Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 295 (15.11.1919)
- Date
- 1919-11-15
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Ar. 295 Wien. _Wiener Mopgenzeiturig _15 November 1919_Sette. - Die Judenpoirome in Außland. Kopenhagen, 1t Nvvemker. »Pointen* mckdet avS Daris: Die Pariser Ausgabe der »Chicago?nb»ne" brmgl Nachrichten über süichtertichr Iabeupomome m Rußland. Inden letzten zwölf Monaten leien äiX).0O> Personen ermordet worden. Bon allen Seiten wirst man sich ami die unalMichev Juden. Die Bobchew'ken t3ren sie. rorl sie ne s«r BomarvrS, und die Weißen täten sie. wnl sie sie für Bolschewiken hasten. Rumänien akzeptiert den Mmyritutonschutz Paris, 13. November. Nach Schluß der Sitzung des Obersten Rates, worin die neueste, an Rnmünien zu richtende Note entworfen wurde und die für de« Fall der Weigerung Rumäniens, den Frieden vonSaint- Germain ohne weitere Vorbehalt« zu untersschreiüen. eit e Reihe von Zwang-maßregeln, darunter di« Ausschließung RurnLniens aus dem Der» band e, in Aussicht stellt, erschienen General Evanda jUstd Minister AntaneSeu im Ministerium dss Aeußern «Und teilten mit, daß ihnen gestern ein Telegramm ihrer Negierung vom 6. Nvvember zugekommen sei, wonach Rumänien sich bereit erklärt, den Vertrag von Saint- Germain ohne Abänderung des Artikels vy zu unterschreiben, der di« Regelung des Minovrtätsnschütz es in einem besonderen Vertrage vvrsieht. Die rumänische Regierung bittet nur, den MinderheiLSschutz. wie der Oberste Rat zugesagt habe, in freund schastlicher Weise und ohne Härten für Rumänien durchzuführen. Da der Oberste Rat über diese Mitteilung keine Beschlüsse mehr fassen konnte, würden die Leiden rumänischen Delegierten heut« nachmittags von Clemenceou empfangen und sollen noch im Laufe des Abends vom englischen Bevollmächtigten Crew« gehört werden. Nun wird die Entscheidung auch in der rmuü:isch^n Frage fallen. Der Oberste Rat ist. wie zu erwarten war, fest geblieben und Rumänien blieb nichts anderes übrig, als sich zur Annahme de- Minoritätenschutzes bereit zu erklären. Daß der MlnderhettSschutz „ohne Härten für Rumänien" durchgeführt wird,/hat auch das jüdische Volk.immer gewünscht, sofern nicht Rumänien es als „Härte" betrachtet, wenn auch seine nichtrumänischen Untertanen ihre Menschen- und Bürgerrechte und die Möglichkeit nationaler Entfaltung erhalten. Der Oberste Rat wird dessen eingedenk sein müssen, daß Rumänien schon einmal «ine internationale Verpflichtung unerfüllt gelassen hat und wird daher diesmal die M'nderh:i!Scechte unter wirksamere Sanktion stellen müssen, als es der Berliner Vertrag bezüglich der Juden rech de tat. Wenn Rumänien seine Pflicht tut. wird W sicherlich keine Klage-über Illoyalität-seiner jüdischen Bürger zu führen haben. I Bevorstehende internationale Konferenz. I London, 18. Rovembkr. HavaS.) L i o o b George ßat im U n t e r h a u s e ntitßcitilr, daß tn nächster Zeit eine iulernatl onale Konferenz der allükr'm u»d assoziierten Mächte du noch ungelösten Fragen, darunur auch die rufstsche, besprechen wird.; Internationale ArSeltskouserenz. Tpafhington, 