine Einwanderung heute noch hindert, fallen wird. Was ja in absehbarer Zeit zu erhoffen ist und die jüdischen Waffen aller Kreise und ans allen Gebietkn der Welt ins Land mrömen werden, wird ein lebhafter Aufschwung auf allen Gebieten des Handels und der Juduslne Platz greisen. C Es wäre nun un Interesse aller derer, die sich mit dem Wedanken einer Jndustriegründung ,n Palästina oder der Er- Mcktung eines Etablissements, einer Wcrkstätte oder eines Ge- -lchäftes dortfrlbst tragen, für dienotwendigenBorbe- Wertungen schon jetzt zu sorgen. Diese sind teils persönlicher, AilS kommerzieller Art. Zu den persönlichen gehört die Vervoll- Himmnung im Berufe, sich vertraut zu machen mit den neuesten »Betriebs- und FabrikationSmethoden der Branche, um möglichst rationelle Arbeit leisten zu können. Zn den kommerziellen Vorbereitungen gehört die Ucberführung von Vermögen, beziehungsweise deren Liquidation, was aber, solange die Verhältnisse sich Acht geklärt haben, nickt geschehen soll. Wenn der Zeitpunkt der Uebersirdlung breiter Massen auS allen ErwerbSzweigrn näher -gerückt fein wird, werden die notwendigen Weisungen seitens der Zionistischen Le'tung wie seitens des Weener Palästina-Amtes bekannt gegeben werden. Die gewünschreit Aufklärungen und Arlskünste werden dom Wiener Palästina-Amt (Handel s-. und I njf u ft r t«r t f c t q t), IL, Z i r k u s g a s s e 83, erteilt. Jnler- Drntrn werden aufgrfordert, sich, soferne dies noch nicht geschehen ist, ehestens bei dieser Stelle schriftlich oder mündlich (Dienstag und Freilag von 3 bis 8 Uhr) in Evidenznehmen zu lassen. _ Vor der Lahmlegung des V<rrk l,.s. Immer tiefer sinkt das Quecksilber im Thermometer, die Kälte wird immer bedrohlickier, aber die ^Hoffnung. endlich .Heizmaterial zrr .bekommen, erfüllt -sich immer nach nicht, trotz der rjusagen und Versprechungen. die nn8 die Vertrtr derEntentemissionen täglich machen. Gestern bar die VeparationSbommisston neuerlich getagt. Zu den Beratungen war der 1 schecho-slowakische Gesandte, Dr. Flieder, erschienen. Man beriet, Me m Kp.tzlerUiejexi^lAen au-r der. LjMAd-K.wMtLi Wiener Morgenzettung durchgeführt werden sollen. Direkte Kohlenzüge sollen unter Begleitung von Eutentooffizieren bas kostbare Material uns nun bringen — so wirb berichtet — ein Verteilungsschlüssel wäre bereits angenommen — so erfahren wir weiier, aber unsere Kohlenrutschen bleiben indessen leer und das Elektrizitätswerk steht vor der Einstellung seines Betriebes. Fast kritischer noch als die Kohlenfrage gestaltet sich die Holz Versorgung. Heute wird die Reparativ nskvirimission ihre Besprechungen sortsetzen. Diesmal mit den Vertretern der Wiener Stellen. Man wird wieder Protokolle und Akten, schreiben. Deren sind jetzt schon so viele, daß man bannt allein schon ganz gut heizen könnte. Zur Heimbeförderung der Palöstina- FlAchtlinqe. Durch Len Krieg waren viele Hunderte Juden gezwungen, Palästina, wo sie seit Jahrzehnten ihr Heim gefunden hatten, zu verlassen; sie wurden als „feindliche" Staatsbürger verjagt oder flohen selbst vor Hunger und Seuchen. Biele von ihnen, darunter die Mehrzahl hilflos« Frauen und Kinder, haben in Wien, in Nilolsburg und anderwärts Zuflucht gesucht und zur Not gefunden. Kümrnevlich genug haben sie bis heute hier ihr Leben gefristet. Nun sehen sie sich neuerdings als lästige Ausländer bezeichnet und von der verdoppelten Not des Winters bedroht, zur sofortigen Rückwanderung genötigt. Schiffsraum und Einreisebewilligung erscheinen gesichert, noch nicht aber die Mittel zur-Deckung