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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-18 · Heft 297 (18.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 297 (18.11.1919)
Date
1919-11-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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M. VST «Breit, Drensmff Menev Mor-en-emr«E der Länder h-rausgegesien, welches SchriftMek von den ^andesrnachthabern mit ironischem Gleichmut «d uctn »gelegt wurde. Wenn wir -auch nichts zu -essen und zu heiKLn haben, ist in anderer Hinsicht .dennoch eine bemerkenswerte Rührigkeit konstatierbar. Die deutsche Jugend Wiens lechzt nach Waffentatem .Slsistatt .««• freien Tagen Hölz für Spitäler zu schlagen, sucht.sie arische Kulturarbeit am Franz Josefs-Kai verrichten. Ihr ist ein gezupfter Judenbart lieber, als ein gerettetes Menschenleben. Wotan ist ihr Wehgeschrei^ wenü sieanstatt aus wehrlose.Greise zu stoßen» hatrosrsten-.Mli-. Asten begegnet. ‘J.:, 7; Wien im Elend. Trotz Menschcnleid und. KMdexsterbsn, feiern Chauvinismus, Unfähigkeit, Wucher, Bauerugier und KWngeltnm eine tolle Orgie. Der, neue , Geist hat sich mit freut ulten Geist innig koaliert.: Politisches und wirtschaftliches Schieberium'treiben, das Wrack dem Abgrund zu. Die WvhnmrgsanfordeVNnge«. y' Dom 27. Oktober bis 2. November wurden im Wixner Stadtgebiete 225 Wohnungen und 39 EinzelivotmräursieTangefordert. .Davon find 134 kleine Wohnungeh, 54's Mine Mittelnwhnnngeu, 18 große Mitteltvohnungeu ÜW Illntzrigße Wohnungen. Die Anforderungen sind in ReHtSkräft ertoachsen bei 96 kleinen Wohnungen. 25 kleinen, Wlttelwohnuntzen, 13 großen Mitteltvohnungen, 8 gry^en Wy.hhun-' gen. und 13 Ecnzelnwhnräumeir. In der genannten, ^eit würden auch drei Hotels angefordert. Das Hplel Duü.gl .im ' 1. Bezirk wird zur Unterbringung der ärnerikanifchen Äusspeiseaktion verwendet werden. Das Staatsorrrt sitr'Hcer- Men hat angeordnet, daß die in der RostaMkaserhe. fimllicherr Truppen in einem Drittel derselben untergehracht werden. Die dadurch verfügbar werdenden NäumlrckMten werden für Notw o hnungeu herangezogrn Md wird ein '.Teil derselben in Bälde zu bezie Heri7 sein.< Die bereits fteigemachte Gardeinfauteriekaserne in der Loschenfpifrerstraße wurde dem Zentralverbande der ,KriegMöhen zugewiesen. ' Das Wohnungsamt der Stadt Wien hat das Stirndenhvtel „Neub au" angefordert, welche , Anforderung - aych'A n Rechts kraft erwachsen ist. Der Besitze^ diesesHotels hat. sich bereit erklärt, gegen Freigabe des Hotels „Neubau" bps ihm gehörige Hotel „Sonntagberg" dem,- Wohnüngschnte' zur Verfügung' zu stellen. Der Stadttat hat diesem Anerbieten mit Rücksicht aus die schwere Beschaffung? von Brennmaterial und mit Rücksicht auf die Approvisionierrmg der zu Be quartierenden keine Folge gegeben. .7 ' D«s friere«frs Wie*. Dis gefürchtete Winterkalte ist nun ernstlich da. Eisig weht der Nordwind durch die Straßen, mit verhaltenere Äwm eile« die durchfrorenen Passanten aus den kalten- WvhutÄumen in die nur wenig wärmeren Benrssräume./ Vorläufig hat es bei uns nur ein feinkörniges Schueegeriesel gegeben, aber wir haben bereits mehr als einen Vorgeschmack von dem bekommen, was uns vielleicht schon in den nächsten Tagen droht, wenn wir, die völlig Unterernährten, , nicht bald, Kvlz und Kohle bekommen. . - - Von Kohle wird fast garnicht mehr gesprochenes existiert beinahe kein Vorrat mehr, er ist, bereits aus einen »roch nicht dagewesenen Tiefstand gesunken.