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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-12 · Heft 292 (12.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 292 (12.11.1919)
Date
1919-11-12
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr 292 Wien. Mittwoch Wiener Marge nzeituirg 12. November 1919 Seite S ' schult ausgestaltet werden soll, und die Errichtung cknderer Schulen (cd ist zunächst die Errichtung einer Volksschule in Aussicht genommen) sowie die daneben geplante Veranstaltung jüdischer Jugendkurse uni» volkstümlicher Hochsckmlkurft, die oer Verbreitung jüdischen Wissens dienen sollen, sind nur; möglich, wenn dem Jüdischen Schulderem die erforderlichen großen Geldmittel zur Verfügung stehen werden. Es liegt an der jüdischen Oeffeuilichkeit,' dem Schulderem die Erfüllung dieser in Zukunft des Wiener und späterhin auch des gesamten deutschösterreichischen Judentuurs hochbedeutsamen Aufgaben zu erinöglichen. Es ist darum Pflicht einer jeden Juden und jeder Jüdin, denen die jüdische Erziehung unserer Jugend am Herzen liegt, durch den Beitritt gum Jüdischen Schulverein, durch Spenden und durch Werbung von Mitgliedern die Ziele des Vereines zu fördern. Jeder Jude, welcher Partei er auch angehören mag, arbeite an dem Ausbau des Jüdischen Schulwerkes und damit an der Erhaltung des Judentums mit, indem er nach Kräften für den Jüdischen Schulverein spendet und wirbt." , DaS Bureau des SchulveremeS befindet sich Wien, 9. Bezirk, Wasagaffe 2. _ Telegramme. Die holländische Hilfsaktion fllr Wien. Haag, 11. November. (Tel.-Komp.) Die Aktion filc die Wiener Kinder nimmt immer größere Dimensionen an. Sämtliche Zeitungen veröffentlichen Liften, der holländische Iournalistenoerem appelliert an die Journalisten sämtlicher Länder, sie Mögen für eine schnelle Hilfe ihre Blätter zur Verfügung, stellen. Die Freimaurer von Holland senden eine größere Anzahl Hilfsmittel nach Wien, demnächst werden auch neun Waggons mit Lebensmitteln vom Roten Kreuz nach Wien abgeben. Die holländischen Theater widmen Men gewissen Prozentsatz ihrer Einnahmen der Aktion für die Wiener Kinder, die verschiedensten Autoren stellen einen Teil ihrer Tantiemen, gleichfalls für die Verwendung für Oesterreich zur Verfügung. Admiral Cappella vor der AntersuchunHS- , Kommission. Berlin, 11. November. In der heutigen Sitzung hes parlamentarischen Untersuchungsausschusses wurde die Verhandlung über die technische Seite des U-Bovt-, trieges fortgesetzt. Staatssekretär a. D. v. Capelle erklärte: Um die Jahreswende 1.916/17 war ich derselben Ansicht gewesen wie die .Oberste Reichsleitung und der Reichskanzler, nämlich, daß unsere Lage sehr ernst sei. Cs blieb uns nichts anderes übrig, als das letzte Kriegs mittel einzusetzen,, um runs vor dem Untergang zu retten. Dieser Drffassung neigte ich um so mehr zu, als uns der rücksichtslose U-Bovtlrieg eine mindestens sehr gute Chance bot, den Krieg für uns günstig zu beenden. Bon einem Nied er zwingen E n g l« n d S ist n i t in al s b ie Mbe tz-we fen, wohl aber davon, daß der^ Erfolg genügen ' würde', uin England zu einem brauchbaren Frieden geneigt zn machen. Minister Dr. David führt aus, es sei von btt größten