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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-18 · Heft 297 (18.11.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 297 (18.11.1919)
Date
1919-11-18
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite -Z- - Wien. Dienstag ", ■»m-X'JVr-» I . " ...—--—— Staatssekretär Lansing im Senat fcstgestellt hat. baß vo» Me» 14 Pmrk<» in Versailles kaum die Rede tzetvesenssei. Wilson hat erst in Paris von den VernichiungSvErägen Kenntnis bekommen, die die Entente umter sich abgeschlossen hatte. Ec hat vom Londoner Vertrag Mit"Italien nichts gewußt, n'cht einmal etwas lcher .M AbrWchnngen zwischen Fr-.nk.eich und Ruß-. ländl icher bie Lostrennung Elfaß-Löthringens und des fSaargebieteZ. Zu dieser Ahnungslosigkeit ht eüväpäifchen Berhaltnisen habe sich noch das angelsächsische Borurteil gesellt. Das seien die Züge des GefichM/die uns erst später er!e:;n;üt geworden seien. Ich, . sagt, Medner, habe es bereits in dsr Botschaft, wenn auch ver'ch leiert, gesehen. Vorsitzender Gothein erklärt, ein großer Teil der DefsentlichkeiL und der Presse, auch Czerni» und T'sza» . haben in Dilfons Botschaft dine brauchbare Grundlage gefunden-, •' . . Goihein: Helsserich hat erklärt, Amerika wäre auch ohne den uneingeschränkten U-Vootkrieg in den Krieg rnjt Deutschland eingetreten. Pernstorff: Ich habe natürlich gewußt, daß\ Wilsoch Md die amerikanische Oeffentlichkeit uns nicht freundlich-gesinnt waren. Unsere Ansichten gehen nur insoweit auseinander, wie wir uns gegenüber dieser Unfreundlichkeit hätten verhalten müssen, und ha war ich der Ansicht, baß es nur eine Möglichkeit gebe, die Vereinigten^ Dtaaten aus dem Kriege herauszubringen, nämliche: ihre Vermittlung anzunehmeu. -Hätten wir das getan, so hätte Wilson den Krieg gegen uns g§r nicht eröffnen können, selbst wenn er gewollt hätte. Bethmann: Die Aussage des Gmfen Be nstorsf ist von ausschlaggebender Bedeutung. Er meinte, dag Amerika vom Eintritt in den Krieg gegen.Deutschland nur hatte abgehalten werden können dadurch, daß wir die amerikanische Friedensvermittlung annehmen. Das wird stimmen. Wilson konnte einen Krieg gegm Deutschland nur vermeiden, wenn er den Frieden vormittelste. Nun kann man jetzt überschauend ja sagen, es Äpde besser gewesen, wenn wir uns in die Hand von Wilson gegeben hätten, obwohl nach meiner Meinung auch der-Eintritt .Amerikas in den Krieg es nicht notwendig^ gemacht hitt, daß wir zum Frieden von Versailles , kamen. Wir hatten dem Präsidenten am 30. -JLN'.ier telegraphiertdaß wie den U-Bootkrieg sofort einstellen würden, wenn Wilson uns brauchbare Sicherheiten für eiyen. annehmbaren Frieden in-di« Hand geben wütde/Märe Wilson in seinem Herzen bereit getyesen, der Welt den Frieden wieder zu geben, was hinderte ihn daran,<irn^r Telegramm vom 30. Jänner wenigstens zu beantworten? Und wo war die deutschfreundliche Stimmung in Amerika? r Helsserich mit einer Ordnrm-gLstra'e blgt. - An s der heutigen Nachmittags'itzung des UntcrsuchunIsausschusses wurde zur Erörterung der wirtschaftlichen Fragen geschritten.' Dr. . Helsserich erklärt, eine Zeugnisverweigerung seinerseits liege nicht vor, und verweist auf seie heutige Erklärungworin er