-:. > - Das Elektrizität swer k erhielt am Samstag freu 22. Teil seines Verbrauches, die Situation für die Industrie sind den privaten Haushalt gestaltet sichgeradezu chäta strophal. Von den privaten Haushalten erhielt etwa ein Drittel seinen S i e b e n ° K i l o - H a u s b,r a n d, 77 .Der überwiegende Teil ist auf Holz angewieM», aber hie Gemeinde Wien ist außerstande, bas sichergestellte Kontingent nach Wien zu bringen. In dieser prekären-Lätze Mt sie mit den Holzhändlern ein Uebereinkonims« getrpfM, welche das Holz nach Wien schaffen. Dafür mutz cchey'die- Mmeinde ihnen 30 Prozent zur freien Verfügung über» lassen, während die restlichen 70 Prozent an die Gemeinde Mzuliefern sind. Dadurch wird natürlich eine Verteuerung des Holzes herbeigeführt, weil die Händler bisher bie'Hälftebes Holzes nach Wien abgeliefert, wofür sie für.däs.Mli>- siramm 24 Heller erhalten haben und jetzt der Uebernahms-. .prerS auf 40 Heller erhöht worden ist. 7, '" 7 1 " Dieser erhöhte Uebernahmspreis.wird natürlich Kleinhandel zum Ausdruck kommen, und zwar wird h a r t e S Holz, verkleinert, das 5kilogramm zu '72 H'eMer, , w,e t che s Holz, v e r k l e i n c 11, das Kilogramm-. zu Bst.Heller verkauft werden^ Dabei kommt noch in Betracht, daß beim Verkauf des freien Holzes für das Verkleinern und Zustellen gewisse Zuschläge festgesetzt werde«. - - ' Die N§»ara§i»»skonr«nssisn und dir K»hlenfr^r7 ,7- Die Neparationsiommifso« hat gestern vormittags7ihre Erratungen über die Lösung der Kohlenfrage fortgesetzt. Am Samstag wurde die tschechische S t a t--i st'i k i.enttzegeugciwmm^il und von feiten der Tschechen ^WPerte -D ur ich, von r-nserer Seit- Sektionschef E n-d"e'pM'Hnd. Höfrat Kloß befragt. 7'.'7-7, 7 i 7 Das tschechische Exposä betont die Schwierigkeiten., in Her. Förderung und in dar Waggonfrage. Zwischendesn Quantum, das die Tschechen liefern wollen und ' uststven cW^uinlalforderttngen besteht gegenwärtig noch eine7 tzpoße Differenz. -- -7---'.^'7 - / '-.Im Laufe des gestrigen Vormittags hat die Reparntivvskommi-sion das tschechische Memorandum «ochmals7-seiner -Peuanen Erwäwtna unterzogen und diö . Wä'Wych-' 7a ü sh ilfe, die Deutschösterreich zu gewähren wäre, - * -he« '.sprachen. Schließlich wurde borgeschlagen, daß ' fürdie; künftigen Belieferungen ein gewisses Quantum. Kohlen so)me chke -zur'Beförderung dieses Quantums nötigen Waggons und Lokomotiven von der Subkvmmission garantiert werden .teilten. ' -r' ' : ‘ Aus dem erwachenden Brrdapeft.? ' Jsi der siebenten Klasse des Bndaprstkr D!ädchenLh,nrrasAMs m‘der Pratrrgasie bat die Lllneun der ungarischen Sprüche.'die Würdigung der zwei ersten Strophen des ungarischen NMvycrlllches ,SzvDt" als Thema der Schulaufgabe hestinmit^! Wer Zttdiiche Schülmnnen ersuchten hierauf um tt« anderes Mrm» -utü du Begründung, daß sie oegenwattig. wo ihre Di über in Tiansdanubisn den größten Bmolgnngen ausge'etzt setcn^^nicht sn der Snmmnnfl seien, über das bestimmte Thema zu.'schrecheu. Me Lehrerin erstattete die Änzeige über den Vorfall dein, Mrtchver des Gymrlasilums, der dce vier Schülecümen kurzerhand gus st t i t n Schulende