14. November. lFmiksnuch.) Durch ein Kompromiß zw-ichen der Mehrheit, welche sich für dir 8 »' lassung Finnlands zu> internauonaien Aibrits« tonierenz auSkpracd, und der Mmdecheil. winde eS gestern ermöglicht, Finnland rur ArbeitSkonserenz zuuilassen. I Zum Schluß wurde tia Telegramm der LsterreiÄft schrn Delegation tn PänS verlesen, in welchem mttocltcilt wnd, daß, Oesterreich keine Delegierten senden könne, jedoch seine besten Wünsche zum Belingen der Konserenr übersende. Amerikanische Polizei fegen die Sozialisten. , Washington, 14. November. (Funkspruch.) AuS allen .Teilen der T'aaien wird die Fortsetzung der v o l i»e i l i ch , n Streifungen m -den Arbesterheimen der Rgdkalm gemeldet. Gegen die Bolschewiken in Amerika. . Amsterdam, 14. November. Die „New Kork Time-" Mel'c, 'aß sm Kongreß öll GSjetzentwüLfe eingebracht wurden, in denen die Neiü^rung ermächtigt wird, gegen dis Bolschewiken, A r-archistün und die andren amerilafeindlichen. Organisationen vörzugLheri. Von die'«« werben augenbll.klich 83 Zeitungen und Zeitschriften yekauSgegeüen, in den n für die Beschlagnahme des Pr^aibositzsS und die Errichtung dev bolschewikifthen Äegierungsjorm eingetceten wird. Vie Verkehrssperre in Deutschland. Berlin» 14. November. (Tck.-Komp.^ Die Berkchrssperre in Demschlnnd dm nach den votliean'den Nachnchu« nicht alle in sie gesetzten Hoffnungen rcküllt. Du E-sendahnnr haben zwar einen Kolrlrnvorrm für 'e^S Xm bn arischesten können, dangen ist die Lnbrmgung der Herlstfrüchtk nicht »m rrwrderliüMMaße gelungen. Me Beelkner Aute^suchu«OSK»mmifston. Berlin» 14. November lPrrvat. Heute wm»e das Verhör Helfterlchs 'y,tg»seyr. Neue Momente traten nickt zutage Helüenck, dessen Haß geaen dm ReickSkag bekannt ist, beschuldigte du Mchrhcit. die dee bekannte Fnedensresotuuoa beschlossen harte, sie sec dn KrirgSlritung w den Rücke« gejallm. Bor «kner Regierungskrise Ir* der Lfchecho- Slowakei. Pros» 14. November.''Tel.«Komp.) W>e die „Na'vdm Demokracie" meldet, dürfte das weitere Schicksal der morgen nn^chudm werden. Sie bängt von der Strll-n»* 'tz«e der nat onalwstalisttsche« Parier ad, welche Wpr«en rn emr '■&* r.Nrrng ruscnnmentrrtt. Die genannte Partei stellt in*h e e «oli «cM Forderintgen, von deren Erfüllung sie ihr wertere« m der Koalition abhängig macht. Tagesbericht. Antrsemitismirs und R inigungssvessn. Der Kamps gegen daS Judentum zeitigt manche seltene Blüte'. In der Steiermark wird dieser Kampf natürlich von den Studenten geführt,'die, wie man ja weiß, „eine Auslese der Nation" darstellen. Eine besondere Spezialität he§ steirischen Antisemitismus bildet bis Kampagne mittels gedruckter Zettel, di« allenthalben angeklebt werden. Diebin Leoben erscheinen e „Obecsteirische Bolkszeitnng^ bringt «un unter der Chisf.e „Cirs Judenfeind" die folgende Zusch^ftr Wls in arideren Orten wird auch seit einiger Zelt in Leoben die Bekämpfung des Judentums dadurch unterstützt, daß an allen Erken und Enden Zettel aufgeklebt werden, dt« zum Kamps gegen die Juden aufstirder«. Sy sehr jeder echte Arier dies« Aktion begrüßen kann, bedarf dieser Vorgang doch insofern einer §kritik. als mit diesen