Bedeutung, was die Oberste Heeresleitung und die Seekriegsleitung von dem rücksichtslosen U-Bootkrieg erhofft haben.. Man stelle es jetzt so dar', als ob man nur ein psychologisches Weichwevden Englands erreichen wollte. Das entspreche aber nicht den Tatsachen. Der brauchbare Frieden, den man erhoffte, sei der deutsche Sch Werts rie den gewesen, der sei aber nur nach dcm Siege über England zu erreichen geweftn. Wilson aber wollte nur einen Frieden ohne Sieger. Zu diesem deutschen Schwertfrieden genügte nicht nur ein psychologisches Weichwerden Englands, er «rußte diktiert werden. Das sei in amtlichen Schriftstücken auch gesagt worden. i . > Frankreich verlangt die Auslieferung von 60V Deutschen. Versailles. 11. '.November. Wie die „Liberia initteilt, verlangt Frankreich die Auslieferung von 600 Deutschen auf Grund des -Artikels 228 des Friedenvettrages. Die französische Regierung werde in der vom Fünferrat eingesetzten Kommission zur Regelung des Gerichtsverfahrens durch den Unterstaatsfekretar für MMärjriMtz Ignaee vertreten sein. Die Pariser Kohlenkrise. Paris» 11. November. Die Köhlensituation hat sich heute hier etwas gebessert. Die Elektrizitätszentrale Queft Lunnüre konnte gestern 3500 Werkstätten, darunter den großen Fabriken wie den kleinen privaten Betrieben keine Kraft liefern. Die Zentrale Est Lumiöre war genügt, von mittags bis 6 Uhr nachmittagden Strom auszu schalten. Der Dienst der Straßenbahnen und die Beleuchtung konnten auftechtekhauen werden. Heute werden die Zentralen wieder an die Werkstätten Strom liefern können. Ein Friedensangebot der Räteraetierung. Berlin» 11. November. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Bern: Londoner Blättern zufolge habe sich die russische Räteregierung in ihren Friedensbedingungen an England bereit erklärt, alle finanziellen Verpflichtungen des früheren Zarenreiches anzuerkennen. Bolschewikifcher sdampstericht. Moskau, ii. Nov'inber. lJmkwnich.) Fronlbrr'ckl von» 10. d. M.: Im Gebiet von Bobrow Imbett wir u, uv in s l a i a arrÄumi. Sonst dauert der Vormarsch aut allen Fronten an. An der BKsttioru sind wir m da- Geda von Iakobff a d t voraedi ungen, an der Ostttonl haben wir den Itchim überall überschritten und Usta Jschim, röv Werst östlich von Tobolsk, hesrtzt. Die Ar'eitsKonferenz. Washington, ii. Nopi-mber. iFunkspruch^ Die Mcbiheit bet ftonfercm der Ansicht. das? uw Konseikw jeder S l a a t - u a e l a s»e n w e r d e n k ö n n e, der darum in aller »rennt ansuche. of>nc bat? dick kr Shirt’ Mitplird des Böller* pnndkS sein nriisie. Tie M t n 5 c v b f \ t steht aus b?m Skand- 'l’unft, daü die Kaust, ein irckn die Be>echtraimg bade, ngendcineu Stäat. der nicht cb des Böllerdmides ser. zur ÄrberiSlvnsrrknz uunlaffcn. Serbische SrimmunqSmache. L mdvn, 11. November. Die „Times* meldet aus Belgrad: Die Mitteilung. Clemenceaus, daß Jugoslawien das Abkommen mit Bulgarien nicht unterschreiben dürfe, ehe das Abkommen mit Oesterreich unterschrieben fei, hat Proteste in der serbischen Presse hervorgerufm. In diesen Protesten wird der Regierung der Rat erteilt, auf ein Abkommen mit Bulgarien zu verzichten. Die amerikanische Getreldöaitsftthr gestattet. New'Pork» 11. Navcmbcr. (Tel.