sLa« des relegi e r t hat. Aus Anlass des Einrmes der Weißen Aimee in. Budapest fanden in iämtlrchen Eynagvgm D a n k g o t t e s d i e n st e. staü Ungar sche Ässistenztlupven.. d>e s»«enannte Brackialgefoalr. drangm unmntelbar nach Abiug der Rumänen^ in der> Ltecht vbm 12. mm 13. d. M. m8 Budapester jüdische Gemeindöbchls ein, wo sie wie Bandalm hausten, isuttr anderem die Eimichlung zerschlugen Md werwoöe Papiere und Mfzeichnungm ver- .uschtete». . Zionist. Sektion für die westl. Bezirke Wiens VI., Mnriahiirerstrasse 75 (Amerlingstrasse 19), Hofstiege, Mezzanin. Kdtlfe pr&zise Vs7 Uhr abends, im grossen Saal des lyvIUtf Gasthauses „zurGleckc“, VII.,Neubaugasse 5 INsmitvmsiMUmg fiidiscfrer EHirgcr n»d Trauen. Tagesordnung: Unsere Arbeit im Dienste iss JStieninms. REDNER; AbKeordneterTnp.Robert Stricker Gesieinderat, Dr. I e»p#Icl Plasclikes, Dr. Adolf Brmidi « Der Bezirksrat filr die westl Bezirke Wiens. Aus dem »Bester Lloyd" (13. November^ erfährt man, daß die ..wackeren Beureter der Budarester Brachi-ckgewakt die Menschenleben und das Eigentum nachhaltig m ihren Schatz ntemm und in unser etwas in Belwinung geratcueS Sti aßerütben einige Ordnung bringen werden." Direktor Julius Blum gestorkeu. Der Präsident des Beiwaltungsrates der Ocsterreichnchen Kreditanstalt für Handel und Gewerbe Jul us Blum ist gestern M'ttaps nach langem Leiden tut Alter von 76 Jahren in seiner BcÜa in Hietzing verschieden. Julius Blum ,hat sowohl auf volttsichem als auch sinanztellem Gebiete eine hervorragende Tät'.gkeü entsaltet. Im Jahre 1862 trat er m den Dienst der K r e d r t a n st a l 1 bet icrett Tricster Filiale ein. Schon lmze Zeit daraus wurde er m dre Bepräiemander Filiale w Alexandrien und deren Agentur m Kairo delegiert. Als die Nkpräsentanr der Kreditanstalt in die von ihr gegründete A u st r o - Aegyprische Bank auiging. war tbm ene Aera reiche Erfolge drschüden. Nach , der .Llgmdaiion der Austro-Aegyptilchen Bank trat Blunl in das äghvti'ckc Füranzministermm rin, rückte zum Unter staatssekrrtär vor und. fernem tatkräst'.gen Emgrersrn war es mri uverdanlm. daß der Mrßw'rtschaft m dcn ägypnschen Finanzen ein Ende geletzt wurde. Aber schon von dem Augenblicke..an, wo her Erfolg des Sanierungswesens gesichert war. sehnte sich,Blum wieder nach Europa zurück. Jm Jalne189) trat er rn dieDirektrvn der Kredrtanstalt ein und wurde 1901 nach dem Tode deS Direkior Mauihner zum Barsihenden der Direkrron ernannt, welche Funttion er brS 1910 beklerdete. Am 1. Februar 1910 legte Blum lewe Stelle als Vorsitzender der Direktian nreder und wurde zum Dizeprändenien »nd im Apr>! 1918. als Max Almer v. Goniperz in Anbetracht sein's bohm Alters von dem Vorsitze rm Berwaltungsrat rurücktrat. zum Präsidenten des VerwaltungsrateS gewählt, welche Stelle er bis zu seinem Tode!