Zetteln Fenster, Türen, Wände und andere Gegenstände beklebt werden, deren Ne'migung mit nicfjt unbedeutenden Kosten verbunden ist. Eine Nachfrage beim Stadtgemeindeamt würde gewiß bestätigen, daß gegen die Art dieser Propaganda von vielen Selten Beschwerden eingebracht wurden. ES wird daher an diejenigen, die eS angeht, das höfliche Ersuchen gerichtet, in Hinkunft vor überflüssiger Beschädigung fremden MtzentumS abzustehem Der HützinMb"' hat recht! Wie darf Me Betätigung des Judenhasses zur BefchMiung fremden Eigentums führen- Uc'berhaupt, da die Reinigung der Ferster, Türen und Wände gegenwärtig so teuer Ist! C'cht er denn kein anderes Mittel, um gegen die J.irbe« zu kämstfen? Wir wetten, die Demolierung eines jüdisc" .n Hauses sd^r Geschäftes würde die Judenfeinde von Leoben weniger irritieren und es fiele ihnen nicht zum mindesten ein,, daß auch dies eigentlich „ci.ic Be'chä^igirng fremden Eigentums" fei. Also nur wacker weiter in der Bekämpfung des Judentums, das freut jeden „echten Arier", aber, um des Himmels willen, keinen Zettel kleben, denn das verursacht den Ariern Unannehmlichkeilen. Mm frage doch beimStadtgemei«dramt von Leoben nacht SeldstverstSndNch... Wb. lckm m btt »ReichSpvst": ,D»r Äntiinnctenbummel findet selbstverständlich auch an allen weiteren ^onnraam zwischen w und!S Uhr am Ka> statt. Wenn auch dre iübltchk» Blätter der Reg'nvna nahetegen, d-esen Bummel t« ve> bieten, wud eS stch die bodenständige B völlerun« doch mcht nehmen lasten, auf einen der schönsten Matze Wiens, wo dre ganze Woche hindurch jüdische Piomenaden abgehalten werden, wenigstens am Sonntag ein paar Stunden ivinirren tu gehen? I« der Aderltzausgabe dkßlklben Blattes, dm berüchtigten ..W e«er Lummen", ist nachstehende Hetznoni entdallen. die beweist. nnt w«lchen aemeinm Ptliicln die lchmnh gen Geichäfle der keutonen »Utcha,Wrt wechen: IJU* lmre i»t den ^Wiener S' ,nmm"4 Jeden Eonmag von lt blS IS Uhr ist am Kai milchen Manen» und K«ewmkbrücke em AntiikM''<n!'Um,n«l. E'sche m alle zahli^ck und ze gt den jüdisch'« Zchmwoyern. daß »die Drobnnvcn an msteiemWillen -eiichkllen! Duldet eS Nicht, daß 9 ti d e n u n s e r e K « n d e r b l u t t g s ch l a g e n. nns als Wemb»t und Miimgafing« h,n>tellen! Wien den deustchen Wien« n! 5kvmmt alle und helft zum Wr»k! L. P. Kursstürze ht New-Pork. Nem-Dork» 14. November. (Trl.-Koinp.> An der Ne>v- Dorker Börse winden heut« die Aqu>dat>onen in staiftm Maße sortgeseyt. Die Banken haftenalle Spekulmtonen durch eme Kredllspcrre unierbnnden. Die meisten Wertpapiere konnten sich »vn ihrem Kurssturz erbolen. Der Satz für läglicheS Geld gmg dis auf 6 Proient chermrler. Biele Wectpapicre ioMen ihren KnrS genau so s^.nell' wieder crhöhcn, vie er am Vorlage gruinken war. In cmzelncn Papieren bei rüg »ie Bcsteumg brs zu 40°/«. Auch die auSlönd sckm Wechsclkmse irhohlm sich. An der Bauinrvollböise war die N»t ernng sprungsafl. manchmal ging der Erhöhung biS zu 188 Punkten. Tie Vorgänge der letzten Tage staben im Publikum beftächtl che Verluste verursacht. Belschredene Meldungen berichten von M»ft 'io n e n v e r l u st e n mnc-halb weniger Minuten. \ z-ranzSstsch-einttfche Drrivaltuug in Stzrie^ ' Pari«, 14. November. (Fn^tspr uch' Aenerol G o u » a u d Prack vor senn Alneift nach L v r < e« tu der lü^tr'ttiur brndelslaimtter über die ir«Niöu-che Poti, k in der Vev n e un^ wtonle, daß Ltzrir» t« uctofft «nt'i >r«nvtst che <chtii.chemcha>t vmme, sondern datz d«t- Vaod i» Em^rnevuee« ur^G r o jft Britannien emw^lch wt fiilMii mifeen »lüde» Eingesendet. lk!