den Weg gezeigt habe, wie die Verhandlungen weitergehe» können. Der Vorsitzende erklärt, er könne nicht zugegen, daß Helsserich vorschreibe, welche Wege der Ausschuß zu gehen habe. Hieraus gibt der Vorsitzende bekannt, der Ausschuß habe/beschlossen, Helsfer'.ch wieder ikr die höchstzuläs jige Strafe pön 300 Mark zu nehmen. Helsserich erhebt dagegen Einspruch. Die Einvernahme Dr. Helfferichs wird sodr nn fortgesetzt. Auf die Frage Sinzheinrers, ob Helsserich die Auffassung des Admiratstabes betreffs einer zeitlichen Fixierung süc Len U-Bootk ieg übe Haupt sü.' n ö lichgeilten habe, erwidert Helsserich. er habe die ^ch mache Hofsnung gehabt., daß die Niederringung his 1. August gelingen könnte, aber die Sicherheit habe er nicht gehabt. , Abg. Schücking weist daraus hin, daß man in Oesterreich-Ungarn zuerst gegen den U-Bootkrieg war und erst nachgab, als Holtzcndorsf erklärte, England werde damit sicher zum Frieden gezwungen werden. Drt Zimmermann: Ich nahm damals an der Kvo^rratltzung in Wr » m:i Holtzendorff teil. Dieser trat warm für den U-Booikrieg Än und erklärte, wir werden England so weit bekommen, daß es auf den Frieden eingeht. Noch lebhafter als-Holtzenbor ff, trat Admiral HauS für den U-Bootlr'.eg ein. Auch General Conrab von Höhendo r f war für den U-Bootkrieg, dagegen äußerte Graf Tis za Bedenken. Zum, Schluß der Sitzung erklärte der Vorsitzende, der Ausschuß stehe nunmehr am Abschluß der Vernehmung Dr. Helfferichs. Morgen werden GenerqfseldmarsckM v. Hinb enburg und General Ludendorff vernommen werden und dann werde in den Sitzungen des Ausschusses eine längere Pause eintreien. Omsk von den Roten Truppen erobert. Paris, 17. November. fFnnkspr. des Korr.-Vur.) Die Sowiettruvvrn haben OmSk genommen. Die Dertrettt der a»,irrte. Machte haben sich nach Irkutsk &egebe«. K^tscha.k hat sein Hauptanartier in TutzrSksj», löst Werst östlich voo Omsk, ausgcschlage». Wiener Morgenzeituug * Inland. Revision -e^ Me>en?VLrtraieS? Wie wir gestern gemeldet haben, ist im amerikanischen Senat ein Vorbehalt gegen das Völkerbundstatuk an-e '.ömmen worden, der für die Zukunft ein Abweirhrn von der Monroedoktrm nach der negativen Seite h'n unmöglich machen soll. ES soll verhindert werden, daß Amerika jemals gezwungen wird, in die in 'e en A me'ege hei en anderer S aaten einzug e" n. Wei'er wurde e'n Antrag angmommeu, wonach Amerika auch mit Staaten. die nicht dem Völkerbund angehö.en. Handel: bevieh ungen un erhalten darf. Schließlich hat derSenat beschlossen, die. Abtretung desSchantnngaebietes. den China au Jappn nicht zuzulassen. Diese Beschlüsse bedeuten vielleicht eine Wendung in der bisherigen Entwicklung der gesamten Politik, wie sie sich nach dem Wäsfenstillstand bis heut« vollogen has. Die politischen Konsequenzen der Se..achb.schlüsse las/.n. >ich heute noch nicht übersehen, es ist aber die Annahme nicht von der Hand zu weisen, daß der Friedensvertrag, so wie er in Versailles, respektive in Saint-Germain diktiert wurde, nicht, ausgcsührt werben wird, obzwar ^er inzwischen von einer ganzen Reihe beteiligter Staaten ohne Aenderung ralisi-iert worden ist. Möglicherweise stehen wir bereits am Begiürr einer we'itgreisende.nReöision tc5 F.ie ensvertrages. Wir