«elleidere. Er gehörte auch dem Brrwaltungsraie einer groben A.nahl von der Kreditanstalt nahestehenden Nnternebmungen an, denm er gewrßenhafte Aufmerksamkeit und Fürsorge widmeie. Seit länger als einem Jahr war Präsident Blum ans Krankenlager gefesselt und snne>- birusticheu Täl gkeit entzogen. Präsident Blum war in glück! chster Ehe verherratet und b'NtrrWt nebst cimr trauernden Wriwe eine Tochter, die um Direktor I ä c o b' o v i t s d e Szeged verherratet rst und eure Anzahl von trauernden Enkeln. * Die Rettnngsgesellschaft ln Notl Die Polizeikorrespondenz schreibt: Die Mahnungen und Hilferufe der Rettungsgesellschaft begegnen bei den Wohlhabenden noch immer tauben Ohren, während das große Publikum, der Mittelstand und die Arbeiter,, nach Kräften bestrebt find, die Sicherheit des .Bestandes der Gesellschaft zu gewährleisten. Die Anmeldungen als beitragende Mitglieder laufen in großer Zahl ein, aber die Spender mit hohen Betrciften, die einzig und allein wirksantste Hilfe bringen kannerr, fehlen fast gänzlich. Daher muß immer und immer wieder an die Einsicht der Neichen appelliert werden. Ihre.Pflicht ist es, so viel Gemeinsinn aufzubringen, um nach Kräften beizutragen, daß unser Musterinstitut nicht den Betrieb speccen muß. * PersonKrttachLicht. Herr Dr. Gcora Weinrr, Rechtsanwalt m Wien, hat sich mit Fräulein Margit Stein verlobt. * MblisLfrek der israelitischen Krrltusgemeinde Wien. Jirteltze Mangels anHekmaterial en wurde der Parkcientm'fcte' ob 17. d. M. bis arN wnreres auf Enilchnungen e i r\=> geschrankt, die Ctenmag zwischen 9 und 12 llbr , vmmietaqs und Mulwsch iwsichrn 5 und 6 Uhr nachmittags stattfinditt. ** Jüdrschr Ar^nüenvsileaierinnrn, FJrssrserimren «nd Hetzsm«en. Im Anschluß an dir Arrrtegruvve des Palästinaamtes hat sich eine Fachs.'uvpe der jüdischen Krankenpflegerinnen, Fürsorgerinnen und Hebammen konstituiert. Aus-> künste werdcn errcilk: Dienstag von 6 brS 7 Uhr abends rm Palästina unt. Wien, U., Jrstrsgasfe 33. * MiNionennnterfchlagung im deutsche« Neichs« ftunnzminisierium. Ans Berlin, 17. d.M, w.rd r'emeldct: Erne in Berliner Cv:clersteiien lehr bekannte Persönlichkeit, Dr. Walter E t 1 i s ch aus dem Reichsfinanzmintsterurm. der in einem Potsdamer Hotel 11 n f u w w t n verspielt hat, bte er rm R e r ch s f t n a n z m r n r st e r r u m u n 1 e r s ch l a q e n hatte, ist gestern m Schvnebcrg verhaltet worden. Et!rsck jagte sich der seirier Berhaituna eine Kugel durch den Kov? und state Heine aachks >m KninknihanS. ES!oll sich unr Unter-- schlagmitzen in der Hohe von etwa e i rr e r M r l l i o n Ma r k handeln. * Der Ordeusbrndev als Msmarchist. Wie in politischen Kreisen verlautet, hat die deutschösterrcichlsche Neuerung gegen den bekannten Pater Grafen Galen die Urevs luchrrug wegen nr o n a r ch i st i s ch e r Umtriebe e>ngclcitet. Pater Grat Galen ist weder deurschösterretch,scher, noch tichecho-slowaklscher Staatsbürger, trotzdem er lange Zeit ,m S 1, f t e E m a u 3 weilte. Er ist ReichSdeut'cher und stamnrt aitv Westfalen. Es verlautet ferner, daH in der hlesigeu Wohnung des Grafen eine Hausdurchsuchung vorgenvuimen wurde. * Chi humaner «sluischek Generckk. Die Wiener polnische Gesandtschaft teilt mir: Anlähstte des Ausscheidens des Generals K r e p t v c k i vom Kommando der polnischen Ostarmee richtetdie jüdische Kultrr-g,mrinde der Stadt L r d a an ihn ern Schreiben, worin dem General der Dank für die l» u m a n e B e h a u d l u n g d e r In d e n ausgesprochen wird. D e jüdi'che Bcräskernng. heißt es in diesem Schre ben, hat immer in General Ej'ptecti den unvartriischen Berte,diger aller E nmobner ohne Uliterschred der Nationalität und Kante sion gkstben. * Dir zweite freutschosterreichifche StckatswvhltdüiDkUitGlsttarie. Zur UirirrstiitziMg und Firdrmng wvhlräiiger und -emsinal-WSkr Insiiluiionkn »nanstalret die Gcnerakdirehi»« der Etaatsimterim dre zweite detttschosterrerckische StaatSlotterie für WAhltnriglutszwecke. Die .Zicbung diksw populären Staatslatterre sindtt am 27. d. M. statt. Dre segeu-- 18 November iviv ft 9 ' -r—?