-Komv.) Das Ausfuhrverbot für Geireide wurde aufgehoben. Alle Ansnchcn wegen Exportes werden jetzt in Behandlung genommen. Hebung der Produktion in Ktadno. Prag, ii. November. lPrivat.) Dir Regierung hat msi den Kladnocr Dnpleuten einen ncnen Kollckt'Vvcurag abgo schlossen, der au dem PrömiewnÜrm sunt. Darnach erhält jeder Bergmann für jedes Prozent erhöhier Förderung ib Heller; fett Abschluß des BemageS am i. b, ftregdie Fördern ng um 2 vProzeur. Der Streik in der tschechischen Metallindustrie. Prag» 11. November. Echech.cklvn. Prefibur.'' Der verband der Arbengeber der Maschatictifahvifcn hat tn per gestern hier abgchaltenenBeratung beschlossen, m den Untern.hmungrn. tn deren btc Beamtenschaft in den AuSstand aetveten ist, dm Bettieb einmstellen. Zu den Forderungen rer Beamtenschaft verhält sich der Verband ablehnend. " Die Beamtenschaft beschloß, mit Rücksicht auf diesen Standpunkt den Streik bis zu allen ÄonsequenM durikMsührm.' Dalutaschiebereien in Prag. Prag, 11. November. - (Tel.-Komp.) Das Kriegswucheramt nahm gestern in der Prager Realitäten^ und Kreditbank in der Wassergasse, an. deren Spitze Divektor Ha sek und Direktor-Stellvertreter S'cheibo t, ein Wiener, stehen, eine Untersuchung vor, d» dort ohne behördliche Bewilligung große Geschäfte mit srplMrr Valuten gemacht wu><den. Es wnobe ft st ge stellt, das; diest Bank für 29 Millionen tschechische Kronen deritschösterreichische Kronen — 90 Millionen ein- Lauste, die sie dann wieder an verschie-vene Bankrn weiter veränßexte und ans dürft Weift dis tschechische Valuta schädigte^ Außerdem kaufte sie für eineinhalb Millionen Mark urf» vrachte auch mit dieser reichsdeutschen Valuta glänzerche Geschäfte. Mer. auch mit d-in Valuten Amerikas und Englands wruBen einträgliche Geschäfte ohne Bewilligung^ der tfthecho-slowakischen Deviftnzknlralc! durchgesührt. Diese Transaktionen vermittelte ein Wiener namens Popper und ein gewisser Freund aus Kavolinenthal. Auf Grund der Untersuchung wurde Direktor Ha sek, Dirsktvr-Slellvertreter Scheibal sowie der Vermittler F r-e u n d verhaftet. Dev Hsuptarrangeur war ein gewtssrr F r i e d e n st e i n aus Wien, der bei der Prager Rcalitälen- und Kreditbank, ein Konto aus seinen Namen und mehrere ft,t-texte Korr.i hatte. Fried»«stein sandbs erst gestern a«k Butzweis 40.000 Kronen an die Prager Nkalitäten- und Kreditbank, die sofort beschlagnahmt wurden. Aus den fingierten und wirklichen Kontis Friedenftrins wnutzen weitere 150.000 Kxonen mit Beschlag belegt. Dem Friedenstein wurde fpeigest-llt, sofort eine halbe .Million Kronen als Straft zu entrichten, wkdriHenftlls geMN ihn auf diplomaAsch»m MW-e das Strafterfahren eingeleitet werde. Der Bahnverkehr Wien-—IrrnSbrvck. Innsbruck, 11. November. Ab 12. November verbehren, vjk die Staatsbahndirektion Innsbruck mitteiü, die Personenzüge 55/111/211 Wien—Innsbruck-Häuptbahnhof (Wien ab 5 Uhr 30 Min. nachmittags, an Innsbruck 6 Uhr 68 Min. nachmittags) und Nr. 212/112 Innsbruck—Wien lab Innsbruck 11 Uhr 50 Min. vormittags, an Wien 12 Uhr 45 Min. nachmittags) dreimal wöchentlich, und zwar der erftere ab Wien jeden Montag, Mittwoch und Freilag zum erstenmal am Mittwoch den 12. b. M., der letztgenannte Zug Innsbruck—Wien