der hoben. Fahrkosten, welche pro Kopf, ohne Verpflegung, nicht weniger als 2500 Kronen betragen. In Wien, dem Hauptetappeupunkt für unsere Palästina- Heimkehrer,'haben sich denn — angesichts der Dringlichkeit der Hilfsaktion — alle maßgebenden jüdischen Körperschaften (Israelitische Kultusgemeiude, Israelitische Allianz, B'nai B'rith, Zionistische Organisation, Ameriran Joint Distribution Committee, Palästinaamt. die KolelimOesterreick-Ungarn, Wien und DroHobhcz, und der Verein „Opfertag") in Erweiterung des schon früher bestandenen „Komitees der 4 Organisationen" zusammengeschlossen, um dies Hindernis zu überwinden. Da jedoch unsere Mittel nicht hinreichen, wenden wir uns an bas jüdische Publikum mit dem warmen und dringenden Appell, durch rasche und ausgiebige Spenden die Durchführung der Aktion zu sichern. Unter jüdischen Brüdern braucht es nicht vieler Worte. Es gilt, Frauen mit ihren Männern, Kinder mit ihren Eltern nach Jahren bitterer Trennung und drückender Not wieder zu vereinen, eine ganze unglückliche Gemeinde ihrer Heimat, dem uns allen heiligen Lande wieder zuzuführen. Wir rufen, tut Eure Pflicht! Komitee zur Heimbeförderung der Palästina-Flüchtlinge, Wien, 2. Bezirk, Zirkusgasse 33, Tel. 45325. Oberrabbiner Dr. Z. P. ChajeS, Eduard Deutsch, Professor Dr. S. Ehrmann, N. Hofstädter, Dr. Armand Kaminka, Dr. Arthur Kuranda, Wolf Pappenheim, Hofrat Doktor. S. Nappaport, Oskar Schramek, David Schreiber, Löbl Taubes, Red. Rud. Taussig, Dr. Egon Zweig. (Zahlstelle: Allgemeine Depositenbank, Wien, 1. Bezirk, Schottenring 1, Konto „Palästina-Heimkehrer".) ,'19. November 1919 ^Seite 8' 13 Schreit Leopold Steiiihlirt, Wien, I., Biberstraße 9. 4078/8 .. . ... Maschine« Grüßte Auswahl! Billigste Preise! * Drohende» Streik der Kaffeehaus- und Gastwirtschaftsbelrieve. Wie wir vernehmen, steht eme Schließung sämtlicher Ga st wirtschafte« und Kaffeehäuser in nächster Zeit bevor. Es handelt sich um einen dreitägigen Generalstrerk. den die Gastkans- und Kasseehausbesttzer im Einverständnisse mit ihre« Angestellten als Demonstration gegen die neuen Steuerbelastungen dieser Bltriede, welche in Ausstcht genommen sind, planen. * Verschwinden einer Perlenschnur. Der Fra« Hermine Adler, Gattin des Ingenieurs Viktor Adler. Humboldigassr Nr. 42 wohnhaft, ist am 18. d. M. ein Perlenkollier, bestehend aus 95 Perlen und einer Schließe mrt zwei Brillanten und einem Smaragd im Werte von K 50.000 abhanden gekommen. Ans die Wiedererlangung des Kolliers rst eine Belohnung von X 10.000 ausgesetzt.! * Waren um 200.000 Kronen gestohlen. Am' 17. d. M. wurde ein Waggon, der auf dem Gelerse der Ungari-j schen Fluß- und Serschisiahrtgrsellschast auf dem Handelslar im! Prater stand, erbrochen. Gestohlen wurden zwei große Balle«! und eine Kiste mtt Baumwollstoffen und schwarzem Zwirn im! WertevonX 200 000. f * II. deutschösterreichische Staatswohltätigkeita-, lotterte. Dre Gmeraldirckuon der Staatslottcrien veranstaltet gegenwärtig die zweite demschösierreichische StaatSlottcrie itio WobltätigkeitKzwecke, deren Reimrlrägnis zur Forderung gemeinnütziger und wohltätiger Anstalten bestimmt rst« Dre Ziehung findet am 27. d. M.