Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 295 (15.11.1919)
- Date
- 1919-11-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ixtn, SamstäF /Wieuer MoegenzettuuK 15. November 191- Mr.2S8 " # Die Verteilung des Nobelpreises. anzeiger* meldet aus Stockholm: Die Akademie Der oLokalder SBiffen» Schäften beschloß gestern abends, beii Nobelpreis füc Physik für das Jahr 1918 dem Professor an der Berliner Universität Max Plant und den Nobelpreis für Physik für das Jahr 1919 dem Ärvfeffor an der Universität Greifenwald, S l a r k zn verleihen. Werner beschloß drc Akademie, dm Preis fite Chemie für 1918 dem Professor Fritz Kahler in Berlin zu erteilen. H^er-n bemerkt der „Lokalanzeiger", daß weder bei den genannten Gelehrten noch bei der Berliner schwedischen Botschaft bisher eine Bestätigung dieses Telegramms zu erlassen sei. * »Der Mensch." Franz G ö,n d 3 r. der bekannte ungarische sozialdemokratische Publirrst, ist der Herausgeber der iu Ungarn so Populären Wochenschrift Lwbsr-. Die bvlschkwikische Regierung und später auch die weiße FriedriHsche Regierung haben Goudors publizistische Tätigkeit, der entschieden srden Terror bekämpfte, vereitelt und ferne Zeitschrift eingestellt. GSndör mußte nach Wim übersirdeln, wo er nun unbehelligt den „Az Ember“ weiter heransgibt. Für das deutsche Publikum »erscheint eine ilebersetzmig der hochinteresianten politischen Artikel des „kz Ember“ unter dem Titel ,Der Mensch". In der ersten bier erschienenen Nummer sind Artikel.von Michael K,a r o l tz i, Kunst und W e l t n e r sowie eine gelungene Charakteristik deZ famosen Stephan Friedrich. * Hapoel Hazair, Wien. Heute Samstag um 6 üfir abends wird Herr B i r n b a u m, Müasied des palästinensischen Hapoel Hazair, der vor vier Wochen Palästina verlassen hat, über das Thema >Der grgrnwärtiae Stand des Jischnw" (hebräisch) sprechen. Ort: Delegation des Jüdischen Natwnalrates für Ost- Lalizien (ll.. Taborstraße 20 a.). «Die Durchführung der Dtrahenumbenennuvgerr «tfgcschvbev. Wie wir erfahren, wird der Beschluß des Stadtrates betresfend die Neubenrnnung der Straßen nicht sofort durchgeführt werden, da sich der Durchführung gegenwärtig t e ch n i s ch e S ch w i e r i g k e i t e n in den Weg stellen.' * Hebräischer Waad, Graz. In G r a z hat sich ein WaadsürhebräischeSvrache gebildet, der sich die Ausgabe gestellt hat, der jüdischen Jugend in Graz die Kenntnis der hebräischen Sprache zu vermitteln. In diesem Zwecke wurden mehrere Kurse dir Kinder und Erwachsene errichtet, die insgesamt -von über 150 Schülern besucht werden, ' -- Dmowski erkraullt. Wie and Paris gemeldet wirb, ist der polnische FriedenLdelegierte Rouran Dmowski an Lungen- «rtzünduna erkrankt. * Jüdischer Hochschulausschutz — Kulturamt. TuS technischen Rücksichten und um einer möglichst großen Hör erzähl die Teilnahme an dm Vorlesungen der a l l g e m e r n z ugänglichen »Hochschulkurse des Jüdischen Hockichlll-- auÄchuffes" zu ermöglichen, sieht sich der Jüdische Hochschulausschuß veranlaßt. du I n s k r i p t \ o n § j e i t bis zum 22. d. M. zu verlängern. Die ersten Vorlesungen beginnen —wie angekündigt — am Montag den 17. d. M. - « Abreise polnischer Staatsangehöriger. Am 28. Oktober und am 12. November sind vom Wiener Nvidbahnhofe neuerlich zwei Heimkehrrrzüge abgrgangm, mit welchen zusammen ungefähr 1066 polnische StaatSangehöiige in ihre Heimat abgcganaen sind. Für du nächsten Tage find neuerliche Transporte r» Aussicht genommen. b DaS Verfahren gegen Dr. Bettelheim eingestellt. Am Grund des Amnestiegesetzes ist das Verfahren gegen den Kommunisten Dr. Emst BeUelbeim emgrstcllt worden. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, Dr. Detteltmm der Polizei zir Lberstrllen nnd das bei ihm gesunkene Geld auf Grund des Strafgesetzes als bedenklich zu erklären. ® Eine Fahrbuchenaktion deS Staatsamtes für Volbsernahrung. In der aestrigen Stadttatssitzung berichtete Bürgermeister Reumann, daß m der letzten Haussitzung des Staatsamtes für Volksernährung die Mitteilung gemacht wurde, daß von diesem Staatsamte beabsichtigt wird, in Wien während der kalten Jahreszeit eine Fahrt ü che n aktiv« durchzuführen. Es sollen zunächst in einzelnen Bezirken wanne Suppe und warmer Kaffee zuw Preise von 50 Heller pro Portion direkt von der Fahrküche an die Bevölkerung abgegeben werden. * Wo man sich in Wien unterhält. Heute fisth mn Uhr wurde in der Wohnung des Artisten Alois Engelderger im Hause. VIII.. Piaristengaffe 60. eint aus zwölf Personen bestehende Gesellschaft bet einem Zechgelage und bei Mustkunte» haltung überrascht. Klassenlottevke. Die Treffer von 200000 K aut Nr. 66795, 20.000 K aus Nr. 66715, 20.fj00 K auf Nr. 65364 und 10.000 K aus 9h. 24555 sind von der Geschäftsstelle % Hermann Sporer, Wien, l., Almigaffe 2, ausbezahlt worden. Lote für die I.Klaffe, Ziehung am 16. und 18.Dezember, sind rechtzeitig zu bestellen. * Der Raubmord an denr Wiener Juwelier Alexander Pollak. Nach einer gestern beim Sicherhellsbureau eingelauseueu Mitteilung des Gendanneriepostenkommandos Sckärding durfte der Raubmord an P o l l a k am 7. d. M. verübt worden sein. Um hie Mittagsstunde dieses Taaes war Herr Pollak in Schärding in Begleitnug eines etwa 25jährigen Mannes, der hinkt e. gesehen worden. Dieser Mann war mutmaßlich der Raubmörder. V ereinsnachrrch terr. JüdrscheAolksbibliothek .Zion". Heute, Z Uhr nachrn. Löbel Taubes ..Jüdische Namen", um 5 Uhr nachm. Gesangsvrobe des Brre,nschors. Morgen. V-5Uhr nachm. Dr. I. Hammer: Ueber die „Bilu". — Verein der iüd. Hörer an der Hochschule iür Bodenkultur. Die bei der IU. ordentl. Gmeralversammlung vorgenowmenm Neuwahlen wiesen folgendes Sraebn-s aut: Samuel Lande, Obmann, Bok Georg. Obmann-Stellvertreter. Stern David, Schriftführer, Achselrad Jsiror, Kassier. Mannheim ^Sigmimd, Bibliothekar, Wald Meier, Palcistinarrfereut und Fisch Julius, Vercmstaktungsreferent. — H e ch a l u z. Die Führmrg durch das jüd. Mu'eum. H., Malzaaffe 16, findet morgen um '/«II Uhr vorm, durch Herrn Sekretär und Kusios Dr. Brenner, lstatt. — Morgen, *^4 Uhr nachm., lieerar.-musikal. Akadtmie der ch o l l e", U., Lilirnbrunngasse l » (Dianabadboft, Vortrag Dr. Kurt S o n n e n f e l d: Aus eigenen Schrillen. — Les e° u n d R e d e h a l l e j ü d i s ch e r H o ch s ch ü l e r, IXV Türkrnstraße 9. Heute, 'IS Uhr nachm., atud. phil. Meter Sa «bas: »Die jüdnch-alexandriirische R<lrgivnSphilosophle" 7— Zionistisch e Bezirkss ektionAlsergrund. Heute, 7 Uhr abends, Cafö City, lX., Porzellangaffe 1, I. Stock. Unrv.