jeden Montag, Mittwoch und Freitaq ab Innsbruck zum erstenmal am Fceitag den 14. d.M. Mit der Wiedereinführung dieser Füße entfällt die Personenbefördemng in der Strecke Wörgl—Innsbruck bei den Güterziigen 261 und 264. Die letztmalige Personenbeförderung mit Güterzügen erfolgt bei Fug Nr. 261 am 12. d. M. und bei Zug Nr. 264 am 13. d. M. Kleine Rnchrichten. Paris, 11. Novvü»er. D«e Oberste Rat hiw sicki brüte norm Nag? unter Bürsitz Eiemen ceanS um derfchwrerigm Vase befaßt, die aus dem K«mvi tör und p«g>n den Fnedtnsvertrap >m amenkanisciren Senen entstehen könne. Paris. 11. Novemi»e>. Ans Konstamrnoprl w b nmtribtt, daß die!irr dicken Nal onal-st«r m k l l l c r e n dm Beietznn-sttuppm Grfecbie liefern. Köl«, 11 November K^'dm«1-El rb'frbvs von Hartmann >ff hmre um 2 Ubr n»ch«ö rm ÄUs^ von 6ü Jahrm gestorben. Prag, N. Ro^mber Rieb emer Kur'dmarfrnng des Preßbulger PvluerckeiS dürren sich ÄrulÜnt er vrchr mehr als drer Tag laug m Prevbmg awtzrltm. Tagesbericht. Eine Verleumdung gege« FrauAuMa . Müller. Ein Holländer, der augenblicklich in Wien weilt,, bittet uns um Ausnahme folgender Zeilen: Im „Telegraf", dem Abendblatt des „Dentscherr Volksblatt" vom 10. b. M. erschien unter dem Titel „Lügen über Wien" ein Aufsatz, der in absichtlich entstellender Weise über den Vortrag der Fraw Anitta Müller in Amsterdam berichtet. Als Mitglied des ,Komitees zur Versorgung jüdischer Kinder im Ausland" sehe ich mich veranlaßt, folgende Erklärung abzugeben: Frau Anitta Müller hat in ihrem Vortrag mit keinem Wort behauptet, baß Pogroms^ Judenverfolgungen oder auch nur Antiseinitismus iw Wien oder T^utschösterreich herrschen. Vollkommen aus der Luft gegriffen sind folgende Dort«: „Kein Jude ist in Deutschösterreich des Lebens sicher. In jedem Orte wüten die .Pogroms; Millionen von Juden fliehen von Stadt zu Stadt und finden nirgends Zuflucht.' Die Juden sind alle um ihr Hab und Gut gebracht.^ Da die Vortragende vom speziell jüdischen Elend sprach, war es sell stverständlich, daß sie der Pogrome in Galizien, D u k o w i n a und R u ß l<r tt d Erwähnung tat. Für so nninformiert darf man uns Hollrindtti Wohl nn')t halten, daß uns irgend je^nand Weißmacherr könnte, daß Millionen von Juden in Deutschösterreich vpn Stadt zu Stadt fliehen. Es ist uns wohlbekannt^ daß in Deutschssterieich nur einige hrrnderitauftnd Juden überhaupt leben. Der Erfolg der Frau Anitta Müller ist nicht, wie das „Deutsche Dolksblattt^ behauptet, „durch genreine Verdrehung der Sachlage erschlichen worden", sondern sie verdankt den Erfolg der Sache der jüdischen Kinder lediglich ihrer unermüdlichen und tüchtigen Arbeit, welche sie leistet und welche wir in der entsprechenden Wrift durch Ausnahnre von Hunderten von Kindern zu würdigen wußten. Erwähnen möchte ich noch, daß wir nach den Vorträgen auch zahlreiche Anmeldungen von N i ch t j u d e n erhielten, die sich bereit erklärten, Kinder oufzunehmen und daß wir diese Plätze sofort dem katholischen Komitee übermittelten. Das Komitee zur Versorgung jüdischer Kinder im Aus? lande" arbeitet bereits seit sechs Monaten in Holland und es ist uns gelungen, bisher beiläufig 1300 Kinder aus Oesterreich unterzubringen. Frau Anitta Müller hat in tllktvoller