haben am 28. September ausgesührt: „Esgibtnuc einen ein'igenWeg, der aus dem Chaos hin vusführt: die Revision des Friedens- Vertrages. Je friihrr man sich dazu entschließt, um sv leichter könnte man die außer Rand und Band geratenen Dinge in eiice vernünftige Ordnung zurückzwin'.en. Und die Initiative zu diesem Schritt könnte nur Amerika ergreifen, das von den WahnsinnsexZefsen, die die alle Welt unheilbar verwüsten, frcigeüliebeu ist." Amerika schickt sich nun in der Tat an. eine neue Diskussi n i'u. er den F.ie' enrvertrag, dessen Schäden bereits aller Welt offenkundig geworden sind, zu beginnen. Diese Diskussicn würde, wenn sie ernst geführt wird, viel dazu beittagcn.' das Selbstbestiniinungsrvchk der Volkers das bisher nur Phrase geblieben ist, i» bi* Tat umr.usetzrn. Es wäre auch dadurch Gelegcnh-eit geibo en. die jüdische Frage in ihrem gan'en Umfa!g und im Zusammenhang mit dem Friedensvertrag zu besprechen und ein« klare Definition der Bestimmungen über den Minderh-ci.sschutz zu erzielen. P ^rteitag der Wiener C^rrftttchsozkalen. SamStag und Sonntag hielten, wie schon gemeldetdie Wiener christlichso'.ialen Parteiorganisationen im Saale der Bäckeroeiiostückchaft in der Floria'n"assL den fünsten Parteitag ab. Der Parteitag wurde dom Abgeordneten Doktor W e i S t l r ch n e r mit einer BegrÜLUnZraniprache erLfjnet, in der er einen kurzen Rückblick aus die Ereignisse seit dem letztm Parleitag tvars. Abgeordnetem Dr. Mataja erstattete einen Bericht über die Tätigkeit der Partei "in der Nationalversammlung. wobei er das Verhalten der Partei begründete und rechtfertigte. Landeshauptmannsteltvertrelrr Steiner erstattetden Bericht über die Tätigkeit der Pattei in der niederösterrekchischen . Ländesversammlung. Abgeordneter Gemelnderat Leopolr?Ku n s ch a k beri htete ül!er die Tätigkeit der christllchsozialen Vertreter im Wieirer Gemeinderate. Er begründete, warum die christlichsozialen Vertreter sich genötigt gescden haben, zstr A b s e n p o k i t k l fir’(,rtU''cf,cn und den Beratungen im Rathause fernzubleiben. Der Redner gedachte insbesondere der . ganz »n.u.ängiichrnVorsorge«- der Gemeinderatsmehrheit für den Winter, verwies auf dis kopflose FInan'polilik d:ü Sozialdemokraten, die zu,einer Steueranarchie führen werde, und beleuchtete die kostspielige Demonstration der Straßennmtause. -,Äer Tag," schloß der- Redner seinen Bericht, „wird' und muß kommen, an welchem der Unmut der Bevölke rung diese Gemeindevertretung hinwegsegt." Sodann wurde eine vom Parteisekretär Abgeordneten Schönsteiner beantragte Evtschlirßung einhellig angenommen, in der es unter anderem heißt: Der Parteitag erblickt in der mit den^ sostaldenrokratischen Abgeordneten in der. Nationalversammlung abgeschlossenen Koalition eine schwere Belastung der chrhc ich jo, iu len Partei, auecreunt jedoch, daß der Abschluß der Koalition «inen letzten Versuch darstillt, dar Vaterland vor dem drohenden Ruin zu reiten. Der Partcktag legt gegen die Auslieferung der Gemeinde an den Kreis arbeiterrat nachdrückiühst Derwghrung ein und fordert die Wiederherstellung der uneingeschränkten S e l b st v e r.w ä l t u n g durch di« freigewahlten Vertreter. Ter Parteitag verurteilt die höchst Msostale und de» wirtschaftlichen Wiederanfbau Wkdns aus, das empfindlichste be-> drohende Steuerpolitik der sozialdemokratische» Rathaus Mehrheit. Ferner wurde eist Zusatzantrag de- Delegierten Meidlknger an'-e-v-men, worin ..die Bestimmung des Friedensvertrage-, die D e ü t s ch - W e st u n g a r n Deutsch« österrcist 'n'vrl >t. l«."