( AM Lticiiktt Wien empschlm stch als Derlobto. Wik«. Im Nov-nißfr 1«»». »7ö Wtthkr zishln Alt; Lttßtt Sion Stau Verlobte. vicn, im «ovkmber i?fiss« AM i Innenßekoralioi; gr««sttr Auswahl Nur gtdlegone 061 ErKettgniQM. J.SPIRA Wt>.»,MmMq.lr.r (Ecke Kttl ScbweiehcktsaaBti., Der Tabak geht zu Ende. Vor der LinsteSmrg der FigaretteufadMatiov* Bon «nternchteter Gerte wird m'tpernlt: Der Mangel «l Tadakrobmaier al für die Herstellung d r veschredenen 8iMren» und Ü riwett'niaree« hat stch n,chr drheden lasten, er ist im Geaent^l viel-räßrr geworden, so baß btt Herstellung von Zigaretten bereits bed-nte-d eingeschränkt werden .mußte und falls lern Nvbmatetial erntr,fft. m hinn Ze-t «mb y ä » z l ich t i n g estellt weide« müssen. ES können «wa ungefähr nur v o ch dre, Monate Zigaretten nusaegeden werdeiu j Infolge dieses Mangels an Tsbakrodstosten wttfttert dev Bettied her Tabastabriien einveschränkt wndrn» iv zwar, dgß die Arbeit in der H a i n.d v x 11 x Wbrik bÄle gänzlich ringcstckt wnden milsten. Doch konnte der Betrieb dicker Wbr»k, m bekanntlich eine große Anzahl Arbeiter und Beamter an gestellt bat, noch dadurch auftecht ndalten werden, daß sie tu« s r a n r ö s i k ch e Firmen arbeitet, di» der brutsch* bß'ittichjschrn Fadnk das Robmatetial liefern, d'tz Gehalte und' Vöbne tür die Beamie« und Arbeiter »sblen md außer dem eins Al'nütznngsg'dtihr für die Inanspruchnahme der Msschmrn der Fabrik leisten. _. Die Kohlennst. R»ch keine v«l,lsche Kshle. — VehAHSVdev GstS« rmd SNedtvititi>iL»pr«ise. — Bwenntzel» fu« Misn. Trotz alley Bemühungen der verantwortliches Stellen ist es nicht gelungen, dis kritische Situation zu überwinden- De« fehlend gute Wille der Nationalftaaten wird durch die Transportkrise wirksam unterstützt. Die Einläufe sind ganz unbedeutend und werden, wenn ke!ns vlenderung in letzter Stund« eintritt, weitgehende Drosselungen des Verbrauches herbei führen. Die Diffrrsnzen mit Molen sind zwar beigelegt, jedoch ist noch keine polnisch- Kohle eipgetroffen. Wie uns mitgeteilt wird, wird infolge der fori* während steigenden Kshlenpveife und der erhöhten Arbeitslöhne in Kürze zu einer neuerlichen Erhöhung der Gas- und ClsltriMLSPrelse geschritten werden mü^scn- Die Erhöhung wird eins ziemlich einichuei^eude sek«.; Die SuStbt. mi'sion des OrganisstiönsromiteeS der' RkparationSkommtssion l)atte für gestern vormittags die Trilnehmer an der SamStag stattgefundsnsn Befpre chuug Über die Kohlenfrage neuerlich ejngeladsn. Staatsfekrotör Zerd ik und die Herren! feines Ressorts waren bereits im Vorsaale des Sitzungszimmers erschienen und warteten dort auf den Beginn der Konferenz, als ein englischer Teilnehmer ihnew mttteilt«, daß die zu dieser