-ftatt. Im Hinblick auf die humanitäre«, Zwecke erschau drese Staatslotterie überaus sörderungSwÜrdia und rechnet auch dre gegenwärtige Veranstaltung auf daS weit-j gehcndste allgemeine Interesse, welches um so reger sein wird^ als auch die Gewinstchancen (Haupttreffer eine Vlertelmilboch Kronen) sehr günstige sind und der Lospreis von X v — ein relativ sehr mäßiger rst. Lose dieser reich ausgestatteten Lottert sind, soweit der Vorrat reicht, t« Tabaktrafiken. CottofoflfftumtJ bet Geschäftsstellen der Klassenlottene, dann in Wechselstuben, bey Postämtern, Sreuerämtcrn, Bahnömtern usw. erhältlich. i * Internierung Bettelheims in Karlstein. Dev ungarische Kommunistensührer Dr. Ernst Bettel heim wurde vorgestern von der Polizer in seinen Jnternieruugsort Karlstein überführt.! * Nachschau in Stundenhotels. Organe des Sittenamtes der Polizetdirektion hiellen in den Stundenhotels „Dresden , „Stadt Wien* und Weintraube", sämtlich in der Leopvldstad^ Nachschau nach unkontrollierten Prostituierten. Es wurden daber achtzehn Mädchen, darunter zehn Mindetjährige, aufgegrtffen, ton. denen zehn, darunter fünf Minderjährige, als ge-l s ch l e ch t s k r a n k m das Frauenspital in Meidling ab«j gegeben werde« mußten. Die Ernährung. Belgien fördert die jüdische Nückwanderung. Das Londoner jüdische Korrespondenzburea« meldet: Die b e l g i s ck e Negierung e r l e i ch t e r t den Juden^ die in den ersten Monaten des Krieges das Land verlassen mußten und zumeist nach Holland geflüchtet warm, die R ü ckkehr nach Antwerpen. (Bekanntlich liegt die sür Belgien so bedeutsame Diamantindustrle Antwerpen m jüdischen Händen. — Es ist lehrreich, wie sich andere Staaten den jüdischen Flüchtlingen gegenüber Verhalten, selbst wenn sie n>cht so darauf angewiesen sind, die Hilfe bei alle» eivwandernden Elementen zu suchen.) Die Ernahrungskatastrophe. Amtlich wird mitgeteilt, daß infolge der Transpvrtschwierigleitcn in Deutschland die Hamburger Lieferungen aus Rotterdam nicht eingehalten werden können. Das Triester Getreide dürfte abtransportiert werden können. Die Gemeinde Wien und die Produktivgefellschaft der Wiener Fleischselcher. Der Gemeiiiderat hat in seiner vertraulichen Sitzung beschlossen, das Anbot der Produktivgesellschaft der Fleisch-- selcher betreffend die Errichtting einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zum pachttveisen Betrieb des Unternehmens der Produktivgesellschaft unter Beteiligung der Gemeind« Wien mit SO Prozent der Ltammeinlage von 950.000 Kronen zu genehmigen. * Vortrag Dr. ChajeS. Donnerstag den 30. d. M. um 6 Uhr, abends svilckt Herr Oberrabbiner Doktor Z. P. C h a j e s im Festsaale des Niederosterreichischen Gewerbe- Vereines, l. Eschenbachgaffe 11. über das Thema: „Die a l t j ü d i s ch e Schul e". Restliche Karten bet R. Löwit, l., Noteniurmstraße 22. * Hebräjscher KonoersatlonsKlnb. Freitag den 2l. d. M.. K llhr abends, findet tm Lokale der Bereinigung jüd. Erportakademiker, II , Taborstraße 1, die erste Zusammenttmit des von den gefertigten Vereinen gegründeten hebräischen Konversalionsklubs statt. Gäste flicbräisch sprechende oder vetstehende^, willkommen. „Jabne", „Lese- und Redehalle", «Vereinigung jüd. Ez-portakademiker". * Freie Aerztestellen. Im siädtischeit Gesundhei'tsamte gelangen vier bis liinj Aerztestellen für ArmenbcHandlung und Totenbeschau imt Bezügen der siebenten Rangsklasse der städtischen Angestellten zur Bcsetzima. Die entsprechend belegten Gesuche sind bis 15. Dezember, beim städtischen Gesund,heitsamte zu überreichen. * Tod des Laryngologen Professor Onody. Aus Bndavest wird uns telegraphiert: Der berühinte Laryngologe Universitätsprofessor Dr. Adolf Onody ist im Älter von 63 Jahren heute gestorben. * Hofrat Stulrart. Das Leichenbegängnis des Hosrates Moritz C tukart findet heute den 19> d. M. um 11 Uhr 20 Minuten vormcktags von der israelitischen Abtttlnug des Zentralfriedhokes