-ü;t u id di' Ec!'.-- in,' wird, daß Dqutsch-Wesiungarn ehestens Deutschösterreich als gleichb're.ytlztes Land aUgrgliedert werde." Nachmittags trat der Aart-'itna in die Beratung de- Programms der Wiener christlichsozialen Partei ein, da» vom Abgeordneten Uniocriitälsprofessor Dr. Seipel vvrgelegt wurde. Sofort, nachdem die neue Verfassung in Rechtskraft getreten sein wird, sei ber bisherlge Wiener Gemeinderat . aufzuldsen. An feiner Stelle soll eine konstituierende Ge.lieln^ecersamm.uag gemäqlt .werden, die eine der Bundesverfassung angetz»ßi« Stadtverfassung zu beschließen habe» wird. Nattonalversamms»«-. H'ute naLmulasS nimmk dre N « 1 i o n a l v e r s a m ml it n g wieder ihre Plenarsitzungen aus. Auf der TageSordnuna ütbrn die K r e d i t o v t r a t i o n t der F nanzvelwaltung ivwu das P r r ß g e s e y und daS F o u r n a 1 i Ü e n rech 1. Die erste Lesung dieser br.den Bockagen must aus Veckange» de- Abgeoidnrteu Austerlitz staitkinden. Du nächste Pkrnarsttzung »nd am Ftt.t»- rusnmmenNelen, /Die Seston soll tz,S Veihnschmi dauern «»d anch dm F i n a n z p l a u sowie die! B e r f « > s »i: fl % x«j t r -nt rt!ed«Sr». 18. November L9lS Nr. 297 Telegramme. D'.e Entwlrrungsaktron Sir Clarks tit Ungarn. Die Ententö droht Friedrich. Budapest, 17. Nyvember. Das Ungarifche Teleßraphen-Korrespondenz-Dureail' meldet: Heule nachmittags fand eine, interparteiliche Konferenz statt, in welcher Sir George Clark eine umsangr^iche ErksZrung verlas. Die Erklärung betont wohl, sich die Entente in die inneren Angelegenheiten des Ländetz nicht emmlfchen wolle, enthält aber Drohungen für den Fall, als. die . g e g e n w ä r 1 i g e Regierung den 9# ü ns che n^ der Entente nicht w i l l f 8 h r t. Bon den 38 geladenen Politikem ergriffen viel^ das Wort und alle betonten die Notwendigkeit eines Einvernehmens mit der Entente. Die Vertreter der chystlichen Parteien wiederholten die Versicherung ihrer' Anhänglichkeit zu dem - Ministerpräsidenten Stefan F r i e d r i ch und äußerten den Wunsch, dich in Angelegenheit der van -Clark verlesenen Erklärung eine Ministerberatung entscheiden möge. Clark und die' Konferenz stimmten dem zu. Hierauf wurde die Konferenz heule abgebrochen. Morgen^ wird in den Mittagsstunden ein Minister rat staltfinden. welcher zu' den Förderungen der' Entente Stellung nehmen, wird und, hierauf wird nachmittags die interparteiliche Beratung bei Clark fortgesetzt werden. ' Parlamentswal)1en in Ungarn. Budapest, 17. November. (Meldung des Ung. Tel.-Ksrr.'Bnr.) Die Mitglieder der Regierung der-- sammelten sich heute Um 19 Uhr vormiitrigS zu eiwem M' ate. in dem einstimmig be'chbosjen wurde, die Wahlen zur Retionaweri.aiumlu.ng auszuschreiben.^ Der Minist., at h-it'die allgemeinen Wahlen zur Natio-. nalvcrsanrmlung auf den 21. Dezember für das ganze un'e'etzte Gebiet des Pc'ndeS aüsge'chrirüen. D'.e Na ion' lvcr'awmmng wird am 3. JannLr^ 1920 zusaminentreten und ihre Funk ionsdauer ist mit^ zwei Jahren bemessen. Die Wahl in di« Nationalversan:m?'