-Doz. Dr. Kornfeld: »Regeneialion und Degeneration". — Jüdisch-akademischer Juristen verein. Plenarversammlung. Morgen, 10 Uhr vorm, 1X„ Allerstraße 28. Sitzung.— ArbeitsgruPpedesJüdikchenNattonalfonds. Heule, » Uhr.abends, im Zion. Bureau. U.. Zirkusgassr 83, Dr. Egon Zweig: „Zionismus vor Herzl . — Jüdrsch.akademischerJuristenpereiu.Rechtsk-urse. Der Jüdisch-akademische Jurisienvereiu rrchtrt, Rechtskurse^für alle drei Ctaatsprütuugen ein. Be- ^entesde Kräfte haben sich als Kmrleüer zur Verfügung gestellt. Das Hanoito binte bfilKufla K so.— «onatlich auSmacken. SKefSefttmte* «Sgen sich späresteni» bi« Sl). d. M. Mich « dm AmMimden zwffchen 11 reuU2l% vormrtagT im BererpSiokak melden. IXLiechUnsteinstraBse 11/18. 2 Zionistische Bezirkssektion „Alsergrund“ n « « * Montag. 17. November 1919, %7 Uhr abends Im 2 Saale der Bezlrksveitretung Alsergrsnd e IX. 8er., Währingerstrasse Nr. 43 öffentliche VetsaulM Tagesordnung r : Yolksinterssse und Tagespresse. B ■ Referenten: S lüg. lag. Stricker, Geia.-Rat Br. Plascikos. ■ 606 H ■ ■■■ROBLBBBBBBiaBBaaiOaaBISBiBBnnHaQBBBBBaB MSMMWKlS§. Wiener GeMeinderat. Sitzung am 14. November. Die gestrige Sitzung fand wieder in AbM^enffeit der Chrkfl1ichsojia.len statt. Die einzelnen Gegenstände der Tagesordnung wurden zumeist ohne Debatte erledigt und die diesbezüglich gestellten Änträge genehmigt. So wurde unter mtbetem der Rechenschaftsbericht der Zentralsprrkasse der Gemeinde Wien über das Jahr 1918 zur Kenntnis genommen und'ein Betriebs Vorschuß für die amerikanische Ausspeiseaktion im Betrage von zwei Milllorwu Kronen zur Verfügung gestellt. Ueber Antrag des GemeindevateS Dr. Pollak wurde das Referat über die Veräußerung des Säckevorrates der aufgelösten Stelle VI des Bezirkswirtschaftsrates an den. Stadtrat zurückperwiesen. ■ Eine große Debatte entfesselte baS Referat üb« die Gründung einer Musterlagermesse in W ien. Gemeinderat Dr. Plaschkes führte in einer großangelegt-etl politischen Rebe, in der er aüf den unmenschlichen Ausweisungsbefehl gegen die galizischeu Flüchtlinge hinwies, folgendes aus: Gin eigenartiges und notwendiges, zeitgemäßes und doch verwegenes Unternehmen — die Errichtung ein« Mustevlagernresfe ln Wien — fordert heute zur Besprechung heraus und man könnte sich veranlaßt fühlen, gegen den Plan zu sprechen, der uns keinerlei Fingerzeige bietet über die Wege, welche zur Erreichung des Zieles führen, sondern uns als Allheilmittel, für. die Not unseres Handels zu den.zahllosen Äemtern/ die uns schon zug ru N de g e r i ch te t haben, noch ein neues Amt beschert, bas Messeamt, der uns, die das stehende Heer mit Mühe überwunden haben, eine wesentliche Bereicherung des ebenso verderblichen sitzenden Heeres in Aussicht stellt. Doch bas ist vielleicht nur ein technischer Mangel der Vorlage und wir wollen uns ein wenig über die Wege untevhalten, welche die verehrliche Mehrheit einschlägt, um ihr Ziel, die Förderung des Handels, zu erreichen. Haben wir vor allem - jene Handelsfreiheit, welche notwendig ist? Messen find — daS wissen