Weift über den in Wien herrschenden Aniiftmitismus nicht gesprochen, weil sft wahrscheinlich ihre Vaterstadt in unseren Augen, für die dev Äntise mitismus eine längst überwundene mittelalterliche E r s ch e i n u n g^ist, nicht herabsetzen wollte. Außerdem hat sie es verstanden, in' zahlrerchetr Zeitrrngsartikeln und Vorträgen das Interesse und die Sympathie für Wien sowohl zu gewinnen, als auch zu erhöhen. Der Ausfall des „Deutschen Volksblattes" aber zeigt uns deutlicher, als die Ausführungen der Frau Anitta Müller es vermochten, daß der in Wien herrschende Antisemitismus eine spezielle jüdische Selbsthilfe erfvrdsrt. Soweit der Einsender dieser Zeilen, welcher zu be.r ange'cl)ensten Bürgern Amsterdams gehört und dessen Worten wir ruhig Glauben schenken köntren^ Wir möchten nur noch zu den Worten „der Hunger der a nders glaub igen Kinder tut ihr nicht weh" bemerken, daß die Aktion der Frau Anitta Müller auch Hunderten christlichen Kindern geholfen hat, obwohl wir uns andererseits fragen müssen, wie viele jüdische Kinder die katholischen Organisationen bisher in Ferienkolonien untergebracht haben. Der Fall H^lmhake. Im „Berliner Tageblatt" erLahlt Dr. Ernst Feder einen Fall furchtbarer Mitttar-Drsziplirrar- Justiz. Wenn wir ihn hier wiedergeben» so tun wir es, weil wir glauben, dotz darin nicht nur eine An» klage gegen einen einzelnen Offizier oder gegen Deutschland liegt, sondern eine Verurteilung jenes lrregsberauschten Militarismus dct ganze« söge« nannten zivilisierten Welt, dem angefichts der tag» lichen Hekatomben-Opfer ein einzelnes Menschenleben ,w le»cht wie eine Flairmseder wiegerr mutzte. Dr. Feder 'erzählt: Karl Helmhake, ein junger Kaufmann, meldete sich im Oktober 1014, noch nicht zwanzigjährig, als Freiwilliger bei einem Berliner Garderegmrent. Er wurde eingestellt, tat mit Lust und Liebe und peinlicher Gewiffenhaftigkeit seinc.r Dienst und kan» im Februar 1915 inS Feld. Ein Brief vor» der Karpathenfront vom 1. März war die letzte Nachricht, die die Eltern non ihm erhielten. Nach mehrfachen Anfragen erst bekam der Vater schlietzlich vom Kumpagnieführer die Auskunft, daß sein Sohn au blutgem Dünndarmkatärtb verstorben sei; rhm sei die „beste körperliche und ärztliche Pflege" zuteil geworden. Die Kompagnie betrauere in ihm einerr „tüchtigen Soldaten und guten Kameraden". Aus brieflichen Andeutungen eines Kameraden des Verstorbenen entnahm der Vater indes, daß eS mit denr Tode deS Sohnes eine andere Bewandtnis haben müsse. WaS war vorgefallen? Während des Krieges konnte kerne Fest- . stellungcn getroffen werden. Erst vier Jahre später gelang es dem Vater, durch Befragung einer Anzahl überlebende« Kameraden eingehende Ernriitlungen anzustellen, die zu einem furchtbaren Ergebnis führten. Etwa Mitte März war Helmhake mit einem Kameraden nach Lebensmitteln ausgeschickt worden. Sie verirrten sich auf dem Aückrveg und blieben die Nacht über aus. Bei ihr« Nuckkehr fthlte von den requirierten Lebensmitteln ein Käst. Helmhake wurde hierfür vorn Kompagnieführer mtt drei Tagen strengen Arrestes bestraft und bei einer Külte von W hitz W ßtratz so fest o* ««** Bau» gebMßste fcfe zx«

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