.ng er'ol'gt aus Grund der Be^irkseinbeilung des Wahlgesetzes vom J'chre 1914. Wahlberechtigt sind alte ung rischen S aa Shü.ger und S aaLsl: ürge:innen, di; das 24.' Lebensjahr überschritten haben. Bei dew Frauen ist des Wahlrecht an die Kenntnis des Lesensuvd des Schreibens in irgend<;i:ier in Ungarn gebrauch-/ lichen Sprache gekuüpst, Mind e rjührize Münner. |tub ebenfalls wahlberechtigt, wenn sie vor dem I.No-s vcn.Ler 1918 mindestens 12 Pochen lang auf dem > Kr'.^sschauplntze/ Frontdienst geleistet hoben. Das. passive Wahlrecht ist an das 30- Lebensjahr geknüpft Der Wahltag itt Italien. Mailand, 17. November. >Steiam> Der Wahlkampf ist in ganz Ikalun. r u b « a v e r l a u s e n. BiS jeyr lrrpcn roik, keine endi'ülNftrn Era»'bn>sie vor. In Ma'land betrug die Wablbrte'l'guna e n»a 70 P.v'.'M der WLHlerschajt. In R o M scheinen die K a l holl k e u die M a j o r 11 & t errungen» zu haben.??ran^yfi5che Wahlresültste. Paris, 17. NovenrVer. (Agence HavaS. ) Die Wahlen in Frankreich find uyter ziemlich starker Beteiligung verlause». Leber Lie Stärke dcr einzelnen Parteien lässt sich genaues noch nicht feftstelleu. Soweit bisher bekannt, sind gewählt: Millerand, Briaud, Tardieu, Ebrami, Franklin Bouillon, Andre Lesevre, ber Bolschewik Alexandre Blaue und Loucheur.' Die polnische Botschaft in Washington. . Wi* aus War l ch a g -tklkplaphiert wird, ist das Personal der polnischen Bonchasi bnenS m Washington e r ng e t r o s s e n Die Mnpl tder wurden von dem SlaatSsekretär W i l l i a m B h ' l r v v S in Bkrtreiuna des abwr'enden Siaatss^rtt'irs Vanüng empfangen. Dw Geiandtschast hat ber>.itS ihre Täugkelt bcjzonnt«. - Tagesbericht. P ■■ ■ ■ , ' Winter. Der Winter hat den Kalendertermin nicht abgewartet und sich mit einem Frost eingestellt, der nichts' Gutefür die un'ureichend beklci>te, kohlen- und nahrnngSlose Bevölkerung verhetzt. Zwar werden aty seit Wochen mit hoffnungsvollen Berichte» aus allen^ .Weltgegenden überschwemmt; angeblich, sind überall Kommissionen, ztvnscrcn'en und Komitees elfrig bemk.ht, den verzweifelnden Bewohnern Wiens beizustehen, aber bisher sind den papierenen Beschlüssen kein« Taten gefolgt. Un'ere. Regierung kann für di« Zustände kaum verantwortlich gemacht werde». Sie hat, die Gerechligk.'it mizß es feststellen, mit den Fest- und Fe!.'r.a5:n, Sir ßenun den nnu'f,en. Pa teien onse.enzen und 1er Herstellung republikanischer Lesebücher all« Hände voll zu hml Sie kan» am Ausbau der Einrichtungen, ble sie republikanisch nennt, voll engagiert; die Ideen frage unmöglich der Magensrage unterordnen. Daß sie auch an dieser nicht eichttoS vorübergeht, be« weifen Ne rührenden 'Hils-rufe, die mit anerkennsnswerter Präzision täglich in die Welt per Fimkspruch ansgesendet . werden. Die - F-rderung Amerikas, die Länder zur Verproviantierung dex hun-gernden Zwei»; milltaneHadt heran üziehe», wurde von djese» mit einer verfchärften Blockade der mißliebigen Haupt« stadt beantwortet. Die Negierung hat so etwas wt« eine» schüchterne» Erlaß getze» die Eigen Mächtigkeit^ » -

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