wir noch von der Schulbank her und erinnern uns gerne der großen Messestädte Leipzig und Nischninowgorob — Jahrmärkte von größerem Umfang, längerer Dauer, ausgezeichnet durch die riesige Anzahl von Besuchern aus der ganzen Welt, die an dem Sammelpunkt von Angebot und Nachfrage zusammenströmen. Die Wiener Messe hat also nur dann einen Sinn, wenn es gelingt, möglichst viele Kauflustige in Wien zur gleichen Zeit zu vereinigen, die vom ehrlichen Bestreben erfüllt fi»w, aus Interesse an dieser Stadt und au einem blühenden Handel in Oesterreich ihre Einkäufe und Verkäufe statt anderswo hier zu tätigen. Eine Kaufmanssfchäft, die zur Wiener Messe geht, weil Wiener Art und Geschmack, der gute Wiener Name und der hier herrschende Sinn für Ordriung und Rechtmäßiävrit ihr zusagt, nur die nicht, nach Art der Aasgeier an der fürchterlichen Balutanvt durch Auswechslung des Dollar, Pfunds, des holläirdischen Gulden und der schwedischen Kronm in österreichische Papierwährung sich bermchern will, nur die kann uns frommen! Werken Sie aber, meine Herren und Damen, von ber Mehrheit, ein solches Zusammen strömen von Kaufleuten bewirken? Haben Sie bisher etwas getan, um in dem Fremden den Glauben an die Wiener Ordnung und Rechtssicherheit zu befestigen, macht nicht jeder, ohne daß die Expreßzüge von Wren abgeleitet werden müssen, einen meilenweiten Umweg um die Stadt, in der man sich nur mit einer Wochen vorher beschafften Einreise- und Aufenthaltsbewittigung als Fremder bewegen kann. In einer solchen Stadt der Selbpisolierung wollen Sie mit Erfolg eine Messe veranstalten? Ober soll vielleicht jene amtliche Kundmachung dazu den Anreiz. bieten, betreffend die Abreisendmachnng der Fremden Deutschösterreich, durch die ihr Herr Sever srch.und Ihnen den allerschlimmsten Dienst erwiesen hat, weil Sie dadurch die gutmütige, brave Wiener Bevölkerung unter die Macht des demagogischen Schlagwortes gepreßt haben, das gegen die.Juden gerichtet ist, aber in der Bevölkerung ganz andere Gefühle auslöst, die zum Schaden der Republik gereichen können. Die Kundmachung gegen die Fremden war einzig und allein gegen die armen jüdischen Flüchtlinge gerichtet und entfacht« eine Judenhetze, welche auf der Ringstraße Szenen von Lemberg und Wilna Hervorrufen konnte. Soll vielleicht dieses Tteiben Fremde und vor allem jüdische Fremde, deren kaufmännischer Einfluß in der ganzen Welt groß ist, Herbeklocken? Aber gut, der Ausweisungsbeschtuß war, das konnte man den begiitigenden Behörden bis zum 1. November noch glauben,- gegen das licht- und arbeitsscheue Gesindel, gegen Börsenmenschen, Turfaauner, Valutaschieber, gewerbsmäßige Spieler, gerichtet, denn Kranke, ferner Arbeiter, Angestellte und im öffentlichen Interesse anwesende Personen sollen von der Verordnung nicht betroffen werden. Gerade das Gegenteil ist eingetreten. Die Rennschlieferl und Valutenhändler bliebest ungeschoren und lassen den Dollar rollen und wissen, man ka,m sich's richten, {'r 'ischenrufe des Stadtrates Sigl und des Staatssekretärs E-dersch.) Ja, .Herr Staatssekretär, fo ist es, das kann ich Ihnen an hunderten Fällen beweisen! Wer rücksichtslos auscMiirlen wird, ist der jüdische Arbeiter und