-=-■:-—-1 ivärtige Lotterie ist, wie auS dem Cpielplan hrrvorgeht, sehr reich ausgcstartel und weist Hauptgewinne von K 250.000, K 50.0004 t 30.000, K 20,0(.)0 »sw. auf. Lo'e ü iv 5.— sind in den Tabake trafikru. Lottolottettnreu, bei Gtschäftsstellen der Klassenlotterce. dann in Wechselstuben, bei.Steurrämtrrn, Postämtern, Lahncimleru ulw. erhältlich. * Die tschechischen Wertpapiere in Oesterreich. Aus Prag wird der ^Tribuna" zmolge gemeldet, die Verhandlungen zw schm den Frnanzve» Wallungen Oesterreichs und der Tschrch»-- Slowakei seien bereits soweit gediehen, daß am 1. Dezember die in Oestcrre.ch devonierrrn Wr r t p a v i e r e t sch e ch 0 - s I o* wakrs che r Staatsbürger nach der Tschecho-Slswäkei übertragen werden können. * S-eLenvermittlung snv jüdische Hschschülee» Jüdische Hochschülcr. die einen Nebenverdienst suchen, nrckden sich von Mittwoch den 19. November täglich von 5 bis- 6 Uhr nachmittags nn Heime der Vereinigung jüdischer Exportaladenttker. II., Tadorstraße 1, I. Stock. * Unter dem Verdachte der Derntttrennng. Aus Anzeige des Chefs der Ungarischen KnegsvroduttcnfabrikA.'G. irr Temesvar. Wilhelm L e n a r t, daß ihm der 27j8hrigr Kaufmann Eugen H 0 n r g, zu Budapest geboren, m , Temesvar 15CK;0 Le>, die tc zur Umwechslung in deutsch österreichisch es Geld erhalien bat, veruntreut hat, wurde Honig am 11. d. M. hier i« e'nem Hotel rn de> Leopoldstadt auSgefori'chr und v e r h a f t'tt Er wurde dem Landesgrrichtr eingelrcsrrt. * Verhaftung. Der Kaufmann Alfred T ö r 8 k, IV., Favoritcnstraße 27 wohnhaft, wurde am 16. d. M. auf Grund emes Hafibeichlcs des Gerichlshosrs in Fiume verhaftet und dem Landesgerichte c-naelieiert. Er wird von dem Kaufmann Jakob Schwarz irr Fiume beschuldigt, ihm K 50.000, bte er zum Einkäufe von Waren erhalten hat, veruntreut zu haben. Vereinssrachrichten. 'N a ch r i ch t e n v 0 n V e r e i n e n e r s ch t \ n c it auf» nshncsLosnuramTagederVeranstaltpns.) Heute: FianWsche Bezirkssektion Wieden-Mars«reten: V.7 Uhr abends, Terassen-Nestaurant. V.. Margaretenplatz 4, Dr. Ater Sprecher: »Die Assimrlanten und Kultusratswählen". Die Ernährung. Der Marktbericht. . Sieht man von einer neuerlichen ^Preis<t erhöh u ng für das in der Großmcrrkthalle ausgegebene S e l ch s l e i s ch, das Samstag zum ersten Male zum Preise von 61 Kr «neu pro Kilogramm verkauft wurde, ab, ss hat der Doppelfeiertag auf den Wiener Lebensmittelmarkten nichts Nennenswertes gebracht. Die Beschickung der Grünwarenmärkte war noch dürftiger als sonst. Der Bedarf konnte ausschließlich nur mit Kraut und Rüben gedeckt werden. 7 Die Großmarkthalle, die bloß SamStag geöffnet war, hatte nur Reste von Speckfleisch, Selchfleisch und rayoniertem Rindfleisch. Gestern bot sie nichts als eine kleine Menge Würste. Auf dem Fi sch markte kamen tote Karpfen z«. K. 24.— und K. 30.