ans statt. * Vorbereitung des jüdischen Stnvententages. Der Jüdische HochsckulanSschuß hat beschlossen, eine Reihe van Bcrsnmmlungui vor dem Studeiilcnlag abn,halten, um die Berhandlim-ett dks,Stud:ntentages auf ctticai höheren R vcau halten zu könne». Die Versammlungen werden von den einzelnen Aemtrrn tRcferaten) eivbetulen werden. In diesen sollen sämtliche Angelegknheiten im Emzelnen durchbesprochen werden. Die erste Ver-ammlung wird vom Wirtschaft^- und Fürsorpeamt einl erufrn. und zw.tt.f ü -.Freitag d e n 21. d. M., 8 U h r n a mittag s, ins Anatomische Institut, Hörsaal Tandler, Mhringerstraße 13. Der Marktbericht. Nach dm geringen Vorräten, die heute auf den MÜrttm pt haben warm, herrschte stürmische Nachfrage. Die GrÜnwarenmLrkte waren nur insoserne besser versorgt, als Kraut m großen Mengen ankam und auf dem Naschmarkte auch etwas Gärtnergemüse zu haben war. > Die billigeren Acpfelsorten, die heute etwas reichlicher Mgefühlt waten, wurden unter Anstellnngen rasch ausverkaust. , Die G r o ß m a r k 1 h a l l e vet fügte nur über ein kleines Quantum Würste. Auf der Geflügelabtrtlung wurde ein kleiner fasten Gänse und Enten, daS Kilogramm zu 8 55.— und 60,—, verkauft. , Um die F i s ch m ä r k t e war es heule sehr schlecht bestellt. Zu hohen waren nur gesalzene Schellfische zu K 18.— und ganz kleine Karpfen zu L 24.— das Kilogramm. Fleischausqave in Wien in der Woche vom LS. bis 26. November ISIS. Vom Staatsamre.für Volksernährung wird'vcrlautbari: j In der Woche vom 19. biS 26. Novkmber 1919 wird in Wien an die Haushaltungen an Stelle von Gesricrrindfleisch Corned-Bras im Ausmaße von 8 Dekagramm pro Kopf abgegeben werden. Der Detailpreis beträgt 84 Heller Ptv Dekagramm. , Der Verkauf von frischem Kalbfleisch eifolßt nach Maßgabe der Anlieferungen. _ Erhöhung der Milchpreise. Die bevorstehende Reorganisation der Milchaufbringung soll anfangs Dezember in Kraft treten. Der künftige Mllchpreis wird sich auf ungefähr vierKronen für denLiter stellen. I Kartoffelabgnb«. Mittwoch bis Freitag werden nn ttlj bis VI. Bezirke ausländische Kartoffeln zum Preise von K 4.70 pro Kilogramm gegen Abtrennung des Abschnittes „U" und det vorhergehenden Abschnitte der Kartoffelkarte pro Person V, Kilogramm abgegeben. j Die Kinderzubutzen. Wie amtlich mitgeteilt wird, werdm die Zubußen sür Kinder im Ausmaße von 1 Kilogramm Mehl oder Grieß in diesem Monat zur Ausgabe gelangen. . .—--- - ■ ... J Bereinsnachrichten. (NachrichtenvonVer einen e r s ch e i n c u a u snahmslos nur amTageder Veranstaltung.) Heute: t Jugendgruppe der zion. BezirkSsektio« Brigittenau. BeremSabend. Dr. W e i n r e b: Rezitationen aus Schalom Asch und Perez, ferner wichtige Mitteilungen. — Verein der Chemiker-Koloristen, Verein Oesterreickischer Chemiker. Um 6 Uhil abends im HöAaale für Chemie der technischen Hochschule Vortrag Jng.-Chcm. Max Becke: Ueber das Wesen der Farben und des Farbensehens. --Zionistische Bezirks« sektion Währing. 6 Uhr abends, Sitzungssaal der israb« litischen Lkultttögemeinde, XVItt., Schopenhauerstraße 89. Besprechung lHeimabend des Jugendbundes. 7 Uhr abends, Vortrag Paul Josef Diamant: ..Jüdische Volksgemeinde oder Jsrav liistch-deulsche Kultusgemcinde". — Arbeitskurs der zion. Vertrauensdamen 'Rrferenlin Frau Nanny Mar« gnlieS) '/,6 Uhr abends im Jüdischen HochschulauSschuß, IX, Alserstraße 98. _ Briefkasten der Redaktion. . Zionist. Bibliothek der Israel, KultuSgemeinde, H„ Fe» ,i dmandsiraße, Ecke Trmpelgaffe.

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