Angestellte, der tteL,»« Gewerbsnninn, der hierfei* karge» Brot ißt, und dem nÄtikltoj die Verbindungen liKingetn. Gehe» ®tc, hier steckt die Schmach für die sozialdemokratische Rrgierungs- S Jigttö, die hLMtigH^W. feulfeeu Hrf; M LNUlLiA vW 15. November bis 1. Jänner werde« redlich arbeitende Menschen abgeschafft, die kein Heim mehr chaben, deren .Häirser und Wohnstätten verbrannt sind. Sie schweigenk Sie nehmen fürwahr eine ungeheure Verantwortung auf sich und ich berreide Sie mn Ihr Gewissen. Das. sollte Ihnen gesagt werden: Weil die Herrschaften von der rechten. Seite schnrollend fernbleiben beweisen Sie, .daßSie .eben., alles gegen die Juden auch, allein können. . Solange .aus' < diesem Saal «nicht fcet Entrüstungsschrei gegen de«. LandeshmipLmann und die Polizei ertönt, haben Sie sozialistische Pflicht sticht erfüllt, Und stoch eines! Wir wollen Freunde in der. Welt', gewinnen und vergessen," daß wir das nur durch grtrei«: I Erfüllung unserer schweren Pflichten erreichen können. ' Wist' l«aben das Diktat eines Friedensvertrages unterschrstbeil und verlcft'en ihn ohne'G'rünoe. Die.Angehöngest dtr assvz'iierLew^ und alliierten Staatest dürfest-Sie nicht ausweiscn, sonderst Sie Müssest ihnen den Siyutz chreS Vermögens und' ihrer ' Person! nach vem - Friedensvertrag angedeihen lassen. , Tiuij Sie das? Nein, rneine "Herrschaften, und 'die alliierben nnd^ assoziierten Staaten werden sich das nicht .bieten lassest./ Eine lustige Messe kann das werden, wenn diese anne östev-- reirhische Republik als erster Angeklagter vor dem Böllerbimd * sieht, der in sich recht lahm ist, aber noch lange nicht schwachf genug,- um unsere. StaaLskanzlei samt den Landeshauvtrnan« und seinen PvlizeibLttel zur Vernunft zrr bringen. Frestrb^ gibt eS sitr einen neuaufbauenden Start überhaupt nicht, nur Arbeitsame. und Faulenzer! Verachten Sie nicht 'Wb* betriebsamen jüdische« Flüchtlinge, die Wunen Ihnen )x>i\£\ "bessere Messen veranstalten, als Ihr neugeg'ründetes Presseamt» stoßen Sie die Zureisenden nicht ab, dann werben Sie vielleicht' keine Lageraber — eine' Mustermesse haben. In bev- Hoffnung, baß Ihre 'Partei noch in' zwölfter Stunde ein- ' lenkt, baß Ihre einsichtigen Parteigenossen in der Frage best- Flüchtlinge,eine der Moral.und dem Recht sprechende Haltung einnehmen und gegen Gewaltakte vvowstieren werden, stimmest! wir-für die Vorlage. Nachdem ' noch die Gemeinberäte Dr. Schwarz- Hill e r, F e l d m a n tt und Julius Müller zur Borlagy gesprochen, wurde der Antrag angenommen und. nach Erlebigung noch einiger Referate die Sitzung geschlossen. mnnu-mi Herrena. Damenhntc werden nach neuest, —-- M»de prompt «nd billigst modernisiert --— XV1JT., wahrtujrac Öfirtel 3t nnd V«., 3H»rSnhnfeTstrassa Stz in allen DretSlaqe«. Revarirtirrstt unter Norantik. Farbbänder für alle SyUcme, crUlassigeS Malericl. Leop. Kurzer, Wien, M., WestLahnstraße. 23. Telehpon 31537. SLS Die Ernähnmg. Der Marktvericht. Die Nachfrage" war gestern auf ollen^^'Märkten Rücksicht auf den Doppelfcrertag außerordentlich stürmisch.',! Das gänzlich unzureichende Angebot hat nur insofern eine Besserung erfahren»-als in der Grvßma rkthalle 20.000 Kilogramm amerikanisches Speckfleisch als Zubuße außgegeben wurden. Dieses Quantum reichte aber nrcht inr entferrrtesten zur Deckung des Bedarfes. Sonst gab es mit } etwas Schaf- und Ziegenfleisch, Würste und Pferdefleisch-) konserven. Eine kleine Menge Knoche«, die zum Preis« von K. 8.