— pro Kilogramm zum Verkaufe. - Mit den aus Steiermark auf dem Nasch mar kt cm- . gekommenen 11.200 Kilogramm Äepfeln formte nicht emn»«b der Lrdars dieses Marktes gedeckt werden. W. 3* W. Hcute von 9 bis 11 Uhr rot. gerade Nummern, von 8 bis 5 Uhr rot, ungerade Nummern; Mittwoch den 19. d. M., von 9 bis 11 Ubr grün, gerade Nummern, von 3 bis 5 Uhr grün, ungerade Nummern; Freitag den 21. d. M., von 9 bis 1t Uhr blaü7 gerade Nummern, von 3 bis 5 Ühr blau, ungerade Nummern; Samstag den 22. d. M., von 9 bis 11 Uhr gelb, gerade Nummern, von 3 bis 5 Uhr gelb, ungerade Nuinmerrr. Im eigenen Jnteresie Brrkaufsernteilurrg genau ernhaücn. Weithalsige Flaschen und Gesäße mltbriugen. Mitteiltttrgen der ^Ärshö". Zentrale. VIH., Piaristengasie 19 : Für die Mitglieder des VI. und Vil. Bezirkes Abgabe von Tiroler Marmelade, weiters Brimsen. Paprika, Klrrtosfelwolzgries;, Schokolade, ^So-Sv"- Kasiee-Ersatz, Franckkairer, Bari, Mandolattr und Melausami, weiters Brermterritus für die mit Mehl rationierten Mitglieder, und' zwar l Liter für den Haushalt (Flaschen mrtbringen) von 8 bis 12 Ubr und von 8 bi§ 5 Uhr. — Berkaufsstelle, l., Nibe-- lungrngeffk 7 : Abgabe von Trroler Marnrelade, Puddingpulver, Sardellenpasta. Franckkasfee, Seite. Waschpulver von S bis 12 Ubr und von 3 brs 5 Uhr. — Berkausstesten II., IV., V., XIII,, XVII., XVIII., XIX. Bezirk - Abgabe von Tiroler Marmelade nvd divnsc Kleinigkeiten von 8 bis 12 Uhr und von 8 bis 5 Uhr. « Fleischabgabe i« dieser Woche. Nach bestimmten Mitteilungen aus dem Ernährungsamt wird rn dieser Wocke rvred er Fleisch abgegeben werdcn. Einzelheiten stehen noch nicht, ftst. Kartoffelabgabe. Dienstag bis Donnerstag werden rm XX.i Bezirke ausländische Kailvsseln zum Preise von X 3.40 pro Kilograrnm. rm XXl. Bezirke inländische Kartosieln znin Preise^ von X 180 pro Kilogramm, und zwar llt Kilogramm rnv Kopf, gegen Abtrennung deö Abschnittes „8der Kartoffclkarte abgegeben. An den gleichen Tagen «erden im l. und ll. Bezirke nüSlarrdische Kartosikln mm Preise von X 4.70 pr» Kilogramm, V, Kilogramm vro Kopf gegen Abtrennung des Abschnittes „ü“. nebst den vorhergehenden Abschnitten der Kartostelkarte ansgegeben. Erbse« für Misrbestbemittclte. In der 123. Akticms-- wvche erhalten alle Btsitzer der rosafarbenen Einkausscheine für iDohlsahrrflersch 7, Kilogramm grüne Erbsen pro Person des Häush.rlles zum Preise von 80 Heller.grgnr Abtrennung deS Ab» schrrittts 61rn den Geschäften der Großschlächterei an folgenden Tagen: Dienstag den 18. d. M. von -X brS F, Dormerstag den 20. von G bis L, SamStag den 32. von L big R und Dienstag den 25. von 8 bis Z. K»«sumstelle des Jüdische« HachschulanSschuffes. Im Laufe der Woche gelang'« in der K 0 n s u m st e l l e, VII!., Wtckcnburggasse 22, Parterre rechts, nt nachstehender Reihenfolge zur Ausgabe: Bon Nummer 601—9( 0 am Mittwoch von 3 brS 5 Uhr nachmittags, Nummer 301—600 am Donnerstag von 3 bis 5 Uhr rraamlitlags, Nunrmer 1—300 am Frertag vvu 3 bis 5 Uhr nachmittags. Eihältkrch: Sardinen (diesmal für gerade Nummern^ Sardellen, Kaffee, Fergen, seines Kastaviennrehl, ^ttrontu, Harlanduvum und Schuhbänder, ferner Stoffe ^rrr Amtsstunden ,m Jüdischen Hochschulausschnsse Im eigenen Inter.« esse BerkaufSrinlerlung einhalte«. R«dolf Feldschub» ll.» Praterstocktze 34. Zuckevähtzave für September, Schokolade. Tee, Kalav, Trschroeinr, Sardinen usw. Geössuel von 8 bis 12 und 3 bis 7 Uhr abereds.

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