Konferenz aus Prag berufenen tlchccho-slolvaNI'chon Kohlenfachseute mit der Zusammenstellung ihrer Ausweise und statistischen Darlegungen noch n'.cht fertig geworden sind, weshalb die Konferenz nicht stattfinden könne, und heute ab gehalten werden wird. * \ Die Gemeinde Wien hat ein Nebereinbotnmm chlit den Holzhändlern getroffen, die stch erböttg gemacht haben, das Holz nach Wien zu schaffen, ihnen von dem hereingebrachten Brennholz 89 Prozent zur freien Verfügung zu überlassen, während 79 Prozent an die Gemeinde abzuttsfern find. Bon einer Beschlagrxa’yMt von Brennholz in Wien und der Anführung! einer Holzkarte unter Festsetzung eines Höchstpreises ist bereit keine Red«.__ 9le!fmlaufcttl§ für polnische Inden «ach Amerika. Der erste M6ftfret8v drS politische« StaotSdepartemewder Verciniccten Staaten hat am 28. September mitgeteilt, büß vom SiaakSdevmtcment an die amerikanische Gesandtschaft m Warschau Weckungen abgegangen find, wonach das D i s n m allen denftnigm Personen zu erteilen ist, die z« ihren Angehörigen n a ch A m e r i k a reis,» wollen, gleichviel, ob wie Angehörigen m Amerika einaeblirgrit find oder nicht. In denjm gen Fällen, wo die Gesandtschaft nicht gewillt ist, das Brs um zu geben, hat sie der Regreruni nach WMngtdn m bkrichtm, die darüber entscheiden wird, ob hie Gründe für dir Berweigenmg des BckumS berechtigt find oder nicht. Die Witwe Tolstois gestorbe«, Einer Meldung aus ökonstantinopek zufolgs ist am 4. d. M. in Jaßnaja Poljana die Witwe Tolstois, Sophie Andrejewna Tolstoi, geftyrhr«. Gräfiu Tolstoi hat ihren großen Gatten um neun Jahre überlebt. Sie war von Geburt eine Bürgerliche, die Tochter eines Moskauer Arztes, Behr, der, wie der Name andeutet, e'u nach Rußland eingewanderter Deutscher gewesen ist. Die Harmonie, in der Dolstot lange Jahre mit seiner Frau und seinen Kindern gelebt hatte, war gestört werden, als Tolstoi den Erlös für seinen Roman „Auferstehung" dazu verwendet hatte, um kaukasischen Sektierern, den Duchoborzen, die wegen ihrer religiösen Ueberzeugung von der russischen Regierung hart verfvlgt wurden, zur Auswanderung nach Kanada zu verhelfen. Gräfin Sophie Tolstoi ließ sich damals all« Bermvgenöuitb Autorenrechte Tolstois stcherstellen. Aus diesem Grunde entstanden hierauf Uneinigkeiten. Als TolfM an seinem 60. Geburtstage einige seiner Volksbücher! den Volksschulen des Petersburger Bezirkes zum Geschenke machte, war es Gräfin Sophie, welche dieses Geschenk rückgängig machte. AuS der Lebensgeschichte degroßen Dichters ist «S erinnerlich, daß Tolstoi irr den letzten Tagen seines Lebens am meisten mit seiner jüngeren Tochter Alexandra sympathisierte. Während deS Krieges war wiederholt davon die Rede, daß Jaßnaja-Poljana von den Bolschewiken geplündert worden sei. Man erfuhr auch, daß die bottchswMsch» Regierung sich schließlich dazu bewogen gefunden hat, den Familienmitgliedern Tolstois ihre körperliche Sicherheit zu garantieren. Bei der plötzlichen Abreise Tolstois von I ßnaja-Polian«. bet seiner Flucht vor Fvan und Kin : n, hat Gräfin Sophie einen SelbstnwrdverfnM im.euumMKXt &u deLjva Atta» Üc Mtt&na litt.