— pro Kilogramm angÄroten wurden, blieben fast; gänzlich u n v t r f a u ft. Die F i sch markte erhielten Seine neuen Zufuhren;. - Geflügel sbhlte gänzlich. ’ l, . Auf den Grü n warenmärkten gab es fast .nur- Kraut und Rüben. In den Ob st zu fuhren ist ein« ftichte v Besserung eingetreten. Nebst den harten böhmischen Birnen - waren auch steirische Aepfel in bescheidenen Mengen und/; Tiroler Aepfel in mehr als ausreichenden Quantitäten ani gekommen. Mit der Versorgung von Eiern ist. es . sehr schlecht \ bestellt,' selbst die für een Spitalsbebarf notwendigen Menge«, kouuten nicht zur Gänze aufgebracht werden. > . . Mitterl»nge» der ^Noh8". Zenlralmallarm. VII!.. Piarisiengaffe 18. Für die Mit» ' alitder des Ul. Bezirkes Abgabe von Tiroler Marmelade, ' Schokolade, Kartoffelwalzgrieß. .So-so"--Kasfeerfatz. Franck-Kaffee.- . MandolatN, Paprika. Brrnnspiritus für bte bei uns mtt Mehl rah-inerten Mitglieder, und zwar 1 Luer tßc den Haushält (Flaschen mubrinaen) nur von 8 bis 11 Uhr. —- MagaM. I.. Nibelungengaffe 7: Abgabe von Tiroler Marmelade» Puddingpulver, Sardellenpasta, Franck-Kariee. Seite, Waschpulver von 8 biS 11 Uhr. - H., IV.. V. XIIT., XVII., XVUl. unb XIX. Bezirk: Abgabe von Tiroler Marmelade und diverse Klemigkriten von 6 bis 11 Uhr. W. I. W. Dienstag den 25. d. M. von 9 Bis 11 rot, gerad? Nummern, von 3 bis 5 rot. ungerade Nummern, Mittwoch den,' 26. d. M. von 9 bis 11 grün, gerade Nummern, von 3 bis S grün, ungerade Nummern. Freitag den 26. d. M. von 9 bis 11 blau, gerade Nummein, von 3 biS 5 blau, gerade Nummer», SamStag den 29. d. M. von 9 bis 11 gelb, ungerade Nummern, von 3 brs 5 gelb, ungerade Nuinmem. Im eigenen Jnteresie.. Verkausseintrilung genau emhalken. Weithalsige Flaschen mtb; Gefäße vlitbringen. ' Die Mehlqnote in der kommende» Mache. Vom i Stcratsumte für Volksernahrung rmrd verlantlrart: Da die Mehl- . zuschübe nicht anSreichen, um die volle Mehlquore auszugeben, - werden in der Woche vom 16. bis 22. d. M. m Wien an Stelle von POO Gramm Veilchle'hmehl an alle Mehlbezugsberechtigte» j 250 Gramm Verschle.ßmchl und 125 Gramm Linsen ausgegebe» - werden. Marsarineabgade. Vom 16. bis 23. November werde» - bei den städtischen Margürineabgabesiellen pro Person lL Dekagranim Margarine zum Preise von K 6.12 gegen Abtrennuna des .,U"-Adswn>ttes Nr. 166 fitr nichlrayonierteS Fett der Fettkarte ausgegeben. v« Kartsffela-sabe. SdmstagbisDienZtcre, werden imXN. bis XV!. Bezirke ausländische Kmtoffeln zum Preist von K 3.40 pro : Kilogramin, und zwar V» Kilogramm pro Kopf, gegen Ab-' treunnyg dcö Abschnittes „8" der Kartoffrlkarte abgegeben. - „Zrwiverba." Ab Mmwoch den 19. Nvvember '/.Kilo«. ' graniui Mehl. Kilogramm Lursrn. 12 Dekagramm Fett Sonst -re laufenden Artikel. Schnhpasta pro Dose L 2.40.-—. ««dolf Feldfch«h» U,, Praterstratze 84, Zuck«' ftb6«Je ,ür Geptember. Schokolade. Tee. Kakao, TrschwciN» Sard'uev. GevffM von 8 bis 12 und 8 b>s 7 Uhr abends, -&n